Im Moment gibt es einen Hit, der überall zu hören ist: im Küchenradio, im Einkaufszentrum, sogar im Cineplexx … logisch steigt dieser Titel dann auch in der Nachfrage und in den Umsatz-Charts: Release Me von Agnes. In der letzten Woche hatte sie sich bereits mit Platz 12 auf eine Bestplatzierung vorgehangelt. In dieser Woche, ihrer siebten in den Charts, geht es noch weiter nach oben, direkt unter die besten fünf auf Platz 5. Rückenwind erhält die Single sicher auch durch die Veröffentlichung des Albums Dance Love Pop, welches seit dem 2. Oktober auf dem Markt ist. Offensichtlich trauen sich aber zahlreiche Käufer noch nicht so recht an den Longplayer heran, er startet lediglich auf Platz 69. Der Griff zur Single ist da vermutlich einfacher. Und mehr und mehr bohrt sich Release Me in die Ohren und ins Bewusstsein … Ich bin gespannt, ab wann wir den Titel nicht mehr hören können.
Zu den Gewinnern der Woche gehören auch die Gäste von Thomas Gottschalk in seiner 183. Folge von „Wetten dass…?“. Die Show erhielt zwar fast ausschließlich negative Kritiken, ein Garant für steigende Umsätze ist sie dennoch. Zum Beispiel profitiert Nelly Furtado ganz wesentliche davon, dass sie in der Show ihren letzten Hit Manos Al Aire vortragen konnte. Prompt steigt der Titel, der sich eigentlich schon deutlich auf dem Rückzug befand, von der 24 noch einmal auf die 17. – Die Gerüchteküche meldet übrigens aktuell, dass Nelly gerade eine Reihe von Songs mit Timbaland fertig geschrieben hat, die auf ihrem 2010 kommenden Album enthalten sein sollen.
Zweiter großer Nutznießer von einem Wetten dass … ?-Auftritt sind Tokio Hotel. Nach ihrem Absturz mit Automatisch in der letzten Woche geht es noch einmal von der 29 auf die 21. Außerdem startet in dieser Woche das Album Humanoid auf Platz 1 der Album-Liste. Na, da scheint ja die Welt fast wieder in Ordnung zu sein.
Im Aufwärtswind, und das bereits seit zwei Wochen, befindet sich auch Milow . In der letzten Woche ging es von der 25 hoch auf die 21. Und nun, mit Beginn seiner Konzerttour in Deutschland schafft er nach drei Wochen Pause sogar die Rückkehr in die Top 20. Platz 19 wird notiert für You Don’t Know, welches sich mittlerweile 10 Wochen in der Liste tummelt und am 11. September mit Platz 15 seinen bisherigen Bestwert erreichte.
Einen Sprung nach vorn machte auch NENA mit Wir sind wahr. In der letzten Woche sackte der Titel unglaubliche 21 Plätze ab und landete auf der 45. Schon war da ein kleines Drama in Sicht. Am 2. Oktober allerdings erschien das Album Made In Germany, welches einen großartigen Start in den Albumcharts auf Platz 3. Für viele ein Grund sich gleich noch die Single zu holen. – Außerdem hatte Nena einen prominenten Auftritt bei Günther Jauchs „Das große Ost-West-Duell“ und Portale wie oljo.de gehen davon aus, dass vor allem dieser Auftritt eine enorme Nachfrage erzeugte. Beides zusammen reicht für einen Sprung nach vorn auf die 24. Neuer Bestwert für Wir sind wahr.
Das waren die Gewinner der Woche, die schon eine Weile in den Charts ihr Unwesen treiben. Natürlich gab es auch Neues in der Woche ab 2. Oktober. Gesamtsieger wurden Bon Jovi (im Download-Only-Bereich) und Scooter. Mit einem recht eindrucksvollen Start setzten sich auch die Editors durch. Mit Papillon bereiten sie ihr drittes Album In This Light And on this evening vor. Üblicherweise werden die Editors in die Schublade Indie-Rock gesteckt. Mit dem neuen Werk schauen sie allerdings ganz schön weit über den Tellerrand hinaus und bewegen sich ordentlich in Richtung Elektronik/Dark Wave. Und das scheint dann doch recht vielen zu gefallen. Papillon ist die dritte Single der Band und sie kann trotz limitierter Auflage als CD auf Platz 43 landen. Das ist deutlich besser als die beiden Chart-Vorgänger, die mehr oder weniger in den 80er Positionen versandeten.Vielleicht der Beginn einer doch längeren Erfolgsgeschichte?
Seine großen Erfolge hat der Jamba-Kuschelhase Schnuffel bereits hinter sich. Wir erinnern uns, im Frühjahr 2008 ging nichts ohne den Kuschel Song. Dann gab es noch ein, zwei, drei Häschen-Aufgüsse und seit Ende letzten Jahres war dann Ruhe. Nun aber wird es wieder kühler und früher dunkel, der Kuschelbedarf steigt und schon wird die Kunstfigur reanimiert. Die neue Single heißt Piep Piep, das dazugehörige Album Komm Kuscheln, ab jetzt im Handel. Das Schema wie gehabt: knuddelig-debilromatischer Kinderliedtext mit Klingeltechnosound. Funktioniert irgendwie immernoch, allerdings bei weitem nicht mehr so gut wie im Jahr 2008. Piep Piep startet auf Platz 54 – weit entfernt von dem was die Vorgänger bereits gebracht haben. Da hat es sich vermutlich bald ausgekuschelt.
Das komplette Gegenteil zum Kuschelhasen stellt die Band ASP dar. In der Mittelalter-Gothic-Rock-Szene sind sie eine feste Größe. Außerhalb dieses Kreises haben sie erst einmal etwas mehr Aufmerksam keit erhalten. Ende Oktober 2006 schoß ihre Single Ich bin ein wahrer Satan bis auf Platz 29 der deutschen Charts. Sehr schnell war der Titel dann auch wieder aus der Liste draußen – wie gesagt: es ist vor allem ein fester Kreis von Fans, der die CD kauft. Ähnlich verhält es sich mit ihren Alben. Seit 2005 erscheinen sie regelmäßig für ein bis zwei Wochen in den Verkaufsauswertungen auf und sind dann wieder verscwhunden. Eine Ausnahme bildete die CD Zaubererbruder im letzten Jahr. Vier Wochen, also einen kompletten Monat in der Liste und ein Platz 13 als Höchstplatzierung. Die Fangemeinde wächst also. Eventuell ist also auch das Auftauchen ihrer neuesten Single-Veröffentlichung Wer sonst? in den Charts ein Anzeichen dafür. Platz 56 zum Start kann allerdings noch nicht wirklich viel erzählen, die folgenden Veröffentlichungen werden zeigen wohin die Reise geht.
Wer sonst? ist natürlich eine düstere Mischung aus hartem Gitarrensound, Weltuntergangsszenario und der nicht ganz einfachen Aussage: „Du bist das Kettenglied, was zählt“. Gewaltige Bilder, die da zitiert werden. An vielen Stellen auch sehr offen für Interpretationen in alle möglichen Richtungen. Wir kennen diese Diskussionen und Vorwürfe von Rammstein, Oomph! etc. Wirkliche Lösungen gibt es dabei wohl kaum, denn wenn die Geschichten deutlicher und konkreter würden, dann würden sie vermutlich auch einen wesentlichen Teil ihres (Schauer-)Reizes verlieren.
Das Jahr 2009 ist (oder war?) eines, in welchem die Pet Shop Boys noch einmal ziemlich überraschen konnten. Nicht, dass sie jetzt die Überflieger der vergangenen Monate gewesen wären. Aber ihr Album Yes schaffte tatsächlich im Frühjahr eine Platzierung in den Albumcharts auf Position 4 – das beste Ergebnis für das Duo in den 2000ern. Die Leadsingle Love etc. konnte sich recht unerwartet bis auf Platz 12 durchsetzen und war ganze 16 Wochen präsent. Für einen Act, der seit etwa 25 Jahren im Geschäft ist schon eine beachtliche Leistung. Nun wurde aus dem Erfolgsalbum eine dritte Single ausgekoppelt. Beautiful People ist ein ruhiges Popstückchen mit vielen Streichern, romantisch verklärt und mit jeder Note zutiefst in den Hochzeiten der Pet Shop Boys verwurzelt. Einmal mehr lässt sich feststellen: diese Single im Jahr 1986 veröffentlicht wäre ein sicherer Top 5-Hit gewesen. Im Jahr 2009 reicht es noch für Platz 65 – sicher kein umwerfender Hit, zumindest aber ein Beweis, dass auch Soundtreue über Jahrzehnte Freunde findet. Seltsam ist für mich nur, dass Beautiful People nur in Deutschland veröffentlicht wird. Zu Ende gedacht würde das bedeuten: In Deutschland haben Neil Tennant und Chris Lowe den größten und treuesten Fankreis. Oder anders: einmal in Deutschland etabliert, lässt sich bis in alle Ewigkeiten mit dem gleichen Prinzip Musik verkaufen.
Bis in alle Ewigkeit – schönes Stichwort für unsere Rubrik: Evergreens / Moderne Klassiker. Was gab es denn in dieser Woche an auffälligen Rückkehrern? – Passend zum Nr.1-Ansturm von Lady GaGa steht auch die Single, mit der alles vor mehr als einem Jahr begann, wieder in den Charts: Just Dance. Fairerweise muss ihr Partner Colby O’Donis an dieser Stelle ebenfalls genannt werden, liefert er doch einen ganz wesentlichen Beitrag zum Hit. Ich erinnere mich: vor einem Jahr als Lady Gaga lediglich eine unbekannte Newcomerin war, da waren überall Lobeshymnen auf Just Dance zu finden. „Lady Gaga – die neue selbstbewusste Frau, die sowohl Hedonismus wie auch Startum mit kritischem Blick hinterfragt …“ So ähnlich stand es in schlauen Texten. Ob die selben AutorInnen heute genauso urteilen würden? Erfolg ist in Deutschlands Kritikerkreisen ja nicht so positiv besetzt. Wie auch immer: Just Dance schaffte vor einem Jahr immerhin eine Platzierung auf Rang 15, war ziemlich präsent ohne der Knaller schlechthin zu werden. Dann eroberte Lady Gaga den englischen Markt, stürmte mit Just Dance zum Jahresende bis an die Spitze der UK Top 40, und dann ging es auch in Deutschland mit dem Verkauf noch einmal nach oben. Den endgültigen Kick lieferte dann jedoch erst im März die Nachfolgesingle Poker Face, die Lady Gaga ja hierzulande ihre erste Nr.1 bescherte. Im Windschatten zog auch Just Dance noch einmal nach und erklomm Platz Nr.10. Im Juli, nach insgesamt 44 Chartwochen fiel Just Dance dann dauerhaft unter die magische Position 50 und wurde laut media control-Regeln aus der Wertung genommen. Nun sind drei Monate vergangen, die Sperrfrist ist abgelaufen, und Just Dance darf wieder notiert werden. Wird es auch sofort und steht auf einem unglaublichen Platz 69. Das bedeutet: in den kommenden neun Wochen wird uns Just Dance mit Sicherheit begleiten und am Ende zu den 20 Titeln gehören, die sich am längsten in den deutschen Charts aufhalten konnten.
Wieder dabei nach dreimonatiger Sperrfrist sind auch die Kings_Of_Leon mit Use Somebody. Existent ist die US-amerikanische Band seit 2000, ihre Alben konnten sich seit 2003 mehr oder weniger gut verkaufen. Am erfolgreichsten waren sie in Großbritannien, wo sie regelmäßig unter den Top 5 der Album-Charts zu finden waren. Der Durchbruch als Single-Act, also als Tageshit-Lieferanten, gelang ihnen im Spätsommer vergangenen Jahres, als Sex_On_Fire plötzlich die Spitze der britischen Charts erstürmte. Auch in Deutschland enterte der Titel dann (als reiner Download-Track) die Charts. Die Plattenfirma brauchte etwas Zeit um zu kapieren was da grad losging, die CD-Version wurde später nachgeschoben, brachte nicht den großen Schub, aber verhalf dem Titel immerhin zu einer Dauerpräsenz in den Charts die insgesamt 41 Wochen anhielt und mit Platz 33 im Juli diesen Jahres ihren Höhepunkt fand. In der letzten Woche war Sex_On_Fire noch auf der 56 notiert, fällt aber diese Woche unter die 3-Monats-Sperrklausel.
Use Somebody hatte im Vergleich zum Vorgänger einen wesentlich direkteren Start. Am 13. März wurde die Single zum ersten Mal auf Platz 18 notiert und stieg dann recht bald bis zum Platz 9. Für die Band eine erste Platzierung unter den Top 10 in Deutschland. Ganze 19 Wochen dauerte ihr Chartaufenthalt. In der Zwischenzeit wurde Use Somebody bereits mehrfach gecovert, am erfolgreichsten wohl von Pixie Lott, deren Version sich sogar in den britischen Songcharts platzieren konnte. Auch Kelly Clarkson nahm den Song in ihr Repertoire auf und sang ihn während ihrer diesjährigen Tour. In Deutschland ist nach wie vor die Originalversion von den Kings_Of_Leon am beliebtesten. Use Somebody steht in dieser Woche in seiner insgesamt 20. Chartwoche auf Platz 71.
Einer der Sommerpartyhits 2009 war ohne Zweifel Day ’N’ Nite von Kid Cudi im Remix der Italo-Boys Crookers. Bereits ab März gehörte der Track zum Standardrepertoire jeder coolen Tanzveranstaltung. Mehr oder weniger direkt setzte er sich dann auch in den größeren Discos durch und landete schließlich auch als kommerzieller Hit auf Platz 13 der deutschen Verkaufscharts. 17 Wochen dauerte der Spaß – jetzt ist der Titel zurück auf Platz 74. Und es macht irgendwie immer noch ordentlich Spaß sich durch die verschiedenen Versionen und Mix-Varianten zu hören.
Genau vor einem Jahr startete einer der großen Hits des vergangenen Winters in seine Chartkarriere. Do you remember Allein allein von der Dresdner Band Polarkreis 18? Genau! – Fünf Wochen Nr.1 zum Ende des Jahres 2008, Dauerpräsenz überall für die sechs smarten Jungs, nachfolgend Teilnahme beim „Bundesvision Song Contest“ und mit The Colour Of Snow ein weiterer Top 5-Hit. 40 Wochen lang ununterbrochen war Allein allein in den deutschen Charts platziert. Der auch auf der deutschen CD-Single veröffentlichte Remix durch die dänische Gruppe Nephew verschaffte Polarkreis 18 auch eine Top 3-Platzierung im Nachbarland Dänemark. Bemerkenswert am Rande vielleicht noch, dass Allein allein auch in den Charts von Israel eine Top 10-Platzierung erreichte. Nun also – Allein allein verkauft sich immer noch ganz gut, gehört praktisch zum Repertoire jeder Home-Party und steht in dieser Woche nach derZwangspause erneut auf Platz 78.
Mittlerweile auch bald ein Jahr lang immer wieder in den Charts ist Amsterdam in der Version von Axel Fischer feat. Cora. Der ursprünglich aus den 80ern stammende Titel gehört in der etwas trashig geratenen neuen Variante offensichtlich zu den Standards im Familienfeiern-Bierzelt-Mallorca-Business. In dieser Woche nach Ablaufen der Sperrzeit wieder drin auf der 91.
Zu den Rückkehrern gehören regelmäßig auch die Songs, welche bei diversen Casting-Shows interpretiert werden. Aktuell läuft auf Pro7 Popstars – Du & Ich. Am Donnerstag, den 1. Oktober, flimmerte der zweite Workshopteil aus Las Vegas über die Bildschirme. Dort gab es Balladenduette zu hören. Und am eindrucksvollsten waren offensichtlich Valentina und Andy, welche One interpretierten. Die Vorlage von Mary J Blige und U2 schafft nämlich im Nachgang einen Wiedereintritt in die Charts auf Platz 83. Der Titel stammt ganz ursprünglich vom 91er U2-Album Achtung Baby, war damals auch als Single veröffentlicht worden, konnte sich aber nicht in Deutschland platzieren. 14 Jahre später gab es die Neuauflage mit Mary J Blige als Duett-Partnerin, und da wurde der Titel dann wirklich zu einem großen Hit: Platz 6 in Deutschland und seitdem immer wieder mal in den Charts, zuletzt im januar 2007. Aktuell wie gesagt, Platz 83 – die höchste Platzierung seit dem ersten Chartaufenthalt 2006.
Den Titel „Häufigster Rückkehrer des Jahres 2009“ verdient sich gerade Metallica mit Nothing Else Matters. Bereits zum sechsten mal wird dieser Titel als Wiedereinstieg notiert. In dieser Woche auf Platz 84 – höchste Platzierung seit März – und insgesamt schon die 57. Chartwoche.
Zu den zeitgenössischen Klassikern gehört ohne Zweifel auch Bitter Sweet Symphony von The Verve. Original veröffentlicht im Jahr 1997 ist es wohl der bekannteste Titel der Britpop-Band. Immer wieder wurde es als Musik für Werbung eingesetzt oder irgendwie geremixt. Kein Wunder also, dass der Titel auch bei jeder Wiederkehr und Neuveröffentlichung der Band irgendwie eine Rolle spielt. So geschehen im letzten Jahr, als Love Is Noise und das Album Forth erschienen. In diesem Sommer gab es dann wieder aktuelle Trennungsgerüchte um die Band, gleich auch mit der Ankündigung, dass Teile der Band mit Musikern von Goldfrapp über ein neues Projekt namens The Black Ships nachdenken. Es soll zu dieser neuen Superband auch bereits eine mySpace-Seite existieren. – Alle diese Neuigkeiten werden aber wahrscheinlich nicht der Grund gewesen sein, warum plötzlich wieder verstärkt Nachfrage nach Bitter Sweet Symphony besteht. Ehrlich gesagt, ich kann es auch überhaupt nicht erklären, warum der Titel nun wieder auf der 93 notiert wird. Außer natürlich, dass er nach wie vor gut ist. Wahrscheinlich tauchte der Song in irgendeiner Fernseh-Show im Hintergrund auf … wer Genaueres weiß, kann sich ja mal bei mir melden. Ich freu mich in der Zwischenzeit über eine 21. Woche für diesen Titel in den Charts.
Teenie-Star Nr.1 und ständig in den Schlagzeilen ist Miley Cyrus. Letzte Meldungen waren: der Twitter-Account von Miley Cyrus wurde gelöscht. Von ihr selbst. Und: Ihr Papa mag ihren Freund nicht ... Das sind alles Sorgen. Aber es gibt auch News aus dem Bereich Entertainment. Zum Beispiel soll Mitte Oktober ihr neues Album The Time Of Our Lives erscheinen. Die Single daraus Party In The U.S.A. steht in ihrer Heimat den USA bereits auf der Nr.1. In Deutschland gibt es noch kein offizielles Datum. In diversen Blogs und Foren war mal vom 2. Oktober die Rede … Und dort kann man auch lesen, dass aufgrund der bescheuerten Veröffentlichungspolitik die meisten Fans ihre CDs ohenhin in den USA bestellen. Nun – was wirklich zu haben ist: Hannah Montana – der Film auf Blu Ray-Disc. Seit 8. Oktober steht das Ding im Verkauf. Tja, und der erfolgreichste Track daraus The Climb schafft es in dieser Woche auch wieder in die Verkaufscharts, auf Platz 97. Außerdem geht Supergirl nochmal einen Platz nach oben von der 71 auf die 70.
Und auch noch einmal drin, nach einer Woche Verschnaufpause ist Peter Fox mit Schwarz zu Blau. Es geht nochmal auf die 98. Etwas erfolgreicher ist (immer noch) Haus am See, welches in der 51. Woche ununterbrochen in den Charts steht und gerade von der 50 auf die 53 rutscht.
Ganz am unteren Ende der Charts gibt es in dieser Woche eine Band, die mit ihrer ersten Single debütiert. BLIND kommen aus Baden-Württemberg, existieren seit 2002 und haben bereits im letzten Jahr ihr Debüt-Album auf den Markt gebracht. Zu überregionaler Bekanntheit bringen sie es genau jetzt mit ihrer Single Half A Dream Away. Bei wikipedia wird ihr Stil als Alternativ-Rock bezeichnet. Ja, das kann man wohl gelten lassen. Handgemachte Rockmusik, raue Stimme, Gitarren und ein Schuss Romantik … das sind die Zutaten, die BLIND in dieser Woche auf die 94 der deutschen Verkaufscharts hieven.
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27. Februar 2009
Da geht was in den deutschen Charts. Der Bundesvision-Songcontest und seine Folgen. Und Karneval! Damit dann auch einiges Neues in den Top 10 und insgesamt 25 Neuzugänge oder Wiedereinsteiger. Ein Viertel der Charts ist also komplett neu. Aber ... wir beginnen wie immer ganz oben und da bewegt sich weiter (noch) nichts.
Eine fünfte Woche heißt es Nr.1 für James Morrison featuring Nelly Furtado. Die beiden scheinen sich mit Broken Strings häuslich eingerichtet zu haben. Und es ist bereits der dritte Nummer 1-Titel, der für mehr als einen Monat die Spitze besetzt hält. Ich hatte vor zwei Wochen schon einen Langzeit-Nr.1-Hit-Rückblick gestartet. An dieser Stelle kann ich mich nur wiederholen: das letzte Mal, das es in Deutschland hintereinanderweg so lange Einigkeit bei den Spitzentiteln gab war 2004 als Dragostea Din Tei von O-Zone 14 Wochen das Land in Atem hielt, gefolgt für 7 Wochen von Aventura mit Obsession und anschließend mit Call On Me von Eric Prydz, der nochmal 6 Wochen ganz oben stand.
Bei mir macht sich nun aber allmählich das Gefühl breit, dass es für die beiden da ganz oben jetzt langsam dünn wird. Recht viel Druck baut sich da auf den folgenden Plätzen auf und die Liste der geplanten Neuerscheinungen in den kommenden Tagen und Wochen ist ebenfalls nicht ohne.
Auch Platz 2 geht zum fünften mal in Folge an die schwedische Rockband Mando Diao mit Dance With Somebody. In den Albumcharts geht ihre CD Give Me Fire in dieser Woche aus dem Stand an die Spitze der Liste. Ob sie das in der Einzeltitelauswertung auch nochmal schaffen ... ?
Richtig spannend wird es auf Platz 3. Dorthin fliegt sozusagen in der zweiten Woche Bundesvision-Songcontest-Gewinner Peter Fox mit seinem Siegertitel Schwarz zu Blau. Mit seinem Sprung von Position 15 hinein in das Spitzentrio landet er seinen dritenn Top 10-Hit in Folge und kann nunmehr auf die beste Platzierung überhaupt in seiner Karriere verweisen. Alles Neu sein Debüt aus dem Stadtaffe-Album stoppte bereits bei Position 4.
Am Samstag holte Peter Fox beim ECHO noch einmal drei Auszeichnungen. Die Verleihung wurde von mehr als 3 Millionen Fernsehzuschauern verfolgt - und das könnte auch bedeuten, dass es in der kommenden Woche noch einmal einen Schub für den Mann der Stunde gibt und eventuell auch ein Ende der Herrschaft Morrison/Furtado ...
Von der Medienpräsenz und den Auszeichnungen profitiert nicht nur Schwarz zu Blau. Auch die Vorgängersingle Haus am See hält sich in dieser Woche auf ihrer bisherigen Höchstposition Platz 9 und Alles Neu steigt noch einmal von der 43 auf die 39. Zwei Titel in der Top 10 gehen also an Peter Fox.
Das gleiche gelingt Polarkreis 18 aus Dresden. The Colour Of Snow ist der Titlesong ihres aktuellen Albums und nach Allein Allein Single-Auskopplung Nummer zwei. Bei Stefan Raabs Song Contest landeten sie mit dem neuen Titel auf dem silbernen Rang, in den Verkaufscharts geht es in der ersten Woche als höchster Neuzugang auf Platz 5. Ihr Chart-Debüt Allein allein ist derweil noch zu finden auf Platz 7. Und eventuell nutzt ihr ja auch die Chance, die Jungs irgendwo auf einem ihrer unzähligen Auftritte in Deutschland abzupassen.
Ein weiterer rasanter Aufsteiger ist in den großen Fünf zu finden. Ein wenig im Schatten von Peter Fox und Polarkreis 18 surfen die Jungs von Razorlight. Sie klettern von der 13 auf die 4. Schützenhilfe hatten sie mit Sicherheit durch den Einsatz des Titels als Werbetrailer-Background bei Pro 7.
Erwähnen muss ich einen Aufsteiger in die oberen 20, der für den anderen deutlichen Trend in den Charts steht. Die Karnevalszeit beeinflusst mit ihrem Zenit alljährlich den Musikkonsum. In diesem Jahr ist der unausweichliche Hit eindeutig … so ein schöner Tag (Fliegerlied). Die Version von Tim Toupet ist dabei der Gewinner. In dieser Woche geht es von der 30 auf die 12. Letztes Jahr brachte es der singende Friseur mit Ich bin ein Döner sogar bis zur 8 (diese Woche auch wieder mit dabei auf der 83). Da die Verkäufe des absoluten Karnevalswochenendes vor Rosenmontag erst in der nächsten Ausgabe berücksichtig werden, dürfte da also noch einiges möglich sein.
Das Original des Fliegerliedes von DONIKKL klettert in dieser Woche auch. Nämlich von der 51 auf die 40.
Und noch ein stetig aufsteigender Titel schafft es in dieser Woche, die Grenze zu den oberen 20 zu überschreiten. Allerdings zum zweiten Mal. Ich rede von Lady Gaga featuring Colby O'Donis. Ihr Hit Just Dance war im Herbst bereits gut unterwegs und schaffte es bis auf Platz 15. Dann schlingerte es langsam aus der oberen Hälfte der Charts wieder raus und wurde eliminiert. Nachdem in Großbritannien Lady Gaga ganz frech zum Jahresbeginn die Chartspitze eroberte, stieg auch hierzulande wieder die Nachfrage. Ein Wiedereinstieg auf Position 47 war die Folge und seit dem ging es Woche für Woche immer um gut 5 Plätze nach oben. Das Ergebnis: In dieser Ausgabe steigt Just Dance von der 21 auf die 18. Und jetzt sind wir natürlich gespannt, ob es sogar noch höher geht als Anfang Oktober.
Ich für meinen Teil kann dem Titel immer noch nicht wirklich was abgewinnen. Einige der Remixe sind ganz chic. Aber ich bevorzuge dann doch eindeutig die neue Single Poker Face, die in der nächsten Woche in die Charts gehen dürfte. Österreich und die Schweiz melden jetzt schon bessere Platzierungen als für Just Dance.
Ein ganzes Charteinsteiger-Knäuel befindet sich knapp unter der Position 20. Anführer dieser Gruppe ist Michael Wendler. I Don't Know ist sein Titel und auf Anhieb der zweitbestplatzierte Hit des King of Discofox. Besser war lediglich das "Duett" mit Jambahase Kuschel Häschenparty, welches immerhin bis zur Position 16 brachte.
Noch ein Deutscher, der es ganz gern auf englisch versucht: auf der 22 entert Sasha mit Please, Please, Please die Liste. Es ist die Vorabauskopplung aus seinem neuen Album Good News On A Bad Day, mit dem er ab Ende Februar in den Verkauf geht. Zuletzt war er vor ziemlich genau einem Jahr in den Charts präsent. Damals mit seinem Top 10-Erfolg Hide And Seek. Please, Please, Please scheint nicht ganz die Kraft zu haben, um an den Erfolg des Vorgängers anzuschließen.
Die 23 geht neu an Reamonn und ihre Single Million Miles. Nach Top 10-Titel Through The Eyes Of A Child (in dieser Woche aus der oberen Hälfte rausgerutscht von 44 auf die 57) ist dies Auskopplung Nummero Zwei aus dem Album namens Reamonn.
Chris Cornell holt nach zwei Jahren Chartabstinenz mit Part Of Me neu die 24. Die Trendsingle ist schon eine Woche lang erhältlich, hats aber nicht zu dem großen Durchbruch gebracht. Jetzt, mit Erscheinen der Vollversion gehts in die Liste. Platz 24 ist dabei gar nicht so schlecht. Lediglich der James-Bond-Track You Know My Name war besser platziert, nämlich bis auf der 15. Selbst das altbekannte Black Hole Sun, bei welchem Chris Cornell mit seiner Band Soundgarden 1994 seinen Charteinstand feierte, schaffte es lediglich bis zur 26.
Hinter Part Of Me steckt übrigens ein alter Bekannter, nämlich Meister Timbaland. Für ihn ist eine Platzierung im gehobenen Mittelfeld nicht so ungewöhnlich. Bei der Unzahl seiner Produktionen schaffen es einige mehr bis ganz an die Spitze, aber ein Großteil bringt es halt vor allem zu mittelmäßigen Hitehren. Und hört man sich Part Of Me mal mit neutralen Ohren an (wie immer das gehen soll), muss man auch ehrlich eingestehen: So berauschend ist das Ergebnis eben nicht. Einen gewissen Coolness-Faktor hat der Titel schon, aber alles in allem ist es doch eher Alltagsware. Mittlerweile. Vor 5 Jahren wär's vielleicht anders gewesen.
Auch nicht wirklich neu klingen die großen Rückkehrer der Woche The Prodigy. Ihre große Zeit hatten sie Mitte der 90er Jahre, als solche Titel wie Breathe oder Firestarter zu echten Hits avancierten. Ursprünglich fanden sie sich 1990 zusammen als die Techno-Rave-Hardcore-Szene zu explodieren begann und lieferten mit ihrem brachialen Elektro-Sound einen damals ungewohnten Soundtrack für dunkle Kellerclubs. Ihr letztes Lebenszeichen vernahm man im Sommer 2002 als Baby's Got A Temper für kurze Zeit in den Singles-Charts stand. Zwei Jahre später gabs noch ein Album dazu und seitdem war Ruhe. Nun steht Invaders Must Die in den Läden und die erste Veröffentlichung heißt O, zumindest im deutschsprachigen Raum, in Großbritannien erschien die Single unter dem Titel Omen. Wahrscheinlich meint die Plattenfirma, dass dieser Titel durch gewisse Eurodance-Produktionen hier zu besetzt ist.
Nun, die Reaktionen auf das neue Werk sind sehr geteilt. Von überschwenglichem Jubel bis zu härtesten Verrissen ist alles dabei. Erstaunlich bleibt es allemal, dass eine Elektro-Hardcore-Band im Jahr 2009 noch so viel Aufregung verursachen kann und sich tatsächlich noch in bemerkbarer Stückzahl verkaufen kann. Kreativität und Soundneuerungen hin oder her, The Prodigy haben auch heute noch einiges zum Lebensgefühl von Menschen mitzuteilen. Platz 28 als Neueinstieg ist der Beweis.
Eine Position tiefer geht Sven van Thom mit seinem zweiten Charttitel ins Rennen. Mit Jaqueline (ich hab Berlin gekauft) trat er bei Stefan Raab für Berlin an und wurde Neunter. Als CD-Single wurde am 13. Februar allerdings Schatz, halt's Maul veröffentlicht. Darauf ist auch der Bundesvision-Titel zu finden. Aber erstmal ist es verwirrend. Schatz, halt's Maul geht nun also auf der 29 in die Liste und landet damit nur einen Platz unter der besten Position seines Chartdebüts Trauriges Mädchen. Beachtlich!
Ein weiterer Teilnehmer des Bundesvision Songcontests steht als nächster Neuzugang in der Liste. Platz 38 geht an den Hamburger Beitrag von Olli Schulz, mit dem er Fünfter des Wettbewerbs wurde. Eigentlich nennt sich seine Band richtig Olli Schulz und der Hund Marie, offensichtlich wollte man das Massenpublikum aber nicht zu sehr anstrengen und so verzichtete Olli Schulz für seinen Titel Mach den Bibo auf seinen Vierbeinigen Begleiter. Die Medienpräsenz zeigt nun Folgen: Olli Schulz debütiert mit seinem Beitrag in dieser Woche in den deutschen Singlecharts.
So ähnlich ergeht es auch Flowin ImmO et Les Freaqz. Der Rapper aus Bremen schnitt beim Contest mit Platz 11 nicht ganz so doll ab, aber im Verkauf schafft er mit Urlaub Am Attersee eine erste Platzierung auf der 72.
Und an dieser Stelle schiebe ich gleich noch Chapeau Claque aus Thüringen hinterher. Sie waren vor zwei Jahren schonmal an der Seite von Northern Lite bei Stefan Raab zu Gast. Nun haben sie es allein gewagt und einen beachtlichen sechsten Platz erkämpft. Pandora (Kiss Miss Tragedy holt als Single Platz 81.
Ruben Cossani aus Hamburg sind dagegen wieder absolute Neulinge. Ihre Single Bis auf letzte Nacht ist auf dem Independent-Label SMD erschienen und wird lediglich von Sony vertrieben. Nach Platz 8 beim Contest gehts immerhin auf die 98.
So, und nun kommen wir also zu den Karnevalswiedereinsteigern und –aufsteigern. Tim Toupet wurde als der Gewinner bereits genannt. Profitieren kann aber auch Markus Becker. Sein Gassenhauer Hörst du die Regenwürmer husten? schafft es nach zweimaliger Abstinenz wieder mit Rang 42 in die Liste. Mittlerweile wird die zehnte Woche für diesen Titel gezählt. Sein Überflieger Das rote Pferd klettert von der 60 auf die 43.
Zulegen können naturgemäß auch die Höhner.. Ihr Medley NaJuCo Colonia schafft nach sieben Wochen in den Charts nun den Eintritt in die obere Hälfte auf Platz 48. Ihr Ex-Nr.1-Hit Wenn nicht jetzt, wann dann klettert von der 87 auf die 66, Die Karawane zieht weiter … Dä Sultan hät Doosch! geht wieder rein auf der 78 und Echte Fründe, die Single aus der letzten Saison, steht jetzt wieder auf der 82.
Mehr Kölner Mundart gibt es von Brings. Eigentlich sehen sie sich nicht unbedingt so in der Tradition der Karnevalisten, aber ... das stört die Käufer weniger. Mit Superjeilezick starteten sie 2002 in ihre eigentliche Chartkarriere. In zwei Chartläufen 2002 und 2003 brachten sie es bis Rang 58. Sechs Jahre später gehts per Download nochmal in die Vollen auf Platz 77. Ihre Version von Nur nicht aus Liebe weinen scheint sich in der Zwischenzeit auch zum Klassiker zu entwickeln: Wiedereinstieg auf Platz 86. Und dann geht wieder rein Su lang mer noch am lääve sin auf der 99 und als Neuzugang auf der 100 die Single von 2005 Man müsste noch mal 20 sein.
Zu späten Chartehren kommen auch de Bläck Fööss. Drink doch eine met gab es schon im Jahr 2000 als Single. Damals hatte es nicht die entsprechende Durchschlagskraft, dafür aber in dieser Saison. Per Download ein waschechter Neueinstieg auf der 79. Und was soll ich sagen? Für Mer losse d'r Dom en Kölle gilt das gleiche. 1988 wollt's niemand so recht, jetzt ist es dagegen sehr beliebt: Beueinstieg auf der 97.
Konjunktur hat auch das Genre Schlager während der fünften Jahreszeit. So ist es kein Wunder, dass das österreichische Duo Brunner & Brunner die Veröffentlichung von Beiss dich durch! in den Februar gelegt hat. Das Ergebnis ist der 13. Titel, der sich in Deutschland seit 1992 platzieren kann. Platz 75 und die zweitbeste Platzierung ihrer gesamten Karriere.
Ziemlich am Ende der Charts gibt es auch in dieser Woche wieder eine Dance-Produktion, die sich durch reine Download-Verkäufe platzieren kann. Das sind Dance Nation vs. Shaun Baker mit dem Update zum Hit Sunshine. Das Original erschien 2001 und platzierte sich auf der Position 16. Im vergangenen Sommer gab es dann eine remix-Variante, die allerdings nicht in Deutschland erschien. Für den Markt hier holte man sich Shaun Baker, eventuell noch bekannt von seiner 2006er Version von Bakerman. Alles zusammen bringt für Sunshine 2009 den Einstieg auf Rang 89.
Und dann steigen noch neu ein:
Luxuslärm mit ihrer zweiten Single Unsterblich auf der 92 - der Platz auf dem auch schon ihr Debüt 1000 km bis zum Meer startete.
Sowie auf der 93 eine Rap-Black Music-Variante von Infinity unter dem Titel Let Me Know (Infinity), dargeboten von P.SIX feat Guru Josh Project. Das Original bzw. die Version 2008 steht derzeit noch auf Platz 17.
Eine fünfte Woche heißt es Nr.1 für James Morrison featuring Nelly Furtado. Die beiden scheinen sich mit Broken Strings häuslich eingerichtet zu haben. Und es ist bereits der dritte Nummer 1-Titel, der für mehr als einen Monat die Spitze besetzt hält. Ich hatte vor zwei Wochen schon einen Langzeit-Nr.1-Hit-Rückblick gestartet. An dieser Stelle kann ich mich nur wiederholen: das letzte Mal, das es in Deutschland hintereinanderweg so lange Einigkeit bei den Spitzentiteln gab war 2004 als Dragostea Din Tei von O-Zone 14 Wochen das Land in Atem hielt, gefolgt für 7 Wochen von Aventura mit Obsession und anschließend mit Call On Me von Eric Prydz, der nochmal 6 Wochen ganz oben stand.
Bei mir macht sich nun aber allmählich das Gefühl breit, dass es für die beiden da ganz oben jetzt langsam dünn wird. Recht viel Druck baut sich da auf den folgenden Plätzen auf und die Liste der geplanten Neuerscheinungen in den kommenden Tagen und Wochen ist ebenfalls nicht ohne.
Auch Platz 2 geht zum fünften mal in Folge an die schwedische Rockband Mando Diao mit Dance With Somebody. In den Albumcharts geht ihre CD Give Me Fire in dieser Woche aus dem Stand an die Spitze der Liste. Ob sie das in der Einzeltitelauswertung auch nochmal schaffen ... ?
Richtig spannend wird es auf Platz 3. Dorthin fliegt sozusagen in der zweiten Woche Bundesvision-Songcontest-Gewinner Peter Fox mit seinem Siegertitel Schwarz zu Blau. Mit seinem Sprung von Position 15 hinein in das Spitzentrio landet er seinen dritenn Top 10-Hit in Folge und kann nunmehr auf die beste Platzierung überhaupt in seiner Karriere verweisen. Alles Neu sein Debüt aus dem Stadtaffe-Album stoppte bereits bei Position 4.
Am Samstag holte Peter Fox beim ECHO noch einmal drei Auszeichnungen. Die Verleihung wurde von mehr als 3 Millionen Fernsehzuschauern verfolgt - und das könnte auch bedeuten, dass es in der kommenden Woche noch einmal einen Schub für den Mann der Stunde gibt und eventuell auch ein Ende der Herrschaft Morrison/Furtado ...
Von der Medienpräsenz und den Auszeichnungen profitiert nicht nur Schwarz zu Blau. Auch die Vorgängersingle Haus am See hält sich in dieser Woche auf ihrer bisherigen Höchstposition Platz 9 und Alles Neu steigt noch einmal von der 43 auf die 39. Zwei Titel in der Top 10 gehen also an Peter Fox.
Das gleiche gelingt Polarkreis 18 aus Dresden. The Colour Of Snow ist der Titlesong ihres aktuellen Albums und nach Allein Allein Single-Auskopplung Nummer zwei. Bei Stefan Raabs Song Contest landeten sie mit dem neuen Titel auf dem silbernen Rang, in den Verkaufscharts geht es in der ersten Woche als höchster Neuzugang auf Platz 5. Ihr Chart-Debüt Allein allein ist derweil noch zu finden auf Platz 7. Und eventuell nutzt ihr ja auch die Chance, die Jungs irgendwo auf einem ihrer unzähligen Auftritte in Deutschland abzupassen.
Ein weiterer rasanter Aufsteiger ist in den großen Fünf zu finden. Ein wenig im Schatten von Peter Fox und Polarkreis 18 surfen die Jungs von Razorlight. Sie klettern von der 13 auf die 4. Schützenhilfe hatten sie mit Sicherheit durch den Einsatz des Titels als Werbetrailer-Background bei Pro 7.
Erwähnen muss ich einen Aufsteiger in die oberen 20, der für den anderen deutlichen Trend in den Charts steht. Die Karnevalszeit beeinflusst mit ihrem Zenit alljährlich den Musikkonsum. In diesem Jahr ist der unausweichliche Hit eindeutig … so ein schöner Tag (Fliegerlied). Die Version von Tim Toupet ist dabei der Gewinner. In dieser Woche geht es von der 30 auf die 12. Letztes Jahr brachte es der singende Friseur mit Ich bin ein Döner sogar bis zur 8 (diese Woche auch wieder mit dabei auf der 83). Da die Verkäufe des absoluten Karnevalswochenendes vor Rosenmontag erst in der nächsten Ausgabe berücksichtig werden, dürfte da also noch einiges möglich sein.
Das Original des Fliegerliedes von DONIKKL klettert in dieser Woche auch. Nämlich von der 51 auf die 40.
Und noch ein stetig aufsteigender Titel schafft es in dieser Woche, die Grenze zu den oberen 20 zu überschreiten. Allerdings zum zweiten Mal. Ich rede von Lady Gaga featuring Colby O'Donis. Ihr Hit Just Dance war im Herbst bereits gut unterwegs und schaffte es bis auf Platz 15. Dann schlingerte es langsam aus der oberen Hälfte der Charts wieder raus und wurde eliminiert. Nachdem in Großbritannien Lady Gaga ganz frech zum Jahresbeginn die Chartspitze eroberte, stieg auch hierzulande wieder die Nachfrage. Ein Wiedereinstieg auf Position 47 war die Folge und seit dem ging es Woche für Woche immer um gut 5 Plätze nach oben. Das Ergebnis: In dieser Ausgabe steigt Just Dance von der 21 auf die 18. Und jetzt sind wir natürlich gespannt, ob es sogar noch höher geht als Anfang Oktober.
Ich für meinen Teil kann dem Titel immer noch nicht wirklich was abgewinnen. Einige der Remixe sind ganz chic. Aber ich bevorzuge dann doch eindeutig die neue Single Poker Face, die in der nächsten Woche in die Charts gehen dürfte. Österreich und die Schweiz melden jetzt schon bessere Platzierungen als für Just Dance.
Ein ganzes Charteinsteiger-Knäuel befindet sich knapp unter der Position 20. Anführer dieser Gruppe ist Michael Wendler. I Don't Know ist sein Titel und auf Anhieb der zweitbestplatzierte Hit des King of Discofox. Besser war lediglich das "Duett" mit Jambahase Kuschel Häschenparty, welches immerhin bis zur Position 16 brachte.
Noch ein Deutscher, der es ganz gern auf englisch versucht: auf der 22 entert Sasha mit Please, Please, Please die Liste. Es ist die Vorabauskopplung aus seinem neuen Album Good News On A Bad Day, mit dem er ab Ende Februar in den Verkauf geht. Zuletzt war er vor ziemlich genau einem Jahr in den Charts präsent. Damals mit seinem Top 10-Erfolg Hide And Seek. Please, Please, Please scheint nicht ganz die Kraft zu haben, um an den Erfolg des Vorgängers anzuschließen.
Die 23 geht neu an Reamonn und ihre Single Million Miles. Nach Top 10-Titel Through The Eyes Of A Child (in dieser Woche aus der oberen Hälfte rausgerutscht von 44 auf die 57) ist dies Auskopplung Nummero Zwei aus dem Album namens Reamonn.
Chris Cornell holt nach zwei Jahren Chartabstinenz mit Part Of Me neu die 24. Die Trendsingle ist schon eine Woche lang erhältlich, hats aber nicht zu dem großen Durchbruch gebracht. Jetzt, mit Erscheinen der Vollversion gehts in die Liste. Platz 24 ist dabei gar nicht so schlecht. Lediglich der James-Bond-Track You Know My Name war besser platziert, nämlich bis auf der 15. Selbst das altbekannte Black Hole Sun, bei welchem Chris Cornell mit seiner Band Soundgarden 1994 seinen Charteinstand feierte, schaffte es lediglich bis zur 26.
Hinter Part Of Me steckt übrigens ein alter Bekannter, nämlich Meister Timbaland. Für ihn ist eine Platzierung im gehobenen Mittelfeld nicht so ungewöhnlich. Bei der Unzahl seiner Produktionen schaffen es einige mehr bis ganz an die Spitze, aber ein Großteil bringt es halt vor allem zu mittelmäßigen Hitehren. Und hört man sich Part Of Me mal mit neutralen Ohren an (wie immer das gehen soll), muss man auch ehrlich eingestehen: So berauschend ist das Ergebnis eben nicht. Einen gewissen Coolness-Faktor hat der Titel schon, aber alles in allem ist es doch eher Alltagsware. Mittlerweile. Vor 5 Jahren wär's vielleicht anders gewesen.
Auch nicht wirklich neu klingen die großen Rückkehrer der Woche The Prodigy. Ihre große Zeit hatten sie Mitte der 90er Jahre, als solche Titel wie Breathe oder Firestarter zu echten Hits avancierten. Ursprünglich fanden sie sich 1990 zusammen als die Techno-Rave-Hardcore-Szene zu explodieren begann und lieferten mit ihrem brachialen Elektro-Sound einen damals ungewohnten Soundtrack für dunkle Kellerclubs. Ihr letztes Lebenszeichen vernahm man im Sommer 2002 als Baby's Got A Temper für kurze Zeit in den Singles-Charts stand. Zwei Jahre später gabs noch ein Album dazu und seitdem war Ruhe. Nun steht Invaders Must Die in den Läden und die erste Veröffentlichung heißt O, zumindest im deutschsprachigen Raum, in Großbritannien erschien die Single unter dem Titel Omen. Wahrscheinlich meint die Plattenfirma, dass dieser Titel durch gewisse Eurodance-Produktionen hier zu besetzt ist.
Nun, die Reaktionen auf das neue Werk sind sehr geteilt. Von überschwenglichem Jubel bis zu härtesten Verrissen ist alles dabei. Erstaunlich bleibt es allemal, dass eine Elektro-Hardcore-Band im Jahr 2009 noch so viel Aufregung verursachen kann und sich tatsächlich noch in bemerkbarer Stückzahl verkaufen kann. Kreativität und Soundneuerungen hin oder her, The Prodigy haben auch heute noch einiges zum Lebensgefühl von Menschen mitzuteilen. Platz 28 als Neueinstieg ist der Beweis.
Eine Position tiefer geht Sven van Thom mit seinem zweiten Charttitel ins Rennen. Mit Jaqueline (ich hab Berlin gekauft) trat er bei Stefan Raab für Berlin an und wurde Neunter. Als CD-Single wurde am 13. Februar allerdings Schatz, halt's Maul veröffentlicht. Darauf ist auch der Bundesvision-Titel zu finden. Aber erstmal ist es verwirrend. Schatz, halt's Maul geht nun also auf der 29 in die Liste und landet damit nur einen Platz unter der besten Position seines Chartdebüts Trauriges Mädchen. Beachtlich!
Ein weiterer Teilnehmer des Bundesvision Songcontests steht als nächster Neuzugang in der Liste. Platz 38 geht an den Hamburger Beitrag von Olli Schulz, mit dem er Fünfter des Wettbewerbs wurde. Eigentlich nennt sich seine Band richtig Olli Schulz und der Hund Marie, offensichtlich wollte man das Massenpublikum aber nicht zu sehr anstrengen und so verzichtete Olli Schulz für seinen Titel Mach den Bibo auf seinen Vierbeinigen Begleiter. Die Medienpräsenz zeigt nun Folgen: Olli Schulz debütiert mit seinem Beitrag in dieser Woche in den deutschen Singlecharts.
So ähnlich ergeht es auch Flowin ImmO et Les Freaqz. Der Rapper aus Bremen schnitt beim Contest mit Platz 11 nicht ganz so doll ab, aber im Verkauf schafft er mit Urlaub Am Attersee eine erste Platzierung auf der 72.
Und an dieser Stelle schiebe ich gleich noch Chapeau Claque aus Thüringen hinterher. Sie waren vor zwei Jahren schonmal an der Seite von Northern Lite bei Stefan Raab zu Gast. Nun haben sie es allein gewagt und einen beachtlichen sechsten Platz erkämpft. Pandora (Kiss Miss Tragedy holt als Single Platz 81.
Ruben Cossani aus Hamburg sind dagegen wieder absolute Neulinge. Ihre Single Bis auf letzte Nacht ist auf dem Independent-Label SMD erschienen und wird lediglich von Sony vertrieben. Nach Platz 8 beim Contest gehts immerhin auf die 98.
So, und nun kommen wir also zu den Karnevalswiedereinsteigern und –aufsteigern. Tim Toupet wurde als der Gewinner bereits genannt. Profitieren kann aber auch Markus Becker. Sein Gassenhauer Hörst du die Regenwürmer husten? schafft es nach zweimaliger Abstinenz wieder mit Rang 42 in die Liste. Mittlerweile wird die zehnte Woche für diesen Titel gezählt. Sein Überflieger Das rote Pferd klettert von der 60 auf die 43.
Zulegen können naturgemäß auch die Höhner.. Ihr Medley NaJuCo Colonia schafft nach sieben Wochen in den Charts nun den Eintritt in die obere Hälfte auf Platz 48. Ihr Ex-Nr.1-Hit Wenn nicht jetzt, wann dann klettert von der 87 auf die 66, Die Karawane zieht weiter … Dä Sultan hät Doosch! geht wieder rein auf der 78 und Echte Fründe, die Single aus der letzten Saison, steht jetzt wieder auf der 82.
Mehr Kölner Mundart gibt es von Brings. Eigentlich sehen sie sich nicht unbedingt so in der Tradition der Karnevalisten, aber ... das stört die Käufer weniger. Mit Superjeilezick starteten sie 2002 in ihre eigentliche Chartkarriere. In zwei Chartläufen 2002 und 2003 brachten sie es bis Rang 58. Sechs Jahre später gehts per Download nochmal in die Vollen auf Platz 77. Ihre Version von Nur nicht aus Liebe weinen scheint sich in der Zwischenzeit auch zum Klassiker zu entwickeln: Wiedereinstieg auf Platz 86. Und dann geht wieder rein Su lang mer noch am lääve sin auf der 99 und als Neuzugang auf der 100 die Single von 2005 Man müsste noch mal 20 sein.
Zu späten Chartehren kommen auch de Bläck Fööss. Drink doch eine met gab es schon im Jahr 2000 als Single. Damals hatte es nicht die entsprechende Durchschlagskraft, dafür aber in dieser Saison. Per Download ein waschechter Neueinstieg auf der 79. Und was soll ich sagen? Für Mer losse d'r Dom en Kölle gilt das gleiche. 1988 wollt's niemand so recht, jetzt ist es dagegen sehr beliebt: Beueinstieg auf der 97.
Konjunktur hat auch das Genre Schlager während der fünften Jahreszeit. So ist es kein Wunder, dass das österreichische Duo Brunner & Brunner die Veröffentlichung von Beiss dich durch! in den Februar gelegt hat. Das Ergebnis ist der 13. Titel, der sich in Deutschland seit 1992 platzieren kann. Platz 75 und die zweitbeste Platzierung ihrer gesamten Karriere.
Ziemlich am Ende der Charts gibt es auch in dieser Woche wieder eine Dance-Produktion, die sich durch reine Download-Verkäufe platzieren kann. Das sind Dance Nation vs. Shaun Baker mit dem Update zum Hit Sunshine. Das Original erschien 2001 und platzierte sich auf der Position 16. Im vergangenen Sommer gab es dann eine remix-Variante, die allerdings nicht in Deutschland erschien. Für den Markt hier holte man sich Shaun Baker, eventuell noch bekannt von seiner 2006er Version von Bakerman. Alles zusammen bringt für Sunshine 2009 den Einstieg auf Rang 89.
Und dann steigen noch neu ein:
Luxuslärm mit ihrer zweiten Single Unsterblich auf der 92 - der Platz auf dem auch schon ihr Debüt 1000 km bis zum Meer startete.
Sowie auf der 93 eine Rap-Black Music-Variante von Infinity unter dem Titel Let Me Know (Infinity), dargeboten von P.SIX feat Guru Josh Project. Das Original bzw. die Version 2008 steht derzeit noch auf Platz 17.
Charts vom 21. November 2008
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Hab ich nicht letzte Woche gejammert, es sei so still in den deutschen Charts, Bewegung müsse her?? Et voilá – diese Woche gehts mal richtig rund und die Liste wird ordentlich durcheinander gerüttelt. Nur die beiden Plätze ganz oben sitzen stabil im Sattel. Noch!
Für Polarkreis 18 ist es die vierte Woche mit "Allein Allein" an der Spitze vor P!nk und ihrem ehemaligen Nr.1-Hit "So What". Bisher waren die Jungs aus Dresden ja nur mit einer Single-Version auf dem Markt. Auf der gabs neben dem Original auch ein Rework von Nephew, weshalb in einigen Listen auch gleich Polarkreis 18 vs. Nephew als INterpreten aufgeführt wurden. Seit dieser Woche nun gibt es die Nachfolgeversion, die bereits vor gut einem Monat in streng limitierter Auflage als Digi-Pack erschienen war. Darauf zu finden ist unter anderem der Titel "Operation Sun", der nur auf Maxi zu haben sein wird, sowie zwei extra Remixe von Bodi Bill bzw. ZPYZ. Ich denke, diese Nachfolgeversion hilft Polarkreis 18 noch eine Weile, dem Druck von den unteren Plätzen zu trotzen. Ob sich die neue Variante der Maxi tatsächlich lohnt, dürft ihr aber ganz allein entscheiden.
Nun aber zur Sache: Höchster Neuzugang und wie in Großbritannien auch hier Siegerin im aktuellen Divenbattle ist Beyoncé mit ihrer neuen Ballade "If I Were A Boy", die geradewegs auf Platz 3 einsteigt. Das letzte mal, dass ein Titel mit dieser Thematik in den deutschen Charts war, ist noch gar nicht so lange her. Im September stellten sich Fräulein Wunder den Rollentausch vor und brachten es mit "Wenn ich ein Junge wär" bis auf die 16. Was vor gut zwei Monaten noch ordentlich zur Sache ging und richtig Spaß machte, das hat Frau Knowles nun wie schon erwähnt in eine R&B-Ballade gepackt. Das Video dazu verwirrt erstmal: wer war jetzt wer? Und wer ist nun eigentlich der/die Gute und Verständige? Dementsprechend die Diskussionen dazu. Mir ist das alles ja ein wenig zu betulich und zu viel Klischee, aber es gibt genügend Leute, die "If I Were A Boy" als mindestens großartig bis unübertreffbar beschreiben. Nun gut. Fakt ist, dass diese Vorab-Single zum kommenden Doppel-Album tatsächlich der Chart-Nachfolger zu ihrem Nr.1-Hit "Beautiful Liar" in Kollaboration mit Shakira aus dem Mai 2007 ist. Seitdem haben alle regulären Singles und Gastauftritte bei anderen Artists die Gunst der Käufermasse nicht erringen können und erschienen nicht in der Hitliste. Und noch ein statistischer Fakt nimmt sich seltsam aus vor dem Hintergrund, dass Beyoncé auch hierzulande gern als Superstar gehandelt wird: "If I Were A Boy" ist der Platzierung nach der zweitgrößte Erfolg hinter oben genanntem Nr.1-Hit. Der einzige Titel, der es von ihr bislang ebenfalls in die Top 5 brachte, war im Jahr 2003 "Baby Boy", interpretiert zusammen mit Sean Paul. (Mit Destiny's Child kann sie ebenfalls lediglich auf einen Nr.3-Hit verweisen.) Hmmm - da hat die Diva irgendwie doch noch nicht den richtigen Draht zum deutschen (Massen-)Publikum gefunden. Zum Vergleich: Sarah Connor hat bereits 5 Nr.1-Hits auf ihrem Konto und die Top 10-Titel zähl ich gleich mal gar nicht. Aber zu der kommen wir dann später noch...
Getragen geht es weiter auf der 4 und mir scheint, dass offensichtlich die Zeit der Besinnlichkeit über uns hereinbricht und der sich abzeichnende Wandel der Charts schon arg viel mit dem Fest der Feste zu tun hat. Wie auch immer: inhaltlich ist Herbert Grönemeyers "Glück" ein gefühlvolles Liebeslied, das in jede Jahreszeit passt. Sein erstes Best of-Album folgt mit dem heutigen Tag.
Wenn wir die Chartgeschichte Herbert Grönemeyers seit 2000 betrachten, dann fällt auf, dass jeder seiner Titel, der über die 10 hinaus kam wenigstens eine Woche auf der 1 gestanden hat. Das ist mal ne Herausforderung für "Glück". Allerdings waren die Spitzenreiter jeweils in ihrer ersten Woche ganz oben gelandet. So gesehen, kein gutes Omen. Aber was solls - ich bin nicht hier um alles schlecht zu reden. Und auch eine Position 4 ist ein super Ergebnis nach gut einem Jahr Chartabstinenz. Und ich bin mir sicher, dass "Glück" uns eine ganze Weile begleiten wird, das ist bei Grönemeyer-Hits bisher auch nicht immer der Fall gewesen.
Bewegung in den Top 10 gibt es nicht nur durch die beiden genannten Neuzugänge. Toll ist, dass sich zwei Titel ordentlich nach oben schieben konnten, die mir - wie schon oft hier geschrieben - besonders am Herzen liegen. Auf die 8 gehen, von der 16 kommend, Jack White & Alicia Keys mit dem Bond-Titelsong "Another Way To Die". Der dazugehörende Film "A Quantom Of Solace" ist seit zwei Wochen unangefochten der meistbesuchte und knackt gerade (nach nur 2 Wochenenden) die 3-Millionen-Marke. Damit scheint er sich gerade auf der Zielgeraden zum meistgesehenen Leinwandopus 2008 zu befinden. Kein Wunder also, dass sich auch die Musik dazu größter Beliebtheit erfreut.
Der zweite Aufsteiger in die Top 10 kommt von der 25 und ist das neue Werk der Killers. Gerade habe ich bei James Masterton gelesen, dass "Human" das Beste ist, was die Killers jemals vorgelegt hätten. Nun, so weit würde ich mich nicht aus dem Fenster lehnen, aber ein großartiges Stück Pop ist es allemal, eingängig und mitreißend wie es besser nicht sein könnte. Produziert wurde das Ganze von keinem Geringeren als Stuart Price, der ja unter anderem auch schon Madonnas "Confessions On A Dancefloor" bearbeitet hat. Und deshalb klingen die Killers aktuell so wie sie klingen und Vergleiche von Duran Duran über New Order bis hin zu den Pet Shop Boys sind allerorten zu hören. Ich frag mich nur, warum sich alle Welt immer noch immer auf die 80er bezieht ... sind die tatsächlich so retro? Mein Lieblingsvergleich ist ja da eher: überwältigend wie Polarkreis 18, umwerfend wie The White Stripes - und damit wär ja wohl auch gesagt, was ich mir für die Single in den kommenden Wochen wünsche.
Der nächste Neueinsteiger stammt wieder aus der Rubrik: Diva. Und hier haben wir es mal tatsächlich mit einem Superstar aus Übersee zu tun. Christina Aguilera kann seit 1999 auf mittlerweile zehn Top 10-Hits verweisen, 8 davon waren unter den ersten 5 platziert. Klar, dass alle von ihrer neuen Single "Keeps getting better" nur Superlativergebnisse erwarten. Seit Wochen läuft der Titel überall hoch und runter. Ungewohnt rockige Töne schlägt sie in ihrer Vorab-Single zum Best of-Album gleichen Namens an. Aber, die Single schafft es bei ihrem Start nur bis zur 14. Und hier muss es wirklich NUR heißen, denn für Frau Aguilera ist das ein eher mageres Ergebnis. Kann sein, dass alle auf die Kompilation warten und dann alle HIts gesammelt erwerben. Aber das scheint mir eine armselige Erklärung. Wahrscheinlicher ist, dass die Masse von Christina Aguilera eher sexy provokantes erwartet, denn auch in Großbritannen verpasste sie die Top 10. Blöd ist es ja schon irgendwie, dass für sie offensichtlich gilt: Only Sex Sells. - Wobei: Platz 14 - hey Leute, ist das nix? Insgesamt ihr 16. Titel, der unter den ersten 20 landet. Kann man so gelten lassen, oder?
Zurück zu einer deutschen Band: Stanfour haben's ja irgendwie raus, sich gut zu verkaufen. Laut Bandlegende haben sie das in Amerika gelernt. Anfang des Jahres waren sie mit "For All Lovers" dank des Einsatzes als Titelmelodie bei "Nur die Liebe zählt" 17 Wochen in den Charts und kamen bis auf die 24. Im September besuchte dann ganz kurz "Desperate" die Liste, blieb aber ohne mediale UNterstützung in der unteren Hälfte stecken. Und jetzt sind sie wieder da und präsenter denn je. "In Your Arms" wurde am 6. November ausgiebig bei Popstars - Just 4 Girls vorgestellt. Da sah man nämlich, wie die Mädels sich als Duettpartnerinnen bewarben. Das Rennen gemacht hat am Ende Jill und einen Tag später stand dann auch die Single. Track 1 ist die altbekannte Variante und Track 2 die Version mit Jill. Klar, dass sie so hiermit ihren ersten Top 20-Hit verbuchen können. Platz 15 in der ersten Woche. Aber auch ohne das Popstars-Drumrum ist der Titel selber schlichtweg groß. Mal wieder eine Ballade (siehe oben) für die dunkle Jahreszeit, aber mit feinen Ausflügen in kraftvolle Rocksounds. Im Video wird dann noch eine gutgemeinte Botschaft hinter das Ganze gesteckt, aber das war eigentlich gar nicht nötig.
Und jetzt kommen wir zu der Dame, die ich weiter oben als Superstar angeführt habe. Oder besser: die erfolgreichste deutsche Sängerin - zumindest gemessen an ihren Charterfolgen. Sarah Connor hat mit 16 veröffentlichten Singles 12 x die Top 10 erreicht. Lediglich ein Titel - ihre zweite Single "French Kissing" verpasste knapp die Top 20. Vergleichbar erfolgreich seit 2000 waren da lediglich die No Angels (4 x Nr.1 / 12 x Top 10 ). Der letzte Besuch "Under My Skin" brachte Sarah Connor im August bis auf die 4. Und dann kam die offizielle Trennung von ihrem Mann. Deutschlands Traumpaar kaputt. Eigentlich sind solche Dinge ja eher egal, aber Frau Connor-Terenzi hatte ja sehr direkt alle an ihrem Privatleben teilhaben lassen. Kein Wunder also, dass auch die kommende Scheidung von medialem Interesse begleitet wird. Eventuell gibt es ja dann bald die Serie dazu: Happy divorced!
Klar ist es blöd, den Medienrummel so 1:1 mit Musikverkäufen in Verbindung zu bringen. Im Fall von "I'll Kiss It Away", der zweiten Auskopplung aus dem "Sexy As Hell"-Album liegts aber irgendwie nahe. Denn dieser Titel ist der erste seit 2001, der die Top 20 verpasst. Zum Trost lässt sich vielleicht sagen, dass Platz 21 wirklich sehr sehr knapp vorbei ist. Trotzdem ist der Titel damit der am schlechtesten verkaufte von Frau Connor. Klar sind noch nicht alle Messen gesungen, aber ehrlich: es sieht nicht so gut aus für sie derzeit. Allerdings erwarte ich ja schon sehr bald eine Rückkehr ihres "Christmas In My Heart" ...
Für den nächsten Neuzugang müssen wir mal ein wenig rekapitulieren: 2005 hatten wir den Crazy Frog, der dank Klingelton bis fast ganz nach oben in den Charts kam. Vor 9 Monaten lancierte die mit Klingeltönen reich gewordene Firma Jamba den Hasen Schnuffel, der ganze 8 Wochen die Chartspitze bekuschelte. Und weil das Häschen vor allem die Zielgruppe Frauen meinte, gab es ganz schnell hinterhergeschossen auch einen Muffel, der allerdings nicht wirklich ankam. Männer kaufen wahrscheinlich keine Klingeltonmusik. Das Häschen gibt es immer noch, sogar relativ erfolgreich, zusammen mit Michael Wendler feiert es auf der 68 "Häschenparty", gerade erschien das Album "Winterwunderland" und für den 12.12. ist eine Weihnachtssingle angekündigt ... all das reicht Jamba aber noch längst nicht. Der Hase bekommt Gesellschaft von Eddy Bär. Und der macht dann einer jungen Frau im Swimmingpool (warum eigentlich gerade dort?) ein aus allerlei Zitatensalat zusammengestelltes Geständnis: "Verliebt". Klar ist das irgendwie niedlich und süß. Aber eben auch völlig künstlich und berechenbar. Und weils ja kein richtiger Mensch ist, gibts auch ne Menge Vocoder auf der Stimme. Sofort gabs Diskussionen: Ist das nicht im Original von Chris Brown? Also ich hab nix dazu gefunden ... Und wer immer hinter dem Liedchen steckt, ich persönlich hoffe ja, dass sich ganz schnell wieder ausgebärt hat und Platz 24 das höchste war, was dieses Kuschelding je erreicht.
Ganz knapp die obere Charthälfte verpassen Shaggy feat. Akon mit Platz 52. "What's Love" ist für beide Künstler bereits die vierte Single in 2008. Shaggy war zuletzt mit seinem EM-Song "Feel The Rush" auf der 1, Akon hatte es im Herbst mit Kardinal Offishall bis zur 18 gebracht. Für beide ist die Platzierung also nicht so wahnsinnig umwerfend, aber das ist ja der Titel auch nicht.
Die Jungs von Fall Out Boy hatten noch nicht so richtig den Durchbruch. Irgendwie stoppten alle ihre Singles immer kurz vor der Hälfte der Charts. Auch das Michael-Jackson-Cover "Beat it" brachte es im Juli nicht wesentlich höher. Dafür zeigen sie sich aber ungemein beständig. Single Nr.4 mit dem Titel "I Don't Care" springt auf die 62 in der ersten Woche. Der Titel ist ein ordentliches Stück Poprock, kann man eigentlich nichts gegen sagen. Auf der Single ist außerdem ein feiner Mix von Cobra Starship und das Video kommt mit ordentlicher Star-Unterstützung u.a. von Gilby Clarke (Guns'n'roses siehe unten) daher.
Um eines sind wir in dieser Woche leider nicht drum herum gekommen. Der Auswertungszeitraum für die vorliegenden Charts umfasste nämlich die Woche von 7.-13. November. Und richtig: genau da drin liegt auch der 11.11. Weshalb wir auch eine ganze Reihe vnn Blödel- und Discofox-Titeln beobachten können wie sie steigen. Olaf Henning landet z.B. mit dem "Jungfrauenchor" auf der 66, De Boore singen "So ein Tag so schön wie heute" auf Platz 74 und auf der 76 steigt ein Astrid Kuby und Michael Mosaro mit dem "Körperzellen Rock". Die Titelzeile lautet: "Jede Zelle meines Körpers ist glücklich", dazu sieht man Rentner einen tark verzögerten Ententanz vollführen. Gemeint ist das Ganze vielleicht irgendwie anders ... zumindest schmeißt einem google bei der Suchabfrage nach Frau Kuby solche seltsamen Dinge wie biplogische Krebsabwehr in die Ergebnisliste. Naja - in der lustigen Karnevals-Popkultur geht irgendwie alles durch und wird dazu noch gekauft. Michael Rosaro ist übrigens auch nicht so ganz unbekannt. Allerdings verbirgt Herr Scheickl sich hinter einem Pseudonym. Er wird wissen warum.
Party gibt's auch auf der 88. Allerdings ein bisschen anders. DJ Cyrus is back! Zumindest charttechnisch, denn in der Liste der meistverkauften 100 war er zwischen 1999 und 2003 vor allem als ein Teil von Beam vs. Cyrus aktiv. Insgesamt 6 Titel konnten sie platzieren, der erfolgreichste im Jahr 2003 mit dem MC Hammer-Cover "You Can't Touch This", welches es bis auf Platz 22 schaffte. Danach gründete Cyrus sein eigenes Label Cyrus Trax auf dem er auch fleißig veröffentlichte. Allerdings ist das in Deutschland mit den Independent Labels immer ein wenig schwierig. Für "Wir brauchen Bass!" - einem frechen Sample aus dem Bo-Klassiker "Türlich türlich" - suchte Cyrus Unterstützung bei Zooland Records, die solche Projekte wie Cascada und DJ Manian im Vertrieb haben. Und schwups. bereits in der ersten Woche als digitaler Track geht der Track in die Charts. In den offiziellen Dance-Charts steigt der Titel diese Woche auf die 22. Ich denke, da kommt noch was.
Und genauso wird es wohl bei Guns N' Roses noch ordentlich nach oben gehen. "Chinese Democracy", seit 14 Jahren Pausen das erste Lebenszeichen der Rocker, ist seit 11.11. als trendsingle zu haben. Der vollständige Release der Single steht mit dem 22. November an. Mit der Vorab-Version gehts direkt auf die 90. Zum Titel selber kann ich nur sagen: klingt wie Guns n' Roses. Fee und Oz meinen, das Ganze sei auch ein wenig antiquiert. Schöner könnt ichs auch nicht sagen.
Nochmal Rock gibt es neu auf der 95. Da sind 3 Doors Down mit "Let Me Be Myself" gelistet. Das ist 'n ganzes Stück glatter produziert als Guns n' Roses.
So, dann wie immer noch einen Blic auf die Rückkehrer. Wiedereinsteiger sind zu finden auf der 72 Alicia Keys mit "Superwoman". Da weiß ich gar nicht so recht, warum das jetzt wieder rein hüpft, oder besser: Ich weiß gar nicht warum das so schnell draußen war. Auf der 75 die The Ting Tings mit "That's Not My Name" - immer noch ein toller Song und immer noch der einzige der Ting Tings. warum eigentlich? "Shut Up And Let Me Go" oder "Great DJ" sind auch super. Auf der 81 gibt sich wieder mal Rihanna mit "Don't Stop The Music" die Ehre - mittlerweile auch schon in Chartwoche 39. Und schließlich belegt die 100 mal wieder Silbermond mit "Das Beste".
Ich kann nur sagen: ich freu mich auf nächste Woche, denn eine Diva fehlt noch mit ihrem neuen Werk. Die hatte in der gerade zu Ende gehenden Woche Singlestart. Und ich tippe hier mal tollkühn: mindestens Top 5.
Hab ich nicht letzte Woche gejammert, es sei so still in den deutschen Charts, Bewegung müsse her?? Et voilá – diese Woche gehts mal richtig rund und die Liste wird ordentlich durcheinander gerüttelt. Nur die beiden Plätze ganz oben sitzen stabil im Sattel. Noch!
Für Polarkreis 18 ist es die vierte Woche mit "Allein Allein" an der Spitze vor P!nk und ihrem ehemaligen Nr.1-Hit "So What". Bisher waren die Jungs aus Dresden ja nur mit einer Single-Version auf dem Markt. Auf der gabs neben dem Original auch ein Rework von Nephew, weshalb in einigen Listen auch gleich Polarkreis 18 vs. Nephew als INterpreten aufgeführt wurden. Seit dieser Woche nun gibt es die Nachfolgeversion, die bereits vor gut einem Monat in streng limitierter Auflage als Digi-Pack erschienen war. Darauf zu finden ist unter anderem der Titel "Operation Sun", der nur auf Maxi zu haben sein wird, sowie zwei extra Remixe von Bodi Bill bzw. ZPYZ. Ich denke, diese Nachfolgeversion hilft Polarkreis 18 noch eine Weile, dem Druck von den unteren Plätzen zu trotzen. Ob sich die neue Variante der Maxi tatsächlich lohnt, dürft ihr aber ganz allein entscheiden.
Nun aber zur Sache: Höchster Neuzugang und wie in Großbritannien auch hier Siegerin im aktuellen Divenbattle ist Beyoncé mit ihrer neuen Ballade "If I Were A Boy", die geradewegs auf Platz 3 einsteigt. Das letzte mal, dass ein Titel mit dieser Thematik in den deutschen Charts war, ist noch gar nicht so lange her. Im September stellten sich Fräulein Wunder den Rollentausch vor und brachten es mit "Wenn ich ein Junge wär" bis auf die 16. Was vor gut zwei Monaten noch ordentlich zur Sache ging und richtig Spaß machte, das hat Frau Knowles nun wie schon erwähnt in eine R&B-Ballade gepackt. Das Video dazu verwirrt erstmal: wer war jetzt wer? Und wer ist nun eigentlich der/die Gute und Verständige? Dementsprechend die Diskussionen dazu. Mir ist das alles ja ein wenig zu betulich und zu viel Klischee, aber es gibt genügend Leute, die "If I Were A Boy" als mindestens großartig bis unübertreffbar beschreiben. Nun gut. Fakt ist, dass diese Vorab-Single zum kommenden Doppel-Album tatsächlich der Chart-Nachfolger zu ihrem Nr.1-Hit "Beautiful Liar" in Kollaboration mit Shakira aus dem Mai 2007 ist. Seitdem haben alle regulären Singles und Gastauftritte bei anderen Artists die Gunst der Käufermasse nicht erringen können und erschienen nicht in der Hitliste. Und noch ein statistischer Fakt nimmt sich seltsam aus vor dem Hintergrund, dass Beyoncé auch hierzulande gern als Superstar gehandelt wird: "If I Were A Boy" ist der Platzierung nach der zweitgrößte Erfolg hinter oben genanntem Nr.1-Hit. Der einzige Titel, der es von ihr bislang ebenfalls in die Top 5 brachte, war im Jahr 2003 "Baby Boy", interpretiert zusammen mit Sean Paul. (Mit Destiny's Child kann sie ebenfalls lediglich auf einen Nr.3-Hit verweisen.) Hmmm - da hat die Diva irgendwie doch noch nicht den richtigen Draht zum deutschen (Massen-)Publikum gefunden. Zum Vergleich: Sarah Connor hat bereits 5 Nr.1-Hits auf ihrem Konto und die Top 10-Titel zähl ich gleich mal gar nicht. Aber zu der kommen wir dann später noch...
Getragen geht es weiter auf der 4 und mir scheint, dass offensichtlich die Zeit der Besinnlichkeit über uns hereinbricht und der sich abzeichnende Wandel der Charts schon arg viel mit dem Fest der Feste zu tun hat. Wie auch immer: inhaltlich ist Herbert Grönemeyers "Glück" ein gefühlvolles Liebeslied, das in jede Jahreszeit passt. Sein erstes Best of-Album folgt mit dem heutigen Tag.
Wenn wir die Chartgeschichte Herbert Grönemeyers seit 2000 betrachten, dann fällt auf, dass jeder seiner Titel, der über die 10 hinaus kam wenigstens eine Woche auf der 1 gestanden hat. Das ist mal ne Herausforderung für "Glück". Allerdings waren die Spitzenreiter jeweils in ihrer ersten Woche ganz oben gelandet. So gesehen, kein gutes Omen. Aber was solls - ich bin nicht hier um alles schlecht zu reden. Und auch eine Position 4 ist ein super Ergebnis nach gut einem Jahr Chartabstinenz. Und ich bin mir sicher, dass "Glück" uns eine ganze Weile begleiten wird, das ist bei Grönemeyer-Hits bisher auch nicht immer der Fall gewesen.
Bewegung in den Top 10 gibt es nicht nur durch die beiden genannten Neuzugänge. Toll ist, dass sich zwei Titel ordentlich nach oben schieben konnten, die mir - wie schon oft hier geschrieben - besonders am Herzen liegen. Auf die 8 gehen, von der 16 kommend, Jack White & Alicia Keys mit dem Bond-Titelsong "Another Way To Die". Der dazugehörende Film "A Quantom Of Solace" ist seit zwei Wochen unangefochten der meistbesuchte und knackt gerade (nach nur 2 Wochenenden) die 3-Millionen-Marke. Damit scheint er sich gerade auf der Zielgeraden zum meistgesehenen Leinwandopus 2008 zu befinden. Kein Wunder also, dass sich auch die Musik dazu größter Beliebtheit erfreut.
Der zweite Aufsteiger in die Top 10 kommt von der 25 und ist das neue Werk der Killers. Gerade habe ich bei James Masterton gelesen, dass "Human" das Beste ist, was die Killers jemals vorgelegt hätten. Nun, so weit würde ich mich nicht aus dem Fenster lehnen, aber ein großartiges Stück Pop ist es allemal, eingängig und mitreißend wie es besser nicht sein könnte. Produziert wurde das Ganze von keinem Geringeren als Stuart Price, der ja unter anderem auch schon Madonnas "Confessions On A Dancefloor" bearbeitet hat. Und deshalb klingen die Killers aktuell so wie sie klingen und Vergleiche von Duran Duran über New Order bis hin zu den Pet Shop Boys sind allerorten zu hören. Ich frag mich nur, warum sich alle Welt immer noch immer auf die 80er bezieht ... sind die tatsächlich so retro? Mein Lieblingsvergleich ist ja da eher: überwältigend wie Polarkreis 18, umwerfend wie The White Stripes - und damit wär ja wohl auch gesagt, was ich mir für die Single in den kommenden Wochen wünsche.
Der nächste Neueinsteiger stammt wieder aus der Rubrik: Diva. Und hier haben wir es mal tatsächlich mit einem Superstar aus Übersee zu tun. Christina Aguilera kann seit 1999 auf mittlerweile zehn Top 10-Hits verweisen, 8 davon waren unter den ersten 5 platziert. Klar, dass alle von ihrer neuen Single "Keeps getting better" nur Superlativergebnisse erwarten. Seit Wochen läuft der Titel überall hoch und runter. Ungewohnt rockige Töne schlägt sie in ihrer Vorab-Single zum Best of-Album gleichen Namens an. Aber, die Single schafft es bei ihrem Start nur bis zur 14. Und hier muss es wirklich NUR heißen, denn für Frau Aguilera ist das ein eher mageres Ergebnis. Kann sein, dass alle auf die Kompilation warten und dann alle HIts gesammelt erwerben. Aber das scheint mir eine armselige Erklärung. Wahrscheinlicher ist, dass die Masse von Christina Aguilera eher sexy provokantes erwartet, denn auch in Großbritannen verpasste sie die Top 10. Blöd ist es ja schon irgendwie, dass für sie offensichtlich gilt: Only Sex Sells. - Wobei: Platz 14 - hey Leute, ist das nix? Insgesamt ihr 16. Titel, der unter den ersten 20 landet. Kann man so gelten lassen, oder?
Zurück zu einer deutschen Band: Stanfour haben's ja irgendwie raus, sich gut zu verkaufen. Laut Bandlegende haben sie das in Amerika gelernt. Anfang des Jahres waren sie mit "For All Lovers" dank des Einsatzes als Titelmelodie bei "Nur die Liebe zählt" 17 Wochen in den Charts und kamen bis auf die 24. Im September besuchte dann ganz kurz "Desperate" die Liste, blieb aber ohne mediale UNterstützung in der unteren Hälfte stecken. Und jetzt sind sie wieder da und präsenter denn je. "In Your Arms" wurde am 6. November ausgiebig bei Popstars - Just 4 Girls vorgestellt. Da sah man nämlich, wie die Mädels sich als Duettpartnerinnen bewarben. Das Rennen gemacht hat am Ende Jill und einen Tag später stand dann auch die Single. Track 1 ist die altbekannte Variante und Track 2 die Version mit Jill. Klar, dass sie so hiermit ihren ersten Top 20-Hit verbuchen können. Platz 15 in der ersten Woche. Aber auch ohne das Popstars-Drumrum ist der Titel selber schlichtweg groß. Mal wieder eine Ballade (siehe oben) für die dunkle Jahreszeit, aber mit feinen Ausflügen in kraftvolle Rocksounds. Im Video wird dann noch eine gutgemeinte Botschaft hinter das Ganze gesteckt, aber das war eigentlich gar nicht nötig.
Und jetzt kommen wir zu der Dame, die ich weiter oben als Superstar angeführt habe. Oder besser: die erfolgreichste deutsche Sängerin - zumindest gemessen an ihren Charterfolgen. Sarah Connor hat mit 16 veröffentlichten Singles 12 x die Top 10 erreicht. Lediglich ein Titel - ihre zweite Single "French Kissing" verpasste knapp die Top 20. Vergleichbar erfolgreich seit 2000 waren da lediglich die No Angels (4 x Nr.1 / 12 x Top 10 ). Der letzte Besuch "Under My Skin" brachte Sarah Connor im August bis auf die 4. Und dann kam die offizielle Trennung von ihrem Mann. Deutschlands Traumpaar kaputt. Eigentlich sind solche Dinge ja eher egal, aber Frau Connor-Terenzi hatte ja sehr direkt alle an ihrem Privatleben teilhaben lassen. Kein Wunder also, dass auch die kommende Scheidung von medialem Interesse begleitet wird. Eventuell gibt es ja dann bald die Serie dazu: Happy divorced!
Klar ist es blöd, den Medienrummel so 1:1 mit Musikverkäufen in Verbindung zu bringen. Im Fall von "I'll Kiss It Away", der zweiten Auskopplung aus dem "Sexy As Hell"-Album liegts aber irgendwie nahe. Denn dieser Titel ist der erste seit 2001, der die Top 20 verpasst. Zum Trost lässt sich vielleicht sagen, dass Platz 21 wirklich sehr sehr knapp vorbei ist. Trotzdem ist der Titel damit der am schlechtesten verkaufte von Frau Connor. Klar sind noch nicht alle Messen gesungen, aber ehrlich: es sieht nicht so gut aus für sie derzeit. Allerdings erwarte ich ja schon sehr bald eine Rückkehr ihres "Christmas In My Heart" ...
Für den nächsten Neuzugang müssen wir mal ein wenig rekapitulieren: 2005 hatten wir den Crazy Frog, der dank Klingelton bis fast ganz nach oben in den Charts kam. Vor 9 Monaten lancierte die mit Klingeltönen reich gewordene Firma Jamba den Hasen Schnuffel, der ganze 8 Wochen die Chartspitze bekuschelte. Und weil das Häschen vor allem die Zielgruppe Frauen meinte, gab es ganz schnell hinterhergeschossen auch einen Muffel, der allerdings nicht wirklich ankam. Männer kaufen wahrscheinlich keine Klingeltonmusik. Das Häschen gibt es immer noch, sogar relativ erfolgreich, zusammen mit Michael Wendler feiert es auf der 68 "Häschenparty", gerade erschien das Album "Winterwunderland" und für den 12.12. ist eine Weihnachtssingle angekündigt ... all das reicht Jamba aber noch längst nicht. Der Hase bekommt Gesellschaft von Eddy Bär. Und der macht dann einer jungen Frau im Swimmingpool (warum eigentlich gerade dort?) ein aus allerlei Zitatensalat zusammengestelltes Geständnis: "Verliebt". Klar ist das irgendwie niedlich und süß. Aber eben auch völlig künstlich und berechenbar. Und weils ja kein richtiger Mensch ist, gibts auch ne Menge Vocoder auf der Stimme. Sofort gabs Diskussionen: Ist das nicht im Original von Chris Brown? Also ich hab nix dazu gefunden ... Und wer immer hinter dem Liedchen steckt, ich persönlich hoffe ja, dass sich ganz schnell wieder ausgebärt hat und Platz 24 das höchste war, was dieses Kuschelding je erreicht.
Ganz knapp die obere Charthälfte verpassen Shaggy feat. Akon mit Platz 52. "What's Love" ist für beide Künstler bereits die vierte Single in 2008. Shaggy war zuletzt mit seinem EM-Song "Feel The Rush" auf der 1, Akon hatte es im Herbst mit Kardinal Offishall bis zur 18 gebracht. Für beide ist die Platzierung also nicht so wahnsinnig umwerfend, aber das ist ja der Titel auch nicht.
Die Jungs von Fall Out Boy hatten noch nicht so richtig den Durchbruch. Irgendwie stoppten alle ihre Singles immer kurz vor der Hälfte der Charts. Auch das Michael-Jackson-Cover "Beat it" brachte es im Juli nicht wesentlich höher. Dafür zeigen sie sich aber ungemein beständig. Single Nr.4 mit dem Titel "I Don't Care" springt auf die 62 in der ersten Woche. Der Titel ist ein ordentliches Stück Poprock, kann man eigentlich nichts gegen sagen. Auf der Single ist außerdem ein feiner Mix von Cobra Starship und das Video kommt mit ordentlicher Star-Unterstützung u.a. von Gilby Clarke (Guns'n'roses siehe unten) daher.
Um eines sind wir in dieser Woche leider nicht drum herum gekommen. Der Auswertungszeitraum für die vorliegenden Charts umfasste nämlich die Woche von 7.-13. November. Und richtig: genau da drin liegt auch der 11.11. Weshalb wir auch eine ganze Reihe vnn Blödel- und Discofox-Titeln beobachten können wie sie steigen. Olaf Henning landet z.B. mit dem "Jungfrauenchor" auf der 66, De Boore singen "So ein Tag so schön wie heute" auf Platz 74 und auf der 76 steigt ein Astrid Kuby und Michael Mosaro mit dem "Körperzellen Rock". Die Titelzeile lautet: "Jede Zelle meines Körpers ist glücklich", dazu sieht man Rentner einen tark verzögerten Ententanz vollführen. Gemeint ist das Ganze vielleicht irgendwie anders ... zumindest schmeißt einem google bei der Suchabfrage nach Frau Kuby solche seltsamen Dinge wie biplogische Krebsabwehr in die Ergebnisliste. Naja - in der lustigen Karnevals-Popkultur geht irgendwie alles durch und wird dazu noch gekauft. Michael Rosaro ist übrigens auch nicht so ganz unbekannt. Allerdings verbirgt Herr Scheickl sich hinter einem Pseudonym. Er wird wissen warum.
Party gibt's auch auf der 88. Allerdings ein bisschen anders. DJ Cyrus is back! Zumindest charttechnisch, denn in der Liste der meistverkauften 100 war er zwischen 1999 und 2003 vor allem als ein Teil von Beam vs. Cyrus aktiv. Insgesamt 6 Titel konnten sie platzieren, der erfolgreichste im Jahr 2003 mit dem MC Hammer-Cover "You Can't Touch This", welches es bis auf Platz 22 schaffte. Danach gründete Cyrus sein eigenes Label Cyrus Trax auf dem er auch fleißig veröffentlichte. Allerdings ist das in Deutschland mit den Independent Labels immer ein wenig schwierig. Für "Wir brauchen Bass!" - einem frechen Sample aus dem Bo-Klassiker "Türlich türlich" - suchte Cyrus Unterstützung bei Zooland Records, die solche Projekte wie Cascada und DJ Manian im Vertrieb haben. Und schwups. bereits in der ersten Woche als digitaler Track geht der Track in die Charts. In den offiziellen Dance-Charts steigt der Titel diese Woche auf die 22. Ich denke, da kommt noch was.
Und genauso wird es wohl bei Guns N' Roses noch ordentlich nach oben gehen. "Chinese Democracy", seit 14 Jahren Pausen das erste Lebenszeichen der Rocker, ist seit 11.11. als trendsingle zu haben. Der vollständige Release der Single steht mit dem 22. November an. Mit der Vorab-Version gehts direkt auf die 90. Zum Titel selber kann ich nur sagen: klingt wie Guns n' Roses. Fee und Oz meinen, das Ganze sei auch ein wenig antiquiert. Schöner könnt ichs auch nicht sagen.
Nochmal Rock gibt es neu auf der 95. Da sind 3 Doors Down mit "Let Me Be Myself" gelistet. Das ist 'n ganzes Stück glatter produziert als Guns n' Roses.
So, dann wie immer noch einen Blic auf die Rückkehrer. Wiedereinsteiger sind zu finden auf der 72 Alicia Keys mit "Superwoman". Da weiß ich gar nicht so recht, warum das jetzt wieder rein hüpft, oder besser: Ich weiß gar nicht warum das so schnell draußen war. Auf der 75 die The Ting Tings mit "That's Not My Name" - immer noch ein toller Song und immer noch der einzige der Ting Tings. warum eigentlich? "Shut Up And Let Me Go" oder "Great DJ" sind auch super. Auf der 81 gibt sich wieder mal Rihanna mit "Don't Stop The Music" die Ehre - mittlerweile auch schon in Chartwoche 39. Und schließlich belegt die 100 mal wieder Silbermond mit "Das Beste".
Ich kann nur sagen: ich freu mich auf nächste Woche, denn eine Diva fehlt noch mit ihrem neuen Werk. Die hatte in der gerade zu Ende gehenden Woche Singlestart. Und ich tippe hier mal tollkühn: mindestens Top 5.
Charts vom 14. November 2008
Unverändert in dieser Woche bleibt die Top 5, die oberen 4 stehen sogar schon das dritte mal in der gleichen Reihenfolge. Ruhe vor dem Sturm? In Großbritannien gab es in dieser Woche bereits den großen Diven-Wettbewerb zwischen Britney Spears, Christina Aguilera, Beyonce Knowles und Leona Lewis. Letztgenannte bringt es bereits in dieser Woche in Deutschland zu Chartehren. Aber dazu später.
Zunächst mal noch ein Wort zur alten und neuen 1. Polarkreis 18 sind also mit „Allein Allein“ in der dritten Woche ganz oben und bilden mit den Vorgängern von P!nk (aktuell weiter die 2) und Katy Perry (von 7 auf 11) eine schöne Serie. Anfang des Jahres gab es bereits eine ähnliche Situation, allerdings waren da die Spitzenreiter noch wesentlich ausdauernder: Timbaland und OneRepublic blieben 8 Wochen ungeschlagen, gefolgt von Leona Lewis' Debüt „Bleeding Love“, die sich 4 Wochen behaupten konnte, ehe sie von Schnuffels „Kuschel Song“ vertrieben wurde, der wieder 8 Wochen Deutschlands liebstes Lied sein sollte. Übrigens ist der „Kuschel Song“ auch der letzte deutschsprachige Titel an der Spitze gewesen, der sich mindestens 3 Wochen halten konnte. Die letzte deutsche Produktion mit diesem Ergebnis kam von Mark Medlock, der Ende Mai mit „Summer Love“ genau drei Wochen auf der 1 stand.
Genug der Rückschau ... was tut sich aktuell in der Liste?
Der höchste Neuzugang bringt uns auf Platz 6 Nickelback zurück, nachdem die Rocker aus Kanada zuletzt im Mai nochmal kurz für eine Woche mit „Rockstar“ platziert waren. Mit „Gotta Be Somebody“ kündigen sie ihr neues Album „Dark Horse“ an, welches genau jetzt – also am 14.11. – erscheint. Und die Zeichen sehen sehr gut aus, denn mit Platz 6 gelingt ihnen nach 7 Jahren mit einem zweiten Titel der Sprung in die Top 10. Lediglich ihr Durchbruch „How You Remind Me“ hatte es höher geschafft und war bis auf die 3 vorgestoßen. In der Zwischenzeit waren neun weitere Titel platziert, alle bis auf einen („Photograph“ im Jahr 2005; Platz 18) verfehlten aber die Top 20.
Ebenfalls momentan absolut im Aufwind befindet sich Kanye West, der sich mit seiner neuen Single „Love Lockdown“ erstmals als Hauptact unter die ersten 10 schieben kann. Bisher hatte er es lediglich zweimal bis zur 17 geschafft: „Stronger“ in (ungenannter) Kollaboration mit Daft Punk schaffte es im letzten Jahr, „Homecoming“ mit Chris Martin von Coldplay (aktuell wieder drin auf der 94) war dort im Frühsommer notiert. Natürlich hat Kanye West an der Seite von Estelle mit „American Boy“ in diesem Jahr auch schon die Top 5 besucht. Vielleicht hat es genau dieser Titel bewirkt, dass er nun auch mit seinen eigenen Produktionen massenkompatibel geworden ist. Oder es liegt daran, dass er auf „Love Lockdown“ auf den Rap verzichtet und tatsächlich als Sänger agiert. Der Titel ist auf jeden Fall nicht auf Anhieb eingängig, der Einsatz des Vocoders (in Amerika gerade das Non plus Ultra für alle Produktionen) ist auch nicht unbedingt, was den Titel zum Ohrwurm machen würde. Ziehen wir allerdings in Betracht, dass „Love Lockdown“ bisher nur als Trendsingle zu haben war und erst seit heute als reguläre 2-Track-Single angeboten wird, dann könnte da noch einiges an Potenzial drin stecken und Rang 8 war noch nicht alles.
Eine kleine Überraschung steht neu auf der 10. Stefanie Heinzmann, Anfang des Jahres bei Stefan Raab entdeckt und mit "My Man Is A Mean Man" ganze sechs Monate in der Liste notiert, legt mit "The Unforgiven" ordentlich nach. Seit ihrem Debüt, welches bis zur 3 klettern konnte, nahm der Erfolg ihrer Veröffentlichungen kontinuierlich ab: "Like A Bullet" brachte es immerhin bis zur 29 und ausdauerndem Radio-Airplay, "Revolution" dagegen versandete relativ unscheinbar auf der 47. Nun holt sie mit neuem Material also zum nächsten Streich aus. Der Titel ist bislang nirgendwo erhältlich, wird aber auf der gerade erscheinenden Deluxe-Edition ihrer CD "Masterplan" erscheinen. Momentan grassiert ja die Manie, Erfolgsalben in einer aufgemotzten Variante erneut aufzulegen. Egal wieviel Bonus-Material da auch nachgeliefert wird, es bleibt bei genauer Betrachtung eine von der Industrie clever eingefädelte Abzockerei. Schließlich kann man das Album von vor 9 Monaten, für welches man auch schon zwischen 15-18 EUR hingelegt hat, mit der Deluxe-Edition wertlos in die Tonne schmeißen.
Zum Titel selber: Die Wahl, einen Metallica-Track von ihrem schwarzen Album 1991 zu covern ist ziemlich ungewöhnlich. "The Unforgiven" brachte es als zweite in Deutschland platzierte Single Ende 1991 auf Platz 47. Stefanie Heinzmann macht aus dem Rockstück nun doch einen etwas sehr gemäßigten Popsong. Das ist schade, denn auch sie hat ja das Zeug zu wesentlich mehr Rock. Als mitsingbare Popnummer funktioniert die Version wiederum. Und so werden vermutlich Metallica-Fans Frau Heinzmann eher auf ihre Blacklist stellen, währen alle anderen sehr gut mit dem neuen Werk etwas anfangen können.
Auf der 15 kommen wir nun zu einer der oben bereits erwähnten Diven. Auch Leona Lewis wird in Kürze ihr Erfolgs-Album "Spirit" in einer Deluxe-edition wiederveröffentlichen. Darauf neu enthalten der Titel "Forgive Me", den es vorab schonmal als Single zu haben gibt. Nach "Bleeding Love" und dem Nr.2-Hit "Better In Time" klingt der neue Titel allerdings eher gewöhnlich. Die beiden Vorgänger hatten eine mitreißende Intensität, "Forgive Me" setzt dagegen auf gefällige Altbekanntheit. Der Track könnte genauso auch von jeder beliebigen anderen Sängerin interpretiert werden. Ich denke, das für 2009 angekündigte, neue Album wird da sicher mehr zu bieten haben.
By the way: Auf der 85 kehrt Leona Lewis mit "Bleeding Love" nach dreimonatiger Zwangspause wieder zurück und hat jetzt 9 Wochen lang bedingungslos die Möglichkeit sich zu platzieren. insgesamt bereits die 29. Woche dabei.
Wenn wir bei Wiederveröffentlichungen und Deluxe-Editionen sind, dann gebührt Schiller wohl eine besondere Nennung. Sein Album "Sehnsucht", erstmals erschienen im Februar, gibt es mittlerweile in einer vierten Version. Wer soll da noch durchsehen? Auf der neuesten Variante befindet sich jedenfalls auch die Zusammenarbeit mit Colbie Caillat, schlicht und einfach betitelt "You". Das Stück ist eine elektronisch untermalte Ballade, nichts was sehr wehtun würde und auch nicht weiter auffällt. Für Schiller ist es der insgesamt vierte Titel, der es unter die besten 20 schafft, bislang nahtlos an den Erfolg des Vorgängers "Time For Dreams" mit Lang Lang aus dem September anknüpfend. MySpace-Star Colbie Caillat ist mit "You" zum dritten mal in den deutschen Charts notiert.
Auch in dieser Woche gibt es wieder einen TV-Effekt zu beobachten. Besonders daran ist, dass es mal wieder Maria Mena trifft, die von Interpretationen anderer Talente profitiert. Vor zwei Wochen waren es zwei Kandidatinnen aus Popstars – Just 4 Girls, die "Just Hold Me" vortrugen und das Original bis auf die 37 brachten. In dieser Woche ist es die elfjährige Lena Fink, die in der Show "Supertalent" ebenfalls "Just Hold Me" wählte und prompt schnellen die Verkaufszahlen hoch und Maria Mena springt wieder von der 64 auf die 29.
1985, als die Neue Deutsche Welle endgültiig in Schlager-Gewässer abgedriftet war, gab es ein kleines, romatisches Liedchen, dass im Radio zwar recht häufig zu hören war, aber kommerziell eher durchfiel: "Amsterdam" gesungen von einer Band namens Cora. Ursprünglich war das Song von den beiden Damen hinter Cora für Juliane Werding geschrieben worden. Diese hatte es aber abgelehnt und so nahmen sie es selber auf. Viel mehr hörte man von den Damen dann nicht, bis sie sich 2003 zu einem Comeback entschlossen, unter anderem auch "Amsterdam" einem Remix unterzogen und so endlich doch noch in die Charts Einzug halten konnten. Immerhin Rang 67 wurde verbucht, ob die Verkaufszahlen aus dem Jahr 2003/04 für eine Platzierung 1985 gereicht hätten, ist ohnehin fragwürdig.
Mittlerweile schreiben wir 2008 und die Mallorca-Karneval-Apreski-Welle hat sich als eigenes Genre definiert, in dem alles was irgendwie geht verramscht werden darf. Und so schnappte sich Schauspieler und Schlagersänger Axel Fischer das Original, ließ einen ordentlichen Kracherbeat unter seinen Sprechgesang legen und drehte ein einfältiges Video. Fertig ist der Hit. Mit Einstieg auf der 38 ist Axel Fischer nahe an seinem bislang größten Erfolg, dem Titelsong aus der "Abschlussklasse 2006" "Mädchen, mach dich frei", dran. Dieser schaffte es 2005 auf die 36.
Klee aus Köln legen mit "Berge versetzen" den Titelsong ihres aktuellen Albums die zweite Auskopplung vor. Es reicht trotz beigelegtem Poster aber nur für Platz 56.
Zum zweiten mal in den Charts ist Kat DeLuna mit "Run The Show". Platz 72 für die rhythmische Nummer mit featured artist Busta Rhymes geht wohl mehr als in Ordnung.
Auf der 75 gibt es ein Wiederhören mit .... ich gebe zu, ich wusste nicht, dass es sie noch gibt ... Doro. Die sich selbst als Queen of Heavy Metall bezeichnende Sängerin ist mit "Celebrate – The Nght Of The Warlock" zum fünften mal in den deutschen Singlecharts vertreten. In Spanien und Japan dagegen wird sie sogar in den Top 10 notiert.
Weiter gehts auf den unteren Plätzen mit Platz 83. Dort rutschen Keane mit "Spiralling" in die Charts. Der Titel klingt sofort vertraut, im ersten Moment denkt man: The Killers??? Warum der Track nicht schon längst und schon viel höher in der Liste steht, ist mir ein Rätsel. Die Single gibt es seit August, das Album seit Anfang Oktober, im Radio läufts auch dauernd ... Da musste also jetzt erst der Tourstart in Köln her, bis es mit einer Platzierung geklappt hat.
Für die 96 möchte ich hier mal einen eigenen kleinen Absatz einrichten. Dort gibt nämlich (endlich!) M.I.A. ihr Chart-Debüt. Hier in deutschland gibt es ja immer ein bisschen die Verwechslungsgefahr mit Mia. Aber nicht, wenn man auch nur eine Note der englisch-amerikanischen Sängerin mit Wurzeln in Sri Lanka gehört hat. Seit 2004 macht sie Musik, eine Mischung aus HipHop, Elektro und Ethno-Pop. "Paper Planes" von ihrem dritten Album "Kala" brachte ihr in den USA den Durchbruch. Bis Platz 4 ging es dort, die Briten brachten sie immerhin noch auf Rang 19. Hier in Deutschland hat sich bislang kein Label gefunden, welches "Paper Planes" veröffentlichen will und das ist mal schlichtweg beschämend. Angeblich sind die Revolverschüsse, die in dem Song verwendet werden zu verunsichernd, jedenfalls soll MTV dieselben durch ein anderes Soundsample ersetzt haben ... Schwachsinnige Idee! An dieser Stelle der Aufruf: Geht hin und holt euch dieses Stück, egal ob legal als Download oder wie auch immer. Eine eingängigere M.I.A. gab es nie.
Letzter Neuzugang auf der 99 ist Pulsedriver mit "Youth Of The Nation", einer Trance-Version des Hits von P.O.D. und seit gut drei Jahren Neues Material vom DJ. Das Original brachte es 2002 bis auf Platz 5.
Und zu guter Letzt noch die Rückkehrer:
88 Ich + Ich "Vom selben Stern" - mal wieder nach drei Monaten Zwangspause dabei und weiterhin nicht tot zu kriegen: 48. Woche.
97 Udo Lindenberg feat. Jan Delay "Ganz anders" - siehe oben, allerdings erst Woche 10.
98 P!nk "Dear Mr. President" - sowieso immer ein Dauerbrenner, auch nach der Wahl in USA: Woche 34.
Charts vom 31. Oktober 2008
Na wer sagts denn ... Deutschland hat eine neue Nr.1 und die kommt aus Dresden. Polarkreis 18 entern mit "Allein Allein" in ihrer dritten Woche die Spitze. Zugegebenermaßen bedurfte die Voraussage dieses Sprungs von der 4 keine großen hellseherischen Fähigkeiten. P!nk, die auf Position 2 verdrängt wurde, hielt sich bereits drei Wochen an der Spitze und wirklich neues Material mit dem entsprechenden Potenzial war und ist momentan nicht in Sicht. Unterstützung gabs auch durch den Albumstart von "The Colour Of Snow". Dieses schafft den Sprung in die Album-Charts auf Rang 14. Und ganz frisch ist auch die Meldung, dass Polarkreis 18 für die 1LIVE Krone 2008 in der Kategorie "Betser Newcomer" nominiert sind.
Mit Polarkreis 18 haben wir die sechste deutsche Produktion, die in diesem Jahr die Top-Position erreicht. Insgesamt ist es der 14. Nr.1-Titel für 2008. Im vergangenen Jahr sah die Bilanz wesentlich besser aus: von 17 Titeln, die es bis an die Spitze schafften kamen 11 aus deutscher Produktion.
In den deutschsprachigen Nachbarländern macht sich "Allein Allein" ganz langsam auch auf den Weg nach oben. In österreich machte er sich von 59 auf die 33 und jetzt auf ide 17, in der Schweiz geht es noch etwas gemàchlicher von der 73 auf die 64.
Wer Polarkreis 18 live sehen will hat die Möglichkeit zum Benefiz "Tu was" am 9. November in Berlin oder ab Ende November in Potsdam, Hamburg, Köln, München und Leipzig. Weitere Termine werden mit Sicherheit noch dazu kommen und es steht zu erwarten, dass sich der eine oder andere Veranstaltungsort auch noch ändert.
Eine winzige Verbesserung, aber dennoch überraschend, schafft The Guru Josh Project mit "Infinity 2008". Die Neuauflage des Nr.2-Hits von 1990 erklimmt in ihrer 18. Woche mit Platz 4 einen neuen Bestwert. In Großbritannien schafft es Guru Josh plus Kollegen als Neueinsteiger auf die 3 und schlägt damit sogar die Platzierung des Originals.
Der höchste Neuzugang ist mal wieder eng mit einem TV-Ereignis verkoppelt. Giovanni Zarrella - popmusikalisch bekannt als Bandmitglied von Bro'Sis - und seine Frau Jana Ina versorgten das Pro7-Publikum 10 Folgen lang unter dem Motto "Wir sind schwanger". Früher als erwartet kam Gabriel Bruno dann zur Welt und brachte der Soap Rekordeinschaltquoten, die sogar den Wert der zuvor ausgestrahlten "Popstars" übertraf. Als Dankeschön und Liebeslied an seine Frau - so heißt es - schrieb Giovanni den Titelsong "Wundervoll" (im Untertitel dann noch "Sei Bellissima", schließlich gibt es auch eine Strophe auf italienisch). Es ist anzunehmen, dass mit der letzten Folge der Soap am 30.10. auch die Single schnell wieder die Charts verlassen wird. Allerdings wird Giovanni am 20. November die Entscheidungsshow von Popstars - Just 4 Girls moderieren. Da könnte es dann doch noch mal einen Popularitätsschub geben.
Vorerst gelingt Giovanni mit der Ballade und dem cleveren Marketing-Griff der Einstieg als Solo-Künstler. Vor zwei Jahren hatte es wie bei Bandkollege Ross Antony nicht gezündet. Zählt man die Bro'Sis-Veröffentlichungen dazu, so ist Giovanni nunmehr mit einem sechsten Titel in den deutschen Top 10 vertreten.
Auch einen Platz tiefer bleibt es bunt-deutsch. Peter Fox meldet sich in wahrhaftem Affentempo zurück. Kaum ist "Alles neu" aus den oberen 10 verschwunden, setzt der Seeed-Member mit der nächsten Single nach. "Haus am See" lässt es ganz anders als der Vorgänger richtig schön entspannt angehen, sogar fast ein wenig vertràumt ohne irgendwann kitschig zu werden. Toller Titel, trotzdem bin ich von der hohen Platzierung ziemlich überrascht. Scheint so, dass Herr Fox den Nerv der Musikkäufer direkt getroffen hat. Das Album "Stadtaffe" hält sich auf der 7 der Albumliste, "Alles neu" trommelt in dieser Woche auf der 15 (letzte Woche 12) und im Vergleich Seeed - Peter Fox steht es momentan 2:2, zumindest was die Anzahl der Top 10-Titel angeht.
Auf der 14 entern US5 mit dem Titelsong zu "High School Musical 3 - Senior Years" die Charts. Der Film hat unerwarteterweise zu seinem Start alle anderen Streifen auf die Plätze verwiesen. Bei dem Track "The Boys Are Back" klappt das nicht, wahrscheinlich ist der Titel irgendwie doch zu spröde, um mehr als die harten Fans zum Kauf zu bewegen. Oder eine Menge Leute begnügen sich mit dem Soundtrack, der gleichzeitig erschienen ist.
Für US5 ist "The Boys Are Back" ein kleines Desaster, denn es ist die erste Single überhaupt, welche den Eintritt in die Top 10 verpasst. In letzter Zeit, stiegen die Tracks jeweils auf ihrer Höchstposition ein und fielen dann ziemlich rabiat abwärts. Ich nehme an, dass es auch mit dieser Veröffentlichung so laufen wird. Und damit verpassen US5 es, 10 Top 10-Hits hintereinander vorzulegen.
Am Ende der Top 20, nämlich auf der 19, legt American Idol-Gewinnerin Jordin Sparks mit "Tattoo" nach. "No Air", das Duett mit Chris Brown (rutscht diese Woche von 41 auf die 52) hatte sie im Sommer auch in Europa bekannt gemacht und ihr hier in Deutschland eine Woche die Position 10 gebracht. "Tattoo" funktioniert nach ganz ähnlichem Prinzip, tut erstmal nicht weh, wird dann überall gespielt und ist irgendwie im Kopf drin. Mal schauen, ob es bei Position 19 bleibt.
Vor zwei Wochen konnte ich an dieser Stelle über den erneuten Run auf zwei Tracks von Den Ärzten berichten und beide sind nach wie vor in den Charts notiert: "Lasse redn" rutscht von der 27 auf die 40, "Junge" geht von 77 auf die 91. Nun liegt auch das Verkaufsergebnis der Veröffentlichung vor, die zu diesem Zeitpunkt frisch in den Läden stand. Das Farin Urlaub Racing Team steigt mit "Nichimgriff" auf der 26 ein. Ich mag mich irren, aber die Solo-Projekte von Farin Urlaub klingen für mich irgendwie authentischer und direkter als die von den Ärzten. "Nichimgriff" macht da keine Ausnahme. Das Ganze rockt irgendwie auch ein wenig 60ies-mäßig - geile Mischung. Für farin Urlaub die 9. Solo-Platzierung in den deutschen Charts.
Zum Schluss des heutigen Überblicks ein Titel, der sich sozusagen im Fahrwasser eines anderen nach oben schiebt. Maria Menas bislang erfolgreichste Single "Just Hold Me" kehrte im Zuge der neuen "All This Time (Pick-Me-Up Song)" - diese Woche von 16 auf 17 - vor zwei Wochen zurück in die Verkaufsliste und von da an stetig nach oben: 97 - 79 - 37 ist der aktuelle Stand, 36 Wochen notiert seit dem ersten Auftreten am 20. April 2007.
Weitere Neueinsteiger:
66 Green Light
71 James Morrisson "You Make It Real"
77 Laith Al-Deen "Wie soll das gehn"
81 Selda "100% Pure Love"
84 Topmodelz "Maniac"
92 Luxuslärm "1000 km bis zum Meer"
Mit Polarkreis 18 haben wir die sechste deutsche Produktion, die in diesem Jahr die Top-Position erreicht. Insgesamt ist es der 14. Nr.1-Titel für 2008. Im vergangenen Jahr sah die Bilanz wesentlich besser aus: von 17 Titeln, die es bis an die Spitze schafften kamen 11 aus deutscher Produktion.
In den deutschsprachigen Nachbarländern macht sich "Allein Allein" ganz langsam auch auf den Weg nach oben. In österreich machte er sich von 59 auf die 33 und jetzt auf ide 17, in der Schweiz geht es noch etwas gemàchlicher von der 73 auf die 64.
Wer Polarkreis 18 live sehen will hat die Möglichkeit zum Benefiz "Tu was" am 9. November in Berlin oder ab Ende November in Potsdam, Hamburg, Köln, München und Leipzig. Weitere Termine werden mit Sicherheit noch dazu kommen und es steht zu erwarten, dass sich der eine oder andere Veranstaltungsort auch noch ändert.
Eine winzige Verbesserung, aber dennoch überraschend, schafft The Guru Josh Project mit "Infinity 2008". Die Neuauflage des Nr.2-Hits von 1990 erklimmt in ihrer 18. Woche mit Platz 4 einen neuen Bestwert. In Großbritannien schafft es Guru Josh plus Kollegen als Neueinsteiger auf die 3 und schlägt damit sogar die Platzierung des Originals.
Der höchste Neuzugang ist mal wieder eng mit einem TV-Ereignis verkoppelt. Giovanni Zarrella - popmusikalisch bekannt als Bandmitglied von Bro'Sis - und seine Frau Jana Ina versorgten das Pro7-Publikum 10 Folgen lang unter dem Motto "Wir sind schwanger". Früher als erwartet kam Gabriel Bruno dann zur Welt und brachte der Soap Rekordeinschaltquoten, die sogar den Wert der zuvor ausgestrahlten "Popstars" übertraf. Als Dankeschön und Liebeslied an seine Frau - so heißt es - schrieb Giovanni den Titelsong "Wundervoll" (im Untertitel dann noch "Sei Bellissima", schließlich gibt es auch eine Strophe auf italienisch). Es ist anzunehmen, dass mit der letzten Folge der Soap am 30.10. auch die Single schnell wieder die Charts verlassen wird. Allerdings wird Giovanni am 20. November die Entscheidungsshow von Popstars - Just 4 Girls moderieren. Da könnte es dann doch noch mal einen Popularitätsschub geben.
Vorerst gelingt Giovanni mit der Ballade und dem cleveren Marketing-Griff der Einstieg als Solo-Künstler. Vor zwei Jahren hatte es wie bei Bandkollege Ross Antony nicht gezündet. Zählt man die Bro'Sis-Veröffentlichungen dazu, so ist Giovanni nunmehr mit einem sechsten Titel in den deutschen Top 10 vertreten.
Auch einen Platz tiefer bleibt es bunt-deutsch. Peter Fox meldet sich in wahrhaftem Affentempo zurück. Kaum ist "Alles neu" aus den oberen 10 verschwunden, setzt der Seeed-Member mit der nächsten Single nach. "Haus am See" lässt es ganz anders als der Vorgänger richtig schön entspannt angehen, sogar fast ein wenig vertràumt ohne irgendwann kitschig zu werden. Toller Titel, trotzdem bin ich von der hohen Platzierung ziemlich überrascht. Scheint so, dass Herr Fox den Nerv der Musikkäufer direkt getroffen hat. Das Album "Stadtaffe" hält sich auf der 7 der Albumliste, "Alles neu" trommelt in dieser Woche auf der 15 (letzte Woche 12) und im Vergleich Seeed - Peter Fox steht es momentan 2:2, zumindest was die Anzahl der Top 10-Titel angeht.
Auf der 14 entern US5 mit dem Titelsong zu "High School Musical 3 - Senior Years" die Charts. Der Film hat unerwarteterweise zu seinem Start alle anderen Streifen auf die Plätze verwiesen. Bei dem Track "The Boys Are Back" klappt das nicht, wahrscheinlich ist der Titel irgendwie doch zu spröde, um mehr als die harten Fans zum Kauf zu bewegen. Oder eine Menge Leute begnügen sich mit dem Soundtrack, der gleichzeitig erschienen ist.
Für US5 ist "The Boys Are Back" ein kleines Desaster, denn es ist die erste Single überhaupt, welche den Eintritt in die Top 10 verpasst. In letzter Zeit, stiegen die Tracks jeweils auf ihrer Höchstposition ein und fielen dann ziemlich rabiat abwärts. Ich nehme an, dass es auch mit dieser Veröffentlichung so laufen wird. Und damit verpassen US5 es, 10 Top 10-Hits hintereinander vorzulegen.
Am Ende der Top 20, nämlich auf der 19, legt American Idol-Gewinnerin Jordin Sparks mit "Tattoo" nach. "No Air", das Duett mit Chris Brown (rutscht diese Woche von 41 auf die 52) hatte sie im Sommer auch in Europa bekannt gemacht und ihr hier in Deutschland eine Woche die Position 10 gebracht. "Tattoo" funktioniert nach ganz ähnlichem Prinzip, tut erstmal nicht weh, wird dann überall gespielt und ist irgendwie im Kopf drin. Mal schauen, ob es bei Position 19 bleibt.
Vor zwei Wochen konnte ich an dieser Stelle über den erneuten Run auf zwei Tracks von Den Ärzten berichten und beide sind nach wie vor in den Charts notiert: "Lasse redn" rutscht von der 27 auf die 40, "Junge" geht von 77 auf die 91. Nun liegt auch das Verkaufsergebnis der Veröffentlichung vor, die zu diesem Zeitpunkt frisch in den Läden stand. Das Farin Urlaub Racing Team steigt mit "Nichimgriff" auf der 26 ein. Ich mag mich irren, aber die Solo-Projekte von Farin Urlaub klingen für mich irgendwie authentischer und direkter als die von den Ärzten. "Nichimgriff" macht da keine Ausnahme. Das Ganze rockt irgendwie auch ein wenig 60ies-mäßig - geile Mischung. Für farin Urlaub die 9. Solo-Platzierung in den deutschen Charts.
Zum Schluss des heutigen Überblicks ein Titel, der sich sozusagen im Fahrwasser eines anderen nach oben schiebt. Maria Menas bislang erfolgreichste Single "Just Hold Me" kehrte im Zuge der neuen "All This Time (Pick-Me-Up Song)" - diese Woche von 16 auf 17 - vor zwei Wochen zurück in die Verkaufsliste und von da an stetig nach oben: 97 - 79 - 37 ist der aktuelle Stand, 36 Wochen notiert seit dem ersten Auftreten am 20. April 2007.
Weitere Neueinsteiger:
66 Green Light
71 James Morrisson "You Make It Real"
77 Laith Al-Deen "Wie soll das gehn"
81 Selda "100% Pure Love"
84 Topmodelz "Maniac"
92 Luxuslärm "1000 km bis zum Meer"
Charts vom 24. Oktober 2008
Eine sehr deutsch dominierte Woche haben wir vorliegen. Die beiden höchsten Neueinsteiger kommen aus Deutschland, dazu zwei weitere tiefer unten. Und die wichtigsten Aufsteiger sind ebenfalls deutsche Produktionen.
Aber zunächst mal der Blick auf die Spitze, wo sich nach wie vor Internationales tummelt. Eine dritte Woche hält sich P!nk mit „So What“ auf der 1. Dahinter kehrt Amy Macdonald mit „This Is The Life“ noch einmal auf den Silberrang zurück. Nach zwei Wochen Rast auf der 3 schafft sie es nun also, Katy Perry und „I Kissed A Girl“ hinter sich zu lassen und in ihrer insgesamt 13. Chartwoche zum zweitenmal ihre Höchstposition einzunehmen. Insgesamt befindet sich der Song 12 Wochen in den Top 10, davon 7 unter den ersten 5. Mit „Mr Rock & Roll“ ist Amy Macdonald ein zweites mal in den Charts vertreten. in dieser Woche fällt sie leicht von 45 auf 54 und damit raus aus der oberen Hälfte. Da sich dieser Titel bereits 30 Wochen lang in der Liste aufhält, wird er wahrscheinlich schon bald nicht mehr notiert werden.
Auf Platz 4 machen aber schon Polarkreis 18 aus Dresden mächtig Druck. In der zweiten Woche steigt ihr Chartdebüt „Allein Allein“ von der 8 unter die ersten 5 und ich wage hier mal zu behaupten, dass sie in einer Woche mindestens einen Medaillenrang belegen. So wie sich der Song derzeit allerorten behauptet, könnten wir hier sogar mit der nächsten Nr.1 konfrontiert sein.
Das Guru Josh Project geht mit „Infinity 2008“ nach einer Woche Pause noch mal zurück auf die 5. In der 17. Woche ist der Titel dabei, davon war er 6 x in den Top 10 und in dieser Woche bereits das dritte mal auf der 5. Und damit wäre die Spitzengruppe komplett.
Der höchste Neuzugang in den Single-Charts kommt von Reamonn. Nach zwei Jahren Pause kehren sie auf Rang 8 in die deutsche Liste zurück. Zu ihrem 16. Chart-Titel "Through The Eyes Of A Child" kann ich gar nicht so viel sagen. Der Titel scheint mir recht durchschnittlich und massenkompatibel, mit einer ebenfalls nicht wahnsinnig neuen Botschaft. Wahrscheinlich ist aber genau dies auch dafür verantwortlich, dass die deutsche Band erst jetzt ihren zweiten Top 10-Hit feiern darf. Nach ihrem äußerst erfolgreichen Debüt „Supergirl“ im Jahr 2000 waren sie 14 Singles lang deutlich weniger erfolgreich. Am höchsten – nämlich bis auf die 11 – kam in dieser Zeit „Tonight“ vor zwei Jahren. Bandleader Rea Garvey stand zwischendurch allerdings schon mehrere Wochen auf der 1. An der Seite von Nelly Furtado lieferte er zum Jahreswechsel 2006/2007 mit „All Good Things (Come To An End)“ insgesamt 8 x den meistverkauften Titel. Sein letzter Aufenthalt in den Charts war Anfang diesen Jahres in Zusammenarbeit mit Paul van Dyk, dem er für „Let Go“ seine Stimme lieh. Für Rea garvey ist „Through The Eyes Of A Child“ der 20. Titel als offiziell aufgeführter Artist.
Rein in die Top 20 klettert in der zweiten Woche Sido mit „Herz“. Sein Mitwirken in der popstars-Jury kann also tatsächlich auch das Interesse an seiner Musik erhöhen. „Herz“ ist mit der Verbesserung von der 22 auf die 20 der sechste Top 20 Titel des Rappers.
Auf der 23 steigen Deichkind mit „Arbeit nervt“ ein. Ein schöner Elektro-HipHop-Mix mit einer Portion Pop-Appeal. Für mich DER Neuzugang dieser Woche. Für Deichkind ist es der nächste Anlauf zum zweiten Top 20-Titel. Bislang haben sie es nur mit ihrem Debüt „Bon Voyage“ im jahr 2000 bis auf die Position 11 geschafft. „Limit“ stoppte zwei Jahre später nochmal knapp drunter auf der 21. Momentan darf aber noch alles als offen angesehen werden, denn auch die aufgeführten Tracks legten nach ihrem Ersteintritt jeweils mindestens 10 Plätze nach oben zurück.
Zuletzt waren Deichkind gerade letzte Woche notiert mit ihrem Dauerbrenner „Remmi Demmi (Yippie Yippie Yeah)“ standen sie in Woche 18 auf der 96 (Höchstplatzierung 68 im Mai 2006).
Der dritte Neuzugang findet sich kurz drunter auf der 25. Anastacia meldet sich mit "I Can Feel You" nach zweieinhalb Jahren zurück. So richtig überzeugend ist dieses Comeback allerdings noch nicht. War sie doch zuletzt im Duett mit Eros Ramazotti und „I Belong To You (Il Ritmo Della Passione)“ bis an die Spitze vorgestoßen.
Auch nach längerer Pause wieder dabei sind Boyzone. Die irische Boygroup kehrt mit „Love You Anyway“ nach 7 Jahren zurück. Ob dieses Comeback nun als Reunion zu feiern ist oder nicht, scheint streitbar. James Masterton, Chartkommentator der britischen Top 75, meint, Boyzone hätte sich nie aufgelöst. Wie auch immer, in Großbritannien schaffen es die Jungs schon bis auf die 5, in Deutschland reicht es für einen Einstieg auf der 30.
Die 38 ist ein Rückkehrer in die obere Charthälfte. „36 Grad“ von Rhythms del Mundo und 2raumwohnung war Anfang September auf der 28 eingestiegen und danach langsam nach unten getrudelt bis auf die 76. In der letzten Woche ging es dann wieder aufwärts bis zur 70, und in dieser Woche gabs dann den Satz um 32 Plätze nach oben. Auch ohne den neuen Aufschwung ist „36 Grad“ der weitaus erfolgreichste Titel des Berliner Duos. Inklusive Remixe war der Titel seit Juli 2007 bereits 23 Wochen platziert mit Höchstposition 22. Nun kommen noch einmal 8 Wochen in der neuen Variante á la Buena Vista Social Club dazu.
Die 42 gehört Snow Patrol, die mit ihrer neuen Single „Take Back The City“ einmal mehr versuchen, dem Überflieger „Chasing Cars“ einen würdigen Nachfolger hinterher zu schicken. Denn obwohl es nach diesem bereits fünf weitere Titel als Singles gab, darunter auch das sehr überzeugende „Shut Your Eyes“, ist es immer noch „Chasing Cars“, was sich seit November 2006 immer wieder in den Charts hält, das letzte mal in der 49. Woche Anfang Oktober auf Position 90. „Take Back The City“ ist insgesamt der fünfte Titel der Band, der sich in Deutschland platzieren kann.
Auf der 48 schaffen nun auch die Kings Of Leon mit „Sex On Fire“ ihren Einstand in der oberen Charthälfte. Bereits am 26. September enterte der ehemalige Nr.1-Hit aus Großbritannien als reiner Download-Titel die deutschen Charts. Seit der letzten Woche konnten dann auch die Zahlen aus dem CD-Verkauf in die Auswertung einbezogen werden, allerdings ohne den wirklich großen Schub nach vorn, es ging lediglich von der 57 auf die 53. Aber der Titel erfreut sich wachsender Beliebtheit und es ist durchaus möglich, dass auch dieser Titel noch einiges nach oben klettern wird.
Weitere Neuzugänge in der unteren Hälfte sind Marquess mit „Lucia“ auf der 60, Lil Wayne feat. T-Pain mit „Got Money“ auf der 67, die Kaiser Chiefs mit „Never Miss A Beat“ auf der 76, Schlagersänger Nic mit „Es stegt in deinen Augen“ auf der 80 sowie Picco mit „Yeke Yeke“ auf der 100.
Aber zunächst mal der Blick auf die Spitze, wo sich nach wie vor Internationales tummelt. Eine dritte Woche hält sich P!nk mit „So What“ auf der 1. Dahinter kehrt Amy Macdonald mit „This Is The Life“ noch einmal auf den Silberrang zurück. Nach zwei Wochen Rast auf der 3 schafft sie es nun also, Katy Perry und „I Kissed A Girl“ hinter sich zu lassen und in ihrer insgesamt 13. Chartwoche zum zweitenmal ihre Höchstposition einzunehmen. Insgesamt befindet sich der Song 12 Wochen in den Top 10, davon 7 unter den ersten 5. Mit „Mr Rock & Roll“ ist Amy Macdonald ein zweites mal in den Charts vertreten. in dieser Woche fällt sie leicht von 45 auf 54 und damit raus aus der oberen Hälfte. Da sich dieser Titel bereits 30 Wochen lang in der Liste aufhält, wird er wahrscheinlich schon bald nicht mehr notiert werden.
Auf Platz 4 machen aber schon Polarkreis 18 aus Dresden mächtig Druck. In der zweiten Woche steigt ihr Chartdebüt „Allein Allein“ von der 8 unter die ersten 5 und ich wage hier mal zu behaupten, dass sie in einer Woche mindestens einen Medaillenrang belegen. So wie sich der Song derzeit allerorten behauptet, könnten wir hier sogar mit der nächsten Nr.1 konfrontiert sein.
Das Guru Josh Project geht mit „Infinity 2008“ nach einer Woche Pause noch mal zurück auf die 5. In der 17. Woche ist der Titel dabei, davon war er 6 x in den Top 10 und in dieser Woche bereits das dritte mal auf der 5. Und damit wäre die Spitzengruppe komplett.
Der höchste Neuzugang in den Single-Charts kommt von Reamonn. Nach zwei Jahren Pause kehren sie auf Rang 8 in die deutsche Liste zurück. Zu ihrem 16. Chart-Titel "Through The Eyes Of A Child" kann ich gar nicht so viel sagen. Der Titel scheint mir recht durchschnittlich und massenkompatibel, mit einer ebenfalls nicht wahnsinnig neuen Botschaft. Wahrscheinlich ist aber genau dies auch dafür verantwortlich, dass die deutsche Band erst jetzt ihren zweiten Top 10-Hit feiern darf. Nach ihrem äußerst erfolgreichen Debüt „Supergirl“ im Jahr 2000 waren sie 14 Singles lang deutlich weniger erfolgreich. Am höchsten – nämlich bis auf die 11 – kam in dieser Zeit „Tonight“ vor zwei Jahren. Bandleader Rea Garvey stand zwischendurch allerdings schon mehrere Wochen auf der 1. An der Seite von Nelly Furtado lieferte er zum Jahreswechsel 2006/2007 mit „All Good Things (Come To An End)“ insgesamt 8 x den meistverkauften Titel. Sein letzter Aufenthalt in den Charts war Anfang diesen Jahres in Zusammenarbeit mit Paul van Dyk, dem er für „Let Go“ seine Stimme lieh. Für Rea garvey ist „Through The Eyes Of A Child“ der 20. Titel als offiziell aufgeführter Artist.
Rein in die Top 20 klettert in der zweiten Woche Sido mit „Herz“. Sein Mitwirken in der popstars-Jury kann also tatsächlich auch das Interesse an seiner Musik erhöhen. „Herz“ ist mit der Verbesserung von der 22 auf die 20 der sechste Top 20 Titel des Rappers.
Auf der 23 steigen Deichkind mit „Arbeit nervt“ ein. Ein schöner Elektro-HipHop-Mix mit einer Portion Pop-Appeal. Für mich DER Neuzugang dieser Woche. Für Deichkind ist es der nächste Anlauf zum zweiten Top 20-Titel. Bislang haben sie es nur mit ihrem Debüt „Bon Voyage“ im jahr 2000 bis auf die Position 11 geschafft. „Limit“ stoppte zwei Jahre später nochmal knapp drunter auf der 21. Momentan darf aber noch alles als offen angesehen werden, denn auch die aufgeführten Tracks legten nach ihrem Ersteintritt jeweils mindestens 10 Plätze nach oben zurück.
Zuletzt waren Deichkind gerade letzte Woche notiert mit ihrem Dauerbrenner „Remmi Demmi (Yippie Yippie Yeah)“ standen sie in Woche 18 auf der 96 (Höchstplatzierung 68 im Mai 2006).
Der dritte Neuzugang findet sich kurz drunter auf der 25. Anastacia meldet sich mit "I Can Feel You" nach zweieinhalb Jahren zurück. So richtig überzeugend ist dieses Comeback allerdings noch nicht. War sie doch zuletzt im Duett mit Eros Ramazotti und „I Belong To You (Il Ritmo Della Passione)“ bis an die Spitze vorgestoßen.
Auch nach längerer Pause wieder dabei sind Boyzone. Die irische Boygroup kehrt mit „Love You Anyway“ nach 7 Jahren zurück. Ob dieses Comeback nun als Reunion zu feiern ist oder nicht, scheint streitbar. James Masterton, Chartkommentator der britischen Top 75, meint, Boyzone hätte sich nie aufgelöst. Wie auch immer, in Großbritannien schaffen es die Jungs schon bis auf die 5, in Deutschland reicht es für einen Einstieg auf der 30.
Die 38 ist ein Rückkehrer in die obere Charthälfte. „36 Grad“ von Rhythms del Mundo und 2raumwohnung war Anfang September auf der 28 eingestiegen und danach langsam nach unten getrudelt bis auf die 76. In der letzten Woche ging es dann wieder aufwärts bis zur 70, und in dieser Woche gabs dann den Satz um 32 Plätze nach oben. Auch ohne den neuen Aufschwung ist „36 Grad“ der weitaus erfolgreichste Titel des Berliner Duos. Inklusive Remixe war der Titel seit Juli 2007 bereits 23 Wochen platziert mit Höchstposition 22. Nun kommen noch einmal 8 Wochen in der neuen Variante á la Buena Vista Social Club dazu.
Die 42 gehört Snow Patrol, die mit ihrer neuen Single „Take Back The City“ einmal mehr versuchen, dem Überflieger „Chasing Cars“ einen würdigen Nachfolger hinterher zu schicken. Denn obwohl es nach diesem bereits fünf weitere Titel als Singles gab, darunter auch das sehr überzeugende „Shut Your Eyes“, ist es immer noch „Chasing Cars“, was sich seit November 2006 immer wieder in den Charts hält, das letzte mal in der 49. Woche Anfang Oktober auf Position 90. „Take Back The City“ ist insgesamt der fünfte Titel der Band, der sich in Deutschland platzieren kann.
Auf der 48 schaffen nun auch die Kings Of Leon mit „Sex On Fire“ ihren Einstand in der oberen Charthälfte. Bereits am 26. September enterte der ehemalige Nr.1-Hit aus Großbritannien als reiner Download-Titel die deutschen Charts. Seit der letzten Woche konnten dann auch die Zahlen aus dem CD-Verkauf in die Auswertung einbezogen werden, allerdings ohne den wirklich großen Schub nach vorn, es ging lediglich von der 57 auf die 53. Aber der Titel erfreut sich wachsender Beliebtheit und es ist durchaus möglich, dass auch dieser Titel noch einiges nach oben klettern wird.
Weitere Neuzugänge in der unteren Hälfte sind Marquess mit „Lucia“ auf der 60, Lil Wayne feat. T-Pain mit „Got Money“ auf der 67, die Kaiser Chiefs mit „Never Miss A Beat“ auf der 76, Schlagersänger Nic mit „Es stegt in deinen Augen“ auf der 80 sowie Picco mit „Yeke Yeke“ auf der 100.
Charts vom 17. Oktober 2008
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Eine zweite Woche steht P!nk an der Spitze. Rein statistisch ist "So What" damit der bislang größte Hit der Sängerin. "Lady Marmalade" war im Juni 2001 nämlich nur eine Woche der Spitzenreiter. Die gleiche Situation besteht auch in den britischen Charts. Kollege James Masterton bezeichnete P!nk anlässlich ihres vierten Nr.1-Hits in Großbritannien als einen der Superstars des neuen Jahrtausend. Leider bislang immer irgendwie unterbewertet.
So wie der Top-Titel verharrt die gesamte Spitzengruppe in Ruhe. Die 2 geht an die Ex-Spitzenreiterin Katy Perry mit "I Kissed A Girl" gefolgt von Amy Macdonald und "This Is The Life". Auf die 4 geht noch einmal Gabriella Cilmi mit "Sweet About Me". Dieser Schub nach oben geht sicher auf das Konto ihres Auftritts bei "Wetten dass...". Ich hoffe nur, dass tatsächlich ihre Performance für die Nachfrage verantwortlich ist. In den Medien wurde nach der Show vor allem über die Kürze ihres Rockes berichtet bzw. die Verkupplungsaktion durch Thomas Gottschalk ... Kommentar erübrigt sich hier.
Auf der 5 der höchste Neuzugang, welcher die traute Runde an der Spitze etwas unter Druck setzen dürfte. Rihanna bringt mit "Disturbia" ihren dritten und letzten Zusatztrack aus dem "Good Girl Gone Bad: Reloaded"-Album an den Start. Insgesamt ist es bereits die 7. Single, die ausgekoppelt wurde und für Amerika steht mit "Rehab" (featuring Justin Timberlake) noch eine 8. Auskopplung an. "Disturbia" ist wieder ein schön treibender Track, durchaus was für den Dancefloor, geschrieben unter anderem von Chris Brown. In den USA war der Titel schon für zwei Wochen auf der 1, in Großbritannien waren es Katy Perry, Eric Prydz und die Kings Of Leon, die diesen Triumph verwehrten und ihr lediglich zweimal einen dritten Platz ermöglichten. Es wird spannend, wie sich die Dinge hier entwickeln, denn Eric Prydz schafft es in dieser Woche ja auch neu in die Charts. Aber dazu später.
Neue Töne gibt es auf der 8. Dort debütieren Polarkreis 18. "Allein Allein" ist die erste Single, die sich in den deutschen Charts platzieren kann. Im letzten Jahr schaffte es ihr Debüt-Album für eine Woche in die Longplay-Liste. Sehr wohlwollende Kritiken gabs von nahezu der kompletten Indie-Presse angefangen bei Spex über Intro bis hin zu Spiegel etc. Jetzt trauen sich die Dresdner ein ganzes Stück weiter Richtung Masse und schon nach dem ersten Hören sitzt "Allein Allein" fest im Ohr. Der Einsatz als Titelsong zum Filmhit "Krabat" mit Daniel Brühl und Robert Stadlober dürfte ein Übriges getan haben. Spannend ist der Elektropop-Titel vor allem durch die Kombination von deutsch und englisch. Nach häufigem Hören wirkt allerdings der im Hintergrund mitsingende Stadionrefrainchor ein klein wenig peinlich. So viel Masse hätte es dann wohl doch nicht sein müssen.
Die beiden nächsten Neueinsteiger sind eng mit dem aktuellen TV-Ereignis "Popstars" verbunden. Monrose, 2006 selbst durch die Show ins Leben gerufen, dürfen auch in diesem Jahr die Titelmusik zur neuen Staffel liefern. Allerdings scheint bei "Hit N'Run" die Zeitplanung nicht 100% hinzuhauen. Platz 16 in der ersten Woche ist für die drei Damen recht wenig. Bislang hatten sie immer in der Debütwoche die Top 10 erreicht. Eventuell ist die Veröffentlichung des neuen Albums "I Am" genau eine Woche zuvor nicht der cleverste Schachzug gewesen. Vielleicht ist aber auch der 80er-Disco-Anstrich vor allem des Videos doch nicht mehr ganz up to date. Immerhin machen verstärkt "Vergesst die 80er"-Sprüche die Runde. Jetzt bleibt abzuwarten, ob der Dauereinsatz bei den "Popstars" das Ergebnis noch etwas aufbessern kann, oder ob "Hit N Run" die erste Single der Monrose wird, welche die oberen 10 tatsächlich verpasst. Immerhin 6 hintereinanderfolgende Male waren sie in den vergangenen 2 Jahren dort präsent.
Der zweite "Popstars"-verbundene Neueinsteiger kommt von Jury-Mitglied Sido. "Herz" stammt vom Album "Ich und meine Maske". Bereits mit den Vorgängern zeigte sich der einst kontroverse Rapper von Aggro Berlin fast handzahm und geläutert. Auch bei diesem Titel gibt es eine Weisheit, nämlich ganz simpel: "Du musst auf dein Herz hörn". Egal ob es jetzt um Fremdgehen, Drogen oder Gewalt geht. Dieser Rat beschert Sido einen Einstieg auf der 22.
Auf der 30 gibt es einen etwas seltsamen Wiedereinstieg. Zumindest fehlen mir schlüssige Erklärungen. Die Ärzte kehren mit ihrer letzte Single "Lasse reden" noch einmal ganz stark zurück. Dass der Titel nach wie vor im Radio hoch und runter läuft, zeigt deutlich seine Beliebtheit. Warum aber jetzt so ein Schub nach oben stattfindet ist nicht ganz einleuchtend. Das letzte Mal war "Lasse redn" am 19. September auf der 95 gesichtet worden, als nämlich die dreimonatige Sperrfrist abgelaufen war. Mit dieser Woche ist "lasse redn" also in der 11. Woche in den deutschen Charts präsent. Der letzte Titel der Ärzte, der länger als 10 Wochen notiert war, war "Manchmal haben Frauen ..." Ende 2000. Der schaffte es immerhin 15 Wochen. Spitzenreiter der Liste ist "Schrei nach Liebe" aus dem Jahr 93 mit 32 Wochen.
Ebenfalls wieder drin von den Ärzten ist auf der 73 ihr letzter Nr.1 Hit "Junge". Vor genau einem Jahr stieg die Vorabsingle zum "Jazz ist anders"-Album direkt auf der Spitzenposition ein.
Zwei Ereignisse dürften Freunde der Ärzte derzeit mehr interessieren als die Verkaufszahlen von alten Titeln. Zum einen gibt es seit heute die neue Single des Farin Urlaub Racing Teams (FURT) "Nichtimgriff" zu kaufen. Das Album "Die Wahrheit übers Lügen" folgt am 31. Oktober. Zum anderen wird erzählt, dass Die Ärzte die Eins Live Krone 2008 für ihr Lebenswerk erhalten sollen.
Auf der 35 dann ein Neuzugang, der mir besonders Freude macht. Vor zwei Wochen habe ich bereits über die Zusammenarbeit zwischen Alicia Keys und Jack White von den White Stripes anlässlich des neuen James-Bond-Films "A Quantum Of Solace" geschrieben. Nun steigt der etwas spröde Track "Another Way To Die" als Digital-Only in die Charts ein. Die Veröffentlichung der CD-Version wurde von Sony BMG auf den 24. Oktober verschoben, eine Woche vor dem offiziellen Filmstart. Nach mittlerweile mehrfachem Hören kann ich nur sagen: ein großartiges Stück Pop, welches absolut süchtig macht und trotzdem ist es enorm schwierig, das Ding als Ohrwurm zu bezeichnen. Am beeindruckendsten finde ich, dass Alicia Keys so gar nicht mehr nach der verträumt melancholischen Klavierspielerin klingt. Obendrein ist das Video zum Track absolut ansehenswert. Für mich eine sehr zeitgemäße Variante des Agentenspektakelsounds.
Für die Statistik-Fans noch zum Vergleich: Der letzte Bond-Titeltrack "You Know My Name" von Chris Cornell stieg im Dezember 2006 auf der 22 ein und kletterte Anfang Januar 2007 bis auf die 15. Das könnte für Alicia Keys und Jack White durchaus zu schaffen sein.
Der letzte Neuzugang in der oberen Hälfte der Charts kommt von Eric Prydz. "Pjanoo" hat es vor einigen Wochen in Großbritannien überaschenderweise bereits bis auf die Position 2 gebracht. In Deutschland hats ne Weile gedauert, bis die CD in den Läden stand - jetzt ist sie da und landet auf der 38. Für den schwedischen DJ der vierte Chartaufenthalt. Unerreichbar zur Zeit sein Nr.1-Hit von Ende 2004 "Call On Me".
Im Longtail unterhalb der Position 50 tummeln sich weitere Neueinsteiger. Auf der 52 die dritte Auskopplung aus dem Udo Lindenberg-Album "Stark wie zwei" mit dem Titel "Was hat die Zeit mit uns gemacht". Auf der 62 neu die Vorab-Single "Dumm aber schlau" zum gleichnamigen Album von Das Bo. Wer die Melodie erkennt kriegt die 1000 EUR aus dem Video. Gleich darunter auf der 63 das Deutschland-Debüt der US-Rockband The Last Goodnight "Pictures Of You", in Amerika kam die Single schon vor einem Jahr raus. Auf der 83 entert Clueso mit "Niemand an dich denkt" die Liste und die 86 gehört leider leider Den jungen Zillertalern und "So a schöner Tag (Fliegerlied)", während sich das Original von DONIKKL um einen Platz nach oben auf die 24 schiebt.
Wieder rein geht auch Olaf Henning mit "Cowboy und Indianer", dies der fünfte Anlauf für diesen Karnevals-Mallorca-Gassenhauer, der es Anfang des Jahres schon bis auf die 6 gebracht hat. Der "Jungfrauenchor", das neue Werk von Olaf Henning rutscht in dieser Woche von der 35 uf die 44. Leider wahrscheinlich aber noch lange nicht das Ende ... Weitere Rückkehrer sind Stefanie Heinzmann auf der 91 mit "Revolution" und Deichkind nochmal (insgesamt der fünfte Anlauf) mit "Remmidemmi", insgesamt bereits die 17. Woche.
Eine zweite Woche steht P!nk an der Spitze. Rein statistisch ist "So What" damit der bislang größte Hit der Sängerin. "Lady Marmalade" war im Juni 2001 nämlich nur eine Woche der Spitzenreiter. Die gleiche Situation besteht auch in den britischen Charts. Kollege James Masterton bezeichnete P!nk anlässlich ihres vierten Nr.1-Hits in Großbritannien als einen der Superstars des neuen Jahrtausend. Leider bislang immer irgendwie unterbewertet.
So wie der Top-Titel verharrt die gesamte Spitzengruppe in Ruhe. Die 2 geht an die Ex-Spitzenreiterin Katy Perry mit "I Kissed A Girl" gefolgt von Amy Macdonald und "This Is The Life". Auf die 4 geht noch einmal Gabriella Cilmi mit "Sweet About Me". Dieser Schub nach oben geht sicher auf das Konto ihres Auftritts bei "Wetten dass...". Ich hoffe nur, dass tatsächlich ihre Performance für die Nachfrage verantwortlich ist. In den Medien wurde nach der Show vor allem über die Kürze ihres Rockes berichtet bzw. die Verkupplungsaktion durch Thomas Gottschalk ... Kommentar erübrigt sich hier.
Auf der 5 der höchste Neuzugang, welcher die traute Runde an der Spitze etwas unter Druck setzen dürfte. Rihanna bringt mit "Disturbia" ihren dritten und letzten Zusatztrack aus dem "Good Girl Gone Bad: Reloaded"-Album an den Start. Insgesamt ist es bereits die 7. Single, die ausgekoppelt wurde und für Amerika steht mit "Rehab" (featuring Justin Timberlake) noch eine 8. Auskopplung an. "Disturbia" ist wieder ein schön treibender Track, durchaus was für den Dancefloor, geschrieben unter anderem von Chris Brown. In den USA war der Titel schon für zwei Wochen auf der 1, in Großbritannien waren es Katy Perry, Eric Prydz und die Kings Of Leon, die diesen Triumph verwehrten und ihr lediglich zweimal einen dritten Platz ermöglichten. Es wird spannend, wie sich die Dinge hier entwickeln, denn Eric Prydz schafft es in dieser Woche ja auch neu in die Charts. Aber dazu später.
Neue Töne gibt es auf der 8. Dort debütieren Polarkreis 18. "Allein Allein" ist die erste Single, die sich in den deutschen Charts platzieren kann. Im letzten Jahr schaffte es ihr Debüt-Album für eine Woche in die Longplay-Liste. Sehr wohlwollende Kritiken gabs von nahezu der kompletten Indie-Presse angefangen bei Spex über Intro bis hin zu Spiegel etc. Jetzt trauen sich die Dresdner ein ganzes Stück weiter Richtung Masse und schon nach dem ersten Hören sitzt "Allein Allein" fest im Ohr. Der Einsatz als Titelsong zum Filmhit "Krabat" mit Daniel Brühl und Robert Stadlober dürfte ein Übriges getan haben. Spannend ist der Elektropop-Titel vor allem durch die Kombination von deutsch und englisch. Nach häufigem Hören wirkt allerdings der im Hintergrund mitsingende Stadionrefrainchor ein klein wenig peinlich. So viel Masse hätte es dann wohl doch nicht sein müssen.
Die beiden nächsten Neueinsteiger sind eng mit dem aktuellen TV-Ereignis "Popstars" verbunden. Monrose, 2006 selbst durch die Show ins Leben gerufen, dürfen auch in diesem Jahr die Titelmusik zur neuen Staffel liefern. Allerdings scheint bei "Hit N'Run" die Zeitplanung nicht 100% hinzuhauen. Platz 16 in der ersten Woche ist für die drei Damen recht wenig. Bislang hatten sie immer in der Debütwoche die Top 10 erreicht. Eventuell ist die Veröffentlichung des neuen Albums "I Am" genau eine Woche zuvor nicht der cleverste Schachzug gewesen. Vielleicht ist aber auch der 80er-Disco-Anstrich vor allem des Videos doch nicht mehr ganz up to date. Immerhin machen verstärkt "Vergesst die 80er"-Sprüche die Runde. Jetzt bleibt abzuwarten, ob der Dauereinsatz bei den "Popstars" das Ergebnis noch etwas aufbessern kann, oder ob "Hit N Run" die erste Single der Monrose wird, welche die oberen 10 tatsächlich verpasst. Immerhin 6 hintereinanderfolgende Male waren sie in den vergangenen 2 Jahren dort präsent.
Der zweite "Popstars"-verbundene Neueinsteiger kommt von Jury-Mitglied Sido. "Herz" stammt vom Album "Ich und meine Maske". Bereits mit den Vorgängern zeigte sich der einst kontroverse Rapper von Aggro Berlin fast handzahm und geläutert. Auch bei diesem Titel gibt es eine Weisheit, nämlich ganz simpel: "Du musst auf dein Herz hörn". Egal ob es jetzt um Fremdgehen, Drogen oder Gewalt geht. Dieser Rat beschert Sido einen Einstieg auf der 22.
Auf der 30 gibt es einen etwas seltsamen Wiedereinstieg. Zumindest fehlen mir schlüssige Erklärungen. Die Ärzte kehren mit ihrer letzte Single "Lasse reden" noch einmal ganz stark zurück. Dass der Titel nach wie vor im Radio hoch und runter läuft, zeigt deutlich seine Beliebtheit. Warum aber jetzt so ein Schub nach oben stattfindet ist nicht ganz einleuchtend. Das letzte Mal war "Lasse redn" am 19. September auf der 95 gesichtet worden, als nämlich die dreimonatige Sperrfrist abgelaufen war. Mit dieser Woche ist "lasse redn" also in der 11. Woche in den deutschen Charts präsent. Der letzte Titel der Ärzte, der länger als 10 Wochen notiert war, war "Manchmal haben Frauen ..." Ende 2000. Der schaffte es immerhin 15 Wochen. Spitzenreiter der Liste ist "Schrei nach Liebe" aus dem Jahr 93 mit 32 Wochen.
Ebenfalls wieder drin von den Ärzten ist auf der 73 ihr letzter Nr.1 Hit "Junge". Vor genau einem Jahr stieg die Vorabsingle zum "Jazz ist anders"-Album direkt auf der Spitzenposition ein.
Zwei Ereignisse dürften Freunde der Ärzte derzeit mehr interessieren als die Verkaufszahlen von alten Titeln. Zum einen gibt es seit heute die neue Single des Farin Urlaub Racing Teams (FURT) "Nichtimgriff" zu kaufen. Das Album "Die Wahrheit übers Lügen" folgt am 31. Oktober. Zum anderen wird erzählt, dass Die Ärzte die Eins Live Krone 2008 für ihr Lebenswerk erhalten sollen.
Auf der 35 dann ein Neuzugang, der mir besonders Freude macht. Vor zwei Wochen habe ich bereits über die Zusammenarbeit zwischen Alicia Keys und Jack White von den White Stripes anlässlich des neuen James-Bond-Films "A Quantum Of Solace" geschrieben. Nun steigt der etwas spröde Track "Another Way To Die" als Digital-Only in die Charts ein. Die Veröffentlichung der CD-Version wurde von Sony BMG auf den 24. Oktober verschoben, eine Woche vor dem offiziellen Filmstart. Nach mittlerweile mehrfachem Hören kann ich nur sagen: ein großartiges Stück Pop, welches absolut süchtig macht und trotzdem ist es enorm schwierig, das Ding als Ohrwurm zu bezeichnen. Am beeindruckendsten finde ich, dass Alicia Keys so gar nicht mehr nach der verträumt melancholischen Klavierspielerin klingt. Obendrein ist das Video zum Track absolut ansehenswert. Für mich eine sehr zeitgemäße Variante des Agentenspektakelsounds.
Für die Statistik-Fans noch zum Vergleich: Der letzte Bond-Titeltrack "You Know My Name" von Chris Cornell stieg im Dezember 2006 auf der 22 ein und kletterte Anfang Januar 2007 bis auf die 15. Das könnte für Alicia Keys und Jack White durchaus zu schaffen sein.
Der letzte Neuzugang in der oberen Hälfte der Charts kommt von Eric Prydz. "Pjanoo" hat es vor einigen Wochen in Großbritannien überaschenderweise bereits bis auf die Position 2 gebracht. In Deutschland hats ne Weile gedauert, bis die CD in den Läden stand - jetzt ist sie da und landet auf der 38. Für den schwedischen DJ der vierte Chartaufenthalt. Unerreichbar zur Zeit sein Nr.1-Hit von Ende 2004 "Call On Me".
Im Longtail unterhalb der Position 50 tummeln sich weitere Neueinsteiger. Auf der 52 die dritte Auskopplung aus dem Udo Lindenberg-Album "Stark wie zwei" mit dem Titel "Was hat die Zeit mit uns gemacht". Auf der 62 neu die Vorab-Single "Dumm aber schlau" zum gleichnamigen Album von Das Bo. Wer die Melodie erkennt kriegt die 1000 EUR aus dem Video. Gleich darunter auf der 63 das Deutschland-Debüt der US-Rockband The Last Goodnight "Pictures Of You", in Amerika kam die Single schon vor einem Jahr raus. Auf der 83 entert Clueso mit "Niemand an dich denkt" die Liste und die 86 gehört leider leider Den jungen Zillertalern und "So a schöner Tag (Fliegerlied)", während sich das Original von DONIKKL um einen Platz nach oben auf die 24 schiebt.
Wieder rein geht auch Olaf Henning mit "Cowboy und Indianer", dies der fünfte Anlauf für diesen Karnevals-Mallorca-Gassenhauer, der es Anfang des Jahres schon bis auf die 6 gebracht hat. Der "Jungfrauenchor", das neue Werk von Olaf Henning rutscht in dieser Woche von der 35 uf die 44. Leider wahrscheinlich aber noch lange nicht das Ende ... Weitere Rückkehrer sind Stefanie Heinzmann auf der 91 mit "Revolution" und Deichkind nochmal (insgesamt der fünfte Anlauf) mit "Remmidemmi", insgesamt bereits die 17. Woche.
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