Und noch einmal kann ich schreiben:
David Guetta ist der Mann der Woche. Am 4. September hatte das Video zu
Sexy Chick Premiere, und schon in der Woche davor avanciert der Titel mit
Akon als Sänger den höchsten Aufsteiger der Woche, es geht von der 9 auf die Position 2, wo er sich selber entthront.
When Love Takes Over, der Überflieger mit
Kelly Rowland rutscht von der 2 auf die 4. In Großbritannien schafften es beide Singles ja bis auf Platz 1, hier muss er (zumindest vorerst) mit der Vizeposition vorlieb nehmen. Mit nunmehr 14 Top 10 Wochen zieht er gleich mit
Emilíana Torrini (
Jungle Drum fällt von 5 auf 7) und gehört damit zu dem erfolgreichen Dutzend KünstlerInnen, die das im Jahr 2009 bisher vollbracht haben. Aber im Grunde ist sowieso ist alles Zucker für den DJ aus Frankreich. Und auch Akon hat mit
Sexy Bitch ordentlich Grund zu feiern, denn er kehrt nach mehr als 4 Jahren wieder zurück ganz an die Spitze.
Sexy Bitch ist nunmehr sein bestplatzierter Titel nach seinem Nr.1-Hit
Lonely, welcher zwischen Mai und Juli 2005 ganze acht Wochen der bestverkaufte Titel war. Auf seiner Webpage kündigt David Guetta gerade seine nächste Single an mit dem Titel
GRRRR. Es könnte für ihn also auch noch ein heißer Herbst folgen.
David Guetta auf der 2 , das heißt die alte Nr.1 ist die neue Nr.1:
Marit Larsen beherrscht weiterhin den Verkauf. In einer dritten Woche steht
If A Song Could Get Me You ganz oben auf der Liste. Ihr gleichnamiges Album muss in dieser Woche in den Album-Charts einen Platz abgeben und landet auf der Position 7. Gerade war auch ihr erster Auftritt im deutschsprachigen Raum, nämlich bei westwind 09 in Salzburg. Und passend dazu erklimmt sie auch in unserem Nachbarland nach einer Woche Pause erneut die Spitze. Es sieht also nach wie vor gut aus für Marit Larsen – nur ich habe langsam das Gefühl, dass ich eine Überdosis bekommen. Dafür kann ich aber
Is It Love von ihr immer mehr leiden … vielleicht mal ein Anspieltipp …
Die Spitzengruppe wird komplettiert durch
Gossip, die mit
Heavy Cross nochmal einen Platz zulegen können und in ihrer zwölften Chartwoche nun erstmals unter den ersten drei stehen, nämlich auf der 3. Und für diesen Erfolg dürfte wohl auch der Auftritt bei Stefan Raab verantwortlich gemacht werden können. Es tut sich also etwas am oberen Ende der Charts, und ich vermute, dass sich dieser Trend auch nächste Woche fortsetzen wird.
Ganz ganz oben spielen sie im Single-Bereich zwar keine Rolle, aber unter den ersten 20 sind sie nach wie vor regelmäßig zu finden, die
Söhne Mannheims. Ihre zweite Auskopplung aus dem Album
Iz On heißt
Ich wollt nur deine Stimme hörn, ein zärtlich stilles Lied, fast mit ein paar Folk-Anklängen (mich erinnert’s so ein bisschen an Irland), der Text eine richtig romantische Liebeserklärung in dem mich dieses eine mal nur das Wort ”auferstehen” stört. Aber insgesamt ein eingängiges Lied, fast unangestrengt, das gefällt mir besonders. Und zum Start landet die Single als höchster Neueinstieg auf Platz 14 und damit sogar noch einen Platz besser als der Vorgänger
Iz On.
Bevor zu den anderen neuen Cds der Woche kommen, ist es mir eine Ehre, an dieser Stelle noch einmal
La Roux zu feiern. Wie schon erwähnt, in den wirklich coolen Geschäften und Cafés gehört
Bulletproof momentan zum MUSTBE. Und offensichltich sind auch Deutschlands MusikkäuferInnen von dem Duo überzeugt,
Bulletproof klettert in der dritten Chartwoche in die Top 20, von der 24 geht es auf die 19. Toll!
In der vergangenen Woche habe ich über eine Flut von neuen deutschen Produktionen schreiben können. Und auch in dieser Woche geht es den Veröffentlichungen aus Deutschland im Schnitt wesentlich besser als den internationalen Veröffentlichungen. Die Söhne Mannheims liefern den erfolgreichsten CD-Start der Woche 28. August bis 3. September, und gleich dahinter folgt
Bushido produziert Sonny Black & Frank White. Dieses Duo ist kein unbekanntes in Deutschland, 2002 traten sie auf die Bildfläche mit dem Album
Carlo, Cokxxx, Nutten, welches auf
wikipedia als ”eines der einflussreichsten Alben des deutschsprachigen Gangster-Rap” bezeichnet wird. Die Zusammenarbeit zwischen Bushido und
Fler (denn niemand anderes ist Frank White) sollte mit einem Teil 2 im Jahr 2004/05 fortgesetzt werden, aber dann kam es zum Streit zwischen den beiden Rappern und statt Frank White war dann
Saad zu hören. All das ist mittlerweile Geschichte. Bushido und Fler haben sich ausgesprochen und ihre neue Freundschaft offiziell besiegelt, indem sie sich in ihren myspace-Auftritten gegenseitig als Freunde auf Platz 2gelistet haben. Tja, und nun gibt es auch das musikalische Freundschaftszeugnis:
Carlo, Cokxxx, Nutten 2 – dieses mal tatsächlich unter dem Label Sonny Black & Frank White. Soweit also zum Rap-Gossip. Musikalisch gibt es als Appetitmacher auf das Album seit 28. August die Single
Eine Chance / Zu Gangsta. Das ist dann also Gangster-Rap aus Deutschland, harte Männer die ihr Schicksal beschreiben, aber eigentlich ist alles was da so passiert von außen erzwungen oder das System ist schuld. Immerhin gibt es auch ein oder zwei fast zärtliche Zeilen, wenn sich beide Rapper dann mehr oder weniger direkt eingestehen, dass sie sich ja irgendwo doch lieben. Aber hallo, dürfen jetzt auch Machos (sogar aus arabischen Kontexten) weiche Seiten haben? Da passiert ja direkt was in der Szene. Musikalisch spiegelt sich das nicht unbedingt wieder, da passiert nicht allzu viel überraschendes. Das Comeback der beiden Rapper kann in Deutschland ganz gut punkten. media control meldet in der Woche der Veröffentlichung Platz 26. Für beide ist es der jeweils dritte platzierte Titel im Jahr 2009. Bushido kann nicht wirklich an das anschließen, was Ende letzten Jahres mit
Für immer jung als Vorgabe da steht (die Digital-Single
Kennst du die Stars mit
Oliver Pocher tu ich an dieser Stelle mal als irregulär ab). Fler dagegen hat mit diesem Titel für dieses Jahr erstmal eine Bestplatzierung eingefahren.
Musik aus Deutschland, das heißt dann recht oft auch Schlager/Gassenhauer/Mallorca-Hit. Es vergeht kaum eine Woche, in der nicht irgendeine Produktion aus dieser (sehr weiten) Schublade, die Charts entert. In dieser Woche meldete sich beispielsweise ein Urgestein aus den 80ern zurück.
Christian Franke hatte 1981/82 drei veritable Hits. Mit
Ich wünsch dir die Hölle auf Erden erreichte er damals sogar die Top 10 und kam bis auf Platz 7. Dann war es mehr oder weniger still um ihn, bzw. gelang ihm kein Anschluss im kommerziellen Sinne. Produktionstätigkeiten und Anfang der 2000er ein versuchtes Comeback … so weit die Story. In diesem Jahr nun legt er mit
Geh nicht fort (Guardian Angel) erneut einen Versuch vor. Und diesmal funktioniert die Rückkehr in die Liste. Warum, das frage ich mich an dieser Stelle ganz ernsthaft. Der Titel klingt unglaublich Oldschool und unzeitgemäß, das hätte porblemlos so auch 1983 erscheinen können und wäre da schon nicht besonders innovativ gewesen. Auf der CD gibt es natürlich auch zwei Dance-Versionen, die per Beat immerhin verraten, dass es sich um ein Produkt der Jetztzeit handelt. Offensichtlich gibt es aber doch eine zumindest kleine Käuferschicht, welche genau diesen Sound (ihrer Jugend?) sucht. Knapp 30 Jahre gab es einfach nicht, muss auch eine schlimme Zeit gewesen sein … ich für meine Teile wünsche mich nicht in die Anfangs-80er zurück. Nun … Christian Franke also ist wieder da, nach mehr als 26 Jahren Chartabstinenz auf Platz 90. Im Jahr 209 war allerdings schon ein Künstler länger nicht mehr notiert:
Chris Andrews nämlich war fast 40 Jahre nicht in der Liste präsent bevor er sich in diesem Jahr in Kooperation mit
Tobee und
Pretty Belinda – Schlauchboot wieder in Szene setzen konnte.
Natürlich gibt es auch ein paar internationale Musikproduktionen in dieser Woche abzufeiern. Am erfolgreichsten schneidet dabei Material aus den USA ab, und von da ein kleines All-Star-Project.
Keri Hilson legt als zweite Auskopplung aus ihrem Album
In A Perfect World … die Kollaboration mit
Kanye West & Ne-Yo Knock You Down vor. Produziert wurde der Titel von
Danja und er ist richtig gut, jedenfalls wesentlich charismatischer als der Vorgänger
Return The Favor mit Mentor
Timbaland. In den USA und Großbritannien wurde
Knock You Down dementsprechend mit Platz 3 bzw. 5 auch der erfolgreichste Track von Keri Hilson (in welchem sie als Lead-Artist auftritt). In Deutschland sieht es dagegen ein wenig anders aus. Zwar – wie schon angeführt – ist es die erfolgreichste nicht-deutsche Produktion der Woche, aber Platz 30 zum Start liegt doch eindeutig hinter dem Ergebnis von
Return The Favor (Platz 21).
Kanye West kann sich in dieser Woche gleich doppelt freuen. Denn nicht nur durch den Erfolg von Keri hilson steht er wieder einmal in den Charts – nein – auch bei dem neuen Track von
Kid Cudi gehört er zum Line-Up. Neben ihm durften auch
Common und
A-Trak jeweils einen Part zu
Make Her Say beitragen. Da gibt es jetzt also eine ganze Menge zu erzählen. Vielleicht zuerst mal zum Track selber: der ist nämlich frech, witzig, geil, einfallsreich ... und im
Afrojack-Remix sogar hypnotisch. In diesem Fall kann man nur sagen: viele Köche machen ein Supergericht. Und dass das Ganze dann beginnt mit einem
Lady GaGa-Zitat ist nochmal mehr großartig. Aus
Poker Face wird
Poke Her Face wird
Make Her Say … Ach, und die ganzen anderen Zitate und Anspielungen kann man gar nicht aufzählen … hört’s euch an, genießt es, seid glücklich. Kid Cudi legt mit diesem Track also einen ordentlichen Nachfolger zu
Day ’N’ Nite hin, dass im Remix von
Crookers im Frühsommer ja ordentlich einschlug und noch jetzt überall zu hören ist.
Make Her Say könnte auch so etwas wie ein Appetitmacher auf das kommende Album
Man On The Moon: The End Of Day sein, dass ab dem 15. September zu haben sein wird. Aber …
Make Her Say ist doch wirklich lediglich als Digitaltrack erhältlich. Schande! Und da kommt jetzt auch das große Dilemma. Denn, egal wie geil der track ist, er schafft es im Moment nur auf Platz 99. Oh oh, das würde ich mal ordentlich unterbewertet nennen. Und so kommt es also, dass Rapper Common mit seiner zweiten Chartperformance sogar noch schlechter abschneidet als beim ersten Mal (2007 stand er nämlich an der Seite von
Joss Stone für eine Woche auf der 96). Und der kanadische DJ A-Trak hat jetzt sogar sein Debüt auf der vorletzten Position. Ich sags nochmal: What a shame!
Kommerziell erfolgreichste nicht-deutsche Europäerin ist in dieser Woche
Stefanie Heinzmann. Die Schweizerin gehörte im vergangenen Jahr zu den erfolgreichsten Newcomern und war 2008 so gut wie dauerpräsent. Für den 11. September ist ihr zweites (eigentlich schon ihr drittes) Album angekündigt:
Roots To Grow. Und daraus gibt es jetzt die Single
No one (Can Ever Change My Mind. Aber, das was sich da im CD-Player dreht ist leider leider gar nicht wirklich neu. Stefanie klingt immer noch nach Stefanie Heinzmann, was an sich auch schön ist. Auch der Song selber ist nicht schlecht, nur eben … alles schon zur Genüge gehört . Im letzten Jahr. Schade, dass sich Stefanie Heinzmann nicht traut, doch den einen oder anderen Schritt zu gehen. Ihre letzte Single, die Cover-Version des
Metallica-Titels
The Unforgiven hatte da eigentlich mehr versprochen. Hmmm – Stefanie Heinzmann also wieder da. Platz 38 in der Woche der Erstveröffentlichung, ich würd sagen, das sind harte Fans, die alles kaufen, egal wie zeitgemäß das ist.
Wachsender Nachfrage sieht sich auch der Münchner
Bürgermeista gegenüber. In der letzten Woche war seine Single
Locker Macha auf der 64 eingestiegen. Natürlich wurden dadurch diverse Medien auf den Titel aufmerksam und übernahmen ihn in ihre Playlists. Auf Bayern 3 zum Beispiel stieg der Titel direkt auf Platz 4 der ”Schlager der Woche” ein. Die anderen bundesdeutschen Radios zögern da noch ein wenig, aber ich schätze, das wird sich rasch ändern, denn
Locka Macha geht wirklich ins Ohr. In dieser Woche steigt der Titel in den media control-Charts von der 64 auf die 39.
Tja und was gab es sonst noch so an aktuellen Ereign issen? Zum Beispiel startet(e) ab 12. September die dritte Staffel der Disney-Serie
Hannah Montana auf Super RTL. Rechtzeitig zum Start der Free-TV-Premiere gibt es auch eine CD-Single von eben Hannah Montana. Ganz selbstbewusst ist diese
Supergirl betitelt und drin steckt ein ordentlicher Tennie-Rock-Song. Vielleicht ein bisschen zu sehr amerikanisch, aber dafür kommt es ja auch von Disney. Für die Kunstfigur ist dies die zweite Single in den Charts und mit Platz 42 das beste Ergebnis jemals.
Miley Cyrus, welche hinter der Figur steckt, hat bereits fünf weitere Titel auf ihrem Konto stehen und war vor ziemlich genau einem Jahr mit
7 Things sogar schon unter den ersten 20 platziert.
Zu den Ereignissen mit den größten Auswirkungen auf den Musikkonsum gehört die Veröffentlichung der neuen
KONTOR. Top of the Clubs-Compilation. Es ist die vierte für 2009 und wiedereinmal hat das Label alles das versammelt, was so momentan auf den Dancefloors läuft. Der Paketpreis für die Gesamtzusammenstellung mit 40 Titeln beträgt bei amazon knapp 10 EUR. Aber eine Menge Leute haben offensichtlcih keine Lust auf das komplette Paket und picken sich lediglich ihre Lieblingseinzeltracks heraus. Und das sieht dann so aus, dass sich eine Reihe von Dance-Tracks in dieser Woche in die Liste mischen.
Deutsche Produktionen spielen dabei eine entscheidende Rolle. Seit einiger Zeit treibt zum Beispiel mal wieder
Michael Mind sein Unwesen auf den Dancefloors des Landes. Seine Version von
Gotta Let You Go hat es bereits bis in die Top 10 der DJ-Playlist geschafft und ist nun auch auf CD erhältlich (auf der KONTOR-Compilation ist es der Eröffnungstitel). Das Original stammt von dem Projekt
Dominica, die damit ihren einzigen Hit einfahren konnten. Ursprünglich erschien der Titel 1994 auf Outland records. Mehr oder weniger wurde der Titel ein Hit im damaligen House-Underground und schaffte es auf zahlreiche Kompilationen. Im Jahr 2000 wurde dann das Ganze nochmal aufgelegt, ein bisschen aufpoliert und dann ging es auch in die deutschen Charts, immerhin bis zum Platz 81. Nun hat also Herr Kindervater alias Michael Mind den Track nochmal neu arrangiert und einen 2009er Clubtrack draus gemacht. Nicht wahnsinnig aufregend, im Club funktionierts allerdings offensichtlich ganz gut. Platz 58 in der ersten Woche nach Veröffentlichung, immerhin die höchste Platzierung jemals für diesen Titel und Michael Mind pirscht sich zum dritten Mal in diesem Jahr an die Position 50 heran.
Einen zweiten Titel für 2009 lanciert der Schweizer DJ
David May. Nachdem er im Frühjahr mit
Superstar schon mal auf sich aufmerksam machen konnte, meldet er sich nun zurück mit
I’ll Be Watching You. Dabei handelt es sich mehr oder weniger um eine Coverversion von
Every Breath You Take mit welchem
The Police 1983 ihren einzigen Top 10-Hit in Deutschland einfahren konnten. Damals landete der Titel auf Platz 8. Zum Klassiker wurde der Titel allerdings erst durch
Puff Daddy feat. Faith Evans & 112, die das Gitarrenintro für ihren Hit
I’ll Be Missing You benutzten und damit 1997 einen weltweiten Nr.1-Hit feiern konnten. Die Version 2009 heißt bei David May nun ganz ähnlich, nämlich
I’ll Be Watching You und für den Gesangspart verpflichtete er den Sänger
Kelvin Scott. Über den habe ich aber leider gar nichts herausfinden können. Die Produktion selber … nun ja, auch dies ist ein wieder recht durchschnittlicher Mix, alles dabei was 2009 gang und gäbe ist, es schrammelt schön vor sich hin, der wirklich einmalige Kick bleibt aber aus. Der Titel ist nur bei Kontor und nur in digitaler Version erhältlich und krabbelt in den verschiedenen DJ-Listen zwischen den Plätzen 25 und 50 herum. Für den 18. September sind weitere Remixe angekündigt, da könnte es dann nochmal in der Nachfrage einen Schub geben. Derweil steht David May in der media control-Liste auf der Position 63, nicht soo schlecht für einen reinen Download-Titel.
Ebenfalls einen zweiten Hit als Solo-Produzent (nach Erfolgen mit
Master Blaster oder auch den
Vinylshakerz) landet momentan der Dortmunder DJ und Produzent
Rico Bernasconi. Anfang des Sommers war er mal ganz kurz mit
Love Deep Inside präsent. So ganz richtig wollte es zumindest in den Verkäufen aber nicht nach vorn gehen. Eine Woche auf der Position 90 war schon alles. Seit 21. August gibt es nun bei seinem Label Starshit rec.
Cruel summer, ein Remix des Hits von
Ace Of Base aus dem Jahr 1998. Das Original ist allerdings noch ein wenig älter. Es stammt nämlich aus dem Jahr 1983 und wurde von einer der ersten Girlgroups, nämlich von
Bananarama gesungen. Diese Version schaffte auch die bislang erfolgreichste Platzierung des Titels, es ging nämlich bis zum Platz 24. Die neue Version arbeitet nur vorsichtig mit dem aktuellen Schrammelsound, das ist ganz schön. Platz 69 nach dem Start als Download-Titel in den media control-Charts und für Ace Of Base nach mehr als 6 Jahren der erste offizielle Hit wieder in den Charts.
Ein Mini-Sommerhit war 2009 auch
Rockstroh mit
Licht. Und die Euphorie geht weiter. Immer noch hört man hier und dort den Titel (dessen Text ich immer noch für reichlich beknackt halte). Tja, und also geht’s dann als Teil der KONTOR-Compilation auch mal wieder rein in die deutsche Liste, denn die neun Wochen sind noch nicht voll. Aktuell auf Platz 86 – seit Ende Juni war Rockstroh nicht mehr so hoch platziert und wir können davon ausgehen, dass in dieser Woche vor allem der Michael Mind-Remix seine Käufer gefunden hat.
Wenn wir über Dancefloor reden, dann gehört einer im Moment unbedingt dazu: der niederländische DJ
Fedde le Grand. Im vergangenen Jahr lieferte er in Zusammenarbeit mit
Ida Corr DEN Clubtrack schlechthin:
Let Me Think About It. Ein Dauerbrenner, der auch in diesem Jahr noch gerne mal in den aktuellen Listen auftaucht. Fedde le Grand besticht in seinen Produktionen, dass sie auf gängige Sounds auch gern mal verzichten. Trotzdem sind sie jeweils absolut zeitgemäß und treffen die Stimmung des Augenblicks meist sehr genau. Für viele scheint das allerdings zu anspruchsvoll. Nach
Let Me Think About It schaffte es bisher kein Titel so richtig, sich bei den Massen durchzusetzen. Im Sommer 2008 war es
The Creeps, welches nicht weiter als bis Platz 82 kam, im Juni diesen Jahres stand das großartige
Scared Of Me zwei Wochen lang in der Liste, ebenfalls nicht höher notiert als Platz 80. Der neue Track heißt
Let Me Be Real, und wieder ist es eine Zusammenarbeit mit dem Sänger
Mitch Crown. Wie es sich für einen ordentlichen Clubtrack gehört, gibt es verschiedene Mixe, bestechend ist zum Beispiel der von
Piticu’, der einen hypnotischen Beep mit zurückgenommenem Schrammelsound kombiniert , ein paar Filtervocals einsetzt und auch nicht mit 80ies Apeal spart. Tolle Mischung! Laut
Homepage des Künstlers gibt es
Let Me Be Real seit 31. August auf Tonträger, in den einschlägigen Versandhäusern habe ich allerdings keine Cds oder auch Vinyls gefunden. Gehe ich also davon aus, dass es sich um eine Digitalveröffentlichung handelt. Plus Platz auf der KONTOR-Compilation geht es mit den Online-Umsätzen auf Platz 89 in die Auswertung. Ich wünschte mir noch eine ganze Menge Positionen mehr. Vielleicht generiert ja die für den 14. September angekündigte Veröffentlichung des Albums
OUTPUT noch ein wenig mehr Interesse für den Einzeltrack.
Genug Clubsound, genug KONTOR-Effekt: Aus der VIVA-Rotation kennen wir die schwedische Band
Lovestoned. Sie haben sich einen Titel der österreichischen Band
Rising Girl aus dem Jahr 2005 genommen und in einen Pop-Raggea-Sommersong verwandelt. Und so geht
Rising Girl denn nun auch in den Verkauf und in die Charts, auf Platz 54. Debüt für die Band … und ich sag mal: das war’s dann auch.
Zweite Singleauskopplung von
Metro Station. Der Titel heisst
Seventeen Forever und es schließt ziemlich genau da an, wo Vorgänger
Shake It aufgehört hat. Allerdings ist es nicht ganz so eingängig. Und so startet die Single dann auch nur auf Platz 61.
Und dann ist es mal Zeit für die Rubrik ”Moderne Klassiker”. Und in dieser Woche war es die zweite Folge der neuen
Popstars-Staffel, die uns den Klassiker der Woche bescherte. Da darf nämlich
Colbie Caillat die Wackelkandidaten coachen, selbstverständlich mit Songs, die sie selber bekannt gemacht hat. Die Wahl bestand zwischen ihrem aktuellen Hit
Fallin’ For You, der dann auch sofort nachgefragt ist und von der 20 auf die 16 steigt – neuer Bestwert – , oder die Kandidat_Innen versuchen sich an dem Top 10-Hit
Bubbly aus dem Jahr 2007. Und dieser steigt dann in dieser Woche auch wieder ein in die media control-Liste und landet auf der 72.
Erfolgreichster Dauerbrenner in jeder Hinsicht ist und bleibt
Peter Fox. Nach wie vor treibt sich sein
Haus am See als erfolgreichster Titel in den Charts herum. Es geht in dieser Woche noch einmal einen Platz von der 34 auf die 33 nach oben, mittlerweile in der 46. Woche hintereinander notiert. Und nach dreimonatiger Zwangspause entert nun auch wieder seine letzte Single
Schwarz zu Blau die Liste. Im Februar, nach dem Sieg bei Stefan Raabs Bundesvision Song Contest, war der Titel bis auf Platz 3 gestiegen, die höchste Platzierung, die Peter Fox überhaupt erreichen konnte. Nun ist
Schwarz zu Blau wieder drin auf Platz 75, und es ist immer noch ein mitreißender Titel. (Auch unbedingt mal ausprobieren den
Dem Bwoy Deh Riddim Remix!
Auch zurückkehrend aus der Zwangspause
Amy Macdonald. Ihr Hit
This Is The Life befand sich vor genau einem Jahr noch auf langsam steigendem Kurs und belegte Platz 6 in der Hitliste. Ganze 46 Wochen war der Titel notiert, ehe er am 12. Juni zum vorerst letzten mal auftauchte. Und nun kehrt er zurück und steht auf Platz 77. Nach langer Pause diesen modernen Gassenhauer mal wieder zu hören ist sogar ganz schön.
Moderne Klassiker, Evergreens … dazu gehört im Moment auch der fast komplette Back-Katalog von
Michael Jackson. Ja, auch zweieinhalb Monate nach seinem Tod, ist die Trauer um den King of Pop noch groß und seine Hits gehören in jedes wohlsortierte Radioprogramm und offensichtlich auch noch auf eine Menge von iPods und mp3-Playern. In der vergangenen Woche waren es immerhin noch acht Titel, die sich unter den umsatzstärksten 100 Titeln behaupten konnten, zwar alle in der unteren Hälfte der Liste, aber immerhin. Diese acht Titel sind nun mit dieser Woche nicht mehr notiert, da sie neun Wochen lang platziert waren und die letzten beiden Wochen eben unterhalb der Position 50 standen. Und die chartregeln besagen, dass diese Titel für die kommenden drei Monate aus der Wertung genommen werden. Damit gibt es etwas Luft und … ja, andere Michael Jackson-Songs, die schon vorher die Auflistung verlassen hatten, kehren wieder zurück in die Charts. Als bester Titel schneidet dabei in dieser Woche
Will You Be There aus dem Jahr 1993 ab. Zur Rekapitulierung: dieser Titel war die achte Singleauskopplung aus dem Album
Dangerous und schaffte trotzdem noch eine beachtliche Platzierung auf der 12. Er war unter anderem im Soundtrack zu
Free Willy zu hören. Nun kehrt
Will You Be There also noch einmal zurück und steht in der 30. notierten Woche auf Platz 93.
Der zweite Titel, der von Michael Jackson zurückkehren kann, ist
Black Or White. Auch dieser stammt aus dem
Dangerous-Album, genauer gesagt war es sogar die Single, welche vorab ausgekoppelt wurde und Michael Jackson direkt in die 90er Jahre beförderte. In Deutschland erreichte der Titel 1991 die Position 2. In dieser Woche wird er noch einmal notiert auf der 95 und schon in der nächsten Woche wird er nicht mehr dabei sein, denn in diesem Sommer ist es die neunte Woche, die der Titel gezählt wird. Insgesamt kann
Black Or White auf 33 Chartwochen verweisen.