Well – after a few months break I am back again with some very subjective words about what's going on in Germany's music market.
First of all: Israel "IZ" Kamakawiwo'ole is still on top with his version of Over The Rainbow. Well – it's his 7th week on top and he is now joining Yolanda Be Cool & DCUP as the track most noted at the very top in 2010. The question now is: will IZ be the track with the highest sales performance next week too? Or will the strongly rising Empire Of The Sun overtake him with We Are The People newly discovered by a lot of people cause of its use in a commercial spot for a mobile company and jumping 22 – 3 this recent week. Rihanna's Only Girl In The World seems to be the everlasting runner's up position track.
Best CD Starts
This week's (sales start at Friday 5th of november) winner is Raise Your Glass by P!NK. The track is taken from her upcoming Best Of-Album and serves the crowd with well known sing-along pop rock. It immediately starts its chart run at nr.5 - highest position since Sober invaded the list almost exactly two years ago and the first top 10 hit after one and a half year.
With only a few sold units less the new Shakira Loca enters the market and the charts. The track was taken from her new album Sale El Sol which entered the album charts a few weeks before. As P!NK the Columbian star is one of the most successfull artists in Germany. The actual battle of their recent tracks mirrors the stand of their commercial success. Well Shakira has four Nr.1 singles under her belt but P!NK leads the statistic with 13 Top 10 hits (three more than Lady Shakira).
The real winner of Loca is small credited British grime star Dizzee Rascal. Accompanying already with Armand Van Helden or Calvin Harris he did not manage it to become a proper music star in Germany. Let's take a look into the British charts. There Dizzee Rascal is one of the hottest artist in the moment counting six(!) Nr.1 hits on his merits, two of them plus a proper nr.2 hit alone in 2010. Finally he gots here some more attention and you could cross your fingers that Loca could be the start for a coming carreer as a main artist here too.
"Looser" of the week are - hmmm - Take That. The 90s super boy group are reunited! But nobody really cares. The collaboration between Robbie Williams and Gary Barlow already failed a few weeks before entering the top 10. Now the proper first single of the group in their original cast miss the top 10 also. The Flood only manages to enter the charts at 12. Even worse - in their home country the United Kingdom they miss the nr.1 slot. British chart commentator James Masterton resumed in a very good way the rise (and fall) of the reunited superstars.
Well - in Germany Take That never made such an astonishing impact. They only had two nr.1 singles and three others entering the German top 10. Complained with that The Flood performs not that bad. It is indeed the best selling track of the band since they reappeared (without Robbie) in 2006.
Robbie Williams alone is much more beloved in Germany. Three nr.1 tracks and nine other tracks entering the top 10 is a clear statement. So maybe he should as soon as possible leave his mates again and release some new solo stuff.
OK - these are the very new CDs in this week. Not bad. We had a very long time in which only a few tracks made it new to the top 20 or higher. Maybe this new occupation means that we can expect some more movement the next few weeks until shortly before Christmas which is in Germany usually a very quiet time - even in music business.
Showing posts with label Robbie Williams. Show all posts
Showing posts with label Robbie Williams. Show all posts
Jahresendstimmung in den Charts
Die Charts vom 18. Dezember liegen vor, beziehen sich auf den Auswertungszeitraum 4. bis 10. Dezember, und es ist deutlich zu spüren: das Jahresende rückt heran. Die Indizien sind ausbleibende Megaveröffentlichungen – das ist ja in Deutschland irgendwie immer ganz anders als zum Beispiel in Großbritannien, wo die Weihnachtswoche nochmal richtig genutzt wird für Superstars, die dann in wenigen Tagen die besten Umsätze des Jahres einfahren. Und dann ist ein Trend zu beobachten von noch mal erstarkenden Hits des Jahres, da sind also die Jahresrückblicksshows im Fernsehen ordentlich am Einheizen und generieren zum Ende nochmal eine ordentliche Nachfrage. Naja, und die anstehenden Weihanchts- und Silvesterparties wollen schließlich auch musikalisch proper bestückt sein. Wer will jetzt schon Neues Zeug hören?
So gibt es in den Top 10 nicht allzu viel markante Bewegung. Am stärksten können sich Gossip verbessern, von der 9 geht es nochmal auf Platz 6 für Heavy Cross. Mit mittlerweile 22 Wochen in den Top 10 (fast ein halbes Jahr!) ist Heavy Cross gleich mal der beständigste Hit des Jahres 2009. … Und alle die jetzt mitgerechnet haben, werden sofort aufschreien: Aber Poker Face hat doch 23 Wochen unter den ersten 10 ausgehalten! Richtig. Also sind Gossip tatsächlich momentan nur die Nr.2 in Sachen Top 10-Aufenthalt für einen einzelnen Titel. Aber eine Woche kommt ja noch, und da haben sie die Chance gleichzuziehen …
Mit dem Überhit im Gepäck haben es die Nachfolger natürlich absolut schwer, sich durchzusetzen. So steht Love Long Distance eigentlich schon seit September in den Startlöchern, zumindest lief es seitdem in den Radios hoch und runter. Aber irgendwie traute sich das Label noch nicht, den Titel zu veröffentlichen. Bis jetzt hat es gedauert … und die Taktik ist nicht wirklich aufgegangen: Love Long Distance startet auf Platz 44 nach kompletter Veröffentlichung auf CD. Das bedeutet wohl, dass nur eingefleischte Fans diesen Titel wirklich wahrnehemen. Und das ist wirklich schade.
Erwähnenswert in Sachen Top 10-Bewegungen vielleicht auch noch einmal Xavier Naidoo. Der deutsche Heilsverkünder schliddert mit Alles kann besser werden seit nunmehr acht Wochen zwischen Platz 6 und 11 herum. In der letzten Woche gings für das Lied mit der Spielkastenmelodie raus aus den oberen 10, diese Woche ist es nochmal Position 10. Wahrscheinlich geht’s um die heiligen Tage herum gleich nochmal ein Stück höher … schließlich schneit es ja auch so schön im Video und wünaschen soll ja manchmal auch ganz schön sein.
Und wenn wir schonmal bei den Weihnachtssongs sind. Klar ist das Thema mit Heranrücken des Festes ein wachsendes Thema. Klassiker Last Christmas in der Version von Wham! klettert unaufhörlich und entert doch jetzt die Top 20. Platz 18, von der 24 kommend, das ist jetzt nur zwei Positionen unter dem Bestwert der letzten Saison. Also doch kein Ende der ewig gleichen Soundtracks in Sicht. Ob es nochmal für eine Top 10-Platzierung reicht?
Anfangs hab ichs erwähnt: es kehren eine Menge Hits der vergangenen Monate zurück, oder verzeichnen nochmal eine erhöhte Nachfrage aufgrund der allerorten präsenten Jahresrückblicke. Mit ganz wesentlichem Einfluss dabei vor allem “Die Ultimative Chart Show” mit Oliver Geißen, die am 4. Dezember die erfolgreichsten Hits 2009 präsentierte. Mit Stand 20. November wurden da also schon die Top 50 des Jahres abgespult und auf Platz 5 landet Marit Larsen mit If A Song Could Get Me You. Als Live-Act war sie auch geladen und prompt geht es für den Ex-Nr.1-Hit Platz 28 hoch auf die 19. Mittlerweile in der 20. Woche dudeln die Radios den Titel immer noch fast zu Tode und es richtig schön, wenn man mal ein paar Wochen nicht mit If A Song Could Get Me You konfrontiert war und den Titel dann wieder hört … wow, der hat wirklich Qualitäten! – By the way: eine neue Single ist mit Under The Surface für den 5. Februar angekündigt. Ein schweres Erbe, würd ich sagen.
Platz 3 in der Jahresauswertung geht an Cassandra Steen feat. Adel Tawil mit Stadt. Und auch sie dürfen bei Oliver Geißen auftreten, erhielten aber während des Auswertungszeitraums reichlich weitere Medienunterstützung. Zum einen war Cassandra Steen bei Johannes B. Kerners Jahresrückblick auf sat.1 (4.12.) als Live-Act dabei, zum anderen durfte sie im Popstars-Halbfinale am 8. Dezember anwesend sein. Stadt, das im Sommer für acht Wochen lang die Nummer 2 belegte, ist mittlerweile in der 28. Woche in den Charts und hüpft mit dieser medialen Superpräsenz noch einmal von der 55 auf die 34.
Und auch für Cassandra Steen fällt das Zurückschauen mit einer weiteren Veröffentlichung zusammen. Während vor einem Monat noch ihre ganz eigene Single glaub ihnen kein Wort kurz durch den Verkauf geisterte, steht genau jetzt eine weitere Kollaboration der Sängerin als CD in den Läden. Für die Synchronisation des Disney-Streifens “Küss den Frosch” (The Princess And The Frog) lieh Cassandra Steen ihre Stimme der Hauptfigur und stand für den Soundtrack zur Verfügung. Start des Films war der 10. Dezember … die Single Never Knew I Needed war bereits eine Woche vorher im Verkauf. Ne-Yo und Cassandra Steen die Interpreten, und wie bei dem Namen Disney schon zu erwarten: Das was uns von den beiden da erreicht ist eine wimmernd soulige Schmonzette, massenkompatibel weichgespült, passt auch in jeden Kaufhaussoundtrack, R’n’B in der allerunverfänglichsten Ausprägung. Da können beide wesentlichprägnanter sein und irgendwie ist es nicht verwunderlich, dass der Titel auf Platz 64 mehr oder weniger versandet.
Zurück zur Jahresauswertung: auf der 2 im Jahr 2009 Jungle Drum von Emilíana Torrini, hätten wir doch beinahe vergessen, dass dieser Titel im Sommer für ordentliche acht Wochen alles im Griff hatte. Und dem allgemeinen Trend folgend, gibt es auch da nochmal erhöhte Nachfrage: Jungle Drum geht von 52 auf 46 – auch ohne Auftritt in einer vielgesehenen Fernsehshow.
Platz 1 bei Oliver Geißen und in Deutschlands Verkaufsauswertung – war es anders zu erwarten? – Lady Gaga mit Poker Face. Und dieser Hit des Jahre steht in der mittlerweile 41. Woche in den Charts, kann diese Woche sogar nochmal einen Platz von der 44 auf die 43 klettern. Ich sag mal: Monsterhit.
Nach oben geht es auch nochmal ordentlich für Cascada und ihren Sommerhit Evacuate The Dancefloor. Bei Oliver Geißen landen sie auf Rang 23 und dürfen Live auftreten, im aktuellen Verkauf macht das einen Sprung von der 59 auf die 36 aus. Sie sind mittlerweile in der 23. Woche notiert und Evacuate The Dancefloor ist nunmehr der erfolgreichste Hit des Projektes in ihrer gesamten Karriere.
Und dann sind da im unteren Feld der Charts eine ganze Menge an Titeln aus der Chartshow wieder mit dabei:
Zum Beispiel Silbermond mit Irgendwas bleibt, Anfang März für eine Woche die bestverkaufte Single in Deutschland, in der Jahresauswertung Platz 12 und Live in der Oliver Geißen-Show – macht aktuell einen Wiedereinstieg auf Platz 63, wobei auch just in dieser Woche die dreimonatige Sperrfrist zu Ende ging.
Auch die erfolgreichste deutsche Newcomerband Eisblume kann nach ihrem Auftritt als Platz 31 der Jahresauswertung mit Eisblumen noch einmal zurückkehren in die aktuelle Liste: Platz 70 gibt es für den Titel, mit dem sie im Februar bis zum Platz 3 klettern konnten. Ihr aktueller Titel Louise zusammen mit Scala taumelt dagegen von der 70 auf die 80.
Zu den Ereignissen des Jahres gehört irgendwie auch Alexander Rybak, der für Norwegen den Eurovision Song Contest gewann und mit Fairytale Platz 34 der Jahresauswertung belegt. Momentan schlagen die Wellen um ihn nicht mehr so hoch, da kommt ein Auftritt bei Oliver Geißen gerade recht und hievt auch Fairytale noch einmal auf die 74.
Auf Platz 78 kehren zurück James Morrison featuring Nelly Furtado mit Broken Strings – keine Ahnung warum genau … aber auch das mit Sicherheit im allgemeinen Rückschau-Fieber.
Auch zurück, wenn auch ohne Auftritte im TV, sondern weil die dreimonatige Sperrfrist abgelaufen ist, sind Flo Rida feat. Ke$ha mit Right Round. Im April ging es für den Titel bis Platz 4 und ganze drei Wochen konnte er sich dort halten. Insgesamt waren Flo Rida und Ke$ha 25 Wochen notiert … nun sind sie also wieder drin auf Platz 87. Der aktuelle Flo Rida-Track Jump zusammen mit Nelly Furtado rutscht von der 77 auf die 84.
Gleiches gilt für P!nk und ihr Please Don’t Leave Me. Drei Monate war Ruhe, jetzt steht der Hit Nr.3 aus ihrem Funhouse-Album noch einmal auf der 96. Da dürfte auch nicht mehr allzu viel kommen.
Fackeln wir schnell noch den Rest an Rückkehrern ab: Peter Fox, vielleicht der Mann des Jahres, schubst sich mit Schwarz zu Blau erneut hinein in die Umsatzliste – in der 23. Woche steht er auf Platz 89. Und der Titel mit dem alles begann, Alles neu, geht auch noch mal rein, auf Platz 97 in der 43. Woche. Eventuell wirkt hier noch die grade veröffentlichte Live DVD nach …
Rein – raus – rein – raus, so geht’s im Moment für Amy Macdonald. Die letzten Zuckungen von This Is The Life bringen sie in der 54. Chartwoche auf Platz 94.
Neue Single-Releases haben in der Woche 4. bis 10. Dezember keine so prägnante Rolle gespielt, obwohl es diese selbstverständlich gibt. David Guetta und die ärzte starteten am erfolgreichsten inden Verkauf. Dicht dahinter Single Nr.2 von Robbie Williams aus seinem Album Reality Killed The Video Star. Der Titel lautet You Know Me und es ist – ehrlich gesagt – schon ein nicht ganz einfach zu konsumierender Titel. Klassischer, beinahe Oldschool-Sound (irgendwo hab ich gelesen, dass You Know Me stark auf einem Titel namens Voilá von Francoise Hardy aus dem Jahr 1967 beruht), da reiht sich Robbie Williams also einmal mehr in die Reihe der großen Entertainer ein. Und so auch das Video: eine Adaption auf “Alice im Wunderland” und Robbie Williams ist es nicht zu peinlich komplette 4:30 min mit Hasenohrenkostüm umherzulaufen. Künstlerisch wertvoll würd ich sagen. Aber ist das wirklich aktuell relevanter Pop? Die Chartplatzierungen lassen da durchaus Zweifel zu: in Großbritannien ging es bis Platz 15, in Deutschland reicht es nach dem fulminanten Nr.1-Hit Bodies (in dieser Woche von 10 auf 11 fallend) nur noch für einen Platz 31. Und das ist schon ziemlich herb. Der letzte originale Robbie Williams-Titel, der so schlecht abschnitt war 2003 Sexed Up, welches allerdings auch die vierte Auskopplung aus dem Escapology-Album war. Insgesamt also eher schwierig.
Noch ein mehr oder weniger enttäuschendes Produkt stand am 4. Dezember von einem Superstar in den CD-Regalen. Mariah Carey legte bereits Anfang Oktober ihr neues Album Memoirs Of An Imperfect Angel vor und fällt damit ziemlich durch. Platz 27 in den Albumcharts – das haben sich Produzententeam, Plattenfirma und nicht zuletzt Mariah Carey selber vermutlich ein wenig anders gedacht. Nun zur Weihnachtszeit gibt es dann auch die erste (!) Single-Auskopplung (wieso eigentlich jetzt erst?) mit I Want To Know What Love Is. Das ganze ist ein schaurig schnulziges R’n’B-Cover des Hits von Foreigner, der ihnen 1983 ihre einzige Top 10-Platzierung in Deutschland mit einem Rang 3 bescherte. 1998 kehrte der Titel in einer Version von Rappers Against Racism aka Down Low für neun Wochen zurück in die Charts und holte Platz 36. Mariah Carey nun startet nochmal einen Platz schlechter und steht in der ersten Woche nach der Veröffentlichung als CD auf Platz 37. Zum Vergleich: ihr Weihnachtshit All I Want For Christmas Is You schiebt sich gerade von der 47 auf die 45, also nur unwesentlich schwächer … Das ist dann irgendwie schon tragisch, dass ein 15 Jahre alter Titel sich genauso gut verkauft wie brandneues Material. Da wäre mal eine innere Klausur angebracht.
Die dritte Auskopplung aus ihrem Album Sounds Of The Universe legen Depeche Mode mit Fragile Tension / Hole To Feed vor. Von der Doppelsingle wird vor allem Fragile Tension zu hören sein, sehr orientiert am aktuellen Clubsound, auch wenn es eigentlich gar kein Clubtrack sondern eher ein Pop-Epos ist, obendrein versehen mit einem Video. Hole To Feed ist für mich wesentlich spannender: nostalgisch reduziert, mit kleinen schrägen Tönen versehen, fast wie ein mit Sound untermaltes Gedicht, das endlos weitertuckern könnte – insgesamt natürlich sehr wenig mainstreamkompatibel. Das schlägt sich dann auch in der Chartpositionierung nieder. Klar ewrwartet man bei Single Nr.3 gar nicht mehr so viel, und Platz 39 klingt auch nicht so übel, allerdings ist es tatsächlich die schlechteste Chartplatzierung für eine Depeche Mode-Single seit 1982. Damals schlidderte die dritte in Deutschland notierte Single Leave In Silence gerade mal auf Platz 58 – und das war zu der Zeit richtig erfolgreich.
Ob es nun die neue Single war oder irgendein anderes Ereignis, welches nicht so genau nachzuvollziehen ist, auf jeden Fall kehrt auch Wrong, der Titel mit dem Depeche Mode in diesem Jahr zurück kehrten und eine lockere Nr.2-Position in Deutschland einfahren konnten, Wrong kehrt also nochmal zurück in die List auf Platz 75.
Seit September ist er wöchentlich auf dem Bildschirm präsent als Jurymitglied bei den Popstars, nun versucht Alex C. diese Präsenz zu nutzen und sein neues Material unter die kaufenden Massen zu bringen. Dancing Is Like Heaven ist sozusagen der Vorabgeschmack auf das für 2010 angekündigte Album Tabu. An der Seite von Alex C. wieder Yass mit ordentlich Autotune-Effekt auf der Stimme. Und so klingt Dancing Is Like Heaven auch ein wenig wie eine Mischung aus Schlumpfentechno und Kuschel-Song. Ich finds persönlich arg schwierig, die Popstars-Zuschauer sind auch nur halb überzeugt: Dancing Is Like Heaven startet auf Platz 41.
Noch mehr Fernsehen, noch mehr neue CDs: seit 16. November strahlt sat.1 die Daily Soap “Eine wie keine” aus. Die Titelmusik dazu kommt von ALEEN und Weisst du was Liebe ist ist ihr erster Charthit. Klingt irgendwie nach Rosenstolz … Platz 81 in der ersten Woche.
Mit einer weiteren Auskopplung, allerdings lediglich digital, bringt sich Sido zum Jahresende nochmal ins Gespräch. Während sich Hey Du! noch immer ganz gut verkauft (aktuell von 23 auf 28), geht es mit Geburtstag eher gemächlich los. Oder besser muss man sagen: es wird halt schlechter bewertet, da es ja in den media control-Charts um den Umsatz in Geldform geht, nicht um die Stückzahl. Denn eigentlich ist Geburtstag sogar ganz witzig … bzw. ordentlich voll mit schwarzem Galgenhumor und ich weiß jetzt auch nicht, warum das weniger Menschen gefallen sollte als die anderen Singles davor. Nun ja … für den Black Birthday gibt es Platz 91 für die e-Single und das ist bereits der siebte Titel, der 2009 eine Beteiligung von Sido verzeichnen kann. Das ist also ein äußerst aktives Jahr für den Rapper gewesen.
So gibt es in den Top 10 nicht allzu viel markante Bewegung. Am stärksten können sich Gossip verbessern, von der 9 geht es nochmal auf Platz 6 für Heavy Cross. Mit mittlerweile 22 Wochen in den Top 10 (fast ein halbes Jahr!) ist Heavy Cross gleich mal der beständigste Hit des Jahres 2009. … Und alle die jetzt mitgerechnet haben, werden sofort aufschreien: Aber Poker Face hat doch 23 Wochen unter den ersten 10 ausgehalten! Richtig. Also sind Gossip tatsächlich momentan nur die Nr.2 in Sachen Top 10-Aufenthalt für einen einzelnen Titel. Aber eine Woche kommt ja noch, und da haben sie die Chance gleichzuziehen …
Mit dem Überhit im Gepäck haben es die Nachfolger natürlich absolut schwer, sich durchzusetzen. So steht Love Long Distance eigentlich schon seit September in den Startlöchern, zumindest lief es seitdem in den Radios hoch und runter. Aber irgendwie traute sich das Label noch nicht, den Titel zu veröffentlichen. Bis jetzt hat es gedauert … und die Taktik ist nicht wirklich aufgegangen: Love Long Distance startet auf Platz 44 nach kompletter Veröffentlichung auf CD. Das bedeutet wohl, dass nur eingefleischte Fans diesen Titel wirklich wahrnehemen. Und das ist wirklich schade.
Erwähnenswert in Sachen Top 10-Bewegungen vielleicht auch noch einmal Xavier Naidoo. Der deutsche Heilsverkünder schliddert mit Alles kann besser werden seit nunmehr acht Wochen zwischen Platz 6 und 11 herum. In der letzten Woche gings für das Lied mit der Spielkastenmelodie raus aus den oberen 10, diese Woche ist es nochmal Position 10. Wahrscheinlich geht’s um die heiligen Tage herum gleich nochmal ein Stück höher … schließlich schneit es ja auch so schön im Video und wünaschen soll ja manchmal auch ganz schön sein.
Und wenn wir schonmal bei den Weihnachtssongs sind. Klar ist das Thema mit Heranrücken des Festes ein wachsendes Thema. Klassiker Last Christmas in der Version von Wham! klettert unaufhörlich und entert doch jetzt die Top 20. Platz 18, von der 24 kommend, das ist jetzt nur zwei Positionen unter dem Bestwert der letzten Saison. Also doch kein Ende der ewig gleichen Soundtracks in Sicht. Ob es nochmal für eine Top 10-Platzierung reicht?
Anfangs hab ichs erwähnt: es kehren eine Menge Hits der vergangenen Monate zurück, oder verzeichnen nochmal eine erhöhte Nachfrage aufgrund der allerorten präsenten Jahresrückblicke. Mit ganz wesentlichem Einfluss dabei vor allem “Die Ultimative Chart Show” mit Oliver Geißen, die am 4. Dezember die erfolgreichsten Hits 2009 präsentierte. Mit Stand 20. November wurden da also schon die Top 50 des Jahres abgespult und auf Platz 5 landet Marit Larsen mit If A Song Could Get Me You. Als Live-Act war sie auch geladen und prompt geht es für den Ex-Nr.1-Hit Platz 28 hoch auf die 19. Mittlerweile in der 20. Woche dudeln die Radios den Titel immer noch fast zu Tode und es richtig schön, wenn man mal ein paar Wochen nicht mit If A Song Could Get Me You konfrontiert war und den Titel dann wieder hört … wow, der hat wirklich Qualitäten! – By the way: eine neue Single ist mit Under The Surface für den 5. Februar angekündigt. Ein schweres Erbe, würd ich sagen.
Platz 3 in der Jahresauswertung geht an Cassandra Steen feat. Adel Tawil mit Stadt. Und auch sie dürfen bei Oliver Geißen auftreten, erhielten aber während des Auswertungszeitraums reichlich weitere Medienunterstützung. Zum einen war Cassandra Steen bei Johannes B. Kerners Jahresrückblick auf sat.1 (4.12.) als Live-Act dabei, zum anderen durfte sie im Popstars-Halbfinale am 8. Dezember anwesend sein. Stadt, das im Sommer für acht Wochen lang die Nummer 2 belegte, ist mittlerweile in der 28. Woche in den Charts und hüpft mit dieser medialen Superpräsenz noch einmal von der 55 auf die 34.
Und auch für Cassandra Steen fällt das Zurückschauen mit einer weiteren Veröffentlichung zusammen. Während vor einem Monat noch ihre ganz eigene Single glaub ihnen kein Wort kurz durch den Verkauf geisterte, steht genau jetzt eine weitere Kollaboration der Sängerin als CD in den Läden. Für die Synchronisation des Disney-Streifens “Küss den Frosch” (The Princess And The Frog) lieh Cassandra Steen ihre Stimme der Hauptfigur und stand für den Soundtrack zur Verfügung. Start des Films war der 10. Dezember … die Single Never Knew I Needed war bereits eine Woche vorher im Verkauf. Ne-Yo und Cassandra Steen die Interpreten, und wie bei dem Namen Disney schon zu erwarten: Das was uns von den beiden da erreicht ist eine wimmernd soulige Schmonzette, massenkompatibel weichgespült, passt auch in jeden Kaufhaussoundtrack, R’n’B in der allerunverfänglichsten Ausprägung. Da können beide wesentlichprägnanter sein und irgendwie ist es nicht verwunderlich, dass der Titel auf Platz 64 mehr oder weniger versandet.
Zurück zur Jahresauswertung: auf der 2 im Jahr 2009 Jungle Drum von Emilíana Torrini, hätten wir doch beinahe vergessen, dass dieser Titel im Sommer für ordentliche acht Wochen alles im Griff hatte. Und dem allgemeinen Trend folgend, gibt es auch da nochmal erhöhte Nachfrage: Jungle Drum geht von 52 auf 46 – auch ohne Auftritt in einer vielgesehenen Fernsehshow.
Platz 1 bei Oliver Geißen und in Deutschlands Verkaufsauswertung – war es anders zu erwarten? – Lady Gaga mit Poker Face. Und dieser Hit des Jahre steht in der mittlerweile 41. Woche in den Charts, kann diese Woche sogar nochmal einen Platz von der 44 auf die 43 klettern. Ich sag mal: Monsterhit.
Nach oben geht es auch nochmal ordentlich für Cascada und ihren Sommerhit Evacuate The Dancefloor. Bei Oliver Geißen landen sie auf Rang 23 und dürfen Live auftreten, im aktuellen Verkauf macht das einen Sprung von der 59 auf die 36 aus. Sie sind mittlerweile in der 23. Woche notiert und Evacuate The Dancefloor ist nunmehr der erfolgreichste Hit des Projektes in ihrer gesamten Karriere.
Und dann sind da im unteren Feld der Charts eine ganze Menge an Titeln aus der Chartshow wieder mit dabei:
Zum Beispiel Silbermond mit Irgendwas bleibt, Anfang März für eine Woche die bestverkaufte Single in Deutschland, in der Jahresauswertung Platz 12 und Live in der Oliver Geißen-Show – macht aktuell einen Wiedereinstieg auf Platz 63, wobei auch just in dieser Woche die dreimonatige Sperrfrist zu Ende ging.
Auch die erfolgreichste deutsche Newcomerband Eisblume kann nach ihrem Auftritt als Platz 31 der Jahresauswertung mit Eisblumen noch einmal zurückkehren in die aktuelle Liste: Platz 70 gibt es für den Titel, mit dem sie im Februar bis zum Platz 3 klettern konnten. Ihr aktueller Titel Louise zusammen mit Scala taumelt dagegen von der 70 auf die 80.
Zu den Ereignissen des Jahres gehört irgendwie auch Alexander Rybak, der für Norwegen den Eurovision Song Contest gewann und mit Fairytale Platz 34 der Jahresauswertung belegt. Momentan schlagen die Wellen um ihn nicht mehr so hoch, da kommt ein Auftritt bei Oliver Geißen gerade recht und hievt auch Fairytale noch einmal auf die 74.
Auf Platz 78 kehren zurück James Morrison featuring Nelly Furtado mit Broken Strings – keine Ahnung warum genau … aber auch das mit Sicherheit im allgemeinen Rückschau-Fieber.
Auch zurück, wenn auch ohne Auftritte im TV, sondern weil die dreimonatige Sperrfrist abgelaufen ist, sind Flo Rida feat. Ke$ha mit Right Round. Im April ging es für den Titel bis Platz 4 und ganze drei Wochen konnte er sich dort halten. Insgesamt waren Flo Rida und Ke$ha 25 Wochen notiert … nun sind sie also wieder drin auf Platz 87. Der aktuelle Flo Rida-Track Jump zusammen mit Nelly Furtado rutscht von der 77 auf die 84.
Gleiches gilt für P!nk und ihr Please Don’t Leave Me. Drei Monate war Ruhe, jetzt steht der Hit Nr.3 aus ihrem Funhouse-Album noch einmal auf der 96. Da dürfte auch nicht mehr allzu viel kommen.
Fackeln wir schnell noch den Rest an Rückkehrern ab: Peter Fox, vielleicht der Mann des Jahres, schubst sich mit Schwarz zu Blau erneut hinein in die Umsatzliste – in der 23. Woche steht er auf Platz 89. Und der Titel mit dem alles begann, Alles neu, geht auch noch mal rein, auf Platz 97 in der 43. Woche. Eventuell wirkt hier noch die grade veröffentlichte Live DVD nach …
Rein – raus – rein – raus, so geht’s im Moment für Amy Macdonald. Die letzten Zuckungen von This Is The Life bringen sie in der 54. Chartwoche auf Platz 94.
Neue Single-Releases haben in der Woche 4. bis 10. Dezember keine so prägnante Rolle gespielt, obwohl es diese selbstverständlich gibt. David Guetta und die ärzte starteten am erfolgreichsten inden Verkauf. Dicht dahinter Single Nr.2 von Robbie Williams aus seinem Album Reality Killed The Video Star. Der Titel lautet You Know Me und es ist – ehrlich gesagt – schon ein nicht ganz einfach zu konsumierender Titel. Klassischer, beinahe Oldschool-Sound (irgendwo hab ich gelesen, dass You Know Me stark auf einem Titel namens Voilá von Francoise Hardy aus dem Jahr 1967 beruht), da reiht sich Robbie Williams also einmal mehr in die Reihe der großen Entertainer ein. Und so auch das Video: eine Adaption auf “Alice im Wunderland” und Robbie Williams ist es nicht zu peinlich komplette 4:30 min mit Hasenohrenkostüm umherzulaufen. Künstlerisch wertvoll würd ich sagen. Aber ist das wirklich aktuell relevanter Pop? Die Chartplatzierungen lassen da durchaus Zweifel zu: in Großbritannien ging es bis Platz 15, in Deutschland reicht es nach dem fulminanten Nr.1-Hit Bodies (in dieser Woche von 10 auf 11 fallend) nur noch für einen Platz 31. Und das ist schon ziemlich herb. Der letzte originale Robbie Williams-Titel, der so schlecht abschnitt war 2003 Sexed Up, welches allerdings auch die vierte Auskopplung aus dem Escapology-Album war. Insgesamt also eher schwierig.
Noch ein mehr oder weniger enttäuschendes Produkt stand am 4. Dezember von einem Superstar in den CD-Regalen. Mariah Carey legte bereits Anfang Oktober ihr neues Album Memoirs Of An Imperfect Angel vor und fällt damit ziemlich durch. Platz 27 in den Albumcharts – das haben sich Produzententeam, Plattenfirma und nicht zuletzt Mariah Carey selber vermutlich ein wenig anders gedacht. Nun zur Weihnachtszeit gibt es dann auch die erste (!) Single-Auskopplung (wieso eigentlich jetzt erst?) mit I Want To Know What Love Is. Das ganze ist ein schaurig schnulziges R’n’B-Cover des Hits von Foreigner, der ihnen 1983 ihre einzige Top 10-Platzierung in Deutschland mit einem Rang 3 bescherte. 1998 kehrte der Titel in einer Version von Rappers Against Racism aka Down Low für neun Wochen zurück in die Charts und holte Platz 36. Mariah Carey nun startet nochmal einen Platz schlechter und steht in der ersten Woche nach der Veröffentlichung als CD auf Platz 37. Zum Vergleich: ihr Weihnachtshit All I Want For Christmas Is You schiebt sich gerade von der 47 auf die 45, also nur unwesentlich schwächer … Das ist dann irgendwie schon tragisch, dass ein 15 Jahre alter Titel sich genauso gut verkauft wie brandneues Material. Da wäre mal eine innere Klausur angebracht.
Die dritte Auskopplung aus ihrem Album Sounds Of The Universe legen Depeche Mode mit Fragile Tension / Hole To Feed vor. Von der Doppelsingle wird vor allem Fragile Tension zu hören sein, sehr orientiert am aktuellen Clubsound, auch wenn es eigentlich gar kein Clubtrack sondern eher ein Pop-Epos ist, obendrein versehen mit einem Video. Hole To Feed ist für mich wesentlich spannender: nostalgisch reduziert, mit kleinen schrägen Tönen versehen, fast wie ein mit Sound untermaltes Gedicht, das endlos weitertuckern könnte – insgesamt natürlich sehr wenig mainstreamkompatibel. Das schlägt sich dann auch in der Chartpositionierung nieder. Klar ewrwartet man bei Single Nr.3 gar nicht mehr so viel, und Platz 39 klingt auch nicht so übel, allerdings ist es tatsächlich die schlechteste Chartplatzierung für eine Depeche Mode-Single seit 1982. Damals schlidderte die dritte in Deutschland notierte Single Leave In Silence gerade mal auf Platz 58 – und das war zu der Zeit richtig erfolgreich.
Ob es nun die neue Single war oder irgendein anderes Ereignis, welches nicht so genau nachzuvollziehen ist, auf jeden Fall kehrt auch Wrong, der Titel mit dem Depeche Mode in diesem Jahr zurück kehrten und eine lockere Nr.2-Position in Deutschland einfahren konnten, Wrong kehrt also nochmal zurück in die List auf Platz 75.
Seit September ist er wöchentlich auf dem Bildschirm präsent als Jurymitglied bei den Popstars, nun versucht Alex C. diese Präsenz zu nutzen und sein neues Material unter die kaufenden Massen zu bringen. Dancing Is Like Heaven ist sozusagen der Vorabgeschmack auf das für 2010 angekündigte Album Tabu. An der Seite von Alex C. wieder Yass mit ordentlich Autotune-Effekt auf der Stimme. Und so klingt Dancing Is Like Heaven auch ein wenig wie eine Mischung aus Schlumpfentechno und Kuschel-Song. Ich finds persönlich arg schwierig, die Popstars-Zuschauer sind auch nur halb überzeugt: Dancing Is Like Heaven startet auf Platz 41.
Noch mehr Fernsehen, noch mehr neue CDs: seit 16. November strahlt sat.1 die Daily Soap “Eine wie keine” aus. Die Titelmusik dazu kommt von ALEEN und Weisst du was Liebe ist ist ihr erster Charthit. Klingt irgendwie nach Rosenstolz … Platz 81 in der ersten Woche.
Mit einer weiteren Auskopplung, allerdings lediglich digital, bringt sich Sido zum Jahresende nochmal ins Gespräch. Während sich Hey Du! noch immer ganz gut verkauft (aktuell von 23 auf 28), geht es mit Geburtstag eher gemächlich los. Oder besser muss man sagen: es wird halt schlechter bewertet, da es ja in den media control-Charts um den Umsatz in Geldform geht, nicht um die Stückzahl. Denn eigentlich ist Geburtstag sogar ganz witzig … bzw. ordentlich voll mit schwarzem Galgenhumor und ich weiß jetzt auch nicht, warum das weniger Menschen gefallen sollte als die anderen Singles davor. Nun ja … für den Black Birthday gibt es Platz 91 für die e-Single und das ist bereits der siebte Titel, der 2009 eine Beteiligung von Sido verzeichnen kann. Das ist also ein äußerst aktives Jahr für den Rapper gewesen.
27. November 2009: Rihanna und Aura Dione neu; Ich+Ich wieder Nr.1
Die deutschen Musikkäufer_Innen sind unentschieden: Ich + Ich oder Robbie Williams? Oder doch lieber Ich + Ich? – So sah es die letzten drei Wochen aus und in dieser Woche fplgt die Fortsetzung: das deutsche Duo Annette Humpe und Adel tawil, zusammen Ich + Ich klettern wieder zurück an die Spitze der umsatzstärksten Titel in Deutschland. Aufschwung erhalten sie vor allem durch die Veröffentlichung des Albums Gute Reise, welches bereits in der ersten Woche in den Albumcharts auf Position 1 klettert. Für Robbie Williams heißt das: Abschied von der Spitze nach insgesamt vier Wochen. Er landet mit Bodies nun auf Platz 3.
Und damit ist klar, ein Titel hat sich ganz gehörig in den Vordergrund geschoben. Dieser eine Titel ist Russian Roulette von Rihanna. Auf der CD firmiert sie nur noch mit „R“ – sie ist also selbst schon so sehr zur Marke geworden, da bedarf es keiner weiteren Erklärungen. Außerdem ist ihr neues, insgesamt viertes Album kurz Rated R betitelt. Dieses ist mittlerweile auch auf dem Markt und die Prognosen stehen nicht schlecht, dass Russian Roulette im Zuge dessen nächste Woche die Spitzenposition erklimmen wird.
Der Song selber ist für meine Begriffe unerwartet ruhig und romantisch (zumindest in der Original Radio-Edit) – da schielt ein Label wohl gehörig nach dem beschaulichen Weihnachtsmarkt. Es ist natürlich nicht die erste Ballade von Rihanna und vielleicht ist es wirklich die gefühlvollste von allen. Dennoch bin ich edavon überzeugt, dass Rihanna besser bei den rhythmusbetonten Tracks aufgehoben ist, weshalb mir die remixe von Russian Roulette allesamt besser gefallen. Die Menge der CD-Käufer_Innen ist da momentan anderer Meinung: Mit Platz 2 steht Rihanna so hoch wie seit Herbst 2007 nicht mehr, als sie mit Don’t Stop The Music ihren zweiten Nr.1-Hit in Deutschland etablieren konnte. Russian Roulette ist der fünfte Titel für Rihanna, der es unter die großen drei schafft und ihr zehnter Top 10-Hit. Lassen wir mal die beiden Singles Live Your Life (mit T.I.) und Run This Town (an der Seite von Jay-Z und Kanye West) außen vor, so ist Russian Roulette die vierte Rihanna-Single in Folge, die es in die Top 10 in Deutschland schafft. Und noch ein Stückchen Statistik: Russian Roulette ist im jahr 2009 bereits der achte Titel, an dem Rihanna beteiligt ist und der es in die Charts schafft. Stünden da nicht 24 bzw. 25 Titel für Michael Jackson, wäre das für dieses Jahr Bestwert.
Das erfolgreichste Debüt der Woche kommt von der dänischen Sängerin Aura Dione. Ihrem wikipedia-Eintrag nach hat sie schon eine beeindruckende Kindheit und Jugend hinter sich. Nach zwei erfolgreichen Singles in ihrer Heimat, schickt sie sich nun an, auch den deutschen Markt zu erobern. I will Love You Monday (365) legt dann auch gleich ganz ordentlich vor: Platz 8 in der ersten Woche. Find ich recht eindrucksvoll für diesen soulgeladenen Titel.
Und damit ist klar, ein Titel hat sich ganz gehörig in den Vordergrund geschoben. Dieser eine Titel ist Russian Roulette von Rihanna. Auf der CD firmiert sie nur noch mit „R“ – sie ist also selbst schon so sehr zur Marke geworden, da bedarf es keiner weiteren Erklärungen. Außerdem ist ihr neues, insgesamt viertes Album kurz Rated R betitelt. Dieses ist mittlerweile auch auf dem Markt und die Prognosen stehen nicht schlecht, dass Russian Roulette im Zuge dessen nächste Woche die Spitzenposition erklimmen wird.
Der Song selber ist für meine Begriffe unerwartet ruhig und romantisch (zumindest in der Original Radio-Edit) – da schielt ein Label wohl gehörig nach dem beschaulichen Weihnachtsmarkt. Es ist natürlich nicht die erste Ballade von Rihanna und vielleicht ist es wirklich die gefühlvollste von allen. Dennoch bin ich edavon überzeugt, dass Rihanna besser bei den rhythmusbetonten Tracks aufgehoben ist, weshalb mir die remixe von Russian Roulette allesamt besser gefallen. Die Menge der CD-Käufer_Innen ist da momentan anderer Meinung: Mit Platz 2 steht Rihanna so hoch wie seit Herbst 2007 nicht mehr, als sie mit Don’t Stop The Music ihren zweiten Nr.1-Hit in Deutschland etablieren konnte. Russian Roulette ist der fünfte Titel für Rihanna, der es unter die großen drei schafft und ihr zehnter Top 10-Hit. Lassen wir mal die beiden Singles Live Your Life (mit T.I.) und Run This Town (an der Seite von Jay-Z und Kanye West) außen vor, so ist Russian Roulette die vierte Rihanna-Single in Folge, die es in die Top 10 in Deutschland schafft. Und noch ein Stückchen Statistik: Russian Roulette ist im jahr 2009 bereits der achte Titel, an dem Rihanna beteiligt ist und der es in die Charts schafft. Stünden da nicht 24 bzw. 25 Titel für Michael Jackson, wäre das für dieses Jahr Bestwert.
Das erfolgreichste Debüt der Woche kommt von der dänischen Sängerin Aura Dione. Ihrem wikipedia-Eintrag nach hat sie schon eine beeindruckende Kindheit und Jugend hinter sich. Nach zwei erfolgreichen Singles in ihrer Heimat, schickt sie sich nun an, auch den deutschen Markt zu erobern. I will Love You Monday (365) legt dann auch gleich ganz ordentlich vor: Platz 8 in der ersten Woche. Find ich recht eindrucksvoll für diesen soulgeladenen Titel.
Labels:
Aura Dione,
Ich + ich,
Rihanna,
Robbie Williams
20. November 2009: Robbie Williams again
Robbie Williams kehrt an die Spitze der media control-Charts zurück. Bodies ist also wieder einmal der umsatzstärkste Titel der Woche, das vierte mal genaugenommen und somit auch der erfolgreichste Titel des Stars. Und wie um sein Comeback perfekt zu machen, schnellt auch das Album Reality Killed The Video Star in seiner ersten Woche direkt an die Spitze der Verkaufsauswertung. Da habe ich doch noch in der letzten Woche in allen möglichen Zeitungen Verrisse gelesen, das neue Album wäre durchschnittlich und eher öde … tja, mag sein, aber durchschnittlich und öde kommt offenbar sehr sehr gut an. Vergessen wir also mal für einen Moment alle Kritik und feiern mit Robbie Williams einfach diesen schönen Moment. In der nächsten Woche landen wir dann vermutlich schon wieder in der Realität … In Großbritannien zumindest startete gerade in dieser Woche die neue Single You Know Me auf Platz 17.
Logische Konsequenz aus dem Erfolg von Robbie Williams: Ich + Ich müssen nach einer Woche im strahlenden Glanz der Sieger den Platz räumen und stehen mit Pflaster nun „nur“ noch auf Platz 2. Das ging also ziemlich rasch … allerdings hab’ ich die Vermutung, dass ihre Tage in der Spitzengruppe bei weitem noch nicht gezählt sind. Und so wie Robbie Williams das Blatt noch einmal wenden konnte, so sind auch Ich + Ich weiterhin starke Anwärter auf die Nr.1 in den kommenden Wochen.
Allerdings gibt es da auch von weiter unten sehr sehr starke Konkurrenz. Zum Beispiel von Leona Lewis. Ihre aktuelle Single heißt Happy und ist am 6. November erschienen, eine Woche später stand dann bereits das Album Echo in den Läden. Und wenn man sich Happy anhört, dann muss man einfach sagen: es weihnachtet, sehr sogar. Damit setzt Leona Lewis (oder ihr Management) genau auf das, womit sie bereits im Jahr 2008 Riesenerfolge feiern konnte. Bleeding Love, ihr Debüt in Deutschland, konnte weltweit Nr.1-Positionen einfahren. Auch Happy hat in den Credits Ryan Tedder von OneRepublic stehen. Never change a winning team, heißt es hier also sehr deutlich. Und das funktioniert auch sehr gut. Happy geht zu dieser dunklen Jahreszeit unter die Haut, im Internet existieren bereits diverse Cover-Versionen, alle setzen auf romantisch-gefühlvolle Kuschelstimmung, da können doch nur ganz arge Zyniker widerstehen. … Allerdings, ob Zyniker oder nicht, die ersten gelangweilten Stimmen sind auch schon zu vernehmen. Gehen wir also davon aus, dass Happy einfach auf den Weihnachtsrausch setzt und hoffen wir, dass die avisierte Zusammenarbeit mit Timbaland und Justin Timberlake wirklich anders ausfällt.
Mit Happy auf Platz 3 kann Leona Lewis ihren dritten Titel unter den ersten 3 verbuchen, denn neben Bleeding Love schaffte es Better In Time ebenfalls fast bis ganz an die Spitze, nämlich auf Platz 2. Am Rande ist es eventuell noch ganz putzig anzumerken, dass Happy seinen Autor von der Position 3 verdrängt, denn OneRepublic müssen mit Secrets zwei Plätze abgeben und stehen in der zweiten Woche auf der Position 5.
Leona Lewis wurde zum internationalen Star nach ihrem Sieg bei der britischen Casting-Show „X Factor“. Das deutsche Pendant DSDS kürte im Jahr 2008 Thomas Godoj zum Superstar. Wie es sich gehört landete dann auch sein Debüt-Titel Love Is You an der Spitze der Verkaufscharts. Dann gab es noch eine Nachfoglesingle Helden gesucht, die mit Platz 12 schon die oberen 10 verpasste und dann wurde es erstmal ruhig – zumindest was Veröffentlichungen angeht. Als ich beim letzten Mal hier darüber moserte, dass vom Superstar nicht mehr so viel zu vernehmen ist, gabs gleich Prügel. Jetzt also steht sein Nachfolge-Album in den Startlöchern. Richtung G ist der Titel und die Vorabsingle Nicht allein lässt vermuten, dass der ehemalige Superstar ziemlich bewusst auf Verkaufbarkeit pfeift. Das Ganze klingt kraftvoll rockig und für mich sehr anders als der Vorgänger. Natürlich kann er damit die oberflächliche Masse der Superstar-Fans nicht ganz erreichen. Nicht allein landet in der ersten Woche nach Veröffentlichung auf Platz 18. Das ist für einen Jungrocker ziemlich gut, für einen Superstar eher schwach, aber das Kapitel sollten wir vielleicht ohnehin aus dem Gedächtnis streichen.
Noch ein deutscher Act ist mit neuer Single am Start: Eisblume. Nach ihrem fulminanten Debüt Eisblumen zu Beginn des Jahres, mit dem sie bis auf Platz 3 der deutschen media control Charts vorstoßen konnten, legten sie im Frühling Leben ist schön nach. Auch dieser Titel schaffte es noch bis in die Top 20. Nun steht die dritte Auskopplung in den Läden: Louise. Wieder ist es ein romantisch-verklärtes Stück Pop, fast schon esoterisch überhöht durch die Zusammenarbeit mit dem belgischen Mädchenchor Scala. Vielleicht ist diese Art von Musik tatsächlich etwas Zukunftsträchtiges, so recht verstehe ich es dennoch nicht. Was genau verursacht diese große Sehnsucht nach Geschichten und Erzählungen? Warum muss es so melancholisch-apokalyptisch sein? Ist unsere Welt tatsächlich so rettungslos verloren?
Für Scala ist Louise bereits der vierte Titel in den Charts, an dem sie beteiligt sind. Zwischen 2004 und 2005 hatten sie unter Scala & Kolacny Brothers bereits drei Coverversionen erfolgreich als Singles platzieren können. Am höchsten kam dabei die Chorvariante von Schrei nach Liebe, welches sich zum Ende des Jahres 2004 innerhalb von 9 Wochen bis zum Platz 52 vorarbeiten konnte. Mit Platz 29 für Louise können sie also nach dreijähriger Chartpause eine neue Höchstplatzierung verbuchen.
Logische Konsequenz aus dem Erfolg von Robbie Williams: Ich + Ich müssen nach einer Woche im strahlenden Glanz der Sieger den Platz räumen und stehen mit Pflaster nun „nur“ noch auf Platz 2. Das ging also ziemlich rasch … allerdings hab’ ich die Vermutung, dass ihre Tage in der Spitzengruppe bei weitem noch nicht gezählt sind. Und so wie Robbie Williams das Blatt noch einmal wenden konnte, so sind auch Ich + Ich weiterhin starke Anwärter auf die Nr.1 in den kommenden Wochen.
Allerdings gibt es da auch von weiter unten sehr sehr starke Konkurrenz. Zum Beispiel von Leona Lewis. Ihre aktuelle Single heißt Happy und ist am 6. November erschienen, eine Woche später stand dann bereits das Album Echo in den Läden. Und wenn man sich Happy anhört, dann muss man einfach sagen: es weihnachtet, sehr sogar. Damit setzt Leona Lewis (oder ihr Management) genau auf das, womit sie bereits im Jahr 2008 Riesenerfolge feiern konnte. Bleeding Love, ihr Debüt in Deutschland, konnte weltweit Nr.1-Positionen einfahren. Auch Happy hat in den Credits Ryan Tedder von OneRepublic stehen. Never change a winning team, heißt es hier also sehr deutlich. Und das funktioniert auch sehr gut. Happy geht zu dieser dunklen Jahreszeit unter die Haut, im Internet existieren bereits diverse Cover-Versionen, alle setzen auf romantisch-gefühlvolle Kuschelstimmung, da können doch nur ganz arge Zyniker widerstehen. … Allerdings, ob Zyniker oder nicht, die ersten gelangweilten Stimmen sind auch schon zu vernehmen. Gehen wir also davon aus, dass Happy einfach auf den Weihnachtsrausch setzt und hoffen wir, dass die avisierte Zusammenarbeit mit Timbaland und Justin Timberlake wirklich anders ausfällt.
Mit Happy auf Platz 3 kann Leona Lewis ihren dritten Titel unter den ersten 3 verbuchen, denn neben Bleeding Love schaffte es Better In Time ebenfalls fast bis ganz an die Spitze, nämlich auf Platz 2. Am Rande ist es eventuell noch ganz putzig anzumerken, dass Happy seinen Autor von der Position 3 verdrängt, denn OneRepublic müssen mit Secrets zwei Plätze abgeben und stehen in der zweiten Woche auf der Position 5.
Leona Lewis wurde zum internationalen Star nach ihrem Sieg bei der britischen Casting-Show „X Factor“. Das deutsche Pendant DSDS kürte im Jahr 2008 Thomas Godoj zum Superstar. Wie es sich gehört landete dann auch sein Debüt-Titel Love Is You an der Spitze der Verkaufscharts. Dann gab es noch eine Nachfoglesingle Helden gesucht, die mit Platz 12 schon die oberen 10 verpasste und dann wurde es erstmal ruhig – zumindest was Veröffentlichungen angeht. Als ich beim letzten Mal hier darüber moserte, dass vom Superstar nicht mehr so viel zu vernehmen ist, gabs gleich Prügel. Jetzt also steht sein Nachfolge-Album in den Startlöchern. Richtung G ist der Titel und die Vorabsingle Nicht allein lässt vermuten, dass der ehemalige Superstar ziemlich bewusst auf Verkaufbarkeit pfeift. Das Ganze klingt kraftvoll rockig und für mich sehr anders als der Vorgänger. Natürlich kann er damit die oberflächliche Masse der Superstar-Fans nicht ganz erreichen. Nicht allein landet in der ersten Woche nach Veröffentlichung auf Platz 18. Das ist für einen Jungrocker ziemlich gut, für einen Superstar eher schwach, aber das Kapitel sollten wir vielleicht ohnehin aus dem Gedächtnis streichen.
Noch ein deutscher Act ist mit neuer Single am Start: Eisblume. Nach ihrem fulminanten Debüt Eisblumen zu Beginn des Jahres, mit dem sie bis auf Platz 3 der deutschen media control Charts vorstoßen konnten, legten sie im Frühling Leben ist schön nach. Auch dieser Titel schaffte es noch bis in die Top 20. Nun steht die dritte Auskopplung in den Läden: Louise. Wieder ist es ein romantisch-verklärtes Stück Pop, fast schon esoterisch überhöht durch die Zusammenarbeit mit dem belgischen Mädchenchor Scala. Vielleicht ist diese Art von Musik tatsächlich etwas Zukunftsträchtiges, so recht verstehe ich es dennoch nicht. Was genau verursacht diese große Sehnsucht nach Geschichten und Erzählungen? Warum muss es so melancholisch-apokalyptisch sein? Ist unsere Welt tatsächlich so rettungslos verloren?
Für Scala ist Louise bereits der vierte Titel in den Charts, an dem sie beteiligt sind. Zwischen 2004 und 2005 hatten sie unter Scala & Kolacny Brothers bereits drei Coverversionen erfolgreich als Singles platzieren können. Am höchsten kam dabei die Chorvariante von Schrei nach Liebe, welches sich zum Ende des Jahres 2004 innerhalb von 9 Wochen bis zum Platz 52 vorarbeiten konnte. Mit Platz 29 für Louise können sie also nach dreijähriger Chartpause eine neue Höchstplatzierung verbuchen.
Labels:
DSDS,
Eisblume,
Leona Lewis,
Robbie Williams,
Ryan Tedder,
Scala,
Thomas Godoj
06. November 2009: Gossip & Queensberry
Es ist die dritte Woche, in welcher Robbie Williams mit seinem Titel Bodies den größten Umsatz macht. Damit zieht der neuester Streich gleich mit dem ersten Nr.1-Streich des Stars, Tripping, welches vor ziemlich genau vier Jahren ebenfalls drei Wochen lang Spitzenreiter in Deutschland war. Nun wird es also spannend für alle Statistiker: schafft Robbie Williams eine vierte Woche als bestverkaufter Titel? – Allerdings, auch wenn er in der nächsten Woche den Thron räumen muss, Bodies ist ein grandioses Comeback und ich tippe an dieser Stelle mal, dass sein Album Reality Killed The Video Star garantiert auch an die Spitze der Album-Charts klettert. Es erscheint genau jetzt.
Eine Überraschung gelingt Gossip. Diese können in ihrer 20. Chartwoche noch einmal ordentlich die Nachfrage nach ihrer Single Heavy Cross steigern und klettern von Platz 7 auf die 2. Es ist die höchste Position, die Gossip jemals erreicht haben. Am 26. Juni diesen Jahres waren sie das erste mal mit Heavy Cross notiert, damals als reiner Download-Titel auf Platz 48. Danach stieg der Titel mehr oder weniger kontinuierlich und erreichte schließlich am 11. September die bisherige Höchstposition, Platz 3. Mit diesem langen Weg bis zum Zenit stehen Gossip schon in der Liste der sehr „langsamen“ Hits. Aber auch mit der mittlerweile 15. Woche innerhalb der Top 10 gehören sie zu den 12 erfolgreichsten Acts des Jahres.
Auf der 3 stehen wie in der letzten Woche David Guetta feat. Akon mit Sexy Bitch. Für sie ist es die zehnte Woche, die sie in den Top 10 zubringen können.
Der erfolgreichste CD-Single-Neustart kommt von Queensberry. Anfangs sah es bei diesem letzten Produkt der Casting-Show „Popstars“ ja nach einem handfesten Flop aus. Die Debütsingle I Can’t Stop Feeling / No Smoke landete nach monatelang verspäteter Veröffentlichung lediglich auf Platz 23. Immerhin schaffte Nachfolger Too Young Anfang Juni dank medialer Präsenz Platz 5. Und nun geht es mit Hello (Turn Your Radio On) sogar nochmal einen Platz höher. Auch hier ist die Unterstützung durch Fernsehpräsenz sehr direkt nachvollziehbar. Am 22. Oktober waren Queensberry nämlich die Gaststars bei der fünften Las Vegas-Folge der Popstars. Und alle Fans hatten die Gelegenheit, tags darauf wirklich die neue Single zu kaufen. So funktioniert richtige Vermarktung.
Der zweite sehr erfolgreiche Single-Starrt geht an einen Titel, der bereits vor drei Wochen die Liste als reiner Download-Titel enterte. Am 16. Oktober stand Bon Jovi mit We Weren’t Born To Follow schon auf Platz 10, danach ging es abwärts auf die 14 und in der letzten Woche auf die 18. Mit dem physischen Erscheinen der Single steigen die Umsätze noch einmal ordentlich und Bon Jovi kehren unter die besteverkauften 10 zurück. In dieser Woche stehen sie auf Platz 6.
Eine Überraschung gelingt Gossip. Diese können in ihrer 20. Chartwoche noch einmal ordentlich die Nachfrage nach ihrer Single Heavy Cross steigern und klettern von Platz 7 auf die 2. Es ist die höchste Position, die Gossip jemals erreicht haben. Am 26. Juni diesen Jahres waren sie das erste mal mit Heavy Cross notiert, damals als reiner Download-Titel auf Platz 48. Danach stieg der Titel mehr oder weniger kontinuierlich und erreichte schließlich am 11. September die bisherige Höchstposition, Platz 3. Mit diesem langen Weg bis zum Zenit stehen Gossip schon in der Liste der sehr „langsamen“ Hits. Aber auch mit der mittlerweile 15. Woche innerhalb der Top 10 gehören sie zu den 12 erfolgreichsten Acts des Jahres.
Auf der 3 stehen wie in der letzten Woche David Guetta feat. Akon mit Sexy Bitch. Für sie ist es die zehnte Woche, die sie in den Top 10 zubringen können.
Der erfolgreichste CD-Single-Neustart kommt von Queensberry. Anfangs sah es bei diesem letzten Produkt der Casting-Show „Popstars“ ja nach einem handfesten Flop aus. Die Debütsingle I Can’t Stop Feeling / No Smoke landete nach monatelang verspäteter Veröffentlichung lediglich auf Platz 23. Immerhin schaffte Nachfolger Too Young Anfang Juni dank medialer Präsenz Platz 5. Und nun geht es mit Hello (Turn Your Radio On) sogar nochmal einen Platz höher. Auch hier ist die Unterstützung durch Fernsehpräsenz sehr direkt nachvollziehbar. Am 22. Oktober waren Queensberry nämlich die Gaststars bei der fünften Las Vegas-Folge der Popstars. Und alle Fans hatten die Gelegenheit, tags darauf wirklich die neue Single zu kaufen. So funktioniert richtige Vermarktung.
Der zweite sehr erfolgreiche Single-Starrt geht an einen Titel, der bereits vor drei Wochen die Liste als reiner Download-Titel enterte. Am 16. Oktober stand Bon Jovi mit We Weren’t Born To Follow schon auf Platz 10, danach ging es abwärts auf die 14 und in der letzten Woche auf die 18. Mit dem physischen Erscheinen der Single steigen die Umsätze noch einmal ordentlich und Bon Jovi kehren unter die besteverkauften 10 zurück. In dieser Woche stehen sie auf Platz 6.
Labels:
Bon Jovi,
Gossip,
Queensberry,
Robbie Williams
30. Oktober 2009: Deutschsprachiges ganz oben - Sido, Silbermond, Xavier Naidoo
Eine zweite Woche für Robbie Williams mit Bodies an der Spitze der Charts. Rein statistisch somit der zweiterfolgreichste Titel des Künstlers. Rudebox hatte 2006 nur eine Woche auf der Position 1 zugebracht, Tripping ein Jahr davor 3 Wochen. Mal sehen was da noch so kommt. Laut iTunes-Charts, die ja immer ein ganz guter Seismograph sind, gibt es ab kommende Woche starke Konkurrenz durch OneRepublic und Queensberry.
Festgesetzt auf den Plätzen 2 und 3 haben sich Lady Gaga mit Paparazzi und David Guetta feat. Akon mit Sexy Bitch. Letzteres hört man tatsächlich gerade überall, wenn man sich die Samstagnacht irgendwo im öffentlichen Leben um die Ohren schlägt. Meist in der geglätteten Version Sexy Chick – seltsam.
Erfolgreichster CD-Singlestart geht an Sido. Mit Hey Du! liefert er eine Art Hit zu 20 Jahren deutsche Einheit. Hmm – das sind mal wieder ziemlich toughe Geschichten, die Sido da erzählt. Schön ist, dass es nicht die üblichen im-Osten-war-alles-besser-oder-schlechter-Stories sind. Da bleibt Sido doch schön authentisch. Was mich allerdings am meisten beeindruckt ist das neue Image von Sido. Herr Paul Würdig sieht jetzt nämlich schon ein bisschen so aus wie ein Mittelschullehrer – sorry für den Vergleich, aber es ist nicht zu leugnen, dass Sido überhaupt nicht mehr der aufmüpfige und wahnsinnig polarisierende Youngster ist. Der Sido ist mittlerweile nicht nur im Mainstream angekommen (war er ja als Jury-Mitglied von Popstars auch schon), sondern er agiert mittlerweile zunehmend in der Mitte der Gesellschaft und sogar politisch. Erinnern wir uns an seinen TV-Auftritt „Sido geht wählen“. Also da passiert was, wie immer das zu bewerten ist. Und dementsprechend werden auch seine Titel sanfter und glatter. Bei Hey Du! gibt’s eine liebe Berliner Mädchenstimme (die ein bisschen wie ein DDR-Pophit klingt) … und prompt glänzt Sido mit der höchsten Chartposition seiner Karriere: Hey Du! landet in der ersten Woche im Verkauf auf Platz 4. Das ist eigentlich schon ein ordentlicher Wahnsinn. Sein bislang erfolgreichster Titel war Augen auf welches 2008 bis zu Platz 7 stieg, nun also geht’s konsequent weiter. Und da würde es mich nicht wundern, wenn Sido nicht in sehr absehbarer Zeit sogar mit einer Nr.1 aufwarten kann. Im Moment wie gesagt, ist es erstmal der erste Top 5 Hit. Und gerade jetzt am 30. Oktober erscheint sein aktuelles Album Aggro Berlin, sozusagen ein Abgesang auf das nicht mehr existente Label.
Nun bin ich immer noch kein wirklicher Fan vom (neuen) Sido, deshalb hält sich meine Freude über den Platz 4-Erfolg in Grenzen. Was mich aber wirklich ganz ehrlich und aufrichtig freut ist, dass Sido besser abschneidet als Xavier Naidoo. Im Grunde geht es ja bei beiden Künstlern um die schlechte Welt und beschissene Lebensumstände, manchmal auch um so etwas wie Gefühle, Lust oder ähnliches. Aber da wo Sido ziemlich direkt seine Wut, Freude oder eben auch Geilheit rausrotzt, da greift Xavier Naidoo lieber in die Kiste weinerlicher Soul mit einer ganz ganz großen Menge Gottfürchtigkeit. Und das ist schon eine ziemlich schwierige Mischung … die natürlich trotzdem gut ankommt, weil es ja viele Menschen gibt, die auch nicht so richtig wissen wo es lang geht und dann gern ein größeres Ganzes dafür verantwortlich machen oder eben auf ein Paradies (bei Xavier Naidoo: der Himmel auf Erden) hoffen. Hmmm ...
Alles kann besser werden ist also die aktuelle Single zum gleichnamigen Album von Xavier Naidoo, das ja schon vor zwei Wochen direkt auf Platz 1 der Album-Charts preschte. Die Single kann da nicht ganz mithalten. Wahrscheinlich auch verursacht durch die ungewöhnliche Veröffentlichungspolitik reicht es im Nachgang zum Album für die Single nur für Platz 6. Immerhin ist es der neunte Solo-Top 10-Hit für Xavier Naidoo, zählen wir seine Erfolge mit den Söhnen Mannheims, Brothers Keepers und Zeichen der Zeit dazu, so ist es bereits der 15. Top 10-Hit. Übrigens genauso viel wie Robbie Williams in unterschiedlichsten Konstellationen bereits gesammelt hat. Nur das Xavier Naidoo jeweils wesentlich länger in der Spitzengruppe platziert war und ungefähr auf die doppelte Anzahl von Top 10-Wochen kommt.
Und noch ein deutschsprachiger CD-Neustart schafft es in dieser Woche gleich mal unter die ersten 10. Silbermond schicken ihre dritte Auskopplung aus dem Album Nichts passiert ins Rennen und Krieger des Lichts geht tatsächlich hoch in die Liste auf Platz 8. Das ist natürlich sehr sehr schön, zumal die Vorgängersingle mit Platz 20 dann doch nicht so ganz 100% zufrieden stellte. Krieger des Lichts ist die dritte Top 10-Single in diesem Jahr für Silbermond, denn ganz zu Beginn standen sie noch an der Seite von Curse mit Bis zum Schluss auf Platz 7.
Tja, Krieger des Lichts ist tatsächlich auch ein ganz nettes Stückchen Poprock. Ich hab ja immer ein bisschen ein Problem mit Silbermond-Veröffentlichungen, da sie so oft im Verkehrsfunkradio laufen, dass sie mir dann bald zu den Ohren raushängen. Ich bin mir nicht sicher, ob es mit Krieger des Lichts anders laufen wird. Zumindest find ich hier den Sound der Band ganz schön weiter gedacht, Silbermond ist zwar erkennbar, aber eben keine Kopie von schon gewesenen Hits. Dazu muss eine Band ja auch erstmal Lust haben. Insgesamt ist es der sechste Top 10-Hit für Silbermond.
Festgesetzt auf den Plätzen 2 und 3 haben sich Lady Gaga mit Paparazzi und David Guetta feat. Akon mit Sexy Bitch. Letzteres hört man tatsächlich gerade überall, wenn man sich die Samstagnacht irgendwo im öffentlichen Leben um die Ohren schlägt. Meist in der geglätteten Version Sexy Chick – seltsam.
Erfolgreichster CD-Singlestart geht an Sido. Mit Hey Du! liefert er eine Art Hit zu 20 Jahren deutsche Einheit. Hmm – das sind mal wieder ziemlich toughe Geschichten, die Sido da erzählt. Schön ist, dass es nicht die üblichen im-Osten-war-alles-besser-oder-schlechter-Stories sind. Da bleibt Sido doch schön authentisch. Was mich allerdings am meisten beeindruckt ist das neue Image von Sido. Herr Paul Würdig sieht jetzt nämlich schon ein bisschen so aus wie ein Mittelschullehrer – sorry für den Vergleich, aber es ist nicht zu leugnen, dass Sido überhaupt nicht mehr der aufmüpfige und wahnsinnig polarisierende Youngster ist. Der Sido ist mittlerweile nicht nur im Mainstream angekommen (war er ja als Jury-Mitglied von Popstars auch schon), sondern er agiert mittlerweile zunehmend in der Mitte der Gesellschaft und sogar politisch. Erinnern wir uns an seinen TV-Auftritt „Sido geht wählen“. Also da passiert was, wie immer das zu bewerten ist. Und dementsprechend werden auch seine Titel sanfter und glatter. Bei Hey Du! gibt’s eine liebe Berliner Mädchenstimme (die ein bisschen wie ein DDR-Pophit klingt) … und prompt glänzt Sido mit der höchsten Chartposition seiner Karriere: Hey Du! landet in der ersten Woche im Verkauf auf Platz 4. Das ist eigentlich schon ein ordentlicher Wahnsinn. Sein bislang erfolgreichster Titel war Augen auf welches 2008 bis zu Platz 7 stieg, nun also geht’s konsequent weiter. Und da würde es mich nicht wundern, wenn Sido nicht in sehr absehbarer Zeit sogar mit einer Nr.1 aufwarten kann. Im Moment wie gesagt, ist es erstmal der erste Top 5 Hit. Und gerade jetzt am 30. Oktober erscheint sein aktuelles Album Aggro Berlin, sozusagen ein Abgesang auf das nicht mehr existente Label.
Nun bin ich immer noch kein wirklicher Fan vom (neuen) Sido, deshalb hält sich meine Freude über den Platz 4-Erfolg in Grenzen. Was mich aber wirklich ganz ehrlich und aufrichtig freut ist, dass Sido besser abschneidet als Xavier Naidoo. Im Grunde geht es ja bei beiden Künstlern um die schlechte Welt und beschissene Lebensumstände, manchmal auch um so etwas wie Gefühle, Lust oder ähnliches. Aber da wo Sido ziemlich direkt seine Wut, Freude oder eben auch Geilheit rausrotzt, da greift Xavier Naidoo lieber in die Kiste weinerlicher Soul mit einer ganz ganz großen Menge Gottfürchtigkeit. Und das ist schon eine ziemlich schwierige Mischung … die natürlich trotzdem gut ankommt, weil es ja viele Menschen gibt, die auch nicht so richtig wissen wo es lang geht und dann gern ein größeres Ganzes dafür verantwortlich machen oder eben auf ein Paradies (bei Xavier Naidoo: der Himmel auf Erden) hoffen. Hmmm ...
Alles kann besser werden ist also die aktuelle Single zum gleichnamigen Album von Xavier Naidoo, das ja schon vor zwei Wochen direkt auf Platz 1 der Album-Charts preschte. Die Single kann da nicht ganz mithalten. Wahrscheinlich auch verursacht durch die ungewöhnliche Veröffentlichungspolitik reicht es im Nachgang zum Album für die Single nur für Platz 6. Immerhin ist es der neunte Solo-Top 10-Hit für Xavier Naidoo, zählen wir seine Erfolge mit den Söhnen Mannheims, Brothers Keepers und Zeichen der Zeit dazu, so ist es bereits der 15. Top 10-Hit. Übrigens genauso viel wie Robbie Williams in unterschiedlichsten Konstellationen bereits gesammelt hat. Nur das Xavier Naidoo jeweils wesentlich länger in der Spitzengruppe platziert war und ungefähr auf die doppelte Anzahl von Top 10-Wochen kommt.
Und noch ein deutschsprachiger CD-Neustart schafft es in dieser Woche gleich mal unter die ersten 10. Silbermond schicken ihre dritte Auskopplung aus dem Album Nichts passiert ins Rennen und Krieger des Lichts geht tatsächlich hoch in die Liste auf Platz 8. Das ist natürlich sehr sehr schön, zumal die Vorgängersingle mit Platz 20 dann doch nicht so ganz 100% zufrieden stellte. Krieger des Lichts ist die dritte Top 10-Single in diesem Jahr für Silbermond, denn ganz zu Beginn standen sie noch an der Seite von Curse mit Bis zum Schluss auf Platz 7.
Tja, Krieger des Lichts ist tatsächlich auch ein ganz nettes Stückchen Poprock. Ich hab ja immer ein bisschen ein Problem mit Silbermond-Veröffentlichungen, da sie so oft im Verkehrsfunkradio laufen, dass sie mir dann bald zu den Ohren raushängen. Ich bin mir nicht sicher, ob es mit Krieger des Lichts anders laufen wird. Zumindest find ich hier den Sound der Band ganz schön weiter gedacht, Silbermond ist zwar erkennbar, aber eben keine Kopie von schon gewesenen Hits. Dazu muss eine Band ja auch erstmal Lust haben. Insgesamt ist es der sechste Top 10-Hit für Silbermond.
Robbie Williams x 2 ... und viel Bekanntes
Was für eine Woche! Robbie Williams überschattet alles. Fliegt mit Bodies an die Spitze der Charts, ist der meistgekaufte Titel in Deutschland und schaltet sozusagen den kompletten Musikkonsum aus. Zumindest sieht es so aus, wenn man die aktuelle Liste betrachtet. Da tut sich ja fast nichts. Die nahezu einzige nennenswerte Bewegung im oberen Teil vollführt NENA. Wir sind wahr klettert in der vierten notierten Woche 7 Plätze und beschert der Sängerin nun doch noch mit Platz 17 einen passablen Top 20-Hit. Und wer hat dafür gesorgt? Der Herr Oliver Geißen mit dem Staffelbeginn seiner „Ultimativen chartshow“. Am Freitag, den 9. Oktober flimmerten die Auswertung zu den „Erfolgreichsten Love-Songs der 80er“ bei RTL durchs Programm. Und in dieser Show hatte auch NENA ihren Auftritt und damit Gelegenheit ihr Album samt Single zu promoten. Die Zielgruppe hat es erreicht, denn Wir sind wahr bringt NENA so hoch in die Gunst der Käufer_Innen wie sie zuletzt 2007 stand, mit dem „Gassenhauer“ Ich kann nix dafür zusammen mit Oliver Pocher und Stefan Remmler . Einen Tag später gab’s gleich noch eine Chartshow „Die 25 spektakulärsten Comebacks“ – das war zwar eine ältere Folge vom November letzten Jahres, aber NENA-Fans haben’s sicher genossen, auch dort ihren Star noch einmal zumindest in der Liste wiederzufinden. Damit dürfte die Welt für NENA wirklich wieder komplett in Ordnung sein.
Komplett in Ordnung geht auch der aktuelle Karriereverlauf für Cascada. Nachdem Evacuate The Dancefloor im Sommer ordentlich die Mainstream-Discotheken einheizte und in Großbritannien sogar die Nr.1 holte, nachdem dann auch das Album mit gleichem Namen sehr sehr ordentlich in den Verkauf ging (Platz 21 in Deutschland, Platz 8 in Großbritannien), dürfen sich Cascada mit Fug und Recht „aktuell international erfolgreichster Dance-Act aus Deutschland“ nennen. Am 9. Oktober wurde die nächste Single aus dem Album veröffentlicht. Fever der Titel und es geht weiter in bekannter Manier. Ich gestehe, dass ich bisher nicht so von den Produktionen von DJ Manian überzeugt war, das klang mir alles zu sehr auf schnellen Markterfolg produziert, sehr oberflächlich. Und wahrscheinlich lässt sich das bei genauem Hinsehen auch für die aktuellen Veröffentlichungen behaupten. Ich hab allerdings grad das Gefühl, dass der Nerv-Faktor früherer Produktionen deutlich abgenommen hat. Oder sogar umgekehrt, mittlerweile haben die Produktionen sogar so etwas wie einen subtileren Sound, der sichlangsam im Kopf festsetzt. Fever zum Beispiel fand ich beim ersten Hören ziemlich fad und beliebig. Mittlerweile muss ich gestehen, da gibt es schon was Ansteckendes. Seien es die fiependen Sounds oder die gängigen Staubsauger-Flächen … wahrscheinlich ist es auch das wesentlich ausgewogenere Verhältnis zwischen Natalie Horlers Stimme und der Elektronik …
Fever ist der neunte Cascada-Titel in den deutschen Charts. In Großbritannien und Irland wurde interessanterweise Dangerous als Nachfolgehit ausgekoppelt. – Für Evacuate The Dancefloor geht es derweil fleißig hoch und runter und wieder hoch.
Offensichtlich hat es seine Mission immer noch nicht bis zu Ende ausgeführt. Von der 23 auf die 18 in der insgesamt 15. Woche steigt der Titel eben jetzt. Er ist damit auf dem Wege nicht nur von den Platzierungen her die erfolgreichste Single von Cascada jemals zu werden, sondern auch nach Dauer der Platzierung. Bisher führt noch ihr Chartdebüt Everytime We Touch aus dem jahr 2007 (produziert und außerhalb Deutschlands erfolgreich bereits 2004/05) mit 19 notierten Wochen.
Kinofilme sind ja durchaus ein beliebtes Marketingmittel für Musik. Aktuelles Beispiel der deutsche Film Männerherzen, der seit 8. Oktober in den Kinos ist und unter anderem den Titel Wonderful des britischen Sängers Gary Go vorstellt. Gary Go ist so etwas wie ein Selfmade-Musiker: eigene Aufnahmen, eigenes Label und erst später das Signing durch ein großes Label. Sein Sound ist irgendwas zwischen Robbie Williams und Bob Sinclar – ich kann’s grad irgendwie nicht besser beschreiben. In Großbritannien, seiner Heimat, startete er sein kommerzielles Debüt im März und erreichte Platz 25. Nun, ein halbes Jahr später, soll auch der deutsche Markt erobert werden. Wie schon erwähnt, mit Hilfe kinomedialer Unterstützung. In der Woche der Veröffentlichung debütiert Gary Go so in den deutschen Charts auf Platz 40. Das Album folgt Anfang November.
Noch ein Brite gab ab 9. Oktober sein CD-Debüt in Deutschland: Mr Hudson gehörenauf den Inseln zu den Upcoming Stars. Größere Bekanntheit erlangten sie letzten Sommer, als ihre Single Supernova Platz 2 der britischen Charts belegte. Als Vocalgast konnten sie Kanye West gewinnen, auf dessen Label sie mittlerweile veröffentlichen und der so ein wenig als ihr Entdecker gilt. Wie gesagt: in Großbritannien sind sie mehr oder weniger auf dem Weg zu einer ordentlichen Karriere, in Deutschland soll es nun auch zur Sache gehen. Aber, so richtig durchschlagend ist der Erfolg noch nicht … bzw. halten sich auch die Marketingaktivitäten derzeit noch in Grenzen. Supernova gelangt in der Woche der Veröffentlichung auf Platz 47. Das ist gerade mal ein Achtungserfolg, entspricht auch sehr genau dem, wie der Track hierankommen muss. Erstmal klingt die Produktion für kontinentaleuropäische Ohren nämlich eher durchschnittlich. Ok, da ist vielleicht der eine oder andere Soundschnipsel, der sogar aufhorchen lassen könnte, aber um das Ganze an die Massen zu bringen bräuchte es wohl Dauerpräsenz, die der Titel absolut nicht hat. So wird es für Mr Hudson hier wohl noch ein Weilchen dauern, bis man ihnen zu Füßen liegt.
Kanye West dagegen fügt mit Supernova einen weiteren Titel seiner aktuellen Hitliste hinzu und gehört im Moment zu den omnipräsenten Künstlern der Stunde. Allein 2009 hat er nun sieben verschiedene Charttitel auf dem Konto. Das gelang in den vergangenen zehn Monaten lediglich Rihanna und natürlich Michael Jackson, der mit 24 Titeln (bzw. 25 wenn man die Jackson Five dazu zählt) unangefochten den Rekord hält.
Wenn wir hier die aktuellen Veröffentlichungen abhandeln und dabei kommerziell erfolgreiche Trends begleiten, dann sind es nicht immer nur die neuesten Sounds, die uns da unter die Finger kommen. Eine ganze Weile schon gibt es ein mehr oder weniger erfolgreiches Swing-Revival. Wir erinnern uns nur an Roger Cicero oder auch den letzten deutschen Eurovisions-Beitrag von Alex Swings Oscar Sings. Einer der Auslöser für diese Welle ist und war (neben anderen) Michael Bublé. Der smarte Kanadier ist seit spätestens 2005 hierzulande richtig erfolgreich und gern gesehener Gast in allerlei Familiensendungen. Seine gefällige Mischung aus Jazz und eben Swing ist genau jene Musik, die viele durch ihren Alltag begleiten. Tja, und das ganze strotzt immer derart vor guter Laune, dass man sich fast schon nicht entziehen kann – es sei denn, man besteht darauf der Spielverderber zu sein. In diesen Tagen (genau am 16. Oktober) erschien sein neues Album, die Vorabsingle Haven’t Met You Yet ist bereits seit 9. Oktober zu haben. Und klar, sie platziert sich auch in der Verkaufsliste. Zwar nur auf Platz 55, was nicht derartig überschwenglich ist, aber in diesem Genre und bei diesem Künstler heißt das noch nicht viel. In den kommenden Wochen wird uns Haven’t Met You Yet mit Sicherheit begleiten und wahrscheinlich auch noch das eine oder andere Plätzchen dazu addieren können.
Mit der Ankunft in der unteren Hälfte der Charts, sind wir auch schon bei dem angelangt, was da so an Dauerbrennern und Modernen Klassikern herumgeistert. Der Long Tail der Charts hält ja immer einige Überraschungen bereit. Zum Beispiel diese: 2008 war eine der schrägsten und erstaunlichsten Kolaborationen die zwischen Bushido feat. Karel Gott. Gemeinsam verhalfen sie dem Alphaville-Klassiker Forever Young in einer deutschen Version zu neuem Leben. Für die einen (wie VIVA und MTV) war das grässlich, weil zu viel Schlager, für die anderen (Blogschreiber wie Lakritz und Schokolade) konnte Bushido plötzlich punkten und sogar ein positives Image aufbauen. Ein Jahr später gibt es dann aber noch einmal negative Schlagzeilen für Bushido. Sein Schlagerpartner aus Tschechien hatte nämlich angefragt, ob er die Zusammenarbeit Für immer jung auch auf sein nächstes Album nehmen darf. Die Antwort: erstmal Schweigen, dann irgendwie ein anwaltliches Nein und eine etwas halbherzige Entschuldigung des Rappers … Hmm, die Bunte ist entsetzt, andere Medien tun es ihr gleich, im Grunde ist das Ganze aber eher lustig. Bushido entscheidet sich also mehr oder weniger dagegen, in der Generation der Schwiegermütter und Omas zum Vorzeigestar zu werden. Das ist doch mal konsequent und vielleicht auch nötig, denn wer sein Leben von Uli Edel verfilmen lässt, muss wohl wirklich aufpassen, nicht an Street Credibility zu verlieren. – Ob dieser „Skandal“ nun tatsächlich dafür gesorgt hat, dass Für immer jung plötzlich wieder nachgefragt ist … ich weiss es nicht. Allerdings hab ich auch nicht wirklich ein Ereignis gefunden, welches nun dafür gesorgt haben könnte. Ihr werdet es sicher wissen. Bushido und Karel Gott sind also wieder mal drin in den Charts, nach siebenmonatiger Pause steht Für immer jung wieder auf der 59. Immerhin die 16. notierte Woche. Wirklich toll find ich den Song deshalb trotzdem nicht.
Schlager und Dauerbrenner … wir machen direkt weiter, denn diese beiden Keywords stehen ganz fett auch an der folgenden Neuauflage dran: Michael Wendler, der Schlager-Pop-König (oder war es Discofox?), bringt ein Reload seines Hits Nina heraus. 2008 war dieser Titel immerhin Platz 24 der media control-Verkaufsliste gewesen. Und weil sich die deutschsprachige Partyszene nicht so wahnsinnig ändert, gehört Nina auch eineinhalb Jahre nach Veröffentlichung noch zu den Standards. Also muss ein Remix her. In diesem Fall sogar einer, der mit einem zusätzlichen Rap(!)-Part versehen wurde. Natürlich ist Michael Wendler (noch) nicht so kultig wie Karel Gott, deshalb reicht es als Rap-Partner nur für Mr. James, The Party Doctor. Der mittlerweile in Köln lebende Amerikaner war bereits mit den Ghetto People in den 90ern erfolgreich. Danach hat er mit allerlei Karnevals-Bands neue Versionen ihrer Hits eingespielt. In seinen Solo-Programmen interpretiert er mit schönem Dialekt so ziemlich das komplette Kölsch-Repertoire. Tja, und nun hat er also auch seinen ersten veritablen Chart-Hit als Solo-Künstler, denn Nina Reloaded kann sich nach Veröffentlichung als CD auf Platz 63 der Charts etablieren.
Wir befinden uns weiter in der Gattung Schlager/Karneval. Die kommende Saison wirft ihre Schatten voraus und die ersten Karnevals-Hits stehen in den CD-Regalen. Unter anderem auch die aktuelle Single der HÖHNER.. Alljährlich ziehen sie spätestens im Februar mit ihrem Gassenhauer Viva Colonia in die Liste ein. Ein bunter Reigen weiterer Hits von ihnen folgt meist direkt im Schlepptau. Neu zur Runde gehört seit jetzt Schenk Mir Dein Herz. Mit Veröffentlichung als Single eingestiegen auf platz 71. Sicher auch bald einer der Titel, die immer wieder in den Charts stehen.
Karnevalssongs sind das eine, die Popstars das andere. In der vierten Workshopwoche in Las Vegas (ausgestrahlt am 15. Oktober) gab es wieder einmal einen Song, der ganz besonders gut ankam. The Scientistim Original von Coldplay, bei Popstars performt von Elif, Esra, Andy, Sandra und Daniel schafft direkt am Abend nach der TV-Ausstrahlung per Download Platz 5 in den iTunes-Charts. Das reicht in der Wochenauswertung von media control noch für Platz 77. Damit steht der Song nach fast sieben Jahren sogar höher notiert als zu seinem Erscheinen als Single im Jahr 2002. Damals schafften Coldplay in zwei Chartwochen lediglich Platz 87. Offensichtlich erzählen Chartplatzierungen doch nicht immer etwas über die wahre Popularität von Songs. Es steht zu erwarten, dass in der nächsten Woche The Scientist sogar nochmal höher geht, denn wie im Fall von Leona Lewis’ Hit Run ist ein Großteil der Fernsehzuschauer nicht ganz so schnell und nutzt erst den Freitag bzw. das kommende Wochenende zum Download ihres wiederentdeckten lieblingssongs. Und diese Tage gehen dann ja schon in die neue Auswertung ein. Im Fall von Leona Lewis brachte der TV-Einsatz ja sogar einen längerfristigen Effekt: wiedereingestiegen vor genau einem Monat auf der 68 ging es in der kommenden Woche bis zu Platz 36 und sogar jetzt noch wird Run notiert auf Platz 73 (von 63 fallend). Das sind also auch für Coldplay ganz gute Aussichten.
The Scientist stammt übrigens vom Album A Rush Of Blood To The Head. Es war die zweite Auskopplung aus dem Album und für Coldplay überhaupt die zweite Single, die sich in den deutschen Singlecharts platzieren konnte. – Laut oljo.de ist auch die Version der Popstars-Kandidatinnen als e-Track erhältlich. Es könnte also sein, dass wir The Scientist in der kommenden Woche gleich nochmal begrüßen dürfen.
Zurück als ganz junger Klassiker ist auch Kelly Clarkson. Ihr Hit in diesem Jahr hieß My Life Would Suck Without You. Ein schönes Stück Pop-Rock, deutlich inspiriert von Katy Perry und im März des Jahres immerhin Platz 6 in Deutschland. 19 Wochen nacheinander war der Titel platziert, dann schlug die Sperrklausel zu. In der letzten Woche war dann wieder alles möglich, nur die Verkäufe zu schwach. In dieser Woche reicht es nochmal für ein kurzes Intermezzo und Kelly Clarkson rutscht noch einmal in die Liste auf Platz 99. Damit ist My Life Would Suck Without You der zweiterfolgreichste Titel der Sängerin. Besser verkaufte sich lediglich Because Of You, welches im Jahr 2006 Platz 4 in Deutschland erobern konnte und bis heute immer wieder mal in den Charts auftaucht, zuletzt Ende Mai diesen Jahres. – Already Gone, die aktuelle Single, geht in dieser Woche übrigens von der 29 auf die 33.
Was ein Klassiker ist, zeigt sich auch daran, dass Titel wieder zurück kehren, wenn es neues Material von Künstlern gibt. Zum Beispiel Robbie Williams. In dieser Woche fulminant auf Platz 1 gestartet, kehrt ein Titel ganz am Ende der Charts zurück ins kollektive Bewusstsein, der offensichtlich enorm signifikant für den Künstler steht. Bezeichnend ist dabei, dass es sich hier nicht um einen seiner ganz ganz großen Hits handelt, sondern ein Titel, der ihn am Anfang seiner Solo-Karriere mit berühmt machte. Die Rede ist von Angels. Es war die vierte Auskopplung aus dem Debüt-Album Life Through A Lens und es erreichte im Januar 1998 Platz 9 der deutschen Charts. 18 Wochen war der Titel damals platziert, seitdem nicht mehr in der Liste aufgetaucht und nun wieder zurück. Platz 100 – Robbie Williams ganz oben und ganz unten in der Liste.
So, und dann gehört zu den neun Neueinsteigern der Woche auch ein reiner Digitaltrack von Nickelback. Diese durften in Stefan Raabs „TV Total Stock Car Crash Challenge“ihren aktuellen Song performen: Burn It To The Ground aus dem Album Dark Horse, immerhin die fünfte Auskopplung (wenn auch nicht auf CD erschienen). Die e-Single ist bereits seit 4. September zu erwerben, nach dem derzeitigen Auswertungsmodell von media control haben aber reine Digitalveröffentlichungen nicht wahnsinnig große Chancen auf Platzierungen. So blieb also auch Burn It To The Ground außerhalb der Liste. Mit dem Auftritt bei Stefan Raab zur besten Sendezeit ändert sich das schlagartig. Der Titel steigt ein auf Platz 65. – Gewohnt kräftige Kost, schöner treibender Rhythmus … hätte eigentlich sogar mehr verdient als diesen Platz 65.
Ganz am Ende der deutschen Charts tritt ein junger Mann mit seinem Solo-Debüt in Erscheinung, der in Fankreisen bereits als die neue Entdeckung des deutschen Schlagers gefeiert wird. Gerrit Winter ist sein Name, und wenn man diesen Namen durch die Sucmaschinen jagt, dann landet man unter anderem bei Fame Academy, einer Casting-Show auf RTL II, die 2003 mit einer Staffel ziemlich floppte. Neben ein paar Videos auf youtube blieben vor allem die Singles zum Schlusscasting als Beweise. Und dort tauchte auch Gerrit Winters Name erstmals auf. Life Is A Rollercoaster war sein Titel, mit dem er es immerhin zwei Wochen in die deutschen Charts brachte, Platz 91 war damals das Höchste. – Nun ikst Gerrit Winter wieder da, wieder hat er sich RTL II als Medienpartner ausgesucht, und gerade promotet er sein Album Wovon träumst du. Der Titelsong wurde wie üblich bereits vorher ausgekoppelt und kann sich tatsächlich in den deutschen Charts platzieren. Platz 96 – ob das der Beginn einer Traumkarriere ist?
Und nach einer Woche Pause nun doch noch einmal dabei, denn neun Wochen sind noch nicht voll: The All-American Rejects mit I Wanna. Platz 97 derzeit.
Komplett in Ordnung geht auch der aktuelle Karriereverlauf für Cascada. Nachdem Evacuate The Dancefloor im Sommer ordentlich die Mainstream-Discotheken einheizte und in Großbritannien sogar die Nr.1 holte, nachdem dann auch das Album mit gleichem Namen sehr sehr ordentlich in den Verkauf ging (Platz 21 in Deutschland, Platz 8 in Großbritannien), dürfen sich Cascada mit Fug und Recht „aktuell international erfolgreichster Dance-Act aus Deutschland“ nennen. Am 9. Oktober wurde die nächste Single aus dem Album veröffentlicht. Fever der Titel und es geht weiter in bekannter Manier. Ich gestehe, dass ich bisher nicht so von den Produktionen von DJ Manian überzeugt war, das klang mir alles zu sehr auf schnellen Markterfolg produziert, sehr oberflächlich. Und wahrscheinlich lässt sich das bei genauem Hinsehen auch für die aktuellen Veröffentlichungen behaupten. Ich hab allerdings grad das Gefühl, dass der Nerv-Faktor früherer Produktionen deutlich abgenommen hat. Oder sogar umgekehrt, mittlerweile haben die Produktionen sogar so etwas wie einen subtileren Sound, der sichlangsam im Kopf festsetzt. Fever zum Beispiel fand ich beim ersten Hören ziemlich fad und beliebig. Mittlerweile muss ich gestehen, da gibt es schon was Ansteckendes. Seien es die fiependen Sounds oder die gängigen Staubsauger-Flächen … wahrscheinlich ist es auch das wesentlich ausgewogenere Verhältnis zwischen Natalie Horlers Stimme und der Elektronik …
Fever ist der neunte Cascada-Titel in den deutschen Charts. In Großbritannien und Irland wurde interessanterweise Dangerous als Nachfolgehit ausgekoppelt. – Für Evacuate The Dancefloor geht es derweil fleißig hoch und runter und wieder hoch.
Offensichtlich hat es seine Mission immer noch nicht bis zu Ende ausgeführt. Von der 23 auf die 18 in der insgesamt 15. Woche steigt der Titel eben jetzt. Er ist damit auf dem Wege nicht nur von den Platzierungen her die erfolgreichste Single von Cascada jemals zu werden, sondern auch nach Dauer der Platzierung. Bisher führt noch ihr Chartdebüt Everytime We Touch aus dem jahr 2007 (produziert und außerhalb Deutschlands erfolgreich bereits 2004/05) mit 19 notierten Wochen.
Kinofilme sind ja durchaus ein beliebtes Marketingmittel für Musik. Aktuelles Beispiel der deutsche Film Männerherzen, der seit 8. Oktober in den Kinos ist und unter anderem den Titel Wonderful des britischen Sängers Gary Go vorstellt. Gary Go ist so etwas wie ein Selfmade-Musiker: eigene Aufnahmen, eigenes Label und erst später das Signing durch ein großes Label. Sein Sound ist irgendwas zwischen Robbie Williams und Bob Sinclar – ich kann’s grad irgendwie nicht besser beschreiben. In Großbritannien, seiner Heimat, startete er sein kommerzielles Debüt im März und erreichte Platz 25. Nun, ein halbes Jahr später, soll auch der deutsche Markt erobert werden. Wie schon erwähnt, mit Hilfe kinomedialer Unterstützung. In der Woche der Veröffentlichung debütiert Gary Go so in den deutschen Charts auf Platz 40. Das Album folgt Anfang November.
Noch ein Brite gab ab 9. Oktober sein CD-Debüt in Deutschland: Mr Hudson gehörenauf den Inseln zu den Upcoming Stars. Größere Bekanntheit erlangten sie letzten Sommer, als ihre Single Supernova Platz 2 der britischen Charts belegte. Als Vocalgast konnten sie Kanye West gewinnen, auf dessen Label sie mittlerweile veröffentlichen und der so ein wenig als ihr Entdecker gilt. Wie gesagt: in Großbritannien sind sie mehr oder weniger auf dem Weg zu einer ordentlichen Karriere, in Deutschland soll es nun auch zur Sache gehen. Aber, so richtig durchschlagend ist der Erfolg noch nicht … bzw. halten sich auch die Marketingaktivitäten derzeit noch in Grenzen. Supernova gelangt in der Woche der Veröffentlichung auf Platz 47. Das ist gerade mal ein Achtungserfolg, entspricht auch sehr genau dem, wie der Track hierankommen muss. Erstmal klingt die Produktion für kontinentaleuropäische Ohren nämlich eher durchschnittlich. Ok, da ist vielleicht der eine oder andere Soundschnipsel, der sogar aufhorchen lassen könnte, aber um das Ganze an die Massen zu bringen bräuchte es wohl Dauerpräsenz, die der Titel absolut nicht hat. So wird es für Mr Hudson hier wohl noch ein Weilchen dauern, bis man ihnen zu Füßen liegt.
Kanye West dagegen fügt mit Supernova einen weiteren Titel seiner aktuellen Hitliste hinzu und gehört im Moment zu den omnipräsenten Künstlern der Stunde. Allein 2009 hat er nun sieben verschiedene Charttitel auf dem Konto. Das gelang in den vergangenen zehn Monaten lediglich Rihanna und natürlich Michael Jackson, der mit 24 Titeln (bzw. 25 wenn man die Jackson Five dazu zählt) unangefochten den Rekord hält.
Wenn wir hier die aktuellen Veröffentlichungen abhandeln und dabei kommerziell erfolgreiche Trends begleiten, dann sind es nicht immer nur die neuesten Sounds, die uns da unter die Finger kommen. Eine ganze Weile schon gibt es ein mehr oder weniger erfolgreiches Swing-Revival. Wir erinnern uns nur an Roger Cicero oder auch den letzten deutschen Eurovisions-Beitrag von Alex Swings Oscar Sings. Einer der Auslöser für diese Welle ist und war (neben anderen) Michael Bublé. Der smarte Kanadier ist seit spätestens 2005 hierzulande richtig erfolgreich und gern gesehener Gast in allerlei Familiensendungen. Seine gefällige Mischung aus Jazz und eben Swing ist genau jene Musik, die viele durch ihren Alltag begleiten. Tja, und das ganze strotzt immer derart vor guter Laune, dass man sich fast schon nicht entziehen kann – es sei denn, man besteht darauf der Spielverderber zu sein. In diesen Tagen (genau am 16. Oktober) erschien sein neues Album, die Vorabsingle Haven’t Met You Yet ist bereits seit 9. Oktober zu haben. Und klar, sie platziert sich auch in der Verkaufsliste. Zwar nur auf Platz 55, was nicht derartig überschwenglich ist, aber in diesem Genre und bei diesem Künstler heißt das noch nicht viel. In den kommenden Wochen wird uns Haven’t Met You Yet mit Sicherheit begleiten und wahrscheinlich auch noch das eine oder andere Plätzchen dazu addieren können.
Mit der Ankunft in der unteren Hälfte der Charts, sind wir auch schon bei dem angelangt, was da so an Dauerbrennern und Modernen Klassikern herumgeistert. Der Long Tail der Charts hält ja immer einige Überraschungen bereit. Zum Beispiel diese: 2008 war eine der schrägsten und erstaunlichsten Kolaborationen die zwischen Bushido feat. Karel Gott. Gemeinsam verhalfen sie dem Alphaville-Klassiker Forever Young in einer deutschen Version zu neuem Leben. Für die einen (wie VIVA und MTV) war das grässlich, weil zu viel Schlager, für die anderen (Blogschreiber wie Lakritz und Schokolade) konnte Bushido plötzlich punkten und sogar ein positives Image aufbauen. Ein Jahr später gibt es dann aber noch einmal negative Schlagzeilen für Bushido. Sein Schlagerpartner aus Tschechien hatte nämlich angefragt, ob er die Zusammenarbeit Für immer jung auch auf sein nächstes Album nehmen darf. Die Antwort: erstmal Schweigen, dann irgendwie ein anwaltliches Nein und eine etwas halbherzige Entschuldigung des Rappers … Hmm, die Bunte ist entsetzt, andere Medien tun es ihr gleich, im Grunde ist das Ganze aber eher lustig. Bushido entscheidet sich also mehr oder weniger dagegen, in der Generation der Schwiegermütter und Omas zum Vorzeigestar zu werden. Das ist doch mal konsequent und vielleicht auch nötig, denn wer sein Leben von Uli Edel verfilmen lässt, muss wohl wirklich aufpassen, nicht an Street Credibility zu verlieren. – Ob dieser „Skandal“ nun tatsächlich dafür gesorgt hat, dass Für immer jung plötzlich wieder nachgefragt ist … ich weiss es nicht. Allerdings hab ich auch nicht wirklich ein Ereignis gefunden, welches nun dafür gesorgt haben könnte. Ihr werdet es sicher wissen. Bushido und Karel Gott sind also wieder mal drin in den Charts, nach siebenmonatiger Pause steht Für immer jung wieder auf der 59. Immerhin die 16. notierte Woche. Wirklich toll find ich den Song deshalb trotzdem nicht.
Schlager und Dauerbrenner … wir machen direkt weiter, denn diese beiden Keywords stehen ganz fett auch an der folgenden Neuauflage dran: Michael Wendler, der Schlager-Pop-König (oder war es Discofox?), bringt ein Reload seines Hits Nina heraus. 2008 war dieser Titel immerhin Platz 24 der media control-Verkaufsliste gewesen. Und weil sich die deutschsprachige Partyszene nicht so wahnsinnig ändert, gehört Nina auch eineinhalb Jahre nach Veröffentlichung noch zu den Standards. Also muss ein Remix her. In diesem Fall sogar einer, der mit einem zusätzlichen Rap(!)-Part versehen wurde. Natürlich ist Michael Wendler (noch) nicht so kultig wie Karel Gott, deshalb reicht es als Rap-Partner nur für Mr. James, The Party Doctor. Der mittlerweile in Köln lebende Amerikaner war bereits mit den Ghetto People in den 90ern erfolgreich. Danach hat er mit allerlei Karnevals-Bands neue Versionen ihrer Hits eingespielt. In seinen Solo-Programmen interpretiert er mit schönem Dialekt so ziemlich das komplette Kölsch-Repertoire. Tja, und nun hat er also auch seinen ersten veritablen Chart-Hit als Solo-Künstler, denn Nina Reloaded kann sich nach Veröffentlichung als CD auf Platz 63 der Charts etablieren.
Wir befinden uns weiter in der Gattung Schlager/Karneval. Die kommende Saison wirft ihre Schatten voraus und die ersten Karnevals-Hits stehen in den CD-Regalen. Unter anderem auch die aktuelle Single der HÖHNER.. Alljährlich ziehen sie spätestens im Februar mit ihrem Gassenhauer Viva Colonia in die Liste ein. Ein bunter Reigen weiterer Hits von ihnen folgt meist direkt im Schlepptau. Neu zur Runde gehört seit jetzt Schenk Mir Dein Herz. Mit Veröffentlichung als Single eingestiegen auf platz 71. Sicher auch bald einer der Titel, die immer wieder in den Charts stehen.
Karnevalssongs sind das eine, die Popstars das andere. In der vierten Workshopwoche in Las Vegas (ausgestrahlt am 15. Oktober) gab es wieder einmal einen Song, der ganz besonders gut ankam. The Scientistim Original von Coldplay, bei Popstars performt von Elif, Esra, Andy, Sandra und Daniel schafft direkt am Abend nach der TV-Ausstrahlung per Download Platz 5 in den iTunes-Charts. Das reicht in der Wochenauswertung von media control noch für Platz 77. Damit steht der Song nach fast sieben Jahren sogar höher notiert als zu seinem Erscheinen als Single im Jahr 2002. Damals schafften Coldplay in zwei Chartwochen lediglich Platz 87. Offensichtlich erzählen Chartplatzierungen doch nicht immer etwas über die wahre Popularität von Songs. Es steht zu erwarten, dass in der nächsten Woche The Scientist sogar nochmal höher geht, denn wie im Fall von Leona Lewis’ Hit Run ist ein Großteil der Fernsehzuschauer nicht ganz so schnell und nutzt erst den Freitag bzw. das kommende Wochenende zum Download ihres wiederentdeckten lieblingssongs. Und diese Tage gehen dann ja schon in die neue Auswertung ein. Im Fall von Leona Lewis brachte der TV-Einsatz ja sogar einen längerfristigen Effekt: wiedereingestiegen vor genau einem Monat auf der 68 ging es in der kommenden Woche bis zu Platz 36 und sogar jetzt noch wird Run notiert auf Platz 73 (von 63 fallend). Das sind also auch für Coldplay ganz gute Aussichten.
The Scientist stammt übrigens vom Album A Rush Of Blood To The Head. Es war die zweite Auskopplung aus dem Album und für Coldplay überhaupt die zweite Single, die sich in den deutschen Singlecharts platzieren konnte. – Laut oljo.de ist auch die Version der Popstars-Kandidatinnen als e-Track erhältlich. Es könnte also sein, dass wir The Scientist in der kommenden Woche gleich nochmal begrüßen dürfen.
Zurück als ganz junger Klassiker ist auch Kelly Clarkson. Ihr Hit in diesem Jahr hieß My Life Would Suck Without You. Ein schönes Stück Pop-Rock, deutlich inspiriert von Katy Perry und im März des Jahres immerhin Platz 6 in Deutschland. 19 Wochen nacheinander war der Titel platziert, dann schlug die Sperrklausel zu. In der letzten Woche war dann wieder alles möglich, nur die Verkäufe zu schwach. In dieser Woche reicht es nochmal für ein kurzes Intermezzo und Kelly Clarkson rutscht noch einmal in die Liste auf Platz 99. Damit ist My Life Would Suck Without You der zweiterfolgreichste Titel der Sängerin. Besser verkaufte sich lediglich Because Of You, welches im Jahr 2006 Platz 4 in Deutschland erobern konnte und bis heute immer wieder mal in den Charts auftaucht, zuletzt Ende Mai diesen Jahres. – Already Gone, die aktuelle Single, geht in dieser Woche übrigens von der 29 auf die 33.
Was ein Klassiker ist, zeigt sich auch daran, dass Titel wieder zurück kehren, wenn es neues Material von Künstlern gibt. Zum Beispiel Robbie Williams. In dieser Woche fulminant auf Platz 1 gestartet, kehrt ein Titel ganz am Ende der Charts zurück ins kollektive Bewusstsein, der offensichtlich enorm signifikant für den Künstler steht. Bezeichnend ist dabei, dass es sich hier nicht um einen seiner ganz ganz großen Hits handelt, sondern ein Titel, der ihn am Anfang seiner Solo-Karriere mit berühmt machte. Die Rede ist von Angels. Es war die vierte Auskopplung aus dem Debüt-Album Life Through A Lens und es erreichte im Januar 1998 Platz 9 der deutschen Charts. 18 Wochen war der Titel damals platziert, seitdem nicht mehr in der Liste aufgetaucht und nun wieder zurück. Platz 100 – Robbie Williams ganz oben und ganz unten in der Liste.
So, und dann gehört zu den neun Neueinsteigern der Woche auch ein reiner Digitaltrack von Nickelback. Diese durften in Stefan Raabs „TV Total Stock Car Crash Challenge“ihren aktuellen Song performen: Burn It To The Ground aus dem Album Dark Horse, immerhin die fünfte Auskopplung (wenn auch nicht auf CD erschienen). Die e-Single ist bereits seit 4. September zu erwerben, nach dem derzeitigen Auswertungsmodell von media control haben aber reine Digitalveröffentlichungen nicht wahnsinnig große Chancen auf Platzierungen. So blieb also auch Burn It To The Ground außerhalb der Liste. Mit dem Auftritt bei Stefan Raab zur besten Sendezeit ändert sich das schlagartig. Der Titel steigt ein auf Platz 65. – Gewohnt kräftige Kost, schöner treibender Rhythmus … hätte eigentlich sogar mehr verdient als diesen Platz 65.
Ganz am Ende der deutschen Charts tritt ein junger Mann mit seinem Solo-Debüt in Erscheinung, der in Fankreisen bereits als die neue Entdeckung des deutschen Schlagers gefeiert wird. Gerrit Winter ist sein Name, und wenn man diesen Namen durch die Sucmaschinen jagt, dann landet man unter anderem bei Fame Academy, einer Casting-Show auf RTL II, die 2003 mit einer Staffel ziemlich floppte. Neben ein paar Videos auf youtube blieben vor allem die Singles zum Schlusscasting als Beweise. Und dort tauchte auch Gerrit Winters Name erstmals auf. Life Is A Rollercoaster war sein Titel, mit dem er es immerhin zwei Wochen in die deutschen Charts brachte, Platz 91 war damals das Höchste. – Nun ikst Gerrit Winter wieder da, wieder hat er sich RTL II als Medienpartner ausgesucht, und gerade promotet er sein Album Wovon träumst du. Der Titelsong wurde wie üblich bereits vorher ausgekoppelt und kann sich tatsächlich in den deutschen Charts platzieren. Platz 96 – ob das der Beginn einer Traumkarriere ist?
Und nach einer Woche Pause nun doch noch einmal dabei, denn neun Wochen sind noch nicht voll: The All-American Rejects mit I Wanna. Platz 97 derzeit.
Labels:
Bushido,
Cascada,
Coldplay,
Filmmusik,
Gary Go,
Kanye West,
Karel Gott,
Michael Bublé,
Michael Wendler,
Mr Hudson,
Nena,
Popstars,
Robbie Williams,
Swing
23. Oktober 2009: And the winner is Robbie
War ja klar, ohne Zweifel. Seitdem die Single ihre Radiopremiere hatte, reißen sich die Stationen um Bodies. Airplay-Nr.1 seit ... Wochen. Das heizt auch die Musikkäuferinnen an und kaum ist die CD draußen, schießt sie auf die Position 1. Zum dritten mal steht Robbie Williams also als Solo-Künstler an der Spitze der deutschen Charts. Dabei hat seine Entwicklung zum Nr.1-Artist recht lang gedauert. Nach dem Split von Take That platzierte sich seine erste Solo-Single Freedom im August 1996 in den Charts. Und erst vor fast auf den Tag genau vier Jahren konnte er seine erste Solo-Nr.1 mit Tripping einfahren. Natürlich war er in den 90ern schon einmal mit Take That ganz oben notiert worden.
Bodies ist der 77. Titel in den deutschen Charts, der direkt an der Spitze einsteigt. Für Robbie Williams ist es das dritte mal, dass er diesen Sprung vollführen kann. Nach Tripping 2005 war es ihm ein Jahr später mit Rudebox genauso gelungen. Seitdem war es dann fast ein bisschen ruhig um den Star. 2007 stand die Zusammenarbeit mit den Pet Shop Boys She’s Madonna nochmal auf Position vier, aber dann kam erstmal nichts mehr. In diesem Jahr gab es im April ein winziges Wiedersehen, als Robbie Williams den gesangspart für Sander von Doorn und sein Close My Eyes lieferte. Das ging allerdings nur bis Platz 33 und erhielt wenig Aufmerksamkeit. Nun aber ist mit großem Promotionaufwand das neue Album Reality Killed The Video Star angekündigt. Am 6. November soll es erscheinen und es wurde schon viel darüber geredet, ob Robbie Williams tatsächlich noch die Kraft hat Hits zu liefern oder nicht. Offensichtlich hat er sie noch. Und nun fragt man sich: ist dieser Solo-Erfolg gut oder schlecht für eine künftige Reunion von Take That und dem Abtrünnigen?
Bodies, die 30. Single für Robbie Williams in den deutschen Charts, agiert ganz gut zwischen etwas verstörendem Knarzsound und orchestralen Streichflächen. Und so ähnlich tut es der Text, da geht es um Gottes- und Jesusfürchtigkeit genauso wie um die Auflehnung dagegen … alles in allem sehr ambivalent, gipfelnd in der Feststellung: „All We’ve Ever Wanted Is To Look Good Naked“ – wie wahr und hedonistisch … wow! Einzig, dass wirklich alle auf den Titel derzeit abfahren, macht mich fast ein bisschen zweifeln. Ist das nun der ultimative Stand aktueller Pop-Musik oder einfach nur cleveres Marketing? Wir werden’s wohl nicht herausbekommen.
Mit dem Satz auf die Position 1 schiebt Robbie Williams die komplette Spitzengruppe um jeweils einen Platz nach unten: Lady Gaga räumt mit Paparazzi die Spitze und steht nun auf Position 2, David Guetta feat. Akon kann sich mit Sexy Bitch die 3 schnappen und Marit Larsen steht mit If A Song Could Get me You auf Platz 4.
Bewegung in den Top 10 gibt es eigentlich nur durch Scooter, die mit Ti Sento nun doch noch einen Platz auf die 10 steigen können und so auch in diesem Jahr ihren Top 10-Hit einfahren. Die neue Version ist damit platzierungsmäßig erfolgreicher als das Original aus den 80ern. Es ist bereits die 23. Single von Scooter, die es in diese Höhen schafft. Der letzte Titel war 2008 I’m Lonely und dieser kam bis zum Platz 8.
Bodies ist der 77. Titel in den deutschen Charts, der direkt an der Spitze einsteigt. Für Robbie Williams ist es das dritte mal, dass er diesen Sprung vollführen kann. Nach Tripping 2005 war es ihm ein Jahr später mit Rudebox genauso gelungen. Seitdem war es dann fast ein bisschen ruhig um den Star. 2007 stand die Zusammenarbeit mit den Pet Shop Boys She’s Madonna nochmal auf Position vier, aber dann kam erstmal nichts mehr. In diesem Jahr gab es im April ein winziges Wiedersehen, als Robbie Williams den gesangspart für Sander von Doorn und sein Close My Eyes lieferte. Das ging allerdings nur bis Platz 33 und erhielt wenig Aufmerksamkeit. Nun aber ist mit großem Promotionaufwand das neue Album Reality Killed The Video Star angekündigt. Am 6. November soll es erscheinen und es wurde schon viel darüber geredet, ob Robbie Williams tatsächlich noch die Kraft hat Hits zu liefern oder nicht. Offensichtlich hat er sie noch. Und nun fragt man sich: ist dieser Solo-Erfolg gut oder schlecht für eine künftige Reunion von Take That und dem Abtrünnigen?
Bodies, die 30. Single für Robbie Williams in den deutschen Charts, agiert ganz gut zwischen etwas verstörendem Knarzsound und orchestralen Streichflächen. Und so ähnlich tut es der Text, da geht es um Gottes- und Jesusfürchtigkeit genauso wie um die Auflehnung dagegen … alles in allem sehr ambivalent, gipfelnd in der Feststellung: „All We’ve Ever Wanted Is To Look Good Naked“ – wie wahr und hedonistisch … wow! Einzig, dass wirklich alle auf den Titel derzeit abfahren, macht mich fast ein bisschen zweifeln. Ist das nun der ultimative Stand aktueller Pop-Musik oder einfach nur cleveres Marketing? Wir werden’s wohl nicht herausbekommen.
Mit dem Satz auf die Position 1 schiebt Robbie Williams die komplette Spitzengruppe um jeweils einen Platz nach unten: Lady Gaga räumt mit Paparazzi die Spitze und steht nun auf Position 2, David Guetta feat. Akon kann sich mit Sexy Bitch die 3 schnappen und Marit Larsen steht mit If A Song Could Get me You auf Platz 4.
Bewegung in den Top 10 gibt es eigentlich nur durch Scooter, die mit Ti Sento nun doch noch einen Platz auf die 10 steigen können und so auch in diesem Jahr ihren Top 10-Hit einfahren. Die neue Version ist damit platzierungsmäßig erfolgreicher als das Original aus den 80ern. Es ist bereits die 23. Single von Scooter, die es in diese Höhen schafft. Der letzte Titel war 2008 I’m Lonely und dieser kam bis zum Platz 8.
Labels:
Nr.1,
Robbie Williams,
Scooter
Subscribe to:
Posts (Atom)