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13th of March 15: The Biggest Hit of Kanye West

No change at the Top. It is still Ellie Goulding and her anthem Love Me Like You Do that rules the sales and airplays list. The British charts that are published a bit faster just this current week see the song dipping to number 2 after four weeks at the top–that might be the first sign of weakness of the song. So far it still tops the daily German iTunes list.

More historical is the 5–3 rise of FourFive Seconds recorded by Rihanna, Kanye West and Paul McCartney. It is now the best performing single of the American rapper. So far the collaboration with Estelle American Boy held that crown by peaking at number 5 in 2008. Also Paul McCartney has reason to celebrate. It is his first appearance inside the Top3 since 1992 when Hope Of Deliverance stopped exactly at number 3.
With Paul McCartney charting alongside Kanye West at number 65 we have another historical moment. All Day is the 81st chart hit that has Paul McCartney somehow involved. The list contains 41 singles recorded by The Beatles, 15 by Wings, 23 under his own name and the Band Aid singles of 1984 and 2004 on which he also appeared. 82 chart entries–that's one more than Austrian singer Peter Alexander collected under his belt. Of course Mr. Alexander released all the entries under his own artist name. It's your decision what to count as more substantial.


Further Gainers
Next typical deep house track arrives at number 9. Wolke 4 was released by Philipp Dittberner & Marv and enters the Top 10 in its 7th week.

Highest new entry is the 37th chart hit for grönemeyer. His new single is called Fang mich an.


Revolverheld finds some more friends due to the appearance of singer Johannes Strate on The Voice of Germany Kids which has fantastic viewer rates since the new season started in January and even overtakes long time leader Deutschland sucht den Superstar. Additionally on February 28th Revolverheld was announced as nominee for two categories of the ECHO award in March. As an effect Ich lass für dich das Licht an re-enters at number 67 and Las uns gehen at number 76. It is the 51st resp. 30th chart week of the songs.

First effects of upcoming Eurovision Song Contest appear inside the list. The national qualifying show was aired on Thursday 5th of March. Already while the show was going on a lot of people downloaded the most convincing songs. Leading the pack of course is later winner Andreas Kümmert with Heart Of Stone landing at number 84 after two hours of sale.
Surprising is the result of Alexa Feser who lands at number 87 with Glück. She made it into the semi final of the qualifying with that song. Then she staged with another song (Das Gold von morgen)and failed.




Beste CD-Starts der Woche: K'NAAN, Adam Lambert, Die Fantastischen Vier

Laut Pressemitteilung von media control, starten in dieser Woche gleich drei CD-Neuerscheinungen mit Platzierungen in den Top 10. An erster Stelle – natürlich – K’NAAN mit seiner Fußball-WM-Hymne Wavin’ Flag. Fußball-Songs sind in gewisser Weise eine besondere Kategorie und meist sowieso über Kritik erhaben. Sie müssen funktionieren, indem sie einen hohen Wiedererkennungseffekt haben, in Massen-Situationen zünden und am besten auch noch einen möglichst mitsingbaren Refrain haben. Das hat in der Vergangeheit dann häufiger auch dazu geführt, dass diese Hymnen mit einem gehörig volkstümlichen Charakter daherkamen: Hauptsache mitgrölen und besinnungslos auf der Stelle hopsen können …

In den letzten Jahren hat sich da allerdings eine besondere Wendung ergeben, oder sagen wir besser: ein neuer Farbton hat sich dazugesellt. Ich würde sagen, spätestens seit der WM 2006 gehört zum Leitthema des Großereignis auch ein irgendwie völkerverbindendes, ethnohaftes Element. Herbert Grönemeyer holte sich deshalb Amadou & Miriam aus Mali an seine Seite; 2008 zur Euro 2008 gab es mit Shaggy feat. Trix & Flix ein nicht minder weltumspannendes Exotik-Feeling. Natürlich, die alte Variante mit Massenbegeisterung und Stadiongefühl gibt es ebenfalls noch, auffallend ist der Trend dennoch. Besonders da in diesem Jahr nun der erste Titel mit Verbindung zur WM genau diesem Schema wieder folgt. K’NAAN stammt laut wikipedia aus Somalia, lebt aber seit 20 Jahren in Kanada. In der Vergangeheit war er besonders aktiv im Umfeld humanitärer Aktionen. Jetzt ist er dem Ruf des coca cola-Konzerns gefolgt und nutzt die Chance für globale Medienpräsenz. Wavin’ Flag ist somit wenig verwunderlich der beste CD-Neustart der Woche. Und wenn man den digitalen Läden glauben darf, erscheint demnächst eine weitere Version (featuring Fefe) und mich würde nicht wundern, wenn da in wenigen Wochen nicht auch noch besondere Mixe und Abmischungen zu haben wären. Mit allergrößter Wahrscheinlichkeit entert K’NAAN in sehr naher Zukunft ohnehin den Spitzenplatz der Charts, bei iTunes ist dies ja seit nunmehr zwei Wochen schon der Fall.

Neustarter Nr.2 ist seit etwa der gleichen Zeit ebenfalls sehr gut in den iTunes-Charts zu finden, hatte einfach einen eher verhaltenen Start und landet so auch in der eher physikalisch geprägten media control-Liste ganz knapp hinter K’NAAN. Die Rede ist von Adam Lambert, Zweiter der letztjährigen American Idol-Staffel. Bisher hatte das US-amerikanische Pendant zu DSDS hierzulande kaum Auswirkungen, auch wenig Interesse. Lediglich die Siegerin der ersten Staffel Kelly Clarkson konnte sich dauerhaft einen Namen machen. Für Jordin Sparks, Siegerin im Jahr 2007, brauchte es zunächst mal ein Duett mit Chris Brown (No Air), ehe sich auch drei ihrer Solo-Titel in den Jahren 2008/09 den Weg zu ein paar mehr Hörer_innen in Deutschland bahnten. Mittlerweile ist es aber auch um sie schon wieder reichlich still geworden. – Warum das amerikanische Format hier nicht so richtig einschlägt, lässt sich vielleicht mit den streng geteilten TV-Märkten erklären. Die Superstars oder Casting-Bands leben ganz wesentlich durch ihre mediale Präsenz. Wir können sie über eine recht lange Zeit begleiten, erleben mit ihnen Höhen und Tiefen, wir haben Anteil und die Stars werden ein Teil unseres Lebens. Darin funktionieren alle Casting- und Talente-Shows gleich. Und das ist auch der ganz wesentliche Reiz und Grund für ihren Erfolg: Emotion. Wenn ich die Show aber nicht mitverfolge, dann bleibt eben nur noch das musikalische Resultat: die Stimme, die Melodie, die Produktion. Egal ob die nun am Ende besonders ausgetüftelt oder nachlässig daher kommt – die Gesamtkombination muss schon einigermaßen außerordentlich sein, um zum Hit zu werden, denn – geben wir es ruhig zu – von diesen Produktionen und Acts gibt es so viele … da höre ich doch ziemlich schnell weg, wenn es nicht irgendetwas gibt, das mich sofort fesselt. Und das wissen offensichtlich auch die Labels. Sie investieren dementsprechend lieber in die nationalen Shows und Acts, bevor sie sich mit unvorhersehbaren Produktionen eindecken und eventuell sogar noch finanzielle Flops landen.

Das einzig krude an dieser sonst gut nachvollziehbaren Haltungist, dass sich trotz aller sonstigen Globalisierung und Gleichschaltung die nationalen Musikmärkte extrem voneinander abkoppeln. Dazu kommen dann noch die unterschiedlichen Handhabungen in Sachen Urheber- und Leistungsschutz – et voilá: das was in Großbritannien ein Riesenhit ist, kann in Deutschland zum Beispiel völlig unbekannt bleiben. Der rumänische Top-Hit aus Frankreich, spielt in Norwegen gar keine Rolle usw. Gerade mal, dass noch die deutschsprachigen Länder so halbwegs aneinander gekoppelt sind – zumindest hat der große Bruder Deutschland es gut im Griff seine Formate auch in der Schweiz und Österreich zu vermarkten. Umgekehrt sieht es da ja schon wieder ganz anders aus.

Lange Rede, kurzer Sinn – mit qualitativer Musik (oder auch mit Hitqualitäten – was immer das heißt) hat der Musikmarkt nur am Rande was zu tun. Eher ist es ein Resultat gezielten Marketings. Dass dann trotzdem immer wieder mal Spontanhits auftauchen und den Weg zu Massenruhm schaffen, ist wunderbar.

Adam Lambert allerdings – um mal wieder auf den Ursprung zurück zu kommen – wäre vermutlich ohne großangelegte Strategie ebenfalls in der Unbekanntheit versunken. Aber, die Leute bei Sony sind natürlich nicht dumm – Adam Lambert ist sozusagen für den deutschen Markt wie geschaffen. Beim ersten kurzen Blick auf das Cover fällt auch auf, warum. Der Junge passt genau in die Tokio Hotel-Nische, in der das Original im Moment nicht mehr so ganz 100% das an Erfolg abwirft, was es könnte. Auch musikalisch gibt es genügend Berührungspunkte: rockige Attitüde, trotzdem nicht zu weit vom Pop-Markt entfernt. Whataya Want From Me gehört sozusagen auf den mp3-Players jedes weiblichen Teenagers. Das er außerdem auch noch der erste offen schwule Superstar aus den USA ist (zumindest der erste, der von Beginn seiner Karriere an nichts anderes behauptet hat), das ist ja dann sogar noch ein bisschen extra süß. Jetzt bleibt dann nur noch zu beobachten, wie dauerhaft der Erfolg ist. Zunächst steht zu vermuten: neue Gesichter verkaufen sich erstmal besser – und nur Teenie-Pop ist es am Ende auch nicht.

Der dritte CD-Neustart dieser Woche ist ärgerlich. Nicht, dass ich Die fantastischen Vier blöd finden würde. Ganz im Gegenteil. Aber lasst euch mal folgende Geschichte erzählen: Ich erfahre also von der neuen Single Gebt uns ruhig die Schuld, den Rest könnt ihr behalten, ich freu mich und surf grad los um mal zu hören wie das Teil so klingt. Bei iTunes, amazon und Konsorten kann ich in 30 Sekunden-Snippets reinhören. Naja, das ist schon mal ganz possierlich, aber was weiß ich schon? Da sind ja mindestens noch 3 Minuten Sound drumrum … Also segel ich weiter zur nächstbesten Videoplattform, wir kennen alle den Marktführer, und dort: „Dieses Video enthält Material, welches der Firma SONY gehört.“ Ähm, ok, ja, ich wollt’s ja nur mal kurz hören. Und überhaupt, hatten die Fanta 4 nicht mal extra ihr eigenes Label gegründet, um unabhängig zu sein und eventuell genau so was zu verhindern? Is sowieso komisch, denn der Account läuft genau auf den Fanta4 Namen, aber gut, das kann ja wohl jeder so anmelden. Dann find ich in der Tube einne Reihe von Verarschungen und Remix-Zerstückelungen. Interessiert mich jetzt aber grad nich so, ich will ja erstmal das Original hören. Ein Video macht eine putzige Weiterleitung zu tape.tv … immerhin, da könnte ich es in ganzer Länge hören … wenn meine Leitung schnell genug wäre. Aber ich sitz grad in der Pampa mit zu Fuß-Anschluss und höre immer nur 10 Sekunden Sound – Rebuffering – 10 Sekunden Sound – Rebuffering … Auch eine coole Version des Titels. Wiederholen geht auch nicht ganz so einfach … die Tube hat’s da irgendwie doch besser drauf. Ganz ehrlich. Nächste Anlaufstelle: die Homepage der Künstler selber. Auch dort … nicht der ganze Song, und Streaming-Probleme wegen zu schwacher Datenübertragungsrate. Ich verlier allmählich die Lust und auch das Interesse an dem Titel. Letzter Versuch: vimeo – da gibt es auch ne Version, versehen mit einem Hometape-Video. Naja … is gar nich so schlecht, nur einfach nicht, das was ich gesucht habe. Und der Sound ist auch eher dürftig. – Also, was mache ich: ich höre weiter das was ich kriegen kann. Zum Beispiel Sebastian Tellier … is eh viel cooler.

PS: Schlaumeier sagen natürlich – mensch, der Titel läuft doch im Radio und TV hoch und runter. Kann sein, aber das Radioprogramm halt ich nich aus, soll ich mir wirklich 5 bis 10 Stunden Müll reinziehen um einmal die Fanta 4 zu erwischen? Und MTV + VIVA … naja, scheiß Shows und Soaps … nee nee …

Die Fantastischen Vier sind trotzdem der beste deutsche Act, der in dieser Woche startet und landen laut media control auf Platz 10 des Single-Rankings. Schön. Sie waren sogar fast auf den Tag genau vor zwei Jahren das letzte Mal bei media control platziert – auch ne schöne Zahl. Und es ist überhaupt der erste Top 10-Erfolg seit 2004. Erstaunlich. Ich bin trotzdem irgendwie sauer … vielleicht nicht auf die Jungs, aber mal wieder auf das Business. – Ich hoffe ihr hattet bessere Erfahrungen.

Ach ja – was ich dann schon finde, und was wirklich nützlich ist: es gibt genügend Anleitungen, wie ich meine IP-Adresse faken kann und nicht mehr als jemand erkannt werde, der sich von Deutschland aus einwählt. Und schon kann ich auch die Fanta 4 in voller Schönheit und Länge bewundern. Und jetzt nach ein paarmal hören hab ich tatsächlich Bock, mir auch noch die CD in echt zu kaufen. Wenn sie optisch was hermacht …

Nochmal PPS: bei amazon gibt es jetzt doch den kompletten Videoclip zum anschauen – super – es ist nicht alles blöd auf dieser Welt. Warum nur auf amazon ist auch relativ schnell klar … wem gehört dieser Laden eigentlich?

18. September 09: Shakira vs. Madonna

Das war’s also, das große Duell zum Septemberanfang. Und gewonnen hat ... Tusch und Fanfare … Shakira. Mit She Wolf hängt sie ziemlich deutlich Konkurrentin Madonna ab. Da können wir jetzt philosophieren: hängt es am deutlicheren Video? Verkauft sich Shakira als Sexobjekt besser? Ich mein, der Text ist ja recht eindeutig. Shakiras Inszenierung auch. Da hilft es auch nicht, wenn die Künstlerin selber vor allem davon spricht, dass sie sich mit diesem Song wesentlich emanzipierter fühlt. Frauen als wilde Tiere, die man(n) nur mit Vorsicht rauslassen sollte … Hmmm, ich finde, das ist nicht wahnsinnig feministisch. Aber gut, das will Shakira ja sicher auch gar nicht sein. Madonna ist da schon von anderem Kaliber. … Gründe für das vorliegende Ergebnis gibt es sicher genug. Vielleicht ist es auch der Titel selber. Ich hatte zuerst die Begegnung mit dem Moto Blanco Mix, der arg daneben ging weil er nur auf 70er Jahre Mittelmaß-Gedudel macht. Erst später hab ich die Radioversion gehört und festgestellt, dass die zurückgenommene Instrumentierung gar nicht so schlecht ist. Da funktioniert dann sogar die Gitarre, die ein bisschen an richtige 70er-Jahre-Rockbands erinnert. Und gegen einen Streicher-Wisch hab ich auch nichts. Wirklich toll ist allerdings vor allem die spanische Variante unter dem Titel Loba. Und vielleicht noch ein wenig Gossip: She Wolf ist in den USA die Werbetrailermusik für die neue Staffel von Desperate Housewives … dann sollte es also auch in Amerika noch ordentlich zur Sache gehen.

Mit She Wolf kündigt Shakira ihr kommendes Album an, welches den gleichen Namen trägt. Es soll am 9. Oktober erscheinen und bis dahin werde wir die Single wohl noch einige male hören. Epic records – Shakiras Label in Amerika – verkündete allerdings bereits, dass Did It Again die nächste Single sein wird. Zunächst ist aber She Wolf in den Läden und landet in der ersten Woche auf Rang 2. Das ist natürlich der höchste Neuzugang und beschert Shakira nach zwei Jahren Chartabstinenz ein ziemlich fulminantes Comeback. Es ist Shakiras zehnte Single in den Charts und mit sieben davon unter den ersten 10 und fünf entweder auf der 1 oder 2 ist sie wohl derzeit eine der erfolgreichsten Künstlerinnen. She Wolf ist der Nachfolger zu ihrem dritten Nr.1-Hit Beautiful Liar, den sie in Kooperation mit Beyoncé lancierte. Mit Platz 2 verfehlt sie das Doppel, aber das könnte sich in der kommenden Woche auch noch ändern.

Shakira auf Platz 2, das bedeutet: Woche vier an der Spitze für Marit Larsen und ihr Märchenprinzessinenelfenlied If A Song Could Get Me You. Aber wie lang wird die Norwegerin dem Druck noch standhalten? Laut aktueller iTunes-Charts – die ja immer deutlich aktueller sind und schonmal die kommenden Trends skizzieren – bleibt sie allerdings weiter vorne in der Gunst der Käufer_Innen. Vor ihr kann sich momentan nur Paparazzi von Lady GaGa platzieren. Shakira dagegen liegt mit Platz 6 doch deutlich abgeschlagen im Verfolgerfeld. Marit Larsen wird also zumindest mit der südamerikanischen Konkurrenz ganz gut fertig. Nordische Coolness und Verträumtheit gewinnt gegen lateinamerikanische Sexyness – das finde ich nicht mal unsympathisch.

Schnell noch einen Blick auf die Performanz von Marit Larsen in anderen Charts in Europa bzw. im deutschsprachigen Raum, denn nur dort vermarktet ihre Firma sie momentan. Hier hält sie sich ganz gut. In Österreich steht sie weiterhin auf Position 1 (in der dritten Woche), die Schweiz meldet Platz 2. Und in der gesamteuropäischen Auswertung meldet MTV aktuell einen Platzgewinn von 16 auf 13. Na geht doch.

Und um die oberen 3 voll zu machen hier noch schnell der Satz: David Guetta feat. Akon rutschen mit Sexy Bitch einen Rang nach unten. In den Euro-Charts veröffentlicht bei MTV steht Sexy Bitch neu ganz oben. Zu erleben ist der DJ in den nächsten Tagen auf Ibiza und Malta. Für alle, die den Sommer noch nicht zu Ende gehen lassen wollen.

So, und nun endlich wird es Zeit zum in der Überschrift beschriebenen Duell zurückzukehren. Madonna ist also auch zurück. Allerdings anders als Shakira war Madonna gar nicht richtig weg. Anfang des Jahres noch war ihre letzte Single Miles Away in den Charts präsent. Und trotzdem war die Aufregung irgendwie groß als Ende Juli Celebration angekündigt wurde und in den vorzeitigen Digitalverkauf ging. Ziemlich fix stieg sie in so ziemlich allen Ländern auf Platz 1 der iTunes-Charts, eigentlich war der August bereits der Monat von Celebration. Warum das in gar keiner Weise in den offiziellen Charts zu bemerken war ist mir ein Rätsel. Ich könnte jetzt an der Korrektheit der Ermittlung zweifeln. Oder aber iTunes gehört nicht zu den in die Chartermittlung eingehenden Online-Portalen (was ich aber nicht glauben kann). Könnte auch sein, dass iTunes zwar einen ziemlich guten Ruf hat, aber in Wirklichkeit doch eher mäßigen Umsatz bringt. Wenn ein Titel bei amazon als Online-Track zur Verfügung steht, dann hat das meist sofort Auswirkungen auf die Liste. Hier wird offensichtlich viel mehr abgesetzt. So weit mal ein Erklärungsversuch, warum Celebration erst mit so viel Verspätung in der Liste auftaucht.

Celebration ist nicht nur der Titel der Single, sondern auch der Titel des dritten Best of-Albums von Madonna,welches am 18. September erscheint (also jetzt). Für diesen zusätzlichen Song, der als einziger neuer auf der Compilationenthalten ist, arbeitet Madonna wieder mit Paul Oakenfold zusammen. Dieser hatte bereits das Album Ray Of Light produziert. Und so kommt es, dass Celebration tatsächlich einen gehörigen 90er Jahre-Club-Appeal hat, mit 303-Geschrammel und trancelastigen Breaks. Obwohl das alles schon längst Geschichte ist, funktioniert es aber verdammt gut auch im Jahr 2009. Ist das vielleicht der erste funktionierende Song des 90er –Revivals? Entsprechend des Sounds gehts im Song auch um nichts anderes als um eine Einladung zur Party. Auch das sehr 90er.

Mit Celebration landet Madonna ihren 59. Hit in den deutschen Charts. media control meldete am Dienstag, dass sie bisher insgesamt 830 Wochen in der Liste notiert war und damit die erfolgreichste Künstlerin überhaupt ist. Celebration steigt direkt ein auf Platz 5 und ist damit der 19. Hit unter den ersten 5. Und noch eine Statistik: mit Celebration steht Madonna genau jetzt eine 164. Woche unter den ersten 10. Zum Vergleich: Michael jackson hat es nur auf 116 Top 10-Wochen gebracht.

Von den ganz großen Stars, die wir hier abgehandelt haben, geht es nun zu den upcoming Newcomern. Der erfolgreichste ist in dieser Woche Justin Bieber. Der Junge ist gerade mal 15 Jahre alt und die Legende besagt, dass er über youTube seine Karriere begann, wo ihn sein künftiger Manager aufpickte. Dieser brachte ihn dann mit Usher in Kontakt und schon startete die Karriere so richtig professionell. Bei The Dome 51, welches Anfang September über die Bildschirme flimmerte, trat Justin Bieber ebenfalls auf und nun steigt seine Debüt-Single One Time in die Charts. Platz 14 für den … nun ja … nicht wirklich originellen R’n’B-Song. Teenie-Pop für Teenies – da bin ich ohnehin nicht der Richtige, um das weiter zu bewerten.

Der größte Aufsteiger innerhalb der Charts sind Kid Cudi featuring Kanye West & Common Scratches By A-Trak mit Make Her Say. Gefeiert habe ich den Titel schon in der letzten Woche. Er gehört für mich zu dem Irrsinnigsten, was es derzeit auf dem Markt gibt. Ob der Titel ”Highest Climber” jetzt wirklich bedeutet, dass die Masse Gefallen an dem Stück findet, weiß ich nicht. Der ”tolle” Sprung” besteht nämlich lediglich aus einer Verbesserung von der 99 auf die 85. Hmmm … trotzdem geiler Track.