Not very much to tell about – a few new releases are entering the charts this week. I mention them in a hurry now.
Number 20: UNHEILIG Für immer (Forever) – succeeding song for the surprising number 2 hit Geboren um zu leben (Born For Living); will probably disappear soon and die in the shadow of still massive selling predecessor (actually ranking at number 4), presented at The Dome 54 on 20th of May.
Number 22: B.o.B feat. Bruno Mars Nothin' On You – last week number one in Great Britain, a few weeks before same position in the US; now released in continental Europe as well; the real breakthrough looks different.
Number 24: Christina Aguilera Not Myself Tonight - James Masterton wrote a very accurate summary a few weeks ago – nothing to add; as everywhere in the world the new single of Christina Aguilera fails also in Germany. – To tell some good news: 2010 is the 12th consecutive years which sees Christina Aguilera charting with a track related to her name.
Number 27: USHER featuring WILL.I.AM OMG- another US superstar who misses landing a massive hit in central Europe; the market in german speaking countries seems to develop almost completely independent; remarkably significant in the way German music industry is acting against youtube etc.
Number 41: Agnes On And On - the predecessor to her hit Release Me; not as earcatchy as the one before; the company waited long releasing this track; maybe too long?
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Agnes, Milow und Nena hoch, Editors, Schnuffel und ASP neu
Im Moment gibt es einen Hit, der überall zu hören ist: im Küchenradio, im Einkaufszentrum, sogar im Cineplexx … logisch steigt dieser Titel dann auch in der Nachfrage und in den Umsatz-Charts: Release Me von Agnes. In der letzten Woche hatte sie sich bereits mit Platz 12 auf eine Bestplatzierung vorgehangelt. In dieser Woche, ihrer siebten in den Charts, geht es noch weiter nach oben, direkt unter die besten fünf auf Platz 5. Rückenwind erhält die Single sicher auch durch die Veröffentlichung des Albums Dance Love Pop, welches seit dem 2. Oktober auf dem Markt ist. Offensichtlich trauen sich aber zahlreiche Käufer noch nicht so recht an den Longplayer heran, er startet lediglich auf Platz 69. Der Griff zur Single ist da vermutlich einfacher. Und mehr und mehr bohrt sich Release Me in die Ohren und ins Bewusstsein … Ich bin gespannt, ab wann wir den Titel nicht mehr hören können.
Zu den Gewinnern der Woche gehören auch die Gäste von Thomas Gottschalk in seiner 183. Folge von „Wetten dass…?“. Die Show erhielt zwar fast ausschließlich negative Kritiken, ein Garant für steigende Umsätze ist sie dennoch. Zum Beispiel profitiert Nelly Furtado ganz wesentliche davon, dass sie in der Show ihren letzten Hit Manos Al Aire vortragen konnte. Prompt steigt der Titel, der sich eigentlich schon deutlich auf dem Rückzug befand, von der 24 noch einmal auf die 17. – Die Gerüchteküche meldet übrigens aktuell, dass Nelly gerade eine Reihe von Songs mit Timbaland fertig geschrieben hat, die auf ihrem 2010 kommenden Album enthalten sein sollen.
Zweiter großer Nutznießer von einem Wetten dass … ?-Auftritt sind Tokio Hotel. Nach ihrem Absturz mit Automatisch in der letzten Woche geht es noch einmal von der 29 auf die 21. Außerdem startet in dieser Woche das Album Humanoid auf Platz 1 der Album-Liste. Na, da scheint ja die Welt fast wieder in Ordnung zu sein.
Im Aufwärtswind, und das bereits seit zwei Wochen, befindet sich auch Milow . In der letzten Woche ging es von der 25 hoch auf die 21. Und nun, mit Beginn seiner Konzerttour in Deutschland schafft er nach drei Wochen Pause sogar die Rückkehr in die Top 20. Platz 19 wird notiert für You Don’t Know, welches sich mittlerweile 10 Wochen in der Liste tummelt und am 11. September mit Platz 15 seinen bisherigen Bestwert erreichte.
Einen Sprung nach vorn machte auch NENA mit Wir sind wahr. In der letzten Woche sackte der Titel unglaubliche 21 Plätze ab und landete auf der 45. Schon war da ein kleines Drama in Sicht. Am 2. Oktober allerdings erschien das Album Made In Germany, welches einen großartigen Start in den Albumcharts auf Platz 3. Für viele ein Grund sich gleich noch die Single zu holen. – Außerdem hatte Nena einen prominenten Auftritt bei Günther Jauchs „Das große Ost-West-Duell“ und Portale wie oljo.de gehen davon aus, dass vor allem dieser Auftritt eine enorme Nachfrage erzeugte. Beides zusammen reicht für einen Sprung nach vorn auf die 24. Neuer Bestwert für Wir sind wahr.
Das waren die Gewinner der Woche, die schon eine Weile in den Charts ihr Unwesen treiben. Natürlich gab es auch Neues in der Woche ab 2. Oktober. Gesamtsieger wurden Bon Jovi (im Download-Only-Bereich) und Scooter. Mit einem recht eindrucksvollen Start setzten sich auch die Editors durch. Mit Papillon bereiten sie ihr drittes Album In This Light And on this evening vor. Üblicherweise werden die Editors in die Schublade Indie-Rock gesteckt. Mit dem neuen Werk schauen sie allerdings ganz schön weit über den Tellerrand hinaus und bewegen sich ordentlich in Richtung Elektronik/Dark Wave. Und das scheint dann doch recht vielen zu gefallen. Papillon ist die dritte Single der Band und sie kann trotz limitierter Auflage als CD auf Platz 43 landen. Das ist deutlich besser als die beiden Chart-Vorgänger, die mehr oder weniger in den 80er Positionen versandeten.Vielleicht der Beginn einer doch längeren Erfolgsgeschichte?
Seine großen Erfolge hat der Jamba-Kuschelhase Schnuffel bereits hinter sich. Wir erinnern uns, im Frühjahr 2008 ging nichts ohne den Kuschel Song. Dann gab es noch ein, zwei, drei Häschen-Aufgüsse und seit Ende letzten Jahres war dann Ruhe. Nun aber wird es wieder kühler und früher dunkel, der Kuschelbedarf steigt und schon wird die Kunstfigur reanimiert. Die neue Single heißt Piep Piep, das dazugehörige Album Komm Kuscheln, ab jetzt im Handel. Das Schema wie gehabt: knuddelig-debilromatischer Kinderliedtext mit Klingeltechnosound. Funktioniert irgendwie immernoch, allerdings bei weitem nicht mehr so gut wie im Jahr 2008. Piep Piep startet auf Platz 54 – weit entfernt von dem was die Vorgänger bereits gebracht haben. Da hat es sich vermutlich bald ausgekuschelt.
Das komplette Gegenteil zum Kuschelhasen stellt die Band ASP dar. In der Mittelalter-Gothic-Rock-Szene sind sie eine feste Größe. Außerhalb dieses Kreises haben sie erst einmal etwas mehr Aufmerksam keit erhalten. Ende Oktober 2006 schoß ihre Single Ich bin ein wahrer Satan bis auf Platz 29 der deutschen Charts. Sehr schnell war der Titel dann auch wieder aus der Liste draußen – wie gesagt: es ist vor allem ein fester Kreis von Fans, der die CD kauft. Ähnlich verhält es sich mit ihren Alben. Seit 2005 erscheinen sie regelmäßig für ein bis zwei Wochen in den Verkaufsauswertungen auf und sind dann wieder verscwhunden. Eine Ausnahme bildete die CD Zaubererbruder im letzten Jahr. Vier Wochen, also einen kompletten Monat in der Liste und ein Platz 13 als Höchstplatzierung. Die Fangemeinde wächst also. Eventuell ist also auch das Auftauchen ihrer neuesten Single-Veröffentlichung Wer sonst? in den Charts ein Anzeichen dafür. Platz 56 zum Start kann allerdings noch nicht wirklich viel erzählen, die folgenden Veröffentlichungen werden zeigen wohin die Reise geht.
Wer sonst? ist natürlich eine düstere Mischung aus hartem Gitarrensound, Weltuntergangsszenario und der nicht ganz einfachen Aussage: „Du bist das Kettenglied, was zählt“. Gewaltige Bilder, die da zitiert werden. An vielen Stellen auch sehr offen für Interpretationen in alle möglichen Richtungen. Wir kennen diese Diskussionen und Vorwürfe von Rammstein, Oomph! etc. Wirkliche Lösungen gibt es dabei wohl kaum, denn wenn die Geschichten deutlicher und konkreter würden, dann würden sie vermutlich auch einen wesentlichen Teil ihres (Schauer-)Reizes verlieren.
Das Jahr 2009 ist (oder war?) eines, in welchem die Pet Shop Boys noch einmal ziemlich überraschen konnten. Nicht, dass sie jetzt die Überflieger der vergangenen Monate gewesen wären. Aber ihr Album Yes schaffte tatsächlich im Frühjahr eine Platzierung in den Albumcharts auf Position 4 – das beste Ergebnis für das Duo in den 2000ern. Die Leadsingle Love etc. konnte sich recht unerwartet bis auf Platz 12 durchsetzen und war ganze 16 Wochen präsent. Für einen Act, der seit etwa 25 Jahren im Geschäft ist schon eine beachtliche Leistung. Nun wurde aus dem Erfolgsalbum eine dritte Single ausgekoppelt. Beautiful People ist ein ruhiges Popstückchen mit vielen Streichern, romantisch verklärt und mit jeder Note zutiefst in den Hochzeiten der Pet Shop Boys verwurzelt. Einmal mehr lässt sich feststellen: diese Single im Jahr 1986 veröffentlicht wäre ein sicherer Top 5-Hit gewesen. Im Jahr 2009 reicht es noch für Platz 65 – sicher kein umwerfender Hit, zumindest aber ein Beweis, dass auch Soundtreue über Jahrzehnte Freunde findet. Seltsam ist für mich nur, dass Beautiful People nur in Deutschland veröffentlicht wird. Zu Ende gedacht würde das bedeuten: In Deutschland haben Neil Tennant und Chris Lowe den größten und treuesten Fankreis. Oder anders: einmal in Deutschland etabliert, lässt sich bis in alle Ewigkeiten mit dem gleichen Prinzip Musik verkaufen.
Bis in alle Ewigkeit – schönes Stichwort für unsere Rubrik: Evergreens / Moderne Klassiker. Was gab es denn in dieser Woche an auffälligen Rückkehrern? – Passend zum Nr.1-Ansturm von Lady GaGa steht auch die Single, mit der alles vor mehr als einem Jahr begann, wieder in den Charts: Just Dance. Fairerweise muss ihr Partner Colby O’Donis an dieser Stelle ebenfalls genannt werden, liefert er doch einen ganz wesentlichen Beitrag zum Hit. Ich erinnere mich: vor einem Jahr als Lady Gaga lediglich eine unbekannte Newcomerin war, da waren überall Lobeshymnen auf Just Dance zu finden. „Lady Gaga – die neue selbstbewusste Frau, die sowohl Hedonismus wie auch Startum mit kritischem Blick hinterfragt …“ So ähnlich stand es in schlauen Texten. Ob die selben AutorInnen heute genauso urteilen würden? Erfolg ist in Deutschlands Kritikerkreisen ja nicht so positiv besetzt. Wie auch immer: Just Dance schaffte vor einem Jahr immerhin eine Platzierung auf Rang 15, war ziemlich präsent ohne der Knaller schlechthin zu werden. Dann eroberte Lady Gaga den englischen Markt, stürmte mit Just Dance zum Jahresende bis an die Spitze der UK Top 40, und dann ging es auch in Deutschland mit dem Verkauf noch einmal nach oben. Den endgültigen Kick lieferte dann jedoch erst im März die Nachfolgesingle Poker Face, die Lady Gaga ja hierzulande ihre erste Nr.1 bescherte. Im Windschatten zog auch Just Dance noch einmal nach und erklomm Platz Nr.10. Im Juli, nach insgesamt 44 Chartwochen fiel Just Dance dann dauerhaft unter die magische Position 50 und wurde laut media control-Regeln aus der Wertung genommen. Nun sind drei Monate vergangen, die Sperrfrist ist abgelaufen, und Just Dance darf wieder notiert werden. Wird es auch sofort und steht auf einem unglaublichen Platz 69. Das bedeutet: in den kommenden neun Wochen wird uns Just Dance mit Sicherheit begleiten und am Ende zu den 20 Titeln gehören, die sich am längsten in den deutschen Charts aufhalten konnten.
Wieder dabei nach dreimonatiger Sperrfrist sind auch die Kings_Of_Leon mit Use Somebody. Existent ist die US-amerikanische Band seit 2000, ihre Alben konnten sich seit 2003 mehr oder weniger gut verkaufen. Am erfolgreichsten waren sie in Großbritannien, wo sie regelmäßig unter den Top 5 der Album-Charts zu finden waren. Der Durchbruch als Single-Act, also als Tageshit-Lieferanten, gelang ihnen im Spätsommer vergangenen Jahres, als Sex_On_Fire plötzlich die Spitze der britischen Charts erstürmte. Auch in Deutschland enterte der Titel dann (als reiner Download-Track) die Charts. Die Plattenfirma brauchte etwas Zeit um zu kapieren was da grad losging, die CD-Version wurde später nachgeschoben, brachte nicht den großen Schub, aber verhalf dem Titel immerhin zu einer Dauerpräsenz in den Charts die insgesamt 41 Wochen anhielt und mit Platz 33 im Juli diesen Jahres ihren Höhepunkt fand. In der letzten Woche war Sex_On_Fire noch auf der 56 notiert, fällt aber diese Woche unter die 3-Monats-Sperrklausel.
Use Somebody hatte im Vergleich zum Vorgänger einen wesentlich direkteren Start. Am 13. März wurde die Single zum ersten Mal auf Platz 18 notiert und stieg dann recht bald bis zum Platz 9. Für die Band eine erste Platzierung unter den Top 10 in Deutschland. Ganze 19 Wochen dauerte ihr Chartaufenthalt. In der Zwischenzeit wurde Use Somebody bereits mehrfach gecovert, am erfolgreichsten wohl von Pixie Lott, deren Version sich sogar in den britischen Songcharts platzieren konnte. Auch Kelly Clarkson nahm den Song in ihr Repertoire auf und sang ihn während ihrer diesjährigen Tour. In Deutschland ist nach wie vor die Originalversion von den Kings_Of_Leon am beliebtesten. Use Somebody steht in dieser Woche in seiner insgesamt 20. Chartwoche auf Platz 71.
Einer der Sommerpartyhits 2009 war ohne Zweifel Day ’N’ Nite von Kid Cudi im Remix der Italo-Boys Crookers. Bereits ab März gehörte der Track zum Standardrepertoire jeder coolen Tanzveranstaltung. Mehr oder weniger direkt setzte er sich dann auch in den größeren Discos durch und landete schließlich auch als kommerzieller Hit auf Platz 13 der deutschen Verkaufscharts. 17 Wochen dauerte der Spaß – jetzt ist der Titel zurück auf Platz 74. Und es macht irgendwie immer noch ordentlich Spaß sich durch die verschiedenen Versionen und Mix-Varianten zu hören.
Genau vor einem Jahr startete einer der großen Hits des vergangenen Winters in seine Chartkarriere. Do you remember Allein allein von der Dresdner Band Polarkreis 18? Genau! – Fünf Wochen Nr.1 zum Ende des Jahres 2008, Dauerpräsenz überall für die sechs smarten Jungs, nachfolgend Teilnahme beim „Bundesvision Song Contest“ und mit The Colour Of Snow ein weiterer Top 5-Hit. 40 Wochen lang ununterbrochen war Allein allein in den deutschen Charts platziert. Der auch auf der deutschen CD-Single veröffentlichte Remix durch die dänische Gruppe Nephew verschaffte Polarkreis 18 auch eine Top 3-Platzierung im Nachbarland Dänemark. Bemerkenswert am Rande vielleicht noch, dass Allein allein auch in den Charts von Israel eine Top 10-Platzierung erreichte. Nun also – Allein allein verkauft sich immer noch ganz gut, gehört praktisch zum Repertoire jeder Home-Party und steht in dieser Woche nach derZwangspause erneut auf Platz 78.
Mittlerweile auch bald ein Jahr lang immer wieder in den Charts ist Amsterdam in der Version von Axel Fischer feat. Cora. Der ursprünglich aus den 80ern stammende Titel gehört in der etwas trashig geratenen neuen Variante offensichtlich zu den Standards im Familienfeiern-Bierzelt-Mallorca-Business. In dieser Woche nach Ablaufen der Sperrzeit wieder drin auf der 91.
Zu den Rückkehrern gehören regelmäßig auch die Songs, welche bei diversen Casting-Shows interpretiert werden. Aktuell läuft auf Pro7 Popstars – Du & Ich. Am Donnerstag, den 1. Oktober, flimmerte der zweite Workshopteil aus Las Vegas über die Bildschirme. Dort gab es Balladenduette zu hören. Und am eindrucksvollsten waren offensichtlich Valentina und Andy, welche One interpretierten. Die Vorlage von Mary J Blige und U2 schafft nämlich im Nachgang einen Wiedereintritt in die Charts auf Platz 83. Der Titel stammt ganz ursprünglich vom 91er U2-Album Achtung Baby, war damals auch als Single veröffentlicht worden, konnte sich aber nicht in Deutschland platzieren. 14 Jahre später gab es die Neuauflage mit Mary J Blige als Duett-Partnerin, und da wurde der Titel dann wirklich zu einem großen Hit: Platz 6 in Deutschland und seitdem immer wieder mal in den Charts, zuletzt im januar 2007. Aktuell wie gesagt, Platz 83 – die höchste Platzierung seit dem ersten Chartaufenthalt 2006.
Den Titel „Häufigster Rückkehrer des Jahres 2009“ verdient sich gerade Metallica mit Nothing Else Matters. Bereits zum sechsten mal wird dieser Titel als Wiedereinstieg notiert. In dieser Woche auf Platz 84 – höchste Platzierung seit März – und insgesamt schon die 57. Chartwoche.
Zu den zeitgenössischen Klassikern gehört ohne Zweifel auch Bitter Sweet Symphony von The Verve. Original veröffentlicht im Jahr 1997 ist es wohl der bekannteste Titel der Britpop-Band. Immer wieder wurde es als Musik für Werbung eingesetzt oder irgendwie geremixt. Kein Wunder also, dass der Titel auch bei jeder Wiederkehr und Neuveröffentlichung der Band irgendwie eine Rolle spielt. So geschehen im letzten Jahr, als Love Is Noise und das Album Forth erschienen. In diesem Sommer gab es dann wieder aktuelle Trennungsgerüchte um die Band, gleich auch mit der Ankündigung, dass Teile der Band mit Musikern von Goldfrapp über ein neues Projekt namens The Black Ships nachdenken. Es soll zu dieser neuen Superband auch bereits eine mySpace-Seite existieren. – Alle diese Neuigkeiten werden aber wahrscheinlich nicht der Grund gewesen sein, warum plötzlich wieder verstärkt Nachfrage nach Bitter Sweet Symphony besteht. Ehrlich gesagt, ich kann es auch überhaupt nicht erklären, warum der Titel nun wieder auf der 93 notiert wird. Außer natürlich, dass er nach wie vor gut ist. Wahrscheinlich tauchte der Song in irgendeiner Fernseh-Show im Hintergrund auf … wer Genaueres weiß, kann sich ja mal bei mir melden. Ich freu mich in der Zwischenzeit über eine 21. Woche für diesen Titel in den Charts.
Teenie-Star Nr.1 und ständig in den Schlagzeilen ist Miley Cyrus. Letzte Meldungen waren: der Twitter-Account von Miley Cyrus wurde gelöscht. Von ihr selbst. Und: Ihr Papa mag ihren Freund nicht ... Das sind alles Sorgen. Aber es gibt auch News aus dem Bereich Entertainment. Zum Beispiel soll Mitte Oktober ihr neues Album The Time Of Our Lives erscheinen. Die Single daraus Party In The U.S.A. steht in ihrer Heimat den USA bereits auf der Nr.1. In Deutschland gibt es noch kein offizielles Datum. In diversen Blogs und Foren war mal vom 2. Oktober die Rede … Und dort kann man auch lesen, dass aufgrund der bescheuerten Veröffentlichungspolitik die meisten Fans ihre CDs ohenhin in den USA bestellen. Nun – was wirklich zu haben ist: Hannah Montana – der Film auf Blu Ray-Disc. Seit 8. Oktober steht das Ding im Verkauf. Tja, und der erfolgreichste Track daraus The Climb schafft es in dieser Woche auch wieder in die Verkaufscharts, auf Platz 97. Außerdem geht Supergirl nochmal einen Platz nach oben von der 71 auf die 70.
Und auch noch einmal drin, nach einer Woche Verschnaufpause ist Peter Fox mit Schwarz zu Blau. Es geht nochmal auf die 98. Etwas erfolgreicher ist (immer noch) Haus am See, welches in der 51. Woche ununterbrochen in den Charts steht und gerade von der 50 auf die 53 rutscht.
Ganz am unteren Ende der Charts gibt es in dieser Woche eine Band, die mit ihrer ersten Single debütiert. BLIND kommen aus Baden-Württemberg, existieren seit 2002 und haben bereits im letzten Jahr ihr Debüt-Album auf den Markt gebracht. Zu überregionaler Bekanntheit bringen sie es genau jetzt mit ihrer Single Half A Dream Away. Bei wikipedia wird ihr Stil als Alternativ-Rock bezeichnet. Ja, das kann man wohl gelten lassen. Handgemachte Rockmusik, raue Stimme, Gitarren und ein Schuss Romantik … das sind die Zutaten, die BLIND in dieser Woche auf die 94 der deutschen Verkaufscharts hieven.
Zu den Gewinnern der Woche gehören auch die Gäste von Thomas Gottschalk in seiner 183. Folge von „Wetten dass…?“. Die Show erhielt zwar fast ausschließlich negative Kritiken, ein Garant für steigende Umsätze ist sie dennoch. Zum Beispiel profitiert Nelly Furtado ganz wesentliche davon, dass sie in der Show ihren letzten Hit Manos Al Aire vortragen konnte. Prompt steigt der Titel, der sich eigentlich schon deutlich auf dem Rückzug befand, von der 24 noch einmal auf die 17. – Die Gerüchteküche meldet übrigens aktuell, dass Nelly gerade eine Reihe von Songs mit Timbaland fertig geschrieben hat, die auf ihrem 2010 kommenden Album enthalten sein sollen.
Zweiter großer Nutznießer von einem Wetten dass … ?-Auftritt sind Tokio Hotel. Nach ihrem Absturz mit Automatisch in der letzten Woche geht es noch einmal von der 29 auf die 21. Außerdem startet in dieser Woche das Album Humanoid auf Platz 1 der Album-Liste. Na, da scheint ja die Welt fast wieder in Ordnung zu sein.
Im Aufwärtswind, und das bereits seit zwei Wochen, befindet sich auch Milow . In der letzten Woche ging es von der 25 hoch auf die 21. Und nun, mit Beginn seiner Konzerttour in Deutschland schafft er nach drei Wochen Pause sogar die Rückkehr in die Top 20. Platz 19 wird notiert für You Don’t Know, welches sich mittlerweile 10 Wochen in der Liste tummelt und am 11. September mit Platz 15 seinen bisherigen Bestwert erreichte.
Einen Sprung nach vorn machte auch NENA mit Wir sind wahr. In der letzten Woche sackte der Titel unglaubliche 21 Plätze ab und landete auf der 45. Schon war da ein kleines Drama in Sicht. Am 2. Oktober allerdings erschien das Album Made In Germany, welches einen großartigen Start in den Albumcharts auf Platz 3. Für viele ein Grund sich gleich noch die Single zu holen. – Außerdem hatte Nena einen prominenten Auftritt bei Günther Jauchs „Das große Ost-West-Duell“ und Portale wie oljo.de gehen davon aus, dass vor allem dieser Auftritt eine enorme Nachfrage erzeugte. Beides zusammen reicht für einen Sprung nach vorn auf die 24. Neuer Bestwert für Wir sind wahr.
Das waren die Gewinner der Woche, die schon eine Weile in den Charts ihr Unwesen treiben. Natürlich gab es auch Neues in der Woche ab 2. Oktober. Gesamtsieger wurden Bon Jovi (im Download-Only-Bereich) und Scooter. Mit einem recht eindrucksvollen Start setzten sich auch die Editors durch. Mit Papillon bereiten sie ihr drittes Album In This Light And on this evening vor. Üblicherweise werden die Editors in die Schublade Indie-Rock gesteckt. Mit dem neuen Werk schauen sie allerdings ganz schön weit über den Tellerrand hinaus und bewegen sich ordentlich in Richtung Elektronik/Dark Wave. Und das scheint dann doch recht vielen zu gefallen. Papillon ist die dritte Single der Band und sie kann trotz limitierter Auflage als CD auf Platz 43 landen. Das ist deutlich besser als die beiden Chart-Vorgänger, die mehr oder weniger in den 80er Positionen versandeten.Vielleicht der Beginn einer doch längeren Erfolgsgeschichte?
Seine großen Erfolge hat der Jamba-Kuschelhase Schnuffel bereits hinter sich. Wir erinnern uns, im Frühjahr 2008 ging nichts ohne den Kuschel Song. Dann gab es noch ein, zwei, drei Häschen-Aufgüsse und seit Ende letzten Jahres war dann Ruhe. Nun aber wird es wieder kühler und früher dunkel, der Kuschelbedarf steigt und schon wird die Kunstfigur reanimiert. Die neue Single heißt Piep Piep, das dazugehörige Album Komm Kuscheln, ab jetzt im Handel. Das Schema wie gehabt: knuddelig-debilromatischer Kinderliedtext mit Klingeltechnosound. Funktioniert irgendwie immernoch, allerdings bei weitem nicht mehr so gut wie im Jahr 2008. Piep Piep startet auf Platz 54 – weit entfernt von dem was die Vorgänger bereits gebracht haben. Da hat es sich vermutlich bald ausgekuschelt.
Das komplette Gegenteil zum Kuschelhasen stellt die Band ASP dar. In der Mittelalter-Gothic-Rock-Szene sind sie eine feste Größe. Außerhalb dieses Kreises haben sie erst einmal etwas mehr Aufmerksam keit erhalten. Ende Oktober 2006 schoß ihre Single Ich bin ein wahrer Satan bis auf Platz 29 der deutschen Charts. Sehr schnell war der Titel dann auch wieder aus der Liste draußen – wie gesagt: es ist vor allem ein fester Kreis von Fans, der die CD kauft. Ähnlich verhält es sich mit ihren Alben. Seit 2005 erscheinen sie regelmäßig für ein bis zwei Wochen in den Verkaufsauswertungen auf und sind dann wieder verscwhunden. Eine Ausnahme bildete die CD Zaubererbruder im letzten Jahr. Vier Wochen, also einen kompletten Monat in der Liste und ein Platz 13 als Höchstplatzierung. Die Fangemeinde wächst also. Eventuell ist also auch das Auftauchen ihrer neuesten Single-Veröffentlichung Wer sonst? in den Charts ein Anzeichen dafür. Platz 56 zum Start kann allerdings noch nicht wirklich viel erzählen, die folgenden Veröffentlichungen werden zeigen wohin die Reise geht.
Wer sonst? ist natürlich eine düstere Mischung aus hartem Gitarrensound, Weltuntergangsszenario und der nicht ganz einfachen Aussage: „Du bist das Kettenglied, was zählt“. Gewaltige Bilder, die da zitiert werden. An vielen Stellen auch sehr offen für Interpretationen in alle möglichen Richtungen. Wir kennen diese Diskussionen und Vorwürfe von Rammstein, Oomph! etc. Wirkliche Lösungen gibt es dabei wohl kaum, denn wenn die Geschichten deutlicher und konkreter würden, dann würden sie vermutlich auch einen wesentlichen Teil ihres (Schauer-)Reizes verlieren.
Das Jahr 2009 ist (oder war?) eines, in welchem die Pet Shop Boys noch einmal ziemlich überraschen konnten. Nicht, dass sie jetzt die Überflieger der vergangenen Monate gewesen wären. Aber ihr Album Yes schaffte tatsächlich im Frühjahr eine Platzierung in den Albumcharts auf Position 4 – das beste Ergebnis für das Duo in den 2000ern. Die Leadsingle Love etc. konnte sich recht unerwartet bis auf Platz 12 durchsetzen und war ganze 16 Wochen präsent. Für einen Act, der seit etwa 25 Jahren im Geschäft ist schon eine beachtliche Leistung. Nun wurde aus dem Erfolgsalbum eine dritte Single ausgekoppelt. Beautiful People ist ein ruhiges Popstückchen mit vielen Streichern, romantisch verklärt und mit jeder Note zutiefst in den Hochzeiten der Pet Shop Boys verwurzelt. Einmal mehr lässt sich feststellen: diese Single im Jahr 1986 veröffentlicht wäre ein sicherer Top 5-Hit gewesen. Im Jahr 2009 reicht es noch für Platz 65 – sicher kein umwerfender Hit, zumindest aber ein Beweis, dass auch Soundtreue über Jahrzehnte Freunde findet. Seltsam ist für mich nur, dass Beautiful People nur in Deutschland veröffentlicht wird. Zu Ende gedacht würde das bedeuten: In Deutschland haben Neil Tennant und Chris Lowe den größten und treuesten Fankreis. Oder anders: einmal in Deutschland etabliert, lässt sich bis in alle Ewigkeiten mit dem gleichen Prinzip Musik verkaufen.
Bis in alle Ewigkeit – schönes Stichwort für unsere Rubrik: Evergreens / Moderne Klassiker. Was gab es denn in dieser Woche an auffälligen Rückkehrern? – Passend zum Nr.1-Ansturm von Lady GaGa steht auch die Single, mit der alles vor mehr als einem Jahr begann, wieder in den Charts: Just Dance. Fairerweise muss ihr Partner Colby O’Donis an dieser Stelle ebenfalls genannt werden, liefert er doch einen ganz wesentlichen Beitrag zum Hit. Ich erinnere mich: vor einem Jahr als Lady Gaga lediglich eine unbekannte Newcomerin war, da waren überall Lobeshymnen auf Just Dance zu finden. „Lady Gaga – die neue selbstbewusste Frau, die sowohl Hedonismus wie auch Startum mit kritischem Blick hinterfragt …“ So ähnlich stand es in schlauen Texten. Ob die selben AutorInnen heute genauso urteilen würden? Erfolg ist in Deutschlands Kritikerkreisen ja nicht so positiv besetzt. Wie auch immer: Just Dance schaffte vor einem Jahr immerhin eine Platzierung auf Rang 15, war ziemlich präsent ohne der Knaller schlechthin zu werden. Dann eroberte Lady Gaga den englischen Markt, stürmte mit Just Dance zum Jahresende bis an die Spitze der UK Top 40, und dann ging es auch in Deutschland mit dem Verkauf noch einmal nach oben. Den endgültigen Kick lieferte dann jedoch erst im März die Nachfolgesingle Poker Face, die Lady Gaga ja hierzulande ihre erste Nr.1 bescherte. Im Windschatten zog auch Just Dance noch einmal nach und erklomm Platz Nr.10. Im Juli, nach insgesamt 44 Chartwochen fiel Just Dance dann dauerhaft unter die magische Position 50 und wurde laut media control-Regeln aus der Wertung genommen. Nun sind drei Monate vergangen, die Sperrfrist ist abgelaufen, und Just Dance darf wieder notiert werden. Wird es auch sofort und steht auf einem unglaublichen Platz 69. Das bedeutet: in den kommenden neun Wochen wird uns Just Dance mit Sicherheit begleiten und am Ende zu den 20 Titeln gehören, die sich am längsten in den deutschen Charts aufhalten konnten.
Wieder dabei nach dreimonatiger Sperrfrist sind auch die Kings_Of_Leon mit Use Somebody. Existent ist die US-amerikanische Band seit 2000, ihre Alben konnten sich seit 2003 mehr oder weniger gut verkaufen. Am erfolgreichsten waren sie in Großbritannien, wo sie regelmäßig unter den Top 5 der Album-Charts zu finden waren. Der Durchbruch als Single-Act, also als Tageshit-Lieferanten, gelang ihnen im Spätsommer vergangenen Jahres, als Sex_On_Fire plötzlich die Spitze der britischen Charts erstürmte. Auch in Deutschland enterte der Titel dann (als reiner Download-Track) die Charts. Die Plattenfirma brauchte etwas Zeit um zu kapieren was da grad losging, die CD-Version wurde später nachgeschoben, brachte nicht den großen Schub, aber verhalf dem Titel immerhin zu einer Dauerpräsenz in den Charts die insgesamt 41 Wochen anhielt und mit Platz 33 im Juli diesen Jahres ihren Höhepunkt fand. In der letzten Woche war Sex_On_Fire noch auf der 56 notiert, fällt aber diese Woche unter die 3-Monats-Sperrklausel.
Use Somebody hatte im Vergleich zum Vorgänger einen wesentlich direkteren Start. Am 13. März wurde die Single zum ersten Mal auf Platz 18 notiert und stieg dann recht bald bis zum Platz 9. Für die Band eine erste Platzierung unter den Top 10 in Deutschland. Ganze 19 Wochen dauerte ihr Chartaufenthalt. In der Zwischenzeit wurde Use Somebody bereits mehrfach gecovert, am erfolgreichsten wohl von Pixie Lott, deren Version sich sogar in den britischen Songcharts platzieren konnte. Auch Kelly Clarkson nahm den Song in ihr Repertoire auf und sang ihn während ihrer diesjährigen Tour. In Deutschland ist nach wie vor die Originalversion von den Kings_Of_Leon am beliebtesten. Use Somebody steht in dieser Woche in seiner insgesamt 20. Chartwoche auf Platz 71.
Einer der Sommerpartyhits 2009 war ohne Zweifel Day ’N’ Nite von Kid Cudi im Remix der Italo-Boys Crookers. Bereits ab März gehörte der Track zum Standardrepertoire jeder coolen Tanzveranstaltung. Mehr oder weniger direkt setzte er sich dann auch in den größeren Discos durch und landete schließlich auch als kommerzieller Hit auf Platz 13 der deutschen Verkaufscharts. 17 Wochen dauerte der Spaß – jetzt ist der Titel zurück auf Platz 74. Und es macht irgendwie immer noch ordentlich Spaß sich durch die verschiedenen Versionen und Mix-Varianten zu hören.
Genau vor einem Jahr startete einer der großen Hits des vergangenen Winters in seine Chartkarriere. Do you remember Allein allein von der Dresdner Band Polarkreis 18? Genau! – Fünf Wochen Nr.1 zum Ende des Jahres 2008, Dauerpräsenz überall für die sechs smarten Jungs, nachfolgend Teilnahme beim „Bundesvision Song Contest“ und mit The Colour Of Snow ein weiterer Top 5-Hit. 40 Wochen lang ununterbrochen war Allein allein in den deutschen Charts platziert. Der auch auf der deutschen CD-Single veröffentlichte Remix durch die dänische Gruppe Nephew verschaffte Polarkreis 18 auch eine Top 3-Platzierung im Nachbarland Dänemark. Bemerkenswert am Rande vielleicht noch, dass Allein allein auch in den Charts von Israel eine Top 10-Platzierung erreichte. Nun also – Allein allein verkauft sich immer noch ganz gut, gehört praktisch zum Repertoire jeder Home-Party und steht in dieser Woche nach derZwangspause erneut auf Platz 78.
Mittlerweile auch bald ein Jahr lang immer wieder in den Charts ist Amsterdam in der Version von Axel Fischer feat. Cora. Der ursprünglich aus den 80ern stammende Titel gehört in der etwas trashig geratenen neuen Variante offensichtlich zu den Standards im Familienfeiern-Bierzelt-Mallorca-Business. In dieser Woche nach Ablaufen der Sperrzeit wieder drin auf der 91.
Zu den Rückkehrern gehören regelmäßig auch die Songs, welche bei diversen Casting-Shows interpretiert werden. Aktuell läuft auf Pro7 Popstars – Du & Ich. Am Donnerstag, den 1. Oktober, flimmerte der zweite Workshopteil aus Las Vegas über die Bildschirme. Dort gab es Balladenduette zu hören. Und am eindrucksvollsten waren offensichtlich Valentina und Andy, welche One interpretierten. Die Vorlage von Mary J Blige und U2 schafft nämlich im Nachgang einen Wiedereintritt in die Charts auf Platz 83. Der Titel stammt ganz ursprünglich vom 91er U2-Album Achtung Baby, war damals auch als Single veröffentlicht worden, konnte sich aber nicht in Deutschland platzieren. 14 Jahre später gab es die Neuauflage mit Mary J Blige als Duett-Partnerin, und da wurde der Titel dann wirklich zu einem großen Hit: Platz 6 in Deutschland und seitdem immer wieder mal in den Charts, zuletzt im januar 2007. Aktuell wie gesagt, Platz 83 – die höchste Platzierung seit dem ersten Chartaufenthalt 2006.
Den Titel „Häufigster Rückkehrer des Jahres 2009“ verdient sich gerade Metallica mit Nothing Else Matters. Bereits zum sechsten mal wird dieser Titel als Wiedereinstieg notiert. In dieser Woche auf Platz 84 – höchste Platzierung seit März – und insgesamt schon die 57. Chartwoche.
Zu den zeitgenössischen Klassikern gehört ohne Zweifel auch Bitter Sweet Symphony von The Verve. Original veröffentlicht im Jahr 1997 ist es wohl der bekannteste Titel der Britpop-Band. Immer wieder wurde es als Musik für Werbung eingesetzt oder irgendwie geremixt. Kein Wunder also, dass der Titel auch bei jeder Wiederkehr und Neuveröffentlichung der Band irgendwie eine Rolle spielt. So geschehen im letzten Jahr, als Love Is Noise und das Album Forth erschienen. In diesem Sommer gab es dann wieder aktuelle Trennungsgerüchte um die Band, gleich auch mit der Ankündigung, dass Teile der Band mit Musikern von Goldfrapp über ein neues Projekt namens The Black Ships nachdenken. Es soll zu dieser neuen Superband auch bereits eine mySpace-Seite existieren. – Alle diese Neuigkeiten werden aber wahrscheinlich nicht der Grund gewesen sein, warum plötzlich wieder verstärkt Nachfrage nach Bitter Sweet Symphony besteht. Ehrlich gesagt, ich kann es auch überhaupt nicht erklären, warum der Titel nun wieder auf der 93 notiert wird. Außer natürlich, dass er nach wie vor gut ist. Wahrscheinlich tauchte der Song in irgendeiner Fernseh-Show im Hintergrund auf … wer Genaueres weiß, kann sich ja mal bei mir melden. Ich freu mich in der Zwischenzeit über eine 21. Woche für diesen Titel in den Charts.
Teenie-Star Nr.1 und ständig in den Schlagzeilen ist Miley Cyrus. Letzte Meldungen waren: der Twitter-Account von Miley Cyrus wurde gelöscht. Von ihr selbst. Und: Ihr Papa mag ihren Freund nicht ... Das sind alles Sorgen. Aber es gibt auch News aus dem Bereich Entertainment. Zum Beispiel soll Mitte Oktober ihr neues Album The Time Of Our Lives erscheinen. Die Single daraus Party In The U.S.A. steht in ihrer Heimat den USA bereits auf der Nr.1. In Deutschland gibt es noch kein offizielles Datum. In diversen Blogs und Foren war mal vom 2. Oktober die Rede … Und dort kann man auch lesen, dass aufgrund der bescheuerten Veröffentlichungspolitik die meisten Fans ihre CDs ohenhin in den USA bestellen. Nun – was wirklich zu haben ist: Hannah Montana – der Film auf Blu Ray-Disc. Seit 8. Oktober steht das Ding im Verkauf. Tja, und der erfolgreichste Track daraus The Climb schafft es in dieser Woche auch wieder in die Verkaufscharts, auf Platz 97. Außerdem geht Supergirl nochmal einen Platz nach oben von der 71 auf die 70.
Und auch noch einmal drin, nach einer Woche Verschnaufpause ist Peter Fox mit Schwarz zu Blau. Es geht nochmal auf die 98. Etwas erfolgreicher ist (immer noch) Haus am See, welches in der 51. Woche ununterbrochen in den Charts steht und gerade von der 50 auf die 53 rutscht.
Ganz am unteren Ende der Charts gibt es in dieser Woche eine Band, die mit ihrer ersten Single debütiert. BLIND kommen aus Baden-Württemberg, existieren seit 2002 und haben bereits im letzten Jahr ihr Debüt-Album auf den Markt gebracht. Zu überregionaler Bekanntheit bringen sie es genau jetzt mit ihrer Single Half A Dream Away. Bei wikipedia wird ihr Stil als Alternativ-Rock bezeichnet. Ja, das kann man wohl gelten lassen. Handgemachte Rockmusik, raue Stimme, Gitarren und ein Schuss Romantik … das sind die Zutaten, die BLIND in dieser Woche auf die 94 der deutschen Verkaufscharts hieven.
Absturz für Tokio Hotel ... und ein paar Aufsteiger
In der Regel handel ich hier ja vor allem Erfolgsstories und Aufsteiger ab. In dieser Woche komm ich allerdings nicht umhin, einen Loser zu benennen. Mit einem wahrhaften Absturz warten nämlich die Jungs von Tokio Hotel. In der vergangenen Woche stieg ihr Comeback-Titel Automatisch auf Platz 5 ein – für die erfolgverwöhnten Jungs aus Magdeburg schonmal ein ziemlicher Schlag ins Gesicht. In der zweiten Woche nun geht es im Steilkurs nach unten auf Platz 29. Solche Abstürze können wir für gewöhnlich nur am Anfang eines jeden Jahres beobachten, wenn die Weihnachtssongs schlagartig die Listen verlassen.
In Blogs wie bei oljo.de wird nun fleißig analysiert, warum Tokio Hotel so dramatisch an Popularität eingebüßt hat. Überzogene Medienhysterie mit Nerv-Charakter, seltsame Auswertungssysteme … es gibt eine Reihe von Theorien für die ernüchternden Verkaufszahlen. Auch das neue Album fällt ziemlich durch, unter anderem wegen absolut überzogener Preise. Lediglich in den USA scheint es Aufwind für die Jungs zu geben. Der Verdacht liegt nahe, dass sich die Industrie eher auf den größeren Markt in Übersee konzentriert und der Verkauf in Deutschland eh unwichtig ist. Das letzte Hoffen der Fans klammerte sich an den TV-Auftritt bei „Wetten dass …?“ am 3. Oktober, aber auch da war offensichtlich nicht viel zu holen. – Spannendster Nebeneffekt des Schlechten Abschneidens: Musiklabel Universal lockert plötzlich die rigide Veröffentlichungspolitik im Netz. Zunächst war Automatisch weder auf youTube noch auf mySpace im Angebot. Nach dem desaströsen Abschneiden werden plötzlich sämtliche Kanäle frei geschaltet um noch zu retten was zu retten ist … wie war das noch mal: Präsenz im Internet schmäler die Verkäufe … ? – Da könnte sich eine Diskussion endgültig erledigt haben.
Wesentlichste Aufsteigerin der Woche (neben Neuzugang Mark Medlock ist Agnes. Die Schwedin ist mit ihrem internationalen Debüt-Titel Release Me gerade in allen Einkaufspassagen und Dudelfunkstationen superpräsent. Das hat zur Folge, dass auch der Verkauf angeheizt wird. In der sechsten Chartwoche steigt Release Me von der 18 auf die 12 und beschert Agnes eine neue Bestmarke.
Etwas weiter oben klettern The Black Eyed Peas mit I Gotta Feeling noch einmal einen Platz auf die 8 und stehen mit diesem Titel nunmehr eine 14. Woche unter den umsatzstärksten Zehn. Insgesamt gehen jetzt 65 Top10-Wochen auf das Konto der Black Eyed Peas. Just in dieser Woche überrundet das Quartett somit Justin Timberlake. Da hat der Sänger jetzt mal nachzulegen.
Zum zähen Dauerbrenner hat sich auch Das geht ab! [Wir feiern die ganze Nacht] von Frauenarzt & Manny Marc entwickelt. Es steht bereits in der insgesamt 20. Woche in der media control-Liste und kann in dieser Woche sogar noch einmal um einen Platz auf die Position 10 steigen. Damit haben sie acht Wochen im Club der besten 10 gesammelt. Das hätte beim allerersten Einstieg des Titels am 17. April wohl keiner gedacht und es ist auch ein schöner Beweis (ob man den Titel nun mag oder nicht), dass es auch noch Hits gibt, die sich nicht von der Industrie gesteuert etablieren. Und vielleicht haben wir ja mit „Atzenmusik“ jetzt sowas wie eine neue Schublade im Pop-Business …
Eine abrupte Kehrtwendung in ihrer Chartbewegung machen Cascada, die mit Evacuate The Dancefloor noch einmal von der 24 auf die 19 steigen können. Der Track ist alles andere als neu, aber der bei weitem erfolgreichste Titel des Projektes. Drei Wochen stand er auf Position 5 in der media control Liste. Das gleichnamige Album brachte es bis Platz 21 in den Album-Charts (für einen reinen Dance-Act nicht mal schlecht). Und gerade flatterte die Meldung herein, dass Cascada auch für die „1LIVE Krone“ nominiert wurden. – In zwei Wochen können wir dann den Start der neuen Single Fever begutachten. Ich kann schon mal vorweg nehmen: so infektiös wie Evacuate The Dancefloor ist das neue Werk bei weitem nicht. Zu viel von allem wurde da verramscht … aber dazu in zwei Wochen sicher mehr. In der Zwischenzeit also holt der ultimative Glücksgriff in Sachen Produktion Evacuate The Dancefloor nochmal ein paar Punkte.
So weit die mehr oder weniger auffälligen Chartbewegungen. Und was gab es erfolgreiches Neues in den CD-Regalen? Mark Medlock und Livingston hab ich schon erwähnt. Etwas weniger umsatzträchtig startet auch DJ Ötzi in die nächste Aprés Ski- und Karneval-Saison. Für dieses mal hat er sich den Mitgröler Sweet Caroline auserkoren und neu eingespielt. Der Titel ist schon seit einer Weile mit dem Nr.1-Album Hotel Engel in Umlauf. Im Original stammt er von niemandem Geringeren als Neil Diamond, der ihn ursprünglich 1969 geschrieben hatte. In den USA und in Großbritannien landete er damit dann auch einen Hit in den jeweiligen Top 10. In Deutschland war der Erfolg dagegen eher bescheiden: Platz 37 im Mai 1971. Trotz dieser mageren kommerziellen Ausbeute, gehört der Titel zu den Klassikern. Im englischsprachigen Raum wurde er von zahlreichen Teams als Hymne bzw. Einlauftitel benutzt. Zahlreiche Künstlern lieferten Neuinterpretationen, DJ Ötzi ist allerdings der erste, welcher dem Titel in Deutschland wieder zu Chartehren verhilft und gleich mal den Erfolg von vor 38 Jahren wiederholt: Sweet Caroline steigt ein auf Platz 37.
Einen Charteintritt ohne CD-Veröffentlichung legen die Pussycat Dolls mit Hush Hush, Hush Hush hin. Es gibt nicht einmal einen Release-Termin als eSingle, lediglich als Albumtrack ist Hush Hush, Hush Hush erhältlich. In Großbritannien, wo die Pussycat Dolls als Superstars durchgehen, gibt es den Titel als CD-version bereits seit 12. August. Allerdings war der Erfolg mit Platz 17 nicht so überzeugend. In Deutschland war bereits die vorhergehende Single Jai Ho! (You Are My destiny) mit Platz 29 nur ein mäßiger Erfolg. Vielleicht auch dieses Ergebnis ein Grund, auf weitere Auskopplungen aus dem Album Doll Domination zu verzichten? Was aber hat nun eigentlich die plötzliche Nachfrage ausgelöst? Die Ankündigung, dass die Pussycat Dolls für die nächste Zeit in eine Pause gehen?
Wirklich aufregende Neuveröffentlichungen sind im Moment eher rar, und vieles von dem, was da schnell ganz nach oben schießt ist dann auch schnell wieder draußen. Das heißt unter anderem aber auch, dass es da ein paar Titel gibt, die sich lange lange Zeit in der Gunst der KäuferInnen halten können. Das Titel ein komplettes Jahr lang ununterbrochen notiert sind wird fast schon zur Normalität. Neuester Anwärter auf diese Leistung ist Peter Fox. Sein Haus am See wird in dieser Woche zum 50. mal hintereinander notiert. Es klettert noch einmal von der 52 auf die 50 und etabliert sich nun wirklich fest in der All-Time-Auswertung der am längsten ununterbrochen notierten Titel. Der letzte Track, der es bis in diese Höhen geschafft hat, war Infinity 2008 vom Guru Josh Project mit 51 Wochen (in dieser Woche von der 69 auf die 74 fallend). Peter Fox wird dieses Ergebnis mit Sicherheit überbieten. Um wieviel, das werden wir in Kürze wissen.
Und damit wären wir in der unteren Hälfte der Charts abgekommen, wo sich noch einige CD-Neuveröffentlichungen vom 25. September platzieren können. Aus seinem Best of-Album Volume (immerhin im Sommer Platz 18 in den Albumcharts) schickt der Berliner DJ Paul van Dyk eine weitere Single ins Rennen. Home ist eine Zusammenarbeit mit Johnny McDaid. Bereits 2003 hatten die beiden einen gemeinsamen Hit namens Time Of Our Lives. Damals war der Sänger allerdings noch mit seiner Band Vega4 unterwegs, weshalb sein Name nun erstmals als offizieller Solo-Act in die Chartbücher eingeht. Time Of Our Lives brachte es 2003 bis zu einem ansehnlichen Platz 14. Mit Home reicht es jetzt allerdings nur noch für Platz 54, das schlechteste Ergebnis für einen Titel von Paul van Dyk in den deutschen Charts. Eventuell ist der van Dyk-Sound nun doch nicht mehr ganz auf der Höhe der Zeit und zu seicht und beiläufig.
Höhe der Zeit, das ist auch das Stichwort für die Single von Bully & Sasha. Zum einen kommt die CD Father And Son mit einiger Verspätung. Der Film Wickie und die starken Männer bereits seit 9. September sehr erfolgreich in den deutschen Kinos, wieso hat man mit der Veröffentlichung des Titels mehr als zwei Wochen gewartet? Und dann ist Father And Son ein waschechter Rockabilly / Rock’n’Roll-Titel. Irgendwie scheint das ja grad eine Mode zu sein, ich denke da nur an The Baseballs (mit Hot N Cold in dieser Woche von der 68 auf die 76 rutschend). Für Sasha ist dieses Genre natürlich nicht ganz so neu. Als Dick Brave and The Backbeats tourte er zwischen 2002 und 2006 durch das Land und konnte mit Take Good Care Of My Baby 2004 sogar einen mittleren Hit landen. – Diese Zeiten sind allerdings gründlich vorbei. Und ich frage mich ohnehin, was mit Sasha und seinen Fans eigentlich passiert ist. Vor zwei Wochen viel On The Run mit Platz 82 grandios durch, obwohl es als Titelmelodie zu „ran“ auf sat.1 Supermedienpräsenz besitzt. Und nun geht Father And Son lediglich auf Platz 64 in die Liste. Zweimal in Folge verpasst Sasha also die obere Hälfte der Charts. Das hat es bisher noch nie gegeben. Kann Sasha nur hoffen, dass die nächste Single – ein Duett mit Maria Mena besser abschneidet.
Das gleiche wird sich vielleicht die Duettpartnerin aus Norwegen auch denken. Nachdem vor ziemlich genau einem Jahr mit All This Time (Pick-Me-Up Song das letzte mal ein Titel neu von Maria Mena in die Charts eintrat, schafft es nun ihre dritte Auskopplung aus dem Cause And Effect-Album doch noch, so etwas wie ein Hit zu werden. Allerdings nur ein ganz ganz kleiner. Es handelt sich dabei um I Was Made For Lovin’ You, ein sehr gefühlvolles und zärtliches Cover des KISS-Klassikers. Diese Version ist allein deshalb schon großartig und bemerkenswert, weil es vom Original so fast gar nichts mehr hat und trotzdem sehr sehr gut funktioniert. Leider reicht das aber nicht, um den Titel richtig groß zu machen (zumindest was den kommerziellen Erfolg angeht). Platz 91 nach Veröffentlichung ist einigermaßen verschenkt. Schade. – Das Original war übrigens gerade in diesem Jahr letztmalig platziert. Genau am 5. Juni stand es auf Platz 98.
Zufrieden kann dagegen Linkin Park-Sänger Chester Bennington im Moment sein. Seine Band punktet mit New Divide in dieser Woche (die 15.) nochmal ganz gut und steigt von 42 auf die 39. Zudem startet auch sein Nebenprojekt Dead By Sunrise mit der Debüt-Single Crawl back In in den Verkauf und kann sich auf der Position 70 breit machen. Gerade erscheint das dazugehörige Album Out Of Ashes. Was soll da noch schief gehen? Stilistisch sind die Unterschiede zwischen den beiden Projekten nicht so arg groß. Dead By Sunrise sind vielleicht ein klein wenig rauer und dreckiger. Die Stimme von Chester Bennington ist aber auch hier deutlich prägend.
Back to the dancefloor. Die dänische Sängerin Ida Corr steht mit I Want You bereit. Nachdem Ride My Tempo im Mai mit Platz 54 knapp die obere Hälfte der Charts verpasst hat, sieht es bei I Want You wesentlich klarer aus. Platz 72 bedeutet, hier kaufen wirklich nur noch Fans. Ist ein schöner Track, aber wohl doch den Vorgängern zu ähnlich. Ich nehme an, wenn sich Ida Corr nicht grundsätzlich neu erfindet, dann war es das schon so ziemlich von ihr.
Mit ordentlich Wiedererkennungseffekt kommt auch die neue Single von Basshunter daher. Every Morning klingt so wie davor I Miss You und davor All I Ever Wanted und davor Now That You’re Gone und davor Boten Anna. Mit den Platzierungen ging es dementsprechend auch immer weiter nach unten. Every Morning startet nur noch auf der 77. Und das Cover zur CD … das ist gleich mal ganz dämlich. An dieser Stelle kann ich nur sagen: siehe die Empfehlung zu Ida Corr.
Fast schon ein Superstar in seiner Heimat Großbritannien ist Dizzee Rascal. Drei Nr.1-Hits in Folge hat er dort innerhalb der letzten 14 Monate gelandet. Und grade startet dort sein neuester Streich Dirtee Cash. So richtig will das Ganze aber noch nicht auf den Kontinent rüberschwappen. Dizzee Rascal ist hier fast noch ein Geheimtipp. Seine Kolaboration mit Calvin Harris und Chrome namens Dance Wiv Me landete im März mit einem Jahr Verspätung auf der 48. Im Juli ging dann Bonkers zusammen mit Armand van Helden auf die 58 und nun steht Holiday an. Wieder ist es eine Colaboration mit Chrome, und wieder hat Calvin Harris produziert. Alles in allem Popmusik auf sehr zeitgemäßem Niveau, nur leider: weder Durchschnittskäufer noch Plattenlabel sind in Deutschland sehr an Innovation interessiert. Das meiste was sich hier verkauft ist eher konventionell bis konservativ. Also bringt es auch das Nonplusultra aus dem Königreich lediglich bis zu Platz 78 hierzulande. Da fehlt wieder mal eine mutige Casting- oder Modellshow, die den Titel einfach so einsetzt als Background, damit das Volk die Coolness des Sounds erkennt.
Der einzige (aber sehr winzige) Trost ist, dass Dizzee Rascal immerhin minimal besser abschneidet als der Super RTL-Kindergarten-Zirkus Cherona. Die Casting-Plastik-Band stellt mittlerweile auch schon ihren dritten Titel vor. Diesmal heißt er Dragonfly. Natürlich ist auch das wieder Gebrauchspopmusik zum wegwerfen. Schon in zwei Wochen wissen wir nichts mehr von dem Titel. Sony Music wird es aber wieder ein paar Euro mehr eingebracht haben. Schön ist es zu sehen, dass für das Projekt bei Single Nr.3 aber nur noch Platz 78 drin ist. Sind sie sicher auch bald weg vom Fenster. Hoffentlich machen die Band-Members danach irgendwas Sinnvolles.
Teenie-Musik, allerdings der wesentlich seriöseren Art, machen die Jonas Brothers. Erfunden und vermarktet vom Disney-Konzern, bringen die drei Jungs sämtliche Mädchen zwischen 11 und 14 völlig durcheinander. Und nachdem sie dann bei der ersten Las vegas-Workshop-Folge der Popstars auch ganz gut medial präsentiert wurden, konnte ja mit der Single Fly With Me gar nichts mehr schief gehen. Dachten sich die Marketing-Verantwortlichen. Aber, ach … Fly With Me bringt es nur auf die 89. Das ist mager. Gut, dass es in ihrer Heimat, den USA, wesentlich besser läuft. Sonst würden sie mit Sicherheit demnächst aufgelöst werden.
Apropos Popstars: auch in dieser Woche gibt es wieder einige Titel, die von der Präsenz in der Pro7-Castingshow profitieren. Da wären zum Beispiel: P!nk mit Funhouse, das noch einmal 4 Plätze gut machen kann und auf der 27 landet, nachdem Agi, Dagmara, Sandra und Julia den Titel sangen. Halo von Beyoncé, dass nach der Performance durch Valentina, Pauline und Vanessa von der 45 auf die 32 steigt. Und sogar The Killers schaffen in ihrer 36. Woche noch einmal sich auf Platz 92 durchzusetzen (letzte Woche 94), nachdem Aytug, Maik, Danny, Harry, Leo und Daniel mit ihrer Performance von Human in der Show aufwarteten. Richtig großartig ist allerdings, dass sogar T.I. (feat. Justin Timberlake) mit ihrem Top 10-Hit Dead And Gone nochmal eine Rückkehr auf Platz 99 schaffen, nachdem sie vor drei Wochen ja bereits hätten notiert werden können. Aber da war der Titel nicht mehr genug im kollektiven Bewusstsein gespeichert. Nun ist er zurück, wenigstens für eine Woche … dank Burim, Andy, Nik, Damien und Marc.
Und damit sind wir nun auch bei den sonstigen Rückkehrern angekommen. In dieser Woche sind’s dann gar nicht so viele. Mit der Veröffentlichung seines neuen Albums Stark steigt auch die Nachfrage nach Howard Carpendales Single Noch immer mittendrin. Ein durchaus seltsamer Effekt … vermutlich wird für den Longplayer eine Menge Werbung gemacht, aber es gibt doch genug Unentschlossene, die erstmal nur ein kleines Häppchen wollen. Und damit geht Noch immer mitten drin nach Platz 71 vor zwei Wochen nun noch einmal auf Platz 97 in die Auswertung.
Und ganz am Ende der deutschen Charts kehrt ein Ex-Nr.1-Hit zurück: James Morrison featuring Nelly Furtado standen mit Broken Strings den kompletten Februar und noch ein klein wenig drüber an der Spitze. Vor drei Monaten war es dann nach 24 notierten Wochen erstmal vorbei, denn da reichten die Verkäufe nur noch für eine Platzierung unterhalb der Position 50. Jetzt ist die Zwangspause vorbei, Broken Strings kehrt noch einmal zurück, wie gesagt auf der Position 100. Und wir können ein leises Ciao flüstern.
In Blogs wie bei oljo.de wird nun fleißig analysiert, warum Tokio Hotel so dramatisch an Popularität eingebüßt hat. Überzogene Medienhysterie mit Nerv-Charakter, seltsame Auswertungssysteme … es gibt eine Reihe von Theorien für die ernüchternden Verkaufszahlen. Auch das neue Album fällt ziemlich durch, unter anderem wegen absolut überzogener Preise. Lediglich in den USA scheint es Aufwind für die Jungs zu geben. Der Verdacht liegt nahe, dass sich die Industrie eher auf den größeren Markt in Übersee konzentriert und der Verkauf in Deutschland eh unwichtig ist. Das letzte Hoffen der Fans klammerte sich an den TV-Auftritt bei „Wetten dass …?“ am 3. Oktober, aber auch da war offensichtlich nicht viel zu holen. – Spannendster Nebeneffekt des Schlechten Abschneidens: Musiklabel Universal lockert plötzlich die rigide Veröffentlichungspolitik im Netz. Zunächst war Automatisch weder auf youTube noch auf mySpace im Angebot. Nach dem desaströsen Abschneiden werden plötzlich sämtliche Kanäle frei geschaltet um noch zu retten was zu retten ist … wie war das noch mal: Präsenz im Internet schmäler die Verkäufe … ? – Da könnte sich eine Diskussion endgültig erledigt haben.
Wesentlichste Aufsteigerin der Woche (neben Neuzugang Mark Medlock ist Agnes. Die Schwedin ist mit ihrem internationalen Debüt-Titel Release Me gerade in allen Einkaufspassagen und Dudelfunkstationen superpräsent. Das hat zur Folge, dass auch der Verkauf angeheizt wird. In der sechsten Chartwoche steigt Release Me von der 18 auf die 12 und beschert Agnes eine neue Bestmarke.
Etwas weiter oben klettern The Black Eyed Peas mit I Gotta Feeling noch einmal einen Platz auf die 8 und stehen mit diesem Titel nunmehr eine 14. Woche unter den umsatzstärksten Zehn. Insgesamt gehen jetzt 65 Top10-Wochen auf das Konto der Black Eyed Peas. Just in dieser Woche überrundet das Quartett somit Justin Timberlake. Da hat der Sänger jetzt mal nachzulegen.
Zum zähen Dauerbrenner hat sich auch Das geht ab! [Wir feiern die ganze Nacht] von Frauenarzt & Manny Marc entwickelt. Es steht bereits in der insgesamt 20. Woche in der media control-Liste und kann in dieser Woche sogar noch einmal um einen Platz auf die Position 10 steigen. Damit haben sie acht Wochen im Club der besten 10 gesammelt. Das hätte beim allerersten Einstieg des Titels am 17. April wohl keiner gedacht und es ist auch ein schöner Beweis (ob man den Titel nun mag oder nicht), dass es auch noch Hits gibt, die sich nicht von der Industrie gesteuert etablieren. Und vielleicht haben wir ja mit „Atzenmusik“ jetzt sowas wie eine neue Schublade im Pop-Business …
Eine abrupte Kehrtwendung in ihrer Chartbewegung machen Cascada, die mit Evacuate The Dancefloor noch einmal von der 24 auf die 19 steigen können. Der Track ist alles andere als neu, aber der bei weitem erfolgreichste Titel des Projektes. Drei Wochen stand er auf Position 5 in der media control Liste. Das gleichnamige Album brachte es bis Platz 21 in den Album-Charts (für einen reinen Dance-Act nicht mal schlecht). Und gerade flatterte die Meldung herein, dass Cascada auch für die „1LIVE Krone“ nominiert wurden. – In zwei Wochen können wir dann den Start der neuen Single Fever begutachten. Ich kann schon mal vorweg nehmen: so infektiös wie Evacuate The Dancefloor ist das neue Werk bei weitem nicht. Zu viel von allem wurde da verramscht … aber dazu in zwei Wochen sicher mehr. In der Zwischenzeit also holt der ultimative Glücksgriff in Sachen Produktion Evacuate The Dancefloor nochmal ein paar Punkte.
So weit die mehr oder weniger auffälligen Chartbewegungen. Und was gab es erfolgreiches Neues in den CD-Regalen? Mark Medlock und Livingston hab ich schon erwähnt. Etwas weniger umsatzträchtig startet auch DJ Ötzi in die nächste Aprés Ski- und Karneval-Saison. Für dieses mal hat er sich den Mitgröler Sweet Caroline auserkoren und neu eingespielt. Der Titel ist schon seit einer Weile mit dem Nr.1-Album Hotel Engel in Umlauf. Im Original stammt er von niemandem Geringeren als Neil Diamond, der ihn ursprünglich 1969 geschrieben hatte. In den USA und in Großbritannien landete er damit dann auch einen Hit in den jeweiligen Top 10. In Deutschland war der Erfolg dagegen eher bescheiden: Platz 37 im Mai 1971. Trotz dieser mageren kommerziellen Ausbeute, gehört der Titel zu den Klassikern. Im englischsprachigen Raum wurde er von zahlreichen Teams als Hymne bzw. Einlauftitel benutzt. Zahlreiche Künstlern lieferten Neuinterpretationen, DJ Ötzi ist allerdings der erste, welcher dem Titel in Deutschland wieder zu Chartehren verhilft und gleich mal den Erfolg von vor 38 Jahren wiederholt: Sweet Caroline steigt ein auf Platz 37.
Einen Charteintritt ohne CD-Veröffentlichung legen die Pussycat Dolls mit Hush Hush, Hush Hush hin. Es gibt nicht einmal einen Release-Termin als eSingle, lediglich als Albumtrack ist Hush Hush, Hush Hush erhältlich. In Großbritannien, wo die Pussycat Dolls als Superstars durchgehen, gibt es den Titel als CD-version bereits seit 12. August. Allerdings war der Erfolg mit Platz 17 nicht so überzeugend. In Deutschland war bereits die vorhergehende Single Jai Ho! (You Are My destiny) mit Platz 29 nur ein mäßiger Erfolg. Vielleicht auch dieses Ergebnis ein Grund, auf weitere Auskopplungen aus dem Album Doll Domination zu verzichten? Was aber hat nun eigentlich die plötzliche Nachfrage ausgelöst? Die Ankündigung, dass die Pussycat Dolls für die nächste Zeit in eine Pause gehen?
Wirklich aufregende Neuveröffentlichungen sind im Moment eher rar, und vieles von dem, was da schnell ganz nach oben schießt ist dann auch schnell wieder draußen. Das heißt unter anderem aber auch, dass es da ein paar Titel gibt, die sich lange lange Zeit in der Gunst der KäuferInnen halten können. Das Titel ein komplettes Jahr lang ununterbrochen notiert sind wird fast schon zur Normalität. Neuester Anwärter auf diese Leistung ist Peter Fox. Sein Haus am See wird in dieser Woche zum 50. mal hintereinander notiert. Es klettert noch einmal von der 52 auf die 50 und etabliert sich nun wirklich fest in der All-Time-Auswertung der am längsten ununterbrochen notierten Titel. Der letzte Track, der es bis in diese Höhen geschafft hat, war Infinity 2008 vom Guru Josh Project mit 51 Wochen (in dieser Woche von der 69 auf die 74 fallend). Peter Fox wird dieses Ergebnis mit Sicherheit überbieten. Um wieviel, das werden wir in Kürze wissen.
Und damit wären wir in der unteren Hälfte der Charts abgekommen, wo sich noch einige CD-Neuveröffentlichungen vom 25. September platzieren können. Aus seinem Best of-Album Volume (immerhin im Sommer Platz 18 in den Albumcharts) schickt der Berliner DJ Paul van Dyk eine weitere Single ins Rennen. Home ist eine Zusammenarbeit mit Johnny McDaid. Bereits 2003 hatten die beiden einen gemeinsamen Hit namens Time Of Our Lives. Damals war der Sänger allerdings noch mit seiner Band Vega4 unterwegs, weshalb sein Name nun erstmals als offizieller Solo-Act in die Chartbücher eingeht. Time Of Our Lives brachte es 2003 bis zu einem ansehnlichen Platz 14. Mit Home reicht es jetzt allerdings nur noch für Platz 54, das schlechteste Ergebnis für einen Titel von Paul van Dyk in den deutschen Charts. Eventuell ist der van Dyk-Sound nun doch nicht mehr ganz auf der Höhe der Zeit und zu seicht und beiläufig.
Höhe der Zeit, das ist auch das Stichwort für die Single von Bully & Sasha. Zum einen kommt die CD Father And Son mit einiger Verspätung. Der Film Wickie und die starken Männer bereits seit 9. September sehr erfolgreich in den deutschen Kinos, wieso hat man mit der Veröffentlichung des Titels mehr als zwei Wochen gewartet? Und dann ist Father And Son ein waschechter Rockabilly / Rock’n’Roll-Titel. Irgendwie scheint das ja grad eine Mode zu sein, ich denke da nur an The Baseballs (mit Hot N Cold in dieser Woche von der 68 auf die 76 rutschend). Für Sasha ist dieses Genre natürlich nicht ganz so neu. Als Dick Brave and The Backbeats tourte er zwischen 2002 und 2006 durch das Land und konnte mit Take Good Care Of My Baby 2004 sogar einen mittleren Hit landen. – Diese Zeiten sind allerdings gründlich vorbei. Und ich frage mich ohnehin, was mit Sasha und seinen Fans eigentlich passiert ist. Vor zwei Wochen viel On The Run mit Platz 82 grandios durch, obwohl es als Titelmelodie zu „ran“ auf sat.1 Supermedienpräsenz besitzt. Und nun geht Father And Son lediglich auf Platz 64 in die Liste. Zweimal in Folge verpasst Sasha also die obere Hälfte der Charts. Das hat es bisher noch nie gegeben. Kann Sasha nur hoffen, dass die nächste Single – ein Duett mit Maria Mena besser abschneidet.
Das gleiche wird sich vielleicht die Duettpartnerin aus Norwegen auch denken. Nachdem vor ziemlich genau einem Jahr mit All This Time (Pick-Me-Up Song das letzte mal ein Titel neu von Maria Mena in die Charts eintrat, schafft es nun ihre dritte Auskopplung aus dem Cause And Effect-Album doch noch, so etwas wie ein Hit zu werden. Allerdings nur ein ganz ganz kleiner. Es handelt sich dabei um I Was Made For Lovin’ You, ein sehr gefühlvolles und zärtliches Cover des KISS-Klassikers. Diese Version ist allein deshalb schon großartig und bemerkenswert, weil es vom Original so fast gar nichts mehr hat und trotzdem sehr sehr gut funktioniert. Leider reicht das aber nicht, um den Titel richtig groß zu machen (zumindest was den kommerziellen Erfolg angeht). Platz 91 nach Veröffentlichung ist einigermaßen verschenkt. Schade. – Das Original war übrigens gerade in diesem Jahr letztmalig platziert. Genau am 5. Juni stand es auf Platz 98.
Zufrieden kann dagegen Linkin Park-Sänger Chester Bennington im Moment sein. Seine Band punktet mit New Divide in dieser Woche (die 15.) nochmal ganz gut und steigt von 42 auf die 39. Zudem startet auch sein Nebenprojekt Dead By Sunrise mit der Debüt-Single Crawl back In in den Verkauf und kann sich auf der Position 70 breit machen. Gerade erscheint das dazugehörige Album Out Of Ashes. Was soll da noch schief gehen? Stilistisch sind die Unterschiede zwischen den beiden Projekten nicht so arg groß. Dead By Sunrise sind vielleicht ein klein wenig rauer und dreckiger. Die Stimme von Chester Bennington ist aber auch hier deutlich prägend.
Back to the dancefloor. Die dänische Sängerin Ida Corr steht mit I Want You bereit. Nachdem Ride My Tempo im Mai mit Platz 54 knapp die obere Hälfte der Charts verpasst hat, sieht es bei I Want You wesentlich klarer aus. Platz 72 bedeutet, hier kaufen wirklich nur noch Fans. Ist ein schöner Track, aber wohl doch den Vorgängern zu ähnlich. Ich nehme an, wenn sich Ida Corr nicht grundsätzlich neu erfindet, dann war es das schon so ziemlich von ihr.
Mit ordentlich Wiedererkennungseffekt kommt auch die neue Single von Basshunter daher. Every Morning klingt so wie davor I Miss You und davor All I Ever Wanted und davor Now That You’re Gone und davor Boten Anna. Mit den Platzierungen ging es dementsprechend auch immer weiter nach unten. Every Morning startet nur noch auf der 77. Und das Cover zur CD … das ist gleich mal ganz dämlich. An dieser Stelle kann ich nur sagen: siehe die Empfehlung zu Ida Corr.
Fast schon ein Superstar in seiner Heimat Großbritannien ist Dizzee Rascal. Drei Nr.1-Hits in Folge hat er dort innerhalb der letzten 14 Monate gelandet. Und grade startet dort sein neuester Streich Dirtee Cash. So richtig will das Ganze aber noch nicht auf den Kontinent rüberschwappen. Dizzee Rascal ist hier fast noch ein Geheimtipp. Seine Kolaboration mit Calvin Harris und Chrome namens Dance Wiv Me landete im März mit einem Jahr Verspätung auf der 48. Im Juli ging dann Bonkers zusammen mit Armand van Helden auf die 58 und nun steht Holiday an. Wieder ist es eine Colaboration mit Chrome, und wieder hat Calvin Harris produziert. Alles in allem Popmusik auf sehr zeitgemäßem Niveau, nur leider: weder Durchschnittskäufer noch Plattenlabel sind in Deutschland sehr an Innovation interessiert. Das meiste was sich hier verkauft ist eher konventionell bis konservativ. Also bringt es auch das Nonplusultra aus dem Königreich lediglich bis zu Platz 78 hierzulande. Da fehlt wieder mal eine mutige Casting- oder Modellshow, die den Titel einfach so einsetzt als Background, damit das Volk die Coolness des Sounds erkennt.
Der einzige (aber sehr winzige) Trost ist, dass Dizzee Rascal immerhin minimal besser abschneidet als der Super RTL-Kindergarten-Zirkus Cherona. Die Casting-Plastik-Band stellt mittlerweile auch schon ihren dritten Titel vor. Diesmal heißt er Dragonfly. Natürlich ist auch das wieder Gebrauchspopmusik zum wegwerfen. Schon in zwei Wochen wissen wir nichts mehr von dem Titel. Sony Music wird es aber wieder ein paar Euro mehr eingebracht haben. Schön ist es zu sehen, dass für das Projekt bei Single Nr.3 aber nur noch Platz 78 drin ist. Sind sie sicher auch bald weg vom Fenster. Hoffentlich machen die Band-Members danach irgendwas Sinnvolles.
Teenie-Musik, allerdings der wesentlich seriöseren Art, machen die Jonas Brothers. Erfunden und vermarktet vom Disney-Konzern, bringen die drei Jungs sämtliche Mädchen zwischen 11 und 14 völlig durcheinander. Und nachdem sie dann bei der ersten Las vegas-Workshop-Folge der Popstars auch ganz gut medial präsentiert wurden, konnte ja mit der Single Fly With Me gar nichts mehr schief gehen. Dachten sich die Marketing-Verantwortlichen. Aber, ach … Fly With Me bringt es nur auf die 89. Das ist mager. Gut, dass es in ihrer Heimat, den USA, wesentlich besser läuft. Sonst würden sie mit Sicherheit demnächst aufgelöst werden.
Apropos Popstars: auch in dieser Woche gibt es wieder einige Titel, die von der Präsenz in der Pro7-Castingshow profitieren. Da wären zum Beispiel: P!nk mit Funhouse, das noch einmal 4 Plätze gut machen kann und auf der 27 landet, nachdem Agi, Dagmara, Sandra und Julia den Titel sangen. Halo von Beyoncé, dass nach der Performance durch Valentina, Pauline und Vanessa von der 45 auf die 32 steigt. Und sogar The Killers schaffen in ihrer 36. Woche noch einmal sich auf Platz 92 durchzusetzen (letzte Woche 94), nachdem Aytug, Maik, Danny, Harry, Leo und Daniel mit ihrer Performance von Human in der Show aufwarteten. Richtig großartig ist allerdings, dass sogar T.I. (feat. Justin Timberlake) mit ihrem Top 10-Hit Dead And Gone nochmal eine Rückkehr auf Platz 99 schaffen, nachdem sie vor drei Wochen ja bereits hätten notiert werden können. Aber da war der Titel nicht mehr genug im kollektiven Bewusstsein gespeichert. Nun ist er zurück, wenigstens für eine Woche … dank Burim, Andy, Nik, Damien und Marc.
Und damit sind wir nun auch bei den sonstigen Rückkehrern angekommen. In dieser Woche sind’s dann gar nicht so viele. Mit der Veröffentlichung seines neuen Albums Stark steigt auch die Nachfrage nach Howard Carpendales Single Noch immer mittendrin. Ein durchaus seltsamer Effekt … vermutlich wird für den Longplayer eine Menge Werbung gemacht, aber es gibt doch genug Unentschlossene, die erstmal nur ein kleines Häppchen wollen. Und damit geht Noch immer mitten drin nach Platz 71 vor zwei Wochen nun noch einmal auf Platz 97 in die Auswertung.
Und ganz am Ende der deutschen Charts kehrt ein Ex-Nr.1-Hit zurück: James Morrison featuring Nelly Furtado standen mit Broken Strings den kompletten Februar und noch ein klein wenig drüber an der Spitze. Vor drei Monaten war es dann nach 24 notierten Wochen erstmal vorbei, denn da reichten die Verkäufe nur noch für eine Platzierung unterhalb der Position 50. Jetzt ist die Zwangspause vorbei, Broken Strings kehrt noch einmal zurück, wie gesagt auf der Position 100. Und wir können ein leises Ciao flüstern.
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04.September 2009: David Guetta ist Man of The Week
Letzte Sommerwoche, die Urlaubszeit geht definitiv zu Ende und wenn man genau hinschaut, dann ist da schon was Herbstliches zu entdecken. Schnell noch die letzten heißen Tage genießen und dann ganz wehmütig auf Kühleres vorbereiten. Und der Soundtrack dazu kommt passenderweise aus einem Land, in dem die Sommer noch kürzer sind. Norwegen rules eine zweite Woche. Marit Larsen stehtmit If A Song Could Get Me You ganz oben auf der media control-Liste und das bedeutet: sie hatte den höchsten Umsatz in der letzten Augustwoche. Und so wie in Deutschland, so steht Marit Larsen auch in Österreich an der Spitze der Liste, in der Schweiz reicht es immerhin für Platz 3 – das heißt, eigentlich sollte sie auch in den europäischen Charts vorne mitspielen. Aber die kontinentale Auswertung braucht immer etwas länger und so ist dort noch nichts von der Norwegerin zu sehen. Wahrscheinlich wird die Erfolgsgeschichte aber noch ein wenig anhalten, denn in dieser Woche trat Marit Larsen bei Stefan Raab auf, der ersten Show nach der Sommerpause. Gute Medienpräsenz also garantiert. Jetzt müssen wir nur noch hoffen, dass sich nicht allzubald eine Songmüdigkeit einstellt. Ich hab nach mehrmaligem Hören mitunter schon ein wenig genug von der beständigen Lieblichkeit. Sparsamer Einsatz wär also angebracht.
Wenn Marit Larsen die Neuentdeckung des Sommers ist und im Bereich Pop derzeit alles überstrahlt, dann darf der französische DJ David Guetta als der Master of Clubland im Sommer 2009 gelten. Ohne ihn samt Kelly Rowland und seinen Hit When Love Takes Over ging in den letzten Wochen gar nichts. Pünktlich zum Sommerausklang erschien nun sein viertes Album One Love. Und dieses kann sich auf Anhieb als sein erster Longplayer überhaupt in den deutschen Albumcharts auf der Position 2 einrichten. Parallel dazu geht auch der Hit When Love Takes Over noch einmal zwei Plätze nach oben und erklimmt mit Platz 2 einen neuen Bestwert. Und das in der immerhin elften Chartwoche. Es ist nicht nur in Deutschland der größte Hit für den Franzosen, sondern europaweit. In Großbritannien und der Schweiz startet gerade der Nachfolgehit mit Akon Sexy Bitch (im etwas prüden Königreich unter Sexy Chick erschienen) gewaltig durch. Die Schweiz meldet Platz 2, Großbritannien ebenfalls, da war der Titel allerdings in der letzten Woche an der Spitze notiert. In Deutschland reicht es nicht ganz für diese Werte. Trotzdem ist David Guetta wohl The Man Of The Week.
Komplettiert wird die Spitzengruppe wie in der vergangenen Woche durch Cassandra Steen feat. Adel Tawil und ihren Titel Stadt. Neuigkeiten gibt es aus dem Hause Steen leider momentan nicht. Ab der zweiten Septemberhälfte reist sie durch das Land. Bis dahin können wir also getrost weiter dem bekannten Hit frönen.
Aufwärts geht es noch einmal für Gossip. Heavy Cross steigt nach drei Wochen auf der 7 nun erstmals unter die ersten 5 und kann sich mit Platz 4 ziemlich veritabel in Szene setzen. Und auch Gossip werden wohl auf den vorderen Plätzen präsent bleiben, denn auch sie hatten die Ehre, bei Stefan Raab ihren Song präsentieren zu können. Wem Heavy Cross mittlerweile ein wenig zu oft in die Ohren gekommen ist (hat ja nun auch schon ein paar Tage auf dem Buckel), dem oder der sei hiermit das wundervolle Cover von Careless Whisper ans Herz gelegt. im Original gesungen von George Michael und hier absolut fit gemacht für das kommende Jahrzehnt.
Die bestverkaufte neue CD-Single der Woche kommt von einer skandinavischen Künstlerin. Agnes – mit vollem Namen Agnes Emilia Carlsson – gewann 2005 die schwedische Casting-Show ”Idols” . Und seitdem ist sie laut wikipedia eine der momentan erfolgreichsten Künstlerinnen in ihrem Heimatland. Nachdem es in Schweden zu drei erfolgreichen Alben (zwei davon jeweils Nr.1 in den schwedischen Album-Charts) und zu insgesamt fünf Top 10-Hits gereicht hat, bemüht sich die Dame (bzw. ihre Plattenfirma) auch um den Rest Europas. In den Nachbarländern Norwegen und Dänemark klappte das schon ganz gut: Top 10-Platzierungen für Release Me, auch Frankreich zeigte sich dem Dance-Pop-Titel wohlgesonnen und in Großbritannien erreichte sie Ende Mai sogar Platz 3. Deutschland – wie häufig ein bisschen langsam – zieht nun, drei Monate später, nach. Und das Ergebnis kann sich sogar sehen lassen: Platz 13, höchster Neuzugang, für diesen gut produzierten, leicht 70er Jahre-mäßigen Titel. Nicht unbedingt wahnsinnig innovativ, aber was soll’s. Es gibt Schlimmeres, und gegen einen naiv-gutgelaunten Radiohit muss man ja jetzt auch nicht gleich die schweren geschütze auffahren.
Bestverkaufte deutsche Produktion dieser Woche dürfen sich die No Angels nennen. Sie promoten mit One Life ihr neues Album Welcome To The Dance. Aber der Titel bestverkaufter deutscher Act täuscht ein wenig über die Tatsachen hinweg. Die besten Tage haben die No Angels nämlich tatsächlich hinter sich. Das letzte Lebenszeichen war das Eurovisions-Debakel im vergangenen Jahr, wo sie mit Disappear überhaupt nicht punkten konnten … was aber auch schon ganz anderen Acts nicht gelang. In der Zwischenzeit ging es nach Amerika: neuer Produzent, vielleicht schielen nach einem neuen Markt? Herausgekommen ist One Life und … na ja, es klingt tatsächlich irgendwie amerikanisch. Da könnte jetzt also auch sehr gut so jemand wie Akon oder Chris Brown drauf singen. Mich überzeugt das nicht. Und ein Platz 15 nach der ersten Woche im Verkauf, das ist auch nicht wirklich wahnsinnig großartig. Allerdings muss ich hier anmerken, dass die No Angels lediglich mit einer 2 Track-Singleversion auf dem Markt sind. Diese kostet bei amazon knapp 5 EUR. Die Vollversionen sind gut 2 EUR teurer, insofern gehen die No Angels mit ordentlichem Nachteil ins Rennen um die Platzierung, denn gezählt wird in der Liste der Umsatz, nicht die verkauften Einheiten. Nochmal allerdings: in den Download-Charts rangieren sie auch nur auf Platz 19. Hmmm … manchmal ist rechtzeitig aufhören einfach besser.
Wenn Marit Larsen die Neuentdeckung des Sommers ist und im Bereich Pop derzeit alles überstrahlt, dann darf der französische DJ David Guetta als der Master of Clubland im Sommer 2009 gelten. Ohne ihn samt Kelly Rowland und seinen Hit When Love Takes Over ging in den letzten Wochen gar nichts. Pünktlich zum Sommerausklang erschien nun sein viertes Album One Love. Und dieses kann sich auf Anhieb als sein erster Longplayer überhaupt in den deutschen Albumcharts auf der Position 2 einrichten. Parallel dazu geht auch der Hit When Love Takes Over noch einmal zwei Plätze nach oben und erklimmt mit Platz 2 einen neuen Bestwert. Und das in der immerhin elften Chartwoche. Es ist nicht nur in Deutschland der größte Hit für den Franzosen, sondern europaweit. In Großbritannien und der Schweiz startet gerade der Nachfolgehit mit Akon Sexy Bitch (im etwas prüden Königreich unter Sexy Chick erschienen) gewaltig durch. Die Schweiz meldet Platz 2, Großbritannien ebenfalls, da war der Titel allerdings in der letzten Woche an der Spitze notiert. In Deutschland reicht es nicht ganz für diese Werte. Trotzdem ist David Guetta wohl The Man Of The Week.
Komplettiert wird die Spitzengruppe wie in der vergangenen Woche durch Cassandra Steen feat. Adel Tawil und ihren Titel Stadt. Neuigkeiten gibt es aus dem Hause Steen leider momentan nicht. Ab der zweiten Septemberhälfte reist sie durch das Land. Bis dahin können wir also getrost weiter dem bekannten Hit frönen.
Aufwärts geht es noch einmal für Gossip. Heavy Cross steigt nach drei Wochen auf der 7 nun erstmals unter die ersten 5 und kann sich mit Platz 4 ziemlich veritabel in Szene setzen. Und auch Gossip werden wohl auf den vorderen Plätzen präsent bleiben, denn auch sie hatten die Ehre, bei Stefan Raab ihren Song präsentieren zu können. Wem Heavy Cross mittlerweile ein wenig zu oft in die Ohren gekommen ist (hat ja nun auch schon ein paar Tage auf dem Buckel), dem oder der sei hiermit das wundervolle Cover von Careless Whisper ans Herz gelegt. im Original gesungen von George Michael und hier absolut fit gemacht für das kommende Jahrzehnt.
Die bestverkaufte neue CD-Single der Woche kommt von einer skandinavischen Künstlerin. Agnes – mit vollem Namen Agnes Emilia Carlsson – gewann 2005 die schwedische Casting-Show ”Idols” . Und seitdem ist sie laut wikipedia eine der momentan erfolgreichsten Künstlerinnen in ihrem Heimatland. Nachdem es in Schweden zu drei erfolgreichen Alben (zwei davon jeweils Nr.1 in den schwedischen Album-Charts) und zu insgesamt fünf Top 10-Hits gereicht hat, bemüht sich die Dame (bzw. ihre Plattenfirma) auch um den Rest Europas. In den Nachbarländern Norwegen und Dänemark klappte das schon ganz gut: Top 10-Platzierungen für Release Me, auch Frankreich zeigte sich dem Dance-Pop-Titel wohlgesonnen und in Großbritannien erreichte sie Ende Mai sogar Platz 3. Deutschland – wie häufig ein bisschen langsam – zieht nun, drei Monate später, nach. Und das Ergebnis kann sich sogar sehen lassen: Platz 13, höchster Neuzugang, für diesen gut produzierten, leicht 70er Jahre-mäßigen Titel. Nicht unbedingt wahnsinnig innovativ, aber was soll’s. Es gibt Schlimmeres, und gegen einen naiv-gutgelaunten Radiohit muss man ja jetzt auch nicht gleich die schweren geschütze auffahren.
Bestverkaufte deutsche Produktion dieser Woche dürfen sich die No Angels nennen. Sie promoten mit One Life ihr neues Album Welcome To The Dance. Aber der Titel bestverkaufter deutscher Act täuscht ein wenig über die Tatsachen hinweg. Die besten Tage haben die No Angels nämlich tatsächlich hinter sich. Das letzte Lebenszeichen war das Eurovisions-Debakel im vergangenen Jahr, wo sie mit Disappear überhaupt nicht punkten konnten … was aber auch schon ganz anderen Acts nicht gelang. In der Zwischenzeit ging es nach Amerika: neuer Produzent, vielleicht schielen nach einem neuen Markt? Herausgekommen ist One Life und … na ja, es klingt tatsächlich irgendwie amerikanisch. Da könnte jetzt also auch sehr gut so jemand wie Akon oder Chris Brown drauf singen. Mich überzeugt das nicht. Und ein Platz 15 nach der ersten Woche im Verkauf, das ist auch nicht wirklich wahnsinnig großartig. Allerdings muss ich hier anmerken, dass die No Angels lediglich mit einer 2 Track-Singleversion auf dem Markt sind. Diese kostet bei amazon knapp 5 EUR. Die Vollversionen sind gut 2 EUR teurer, insofern gehen die No Angels mit ordentlichem Nachteil ins Rennen um die Platzierung, denn gezählt wird in der Liste der Umsatz, nicht die verkauften Einheiten. Nochmal allerdings: in den Download-Charts rangieren sie auch nur auf Platz 19. Hmmm … manchmal ist rechtzeitig aufhören einfach besser.
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