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Hot Spot 03-15-13

Still at Number 1 for a ninth consecutive week: will.i.am & Britney Spears and her Scream & Shout. It’s only one week more to go for matching the result of Rihanna’s Diamonds which was the last song guarding the number 1 in a two figures amount of weeks.

British band HURTS returns to the list after a year long abstinence. Miracle is the teaser for the new album Exile. It is released digitally only so far and can enter number 25. The album follows next week and another further week also the CD version of the single will bereleased. These might be a good example for watching what effect physical sales still have in German charts.

The new single of Lana del Rey Dark Paradise also helps last summer’s hit single Summertime Sadness re-entering the list. The new one can be found at number 45, the old one at number 71.

Three weeks before it is officially released as a single I Need Your Love by Calvin Harris feat. Ellie Goulding enters the German charts as an digital album cut. Some remixes are around already–most of them officially not released. Slowly two of the most successful British acts become what they are in their home town for long times in Germany also now–big stars.

A year ago nobody knew LAING. In September 2012 they were the real winner of the Bundesvision Song Contest. The succeeding months made their single Morgens immer müde a hit. This week their debut Album Paradise naiv enters the album list at number 13. As an effect the single also rises some 20 places in the singles list in its 20th chart week.

The new album release of master David Bowie causes a rush in the teasing single Where Are We Now? a week before the album officially appears in shelves. The single can re-enter at number 75 and probably will rise next week further places.

Mentors for the SPIEGEL school bands contest and two nominations for the ECHO–Silbermond had some breaking news the week 1st to 7th March. Probably that’sa reason for the re-entry of their single /Ja


DSDS effects
Saturday 2nd March next recall show was broadcasted. Favourites are obviously Rene, Bojan and Wincent. They performed Some Nights originally recorded by FUN. and the song re-enters the list at number 68. So far Wincent was one of the most adored candidates. This show he had to leave the pack.


Trivia
Having two singles in the list Bruno Mars this current week reaches as much chart weeks in this decade as glorious Lady Gaga. 257 times both were listed inside the German survey for the last 3 years and 2 months. That’s only rank number 6 so far. Most successful artist still is David Guetta who alone collected 554 chart weeks between 1st of January 2010 and today.

Exactly four years after it appeared in the list for the first time the song Use Somebody by The Kings Of Leon returns to the charts. For a certain single week it jumps to number 73.
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Party-Discofox-Trash mit Jürgen Drews, Axel Fischer und Anna-Maria Zimmermann

Eine Woche mit nur sieben Neueisteigern ... das ist schon recht beschaulich. Der höchste von Queensberry mit einem Cover des Hits der Shakespeare’s Sisters aus dem Jahr 1992 Hello (Turn Your Radio On). Und es ist irgendwie auch tragisch festzustellen, dass dies dann auch schon ungefähr der interessanteste CD-Neustart der Woche war. Natürlich schauen wir uns trotzdem auch die anderen nochmal an.

Für meine Begriffe ungewöhnlich erfolgreich startet Jürgen Drews in seinen nächsten Karriereabschnitt. Der Schlagerbarde hat sich mit Ich bau dir ein Schloss nun auch endgültig dem Discofox zugewandt. Bereits im Juli erschien der Titel als Download-Single und brachte es auf Mallorca zu einiger Bekanntheit, was ihm auch eine Verewigung auf diversen CD-Kompilations einbrachte. Rechtzeitig zum Start der fünften Jahreszeit ist also auch eine Single-Version erhältlich. Das Ganze klingt irgendwie auch nach dem Sound der 70er, in welchen Jürgen Drews seine großen Erfolge feiern konnte. Bisher landete er zweimal in den Top 10: 1976 mit dem Nr.1-Hit Ein Bett im Kornfeld und ein Jahr drauf mit Barfuß durch den Sommer (damals Platz 6). Ich bau dir ein Schloss kann mehr als dreißig Jahre danach an diese Erfolge anknüpfen und landet auf Platz 10. Wie gesagt: eher überraschend. Zuletzt war Jürgen Drews im jahr 2005 mit Der arme Idiot / Flying Through bis auf Platz 75 gelangt.

In die selbe Kategorie wie Jürgen Drews gehört auch axel fischer. Allerdings finde ich, man muss schon wirklich Fan von Disco-Techno-Fox-Schlager sein, um das zu mögen. Da wo Jürgen Drews eigentlich das macht, was er schon immer macht, und das ja in den 70ern auch absolut seine Berechtigung hatte, da dockt Axel Fischer an, und ich versteh gar nicht recht, warum eigentlich. Was hat ein doch noch junger Mensch eigentlich mit diesem eher angestaubten Genre am Hut? Auch Du trägst keine Liebe in dir gibt mir darauf keine Antwort. Auf der CD-Single findet sich neben dem neuen Titel auch ein Rosen-Mix des Vorgängers Amsterdam. Die CD steigt ein auf Platz 60, für Axel Fischer relativ mager. Der Hit aus dem letzten Jahr Amsterdam in Zusammenarbeit mit Cora beweist dagegen auch ein Jahr nach Veröffentlichung noch ordentlich Kraft und steigt von der 98 auf die 80 – höchste Platzierung seit Mai diesen Jahres.

Die Sparte „Wir haben Spaß bis zum Koma“ ist glücklicherweise nicht die einzige, mit der momentan Umsatz gemacht wird. Etwas durchdachter und trotzdem nicht ohne Party geht es auch. culcha candela beispielsweise legen mit Monsta ihre zweite Single-Auskopplung aus dem diesjährigen Album Schöne neue Welt vor. Diese kann noch recht gut punkten und landet direkt auf Platz 18, der insgesamt vierte Top 20-Hit für die Berliner Band. An den ganz großen Erfolg, den sie 2007 mit Hamma und Ey DJ einfuhren können sie allerdings momentan nicht anschließen. Eventuell braucht es dafür doch noch ein klein wenig mehr an Neuerfindung. – Der Titelsong des Albums Schöne neue Welt rutscht derweil von der 42 auf die 44.

Zu einer zweiten Karriere startet derzeit das Projekt Glashaus um Moses Pelham. Bislang gab es von ihnen neun platzierte Singles mit Cassandra Stehen als Sängerin. Am besten schnitten dabei Wenn das Liebe ist 2001 mit Platz 5 und Haltet die Welt an 2005 mit Platz 11 ab. Nun heißt die neue Stimme Peppa und ihr Debüt Das Hier schafft in der Woche der Veröffentlichung den Sprung auf Platz 43. Das ist zwar momentan wesentlich unspektakulärer als die großen Erfolge des Projektes, aber für einen Neustart gar nicht soo schlecht.

Während die letzte Single der Kings_Of_Leon Use Somebody so langsam ins Off schliddert, diese Woche runter von der 78 auf die 86 in der insgesamt 23. notierten Woche, während dies also passiert, steht die neue Auskopplung in den CD-Regalen. Notion ist die dritte Single aus dem Album Only By The Night. Natürlich ist von einer dritten Auskopplung auch nicht mehr die Power zu erwarten wie vom Signet-Titel, insofern ist Platz 69 wohl völlig in Ordnung und wahrscheinlich auch ein schöner Abschluss für diese Runde.

Ungewöhnlich, aber offensichtlich doch möglich ist, dass der Tourstart einer Band zu massiven Steigerungen im Verkauf führt. In diesem Fall waren es a-ha, die mit ihrem Auftaktkonzert in Köln am 27. Oktober vor 10.000 begeisterten Zuschauer_Innen überzeugen konnten. Die aktuelle Single Shadowside klettert in Folge von der 36 auf die 22, das Album Foot Of The Mountain geht nochmal rauf auf die 14 und die gleichnamige Single schafft sogar einen Wiedereinstieg auf Platz 38. Es ist die insgesamt 19. Chartwoche für den Titel, der Anfang Juni fulminant auf Platz 3einstieg und die zweitbeste Platztierung einer a-ha-Single überhaupt darstellt. – In der Zwischenzeit wurde auch bestätigt, dass es Ende November eine weitere Auskopplung aus dem Album geben soll: Nothing Is Keeping You Here wird dann die 30. Single der Norweger sein.

Und wenn wir schon bei den Wiedereinsteigern sind: Wie immer spielt hier TV eine große Rolle. Zweitwichtigster Fernsehevent der Woche 23. bis 29. Oktober nach den Popstars war offensichtlich „Die neue Hitparade“ auf RTL II am Sonntag, den 25.10. Mallorca-König Jürgen Drews schafft es ja mit Hilfe seines Auftritts nach 30 Jahren wieder in die Top 10 (siehe oben) und DSDS-Sternchen Anna-Maria Zimmermann darf mit ihrem Mallorca-Hit 1000 Träume weit (Torneró) ebenfalls auftreten … prompt wird der Titel auch wieder ordentlich verkauft und kehrt nach zweimonatiger Pause wieder zurück in die Liste der 100 bestverkauften Titel. Ende Juli war sie auf Platz 71 erstmals notiert gewesen, schaffte es innerhalb von fünf Wochen bis Platz 68 und verschwand dann. Wie gesagt: nun ist sie wieder da und ihr Titel steht auf Platz 84.

Auch noch einmal in der Liste steht Amy macdonald mit ihrem Hit This Is The Life. Vor knapp einem Monat verließ er die Liste und ist nun in der 52. Woche auf Platz 98 notiert.

Letzter Rückkehrer sind Timbaland presents OneRepublic mit dem Ex-Nr.1-Hit Apologize. Der Titel wird seit April erstmalig wieder notiert, und zwar auf Platz 100. Grund für die gesteigerte Nachfrage ist die anstehende neue Single von OneRepublic Secrets. Laut iTunes-Charts dürfen wir diese in der kommenden Woche ziemlich weit oben erwarten und natürlich greifen da einige Downloader auch noch mal zum alten Erfolgstitel. Warum Secrets allerdings nicht schon jetzt platziert ist, weiß ich nicht. Vermutlich wird der Titel von media control noch als unveröffentlicht geführt und darf deshalb auch nicht in der Liste erscheinen … dämliche Vorgehensweise.

Agnes, Milow und Nena hoch, Editors, Schnuffel und ASP neu

Im Moment gibt es einen Hit, der überall zu hören ist: im Küchenradio, im Einkaufszentrum, sogar im Cineplexx … logisch steigt dieser Titel dann auch in der Nachfrage und in den Umsatz-Charts: Release Me von Agnes. In der letzten Woche hatte sie sich bereits mit Platz 12 auf eine Bestplatzierung vorgehangelt. In dieser Woche, ihrer siebten in den Charts, geht es noch weiter nach oben, direkt unter die besten fünf auf Platz 5. Rückenwind erhält die Single sicher auch durch die Veröffentlichung des Albums Dance Love Pop, welches seit dem 2. Oktober auf dem Markt ist. Offensichtlich trauen sich aber zahlreiche Käufer noch nicht so recht an den Longplayer heran, er startet lediglich auf Platz 69. Der Griff zur Single ist da vermutlich einfacher. Und mehr und mehr bohrt sich Release Me in die Ohren und ins Bewusstsein … Ich bin gespannt, ab wann wir den Titel nicht mehr hören können.

Zu den Gewinnern der Woche gehören auch die Gäste von Thomas Gottschalk in seiner 183. Folge von „Wetten dass…?“. Die Show erhielt zwar fast ausschließlich negative Kritiken, ein Garant für steigende Umsätze ist sie dennoch. Zum Beispiel profitiert Nelly Furtado ganz wesentliche davon, dass sie in der Show ihren letzten Hit Manos Al Aire vortragen konnte. Prompt steigt der Titel, der sich eigentlich schon deutlich auf dem Rückzug befand, von der 24 noch einmal auf die 17. – Die Gerüchteküche meldet übrigens aktuell, dass Nelly gerade eine Reihe von Songs mit Timbaland fertig geschrieben hat, die auf ihrem 2010 kommenden Album enthalten sein sollen.

Zweiter großer Nutznießer von einem Wetten dass … ?-Auftritt sind Tokio Hotel. Nach ihrem Absturz mit Automatisch in der letzten Woche geht es noch einmal von der 29 auf die 21. Außerdem startet in dieser Woche das Album Humanoid auf Platz 1 der Album-Liste. Na, da scheint ja die Welt fast wieder in Ordnung zu sein.

Im Aufwärtswind, und das bereits seit zwei Wochen, befindet sich auch Milow . In der letzten Woche ging es von der 25 hoch auf die 21. Und nun, mit Beginn seiner Konzerttour in Deutschland schafft er nach drei Wochen Pause sogar die Rückkehr in die Top 20. Platz 19 wird notiert für You Don’t Know, welches sich mittlerweile 10 Wochen in der Liste tummelt und am 11. September mit Platz 15 seinen bisherigen Bestwert erreichte.

Einen Sprung nach vorn machte auch NENA mit Wir sind wahr. In der letzten Woche sackte der Titel unglaubliche 21 Plätze ab und landete auf der 45. Schon war da ein kleines Drama in Sicht. Am 2. Oktober allerdings erschien das Album Made In Germany, welches einen großartigen Start in den Albumcharts auf Platz 3. Für viele ein Grund sich gleich noch die Single zu holen. – Außerdem hatte Nena einen prominenten Auftritt bei Günther Jauchs „Das große Ost-West-Duell“ und Portale wie oljo.de gehen davon aus, dass vor allem dieser Auftritt eine enorme Nachfrage erzeugte. Beides zusammen reicht für einen Sprung nach vorn auf die 24. Neuer Bestwert für Wir sind wahr.

Das waren die Gewinner der Woche, die schon eine Weile in den Charts ihr Unwesen treiben. Natürlich gab es auch Neues in der Woche ab 2. Oktober. Gesamtsieger wurden Bon Jovi (im Download-Only-Bereich) und Scooter. Mit einem recht eindrucksvollen Start setzten sich auch die Editors durch. Mit Papillon bereiten sie ihr drittes Album In This Light And on this evening vor. Üblicherweise werden die Editors in die Schublade Indie-Rock gesteckt. Mit dem neuen Werk schauen sie allerdings ganz schön weit über den Tellerrand hinaus und bewegen sich ordentlich in Richtung Elektronik/Dark Wave. Und das scheint dann doch recht vielen zu gefallen. Papillon ist die dritte Single der Band und sie kann trotz limitierter Auflage als CD auf Platz 43 landen. Das ist deutlich besser als die beiden Chart-Vorgänger, die mehr oder weniger in den 80er Positionen versandeten.Vielleicht der Beginn einer doch längeren Erfolgsgeschichte?

Seine großen Erfolge hat der Jamba-Kuschelhase Schnuffel bereits hinter sich. Wir erinnern uns, im Frühjahr 2008 ging nichts ohne den Kuschel Song. Dann gab es noch ein, zwei, drei Häschen-Aufgüsse und seit Ende letzten Jahres war dann Ruhe. Nun aber wird es wieder kühler und früher dunkel, der Kuschelbedarf steigt und schon wird die Kunstfigur reanimiert. Die neue Single heißt Piep Piep, das dazugehörige Album Komm Kuscheln, ab jetzt im Handel. Das Schema wie gehabt: knuddelig-debilromatischer Kinderliedtext mit Klingeltechnosound. Funktioniert irgendwie immernoch, allerdings bei weitem nicht mehr so gut wie im Jahr 2008. Piep Piep startet auf Platz 54 – weit entfernt von dem was die Vorgänger bereits gebracht haben. Da hat es sich vermutlich bald ausgekuschelt.

Das komplette Gegenteil zum Kuschelhasen stellt die Band ASP dar. In der Mittelalter-Gothic-Rock-Szene sind sie eine feste Größe. Außerhalb dieses Kreises haben sie erst einmal etwas mehr Aufmerksam keit erhalten. Ende Oktober 2006 schoß ihre Single Ich bin ein wahrer Satan bis auf Platz 29 der deutschen Charts. Sehr schnell war der Titel dann auch wieder aus der Liste draußen – wie gesagt: es ist vor allem ein fester Kreis von Fans, der die CD kauft. Ähnlich verhält es sich mit ihren Alben. Seit 2005 erscheinen sie regelmäßig für ein bis zwei Wochen in den Verkaufsauswertungen auf und sind dann wieder verscwhunden. Eine Ausnahme bildete die CD Zaubererbruder im letzten Jahr. Vier Wochen, also einen kompletten Monat in der Liste und ein Platz 13 als Höchstplatzierung. Die Fangemeinde wächst also. Eventuell ist also auch das Auftauchen ihrer neuesten Single-Veröffentlichung Wer sonst? in den Charts ein Anzeichen dafür. Platz 56 zum Start kann allerdings noch nicht wirklich viel erzählen, die folgenden Veröffentlichungen werden zeigen wohin die Reise geht.

Wer sonst? ist natürlich eine düstere Mischung aus hartem Gitarrensound, Weltuntergangsszenario und der nicht ganz einfachen Aussage: „Du bist das Kettenglied, was zählt“. Gewaltige Bilder, die da zitiert werden. An vielen Stellen auch sehr offen für Interpretationen in alle möglichen Richtungen. Wir kennen diese Diskussionen und Vorwürfe von Rammstein, Oomph! etc. Wirkliche Lösungen gibt es dabei wohl kaum, denn wenn die Geschichten deutlicher und konkreter würden, dann würden sie vermutlich auch einen wesentlichen Teil ihres (Schauer-)Reizes verlieren.

Das Jahr 2009 ist (oder war?) eines, in welchem die Pet Shop Boys noch einmal ziemlich überraschen konnten. Nicht, dass sie jetzt die Überflieger der vergangenen Monate gewesen wären. Aber ihr Album Yes schaffte tatsächlich im Frühjahr eine Platzierung in den Albumcharts auf Position 4 – das beste Ergebnis für das Duo in den 2000ern. Die Leadsingle Love etc. konnte sich recht unerwartet bis auf Platz 12 durchsetzen und war ganze 16 Wochen präsent. Für einen Act, der seit etwa 25 Jahren im Geschäft ist schon eine beachtliche Leistung. Nun wurde aus dem Erfolgsalbum eine dritte Single ausgekoppelt. Beautiful People ist ein ruhiges Popstückchen mit vielen Streichern, romantisch verklärt und mit jeder Note zutiefst in den Hochzeiten der Pet Shop Boys verwurzelt. Einmal mehr lässt sich feststellen: diese Single im Jahr 1986 veröffentlicht wäre ein sicherer Top 5-Hit gewesen. Im Jahr 2009 reicht es noch für Platz 65 – sicher kein umwerfender Hit, zumindest aber ein Beweis, dass auch Soundtreue über Jahrzehnte Freunde findet. Seltsam ist für mich nur, dass Beautiful People nur in Deutschland veröffentlicht wird. Zu Ende gedacht würde das bedeuten: In Deutschland haben Neil Tennant und Chris Lowe den größten und treuesten Fankreis. Oder anders: einmal in Deutschland etabliert, lässt sich bis in alle Ewigkeiten mit dem gleichen Prinzip Musik verkaufen.

Bis in alle Ewigkeit – schönes Stichwort für unsere Rubrik: Evergreens / Moderne Klassiker. Was gab es denn in dieser Woche an auffälligen Rückkehrern? – Passend zum Nr.1-Ansturm von Lady GaGa steht auch die Single, mit der alles vor mehr als einem Jahr begann, wieder in den Charts: Just Dance. Fairerweise muss ihr Partner Colby O’Donis an dieser Stelle ebenfalls genannt werden, liefert er doch einen ganz wesentlichen Beitrag zum Hit. Ich erinnere mich: vor einem Jahr als Lady Gaga lediglich eine unbekannte Newcomerin war, da waren überall Lobeshymnen auf Just Dance zu finden. „Lady Gaga – die neue selbstbewusste Frau, die sowohl Hedonismus wie auch Startum mit kritischem Blick hinterfragt …“ So ähnlich stand es in schlauen Texten. Ob die selben AutorInnen heute genauso urteilen würden? Erfolg ist in Deutschlands Kritikerkreisen ja nicht so positiv besetzt. Wie auch immer: Just Dance schaffte vor einem Jahr immerhin eine Platzierung auf Rang 15, war ziemlich präsent ohne der Knaller schlechthin zu werden. Dann eroberte Lady Gaga den englischen Markt, stürmte mit Just Dance zum Jahresende bis an die Spitze der UK Top 40, und dann ging es auch in Deutschland mit dem Verkauf noch einmal nach oben. Den endgültigen Kick lieferte dann jedoch erst im März die Nachfolgesingle Poker Face, die Lady Gaga ja hierzulande ihre erste Nr.1 bescherte. Im Windschatten zog auch Just Dance noch einmal nach und erklomm Platz Nr.10. Im Juli, nach insgesamt 44 Chartwochen fiel Just Dance dann dauerhaft unter die magische Position 50 und wurde laut media control-Regeln aus der Wertung genommen. Nun sind drei Monate vergangen, die Sperrfrist ist abgelaufen, und Just Dance darf wieder notiert werden. Wird es auch sofort und steht auf einem unglaublichen Platz 69. Das bedeutet: in den kommenden neun Wochen wird uns Just Dance mit Sicherheit begleiten und am Ende zu den 20 Titeln gehören, die sich am längsten in den deutschen Charts aufhalten konnten.

Wieder dabei nach dreimonatiger Sperrfrist sind auch die Kings_Of_Leon mit Use Somebody. Existent ist die US-amerikanische Band seit 2000, ihre Alben konnten sich seit 2003 mehr oder weniger gut verkaufen. Am erfolgreichsten waren sie in Großbritannien, wo sie regelmäßig unter den Top 5 der Album-Charts zu finden waren. Der Durchbruch als Single-Act, also als Tageshit-Lieferanten, gelang ihnen im Spätsommer vergangenen Jahres, als Sex_On_Fire plötzlich die Spitze der britischen Charts erstürmte. Auch in Deutschland enterte der Titel dann (als reiner Download-Track) die Charts. Die Plattenfirma brauchte etwas Zeit um zu kapieren was da grad losging, die CD-Version wurde später nachgeschoben, brachte nicht den großen Schub, aber verhalf dem Titel immerhin zu einer Dauerpräsenz in den Charts die insgesamt 41 Wochen anhielt und mit Platz 33 im Juli diesen Jahres ihren Höhepunkt fand. In der letzten Woche war Sex_On_Fire noch auf der 56 notiert, fällt aber diese Woche unter die 3-Monats-Sperrklausel.

Use Somebody hatte im Vergleich zum Vorgänger einen wesentlich direkteren Start. Am 13. März wurde die Single zum ersten Mal auf Platz 18 notiert und stieg dann recht bald bis zum Platz 9. Für die Band eine erste Platzierung unter den Top 10 in Deutschland. Ganze 19 Wochen dauerte ihr Chartaufenthalt. In der Zwischenzeit wurde Use Somebody bereits mehrfach gecovert, am erfolgreichsten wohl von Pixie Lott, deren Version sich sogar in den britischen Songcharts platzieren konnte. Auch Kelly Clarkson nahm den Song in ihr Repertoire auf und sang ihn während ihrer diesjährigen Tour. In Deutschland ist nach wie vor die Originalversion von den Kings_Of_Leon am beliebtesten. Use Somebody steht in dieser Woche in seiner insgesamt 20. Chartwoche auf Platz 71.

Einer der Sommerpartyhits 2009 war ohne Zweifel Day ’N’ Nite von Kid Cudi im Remix der Italo-Boys Crookers. Bereits ab März gehörte der Track zum Standardrepertoire jeder coolen Tanzveranstaltung. Mehr oder weniger direkt setzte er sich dann auch in den größeren Discos durch und landete schließlich auch als kommerzieller Hit auf Platz 13 der deutschen Verkaufscharts. 17 Wochen dauerte der Spaß – jetzt ist der Titel zurück auf Platz 74. Und es macht irgendwie immer noch ordentlich Spaß sich durch die verschiedenen Versionen und Mix-Varianten zu hören.

Genau vor einem Jahr startete einer der großen Hits des vergangenen Winters in seine Chartkarriere. Do you remember Allein allein von der Dresdner Band Polarkreis 18? Genau! – Fünf Wochen Nr.1 zum Ende des Jahres 2008, Dauerpräsenz überall für die sechs smarten Jungs, nachfolgend Teilnahme beim „Bundesvision Song Contest“ und mit The Colour Of Snow ein weiterer Top 5-Hit. 40 Wochen lang ununterbrochen war Allein allein in den deutschen Charts platziert. Der auch auf der deutschen CD-Single veröffentlichte Remix durch die dänische Gruppe Nephew verschaffte Polarkreis 18 auch eine Top 3-Platzierung im Nachbarland Dänemark. Bemerkenswert am Rande vielleicht noch, dass Allein allein auch in den Charts von Israel eine Top 10-Platzierung erreichte. Nun also – Allein allein verkauft sich immer noch ganz gut, gehört praktisch zum Repertoire jeder Home-Party und steht in dieser Woche nach derZwangspause erneut auf Platz 78.

Mittlerweile auch bald ein Jahr lang immer wieder in den Charts ist Amsterdam in der Version von Axel Fischer feat. Cora. Der ursprünglich aus den 80ern stammende Titel gehört in der etwas trashig geratenen neuen Variante offensichtlich zu den Standards im Familienfeiern-Bierzelt-Mallorca-Business. In dieser Woche nach Ablaufen der Sperrzeit wieder drin auf der 91.

Zu den Rückkehrern gehören regelmäßig auch die Songs, welche bei diversen Casting-Shows interpretiert werden. Aktuell läuft auf Pro7 Popstars – Du & Ich. Am Donnerstag, den 1. Oktober, flimmerte der zweite Workshopteil aus Las Vegas über die Bildschirme. Dort gab es Balladenduette zu hören. Und am eindrucksvollsten waren offensichtlich Valentina und Andy, welche One interpretierten. Die Vorlage von Mary J Blige und U2 schafft nämlich im Nachgang einen Wiedereintritt in die Charts auf Platz 83. Der Titel stammt ganz ursprünglich vom 91er U2-Album Achtung Baby, war damals auch als Single veröffentlicht worden, konnte sich aber nicht in Deutschland platzieren. 14 Jahre später gab es die Neuauflage mit Mary J Blige als Duett-Partnerin, und da wurde der Titel dann wirklich zu einem großen Hit: Platz 6 in Deutschland und seitdem immer wieder mal in den Charts, zuletzt im januar 2007. Aktuell wie gesagt, Platz 83 – die höchste Platzierung seit dem ersten Chartaufenthalt 2006.

Den Titel „Häufigster Rückkehrer des Jahres 2009“ verdient sich gerade Metallica mit Nothing Else Matters. Bereits zum sechsten mal wird dieser Titel als Wiedereinstieg notiert. In dieser Woche auf Platz 84 – höchste Platzierung seit März – und insgesamt schon die 57. Chartwoche.

Zu den zeitgenössischen Klassikern gehört ohne Zweifel auch Bitter Sweet Symphony von The Verve. Original veröffentlicht im Jahr 1997 ist es wohl der bekannteste Titel der Britpop-Band. Immer wieder wurde es als Musik für Werbung eingesetzt oder irgendwie geremixt. Kein Wunder also, dass der Titel auch bei jeder Wiederkehr und Neuveröffentlichung der Band irgendwie eine Rolle spielt. So geschehen im letzten Jahr, als Love Is Noise und das Album Forth erschienen. In diesem Sommer gab es dann wieder aktuelle Trennungsgerüchte um die Band, gleich auch mit der Ankündigung, dass Teile der Band mit Musikern von Goldfrapp über ein neues Projekt namens The Black Ships nachdenken. Es soll zu dieser neuen Superband auch bereits eine mySpace-Seite existieren. – Alle diese Neuigkeiten werden aber wahrscheinlich nicht der Grund gewesen sein, warum plötzlich wieder verstärkt Nachfrage nach Bitter Sweet Symphony besteht. Ehrlich gesagt, ich kann es auch überhaupt nicht erklären, warum der Titel nun wieder auf der 93 notiert wird. Außer natürlich, dass er nach wie vor gut ist. Wahrscheinlich tauchte der Song in irgendeiner Fernseh-Show im Hintergrund auf … wer Genaueres weiß, kann sich ja mal bei mir melden. Ich freu mich in der Zwischenzeit über eine 21. Woche für diesen Titel in den Charts.

Teenie-Star Nr.1 und ständig in den Schlagzeilen ist Miley Cyrus. Letzte Meldungen waren: der Twitter-Account von Miley Cyrus wurde gelöscht. Von ihr selbst. Und: Ihr Papa mag ihren Freund nicht ... Das sind alles Sorgen. Aber es gibt auch News aus dem Bereich Entertainment. Zum Beispiel soll Mitte Oktober ihr neues Album The Time Of Our Lives erscheinen. Die Single daraus Party In The U.S.A. steht in ihrer Heimat den USA bereits auf der Nr.1. In Deutschland gibt es noch kein offizielles Datum. In diversen Blogs und Foren war mal vom 2. Oktober die Rede … Und dort kann man auch lesen, dass aufgrund der bescheuerten Veröffentlichungspolitik die meisten Fans ihre CDs ohenhin in den USA bestellen. Nun – was wirklich zu haben ist: Hannah Montana – der Film auf Blu Ray-Disc. Seit 8. Oktober steht das Ding im Verkauf. Tja, und der erfolgreichste Track daraus The Climb schafft es in dieser Woche auch wieder in die Verkaufscharts, auf Platz 97. Außerdem geht Supergirl nochmal einen Platz nach oben von der 71 auf die 70.

Und auch noch einmal drin, nach einer Woche Verschnaufpause ist Peter Fox mit Schwarz zu Blau. Es geht nochmal auf die 98. Etwas erfolgreicher ist (immer noch) Haus am See, welches in der 51. Woche ununterbrochen in den Charts steht und gerade von der 50 auf die 53 rutscht.

Ganz am unteren Ende der Charts gibt es in dieser Woche eine Band, die mit ihrer ersten Single debütiert. BLIND kommen aus Baden-Württemberg, existieren seit 2002 und haben bereits im letzten Jahr ihr Debüt-Album auf den Markt gebracht. Zu überregionaler Bekanntheit bringen sie es genau jetzt mit ihrer Single Half A Dream Away. Bei wikipedia wird ihr Stil als Alternativ-Rock bezeichnet. Ja, das kann man wohl gelten lassen. Handgemachte Rockmusik, raue Stimme, Gitarren und ein Schuss Romantik … das sind die Zutaten, die BLIND in dieser Woche auf die 94 der deutschen Verkaufscharts hieven.

31. Juli: Sommerloch, Sommerhits, Ferienzeit

Es ist weiterhin Ferienzeit in Deutschland. Kaum Veränderungen in der Single-Liste von media control und der Trend aus der letzten Woche setzt sich fort: Erfolgreiches aus den letzten Monaten kann noch ein wenig in der Platzierung zulegen, neu sind vor allem Party-Sommer-Bierkönig-Schlager.

Ganz oben tut sich also auch in der fünften Woche nichts: Emilíana Torrini liefert mit Jungle Drum die Nr.1 und hat damit den gesamten Juli lang die Auswertung beherrscht. Auf der Vizeposition verharrt in der mittlerweile sechsten Woche das Duo Cassandra Steen feat. Adel Tawil mit Stadt. Und auf die Position 3 kehren zurück David Guetta feat. Kelly Rowland mit When Love Takes Over, das der erste Titel, welcher auf wirklich keiner Party – egal ob independent technoid oder mainstream-disco – fehlen darf.

Tja und so still und ausgewogen geht es weiter durch die gesamten Top 10 und weiter bis zum Platz 16. Dorthin steigt in der dritten Woche Marquess mit Arriba. Damit holen sich die Jungs aus Hannover das fünfte maleinen Top 20 Hit und können ihre letzte Albumbilanz erstmal bestätigen, denn auch La Histeria aus dem Album ¡Ya! schaffte es letztes Jahr im Februar bis zur Position 15. Damit kündigt sich schon an, was dann weiter unten in den Charts noch mehr Relevanz besitzt: die Urlaubshits sind auf dem Vormarsch.

Ebenfalls mit einem kleinen Sprung gehen Reamonn unter die ersten 20. Moments Like This steigt in der siebten Woche von der 29 auf die 19 und ist damit die dritte Top 20-Auskopplung aus dem aktuellen Album. Das sind dann die einzigen Neuzugänge unter den oberen 20.

Knapp an den Top 20 vorbei schrammt zum wiederholten male Clueso. Gewinner geht in der 16. notierten Woche noch einmal von der 35 auf die 21.
Zu den aufsteigenden Titeln gehört auch in dieser Woche Lenka mit The Show. In der siebten Woche gehts von 36 auf die 23. Bereits in der letzten Woche hatte sie ja schon einen bemerkbaren Aufstieg absolviert, jetzt geht es also nochmal weiter nach oben.

Einen kleinen Sprung nach oben machen die Kings_Of_Leon mit ihrem Singledebüt aus dem letzten Jahr Sex_On_Fire. Es geht für sie von der 50 auf die 34 und damit auf einen neuen Höchststand für diesen Titel, bisher lag dieser bei Platz 43. Nun in der 31. Woche steht Sex_On_Fire also ganze neun Plätze höher. Und das ist ein kleiner Rekord, denn damit ist der langsame Aufstieg von Lady GaGa feat. Colby O’Donis übertrumpft, die mit ihrem Just Dance ganze 28 Wochen brauchten um die Höchstposition 10 am 27. März zu erreichen. Mit 31 Wochen bis zur Höchstposition gehören die Kings Of Leon auch in der All Time-Auswertung zu den langsamsten 10. Das letzte mal waren es Höhner., die für ihr Viva Colonia 31 Chartwochen brauchten, ehe sie 2007 die Position 20 erreichten.

Abgesehen von diesen mehr oder weniger jahreszeitenunabhängigen Titeln, die auch schon mehr oder weniger in die Abteilung ”Standards” gehören, geht es dann – wie schon erwähnt – vor allem für Bierkönig-Ballermann-Hits nach vorne. Höchster Neuzugang ist mit Tim Toupet beispielsweise ein Re-Entry. Seine Version des Fliegerliedes So ein schöner Tag geht in dieser Woche dank Wieder-Veröffentlichung im Latino Summer Mix wieder in die Liste auf Platz 31. Anfang des Jahres schaffte es der Titel bereits bei seinem Debüt als Höchster Neuzugang einzusteigen. Damals auf Platz 38. Im Laufe der Zeit ging es dann bis auf den sechsten Platz, womit Tim Toupet den Karnevalshit der Saison landen konnte. Ganze zwanzig Wochen war das Fliegerlied in den deutschen Charts notiert, bevor es Anfang Juni die Liste verlassen musste. Nun ist es also wieder da und vermutlich wird Tim Toupet nunmehr auch zu den Interpreten gehören, die am Jahresende in der Auswertung zumindest unter den erstn 20 zu finden sein wird.

Der höchste echte Neuzugang, also ein Titel, welcher noch nie vorher in den deutschen Charts notiert war, ist in dieser Woche Sean Paul mit So Fine. Nach gut zwei Jahren ist der Jamaikaner als Solo-Artist zurück und kann tatsächlich noch ordentlich punkten. Allerdings ist auch deutlich zu bemerken, dass seine eher klassische Variante des DanceHall gegen den neueren Hybriden Aciton wie ihn zum Beispiel Pitbull präsentiert doch deutlich den Kürzeren zieht. Auf den coolen Parties des Landes läuft Sean Paul mit Sicherheit trotzdem – in wilden Mashup-Mixen als Trance-Version zum Beispiel. Für So Fine geht es in der Woche der CD-Veröffentlichung auf den Platz 39.

Die nächste neue Single kommt von Jordin Sparks. Battlefield ist die Ankündigung des gleichnamigen Albums und steigt ein auf Platz 40. Es ist ihre insgesamt vierte Single, die bisher bestplatzierte in diesem Jahr, an die vorhergehenden aus dem Debüt-Album kann sie momentan jedoch nicht wirklich anschließen. Hier helfen auch nicht die ein wenig uninspirierten Disco-Trance-Remixe.

Neues Material nach mehr als zwei Jahren Pause haben auch 2raumwohnung im Gepäck. Ihr neues Album heißt Lasso und daraus gibt es erstmal den Titel Wir werden sehen. Dieser steigt auf der 43 ein. Es ist der insgesamt zwölfte Titel, den 2raumwohnung in den deutschen Charts absetzen können und er gehört zu den besser platztierten. Allerdings bleiben die Auskopplungen aus dem Vorgänger 36grad mit Platzierungen in den 20ern deutlich erfolgreicher – und sind auch für meine Begriffe die eingängigeren Titel.
Präsent war 2raumwohnung so auch in der Zwischenzeit durch die Neuaufnahme ihres Titels 36grad für das Cubano Aléman-Projekt von Rhythms del Mundo. Diese Version von 36grad geht parallel zum neuen Titel auch nochmal in die Liste: auf der Position 80 sammeln sie eine 12. Woche (übrigens die höchste Platzierung seit September 2008).

In der unteren Hälfte der Charts bestimmen die Mallorca-Hits das Bild. Neu auf der 53 das aktuelle Werk von Markus Becker. Nach dem roten Pferd ist es dieses mal Die bunte Kuh, welche das Partyvolk offensichtlich in den Wahn treibt. Als Performance in der ersten Woche ist die Platzierung allerdings nicht ganz so überzeugend. Selbst seine letzte Single Hörst du die Regenwürmer husten stieg in der ersten Woche mit Platz 23 deutlich höher ein.

Chris Andrews & Tobee gehen mit Pretty Belinda – Schlauchbott auf der 65 rein. Das ist eine Kombination des Hits von 1969 mit deutschen Schlauchboot-Versatzstücken. Das Ganze ordentlich mit einem Discofox-Beat unterlegt, fertigt ist der Mallorca-Kracher.
Tobee war im letzten Jahr mit seiner Fußballhymne schonmal auf der 70 zu finden. Für ihn ist die aktuelle Zusammenarbeit sozusagen ein Meilenstein. Chris Andrews hatte dagegen schon einige Hits in den 60ern – fünf davon waren auch in den damaligen Charts platziert. Pretty Belinda schaffte es dabei bis zum Platz Nr. 5. Danach gab es für ihn mit Carol OK noch einen Hit und dann folgte eine lange Abstinenz. Bis heute. Chris Andrews war damit fast 40 Jahre nicht in den Charts und feiert hiermit sein Comeback. Der letzte Alt-Star, dem ähnliches gelang war im letzten Sommer Paul Kuhn. Er konnte nach 43 Jahren Pause noch einmal in den Charts auftauchen.

Wer fehlt jetzt eigentlich noch? Ach ja, Mickie Krause zum Beispiel. Mit Düp Düp landet er einen 14. Hit in den deutschen Charts. Und dieser ist schon fast wieder etwas Besonderes, weil er fleißig den Scooter-Sound imitiert bis hin zu direkten Zitaten. In der Woche der Erstveröffentlichung gibt es dafür Platz 67 – mehr ist es auch tatsächlich nicht wert.

Zu Beginn des Sommers, im Juni, beglückte uns Antonia aus Tirol mit einem kitschig-debilen Aufguss von Torneró. Als Österreicherin hatte sie mit 1000 Träume weit aber dann doch nicht so den richtigen Erfolg: zwei Wochen in den Charts, Höchstplatzierung 89. Aber kein Problem, denn nun gibt es auch eine Variante von Anna-Maria Zimmermann. Diese ist dann doch ein klein wenig erfolgreicher und schafft in der ersten Woche Platz 71. Allerdings will das noch nicht viel heißen. Ihr Debüt Wer ist dieser DJ konnte sich im letzten Herbst auch nur eine einzige Woche auf der 66 platzieren. Und worin nun wirklich die Unterschiede der beiden Versionen bestehen ... sorry, ich hab’s nicht analysiert und höre liebe die italienische Originalversion von I Santo California.

Naja und dann gibt es noch DJ Düse mit Hu Hu Hubschraubereinsatz. Das geht dann wieder mehr zur Sache und rumst ordentlich. Ist aber genauso belanglos. Platz 75.

Und wenn wir jetzt schon bei den elektronischen Hits sind: atb landet seinen zweiten Charthit in 2009. Dieses mal heißt es Behind und als Partner wird die Band Flanders genannt. Ein wenig verwirrend: die Single ist offiziell seit 17. Juli zu haben, aber selbst auf der Homepage von atb wird darüber kein Wort verloren. Da muss man schon ganz schön suchen, um irgendwo bei Kontor dann doch fündig zu werden. Vielleicht erklärt das den etwas niedrigen Platz 87 - What About Us schaffte im Mai noch Platz 65.

Neu ist auch dabei Lily Allen, vielleicht die Künstlerin diesen Sommers. Ihr dritter Charttitel in diesem Jahr heißt Fuck You. Er stammt ebenfalls aus dem Album It’s Not Me It’s You, ist allerdings nur als Digitalvariante erhältlich und obendrein nicht mal als regulärer Single-Release. Deshalb wird Fuck You an die Popularität von Not Fair (derzeit Platz 13, von der 12 kommend) nicht anschließen können. Ist ohnehin ein nicht ganz so schwungvoller Titel, der Text dagegen ist gewohnt deutlich: Fickt euch, ihr Kleingeister! Super!

Lustig sind die Wiedereinsteiger aus der Ultimativen Chart-Show. Es gab ja jetzt schon einige Wochen lang nichts aus der Recycling-Fabrik, dafür jetzt um so deutlicher. Auf dem Programm standen die erfolgreichsten Latin-Hits aller Zeiten. Und das Ganze flimmerte bereits im Februar über die Bildschirme. Aber wenn schon Recycling, dann richtig, also wiederholen wir das Ganze nochmal und prompt steigen auch die selben Titel wieder in die Charts wie im Februar. Zum Beispiel Heroes del Silencio, die mit Entre dos Tierras genau wie im Februar, jetzt noch einmal auf der 77 auftauchen. Ebenso David Bisbal. Sein Silencio steht in dieser Woche auf der 79 … dann doch fünf Plätze besser als bei seinem letzten Auftauchen im Februar. Sind das eigentlich immer dieselben Menschen, die diese Titel wieder laden?

Und dann sind da ganz am Ende mal wieder drin: Metallica mit ihrem Klassiker Nothing Else Matters auf der 98 – in dieser Version das 50. mal notiert – die Simple Minds mit Stars Will Lead The Way auf der 99 – erst das dritte mal dabei – und P!nk mit So What, ihrem letzten Nr.1-Hit aus dem Herbst 2008, auf der 100 – das die mittlerweile 28. Woche.

27. März 2009

Die Woche der Pop-Dinosaurier ... oder Hit-Monster ... oder so ähnlich. Und dazu passt, dass Lady GaGa eine dritte Woche mit Poker Face an der Spitze der Gunst der Deutschen. Für sie ist es gerade schade, dass es nicht höher geht, denn all ihre Werke befinden sich derzeit im Aufstieg. Das Album The Fame klettert in den Albumcharts von Position 3 auf 2 und ihre Debütsingle Just Dance mit Gastkünstler Colby O’Donis erklimmt in dieser Woche noch einmal einen neuen Höchststand mit Platz 10. Damit debütiert die Künstlerin im Nachhinein mit zwei aufeinanderfolgenden Top 10-Hits, wenn auch in umgekehrter Reihenfolge des Erscheinens.
Lady GaGa – der Pop-Act der Stunde, an dem momentan niemand vorbei kommt.

Auch nicht Silbermond, die sich ebenfalls eine dritte Woche in Folge auf dem Platz 2 arrangieren können. Aber mit Platz 3 tritt schon mächtig Konkurrenz auf den Plan. Der Belgier Milow debütiert hier mit Ayo Technology, einem Cover des Hits von 50 cent featuring Justin Timberlake welches vor eineinhalb Jahren ebenfalls auf der Position 3 stand und danach noch 19 Wochen in den deutschen Single-Charts notiert war.
Nun bin ich wahrlich kein Black Music und Hip Hop-Fan, aber die lagerfeuerromantisch europäische Version von Milow ist mir persönlich etwas zu weich gespült. Da hat die Timbaland-Produktion von 2007 einfach mehr Drive. Aber wie auch immer, der Musiker, der seinen ersten Hit in Belgien schon 2007 feiern konnte, entert nun also auf Position 3 die deutschen Lande und teilt sich nun mit der deutschen Band Eisblume den Titel des erfolgreichsten Debüts 2009. Bis jetzt.

Auf der 9 gibt es ebenfalls einen Debütanten in den Top 10. Kings_Of_Leon klettern mit ihrer zweiten Single Use Somebody das allererste Mal unter die großen 10. Damit treten sie nun endgültig den Beweis an, dass sie eben auch in Deutschland ein Single-Act sind mit richtigen Hits. In den Album-Charts treiben sie sich ja schon seit einigen Jahren herum.
Und wie zum Beweis steigt auch ihre erste jemals in den Charts platzierte Single Sex On Fire noch einmal in die obere Charthälfte. In der insgesamt 24. Woche geht es von der 52 auf die 49.

Sie sind nicht der höchste Neuzugang, aber trotzdem war es wohl die Pop-Nachricht der Woche: die Pet Shop Boys sind wieder da. Mit neuem Album und neuer Single. Love etc. ist die Vorabauskopplung zu Yes welches gerade jetzt folgt. Der Track ist Zucker – Pet Shop Boys-Sound vom Feinsten, in den 80ern wäre das ein ganz sicherer Top 5-Hit gewesen. Aber die 80er sind trotz aller Revivals eben nicht mehr, und so steigt Love etc. nur auf Position 15 ein. Aber was heißt hier: nur. Das letzte mal, dass sie ohne Unterstützung in solchen Höhen vertreten waren, war vor 7 Jahren. Zwischendurch gab es zwar allerlei Singles, aber allesamt verfehlten die oberen Plätze. Bis auf die Zusammenarbeit mit Robbie Williams vor zwei Jahren, die den Pet Shop Boys nach 14 Jahren noch einmal einen Top 5-Titel bescherte. Und so kommt es, dass ihnen mit Love etc. erstmals seit 1993 wieder mit zwei aufeinanderfolgenden Titel eine Platzierung unter den oberen 20 gelingt. Das könnte fast ein wenig darüber hinwegtäuschen, dass die Pet Shop Boys zwar immer noch produzieren, aber eigentlich nur noch von einer zunehmend schrumpfenden Zahl alternder Fans wahrgenommen werden. Oder entdecken jüngere Musikkonsumenten den Act gerade neu für sich?

Das Non-Plus-Ultra des Pop-Business ist zum Ende des ersten Jahrzehnts der 2000er die Kombination von Rap- oder Rock-Artist und Elektro-Act ... oder noch besser ElektroPunk-Act. So schon einige male erfolgreich zelebriert, ob es nun Daft Punk vs. Kanye West waren oder Kevin Rudolf + Lil Wayne. Und hier kommt das neueste Ergebnis: Kid Cudi vs. Crookers – Rapper aus Ohio vs. Remixbuben aus Italien. Das Ganze ist cool, klingt bekannt ... ein bisschen Fedde le Grand, ein bisschen Sunglasses At Night ... fertig ist der Stomper. Day 'N' Night heißt das Ganze, war Anfang des Jahres schon Nummer 2 in Großbritannien, und steigt nach der Veröffentlichung in Deutschland auch hier ein, auf der 23. Für beide Acts ist es das Chart-Debüt.

Der höchste Wiedereinstieg ist dem letzten Aufbäumen des Winters zu verdanken. Der Verkaufszeitraum für die vorliegende Liste war der 13.-20. März 2009. Und in dieser Zeit fanden die Biathlon-Weltcup-Wettbewerbe in Vancouver und Trondheim statt. Natürlich mit reichlich Fernseh-Berichterstattung und Untermalung durch Pictures Of You von The Last Goodnight. Damit sind sie nach einer Woche Pause wieder drin in den Charts, qualifiziert durch steigende Verkäufe, die für Platz 32 reichen. Im Januar hatte die Band bereits mit Platz 25 ihren bisherigen Höchststand verbuchen können. Da der Biathlon-Weltcup noch genau bis zu diesem Wochenende geht, gehe ich mal davon aus, dass Pictures Of You noch zwei Wochen ziemlich gut vertreten sein wird, bevor es dann endgültig aus der Liste verschwindet. Immerhin 23 notierte Wochen stehen jetzt zu Buche.

Auch wieder drin der Sommerhit vom letzten Jahr: Kid Rock mit All Summer Long. Warum, das weiß ich gar nicht genau. jedenfalls finde ich keine nachvollziehbare Erklärung. Vielleicht weil es nun wirklich endlich Sommer werden soll? - Wie auch immer: Platz 37 in der 38. Chartwoche. Und laut Chartregeln können jetzt weitere 8 folgen.
Und an dieser Stelle kann ich auch gleich Katy Perry mit abrocken. Sie schliddert mit ihrem Debüthit I Kissed A Girl auch nochmal auf Platz 50 – wird gleich gewertet als Re-Entry und nun kann sie auf ihre bisher gesammelten 30 Chartwochen noch ein paar draufpacken.

Die aktuelle Woche steht offensichtlich unter dem Thema: Pop-Zombies - oder auch: Totgesagte leben länger. Denn auf der 47 taucht ein Name auf, der seit 1997 nicht mehr in der oberen Hälfte der deutschen Charts geführt wurde. Die Münchener Freiheit versucht es mal wieder. Seit 1980 ist sie aktiv, seit 1984 mit Charterfolgen und zu ihren Hochzeiten 1986/87 schafften sie es zweimal bis auf den Rang 2 mit Schmonzetten wie Ohne dich (schlaf' ich heut nacht nicht ein) oder Solang man Träume noch leben kann. Deutschsprachige Klassiker, die fast zur Grundausbildung in Sachen Pop-Musik gehören, und auch wenn es meist niemand zugeben will, aber irgendwo steht in der Plattensammlung dann doch die eine oder andere Veröffentlichung der Band. Nach den 80ern gab es noch etliche Veröffentlichungen, vieles davon eher im Schlager- als im Popbereich anzusiedeln. Der große Erfolg blieb dann aber aus. Bis sie vor zwei Jahren von den Fantastischen Vier wieder ausgegraben wurden und den Background zu Ernten was wir säen liefern durften. Ein kleiner Geniestreich. Vielleicht hat es diese Art von Repoutation gebraucht, vielleicht ist auch das neue Stück Sie liebt dich wie du bist tatsächlich Ohrwurmfreundlicher, oder es ist der (meiner Meinung nach unsägliche) Club-Mix auf der CD, welcher der Münchener Freiheit nun einen Einstieg auf der 47 ermöglicht. In jedem Fall haben sie damit ein Position erklommen, die sie seit 1991 nicht mehr belegen konnten. So etwas nenne ich in gewissem Sinne auch ein Comeback.

Comeback einer Single und doch irgendwie auch ein Neueinstieg, so ist die Situation einen Platz drunter, auf der 48. Endlich ist nun also MGMT mit Kids als CD erhältlich. Ziemlich genau drei Monate nachdem es erstmals in den Charts auftauchte, kann sich dieser Titel nun also platzieren aufgrund von Realobjekt-Verkäufen. Aber was soll ich sagen: auch in Deutschland hat bereits das digitale Zeitalter begonnen, denn am 30. Januar erreichte der Titel mit Platz 49 nach einem Monat aufsteigender Tendenz bereits seinen vorläufigen Höhepunkt. Und jetzt, nach der CD-Veröffentlichung geht es zwar noch einmal in die obere Hälfte, aber nur auf die 48. Der Effekt, der durch das materielle Erscheinen ausgelöst wurde, ist also äußerst gering. Aber trotzdem: mit Position 48 erreichen MGMT die höchste Position, die sie jemals besetzen konnten. Und das mit einem Titel, der mittlerweile in der 11. offiziellen Chartwoche notiert wird.

Im unteren Drittel gibt es dann noch ein paar neue Titel. So auf der 65: Madcon aus Norwegen sind wieder da. Single 2 nach ihrem Überflieger Beggin' heißt Liar und schafft es doch genau einen Platz höher als Vorgänger Back On The Road im Oktober. Das ist also noch nicht der richtig große Nachfolgehit.

Auch Seal ist wieder mal mit dabei. Sein letztes Album Soul enthält ein paar schöne Cover-Versionen bekannter Titel. Aber so richtig wollte es bislang noch nicht funken. Für I Can't Stand The Rain gabs nun aber ordentlich Rückenwind durch einen Auftritt bei Deutschland sucht den Superstar. Naja, und der weht den Herrn mit der etwas rauhen Stimme auf die 67. Immerhin. Für den Titel ist es bereits die dritte Version, die sich in den Charts platzieren kann. Das Original von Ann Peebles schaffte es dabei nie in die Liste. Erstmals kam es 1978 zu Erfolg, als die Frank Farian-Combo Eruption mit ihrer Variante ihren ersten Hit landen konnten. Bis zu Platz 7 reichte es. 1985 veröffentlichte Tina Turner ihre Version, auch diese wurde ein Top 10-Hit: Platz 9. – Tja und nun wollte sich Seal in diesen Reigen einbringen, aber irgendwas ging da nicht glatt. Und das, obwohl der Song nach wie vor eine unglaubliche Magie besitzt. Eventuell hat es in den letzten Wochen doch etwas zu viel geregnet ... warten wir auf trockenere Zeiten.

Kann ich gleich anfügen, dass DSDS nicht nur Seal zu einem Chartauftritt verhilft. Auch Westlife profitieren mal wieder von der Interpretation einer ihrer Titel. Sarah Kreuz - offensichtlich der Publikumsliebling in dieser Runde - sang am 14. März You Raise Me Up und prompt ist die Ballade der Jungs auf der 69 wieder mit dabei. Und wenn es irgendwann mal eine Auswertung gibt "Die in Casting-Shows am häufigsten gesungenen Hits", dann ist You Raise Me Up mit Sicherheit dabei. Inzwischen das vierte Mal durch einen solchen Anlass wiedereingestiegen, in der gezählten 28. Woche, dieses Mal aber so hoch wie noch nie zuvor und die beste Platzierung seit ihrem regulären ersten Chartlauf 2005/06. Und: mit diesem Wiedereinstieg verlängern Westlife ihre Chartkarriere um ein elftes Jahr, in dem sie ununterbrochen mindestens einmal notiert waren.

Bei Platz 68 muss ich noch mal einen Bogen nach oben zu MGMT schlagen. Und das nicht weil Empire Of The Sun immer mit MGMT verglichen werden und wohl auch irgendwie in eine Schublade gehören, sondern weil mit ihnen ungefähr genauso unsensibel umgegangen wird was Veröffentlichungspolitik und Vermarktung umgeht. Walking On A Dream war bereits im letzten Sommer in ihrem Heimatland Australien ein Hit. Dann hat es einige Zeit gedauert, bis sich EMI in Deutschland erbarmte, um sie unter Vertrag zu nehmen. Die Single ist angeblich schon seit dem 13. Februar zu haben. Bei amazon gibt es allerdings nur das Album. Und diese ziemlich harte Limitierung führt also dazu, dass erst mit der Veröffentlichung des Albums auch die Single in den Charts einsteigt. Und ich wette, nicht weil sich da eine CD-variante wahnsinnig gut verkauft hätte, sondern weil sich genügend Leute finden, die sich aus dem Digitalalbum erstmal nur den Titeltrack laden. Also bei korrektem Marketing wäre das wohl nicht passiert. Schade eigentlich.

Gute Vermarktung, direkt zu findende Platzierung bei amazon – das schafft eine Künstlerin, die alles andere als neu und blutjung ist: Vicky Leandros gehört seit 1965 zu den Interpretinnen, die sich immer wieder platzieren können. Mehr als 40 Jahre Chartkarriere, darunter der Nr.1-Hit Theo, wir fahr'n nach Lodz, und aktuell ein neues Album samt frischer Single, die sowohl als CD wie auch als Download überall zu haben ist. Das allein ist schonmal großartig. Schaun wir hinter die Kulissen: da steht als Komponist und Texter von Möge der Himmel niemand Geringeres als Xavier Naidoo – wir können Frau Leandros also keineswegs unterstellen, sie würde nicht mit der Zeit gehen. Allerdings ... genau diese Kollaboration lässt mich natürlich ein wenig grübeln. Dass ich kein Fan von Xavier Naidoo bin, das hab ich hier schon mehrmals erwähnt. Warum, das bringt schon die Titelzeile von Vicky Leandros auf den Punkt: Möge der Himmel all die schlimmen Dinge von dir fernhalten ... ok, das sagt man so daher. Bei Vicky Leandros (und bei Xavier Naidoo wärs wohl genauso) klingt das allerdings enorm nach Gebet. Und es geht ja noch weiter: Ich würde so gern die Zukunft mit dir gestalten ... aber leider können wir ja nichts tun gegen die (gottgegebenen?) Zustände ... Warum eigentlich dieses Resignieren? Warum dieses sich Abfinden? Warum geht dann Vicky Leandros überhaupt in die Politik, wenn doch alles sowieso egal ist. - Sorry Leute, ich finde diese Einstellung ein bisschen schwierig, um nicht zu sagen: beinahe gefährlich. Und mit diesen Gedanken in meinem Kopf gönne ich Vicky Leandros ihre lange Karriere zwar sehr und finds toll, dass sie sich auf Platz 78 behaupten kann. Aber freuen kann ich mich darüber nicht.

Mehr deutschsprachiges Liedgut gibt es auf der 83. Annett Louisan kommt mit ihrer zweiten Auskopplung aus dem Album Teilzeithippie, und die heisst Auf dich hab ich gewartet. Leider ihre bislang schwächste Veröffentlichung, zumindest von der Platzierung her.
Und dann füge ich gleich an: auf der 97 steht wieder drin (nach einmonatiger Pause) das österreichische Duo Brunner & Brunner mit ihrem aktuellen Werk Beiss dich durch. Die zweite Woche dabei.

Und schließlich gibt es auf der Abschlussposition 100 mit einer Band namens One Fine Day ein paar Chartdebütanten. Die Jungs aus Hamburg liefern mit Emily ganz gängigen Pop-Rock ab, das Cover sieht ein bisschen wie Boygroup aus. Nun, Platz 100 ist ein Start.

Charts vom 24. Oktober 2008

Eine sehr deutsch dominierte Woche haben wir vorliegen. Die beiden höchsten Neueinsteiger kommen aus Deutschland, dazu zwei weitere tiefer unten. Und die wichtigsten Aufsteiger sind ebenfalls deutsche Produktionen.
Aber zunächst mal der Blick auf die Spitze, wo sich nach wie vor Internationales tummelt. Eine dritte Woche hält sich P!nk mit „So What“ auf der 1. Dahinter kehrt Amy Macdonald mit „This Is The Life“ noch einmal auf den Silberrang zurück. Nach zwei Wochen Rast auf der 3 schafft sie es nun also, Katy Perry und „I Kissed A Girl“ hinter sich zu lassen und in ihrer insgesamt 13. Chartwoche zum zweitenmal ihre Höchstposition einzunehmen. Insgesamt befindet sich der Song 12 Wochen in den Top 10, davon 7 unter den ersten 5. Mit „Mr Rock & Roll“ ist Amy Macdonald ein zweites mal in den Charts vertreten. in dieser Woche fällt sie leicht von 45 auf 54 und damit raus aus der oberen Hälfte. Da sich dieser Titel bereits 30 Wochen lang in der Liste aufhält, wird er wahrscheinlich schon bald nicht mehr notiert werden.
Auf Platz 4 machen aber schon Polarkreis 18 aus Dresden mächtig Druck. In der zweiten Woche steigt ihr Chartdebüt „Allein Allein“ von der 8 unter die ersten 5 und ich wage hier mal zu behaupten, dass sie in einer Woche mindestens einen Medaillenrang belegen. So wie sich der Song derzeit allerorten behauptet, könnten wir hier sogar mit der nächsten Nr.1 konfrontiert sein.
Das Guru Josh Project geht mit „Infinity 2008“ nach einer Woche Pause noch mal zurück auf die 5. In der 17. Woche ist der Titel dabei, davon war er 6 x in den Top 10 und in dieser Woche bereits das dritte mal auf der 5. Und damit wäre die Spitzengruppe komplett.

Der höchste Neuzugang in den Single-Charts kommt von Reamonn. Nach zwei Jahren Pause kehren sie auf Rang 8 in die deutsche Liste zurück. Zu ihrem 16. Chart-Titel "Through The Eyes Of A Child" kann ich gar nicht so viel sagen. Der Titel scheint mir recht durchschnittlich und massenkompatibel, mit einer ebenfalls nicht wahnsinnig neuen Botschaft. Wahrscheinlich ist aber genau dies auch dafür verantwortlich, dass die deutsche Band erst jetzt ihren zweiten Top 10-Hit feiern darf. Nach ihrem äußerst erfolgreichen Debüt „Supergirl“ im Jahr 2000 waren sie 14 Singles lang deutlich weniger erfolgreich. Am höchsten – nämlich bis auf die 11 – kam in dieser Zeit „Tonight“ vor zwei Jahren. Bandleader Rea Garvey stand zwischendurch allerdings schon mehrere Wochen auf der 1. An der Seite von Nelly Furtado lieferte er zum Jahreswechsel 2006/2007 mit „All Good Things (Come To An End)“ insgesamt 8 x den meistverkauften Titel. Sein letzter Aufenthalt in den Charts war Anfang diesen Jahres in Zusammenarbeit mit Paul van Dyk, dem er für „Let Go“ seine Stimme lieh. Für Rea garvey ist „Through The Eyes Of A Child“ der 20. Titel als offiziell aufgeführter Artist.

Rein in die Top 20 klettert in der zweiten Woche Sido mit „Herz“. Sein Mitwirken in der popstars-Jury kann also tatsächlich auch das Interesse an seiner Musik erhöhen. „Herz“ ist mit der Verbesserung von der 22 auf die 20 der sechste Top 20 Titel des Rappers.

Auf der 23 steigen Deichkind mit „Arbeit nervt“ ein. Ein schöner Elektro-HipHop-Mix mit einer Portion Pop-Appeal. Für mich DER Neuzugang dieser Woche. Für Deichkind ist es der nächste Anlauf zum zweiten Top 20-Titel. Bislang haben sie es nur mit ihrem Debüt „Bon Voyage“ im jahr 2000 bis auf die Position 11 geschafft. „Limit“ stoppte zwei Jahre später nochmal knapp drunter auf der 21. Momentan darf aber noch alles als offen angesehen werden, denn auch die aufgeführten Tracks legten nach ihrem Ersteintritt jeweils mindestens 10 Plätze nach oben zurück.
Zuletzt waren Deichkind gerade letzte Woche notiert mit ihrem Dauerbrenner „Remmi Demmi (Yippie Yippie Yeah)“ standen sie in Woche 18 auf der 96 (Höchstplatzierung 68 im Mai 2006).

Der dritte Neuzugang findet sich kurz drunter auf der 25. Anastacia meldet sich mit "I Can Feel You" nach zweieinhalb Jahren zurück. So richtig überzeugend ist dieses Comeback allerdings noch nicht. War sie doch zuletzt im Duett mit Eros Ramazotti und „I Belong To You (Il Ritmo Della Passione)“ bis an die Spitze vorgestoßen.
Auch nach längerer Pause wieder dabei sind Boyzone. Die irische Boygroup kehrt mit „Love You Anyway“ nach 7 Jahren zurück. Ob dieses Comeback nun als Reunion zu feiern ist oder nicht, scheint streitbar. James Masterton, Chartkommentator der britischen Top 75, meint, Boyzone hätte sich nie aufgelöst. Wie auch immer, in Großbritannien schaffen es die Jungs schon bis auf die 5, in Deutschland reicht es für einen Einstieg auf der 30.

Die 38 ist ein Rückkehrer in die obere Charthälfte. „36 Grad“ von Rhythms del Mundo und 2raumwohnung war Anfang September auf der 28 eingestiegen und danach langsam nach unten getrudelt bis auf die 76. In der letzten Woche ging es dann wieder aufwärts bis zur 70, und in dieser Woche gabs dann den Satz um 32 Plätze nach oben. Auch ohne den neuen Aufschwung ist „36 Grad“ der weitaus erfolgreichste Titel des Berliner Duos. Inklusive Remixe war der Titel seit Juli 2007 bereits 23 Wochen platziert mit Höchstposition 22. Nun kommen noch einmal 8 Wochen in der neuen Variante á la Buena Vista Social Club dazu.

Die 42 gehört Snow Patrol, die mit ihrer neuen Single „Take Back The City“ einmal mehr versuchen, dem Überflieger „Chasing Cars“ einen würdigen Nachfolger hinterher zu schicken. Denn obwohl es nach diesem bereits fünf weitere Titel als Singles gab, darunter auch das sehr überzeugende „Shut Your Eyes“, ist es immer noch „Chasing Cars“, was sich seit November 2006 immer wieder in den Charts hält, das letzte mal in der 49. Woche Anfang Oktober auf Position 90. „Take Back The City“ ist insgesamt der fünfte Titel der Band, der sich in Deutschland platzieren kann.

Auf der 48 schaffen nun auch die Kings Of Leon mit „Sex On Fire“ ihren Einstand in der oberen Charthälfte. Bereits am 26. September enterte der ehemalige Nr.1-Hit aus Großbritannien als reiner Download-Titel die deutschen Charts. Seit der letzten Woche konnten dann auch die Zahlen aus dem CD-Verkauf in die Auswertung einbezogen werden, allerdings ohne den wirklich großen Schub nach vorn, es ging lediglich von der 57 auf die 53. Aber der Titel erfreut sich wachsender Beliebtheit und es ist durchaus möglich, dass auch dieser Titel noch einiges nach oben klettern wird.

Weitere Neuzugänge in der unteren Hälfte sind Marquess mit „Lucia“ auf der 60, Lil Wayne feat. T-Pain mit „Got Money“ auf der 67, die Kaiser Chiefs mit „Never Miss A Beat“ auf der 76, Schlagersänger Nic mit „Es stegt in deinen Augen“ auf der 80 sowie Picco mit „Yeke Yeke“ auf der 100.

Charts vom 26. September 2008

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Nichts Neues auf den beiden Spitzenplätzen. Katy Perry hält sich mit "I Kissed A Girl" weiter auf der 1 vor Rosenstolz und "Gib mir Sonne". Die Veröffentlichung des Albums "One Of The Boys" tut also der Beliebtheit des einzelnen Tracks keinen Abbruch. Katy Perry landet auf Platz 7 als Debüt in den Album-Charts. Und das in einer Woche in der fünf Neuzugänge in die Top 10 schiessen ... alle Achtung!
Katy Perry ist insgesamt die vierte Woche Spitzenreiterin in Deutschland. Die letzte Künstlerin aus Übersee, der Gleiches gelang war Rihanna im Juni/Juli vergangenen Jahres, als "Umbrella" 5 Wochen an der Spitze der deutschen Charts stand. Da sie für diesen Track mit JAY-Z kollaboriert hat, ist der Vergleich vielleicht nicht ganz fair. Deshalb sei Nelly Furtado an dieser Stelle angeführt, die Anfang 2007 mit "All Good Things (Come To An End)" sechs Wochen an der Spitze stand. Zumindest in den offiziellen Credits ist diese Single aus Solo-Stück zu werten, freilich wurde mit Rea Garvey auch hier ein männlicher Part hinzugefügt. Die letzte US-amerikanische Solo-Künstlerin, die sich so lange auf der Spitzenposition halten konnte, war Madonna mit "Hung Up", das sich zum Jahreswechsel 2005/2006 ganze 9 Wochen als bestverkaufter Track behaupten konnte. (Und bitte, jetzt nicht argumentieren: Madonna lebt doch in England ...)

In die Spitzengruppe schiebt sich in dieser Woche von der 4 Amy Macdonald einen Platz nach oben. "This Is The Life" erreicht damit in der neunten Woche die vorläufig beste Platzierung. Die Vorgängersingle "Mr Rock & Roll" brauchte übrigens acht Wochen für ihren Peak auf Platz 21 und steigt in dieser Woche - die insgesamt 27. - von der 42 auf Platz 36. Auch hier lohnt ein Blick in die Albumcharts, denn dieses holte nach 27 Wochen vor 7 Tagen ebenfalls erstmals den dritten Rang. Zu "This Is The Life" selber muss ich wohl nichts mehr sagen. Mir scheint, der Track läuft derzeit überall hoch und runter, eine Art gute Laune-Song, den irgendwie jeder mitsummen kann, ohne dass sofort jeder weiß, wer's ist ... Derzeit ist Amy Maydonald fleißig in den USA am touren, zu uns nach Deutschland kommt sie am 20. und 22. Oktober. Köln und Berlin sind die Orte.

Einen Platz tiefer, auf der 4 klettert allmählich Seeed-Frontmann Peter Fox nach oben. Damit ist er auf einem persönlichen Höchststand, denn mit seiner Band hatte er es bisher nur 2 x auf Platz 5 geschafft. "Alles Neu" hat übrigens ein derartiges Suchtpotenzial, könnte gut sein, dass Platz 4 noch längst nicht das Ende ist.

Kommen wir zu den Neueinsteigern. Da melden sich auf der 14 nach mehr als zweijähriger Chartabstinenz The Rasmus zurück. "Livin' In A World Without You" beginnt erstmal sehr poppig, bevor der eigentliche Gitarrenpart einsetzt. Und auch da bleibt es im Gegensatz zu ihren früheren Stücken eher etwas zahm. Als Produzent fungierte Desmond Child, der schon so verschiedene Acts wie Alice Cooper und Ricky Martin betreut hat. Bei The Rasmus scheint er nun beide Pole erfolgreich vereint zu haben. In ihrer Heimat Finnland landeten The Rasmus mit dem Vorboten zu ihrem siebten Album "Black Roses" ihren fünften Nr.1-Hit. Ab 26. September gibt es das komplette Werk dann auch in Deutschland im Handel.

Auf Rang 17 startet Miley Cyrus mit der Debüt-Single "7 Things" ihre eigene Chartkarriere. Der momentan bestverdienende Teenager hat bereits als Serienstar Hannah Montana ordentlich Karriere gemacht und gastierte unter dem fiktiven Namen bereits im Mai/Juni für ein paar Wochen in den Singles-Charts. Jetzt will sich die junge Dame von ihrem etwas zu glatt produzierten Disney-Image befreien und legt mit dem programmatisch benannten Album "Breakout" tatsächlich erstaunlich authentisch klingenden Gitarrenpop hin. Fans der Serie dürfen aber beruhigt sein. Miley Cyrus bestätigte, dass sie auch weiter die Rolle Hannah Montana spielen würde. Und dem geplanten Film (Start ist vorgesehen für März 2009) stehe nichts im Wege. Ob es künftig in den Charts Battles in der Art: Serienfigur und reale Künstlerin geben wird ... ? Ich bin gespannt. Momentan steht es 1:0 für die reale Musikerin.

Einen Platz drunter schiebt sich in der dritten Chartwoche Kardinal Offishall mit "Dangerous" in die Top 20. Die Zusammenarbeit mit Akon ist der erste Top 20-Hit des Kanadiers, sein Album gibts zum kostenlosen Hören auf iMeem.
Trackpartner Akon ist mit "Dangerous" bereits zum sechsten Mal in diesem Bereich platziert. Allerdings liegt sein letzter Aufenthalt auch schon gut eineinhalb Jahre zurück, als er Eminem ("Smack That"), Snoop Dogg ("I Wanna Love You") und Gwen Stefani ("The Sweet Escape") sozusagen hintereinander Weg das obere Fünftel der Charts durchstreifte.

Der nächste Neieinsteiger findet sich auf der 32. Und hier wird es eurotrashig. Erinnert sich noch jemand an Arsenium? Na dann vielleicht an O-Zone? Die brachten uns 2004 den Sommerhit "Dragostea din tei". Ich schätze jeder erinnert sich noch an "Numa Numa Yei", welches 14 Wochen die Spitzenposition innehatte. Danach folgte nach dem selben Prinzip noch ein Top 10-Titel namens "Despre Tine" und dann gab die moldawische Boygroup ihre Trennung bekannt. Einer des Trios, nämlich Arsenie Todiras nutzte die Gelegenheit sofort aus und startete zur Solokarriere. Mit "Love me ..., Love Me ...", welches fleißig das russische Kalinka zitierte schaffte er es denn auch in die deutschen Charts bis immerhin auf Platz 33. Sein Duett mit Natalia Gordienko mit dem Titel "Loca" war dagegen hierzulande ein Desaster und fiel auch beim Eurovision Song-Contest durch. Danach wurde es ruhig. - Bis im Juli diesen Jahres plötzlich Bandpartner Dan Balan als Crazy Loop die Top 20 eroberte. Offensichtlich ist das "Numa Numa Yei"-Prinzip noch lange nicht tot und so entschloss sich Sony BMG auch Arsenium wieder zu reaktivieren. MIt dem fast originalen Aufguss von "Dragostea Din Tei" geht es also in die Vermarktung. Der Titel "Rumadai" verheißt schon nichts Gutes, das Video ist absolut grottenmäßig, naja und der Song ... siehe oben. Kann ich sofort mitsingen, tus aber nicht. Nehmts mir nicht übel, ich bin wirklich leicht zu begeistern für Euro-Trash und Ost-Pop, aber die Nummer ist mir echt zu billig. Das taugt meiner Meinung nach nicht mal für ne ordentliche Sommerparty in Chisinau.

Der Neueinsteiger zwei Plätze tiefer richtet sich vermutlich an ein ganz ähnliches Publikum, allerdings mit wesentlich mehr musikalischen (und pädagogischen?) Ambitionen. Donikkl verspricht auf seiner Homepage frechen Family Reggae Pop Rock. Und genau das ist "So a schöner Tag" auch. In Erinnerung an spaßige Live-Auftritte im Sommer ist die CD ein ganz schönes Souvenir. Ich hoffe nur, dass sich hier nicht der Schnappi-Effekt breit macht und Andreas Donauer samt Gefolgschaft einen ungewollten Hipness-Faktor einbringt. Aber wahrscheinlich ist dazu das ganze Projekt zu ambitioniert.

Auf der 38 gibt es dann endlich wieder was Ernstzunehmendes. Rapper Curse aus Minden macht sich Gedanken zur "Freiheit". Die Single ist der Vorbote zum gleichnamigen Album, welches ab sofort auch im Handel erhältlich ist. Für Curse ist es nach gut 3 Jahren ein Comeback in den Top 50, das letzte mal war er mit Samir und "Struggle" im April 2006 am unteren Ende der Charts anzutreffen. Die bei Curse zitierte Aufnahme von Westernhagens "Freiheit" schaffte es in einer Live-Version übrigens vor 17 Jahren bis auf den Platz 24. Insgesamt war diese Version 23 Wochen in den Charts.

Ein Klassiker entert auf der 45 zum nunmehr drittenmal die Top 50. "Nothiing Else Matters" ist der kommerziell erfolgreichste Titel Metallicas. Bei seiner Erstveröffentlichung 1992 kletterte er bis auf Platz 9. Anfang 2000 gab es ein Comeback des Titels als Live-Version mit Michael Kamen und dem San Francisco Symphony Orchestra. Diese Version erreichte für drei Wochen die Position 2. Seit nunmehr fünf Wochen ist "Nothing Else Matters" wieder in den Charts und kletterte bisher 99 - 57 - 56 - 51 - 45. Dieser neuerliche Erfolg ist mit Sicherheit der angekündigten Veröffentlichung ihres neunten Studioalbums "Death Magnetic" zu Lasten zu schreiben. In dieser Woche nun erschien das Werk und enterte sofort die 1 in den Album-Charts. Wie Media control mitteilt übrigens der beste Start eines Albums in diesem Jahr.
"Nothing Else Matters" steht mit dieser Woche in der insgesamt 34. Woche in den Charts. Zählt man die Live-Version dazu sind es bereits 54 Wochen. Auf der 98 findet sich nebenbei bemerkt in dieser Woche wieder dabei "Whiskey In The Jar" aus dem Jahr 99.

Wo wir schon bei den unteren Plätzen sind: Auf der 97 steigt in dieser Woche die aktuelle Nr.1 aus Großbritannien ein, nämlich Kings Of Leon mit "Sex On Fire". Das Album der Amerikaner "Only By The Night" ist seit 19. September zu haben. Die Single ist als Veröffentlichung in Deutschland bislang nicht vorgesehen. Der Einstieg geht also auf reine Online-Downloads zurück.