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Party-Discofox-Trash mit Jürgen Drews, Axel Fischer und Anna-Maria Zimmermann

Eine Woche mit nur sieben Neueisteigern ... das ist schon recht beschaulich. Der höchste von Queensberry mit einem Cover des Hits der Shakespeare’s Sisters aus dem Jahr 1992 Hello (Turn Your Radio On). Und es ist irgendwie auch tragisch festzustellen, dass dies dann auch schon ungefähr der interessanteste CD-Neustart der Woche war. Natürlich schauen wir uns trotzdem auch die anderen nochmal an.

Für meine Begriffe ungewöhnlich erfolgreich startet Jürgen Drews in seinen nächsten Karriereabschnitt. Der Schlagerbarde hat sich mit Ich bau dir ein Schloss nun auch endgültig dem Discofox zugewandt. Bereits im Juli erschien der Titel als Download-Single und brachte es auf Mallorca zu einiger Bekanntheit, was ihm auch eine Verewigung auf diversen CD-Kompilations einbrachte. Rechtzeitig zum Start der fünften Jahreszeit ist also auch eine Single-Version erhältlich. Das Ganze klingt irgendwie auch nach dem Sound der 70er, in welchen Jürgen Drews seine großen Erfolge feiern konnte. Bisher landete er zweimal in den Top 10: 1976 mit dem Nr.1-Hit Ein Bett im Kornfeld und ein Jahr drauf mit Barfuß durch den Sommer (damals Platz 6). Ich bau dir ein Schloss kann mehr als dreißig Jahre danach an diese Erfolge anknüpfen und landet auf Platz 10. Wie gesagt: eher überraschend. Zuletzt war Jürgen Drews im jahr 2005 mit Der arme Idiot / Flying Through bis auf Platz 75 gelangt.

In die selbe Kategorie wie Jürgen Drews gehört auch axel fischer. Allerdings finde ich, man muss schon wirklich Fan von Disco-Techno-Fox-Schlager sein, um das zu mögen. Da wo Jürgen Drews eigentlich das macht, was er schon immer macht, und das ja in den 70ern auch absolut seine Berechtigung hatte, da dockt Axel Fischer an, und ich versteh gar nicht recht, warum eigentlich. Was hat ein doch noch junger Mensch eigentlich mit diesem eher angestaubten Genre am Hut? Auch Du trägst keine Liebe in dir gibt mir darauf keine Antwort. Auf der CD-Single findet sich neben dem neuen Titel auch ein Rosen-Mix des Vorgängers Amsterdam. Die CD steigt ein auf Platz 60, für Axel Fischer relativ mager. Der Hit aus dem letzten Jahr Amsterdam in Zusammenarbeit mit Cora beweist dagegen auch ein Jahr nach Veröffentlichung noch ordentlich Kraft und steigt von der 98 auf die 80 – höchste Platzierung seit Mai diesen Jahres.

Die Sparte „Wir haben Spaß bis zum Koma“ ist glücklicherweise nicht die einzige, mit der momentan Umsatz gemacht wird. Etwas durchdachter und trotzdem nicht ohne Party geht es auch. culcha candela beispielsweise legen mit Monsta ihre zweite Single-Auskopplung aus dem diesjährigen Album Schöne neue Welt vor. Diese kann noch recht gut punkten und landet direkt auf Platz 18, der insgesamt vierte Top 20-Hit für die Berliner Band. An den ganz großen Erfolg, den sie 2007 mit Hamma und Ey DJ einfuhren können sie allerdings momentan nicht anschließen. Eventuell braucht es dafür doch noch ein klein wenig mehr an Neuerfindung. – Der Titelsong des Albums Schöne neue Welt rutscht derweil von der 42 auf die 44.

Zu einer zweiten Karriere startet derzeit das Projekt Glashaus um Moses Pelham. Bislang gab es von ihnen neun platzierte Singles mit Cassandra Stehen als Sängerin. Am besten schnitten dabei Wenn das Liebe ist 2001 mit Platz 5 und Haltet die Welt an 2005 mit Platz 11 ab. Nun heißt die neue Stimme Peppa und ihr Debüt Das Hier schafft in der Woche der Veröffentlichung den Sprung auf Platz 43. Das ist zwar momentan wesentlich unspektakulärer als die großen Erfolge des Projektes, aber für einen Neustart gar nicht soo schlecht.

Während die letzte Single der Kings_Of_Leon Use Somebody so langsam ins Off schliddert, diese Woche runter von der 78 auf die 86 in der insgesamt 23. notierten Woche, während dies also passiert, steht die neue Auskopplung in den CD-Regalen. Notion ist die dritte Single aus dem Album Only By The Night. Natürlich ist von einer dritten Auskopplung auch nicht mehr die Power zu erwarten wie vom Signet-Titel, insofern ist Platz 69 wohl völlig in Ordnung und wahrscheinlich auch ein schöner Abschluss für diese Runde.

Ungewöhnlich, aber offensichtlich doch möglich ist, dass der Tourstart einer Band zu massiven Steigerungen im Verkauf führt. In diesem Fall waren es a-ha, die mit ihrem Auftaktkonzert in Köln am 27. Oktober vor 10.000 begeisterten Zuschauer_Innen überzeugen konnten. Die aktuelle Single Shadowside klettert in Folge von der 36 auf die 22, das Album Foot Of The Mountain geht nochmal rauf auf die 14 und die gleichnamige Single schafft sogar einen Wiedereinstieg auf Platz 38. Es ist die insgesamt 19. Chartwoche für den Titel, der Anfang Juni fulminant auf Platz 3einstieg und die zweitbeste Platztierung einer a-ha-Single überhaupt darstellt. – In der Zwischenzeit wurde auch bestätigt, dass es Ende November eine weitere Auskopplung aus dem Album geben soll: Nothing Is Keeping You Here wird dann die 30. Single der Norweger sein.

Und wenn wir schon bei den Wiedereinsteigern sind: Wie immer spielt hier TV eine große Rolle. Zweitwichtigster Fernsehevent der Woche 23. bis 29. Oktober nach den Popstars war offensichtlich „Die neue Hitparade“ auf RTL II am Sonntag, den 25.10. Mallorca-König Jürgen Drews schafft es ja mit Hilfe seines Auftritts nach 30 Jahren wieder in die Top 10 (siehe oben) und DSDS-Sternchen Anna-Maria Zimmermann darf mit ihrem Mallorca-Hit 1000 Träume weit (Torneró) ebenfalls auftreten … prompt wird der Titel auch wieder ordentlich verkauft und kehrt nach zweimonatiger Pause wieder zurück in die Liste der 100 bestverkauften Titel. Ende Juli war sie auf Platz 71 erstmals notiert gewesen, schaffte es innerhalb von fünf Wochen bis Platz 68 und verschwand dann. Wie gesagt: nun ist sie wieder da und ihr Titel steht auf Platz 84.

Auch noch einmal in der Liste steht Amy macdonald mit ihrem Hit This Is The Life. Vor knapp einem Monat verließ er die Liste und ist nun in der 52. Woche auf Platz 98 notiert.

Letzter Rückkehrer sind Timbaland presents OneRepublic mit dem Ex-Nr.1-Hit Apologize. Der Titel wird seit April erstmalig wieder notiert, und zwar auf Platz 100. Grund für die gesteigerte Nachfrage ist die anstehende neue Single von OneRepublic Secrets. Laut iTunes-Charts dürfen wir diese in der kommenden Woche ziemlich weit oben erwarten und natürlich greifen da einige Downloader auch noch mal zum alten Erfolgstitel. Warum Secrets allerdings nicht schon jetzt platziert ist, weiß ich nicht. Vermutlich wird der Titel von media control noch als unveröffentlicht geführt und darf deshalb auch nicht in der Liste erscheinen … dämliche Vorgehensweise.

Charts vom 14. November 2008

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Unverändert in dieser Woche bleibt die Top 5, die oberen 4 stehen sogar schon das dritte mal in der gleichen Reihenfolge. Ruhe vor dem Sturm? In Großbritannien gab es in dieser Woche bereits den großen Diven-Wettbewerb zwischen Britney Spears, Christina Aguilera, Beyonce Knowles und Leona Lewis. Letztgenannte bringt es bereits in dieser Woche in Deutschland zu Chartehren. Aber dazu später.

Zunächst mal noch ein Wort zur alten und neuen 1. Polarkreis 18 sind also mit „Allein Allein“ in der dritten Woche ganz oben und bilden mit den Vorgängern von P!nk (aktuell weiter die 2) und Katy Perry (von 7 auf 11) eine schöne Serie. Anfang des Jahres gab es bereits eine ähnliche Situation, allerdings waren da die Spitzenreiter noch wesentlich ausdauernder: Timbaland und OneRepublic blieben 8 Wochen ungeschlagen, gefolgt von Leona Lewis' Debüt „Bleeding Love“, die sich 4 Wochen behaupten konnte, ehe sie von Schnuffels „Kuschel Song“ vertrieben wurde, der wieder 8 Wochen Deutschlands liebstes Lied sein sollte. Übrigens ist der „Kuschel Song“ auch der letzte deutschsprachige Titel an der Spitze gewesen, der sich mindestens 3 Wochen halten konnte. Die letzte deutsche Produktion mit diesem Ergebnis kam von Mark Medlock, der Ende Mai mit „Summer Love“ genau drei Wochen auf der 1 stand.
Genug der Rückschau ... was tut sich aktuell in der Liste?

Der höchste Neuzugang bringt uns auf Platz 6 Nickelback zurück, nachdem die Rocker aus Kanada zuletzt im Mai nochmal kurz für eine Woche mit „Rockstar“ platziert waren. Mit „Gotta Be Somebody“ kündigen sie ihr neues Album „Dark Horse“ an, welches genau jetzt – also am 14.11. – erscheint. Und die Zeichen sehen sehr gut aus, denn mit Platz 6 gelingt ihnen nach 7 Jahren mit einem zweiten Titel der Sprung in die Top 10. Lediglich ihr Durchbruch „How You Remind Me“ hatte es höher geschafft und war bis auf die 3 vorgestoßen. In der Zwischenzeit waren neun weitere Titel platziert, alle bis auf einen („Photograph“ im Jahr 2005; Platz 18) verfehlten aber die Top 20.

Ebenfalls momentan absolut im Aufwind befindet sich Kanye West, der sich mit seiner neuen Single „Love Lockdown“ erstmals als Hauptact unter die ersten 10 schieben kann. Bisher hatte er es lediglich zweimal bis zur 17 geschafft: „Stronger“ in (ungenannter) Kollaboration mit Daft Punk schaffte es im letzten Jahr, „Homecoming“ mit Chris Martin von Coldplay (aktuell wieder drin auf der 94) war dort im Frühsommer notiert. Natürlich hat Kanye West an der Seite von Estelle mit „American Boy“ in diesem Jahr auch schon die Top 5 besucht. Vielleicht hat es genau dieser Titel bewirkt, dass er nun auch mit seinen eigenen Produktionen massenkompatibel geworden ist. Oder es liegt daran, dass er auf „Love Lockdown“ auf den Rap verzichtet und tatsächlich als Sänger agiert. Der Titel ist auf jeden Fall nicht auf Anhieb eingängig, der Einsatz des Vocoders (in Amerika gerade das Non plus Ultra für alle Produktionen) ist auch nicht unbedingt, was den Titel zum Ohrwurm machen würde. Ziehen wir allerdings in Betracht, dass „Love Lockdown“ bisher nur als Trendsingle zu haben war und erst seit heute als reguläre 2-Track-Single angeboten wird, dann könnte da noch einiges an Potenzial drin stecken und Rang 8 war noch nicht alles.

Eine kleine Überraschung steht neu auf der 10. Stefanie Heinzmann, Anfang des Jahres bei Stefan Raab entdeckt und mit "My Man Is A Mean Man" ganze sechs Monate in der Liste notiert, legt mit "The Unforgiven" ordentlich nach. Seit ihrem Debüt, welches bis zur 3 klettern konnte, nahm der Erfolg ihrer Veröffentlichungen kontinuierlich ab: "Like A Bullet" brachte es immerhin bis zur 29 und ausdauerndem Radio-Airplay, "Revolution" dagegen versandete relativ unscheinbar auf der 47. Nun holt sie mit neuem Material also zum nächsten Streich aus. Der Titel ist bislang nirgendwo erhältlich, wird aber auf der gerade erscheinenden Deluxe-Edition ihrer CD "Masterplan" erscheinen. Momentan grassiert ja die Manie, Erfolgsalben in einer aufgemotzten Variante erneut aufzulegen. Egal wieviel Bonus-Material da auch nachgeliefert wird, es bleibt bei genauer Betrachtung eine von der Industrie clever eingefädelte Abzockerei. Schließlich kann man das Album von vor 9 Monaten, für welches man auch schon zwischen 15-18 EUR hingelegt hat, mit der Deluxe-Edition wertlos in die Tonne schmeißen.
Zum Titel selber: Die Wahl, einen Metallica-Track von ihrem schwarzen Album 1991 zu covern ist ziemlich ungewöhnlich. "The Unforgiven" brachte es als zweite in Deutschland platzierte Single Ende 1991 auf Platz 47. Stefanie Heinzmann macht aus dem Rockstück nun doch einen etwas sehr gemäßigten Popsong. Das ist schade, denn auch sie hat ja das Zeug zu wesentlich mehr Rock. Als mitsingbare Popnummer funktioniert die Version wiederum. Und so werden vermutlich Metallica-Fans Frau Heinzmann eher auf ihre Blacklist stellen, währen alle anderen sehr gut mit dem neuen Werk etwas anfangen können.

Auf der 15 kommen wir nun zu einer der oben bereits erwähnten Diven. Auch Leona Lewis wird in Kürze ihr Erfolgs-Album "Spirit" in einer Deluxe-edition wiederveröffentlichen. Darauf neu enthalten der Titel "Forgive Me", den es vorab schonmal als Single zu haben gibt. Nach "Bleeding Love" und dem Nr.2-Hit "Better In Time" klingt der neue Titel allerdings eher gewöhnlich. Die beiden Vorgänger hatten eine mitreißende Intensität, "Forgive Me" setzt dagegen auf gefällige Altbekanntheit. Der Track könnte genauso auch von jeder beliebigen anderen Sängerin interpretiert werden. Ich denke, das für 2009 angekündigte, neue Album wird da sicher mehr zu bieten haben.
By the way: Auf der 85 kehrt Leona Lewis mit "Bleeding Love" nach dreimonatiger Zwangspause wieder zurück und hat jetzt 9 Wochen lang bedingungslos die Möglichkeit sich zu platzieren. insgesamt bereits die 29. Woche dabei.


Wenn wir bei Wiederveröffentlichungen und Deluxe-Editionen sind, dann gebührt Schiller wohl eine besondere Nennung. Sein Album "Sehnsucht", erstmals erschienen im Februar, gibt es mittlerweile in einer vierten Version. Wer soll da noch durchsehen? Auf der neuesten Variante befindet sich jedenfalls auch die Zusammenarbeit mit Colbie Caillat, schlicht und einfach betitelt "You". Das Stück ist eine elektronisch untermalte Ballade, nichts was sehr wehtun würde und auch nicht weiter auffällt. Für Schiller ist es der insgesamt vierte Titel, der es unter die besten 20 schafft, bislang nahtlos an den Erfolg des Vorgängers "Time For Dreams" mit Lang Lang aus dem September anknüpfend. MySpace-Star Colbie Caillat ist mit "You" zum dritten mal in den deutschen Charts notiert.

Auch in dieser Woche gibt es wieder einen TV-Effekt zu beobachten. Besonders daran ist, dass es mal wieder Maria Mena trifft, die von Interpretationen anderer Talente profitiert. Vor zwei Wochen waren es zwei Kandidatinnen aus Popstars – Just 4 Girls, die "Just Hold Me" vortrugen und das Original bis auf die 37 brachten. In dieser Woche ist es die elfjährige Lena Fink, die in der Show "Supertalent" ebenfalls "Just Hold Me" wählte und prompt schnellen die Verkaufszahlen hoch und Maria Mena springt wieder von der 64 auf die 29.

1985, als die Neue Deutsche Welle endgültiig in Schlager-Gewässer abgedriftet war, gab es ein kleines, romatisches Liedchen, dass im Radio zwar recht häufig zu hören war, aber kommerziell eher durchfiel: "Amsterdam" gesungen von einer Band namens Cora. Ursprünglich war das Song von den beiden Damen hinter Cora für Juliane Werding geschrieben worden. Diese hatte es aber abgelehnt und so nahmen sie es selber auf. Viel mehr hörte man von den Damen dann nicht, bis sie sich 2003 zu einem Comeback entschlossen, unter anderem auch "Amsterdam" einem Remix unterzogen und so endlich doch noch in die Charts Einzug halten konnten. Immerhin Rang 67 wurde verbucht, ob die Verkaufszahlen aus dem Jahr 2003/04 für eine Platzierung 1985 gereicht hätten, ist ohnehin fragwürdig.
Mittlerweile schreiben wir 2008 und die Mallorca-Karneval-Apreski-Welle hat sich als eigenes Genre definiert, in dem alles was irgendwie geht verramscht werden darf. Und so schnappte sich Schauspieler und Schlagersänger Axel Fischer das Original, ließ einen ordentlichen Kracherbeat unter seinen Sprechgesang legen und drehte ein einfältiges Video. Fertig ist der Hit. Mit Einstieg auf der 38 ist Axel Fischer nahe an seinem bislang größten Erfolg, dem Titelsong aus der "Abschlussklasse 2006" "Mädchen, mach dich frei", dran. Dieser schaffte es 2005 auf die 36.

Klee aus Köln legen mit "Berge versetzen" den Titelsong ihres aktuellen Albums die zweite Auskopplung vor. Es reicht trotz beigelegtem Poster aber nur für Platz 56.
Zum zweiten mal in den Charts ist Kat DeLuna mit "Run The Show". Platz 72 für die rhythmische Nummer mit featured artist Busta Rhymes geht wohl mehr als in Ordnung.
Auf der 75 gibt es ein Wiederhören mit .... ich gebe zu, ich wusste nicht, dass es sie noch gibt ... Doro. Die sich selbst als Queen of Heavy Metall bezeichnende Sängerin ist mit "Celebrate – The Nght Of The Warlock" zum fünften mal in den deutschen Singlecharts vertreten. In Spanien und Japan dagegen wird sie sogar in den Top 10 notiert.
Weiter gehts auf den unteren Plätzen mit Platz 83. Dort rutschen Keane mit "Spiralling" in die Charts. Der Titel klingt sofort vertraut, im ersten Moment denkt man: The Killers??? Warum der Track nicht schon längst und schon viel höher in der Liste steht, ist mir ein Rätsel. Die Single gibt es seit August, das Album seit Anfang Oktober, im Radio läufts auch dauernd ... Da musste also jetzt erst der Tourstart in Köln her, bis es mit einer Platzierung geklappt hat.

Für die 96 möchte ich hier mal einen eigenen kleinen Absatz einrichten. Dort gibt nämlich (endlich!) M.I.A. ihr Chart-Debüt. Hier in deutschland gibt es ja immer ein bisschen die Verwechslungsgefahr mit Mia. Aber nicht, wenn man auch nur eine Note der englisch-amerikanischen Sängerin mit Wurzeln in Sri Lanka gehört hat. Seit 2004 macht sie Musik, eine Mischung aus HipHop, Elektro und Ethno-Pop. "Paper Planes" von ihrem dritten Album "Kala" brachte ihr in den USA den Durchbruch. Bis Platz 4 ging es dort, die Briten brachten sie immerhin noch auf Rang 19. Hier in Deutschland hat sich bislang kein Label gefunden, welches "Paper Planes" veröffentlichen will und das ist mal schlichtweg beschämend. Angeblich sind die Revolverschüsse, die in dem Song verwendet werden zu verunsichernd, jedenfalls soll MTV dieselben durch ein anderes Soundsample ersetzt haben ... Schwachsinnige Idee! An dieser Stelle der Aufruf: Geht hin und holt euch dieses Stück, egal ob legal als Download oder wie auch immer. Eine eingängigere M.I.A. gab es nie.

Letzter Neuzugang auf der 99 ist Pulsedriver mit "Youth Of The Nation", einer Trance-Version des Hits von P.O.D. und seit gut drei Jahren Neues Material vom DJ. Das Original brachte es 2002 bis auf Platz 5.
Und zu guter Letzt noch die Rückkehrer:
88 Ich + Ich "Vom selben Stern" - mal wieder nach drei Monaten Zwangspause dabei und weiterhin nicht tot zu kriegen: 48. Woche.
97 Udo Lindenberg feat. Jan Delay "Ganz anders" - siehe oben, allerdings erst Woche 10.
98 P!nk "Dear Mr. President" - sowieso immer ein Dauerbrenner, auch nach der Wahl in USA: Woche 34.