Showing posts with label The Killers. Show all posts
Showing posts with label The Killers. Show all posts

6. Februar 2009

Nach der ziemlich aufregenden letzten Ausgabe, legen die Charts in dieser Woche eine kurze Pause ein. Der höchste Neuzugang steht auf Position 17 und die ersten 4 bleiben auf ihren Positionen. James Morrison featuring Nelly Furtado stehen also mit Broken Strings eine zweite Woche ganz oben an der Spitze. Wesentlich Neues gibt es zu den beiden nicht zu berichten. Sie stehen nicht nur in der Verkaufsliste ganz oben, sondern auch in den Airplay-Charts. Vielleicht dieses Bonmot am Rande: Immer wenn ich das Lied höre, gibt es im zweiten Drittel eine Stelle, kurz vor dem Refrain, da habe ich jedesmal das Gefühl jetzt müsste das High School Musical-Traumpaar Zac Efron & Vanessa Hudgens oder auch Troy & Gabriella mit Breaking Free einsetzen. Offensichtlich hat Broken Strings zwei bis vier Noten mit dem Teenie-Duett gemeinsam. Geht ja auch in beiden Titeln um Brüche .... Vielleicht gibt’s ja auch bald einen entsprechenden Mashup. Da würd ich mich ja sehr freuen.

Nach einer winzigen Pause kehren The Killers von der 7 wieder zurück in die Top 5, nämlich genau auf die 5. Und das ist dann auch schon die 11 Woche unter den ersten 10. In Amerika geht gerade die neueste Single Spaceman in die Charts – in Deutschland noch kein Anzeichen für einen Release. Aber ab 27. Februar ist unter dem Titel The Lowdown eine Doppel-CD mit gesprochener Biographie der Band sowie seltenen Interviews erhältlich. Nun ja, ich denke, in der Verkaufsliste wird das weniger eine Rolle spielen.

In die Top 10 kehrt ebenfalls nach kurzer Unterbrechung zurück Kevin Rudolf featuring Lil Wayne mit Let It Rock. Und das waren sie, die bestverkauften Zehn in Deutschland diese Woche.

Bereits erwähnt hatte ich es, der höchste Neuzugang befindet sich auf der 17 und geht an Lily Allen und ihre Single The Fear. Es ist der zweite Titel der Sängerin, der sich in Deutschland platzieren kann. Ihr Debüt gab sie 2006 mit Smile, welches zwar irgendwie ständig zu hören war, aber es trotzdem in der Verkaufsauswertung nur bis zur 67 schaffte. In ihrer englischen Heimat feiert sie mit The Fear bereits ihren zweiten Nr.1-Hit. Hierzulande reicht es für die erste Platzierung unter den ersten 20.
Wer The Fear noch absolut nicht kennt, sollte sich auf unbeschwerten Pop gefasst machen. Gute Laune-Musik für den Tagegebrauch.

Gleich einen Platz drunter steigt die Kombination des Jahres oder vielleicht sogar des Jahrzehnts ein: Sidos Hands On Scooter mit Beweg dein Arsch. Das Original Move Your Ass! war 1995 Scooters zweiter großer Hit in Deutschland. Alle Welt war der Meinung, dass nach Hyper Hyper nichts mehr kommen würde, und dann war Move Your Ass! plötzlich Platz 3. Sogar in Großbritannien konnte sich Move Your Ass! als erster Scooter-Titel platzieren. Bis zur 23 ging es damals, sieben Jahre später folgte mit The Logical Song sogar noch eine passable Nr.2. Auch heute noch ist Scooter im Königreich der einzige Act, der es mit schöner Regelmäßigkeit zu Chartplatzierungen innerhalb der Top 40 bringt. Es wurde also Zeit, die nicht unbedingt überall geliebte, aber derzeit international wohl erfolgreichste Band mit einem Remix-Sampler zu ehren. Sehr interessant liest sich das Tracklisting der gerade erschienenen Longplay-Version von Hands On Scooter. Da stehen solche Namen wie Andreas Dorau, die Bloodhound Gang oder auch Jan Delay, Knorkator und Modeselektor. Könnte ein Klassiker werden.
Die ausgekoppelte Version von Sido nennt auf dem CD-Cover als Beteiligte auch Kitty Kat & Tony D.. Tony D. hatte vor etwa eineinhalb Jahren mit Totalschaden seinen Charteinstand. Dies ist also sein zweites Auftauchen in der Liste. Sido hat mit Beweg dein Arsch seinen 15. Hit in Deutschland. In der kommenden Woche könnte auch „nein“ einen kleinen Sprung machen. Bisher hat es 6 Wochen als rein digitaler Track in der unteren Hälfte der Charts zugebracht, in dieser Woche auf der 82. Ab sofort ist aber Sido u. Doreen auch als echte CD-Single zu haben. Offensichtlich will Sido auch in diesem Jahr zu den Künstlern mit den meisten Titeln in den Charts gehören. Im Moment sind es 4 Titel, nur Rihanna ist mit 5 derzeit besser.

Zu den Aufsteigern in dieser Woche gehört wieder einmal Maria Mena. Die Norwegerin geht mit All This Time (Pick-Me-Up Song) von der 26 nochmal auf die 20 und mit ihrem Klassiker Just Hold Me von der 71 auf die 63. Am 30. Januar erschien gerade eine neue CD-Single-Variante mit genau diesen beiden Titeln drauf. Gezählt werden die Verkäufe für All This Time (Pick-Me-Up Song), weil dieser als Haupttitel gelistet wird. Mindestens eine Woche in den Top 20 scheint gesichert, eventuell sogar eine neue Bestplatzierung. Platz 15 steht derzeit für diesen Titel, für Just Hold Me wurde schon Platz 14 notiert.

Ebenfalls aufsteigend Coldplay mit Viva La Vida. Nach ihrem Auftritt bei Wetten dass? am 24. Januar geht es im Verkauf noch mal tüchtig nach oben: von der 39 auf die 21, und das in der 27. Chartwoche.

In der letzten Woche waren es Franz Ferdinand, in dieser Woche kommen Oasis als BritPop-Act neu in die Charts. Auch hier bleibt lediglich festzustellen: BritPop ist was für die Album-Käufer. Singletechnisch und in Sachen Einzelhits reicht es nicht. Platz 62 für die Ballade I’m Outta Time, die zweite Auskopplung aus dem Dig Out Your Soul-Album und insgesamt Singlehit Nr. 17 in Deutschland.

Letzter Neuzugang auf der 92: R. Kelly und I Believe – der Song zum Sieg von Barrack Obama und anlässlich der Inauguration am 20. Januar auch bewegend in Deutschland. In den USA ist der Titel als kostenloser Download zu haben, weshalb er auch in keiner Liste auftaucht. In Deutschland ist das offensichtlich anders. Und damit gibt es für R. Kelly den 27. Charthit hierzulande.

Ganz am Ende der Liste gibt es wie immer ein paar Rückkehrer. In dieser Woche sind das:
Estelle feat. Kanye West mit American Boy auf der 97 in der 19. Chartwoche.
Auf der 98 steht erneut Stefanie Heinzmann mit ihrem ersten Hit My Man Is A Mean man, mittlerweile das 30. mal notiert.
Die 99 gehört dem Projekt R.I.O., welches mit When The Sun Comes Down locker auf der 96 still steht. Drei Plätze tiefer geht das Debüt vom Sommer Shine On nach dreimonatiger Zwangspause in seiner 19. Woche wieder rein. Scheint damit auch ein Klassiker der Szene zu sein.
Schließlich stehen auch die Monrose mit ihrer letzten Single Why Not Us auf der 100 wieder in den Charts. Ihre faktisch am wenigsten erfolgreiche Veröffentlichung krebst derzeit eine achte Chartwoche zusammen.

9. Januar 2009

Die Charts vom 9. Januar 2009 – Auswertungszeitraum 26.12.2008 bis 01.01.2009. Muss ich dazu mehr sagen? Ungefähr die ruhigste Woche nicht nur des Jahres, wahrscheinlich sogar des Jahrzehnts oder .... ? Wenn jemand genauere Vergleichsstudien vorliegen hat, dann meldet euch!

Vorneweg: es gibt keinen wirklichen Neuzugang. Dafür eine Unmenge an Wiedereinsteigern. Die meisten davon aus der Sparte: Gassenhauer. Aber dazu später. Beginnen wir einfach wieder ganz oben an der Spitze.

Katy Perry nach wie vor mit Hot N Cold auf der 1 und damit die sechste Woche in Folge. Das ist das beste Ergebnis seit August letzten Jahres, als Kid Rock mit All Summer Long acht Wochen an der Spitze aushielt. Dass sich die Spitzenreiter des Jahreswechsels etwas länger ganz oben behaupten können ist allerdings nicht so ungewöhnlich. Ein Blick auf die letzten Jahre sagt alles: vor genau einem Jahr hieß der umsatzstärkste Titel Apologize von Timbaland presents OneRepublic. 2006/07 war es Nelly Furtado mit All Good Things (Come To An End), welches über 6 Wochen die Spitze bildete, und 2005/06 kam niemand an Madonna mit Hung Up vorbei.

Unglaublich stark bleibt auch Polarkreis 18 mit Allein allein. Nach fünf Wochen an der Spitze sitzen sie mittlerweile unverändert in der sechsten Woche auf der Position 2. Das sind alles zusammen schon 11 Wochen unter den ersten 3.
In ihrer 24. Chartwoche kehrt Amy Macdonald mit This Is The Life unter die großen 3 zurück. Auch das mittlerweile das 9. mal auf einem Medaillenplatz und die 23. Woche in den Top 10.

Die Aufsteiger dieser Woche und so auch die unendlich vielen Wiedereinsteiger profitieren von offensichtlich von zwei Faktoren. Zum einen ist wahrscheinlich noch immer der iPod-Geschenk-Effekt zu spüren. Das heißt, mp3-Player, die unter dem Weihnachtsbaum lagen wollen gefüllt sein und logischerweise geschieht das zunächst mal mit den bekannten Hits der letzten Wochen und Monate. Und dann ist da nicht zu vernachlässigen der Silvesterparty-Faktor, der vor allem für die Menge an Schunkelhits verantwortlich sein dürfte. Von beiden Faktoren am meisten profitiert das Guru Josh Project um Paul Walden, welches mit Infinity 2008 in der 28. Chartwoche nochmal einen Sprung von der 19 auf die 8 macht. Damit ist die aktuelle Version bereits zwei Wochen länger in den Charts notiert als das Original von 1990, welches auch schon auf 26 Wochen kam. Neue Remixe des Stückes sind am 12. Dezember erschienen ... zumindest digital. Infinity 2008 wird uns also noch ein klein wenig begleiten.

Auch nochmal einen Platz hoch und damit zurück auf Bestposition Platz 10 kehrt Peter Fox mit Haus am See. Mit Schwarz zu blau wird Peter Fox am 13. Februar Berlin beim Bundesvision Song Contest in Potsdam vertreten. Es ist anzunehmen, dass die CD ebenfalls um dieses Datum herum erscheinen wird. Derweil müssen wir mit dem vorhandenen Material vorlieb nehmen und das geschieht auch: Alles neu klettert ebenfalls nochmal 11 Positionen auf die 35.

Den Aufwind richtig nutzen konnten The Last Goodnight. In der 13. Woche steigt Pictures Of You auf einen neuen Bestwert, nämlich auf Position 28. Unterstützung hatte die US-amerikanische Band durch die Nutzung als Hintergrundmusik für die Ankündigungen zur Vierschanzentournee. Damit wiederholt sich ein wenig ihr Schicksal, welches sie auch in Amerika hatten. Denn auch dort war es der Spot eines Sportsenders, der maßgeblich am Erfolg des Titels beteiligt war und die Band bekannt machte. Und da diese noch ein klein wenig über Silvester hinaus zu verfolgen war, könnte es auch für The Last Goodnight nochmal ordentliche Download- und Verkaufszahlen geben. Allerdings wird in der kommenden Woche der Druck etwas größer sein, denn die ersten Veröffentlichungen des neuen Jahres standen mit dem 2. Januar auf dem Plan.

Der einzige neue Titel, der deutlich vom Sog nach oben profitieren kann ist Dirty Dancing von den New Kids On The Block. Sie steigen von er 44 auf die 33 und erreichen damit die höchste Platzierung seit 1990, als sich Tonight in den Top 20 aufhielt. Auch hier gabs Unterstützung: und zwar vom aktuellen Till Schweiger-Film 1 1/2 Ritter – Auf der Suche nach der hinreißenden Herzelinde, in dem sie einen Auftritt haben. Der Film war nach Madagascar der Weihnachtskinohit.
Gerade sind die Jungs auf dem Abflug nach Europa, wo sie vor allem in England eine Reihe Auftritte absolvieren. In Deutschland machen sie lediglich einmal Station, und zwar am 31. Januar in Frankfurt.

Als beste Wiedereinsteigerin kann sich Duffy mit Mercy etablieren. Sie kehrt in der 31. Chartwoche zurück auf Position 39. Auch ihre aktuelle Single Rain On Your Parade kann Boden gt machen und erreicht in dieser Woche mit Platz 42 ihre bislang beste Platzierung. Bereits vor Weihnachten wurde gemeldet, dass Duffy das neue Gesicht von Coca Cola Light sein wird. Passt ja ganz gut zu ihrem leicht biederen Image.

Auch Die Ärzte können mit ihrem Dauerbrenner Lasse redn nochmal ordentlich punkten und landen auf der 40. Mit seiner mittlerweile 21. Woche in den Charts ist dieser Titel seit Ein Schwein namens Männer der Hit mit dem längsten Atem. Allerdings sitzt ihm Junge mit 18 Wochen (zuletzt notiert am 12. Dezember) ordentlich auf den Fersen.

Ein seltsamer Wiedereinsteiger sind The Killers mit Mr Brightside auf der 73. Das letzte mal war der Titel Anfang September für eine Woche auf der 60 gelandet, und hatte damit gleichmal seine Höchstposition erreicht. „Schuld“ damals war die Veröffentlichung des Films Keinohrhasen auf DVD. Jetzt ist der Titel plötzlich wieder da und eine wirkliche Erklärung gibt es nicht. Die Ankündigung, dass Keinohrhasen am 14. Januar auf Premiere ausgestrahlt wird, kann es ja wohl nicht sein.

Absolut unterschätzt habe ich in der letzten Woche offensichtlich die Attraktivität von ABBA. Ihr Neujahrsliedchen Happy New Year schafft es zum Jahreswechsel doch tatsächlich bis auf Platz 77 und erreicht damit 9 Jahre nach der Veröffentlichung als Single die beste Platzierung. ABBA ist also auch 25 Jahre nach ihrer Trennung noch fähig, Schlagzeilen zu machen.

Die 79 steht in unmittelbarer Verbindung zu den Albumcharts. Dort schiebt sich in der vierten Woche Westernhagen mit dem Album Wunschkonzert von der 24 auf die 8. Das Besondere an diesem Album ist, dass Westernhagen die Fans hat entscheiden lassen, welche Titel auf dieses Best of sollen. Freiheit gehörte dazu und ist nach etlichen Einzeldownloads nun als offensichtlich beliebtester Song in die Single-Charts eingezogen. Von media control wird der Titel als Neueinstieg geführt. Das ist nicht ganz korrekt. Schaut man auf die Cd oder in die i-Tunes-Listen so sieht man, dass dort die originale Live-Version von 1990 gekauft wurde. Insofern ist Freiheit ein regulärer Wiedereinsteiger. Das Original schaffte es 1990 bis auf die 24 und war der bis dahin größte Hit Westernhagens. Die aktuelle Popularität hat der Titel wahrscheinlich auch Rapper Cirse zu verdanken, dessen aktuelles Album auch Herrn Westernhagen featured.

Charts vom 5. Dezember 2008

.
Katy Perry hat das umgesetzt, was sie letzte Woche schon versprochen hatte. Ohne Probleme stößt sie die alten Spitzenreiter Polarkreis 18 vom Thron und stellt mit "Hot N Cold" die erfolgreichste Single in dieser Woche. Mit ihrer zweiten Nr.1 in Folge legt sie auch das erfolgreichste Debüt 2008 hin. Wie schon letzte Woche bemerkt, der letzte Künstler, welcher mit den beiden ersten Singles die Chartspitze erreichen konnte war Superstar Mark Medlock im Jahr 2007. Mit nunmehr 6 Wochen auf der Pole Position näher sich Katy Perry auch dem besten Ergebnis 2008, dass durch Kid Rock und Jamba-Häschen Schnuffel momentan bei 8 Wochen steht. Sollte sich Katy Perry also die Vorweihnachtszeit als Spitzenreiter behaupten - und erstmal sieht es so aus - dann schafft sie sozusagen im Endspurt noch sich in die ewige Bestenliste einzuschreiben.
Für Dr. Luke (Lukasz Gottwald) und Max Martin, dem Produzententeam hinter "Hot N Cold" ist es ebenfalls die zweite Nr. 1 in diesem Jahr, d.h. Max Martin war außerdem an P!nks Chartstürmer "So What" (nach wie vor Platz 3 in den deutschen Charts) maßgeblich beteiligt und ist mit 3 Nr.1 Hits innerhalb eines Vierteljahres der momentan erfolgreichste Produzent.

Weitere Bewegung gibt es in den Top 10 vor allem durch zwei Aufsteiger. Auf Platz 4 und damit nach einer kurzen Rast auf der 11 hinein in die oberen 5 gehen The Killers mit "Human". Verantwortlich dafür dürfte der Release der Komplett-Single-CD sein, der neben den bekannten Titeln "Human" und "A Crippling Blow" auch einen Remix von Armin van Buuren enthält - das ist dann was für den Dancefloor.
Als Tipp: es gibt auch in diesem Jahr ein großartiges Weihnachtslied von den Killers, welches nur als Online-Titel zu haben ist (REDWIRE.com). Betitelt "Joseph, Better You Than Me" und mit tatkräftiger Unterstützung von Elton John und Pet Shop Boy Neil Tennant. Oder ihr holt euch nochmal das echt schwarze "Don't Shoot Me Santa" vom letzten Jahr. Wär doch schön, wenn der alljährliche Weihnachtsreigen (siehe weiter unten) durch ein paar Neuheiten aufgelockert würde.

Ebenfalls nochmal etwas nach oben geht Herbert Grönemeyer mit "Glück". In der letzten Woche war er nach seinem Einstieg auf Platz 4 auf die 10 gerutscht. Nun gehts wieder Richtung Spitze mit Zwischenstop auf Platz 7. Das wars dann auch an Spannendem im Top 10-Bereich. Der höchste Neuzugang in dieser Woche verpasst mit Platz 11 nämlich ganz knapp die oberen 10. Madonna setzt damit einen Trend fort, der durch die vorhergehenden Alben schon ziemlich manifestiert wurde: Die ersten beiden Auskopplungen schießen in die Top 10, die erste von beiden gern auch auf die 1, und danach geht es eher abwärts. Allerdings ist Platz 11 ziemlich gut, in Großbritannien fällt "Miles Away" beispielsweise ziemlich durch und kann gerade mal Platz 39 für sich verbuchen. Hinter Titel Nummer 3 aus dem "Hard Candy"-Album verbergen sich wieder Timbaland, Danja und diesmal auch Justin Timberlake als Produzententeam. Letzter ist auch als Background zu hören. Alles in allem kommt der neue Hit im Vergleich zu den vorhergehenden fast minimal daher: Gitarre, Claps und Madonnas Stimme und ein ganz klein wenig Computer. zum Ende gibt es dann noch eine kleine, sehr überzeugende Verlängerung, wie sie Mr. Timbaland gerne mitgibt. Und wie immer sind auf der Single auch dancefloororientiertere Remixe.

Der neue Star des Trash-Fernsehens ist Schäfer Heinrich. Bei der RTL-Doku-Soap "Bauer sucht Frau" sorgt er mit für Traumquoten. Was die Masse nun zu dieser sonderbaren Kuppelschau treibt, ist nicht schlüssig nachzuvollziehen. Wahrscheinlich ist es schon eher die Freude an Peinlichkeiten anderer. So bescherte uns die Serie bereits so schöne Wortschöpfungen wie "Arbinente" und nun gibt es auch den Hit zur Serie. Schäfer Heinrich singt "Das Schäferlied", welches angeblich von seinem Vater überliefert ist. Damit schafft er auf Anhieb Position 14 in den deutschen Charts. Mit seiner Auserwählten Anja scheint es dagegen grad nicht so gut zu laufen ...

Die Pussycat Dolls schicken mit "I Hate This Part" eine Uptempo-Ballade als zweite Auskopplung aus ihrem "Doll Domination"-Album ins Rennen. Mit Platz 20 bleiben sie aber doch einiges unter früheren Erfolgen. Ihr Debut-Album "PCD" bescherte ihnen drei Top 10-Titel und selbst die anderen drei Auskopplungen konnten sich noch sehr gut zwischen Platz 11 und 27 als Höchstposition behaupten. "When I Grow Up", der Teaser zum neuen Album stieg im September immerhin noch auf Rang 7. Und nun ein leichtes kommerzielles Schwächeln (übrigens generell in Europa). Sollte der Stern der Dolls langsam am Sinken sein?

Nach ihrem Ausflug ins Englische im Sommer kehrt LaFee mit "Ring frei" wieder in deutschsprachiges Gebiet zurück. Allerdings nur per Text, denn aktuelles Styling und Video sind sehr asiatisch inspiriert. Die Musik, fast schon als eigenes Genre beschreibbar, klingt irgendwie auch sehr bekannt. Und richtig: hört man sich mal die Grand Prix-Beiträge aus Georgien oder Bulgarien der letzten Jahre an, dann findet man dort genau den gleichen Kuschel-Gothic-Pop-Sound. Eventuell noch etwas überzeugender, weil die Texte weitestgehend unverständlich bleiben. Das könnte also durchaus ein neuer Markt für die Sängerin sein. In Deutschland startet sie auf Platz 22 mit der Vorab-Single "Ring frei" zum gleichnamigen Album (ab 2. Januar) trotz beigelegtem Poster bzw. Kalender relativ mager ins Rennen.

Weihnachten ist die Zeit in der nahezu alle Plattenfirmen und KünstlerInnen versuchen von dem großen Geschenkegeschäft etwas abzubekommen. In diese Kategorie gehört wohl auch die zweite Single des Supersar-Zweitem Fady Maalouf. "Amazed" kommt ganz zart und verträumt daher. Das Liebeslied tut keinem weh und passt mit seinem hart an der Kitschgrenze vorbeischrammenden, orchestralen Arrangement sehr gut unter nahezu jeden Weihnachtsbaum. Und weil das Lied eben wirklich so absolut durchschnittlich ist, reicht es nach Platz 2 mit "Blessed" im Sommer jetzt nur noch für Platz 26.

Die britischen Superstars schlechthin sind wohl Take That. Ihr Comeback vor 2 Jahren nach 10jähriger Pause, brachte ihnen nicht nur zwei Nr.1-Hits auf der Insel, sondern löste gleich eine ganze Reihe von Reunions auf dem Boygroup-Sektor aus. Letztes Beispiel dieser Welle waren in diesem Herbst die New Kids On The Block. Mit ihrem neuen Album "The Circus" und der Vorabveröffentlichung "Greatest Day" gehen sie nun in Runde 2 nach dem Comeback. Und die Single steigt in Großbritannien in dieser Woche sofort an der Spitzenposition ein. Die Presse feiert die vier Jungs damit als endgültig und definitiv im 21. Jahrhundert angekommen. Eben echte Superstars.
In Deutschland sieht es ein bisschen anders aus. "Greatest Day" findet durchaus Käufer. An den Erfolg von "Patience", mit dem sie sich 2006 zurück ins Bewusstsein der Käufer und direkt auf die Nr.1 brachten, können sie allerdings mit Platz 27 nicht anschließen. "The Circus" steht ab nächster Woche in der Album-Liste. Ich denke, da sind höhere Platzierungen zu erwarten.

Zum Jahresende hin zeigt sich Akon sehr präsent. Vor zwei Wochen enterte er an der Seite von Shaggy mit "What's Love" die Liste (in dieser Woche von 78 auf die 86), obwohl Kardinal Offishall mit "Dangerous" (+ Lead-Vocals by Akon) sich noch ganz gut hält (diese Woche vermutlich letztmalig notiert auf der 62). "Right Now (Na Na Na)" ist die erste Single aus Akons drittem Album "Freedom" und der erste Titel seit mehr als zwei Jahren, mit dem sich Akon als Lead-Artist platzieren kann. Der gut eingängige und durchaus tanzbare Titel steigt ein auf der 44 und ist leider Akons bislang schlechtestes Ergebnis als Solo-Künstler.

Seit Sommer läuft in der TV-Werbung der neue Spot der Supermarkt-Kette Lidl. Wie immer auch die Idee des Filmchen sein mag, irgendwie blieb die Kampagne hängen- Jetzt wurde auch der dazugehörende Song "The Little Things" als Single veröffentlicht und chartet auf Rang 48. Ironisch ist, dass sich die Band Kendric eigentlich schon in Auflösung befand bevor sie hiermit ihren ersten Charteintrag verbuchen können. Kendric liefern nicht den einzigen platzierten Werbesong in dieser Woche. Auf der 98 steigt Neffa mit dem Ramazotti-Werbelied "Cambierà" wieder ein.

An der einen und anderen Stelle war schon deutlich zu spüren, dass es weihnachtlich wird. Auch hier in den Charts. Und in der letzten Woche tauchte auch das populärste aller Weihnachtslieder "Last Christmas" von Wham! wieder in der Liste auf. In dieser Woche, welche die Verkäufe bis zum Freitag vor dem 1. Advent berücksichtigt, steigt der Titel von der 73 auf die 42 und es ist anzunehmen, dass es da noch einiges höher geht. Mit nunmehr 75 notierten Wochen steht "Last Christmas" derzeit auf Rang 4 der Dauerbrenner-Auflistung. Die Spitze bildet nach wie vor Wolfgang Petry mit seiner "Längsten Single der Welt", die 81 Wochen lang platziert war.
So, nun aber mal zur Gesellschaft, in welcher sich "Last Christmas" in dieser Woche befindet. Da steigen nämlich eine Menge von weißbepuderten und lichterbekränzten Titeln wieder ein:
Auf der 71 startet Melanie Thornton mit "Wonderful Dream (Holidays Are Coming)" zum achten mal ihre saisonale Runde und steht insgesamt zum 58. mal in den Charts.
Chris Rea geht mit "Driving Home For Christmas" auf der 74 ins Rennen. Obwohl schon 1988 erschienen, dauerte es bis zum Jahr 2002, dass sich der Titel platzieren konnte. Damals gings bis Platz 73. Vor einem Jahr dann kam der etwas unerwartete Wiedereinstieg, der den Titel sogar bis auf die 31 trug, und jetzt geht es also so früh und so hoch wie nie zuvor ins Rennen. Ich tippe mal auf baldige Höchstplatzierung innerhalb der Top 20. Insgesamt erst in der 7. Woche platziert.
Auch Mariah Carey ist mit "All I Want For Christmas Is You" zwar ziemlich bekannt, war aber bislang noch gar nicht so oft vertreten. Platz 84 in dieser Woche ist erst die 7. gewertete Woche. Höchstplatzierung bisher: Platz 18 Anfang 2008.
Schlusslicht der Weihnachtssongs in dieser Woche bilden Band Aid 20 mit "Do They Know It's Christmas?", im Jahr 2004 mit Höchstposition 7 gestartet. Jetzt in der insgesamt 8. Woche auf der 89 notiert.

Was gibts sonst noch so Neues in der unteren Hälfte?
Die 64 holt sich Fragma mit ihrer Digital-Single "Memory". Nachdem sie Anfang des Jahres mit einem Remix von "Toca's Miracle" wieder zurück ins Gedächtnis der Massen gelangten, kann sich auch neues Originalmaterial wieder in den Charts platzieren. "Memory" gibt es seit Anfang Oktober auf Vinyl bei Tiger Rec. In den Offiziellen Dance-Charts stieg der Titel bereits bis auf die 5. Seit dem 23. November gibt es nun die Digital-Single mit Remixen von u.a. Klaas (Gerling) (momentan auf Platz 10 mit "Infinity 2008" vom Guru Josh Project) und Rob Mayth aka Dave Darell.
Auf der 67 schickt Jamba Gesellschaft für Eddy Bär (Platz 32) ins Rennen. Diesmal ist es Wolki, der kleine Engel, der verspricht "Ich beschütz dich!".
Peter Maffay, Nena und Rolf Zuckowski ziehen mit ihrer Charity-Single "Dein Herz für Kinder" auf der 69 ein. Für Rolf Zuckowski ist es übrigens die erste Single, auf der er als Künstler genannt wird und mit der er sich in den deutschen Charts platzieren kann. Das ganze Charity-Album ist seit 5.12. in den Läden.
Rock-Newcomer des Jahres Jennifer Rostock setzen zum zweiten mal eine Single in den Charts ab. "Himalaya" geht rein auf der 85 und ist der Vorbote zur Deluxe-Edition ihres Debüt-Albums.
Re-Entry auf 96 Rihanna feat. JAY-Z mit "Umbrella", mittlerweile Woche 39 und seit Ende Juli nicht gelistet gewesen.

Höchster Aufsteiger in der unteren Hälfte ist Leona Lewis mit "Bleeding Love", welches in der 31. Woche von 100 auf die 78 geht. Ich nehme an, das hängt mit den beginnenden Jahresrückschauen zusammen, wo dieser Titel ja auf keinen Fall fehlen darf.

Charts vom 21. November 2008

.
Hab ich nicht letzte Woche gejammert, es sei so still in den deutschen Charts, Bewegung müsse her?? Et voilá – diese Woche gehts mal richtig rund und die Liste wird ordentlich durcheinander gerüttelt. Nur die beiden Plätze ganz oben sitzen stabil im Sattel. Noch!
Für Polarkreis 18 ist es die vierte Woche mit "Allein Allein" an der Spitze vor P!nk und ihrem ehemaligen Nr.1-Hit "So What". Bisher waren die Jungs aus Dresden ja nur mit einer Single-Version auf dem Markt. Auf der gabs neben dem Original auch ein Rework von Nephew, weshalb in einigen Listen auch gleich Polarkreis 18 vs. Nephew als INterpreten aufgeführt wurden. Seit dieser Woche nun gibt es die Nachfolgeversion, die bereits vor gut einem Monat in streng limitierter Auflage als Digi-Pack erschienen war. Darauf zu finden ist unter anderem der Titel "Operation Sun", der nur auf Maxi zu haben sein wird, sowie zwei extra Remixe von Bodi Bill bzw. ZPYZ. Ich denke, diese Nachfolgeversion hilft Polarkreis 18 noch eine Weile, dem Druck von den unteren Plätzen zu trotzen. Ob sich die neue Variante der Maxi tatsächlich lohnt, dürft ihr aber ganz allein entscheiden.

Nun aber zur Sache: Höchster Neuzugang und wie in Großbritannien auch hier Siegerin im aktuellen Divenbattle ist Beyoncé mit ihrer neuen Ballade "If I Were A Boy", die geradewegs auf Platz 3 einsteigt. Das letzte mal, dass ein Titel mit dieser Thematik in den deutschen Charts war, ist noch gar nicht so lange her. Im September stellten sich Fräulein Wunder den Rollentausch vor und brachten es mit "Wenn ich ein Junge wär" bis auf die 16. Was vor gut zwei Monaten noch ordentlich zur Sache ging und richtig Spaß machte, das hat Frau Knowles nun wie schon erwähnt in eine R&B-Ballade gepackt. Das Video dazu verwirrt erstmal: wer war jetzt wer? Und wer ist nun eigentlich der/die Gute und Verständige? Dementsprechend die Diskussionen dazu. Mir ist das alles ja ein wenig zu betulich und zu viel Klischee, aber es gibt genügend Leute, die "If I Were A Boy" als mindestens großartig bis unübertreffbar beschreiben. Nun gut. Fakt ist, dass diese Vorab-Single zum kommenden Doppel-Album tatsächlich der Chart-Nachfolger zu ihrem Nr.1-Hit "Beautiful Liar" in Kollaboration mit Shakira aus dem Mai 2007 ist. Seitdem haben alle regulären Singles und Gastauftritte bei anderen Artists die Gunst der Käufermasse nicht erringen können und erschienen nicht in der Hitliste. Und noch ein statistischer Fakt nimmt sich seltsam aus vor dem Hintergrund, dass Beyoncé auch hierzulande gern als Superstar gehandelt wird: "If I Were A Boy" ist der Platzierung nach der zweitgrößte Erfolg hinter oben genanntem Nr.1-Hit. Der einzige Titel, der es von ihr bislang ebenfalls in die Top 5 brachte, war im Jahr 2003 "Baby Boy", interpretiert zusammen mit Sean Paul. (Mit Destiny's Child kann sie ebenfalls lediglich auf einen Nr.3-Hit verweisen.) Hmmm - da hat die Diva irgendwie doch noch nicht den richtigen Draht zum deutschen (Massen-)Publikum gefunden. Zum Vergleich: Sarah Connor hat bereits 5 Nr.1-Hits auf ihrem Konto und die Top 10-Titel zähl ich gleich mal gar nicht. Aber zu der kommen wir dann später noch...

Getragen geht es weiter auf der 4 und mir scheint, dass offensichtlich die Zeit der Besinnlichkeit über uns hereinbricht und der sich abzeichnende Wandel der Charts schon arg viel mit dem Fest der Feste zu tun hat. Wie auch immer: inhaltlich ist Herbert Grönemeyers "Glück" ein gefühlvolles Liebeslied, das in jede Jahreszeit passt. Sein erstes Best of-Album folgt mit dem heutigen Tag.
Wenn wir die Chartgeschichte Herbert Grönemeyers seit 2000 betrachten, dann fällt auf, dass jeder seiner Titel, der über die 10 hinaus kam wenigstens eine Woche auf der 1 gestanden hat. Das ist mal ne Herausforderung für "Glück". Allerdings waren die Spitzenreiter jeweils in ihrer ersten Woche ganz oben gelandet. So gesehen, kein gutes Omen. Aber was solls - ich bin nicht hier um alles schlecht zu reden. Und auch eine Position 4 ist ein super Ergebnis nach gut einem Jahr Chartabstinenz. Und ich bin mir sicher, dass "Glück" uns eine ganze Weile begleiten wird, das ist bei Grönemeyer-Hits bisher auch nicht immer der Fall gewesen.

Bewegung in den Top 10 gibt es nicht nur durch die beiden genannten Neuzugänge. Toll ist, dass sich zwei Titel ordentlich nach oben schieben konnten, die mir - wie schon oft hier geschrieben - besonders am Herzen liegen. Auf die 8 gehen, von der 16 kommend, Jack White & Alicia Keys mit dem Bond-Titelsong "Another Way To Die". Der dazugehörende Film "A Quantom Of Solace" ist seit zwei Wochen unangefochten der meistbesuchte und knackt gerade (nach nur 2 Wochenenden) die 3-Millionen-Marke. Damit scheint er sich gerade auf der Zielgeraden zum meistgesehenen Leinwandopus 2008 zu befinden. Kein Wunder also, dass sich auch die Musik dazu größter Beliebtheit erfreut.

Der zweite Aufsteiger in die Top 10 kommt von der 25 und ist das neue Werk der Killers. Gerade habe ich bei James Masterton gelesen, dass "Human" das Beste ist, was die Killers jemals vorgelegt hätten. Nun, so weit würde ich mich nicht aus dem Fenster lehnen, aber ein großartiges Stück Pop ist es allemal, eingängig und mitreißend wie es besser nicht sein könnte. Produziert wurde das Ganze von keinem Geringeren als Stuart Price, der ja unter anderem auch schon Madonnas "Confessions On A Dancefloor" bearbeitet hat. Und deshalb klingen die Killers aktuell so wie sie klingen und Vergleiche von Duran Duran über New Order bis hin zu den Pet Shop Boys sind allerorten zu hören. Ich frag mich nur, warum sich alle Welt immer noch immer auf die 80er bezieht ... sind die tatsächlich so retro? Mein Lieblingsvergleich ist ja da eher: überwältigend wie Polarkreis 18, umwerfend wie The White Stripes - und damit wär ja wohl auch gesagt, was ich mir für die Single in den kommenden Wochen wünsche.

Der nächste Neueinsteiger stammt wieder aus der Rubrik: Diva. Und hier haben wir es mal tatsächlich mit einem Superstar aus Übersee zu tun. Christina Aguilera kann seit 1999 auf mittlerweile zehn Top 10-Hits verweisen, 8 davon waren unter den ersten 5 platziert. Klar, dass alle von ihrer neuen Single "Keeps getting better" nur Superlativergebnisse erwarten. Seit Wochen läuft der Titel überall hoch und runter. Ungewohnt rockige Töne schlägt sie in ihrer Vorab-Single zum Best of-Album gleichen Namens an. Aber, die Single schafft es bei ihrem Start nur bis zur 14. Und hier muss es wirklich NUR heißen, denn für Frau Aguilera ist das ein eher mageres Ergebnis. Kann sein, dass alle auf die Kompilation warten und dann alle HIts gesammelt erwerben. Aber das scheint mir eine armselige Erklärung. Wahrscheinlicher ist, dass die Masse von Christina Aguilera eher sexy provokantes erwartet, denn auch in Großbritannen verpasste sie die Top 10. Blöd ist es ja schon irgendwie, dass für sie offensichtlich gilt: Only Sex Sells. - Wobei: Platz 14 - hey Leute, ist das nix? Insgesamt ihr 16. Titel, der unter den ersten 20 landet. Kann man so gelten lassen, oder?

Zurück zu einer deutschen Band: Stanfour haben's ja irgendwie raus, sich gut zu verkaufen. Laut Bandlegende haben sie das in Amerika gelernt. Anfang des Jahres waren sie mit "For All Lovers" dank des Einsatzes als Titelmelodie bei "Nur die Liebe zählt" 17 Wochen in den Charts und kamen bis auf die 24. Im September besuchte dann ganz kurz "Desperate" die Liste, blieb aber ohne mediale UNterstützung in der unteren Hälfte stecken. Und jetzt sind sie wieder da und präsenter denn je. "In Your Arms" wurde am 6. November ausgiebig bei Popstars - Just 4 Girls vorgestellt. Da sah man nämlich, wie die Mädels sich als Duettpartnerinnen bewarben. Das Rennen gemacht hat am Ende Jill und einen Tag später stand dann auch die Single. Track 1 ist die altbekannte Variante und Track 2 die Version mit Jill. Klar, dass sie so hiermit ihren ersten Top 20-Hit verbuchen können. Platz 15 in der ersten Woche. Aber auch ohne das Popstars-Drumrum ist der Titel selber schlichtweg groß. Mal wieder eine Ballade (siehe oben) für die dunkle Jahreszeit, aber mit feinen Ausflügen in kraftvolle Rocksounds. Im Video wird dann noch eine gutgemeinte Botschaft hinter das Ganze gesteckt, aber das war eigentlich gar nicht nötig.

Und jetzt kommen wir zu der Dame, die ich weiter oben als Superstar angeführt habe. Oder besser: die erfolgreichste deutsche Sängerin - zumindest gemessen an ihren Charterfolgen. Sarah Connor hat mit 16 veröffentlichten Singles 12 x die Top 10 erreicht. Lediglich ein Titel - ihre zweite Single "French Kissing" verpasste knapp die Top 20. Vergleichbar erfolgreich seit 2000 waren da lediglich die No Angels (4 x Nr.1 / 12 x Top 10 ). Der letzte Besuch "Under My Skin" brachte Sarah Connor im August bis auf die 4. Und dann kam die offizielle Trennung von ihrem Mann. Deutschlands Traumpaar kaputt. Eigentlich sind solche Dinge ja eher egal, aber Frau Connor-Terenzi hatte ja sehr direkt alle an ihrem Privatleben teilhaben lassen. Kein Wunder also, dass auch die kommende Scheidung von medialem Interesse begleitet wird. Eventuell gibt es ja dann bald die Serie dazu: Happy divorced!
Klar ist es blöd, den Medienrummel so 1:1 mit Musikverkäufen in Verbindung zu bringen. Im Fall von "I'll Kiss It Away", der zweiten Auskopplung aus dem "Sexy As Hell"-Album liegts aber irgendwie nahe. Denn dieser Titel ist der erste seit 2001, der die Top 20 verpasst. Zum Trost lässt sich vielleicht sagen, dass Platz 21 wirklich sehr sehr knapp vorbei ist. Trotzdem ist der Titel damit der am schlechtesten verkaufte von Frau Connor. Klar sind noch nicht alle Messen gesungen, aber ehrlich: es sieht nicht so gut aus für sie derzeit. Allerdings erwarte ich ja schon sehr bald eine Rückkehr ihres "Christmas In My Heart" ...

Für den nächsten Neuzugang müssen wir mal ein wenig rekapitulieren: 2005 hatten wir den Crazy Frog, der dank Klingelton bis fast ganz nach oben in den Charts kam. Vor 9 Monaten lancierte die mit Klingeltönen reich gewordene Firma Jamba den Hasen Schnuffel, der ganze 8 Wochen die Chartspitze bekuschelte. Und weil das Häschen vor allem die Zielgruppe Frauen meinte, gab es ganz schnell hinterhergeschossen auch einen Muffel, der allerdings nicht wirklich ankam. Männer kaufen wahrscheinlich keine Klingeltonmusik. Das Häschen gibt es immer noch, sogar relativ erfolgreich, zusammen mit Michael Wendler feiert es auf der 68 "Häschenparty", gerade erschien das Album "Winterwunderland" und für den 12.12. ist eine Weihnachtssingle angekündigt ... all das reicht Jamba aber noch längst nicht. Der Hase bekommt Gesellschaft von Eddy Bär. Und der macht dann einer jungen Frau im Swimmingpool (warum eigentlich gerade dort?) ein aus allerlei Zitatensalat zusammengestelltes Geständnis: "Verliebt". Klar ist das irgendwie niedlich und süß. Aber eben auch völlig künstlich und berechenbar. Und weils ja kein richtiger Mensch ist, gibts auch ne Menge Vocoder auf der Stimme. Sofort gabs Diskussionen: Ist das nicht im Original von Chris Brown? Also ich hab nix dazu gefunden ... Und wer immer hinter dem Liedchen steckt, ich persönlich hoffe ja, dass sich ganz schnell wieder ausgebärt hat und Platz 24 das höchste war, was dieses Kuschelding je erreicht.

Ganz knapp die obere Charthälfte verpassen Shaggy feat. Akon mit Platz 52. "What's Love" ist für beide Künstler bereits die vierte Single in 2008. Shaggy war zuletzt mit seinem EM-Song "Feel The Rush" auf der 1, Akon hatte es im Herbst mit Kardinal Offishall bis zur 18 gebracht. Für beide ist die Platzierung also nicht so wahnsinnig umwerfend, aber das ist ja der Titel auch nicht.

Die Jungs von Fall Out Boy hatten noch nicht so richtig den Durchbruch. Irgendwie stoppten alle ihre Singles immer kurz vor der Hälfte der Charts. Auch das Michael-Jackson-Cover "Beat it" brachte es im Juli nicht wesentlich höher. Dafür zeigen sie sich aber ungemein beständig. Single Nr.4 mit dem Titel "I Don't Care" springt auf die 62 in der ersten Woche. Der Titel ist ein ordentliches Stück Poprock, kann man eigentlich nichts gegen sagen. Auf der Single ist außerdem ein feiner Mix von Cobra Starship und das Video kommt mit ordentlicher Star-Unterstützung u.a. von Gilby Clarke (Guns'n'roses siehe unten) daher.

Um eines sind wir in dieser Woche leider nicht drum herum gekommen. Der Auswertungszeitraum für die vorliegenden Charts umfasste nämlich die Woche von 7.-13. November. Und richtig: genau da drin liegt auch der 11.11. Weshalb wir auch eine ganze Reihe vnn Blödel- und Discofox-Titeln beobachten können wie sie steigen. Olaf Henning landet z.B. mit dem "Jungfrauenchor" auf der 66, De Boore singen "So ein Tag so schön wie heute" auf Platz 74 und auf der 76 steigt ein Astrid Kuby und Michael Mosaro mit dem "Körperzellen Rock". Die Titelzeile lautet: "Jede Zelle meines Körpers ist glücklich", dazu sieht man Rentner einen tark verzögerten Ententanz vollführen. Gemeint ist das Ganze vielleicht irgendwie anders ... zumindest schmeißt einem google bei der Suchabfrage nach Frau Kuby solche seltsamen Dinge wie biplogische Krebsabwehr in die Ergebnisliste. Naja - in der lustigen Karnevals-Popkultur geht irgendwie alles durch und wird dazu noch gekauft. Michael Rosaro ist übrigens auch nicht so ganz unbekannt. Allerdings verbirgt Herr Scheickl sich hinter einem Pseudonym. Er wird wissen warum.

Party gibt's auch auf der 88. Allerdings ein bisschen anders. DJ Cyrus is back! Zumindest charttechnisch, denn in der Liste der meistverkauften 100 war er zwischen 1999 und 2003 vor allem als ein Teil von Beam vs. Cyrus aktiv. Insgesamt 6 Titel konnten sie platzieren, der erfolgreichste im Jahr 2003 mit dem MC Hammer-Cover "You Can't Touch This", welches es bis auf Platz 22 schaffte. Danach gründete Cyrus sein eigenes Label Cyrus Trax auf dem er auch fleißig veröffentlichte. Allerdings ist das in Deutschland mit den Independent Labels immer ein wenig schwierig. Für "Wir brauchen Bass!" - einem frechen Sample aus dem Bo-Klassiker "Türlich türlich" - suchte Cyrus Unterstützung bei Zooland Records, die solche Projekte wie Cascada und DJ Manian im Vertrieb haben. Und schwups. bereits in der ersten Woche als digitaler Track geht der Track in die Charts. In den offiziellen Dance-Charts steigt der Titel diese Woche auf die 22. Ich denke, da kommt noch was.

Und genauso wird es wohl bei Guns N' Roses noch ordentlich nach oben gehen. "Chinese Democracy", seit 14 Jahren Pausen das erste Lebenszeichen der Rocker, ist seit 11.11. als trendsingle zu haben. Der vollständige Release der Single steht mit dem 22. November an. Mit der Vorab-Version gehts direkt auf die 90. Zum Titel selber kann ich nur sagen: klingt wie Guns n' Roses. Fee und Oz meinen, das Ganze sei auch ein wenig antiquiert. Schöner könnt ichs auch nicht sagen.

Nochmal Rock gibt es neu auf der 95. Da sind 3 Doors Down mit "Let Me Be Myself" gelistet. Das ist 'n ganzes Stück glatter produziert als Guns n' Roses.

So, dann wie immer noch einen Blic auf die Rückkehrer. Wiedereinsteiger sind zu finden auf der 72 Alicia Keys mit "Superwoman". Da weiß ich gar nicht so recht, warum das jetzt wieder rein hüpft, oder besser: Ich weiß gar nicht warum das so schnell draußen war. Auf der 75 die The Ting Tings mit "That's Not My Name" - immer noch ein toller Song und immer noch der einzige der Ting Tings. warum eigentlich? "Shut Up And Let Me Go" oder "Great DJ" sind auch super. Auf der 81 gibt sich wieder mal Rihanna mit "Don't Stop The Music" die Ehre - mittlerweile auch schon in Chartwoche 39. Und schließlich belegt die 100 mal wieder Silbermond mit "Das Beste".

Ich kann nur sagen: ich freu mich auf nächste Woche, denn eine Diva fehlt noch mit ihrem neuen Werk. Die hatte in der gerade zu Ende gehenden Woche Singlestart. Und ich tippe hier mal tollkühn: mindestens Top 5.

Charts vom 7. November 2008

Ganz oben in der deutschen Chartliste tut sich nichts. Polarkreis 18 sind in der zweiten Woche immer noch "Allein Allein" an der Spitze. Auf den Plätzen 2 bis 4 herrscht ebenso Unbeweglichkeit. Mit Platz 5 kehrt Rihanna wieder zurück in die Spitzengruppe. "Disturbia" ist damit das zweite mal auf Höchstposition.

Ordentliche Bewegung gibt es auf der 8. Dort steht neu Rock von einer der ältesten Bands aus Deutschland. Offiziell gegründet haben sich Die Toten Hosen 1982. MIt Wurzeln in der Punkbewegung dauerte es eine Weile, bis sie es zu kommerziellem Erfolg brachten. Vor genau 20 Jahren, am 11.11.1988 enterte dann "Hier kommt Alex" als ihre erste Single die deutschen Charts. Mit 21 notierten Wochen und der Höchstplatzierung auf der 32 gelang ihnen ein ziemlich veritabler Einstand in den Hallen der Popkultur. Danach folgten 32 weitere Tracks (inklusive zweier Veröffentlichungen als Die Roten Rosen), darunter fünf Top 10-Hits, der Glaubwürdigkeit tat das alles keinen Abbruch. Und auch mit der neuen Single "Fieber", die als Vorbote zum kommenden Album "In aller Stille" (ab 14.11.) erschien, zeigen Campino und Freunde, dass sie noch ordentlich rocken können, mit einer gehörigen Portion MItgrölrefrain. Auf der Single erscheinen zusätzlich drei Tracks, die nicht auf dem neuen Album enthalten sein werden. So bekommt Fan wirklich etwas für sein/ihr Geld und das könnte dann auch ein Grund sein, der die Single etwas länger in den Charts hält, denn bei den Toten Hosen zeigt sich ein ähnliches Phänomen wie bei Den Ärzten: ein harter, begeisterter Kern bringt die Veröffentlichungen jeweils in der ersten Woche recht hoch in die Charts, aber schnell stürzen diese ab und werden dank wenig erwähnenswerter Platzierungen im unteren Bereich Opfer der 9-Wochen-Regelung. Wie dem auch sein wird: "Strom" ist seit September 2004 der erste Top 10-Titel der Band und nach zweieinhalb Jahren Pause neues Material aus Düsseldorf.

Auf der 10 entert ein beinahe gefährliches Team die Charts. Zwei Dinosaurier des deutschsprachigen Pop- und Schlagergeschäfts haben zusammengespannt und für die beginnende Ski-Karnevals-Saison einen schlichten und eingängigen Partyhit zusammengeschustert. DJ Ötzi, mit drei Nr.1-Hits in Deutschland der erfolgreichste, noch lebende österreichische Act, hat sich von Dieter Bohlen produzieren lassen und bringt es so auf Anhieb zu seinem fünften Top 10-Hit. Aber "Noch in 100.000 Jahren" ist keineswegs ein Original des DJs mit der weißen Strickkappe. Ein gewisser Oliver Lukas hat auf seiner CD "Für dich" das Stück bereits eingespielt und da klingt es noch ein wenig discofoxiger. Und wenn die Diskussionsforen und Blogs stimmen, dann gibt es bereits noch eine weitere Variante von Michael Wendler ... All das spricht dafür, dass in den nächsten Wochen (und Monaten) wieder einmal die kollektive Gleichschaltung einsetzen und selbst der muffeligste Hinterwäldler sich seine jährlich eine CD-Single kaufen wird. Und ich fürchte, dass die debil-kitschige Romantik-Versprechung "Noch in 100.000 Jahren" neben allen möglichen Cover-Versionen auch noch Verarschungen und Varianten erzeugen wird, die uns mindestens bis Frühjahr 2009 verfolgen werden. Leider!

Einer der besten Popsongs derzeit (wer nicht der Meinung ist, sollte den Wikipedia-Eintrag zum Titel lesen) schafft in dieser Woche den Sprung unter die besten 20. Alicia Keys & Jack White springen mit dem Bond-Titelthema "Another Way To Day" in der 4. Wochen von 30 auf die 13. Sie haben damit Vorgänger Chris Cornell bereits um 2 Plätze überrundet und stellen den dritten Bondsong in Folge der die oberen 20 erreicht. Ein deutliches Zeichen dafür, dass sich Mr. Bond erfolgreich den neuen Zeiten angepasst hat. Zwischen 1981 und 95 war es nämlich nahezu ein Muss für jeden Bondsong, mindestens in Top 10-Nähe zu gelangen. Und damals lagen die Verkaufszahlen noch in ganz anderen Bereichen als heute. Im genannten Zeitraum gab es 6 offizielle Bondfilme mit Titelmusiken von solch angesagten InterpretInnen wie Sheena Easton, Duran Duran oder a-ha. Aus Statistiksicht hatte allerdings Gladys Knight den größten Erfolg. Sie gelangte mit "License To Kill" 1989 bis auf Position 3.
Für Alicia Keys ist "Another Way To Day" der vierte Besuch unter den ersten 20. Die drei anderen schafften es jeweils bis unter die ersten 5. Auch Jack White war im Juli diesen Jahres mit seiner Band The White Stripes und der "7 Nation Army" erstmals in den deutschen Charts und gleich auf Rang 4 gekommen. Bislang wurde ein ähnliches Ergebnis für "Another Way To Die" dadurch verhindert, dass der Titel zunächst nur per Download und später in streng limitierter Vinylpressung erhältlich war. Der Sprung nach oben ist der regulären Veröffentlichung als CD-Single zuzuschreiben. Seit gestern läuft nun endlich "Ein Quantum Trost" auch in deutschen Kinos, eventuell gibt das nochmal einen Nachfrageschub. Filmmusiken sind ja derzeit sehr beliebt.

Am Ende der Top 20 schaffen Lexington Bridge den Einstand mit "Dance With Me". Single Nr.4 ist die dritte, welche eine Chartplatzierung schafft und schließt direkt an die Kollaboration mit Snoop Dogg "Real Man" an, welche es vor einem Jahr bis auf die 16 schaffte. Der Sound des neuen Werks ist alles in allem boygroup-typisch, hat aber sogar einen recht hypnotischen Bassloop als Grundlage. Die CD-Single erschien nach einer Terminverschiebung um eine Woche in zwei verschiedenen Versionen – wird ja immer wieder gern gemacht, vor allem auch um die Verkäufe so ein wenig nach oben zu drücken. CD 1 enthält unter anderem einen Remix von Blank & Jones, CD 2 hält für die Fans den Bonustrack "Sign Your Name" und das Video "Go On And Go" bereit.

Auf der 28 schickt ein kommender Hit seine Schatten voraus. The Killers hatten sich Ende letzten Jahres irgendwie es irgendwie zu everybody's Darliing gebracht. Und spätestens als "Mr. Brightside" dann auch noch im Soundtrack von "Keinohrhasen" zu hören war, gehörte die Band aus Las Vegas zum Allgemeinkonsens. Charttechnisch sah das zwar noch etwas anders aus, 4 Titel in 4 Jahren, höchste Platzierung bislang die 44. Mit "Human" schicken sie nun den Vorboten zu ihrem dritten Studioalbum "Day & Age" ins Rennen und landen bereits in der ersten Woche höher als jemals zuvor. Die Platzierung geht dabei auf Online-Verkäufe und die Veröffentlichung als 1 Track-trendsingle zurück. Die Basic-CD mit den Tracks "Human" und "A Crippling Blow" steht seit dem 7. November in den Läden und für den 14. November ist dann noch eine reguläre Maxi-CD anvisiert. Bei der weiß ich aber jetzt gar nicht, was da an zusätzlichem Material drauf sein soll. Was bedeutet das alles? Ich vermute, dass nun auch in Deutschland der kommerzielle Durchbruch ansteht. Nach dem Auftritt der Killers bei den MTV Europe Music Awards dürfte eigentlich auch jeder den fast schon bombast-orchestralen Titel im Ohr haben. Also worauf wartet ihr noch ... ?

Auch aus den USA, aber viel weniger aufregend ist die neue 29. Ne-Yo ist für mich bislang relativ farblos geblieben. Oder anders gesagt: ich vermisse das Eigene, Unverwechselbare. Allerdings muss ich auch zugeben, dass mich sein bislang größter Hit "Closer" (Rang 4 im August diesen Jahres; diese Woche von 41 auf 47) dann doch ziemlich freute im faden Radioalltagsbrei. Bei "Miss Independent", der zweiten Auskopplung aus seinem "Year Of The Gentleman"-Album, scheint es gerade ähnlich zu laufen. Nach dem ersten Hören war ich eher enttäuscht, mittlerweile entwickelt der Song doch seine Reize und bleibt im Ohr hängen. Sollte es anderen Musikkonsumenten genauso ergehen, so besteht Hoffnung auf bessere Platzierungen- Platz 29 ist für Ne-Yo eher mittelmäßig bis wenig erfolgreich.

Allerorten präsent ist Jenniffer Kae derweil noch mit "Little White Lies". Für eine Platzierung des Titels in der oberen Hälfte der Chartauflistung reicht es allerdings nicht und noch ist die dreimonatige Sperrfrist nicht ganz abgelaufen. Doch zum Start ihrer Tour steht Single Nr.2 "Do You Love Me?" in den Läden. Auf Anhieb gehts für den souligen Track auf die 41.

Der letzte Neuzugang in die obere Charthälfte kommt von Flo Rida feat. will.i.am und landet auf der 49. "In The Ayer" ist der dritte Besuch des Rappers aus Amerika und hat gehöriges Suchtpotenzial. Mit "Low" seinem Debüt featuring T-Pain war er in der ersten Jahreshälfte für ganze 18 Wochen notiert und bis auf die 13 geklettert. Für das neue Stück mit oldschool angehauchtem Rhythmus würde ich mir Ähnliches wünschen.

Und wie immer noch ein schneller Blick auf die Neueinsteiger in der unteren Hälfte der Top 100 von media control:
Auf der 56 steigt HSM-Star Ashley Tisdale ein mit "Be Good To Me", in Amerika als ihre Debütsingle veröffentlicht, hier Titel Nr. 4 in den Charts und leider bisher auch mit der schlechtesten Platzierung.
(DJ) Scotty alias Oliver Dix steigt mit einem Trance-Remix der Filmmusik von Klaus Badelt zu "Fluch der Karibik" als Download only auf der 67 ein. Titel des Tracks "The Black Pearl" und bereits jetzt erfolgreicher in den Charts als der Originalsoundtrack "He#s A Pirat". Der schaffte es lediglich bis auf die 85.
Nach 3monatiger Zwangspause wieder drin auf der 86, mittlerweile die 62. Woche "For You" von den Disco Boys feat. Manfred Mann's Earth Band. Auf gehts in die nächsten 9 Wochen.
Ebenfalls ein Dance-Klassiker und mittlerweile in der 14. Woche dabei "Cafe del Mar" von Energy 52. Das Original stammt aus dem Jahr 93, die erste Platzierung in den Charts war 1997. In diesem Jahr erschien eine Kollektion mit allen möglichen Varianten und Remixen und so landete es denn ab September wieder in den Charts. Nach vier Wochen Pause nun im vierten Anlauf insgesamt wieder drin auf der 95.
Einen Platz tiefer debütiert Prinz Pi, ehemals Prinz Porno. Sein Titel "Gib dem Affen Zucker".
Und auf der 98 ebenfalls nach 3 Monaten Zwangspause wieder drin: Amy Winehouse mit "Back To Black". Insgesamt die 22. Woche - 8 weitere sind jetzt generell möglich.