It is the Amy Winehouse week. After her death her tracks also in Germany storms back into the list. You Know I'm No Good can even reach a new peak ...
But it is a Russian-Swiss collaboration that really wrote headlines. DJ Antoine vs. Timati feat. Kalenna rise 12–6 with Welcome To St. Tropez giving all three a first Top 10 hit at all. It is the highest position a Russian artist claimed since All The Things She Said by Russian girl duo t.A.T.u. occupied Number 1 in 2003. Swiss acts are much more present in German charts – the last one climbing number 6 or higher was Stefanie Heinzmann in 2008.
Are you interested in what are the most successful German tracks?
Well – have a look at last week or the week before. They are the same: Tim Bendzko (position 2), Jupiter Jones (14) and Frida Gold (22).
A new German production lands at position 46. It is Laserkraft 3D that can launch a second hit after their 2010 smash Nein, Mann (No, Dude). The new track Weightless shows a completely change in style – it is electronic sound as well, but sounds much more punk (or rock) like than their first hit.Instead of well known spoken lyrics style singer Tim Hoffmann is indeed singing.That’s much confusion – but probably it is the right way to avoid the lifelong comparison with their signature track from last year. Although I doubt that Weightless can rise much higher than its entry position number 46.
Another club track comes in at 58. It is Austrian team Darius & Finlay (actually it is a trio) that can launch a seventh hit in Germany. Here comes the night is a stadium electro track – very similar to a lot of other club tracks. Probably the refrain hookline is something one can really identify the track. They only made it once to the upper half of the charts – this attempt so far also fails.
A naive song coming from France enters very low down at number 92. Lolita or as she is named for German speaking market Lolita Jolie is adoring a Jolie Garçon. The funny thing around the track is, that Lolita Jolie pretends to be German … That might explain why the track comes in a bunch of different mixes – all from German DJs. Since start of July the track is available as a digital download single – now it is released on CD as well and the interest and fun has reached anamount for ranking inside the Top 100.
Last new track entering the German charts comes from Swedish Firefox AK known to her mother as Andrea Kellerman. As singer of Tiger Lou she already had a few releases under her belt. Boom Boom Boom is her first release gaining popularity in Germany.
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Charts vom 7. November 2008
Ganz oben in der deutschen Chartliste tut sich nichts. Polarkreis 18 sind in der zweiten Woche immer noch "Allein Allein" an der Spitze. Auf den Plätzen 2 bis 4 herrscht ebenso Unbeweglichkeit. Mit Platz 5 kehrt Rihanna wieder zurück in die Spitzengruppe. "Disturbia" ist damit das zweite mal auf Höchstposition.
Ordentliche Bewegung gibt es auf der 8. Dort steht neu Rock von einer der ältesten Bands aus Deutschland. Offiziell gegründet haben sich Die Toten Hosen 1982. MIt Wurzeln in der Punkbewegung dauerte es eine Weile, bis sie es zu kommerziellem Erfolg brachten. Vor genau 20 Jahren, am 11.11.1988 enterte dann "Hier kommt Alex" als ihre erste Single die deutschen Charts. Mit 21 notierten Wochen und der Höchstplatzierung auf der 32 gelang ihnen ein ziemlich veritabler Einstand in den Hallen der Popkultur. Danach folgten 32 weitere Tracks (inklusive zweier Veröffentlichungen als Die Roten Rosen), darunter fünf Top 10-Hits, der Glaubwürdigkeit tat das alles keinen Abbruch. Und auch mit der neuen Single "Fieber", die als Vorbote zum kommenden Album "In aller Stille" (ab 14.11.) erschien, zeigen Campino und Freunde, dass sie noch ordentlich rocken können, mit einer gehörigen Portion MItgrölrefrain. Auf der Single erscheinen zusätzlich drei Tracks, die nicht auf dem neuen Album enthalten sein werden. So bekommt Fan wirklich etwas für sein/ihr Geld und das könnte dann auch ein Grund sein, der die Single etwas länger in den Charts hält, denn bei den Toten Hosen zeigt sich ein ähnliches Phänomen wie bei Den Ärzten: ein harter, begeisterter Kern bringt die Veröffentlichungen jeweils in der ersten Woche recht hoch in die Charts, aber schnell stürzen diese ab und werden dank wenig erwähnenswerter Platzierungen im unteren Bereich Opfer der 9-Wochen-Regelung. Wie dem auch sein wird: "Strom" ist seit September 2004 der erste Top 10-Titel der Band und nach zweieinhalb Jahren Pause neues Material aus Düsseldorf.
Auf der 10 entert ein beinahe gefährliches Team die Charts. Zwei Dinosaurier des deutschsprachigen Pop- und Schlagergeschäfts haben zusammengespannt und für die beginnende Ski-Karnevals-Saison einen schlichten und eingängigen Partyhit zusammengeschustert. DJ Ötzi, mit drei Nr.1-Hits in Deutschland der erfolgreichste, noch lebende österreichische Act, hat sich von Dieter Bohlen produzieren lassen und bringt es so auf Anhieb zu seinem fünften Top 10-Hit. Aber "Noch in 100.000 Jahren" ist keineswegs ein Original des DJs mit der weißen Strickkappe. Ein gewisser Oliver Lukas hat auf seiner CD "Für dich" das Stück bereits eingespielt und da klingt es noch ein wenig discofoxiger. Und wenn die Diskussionsforen und Blogs stimmen, dann gibt es bereits noch eine weitere Variante von Michael Wendler ... All das spricht dafür, dass in den nächsten Wochen (und Monaten) wieder einmal die kollektive Gleichschaltung einsetzen und selbst der muffeligste Hinterwäldler sich seine jährlich eine CD-Single kaufen wird. Und ich fürchte, dass die debil-kitschige Romantik-Versprechung "Noch in 100.000 Jahren" neben allen möglichen Cover-Versionen auch noch Verarschungen und Varianten erzeugen wird, die uns mindestens bis Frühjahr 2009 verfolgen werden. Leider!
Einer der besten Popsongs derzeit (wer nicht der Meinung ist, sollte den Wikipedia-Eintrag zum Titel lesen) schafft in dieser Woche den Sprung unter die besten 20. Alicia Keys & Jack White springen mit dem Bond-Titelthema "Another Way To Day" in der 4. Wochen von 30 auf die 13. Sie haben damit Vorgänger Chris Cornell bereits um 2 Plätze überrundet und stellen den dritten Bondsong in Folge der die oberen 20 erreicht. Ein deutliches Zeichen dafür, dass sich Mr. Bond erfolgreich den neuen Zeiten angepasst hat. Zwischen 1981 und 95 war es nämlich nahezu ein Muss für jeden Bondsong, mindestens in Top 10-Nähe zu gelangen. Und damals lagen die Verkaufszahlen noch in ganz anderen Bereichen als heute. Im genannten Zeitraum gab es 6 offizielle Bondfilme mit Titelmusiken von solch angesagten InterpretInnen wie Sheena Easton, Duran Duran oder a-ha. Aus Statistiksicht hatte allerdings Gladys Knight den größten Erfolg. Sie gelangte mit "License To Kill" 1989 bis auf Position 3.
Für Alicia Keys ist "Another Way To Day" der vierte Besuch unter den ersten 20. Die drei anderen schafften es jeweils bis unter die ersten 5. Auch Jack White war im Juli diesen Jahres mit seiner Band The White Stripes und der "7 Nation Army" erstmals in den deutschen Charts und gleich auf Rang 4 gekommen. Bislang wurde ein ähnliches Ergebnis für "Another Way To Die" dadurch verhindert, dass der Titel zunächst nur per Download und später in streng limitierter Vinylpressung erhältlich war. Der Sprung nach oben ist der regulären Veröffentlichung als CD-Single zuzuschreiben. Seit gestern läuft nun endlich "Ein Quantum Trost" auch in deutschen Kinos, eventuell gibt das nochmal einen Nachfrageschub. Filmmusiken sind ja derzeit sehr beliebt.
Am Ende der Top 20 schaffen Lexington Bridge den Einstand mit "Dance With Me". Single Nr.4 ist die dritte, welche eine Chartplatzierung schafft und schließt direkt an die Kollaboration mit Snoop Dogg "Real Man" an, welche es vor einem Jahr bis auf die 16 schaffte. Der Sound des neuen Werks ist alles in allem boygroup-typisch, hat aber sogar einen recht hypnotischen Bassloop als Grundlage. Die CD-Single erschien nach einer Terminverschiebung um eine Woche in zwei verschiedenen Versionen – wird ja immer wieder gern gemacht, vor allem auch um die Verkäufe so ein wenig nach oben zu drücken. CD 1 enthält unter anderem einen Remix von Blank & Jones, CD 2 hält für die Fans den Bonustrack "Sign Your Name" und das Video "Go On And Go" bereit.
Auf der 28 schickt ein kommender Hit seine Schatten voraus. The Killers hatten sich Ende letzten Jahres irgendwie es irgendwie zu everybody's Darliing gebracht. Und spätestens als "Mr. Brightside" dann auch noch im Soundtrack von "Keinohrhasen" zu hören war, gehörte die Band aus Las Vegas zum Allgemeinkonsens. Charttechnisch sah das zwar noch etwas anders aus, 4 Titel in 4 Jahren, höchste Platzierung bislang die 44. Mit "Human" schicken sie nun den Vorboten zu ihrem dritten Studioalbum "Day & Age" ins Rennen und landen bereits in der ersten Woche höher als jemals zuvor. Die Platzierung geht dabei auf Online-Verkäufe und die Veröffentlichung als 1 Track-trendsingle zurück. Die Basic-CD mit den Tracks "Human" und "A Crippling Blow" steht seit dem 7. November in den Läden und für den 14. November ist dann noch eine reguläre Maxi-CD anvisiert. Bei der weiß ich aber jetzt gar nicht, was da an zusätzlichem Material drauf sein soll. Was bedeutet das alles? Ich vermute, dass nun auch in Deutschland der kommerzielle Durchbruch ansteht. Nach dem Auftritt der Killers bei den MTV Europe Music Awards dürfte eigentlich auch jeder den fast schon bombast-orchestralen Titel im Ohr haben. Also worauf wartet ihr noch ... ?
Auch aus den USA, aber viel weniger aufregend ist die neue 29. Ne-Yo ist für mich bislang relativ farblos geblieben. Oder anders gesagt: ich vermisse das Eigene, Unverwechselbare. Allerdings muss ich auch zugeben, dass mich sein bislang größter Hit "Closer" (Rang 4 im August diesen Jahres; diese Woche von 41 auf 47) dann doch ziemlich freute im faden Radioalltagsbrei. Bei "Miss Independent", der zweiten Auskopplung aus seinem "Year Of The Gentleman"-Album, scheint es gerade ähnlich zu laufen. Nach dem ersten Hören war ich eher enttäuscht, mittlerweile entwickelt der Song doch seine Reize und bleibt im Ohr hängen. Sollte es anderen Musikkonsumenten genauso ergehen, so besteht Hoffnung auf bessere Platzierungen- Platz 29 ist für Ne-Yo eher mittelmäßig bis wenig erfolgreich.
Allerorten präsent ist Jenniffer Kae derweil noch mit "Little White Lies". Für eine Platzierung des Titels in der oberen Hälfte der Chartauflistung reicht es allerdings nicht und noch ist die dreimonatige Sperrfrist nicht ganz abgelaufen. Doch zum Start ihrer Tour steht Single Nr.2 "Do You Love Me?" in den Läden. Auf Anhieb gehts für den souligen Track auf die 41.
Der letzte Neuzugang in die obere Charthälfte kommt von Flo Rida feat. will.i.am und landet auf der 49. "In The Ayer" ist der dritte Besuch des Rappers aus Amerika und hat gehöriges Suchtpotenzial. Mit "Low" seinem Debüt featuring T-Pain war er in der ersten Jahreshälfte für ganze 18 Wochen notiert und bis auf die 13 geklettert. Für das neue Stück mit oldschool angehauchtem Rhythmus würde ich mir Ähnliches wünschen.
Und wie immer noch ein schneller Blick auf die Neueinsteiger in der unteren Hälfte der Top 100 von media control:
Auf der 56 steigt HSM-Star Ashley Tisdale ein mit "Be Good To Me", in Amerika als ihre Debütsingle veröffentlicht, hier Titel Nr. 4 in den Charts und leider bisher auch mit der schlechtesten Platzierung.
(DJ) Scotty alias Oliver Dix steigt mit einem Trance-Remix der Filmmusik von Klaus Badelt zu "Fluch der Karibik" als Download only auf der 67 ein. Titel des Tracks "The Black Pearl" und bereits jetzt erfolgreicher in den Charts als der Originalsoundtrack "He#s A Pirat". Der schaffte es lediglich bis auf die 85.
Nach 3monatiger Zwangspause wieder drin auf der 86, mittlerweile die 62. Woche "For You" von den Disco Boys feat. Manfred Mann's Earth Band. Auf gehts in die nächsten 9 Wochen.
Ebenfalls ein Dance-Klassiker und mittlerweile in der 14. Woche dabei "Cafe del Mar" von Energy 52. Das Original stammt aus dem Jahr 93, die erste Platzierung in den Charts war 1997. In diesem Jahr erschien eine Kollektion mit allen möglichen Varianten und Remixen und so landete es denn ab September wieder in den Charts. Nach vier Wochen Pause nun im vierten Anlauf insgesamt wieder drin auf der 95.
Einen Platz tiefer debütiert Prinz Pi, ehemals Prinz Porno. Sein Titel "Gib dem Affen Zucker".
Und auf der 98 ebenfalls nach 3 Monaten Zwangspause wieder drin: Amy Winehouse mit "Back To Black". Insgesamt die 22. Woche - 8 weitere sind jetzt generell möglich.
Ordentliche Bewegung gibt es auf der 8. Dort steht neu Rock von einer der ältesten Bands aus Deutschland. Offiziell gegründet haben sich Die Toten Hosen 1982. MIt Wurzeln in der Punkbewegung dauerte es eine Weile, bis sie es zu kommerziellem Erfolg brachten. Vor genau 20 Jahren, am 11.11.1988 enterte dann "Hier kommt Alex" als ihre erste Single die deutschen Charts. Mit 21 notierten Wochen und der Höchstplatzierung auf der 32 gelang ihnen ein ziemlich veritabler Einstand in den Hallen der Popkultur. Danach folgten 32 weitere Tracks (inklusive zweier Veröffentlichungen als Die Roten Rosen), darunter fünf Top 10-Hits, der Glaubwürdigkeit tat das alles keinen Abbruch. Und auch mit der neuen Single "Fieber", die als Vorbote zum kommenden Album "In aller Stille" (ab 14.11.) erschien, zeigen Campino und Freunde, dass sie noch ordentlich rocken können, mit einer gehörigen Portion MItgrölrefrain. Auf der Single erscheinen zusätzlich drei Tracks, die nicht auf dem neuen Album enthalten sein werden. So bekommt Fan wirklich etwas für sein/ihr Geld und das könnte dann auch ein Grund sein, der die Single etwas länger in den Charts hält, denn bei den Toten Hosen zeigt sich ein ähnliches Phänomen wie bei Den Ärzten: ein harter, begeisterter Kern bringt die Veröffentlichungen jeweils in der ersten Woche recht hoch in die Charts, aber schnell stürzen diese ab und werden dank wenig erwähnenswerter Platzierungen im unteren Bereich Opfer der 9-Wochen-Regelung. Wie dem auch sein wird: "Strom" ist seit September 2004 der erste Top 10-Titel der Band und nach zweieinhalb Jahren Pause neues Material aus Düsseldorf.
Auf der 10 entert ein beinahe gefährliches Team die Charts. Zwei Dinosaurier des deutschsprachigen Pop- und Schlagergeschäfts haben zusammengespannt und für die beginnende Ski-Karnevals-Saison einen schlichten und eingängigen Partyhit zusammengeschustert. DJ Ötzi, mit drei Nr.1-Hits in Deutschland der erfolgreichste, noch lebende österreichische Act, hat sich von Dieter Bohlen produzieren lassen und bringt es so auf Anhieb zu seinem fünften Top 10-Hit. Aber "Noch in 100.000 Jahren" ist keineswegs ein Original des DJs mit der weißen Strickkappe. Ein gewisser Oliver Lukas hat auf seiner CD "Für dich" das Stück bereits eingespielt und da klingt es noch ein wenig discofoxiger. Und wenn die Diskussionsforen und Blogs stimmen, dann gibt es bereits noch eine weitere Variante von Michael Wendler ... All das spricht dafür, dass in den nächsten Wochen (und Monaten) wieder einmal die kollektive Gleichschaltung einsetzen und selbst der muffeligste Hinterwäldler sich seine jährlich eine CD-Single kaufen wird. Und ich fürchte, dass die debil-kitschige Romantik-Versprechung "Noch in 100.000 Jahren" neben allen möglichen Cover-Versionen auch noch Verarschungen und Varianten erzeugen wird, die uns mindestens bis Frühjahr 2009 verfolgen werden. Leider!
Einer der besten Popsongs derzeit (wer nicht der Meinung ist, sollte den Wikipedia-Eintrag zum Titel lesen) schafft in dieser Woche den Sprung unter die besten 20. Alicia Keys & Jack White springen mit dem Bond-Titelthema "Another Way To Day" in der 4. Wochen von 30 auf die 13. Sie haben damit Vorgänger Chris Cornell bereits um 2 Plätze überrundet und stellen den dritten Bondsong in Folge der die oberen 20 erreicht. Ein deutliches Zeichen dafür, dass sich Mr. Bond erfolgreich den neuen Zeiten angepasst hat. Zwischen 1981 und 95 war es nämlich nahezu ein Muss für jeden Bondsong, mindestens in Top 10-Nähe zu gelangen. Und damals lagen die Verkaufszahlen noch in ganz anderen Bereichen als heute. Im genannten Zeitraum gab es 6 offizielle Bondfilme mit Titelmusiken von solch angesagten InterpretInnen wie Sheena Easton, Duran Duran oder a-ha. Aus Statistiksicht hatte allerdings Gladys Knight den größten Erfolg. Sie gelangte mit "License To Kill" 1989 bis auf Position 3.
Für Alicia Keys ist "Another Way To Day" der vierte Besuch unter den ersten 20. Die drei anderen schafften es jeweils bis unter die ersten 5. Auch Jack White war im Juli diesen Jahres mit seiner Band The White Stripes und der "7 Nation Army" erstmals in den deutschen Charts und gleich auf Rang 4 gekommen. Bislang wurde ein ähnliches Ergebnis für "Another Way To Die" dadurch verhindert, dass der Titel zunächst nur per Download und später in streng limitierter Vinylpressung erhältlich war. Der Sprung nach oben ist der regulären Veröffentlichung als CD-Single zuzuschreiben. Seit gestern läuft nun endlich "Ein Quantum Trost" auch in deutschen Kinos, eventuell gibt das nochmal einen Nachfrageschub. Filmmusiken sind ja derzeit sehr beliebt.
Am Ende der Top 20 schaffen Lexington Bridge den Einstand mit "Dance With Me". Single Nr.4 ist die dritte, welche eine Chartplatzierung schafft und schließt direkt an die Kollaboration mit Snoop Dogg "Real Man" an, welche es vor einem Jahr bis auf die 16 schaffte. Der Sound des neuen Werks ist alles in allem boygroup-typisch, hat aber sogar einen recht hypnotischen Bassloop als Grundlage. Die CD-Single erschien nach einer Terminverschiebung um eine Woche in zwei verschiedenen Versionen – wird ja immer wieder gern gemacht, vor allem auch um die Verkäufe so ein wenig nach oben zu drücken. CD 1 enthält unter anderem einen Remix von Blank & Jones, CD 2 hält für die Fans den Bonustrack "Sign Your Name" und das Video "Go On And Go" bereit.
Auf der 28 schickt ein kommender Hit seine Schatten voraus. The Killers hatten sich Ende letzten Jahres irgendwie es irgendwie zu everybody's Darliing gebracht. Und spätestens als "Mr. Brightside" dann auch noch im Soundtrack von "Keinohrhasen" zu hören war, gehörte die Band aus Las Vegas zum Allgemeinkonsens. Charttechnisch sah das zwar noch etwas anders aus, 4 Titel in 4 Jahren, höchste Platzierung bislang die 44. Mit "Human" schicken sie nun den Vorboten zu ihrem dritten Studioalbum "Day & Age" ins Rennen und landen bereits in der ersten Woche höher als jemals zuvor. Die Platzierung geht dabei auf Online-Verkäufe und die Veröffentlichung als 1 Track-trendsingle zurück. Die Basic-CD mit den Tracks "Human" und "A Crippling Blow" steht seit dem 7. November in den Läden und für den 14. November ist dann noch eine reguläre Maxi-CD anvisiert. Bei der weiß ich aber jetzt gar nicht, was da an zusätzlichem Material drauf sein soll. Was bedeutet das alles? Ich vermute, dass nun auch in Deutschland der kommerzielle Durchbruch ansteht. Nach dem Auftritt der Killers bei den MTV Europe Music Awards dürfte eigentlich auch jeder den fast schon bombast-orchestralen Titel im Ohr haben. Also worauf wartet ihr noch ... ?
Auch aus den USA, aber viel weniger aufregend ist die neue 29. Ne-Yo ist für mich bislang relativ farblos geblieben. Oder anders gesagt: ich vermisse das Eigene, Unverwechselbare. Allerdings muss ich auch zugeben, dass mich sein bislang größter Hit "Closer" (Rang 4 im August diesen Jahres; diese Woche von 41 auf 47) dann doch ziemlich freute im faden Radioalltagsbrei. Bei "Miss Independent", der zweiten Auskopplung aus seinem "Year Of The Gentleman"-Album, scheint es gerade ähnlich zu laufen. Nach dem ersten Hören war ich eher enttäuscht, mittlerweile entwickelt der Song doch seine Reize und bleibt im Ohr hängen. Sollte es anderen Musikkonsumenten genauso ergehen, so besteht Hoffnung auf bessere Platzierungen- Platz 29 ist für Ne-Yo eher mittelmäßig bis wenig erfolgreich.
Allerorten präsent ist Jenniffer Kae derweil noch mit "Little White Lies". Für eine Platzierung des Titels in der oberen Hälfte der Chartauflistung reicht es allerdings nicht und noch ist die dreimonatige Sperrfrist nicht ganz abgelaufen. Doch zum Start ihrer Tour steht Single Nr.2 "Do You Love Me?" in den Läden. Auf Anhieb gehts für den souligen Track auf die 41.
Der letzte Neuzugang in die obere Charthälfte kommt von Flo Rida feat. will.i.am und landet auf der 49. "In The Ayer" ist der dritte Besuch des Rappers aus Amerika und hat gehöriges Suchtpotenzial. Mit "Low" seinem Debüt featuring T-Pain war er in der ersten Jahreshälfte für ganze 18 Wochen notiert und bis auf die 13 geklettert. Für das neue Stück mit oldschool angehauchtem Rhythmus würde ich mir Ähnliches wünschen.
Und wie immer noch ein schneller Blick auf die Neueinsteiger in der unteren Hälfte der Top 100 von media control:
Auf der 56 steigt HSM-Star Ashley Tisdale ein mit "Be Good To Me", in Amerika als ihre Debütsingle veröffentlicht, hier Titel Nr. 4 in den Charts und leider bisher auch mit der schlechtesten Platzierung.
(DJ) Scotty alias Oliver Dix steigt mit einem Trance-Remix der Filmmusik von Klaus Badelt zu "Fluch der Karibik" als Download only auf der 67 ein. Titel des Tracks "The Black Pearl" und bereits jetzt erfolgreicher in den Charts als der Originalsoundtrack "He#s A Pirat". Der schaffte es lediglich bis auf die 85.
Nach 3monatiger Zwangspause wieder drin auf der 86, mittlerweile die 62. Woche "For You" von den Disco Boys feat. Manfred Mann's Earth Band. Auf gehts in die nächsten 9 Wochen.
Ebenfalls ein Dance-Klassiker und mittlerweile in der 14. Woche dabei "Cafe del Mar" von Energy 52. Das Original stammt aus dem Jahr 93, die erste Platzierung in den Charts war 1997. In diesem Jahr erschien eine Kollektion mit allen möglichen Varianten und Remixen und so landete es denn ab September wieder in den Charts. Nach vier Wochen Pause nun im vierten Anlauf insgesamt wieder drin auf der 95.
Einen Platz tiefer debütiert Prinz Pi, ehemals Prinz Porno. Sein Titel "Gib dem Affen Zucker".
Und auf der 98 ebenfalls nach 3 Monaten Zwangspause wieder drin: Amy Winehouse mit "Back To Black". Insgesamt die 22. Woche - 8 weitere sind jetzt generell möglich.
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The Killers
Charts vom 3. Oktober 2008
Keine Neuheiten in den Top 10, aber doch einige bemerkenswerte Bewegungen.
Zunächst: Katy Perry sitzt mit "I Kissed A Girl" eine fünfte Woche fest an der Spitze. Es ist der vierte Titel in diesem Jahr, der mindestens 5 Wochen ganz oben steht, aber der erste, der dafür 6 Wochen brauchte. Dass ein Nr.1-Hit mal kurz Platz macht für einen anderen Shooter und dann zurückkehrt, ist in Deutschland nicht so selten. Im Juli 2007 erlebten Mark Medlock & Dieter Bohlen dieses Schicksal mit den Monrose. Und Ende 2006 räumten Silbermond für die Comeback-Single von Take That für eine Woche den Thron.
Nochmal einen Platz nach oben und damit in die Vizeposition schiebt sich Amy Macdonald mit "This Is The Life". Am Montag, 30. Sept., gabs dann auch Gold für die Single. 122.000 mal aus dem Netz geladen und 40.000 mal als CD verkauft, so der aktuelle Stand. Wahrscheinlich bleibt uns der Song noch eine Weile in der Spitzengruppe erhalten. Dass er die 1 am Ende noch erobert, wage ich an dieser Stelle zu bezweifeln.
Auf jeden Fall ist diese Woche für Amy Macdonald insgesamt sehr positiv verlaufen. Ihr erster Hit "Mr Rock & Roll" macht nochmal zwei Plätze gut und sitzt bequem auf der 34, und ihr Album "This Is The Life" steht in den Albumcharts nach einer kurzen Verschnaufpause wieder auf dem bisherigen HIgh Platz 3.
Auf der 5 entert ein wahrer Spätzünder die Top 5. The Guru Josh Project klettert mit "infinity 2008" in der 14. Woche nochmal ganze vier Plätze nach oben und befindet sich damit nach 18,5 Jahren wieder am oberen Ende der deutschen Charts. Das Original mit dem nachgestellten "1990's: Time For The Guru" war damals allerdings wesentlich schneller. Bereits in der vierten Woche gings unter die ersten 5 und die Höchstplatzierung auf der 2 war in der achten Woche erreicht. Insgesamt war der Titel 26 Wochen notiert. Zumindest dies wird die Neufassung wohl mit Sicherheit toppen.
Der höchste Top 20-Zugang kommt von der 21 und ist eine alte Bekannte. Duffy hat nun mit "Warwick Avenue" einen ganz passablen Nachfolger zu ihrer Nr.1 vom April diesen Jahres. "Mercy" rutscht in dieser Woche übrigens leicht von der 27 auf die 31. "Warwick Avenue" hielt sich eine ganze Weile im Schatten des Megasellers auf. 6 Wochen war es am unteren Ende der Top 20 notiert, davon 3 x auf der 18, bevor sie letzte Woche kurz hinausschlidderte. Was nun genau diesen neuerlichen Schub ausgelöst hat, ist für mich nicht so einfach erklärbar. Die Nominierung für MTV Europe Music Awards in 3 Kategorien erfolgte erst am vergangenen Montag, also außerhalb des Auswertungszeitraums.
Der höchste Neuzugang diese Woche findet sich auf der 13. Jimi Blue kündigt mit "Key To The City" sein zweites Album an. Er selber bezeichnet seinen Stil eine Mischung aus HipHop, Pop und Dance. Mit dem vorliegenden Track ist ihm genau das besser gelungen als je zuvor. Ich gebe zu, dass ich mit den Stücken von seinem Debüt-Album "Mission Blue" recht wenig anfangen konnte. "Key To The City" hat für mich dagegen genau das richtige Flair eines unbeschwerten Popsongs. Deutsche Produktionen werden ja häufiger etwas schräg angesehen, wenn sie zu sehr mit Eingängigkeit dealen, in Amerika oder auch England passiert das dagegen andauernd. Und diese Produktionen dürfen dann auch hier Erfolg haben ...
Bisher waren die Titel von Jimi Blue immer auf ihrer Höchstposition eingestiegen. Es wäre schade, wenn es dieser nicht noch ein, zwei oder drei Plätze höher schaffen würde. Bislang ist es Jimi Blues dritter Top 20-Hit und das allererstemal, dass er den höchsten Neuzugang in Deutschland stellt.
Auf der 16 wird es gewollt kindisch. Mit "Häschenparty" kehrt Jamba-Kuschelhase Schnuffel ein drittes Mal in die deutschen Charts zurück. Da es nach dem 8-Wochen-Nr.1-Hit "Kuschel Song" mit "Ich hab' dich lieb" nicht mal mehr ganz bis in die Top 20 gereicht hat (übrigens just in dieser Woche nach 11 Wochen nicht mehr in den Charts), wollte man im Hause Jamba offensichtlich ganz sicher gehen und stellte dem Schnuffel-Hasen einen Schlagersänger zur Seite. Mit dem selbsternannten Discofox-König Michael Wendler wird das Kinderliedchen nochmal ordentlich aufgepeppt mit fettem Mallorca-Beat und entsprechend schlüpfrig-einfältigem Text. Michael Wendler profitiert von dem Deal ebenfalls gehörig, denn mit "Häschenparty" kann er seinen ersten Top 20-Hit verbuchen. Bisher stoppte er jeweils kurz davor. Mit "Sie liebt den DJ" gings vor einem Jahr bis zur 27, und mit "Nina" erreichte er im Frühjahr die 24. Auch er hat in dieser Woche mit seinem letzten Lied "Echolot" die deutschen Charts gerade verlassen. Mit der "Häschenparty" kündigt sich schon recht früh die kommende Karnevals-Saison an. Es ist anzunehmen, dass uns Hase und Micha für die nächste Zeit begleiten. Und Jamba hat schon mal das kommende Schnuffel-Weihnachtsalbum angekündigt.
Ganz knapp an ihrem zweiten Top 20-Hit vorbei schrammt die Norwegerin Maria Mena. "All This Time (Pick-Me-Up Song)" schafft es in der Debut-Woche auf die 21. Das ist natürlich nicht unbedingt ein Grund für Traurigkeit. Bei "Just Hold Me", ihrem bislang größtem Hit hat es auch erstmal 5 Wochen gedauert, bis es in die Top 20 und schließlich in der 10. Woche auf Höchstposition 14 gelangte. Und ich gehe davon aus, dass das neue, verträumte Liedchen mit Lalala-Passagen noch eine ganze Menge von Freunden finden wird. Momentan ist die Vorabauskopplung zum Album "Cause and Effect" Maria Menas zweitbestplatzierter Titel in den deutschen Charts.
Etwas weiter unten fällt ein Titel auf, der sich diese Woche gegen Trend um 12 Plätze nach oben schiebt. "Trauriges Mädchen", die EP des Berliners Sven van Thom erreicht mit Platz 28 einen neuen Bestwert. Bekannt ist der Titel vor allem durch seinen Einsatz innerhalb eines Trailers von Pro7.
Das Fernsehen ist auch für die nächsten Neuzugänge verantwortlich. Am 19. September flimmerte auf dem Disney-Chanel "Camp Rock" als Deutschland-Premiere über die Bildschirme. Teenies und Freunde wurden durch massive Plakataktionen schon einige Zeit vorher in Aufregung versetzt. Auf der 35 und 36 sind nun die konkreten Ergebnisse zu bestaunen. Da landen auf der höheren Position die Jonas Brothers mit "Burnin' Up", ein Track, der nicht in "Camp Rock" vorkommt, aber zielsicher zum Filmstart veröffentlicht wurde und nach "S.O.S." im Juli diesen Jahres das zweite Gastspiel der Jonas Brothers in den deutschen Charts ist. Und auf der 36 stehen neu Demi Lovato und Joe Jonas (zweiter von den Jonas Brothers), in "Camp Rock" das Traumpaar Mitchie und Shane. "This Is Me" stammt aus dem Original Soundtrack zum Film und ist nur als Online-Single erhältlich. Dort wird es aber als Solo-Track von Demi Lovato geführt.
Es ist anzunehmen, dass beide Tracks sich nicht weiter noch oben bewegen und wohl in Kürze aus den Charts wieder verschwinden.
Der letzte wirkliche Neuzugang in den Top 50 geht an Alicia Keys. Mit "Superwoman" ist der 12. Titel der Amerikanerin in den Charts und der dritte aus ihrem Album "As I Am", welches uns vor allem den Überflieger "No One" Ende 2007 beschert hat. Das gefühlvolle "Superwoman" zeigt uns Alicia Keys genau so, wie wir sie uns vorstellen und deshalb hat der Titel eine Menge Potenzial und könnte sich noch eine ganze Weile in unseren Ohren tummeln. Spannend wirds allerdings schon in Kürze, denn der Titelsong zum neuen James-Bond-Film "A Quentum Of Solace" ist ein Duett zwischen Jack White von den White Stripes und Alicia Keys. Da klingt sie doch schon sehr anders und spannend und die Meinungen gehen ziemlich weit auseinander. Bereits jetzt ist "Another Way To Die" als Download zu haben, in Großbritannien gings auch schon in die Top 30, ab sofort (3. Oktober) gibt es auch die CD-Version zu kaufen.
Ursprünglich war als Interpretin für den neuen Bond-Song Amy Winehouse vorgesehen, aber diese lieferte den Titel nicht ab und kann somit lediglich mit bekanntem Material präsent sein. Das gelingt ihr allerdings ganz gut. "Valerie" in Zusammenarbeit mit Mark Ronson geht in dieser Woche von der 39 auf die 47, nunmehr die 40. Woche in Folge in den Charts präsent.
In der unteren Hälfte der Charts wirkt sich besonders die Veröffentlichung der CD "Wettsingen in Schwetzingen" als Unplugged-Session der Söhne Mannheims und Xavier Naidoos aus. Während die aktuelle reguläre Single "Das hat die Welt noch nicht gesehn" leicht von der 6 auf die 8 rutscht, steigen auf 72, 76, 78, 82 und 92 alle möglichen älteren Hits wieder ein. Interessant ist, dass diese Titel in einigen Listen als Neuzugänge, in anderen als Wiedereinsteiger oder auch bunt gemischt durcheinander geführt werden. Online sind die Titel sowohl in der Studio- wie auch in der Unplugged Live-Version verfügbar. Bei i-Tunes sind die neuen Varianten allerdings die wesentlich häufiger abgerufenen. In der Zählung allerdings werden die verschiedenen Versionen zusammen gezählt. Charttechnisch keine ganz einfache Variante, denn es gab auch Zeiten, in denen wurden Original- und Live-Versionen streng als verschiedene Titel gelistet, was im Endeffekt für die Statistik ein Mehr an platzierten Titel pro KünstlerIn bedeutete. Aber natürlich sind das vor allem Mikro-Details für Ultra-Chart-Fans. Die Mehrheit wird wahrscheinlich nur interessieren, dass "Ich kenne nichts" bzw. "Geh davon aus" offensichtlich die beliebtesten Titel des Wettsingens sind, welches sich in den Albumcharts von nichts auf die Position 1 katapultierte.
Zunächst: Katy Perry sitzt mit "I Kissed A Girl" eine fünfte Woche fest an der Spitze. Es ist der vierte Titel in diesem Jahr, der mindestens 5 Wochen ganz oben steht, aber der erste, der dafür 6 Wochen brauchte. Dass ein Nr.1-Hit mal kurz Platz macht für einen anderen Shooter und dann zurückkehrt, ist in Deutschland nicht so selten. Im Juli 2007 erlebten Mark Medlock & Dieter Bohlen dieses Schicksal mit den Monrose. Und Ende 2006 räumten Silbermond für die Comeback-Single von Take That für eine Woche den Thron.
Nochmal einen Platz nach oben und damit in die Vizeposition schiebt sich Amy Macdonald mit "This Is The Life". Am Montag, 30. Sept., gabs dann auch Gold für die Single. 122.000 mal aus dem Netz geladen und 40.000 mal als CD verkauft, so der aktuelle Stand. Wahrscheinlich bleibt uns der Song noch eine Weile in der Spitzengruppe erhalten. Dass er die 1 am Ende noch erobert, wage ich an dieser Stelle zu bezweifeln.
Auf jeden Fall ist diese Woche für Amy Macdonald insgesamt sehr positiv verlaufen. Ihr erster Hit "Mr Rock & Roll" macht nochmal zwei Plätze gut und sitzt bequem auf der 34, und ihr Album "This Is The Life" steht in den Albumcharts nach einer kurzen Verschnaufpause wieder auf dem bisherigen HIgh Platz 3.
Auf der 5 entert ein wahrer Spätzünder die Top 5. The Guru Josh Project klettert mit "infinity 2008" in der 14. Woche nochmal ganze vier Plätze nach oben und befindet sich damit nach 18,5 Jahren wieder am oberen Ende der deutschen Charts. Das Original mit dem nachgestellten "1990's: Time For The Guru" war damals allerdings wesentlich schneller. Bereits in der vierten Woche gings unter die ersten 5 und die Höchstplatzierung auf der 2 war in der achten Woche erreicht. Insgesamt war der Titel 26 Wochen notiert. Zumindest dies wird die Neufassung wohl mit Sicherheit toppen.
Der höchste Top 20-Zugang kommt von der 21 und ist eine alte Bekannte. Duffy hat nun mit "Warwick Avenue" einen ganz passablen Nachfolger zu ihrer Nr.1 vom April diesen Jahres. "Mercy" rutscht in dieser Woche übrigens leicht von der 27 auf die 31. "Warwick Avenue" hielt sich eine ganze Weile im Schatten des Megasellers auf. 6 Wochen war es am unteren Ende der Top 20 notiert, davon 3 x auf der 18, bevor sie letzte Woche kurz hinausschlidderte. Was nun genau diesen neuerlichen Schub ausgelöst hat, ist für mich nicht so einfach erklärbar. Die Nominierung für MTV Europe Music Awards in 3 Kategorien erfolgte erst am vergangenen Montag, also außerhalb des Auswertungszeitraums.
Der höchste Neuzugang diese Woche findet sich auf der 13. Jimi Blue kündigt mit "Key To The City" sein zweites Album an. Er selber bezeichnet seinen Stil eine Mischung aus HipHop, Pop und Dance. Mit dem vorliegenden Track ist ihm genau das besser gelungen als je zuvor. Ich gebe zu, dass ich mit den Stücken von seinem Debüt-Album "Mission Blue" recht wenig anfangen konnte. "Key To The City" hat für mich dagegen genau das richtige Flair eines unbeschwerten Popsongs. Deutsche Produktionen werden ja häufiger etwas schräg angesehen, wenn sie zu sehr mit Eingängigkeit dealen, in Amerika oder auch England passiert das dagegen andauernd. Und diese Produktionen dürfen dann auch hier Erfolg haben ...
Bisher waren die Titel von Jimi Blue immer auf ihrer Höchstposition eingestiegen. Es wäre schade, wenn es dieser nicht noch ein, zwei oder drei Plätze höher schaffen würde. Bislang ist es Jimi Blues dritter Top 20-Hit und das allererstemal, dass er den höchsten Neuzugang in Deutschland stellt.
Auf der 16 wird es gewollt kindisch. Mit "Häschenparty" kehrt Jamba-Kuschelhase Schnuffel ein drittes Mal in die deutschen Charts zurück. Da es nach dem 8-Wochen-Nr.1-Hit "Kuschel Song" mit "Ich hab' dich lieb" nicht mal mehr ganz bis in die Top 20 gereicht hat (übrigens just in dieser Woche nach 11 Wochen nicht mehr in den Charts), wollte man im Hause Jamba offensichtlich ganz sicher gehen und stellte dem Schnuffel-Hasen einen Schlagersänger zur Seite. Mit dem selbsternannten Discofox-König Michael Wendler wird das Kinderliedchen nochmal ordentlich aufgepeppt mit fettem Mallorca-Beat und entsprechend schlüpfrig-einfältigem Text. Michael Wendler profitiert von dem Deal ebenfalls gehörig, denn mit "Häschenparty" kann er seinen ersten Top 20-Hit verbuchen. Bisher stoppte er jeweils kurz davor. Mit "Sie liebt den DJ" gings vor einem Jahr bis zur 27, und mit "Nina" erreichte er im Frühjahr die 24. Auch er hat in dieser Woche mit seinem letzten Lied "Echolot" die deutschen Charts gerade verlassen. Mit der "Häschenparty" kündigt sich schon recht früh die kommende Karnevals-Saison an. Es ist anzunehmen, dass uns Hase und Micha für die nächste Zeit begleiten. Und Jamba hat schon mal das kommende Schnuffel-Weihnachtsalbum angekündigt.
Ganz knapp an ihrem zweiten Top 20-Hit vorbei schrammt die Norwegerin Maria Mena. "All This Time (Pick-Me-Up Song)" schafft es in der Debut-Woche auf die 21. Das ist natürlich nicht unbedingt ein Grund für Traurigkeit. Bei "Just Hold Me", ihrem bislang größtem Hit hat es auch erstmal 5 Wochen gedauert, bis es in die Top 20 und schließlich in der 10. Woche auf Höchstposition 14 gelangte. Und ich gehe davon aus, dass das neue, verträumte Liedchen mit Lalala-Passagen noch eine ganze Menge von Freunden finden wird. Momentan ist die Vorabauskopplung zum Album "Cause and Effect" Maria Menas zweitbestplatzierter Titel in den deutschen Charts.
Etwas weiter unten fällt ein Titel auf, der sich diese Woche gegen Trend um 12 Plätze nach oben schiebt. "Trauriges Mädchen", die EP des Berliners Sven van Thom erreicht mit Platz 28 einen neuen Bestwert. Bekannt ist der Titel vor allem durch seinen Einsatz innerhalb eines Trailers von Pro7.
Das Fernsehen ist auch für die nächsten Neuzugänge verantwortlich. Am 19. September flimmerte auf dem Disney-Chanel "Camp Rock" als Deutschland-Premiere über die Bildschirme. Teenies und Freunde wurden durch massive Plakataktionen schon einige Zeit vorher in Aufregung versetzt. Auf der 35 und 36 sind nun die konkreten Ergebnisse zu bestaunen. Da landen auf der höheren Position die Jonas Brothers mit "Burnin' Up", ein Track, der nicht in "Camp Rock" vorkommt, aber zielsicher zum Filmstart veröffentlicht wurde und nach "S.O.S." im Juli diesen Jahres das zweite Gastspiel der Jonas Brothers in den deutschen Charts ist. Und auf der 36 stehen neu Demi Lovato und Joe Jonas (zweiter von den Jonas Brothers), in "Camp Rock" das Traumpaar Mitchie und Shane. "This Is Me" stammt aus dem Original Soundtrack zum Film und ist nur als Online-Single erhältlich. Dort wird es aber als Solo-Track von Demi Lovato geführt.
Es ist anzunehmen, dass beide Tracks sich nicht weiter noch oben bewegen und wohl in Kürze aus den Charts wieder verschwinden.
Der letzte wirkliche Neuzugang in den Top 50 geht an Alicia Keys. Mit "Superwoman" ist der 12. Titel der Amerikanerin in den Charts und der dritte aus ihrem Album "As I Am", welches uns vor allem den Überflieger "No One" Ende 2007 beschert hat. Das gefühlvolle "Superwoman" zeigt uns Alicia Keys genau so, wie wir sie uns vorstellen und deshalb hat der Titel eine Menge Potenzial und könnte sich noch eine ganze Weile in unseren Ohren tummeln. Spannend wirds allerdings schon in Kürze, denn der Titelsong zum neuen James-Bond-Film "A Quentum Of Solace" ist ein Duett zwischen Jack White von den White Stripes und Alicia Keys. Da klingt sie doch schon sehr anders und spannend und die Meinungen gehen ziemlich weit auseinander. Bereits jetzt ist "Another Way To Die" als Download zu haben, in Großbritannien gings auch schon in die Top 30, ab sofort (3. Oktober) gibt es auch die CD-Version zu kaufen.
Ursprünglich war als Interpretin für den neuen Bond-Song Amy Winehouse vorgesehen, aber diese lieferte den Titel nicht ab und kann somit lediglich mit bekanntem Material präsent sein. Das gelingt ihr allerdings ganz gut. "Valerie" in Zusammenarbeit mit Mark Ronson geht in dieser Woche von der 39 auf die 47, nunmehr die 40. Woche in Folge in den Charts präsent.
In der unteren Hälfte der Charts wirkt sich besonders die Veröffentlichung der CD "Wettsingen in Schwetzingen" als Unplugged-Session der Söhne Mannheims und Xavier Naidoos aus. Während die aktuelle reguläre Single "Das hat die Welt noch nicht gesehn" leicht von der 6 auf die 8 rutscht, steigen auf 72, 76, 78, 82 und 92 alle möglichen älteren Hits wieder ein. Interessant ist, dass diese Titel in einigen Listen als Neuzugänge, in anderen als Wiedereinsteiger oder auch bunt gemischt durcheinander geführt werden. Online sind die Titel sowohl in der Studio- wie auch in der Unplugged Live-Version verfügbar. Bei i-Tunes sind die neuen Varianten allerdings die wesentlich häufiger abgerufenen. In der Zählung allerdings werden die verschiedenen Versionen zusammen gezählt. Charttechnisch keine ganz einfache Variante, denn es gab auch Zeiten, in denen wurden Original- und Live-Versionen streng als verschiedene Titel gelistet, was im Endeffekt für die Statistik ein Mehr an platzierten Titel pro KünstlerIn bedeutete. Aber natürlich sind das vor allem Mikro-Details für Ultra-Chart-Fans. Die Mehrheit wird wahrscheinlich nur interessieren, dass "Ich kenne nichts" bzw. "Geh davon aus" offensichtlich die beliebtesten Titel des Wettsingens sind, welches sich in den Albumcharts von nichts auf die Position 1 katapultierte.
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