Mittlerweile schreiben wir den 16. Januar, das Jahr 2009 ist also gut im Gange, nur in den Charts sieht es noch eher lahm aus. Die dritte Woche in Folge, dass der höchste Neuzugang nur ein Wiedereinsteiger ist. Und mittlerweile die vierte Woche in Folge, dass die Top 10 nahezu statisch sind. An der Spitze also keine Veränderung. Katy Perry steht mit Hot N Cold die siebte Woche auf der Nr.1. Auch Polarkreis 18 und Amy Macdonald bewegen sich nicht von den Positionen 2 und 3.
Curse mit Silbermond macht noch einmal eine Wende und geht von der 11 auf die 7. So stehen sie mit Bis zum Schluss das zweite mal auf Höchstposition. Insgesamt stehen ihnen jetzt 8 Chartwochen zu Buche. Silbermond haben derweil ihre neue Single für den 20. Februar angekündigt. Das ist noch eine Weile hin. Bei Curse war derzeit noch gar nichts zu finden an Aussagen über anstehende Releases.
Der Gewinner in den Top 10 ist in dieser Woche DJ Ötzi. Mit einem Satz von der 29 auf die 10 bringt er sich in der 11. Woche wieder zurück ans obere Ende der Charts. Offensichtlich läuft Noch in 100.000 Jahren auf den Aprés-Ski-Partys ganz gut ... und die Karnevalsaison steht auch vor der Tür. Fast schon traditionell gehört der Januar zu großen Teilen doch den Stimmungsknallern und Discofox-Titeln. So auch 2009. Und dass DJ Ötzi die Liste der Party-Hits anführt ist ebenfalls nicht außergewöhnlich. Unter statistischer Betrachtung ist es jetzt spannend wie hoch ihn sein diesjähriger Titel noch bringen wird. Sein letztjähriger Beitrag I will leb’n brachte es im Februar immerhin auf Position 7, während davor das Duett mit Nik P. Ein Stern (der deinen Namen trägt) zwischen März und Mai 2007 11 Wochen lang an der Spitze der deutschen Charts stand und damit zum kommerziell erfolgreichsten Titel des Jahres 2007 avancierte. Auch in dieser Woche platziert sich der Dauerbrenner unter den volkstümelnden Stimmungsschlager wieder recht beständig auf der 47 (von 46) in der mittlerweile 78. Woche, laut chartsurfer.de der Titel mit dem viertlängsten Chartaufenthalt und nur drei Wochen vom Spitzenreiter Wolfgang Petry entfernt.
So wie es DJ Ötzi noch einmal zu neuen Höhen treibt, so kann sich Markus Becker über einen weiteren Wiedereinstieg freuen. Vor einer Woche schaffte es Das rote Pferd auf der 69 wieder in die Liste und diese Woche geht es nochmal 10 Plätze nach oben auf die 59. Auf der 34 platziert sich – sozusagen als höchster Einsteiger – dieses Mal außerdem Hörst du die Regenwürmer husten wieder in der Auswertung. Im August letzten Jahres stand der Titel bereits für fünf Wochen in der Liste und erreichte die Höchsposition 23. Jetzt wurde eine Après-Ski-Version veröffentlicht und mit dem Einstieg jetzt nach 4 Monaten scheint Markus Becker also einen zweiten Klassiker der Szene für sich verbuchen zu können. Es ist anzunehmen, dass die Regenwürmer in den kommenden Wochen noch um einiges klettern – die Karnevalsaison hat ja noch nicht einmal begonnen.
Die Originalversion von Hörst du die Regenwürmer husten stammt übrigens von Bernd Stelter und erreichte vor knapp einem Jahr die 34, also genau die Position, auf welcher die neue Version jetzt wieder einsteigt.
Der höchste reguläre Neueinsteiger geht ebenfalls an einen Party-Barden. Tim Toupet war im vergangenen Jahr mit zwei Titeln in den Charts präsent, darunter auch der Top 10-Erfolg Ich bin ein Döner. Bereits seit dem 21. November gibt es Tim Toupets neuesten Streich, eine Version von Donikkls So a schöner Tag (Fliegerlied), welches es im Oktober letzten Jahres bis zur 24 brachte und auch in einer Version der Jungen Zillertaler für ein paar Wochen in den Charts notiert waren. Nun also startet die etwas hochdeutschere Variante von Tim Toupet als dritte Version ihre Chartkarriere. Platz 38 ist dabei etwas weniger als das Original bei seiner Erstnotierung vorweisen konnte. Für Tim Toupet ist es derzeit die zweitbeste Platzierung nach dem Döner-Hit.
Die Jungen Zillertaler sind in dieser Woche im übrigen auch wieder mit dabei. Auf der 88 können sie ihre fünfte Chartwoche verbringen.
Zu den Aufsteigern in der oberen Hälfte der Liste, die nicht in die Kategorie Après-Ski und Stimmungsmacher fallen, gehört LaFee. Die Single Ring frei geht in der 7. Woche noch einmal von 49 auf die 32, zeitgleich zur Veröffentlichung des gleichnamigen Albums, welches diese Woche den höchsten Neuzugang in der Albumliste auf der 6 schafft. Damit ist ihr viertes Album bereits das dritte in den Top 10 der Longplay-Auswertung. Bei den Singles sieht es nicht ganz so spektakulär aus: Ring frei ist der achte Titel, der sich in den Charts platzierten kann und der dritte nach ihrem Top 3-Hit Heul doch von 2007. Seitdem scheiterte sie immer knapp an der Grenze zur Top 20. So auch Ring frei, welches Anfang Dezember auf der 22 die Charts enterte. Trotzdem schon eine große Bilanz, wenn man bedenkt, dass LaFee jetzt gerade mal 18 Jahre alt ist.
Der höchste Wiedereinstieg ohne neue Versionen per CD oder in anderweitiger Form geht mit Platz 46 an September. Cry For You ist nach zwei Wochen Pause wieder in den Charts. Momentan in der 13. Woche notiert, wird dieser Aufenthalt vermutlich ein kurzes Intermezzo bleiben, denn sollte September wieder in die untere Hälfte der Charts rutschen – und das ist sehr bald zu erwarten – dann hätte sie lediglich zwei weitere Wochen, bevor ihr Titel, der clever um die Hookline von Bronski beats Smalltown Boy gebaut wurde, wieder der Bereinigungsregelung zum Opfer fällt.
Neu auf der 60, und überhaupt erstmals in den Charts sind fünf junge Opernsänger aus Deutschland, Österreich und Israel, die unter dem Namen Adoro auftreten, und bereits in den Album-Charts seit Anfang Dezember ordentliche Erfolge feiern konnten. Das Album Adoro steht derzeit auf der Vize-Position der Liste und nun schafft es ihre Version des Rosenstolz-Titels Liebe ist alles als reiner Download-Titel in die Single-Auswertung. Ausschlaggebend für diesen Erfolg dürfte ihr Auftritt in der Silvesternacht vor dem Brandenburger Tor in Berlin gewesen sein. Dort interpretierten sie nämlich um Punkt 0:00 Uhr vor 1 Million Zuschauern ihren derzeitigen Hit. Die Originalversion erreichte übrigens im Jahr 2004 die Position 6.
Ein überraschender Wiedereinstieg steht mit Planet Funk und Chase The Sun auf der 61. Der Titel, der 2001 erschien und damals vor allem als Premiere League Dart Theme Popularität erlangte war damals auch zwei Wochen in Deutschland notiert. Zum Jahreswechsel flimmerten auf den privaten Sportkanälen neben der Vierschanzentournee auch die 16. Weltmeisterschaften der Profi-Dart-Spieler über die Bildschirme. Offensichtlich hinterließ der 8 Jahre alte Titel der Italiener so viel Eindruck, dass er eine Rückkehr in die Liste per Downloads schafft. In der insgesamt 3. Woche ist Platz 61 gleichzeitig die beste Platzierung für Chase The Sun überhaupt.
Völlig neu und sofort mit Veröffentlichung in den Charts: das schafft die niederländische Hermes House Band mit ihrer 13. Single Please Don’t Go (Don’t You). Das Cover des Hits von K.C. & The Sunshine Band aus dem Jahr 1979 geht in der Version 2009 direkt auf die 65. Das ist die schlechteste Platzierung einer Hermes-Single seit 2003. Damals konnte Suzanna lediglich für eine Woche die 80 besetzen.
Das Original von Please Don’t Go stand in den USA für eine Woche auf der Nr.1, in Deutschland ging es bis auf Platz 20. Die Cover-Versionen von Double You und K.W.S. waren dagegen wesentlich erfolgreicher und erreichten 1992 Platz 3 bzw. 7 in Deutschland. Auch auf dem aktuellen Album von Basshunter gibt es eine Version von Please Don’t Go. In Schweden wurde diese bereits als Single ausgekoppelt. Warten wir ab, ob es auch in Deutschland als Solo-Titel zu haben sein wird.
Das Dance-Projekt Baracuda ist nach ihrem Hit I Will Love Again im Spätsommer mit neuer Single am Start. Aber Where Is The Love schneidet mit Platz 69 recht ernüchternd ab. Nur einmal stand Baracuda mit einem Titel schlechter in der Liste: 2005 mit Ass Up.
Der Jahresbeginn scheint für Dance-Projekte äußerst interessant zu sein, denn auch der Neuzugang auf der 79 kommt aus diesem Bereich. Novaspace ist nach zweieinhalb Jahren Pause mit neuer Sängerin zurück. Diese heißt Jenny Marsala und ist bislang noch nirgends in Erscheinung getreten. Die erste Produktion mit ihr ist, wie fast alle anderen Titel vorher wieder eine Cover. Diesesmal hat Produzent Felix Gauder eine deutsche Pop-Produktion aus dem Jahr 1988 ausgesucht. Dancing Into Danger war der einzige Hit des Duos Inker & Hamilton, geschrieben von Hubert Kah und produziert von Michael Cretu. Im März 1988 stand der Titel für zwei Wochen auf der Position 19. Novaspace hievt nun den Titel ins neue Jahrtausend, und auch wenn man kein Freund von Dance-Produktionen ist, hier muss man dann doch eingestehen, dass die aktuelle Variante zeitgemäßer klingt. Die Gunst der Käufer erlangt der Titel dennoch nicht. Novaspace – Next Generation liefert mit Platz 79 das deutlich schlechteste Ergebnis ihrer Chartkarriere ab.
Ein weiteres Cover, allerdings in einer Karneval-Mallorca-Discofox-Version kommt mit Mickie Krause und Jede Stelle meines Körpers ist sexy auf die 91. Das Original ist wohl leicht zu identifizieren: Astrid Kuby & Michael Rosaro landeten mit dem Körperzellen Rock im November für drei Wochen in der Liste. Höchste Position 76. – Es könnte gut möglich sein, dass wir diese Version ebenfalls bald wieder hier begrüßen dürfen.
Im Mai letzten Jahres gab es eine kleine Sensation. Led Zeppelins größter Hit Stairway To Heaven war zum allerersten mal in den deutschen Charts notiert. Für eine Woche auf der 71 – und dann war der Titel auch schon wieder draußen. Nun, in einer Zeit der Niedrigverkäufe und zurückhaltenden Veröffentlichungen seitens der Industrie schafft es Stairway To Heaven für eine zweite Woche in die Liste. Platz 89 kann notiert werden. Nächste Woche höchstwahrscheinlich schon wieder nicht mehr dabei.
Neu auf der 95 durch reine Download-Verkäufe sind Höhner.. Die Kölner Karnevals-Spezialisten liefern mit NaJuCo Colonia ein volkstümelndes Stimmungs-Medley. Die reguläre erscheint (bzw. erschien) am 9. Januar und dürfte also in der nächsten Woche zu den großen Aufsteigern zählen. Es ist der mittlerweile 11. Titel, der sich in den deutschen Charts platzieren kann und der dritte nach ihrem Nr.1-Hit Wenn nicht jetzt, wann dann? aus dem Jahr 2007. Die Höhner. sind mit der nahenden fünften Jahreszeit wieder gut im Geschäft. Wenn nicht jetzt, wann dann? geht auf der 96 wieder rein, gezählte 50. Woche. Und auch Viva Colonia setzt in dieser Woche zu seinem alljählichen Chartrun an, und zwar auf Position 99. Mittlerweile in der 44 Woche, höchste Platzierung auf der 20 in der Saison 2007.
Nach dreimonatiger Sperrfrist sind Madonna & Justin mit ihrem Ex-Nr.1-Hit 4 Minutes wieder auf der 71 in den Charts. Es ist die 27. Woche, die für den Titel gezählt wird, acht weitere folgen jetzt mit ziemlicher Sicherheit.
Gleiches gilt eigentlich auch für Sido, der mit Carmen wieder auf der 84 steht. Woche 12 ist der aktuelle Stand.
Von der Ruhe – um nicht zu sagen Flaute – im Musikgeschäft profitiert auch Jason Mraz, dessen Nachfolgesingle zu seinem Hit I’m Yours mit dem Titel Make It Mine nun doch noch, gut einen Monat nach Veröffentlichung, den Sprung in die Top 100 schafft, und zwar genau auf Platz 100. Damit ist Jason Mraz rein statistisch kein One Hit-Wonder mehr.
Showing posts with label September. Show all posts
Showing posts with label September. Show all posts
Charts vom 10. Oktober 2008
Oops - mit einem Satz war sie oben und schubst Katy Perry von der Spitze. P!nks neue Single "So What" schafft es in der ersten Woche von nichts dorthin und ist damit ihr erster Solo-Nr.1-Hit. Bisher war sie lediglich zweimal bis auf die Vizeposition vorgestoßen, beide Male im Jahr 2002: zunächst mit ihrem internationalen Durchbruch "Get The Party Started", welches ganze vier Wochen im Februar 2002 auf der 2 aushielt, und wenig später im Oktober noch einmal für eine Woche mit "Just Like A Pill". So ganz unbekannt ist P!nk die Spitzenposition aber nicht. Bereits 2001 war sie zusammen mit Christina Aguilera, Lil' Kim und Mya und ihrer Version von "Lady Marmalade" für eine Woche Spitzenreiter. "So What" könnte es durchaus ein wenig länger ganz oben aushalten. Es scheint so, dass Katy Perry doch allmählich an Kraft verliert und die neue Nr. 1 geht ordentlich zur Sache, abgesehen vom nahezu ununterbrochenen Einsatz auf sämtlichen Radiostationen.
Mit dem Wechsel der Top-Position wird auch ein Stückchen besonderer Chartgeschichte geschrieben. Als Autor hinter Katy Perrys Hit "I Kissed A Girl" steht unter anderem Max Martin, und genau der hat auch fleißig bei der neuen Nr.1 von P!nk mitgeschrieben und tritt dort zusätzlich als Produzent auf. Das letzte Mal gab es eine solche Situation im Juni 1986 als Dieter Bohlen mit Modern Talking und "Atlantis Is Calling" den letzten Spitzenreitertitel für das deutsche Duo einfuhr. Entthront wurde damals Chris Norman und "Midnight Lady", produziert von Herrn Bohlen. Den gleichen Hit in einer anderen Version - und damit also ein Komponist sich selber - löste das letzte Mal im Oktober 1981 Frank Zander alias Fred Sonnenschein und seine Freunde ab. Das Original kam von den Electronica's und hieß "Dance Little Bird", auf deutsch dann "Ja, wenn wir alle Englein wären". Dass sich ein Hauptact selbst auf der Spitzenposition ablöste, schaffte seit der wöchentlichen Listung aller Hits ab 1971 niemand. Baccara kamen im August/September 1977 diesem Rekord am nächsten als zwischen "Yes Sir, I Can Boogie" und "Sorry, I'm A Lady" lediglich eine Woche lang "Magic Fly" von Space die Spitze bildete. Schauen wir jedoch in die Chartgeschichte vor 1971, so gibt es 1963 bei den monatlich vom Musikmarkt HItlisten folgende Situation: Im August und September wird Gitte mit "Ich will 'nen Cowboy als Mann" an der Spitzenposition vermerkt. Ab Oktober steht sie und Rex Gildo mit "Vom Stadtpark die Laternen" für zwei Monate auf der Spitzenposition. Natürlich lassen sich diese Listen kaum mit den heutigen Charts vergleichen. Als Randbemerkung ist es allemal interessant.
Nichts wesentlich Neues bringt Bushido mit "Ching Ching". Er verklärt weiter das unbarmherzige Ghetto-Leben und weiß, dass nur dieses ganze und harte Männer hervorbringt. Offensichtlich können damit doch eine Reihe Leute etwas anfangen, "Ching Ching" landet als zweithöchster Neuzugang auf der 9. Der Track ist der nunmehr zweite Top 10 Hit von Bushido. Mit dem Wechsel zum Major Sony/BMG vor etwas mehr als einem Jahr war er mit "Alles verloren" bereits bis auf die 4 geklettert. Seine Biographie steht ebenfalls seit September ganz oben auf der Spiegel-Bestsellerliste und es scheint so, als wäre Bushido nunmehr endgültig im Mainstream angekommen.
So wie Bushido wohl schon sehr bald die oberen Ränge wieder verlassen wird, so wird es vermutlich auch den Einsteigern auf der 11 ergehen, die mit diesem Ergebnis äußerst knapp ihren 23. Top 10-Hit verpassen. Scooter sind mit "Jump That Rock (Whatever You Want)" zum drittenmal in diesem Jahr präsent. Und wie schon mit "Jumping All Over The World" und einigen anderen Vorgängern, bedienen sie sich hier wieder einer Vorlage aus den 70ern. Das Besondere: für dieses Mal sind die Originalinterpreten gleichberechtigt aufgeführt und es heißt Scooter vs. Status Quo. Die ursprüngliche Version von "Whatever You Want" war im November 1979 für insgesamt 8 Wochen in den deutschen Top 20 notiert, mit der Höchstplatzierung auf der 12. Die Technoversion hat damit das E-Gitarren-Original zumindest in der Platzierung ganz knapp geschlagen.
Fans von Scooter können sich außerdem freuen über das in dieser Woche erschienene Album "Jumping All Over The World - Whatever You Want" - so etwas wie eine Best of-Zusammenstellung. Interessant an dieser Doppel-CD sind vor allem die sieben Hands on-Versionen von Scooter-Hits, die von solchen Leuten wie der Bloodhound Gang, Jan Delay, Sido oder Andreas Dorau angefertigt wurden.
Auf der 15 kann sich die fünfte Auskopplung aus dem Linkin Park-Album "Minutes To Midnight" behaupten. "Leave Out All The Rest" nimmt den Sound von "Shadow Of The Day" und "What I've Done" auf und beschert der Band ihren neunten Top 20-Hit. Der letzte "We Made It" in Kollaboration mit Busta Rhymes ist noch gar nicht so alt und ist just in dieser Woche nach zweimaliger Platzierung in der unteren Hälfte und insgesamt 13 Wochen Chartpräsenz aus der Liste entfernt worden. Auch "Leave Out All The Rest" wird von einem aufwändig produzierten Video begleitet, dieses Mal im technisch coolen Science Fiction-Stil mit recht deutlichen Zitaten aus dem Danny Boyle-Streifen von 2007 "Sunshine".
Die 16 geht neu an September. "Cry For You" ist der erste Titel der schwedischen Sängerin, der sich in Deutschland platzieren kann. In ihrem Heimatland war der Titel bereits vor zwei Jahren bis auf die 2 geklettert. Insgesamt sieben Top 10-Titel hatte September innerhalb der vergangenen 7 Jahre zu Hause. Und so war es 2006 an der Zeit, auch europaweit präsent zu sein. Mit "Satellites" konnte sie ihn Spanien eine Nr.1 verbuchen, in Deutschland reichte es nicht zu einer Platzierung. Mit dem Album "Dancing In Orbit", welches sozusagen die größten Hits auf einer Scheibe versammelt, ging es 2008 erneut in die Offensive. Diesmal mit flächendeckendem Erfolg. Bereits im April stieg "Cry For You" in England bis auf die 5. In Deutschland brauchte der Dancetrack etwas länger und steigt jetzt ein. Es könnte gut sein, dass September damit noch ein Nischen-Star bleibt. Größere Aufmerksamkeit dürfte sie erhalten, wenn "Breathe" vom neuen Schiller-Album veröffentlicht wird. Hier liefert September nämlich die Vocals.
Am unteren Ende der besten 20 taucht wie erwartet Maria Mena mit "All This Time (Pick-Me-Up Song)" auf. Platz 17 in dieser Woche und mit Sicherheit geht es weiter aufwärts, vielleicht sogar das erstemal für sie bis in die Top 10.
Auch The Rasmus kehren nach einer schwachen zweiten Woche außerhalb der Top 20 wieder zurück. Mit Platz 19 erreichen sie nicht wieder das Niveau ihres Charteintritts. Für ein paar Wochen mehr in dieser Region dürfte es vermutlich aber reichen.
In den 30ern platzieren sich zwei weitere deutsche Titel. Auf der 35 steigt ein Titel ein, der es im Sommer durch den WDR4 zu einiger Beliebtheit brachte. Die Rede ist vom sogenannten "Jungfrauenchor", einem Medley aus bekannten Stimmungsklassikern. "Erfunden" wurde das Schunkellied von den Laatbleujers aus den Niederlanden. Bislang blieb es in seinem Heimatland aber ohne nennenswerten Erfolg. In Kombination mit Mallorca-Schlagerbarden Olaf Henning, der es in der letzten Karnevalssaison mit dem "Cowboy und Indianer"-Lassotanz bis in die deutschen Top 5 brachte, schafft nun auch der Jungfrauenchor seinen Einzug in die Verkaufscharts. Für Olaf Henning ist dies der zweite Hit in der oberen Hälfte der deutschen Charts. Die Variante von Christian und den sauberen Jung's, neu unter Vertrag bei EMI und betitelt "Das Jungfrauhenchor" (auf dem unabhängigen Label AZ-Records bereits seit April erhältlich), stieg bereits in der letzten Woche auf der 99 ein und schafft es als bester Aufsteiger jetzt auf die 64 und es steht zu vermuten, dass wir bis zum nächsten Frühjahr von beiden Versionen begleitet werden.
Auf der 38 gibt es ein Wiedersehen mit Annett Louisan. "Drück die 1" stammt von ihrem vierten Album "Teilzeithippie". Für sie ist es der sechste Titel, der sich in den deutschen Charts platzieren kann. Einen wirklichen Erfolg konnte sie bislang lediglich mit ihrem Debüt "Das Spiel" verzeichnen, welches im Jahr 2004 bis auf die 5 kletterte.
Der letzte Neueinsteiger unter den ersten 50 geht an eine Band, die in Großbritannien zu den Superstars gehören und mit beinahe jeder Single mindestens die Top 3 erreichten. Insgesamt 8 x holten sie seit 1995 die Nr.1 und mit ihrem neuen Titel sind sie bereits auf der 3 angekommen. In Deutschland blieben sie dagegen bislang eher Album-Act. Und auch mit "The Shock Of The Lightning" ändert sich daran nichts. Oasis sind immerhin zum 16. mal mit einem Track platziert, diese Woche auf der 48.
Weitere Neueinsteiger sind Fettes Brot und "Ich lass dich nicht los" auf der 55, Christian Lais mit "Sie vergaß zu verzeih'n" auf der 67, The Disco Boys mit ihrem neuen Track "Shadows" auf der 71, der schwedische Sänger Vincent und "This Is For You" auf der 74 und Travis mit "Song To Self" auf der 88.
Mit dem Wechsel der Top-Position wird auch ein Stückchen besonderer Chartgeschichte geschrieben. Als Autor hinter Katy Perrys Hit "I Kissed A Girl" steht unter anderem Max Martin, und genau der hat auch fleißig bei der neuen Nr.1 von P!nk mitgeschrieben und tritt dort zusätzlich als Produzent auf. Das letzte Mal gab es eine solche Situation im Juni 1986 als Dieter Bohlen mit Modern Talking und "Atlantis Is Calling" den letzten Spitzenreitertitel für das deutsche Duo einfuhr. Entthront wurde damals Chris Norman und "Midnight Lady", produziert von Herrn Bohlen. Den gleichen Hit in einer anderen Version - und damit also ein Komponist sich selber - löste das letzte Mal im Oktober 1981 Frank Zander alias Fred Sonnenschein und seine Freunde ab. Das Original kam von den Electronica's und hieß "Dance Little Bird", auf deutsch dann "Ja, wenn wir alle Englein wären". Dass sich ein Hauptact selbst auf der Spitzenposition ablöste, schaffte seit der wöchentlichen Listung aller Hits ab 1971 niemand. Baccara kamen im August/September 1977 diesem Rekord am nächsten als zwischen "Yes Sir, I Can Boogie" und "Sorry, I'm A Lady" lediglich eine Woche lang "Magic Fly" von Space die Spitze bildete. Schauen wir jedoch in die Chartgeschichte vor 1971, so gibt es 1963 bei den monatlich vom Musikmarkt HItlisten folgende Situation: Im August und September wird Gitte mit "Ich will 'nen Cowboy als Mann" an der Spitzenposition vermerkt. Ab Oktober steht sie und Rex Gildo mit "Vom Stadtpark die Laternen" für zwei Monate auf der Spitzenposition. Natürlich lassen sich diese Listen kaum mit den heutigen Charts vergleichen. Als Randbemerkung ist es allemal interessant.
Nichts wesentlich Neues bringt Bushido mit "Ching Ching". Er verklärt weiter das unbarmherzige Ghetto-Leben und weiß, dass nur dieses ganze und harte Männer hervorbringt. Offensichtlich können damit doch eine Reihe Leute etwas anfangen, "Ching Ching" landet als zweithöchster Neuzugang auf der 9. Der Track ist der nunmehr zweite Top 10 Hit von Bushido. Mit dem Wechsel zum Major Sony/BMG vor etwas mehr als einem Jahr war er mit "Alles verloren" bereits bis auf die 4 geklettert. Seine Biographie steht ebenfalls seit September ganz oben auf der Spiegel-Bestsellerliste und es scheint so, als wäre Bushido nunmehr endgültig im Mainstream angekommen.
So wie Bushido wohl schon sehr bald die oberen Ränge wieder verlassen wird, so wird es vermutlich auch den Einsteigern auf der 11 ergehen, die mit diesem Ergebnis äußerst knapp ihren 23. Top 10-Hit verpassen. Scooter sind mit "Jump That Rock (Whatever You Want)" zum drittenmal in diesem Jahr präsent. Und wie schon mit "Jumping All Over The World" und einigen anderen Vorgängern, bedienen sie sich hier wieder einer Vorlage aus den 70ern. Das Besondere: für dieses Mal sind die Originalinterpreten gleichberechtigt aufgeführt und es heißt Scooter vs. Status Quo. Die ursprüngliche Version von "Whatever You Want" war im November 1979 für insgesamt 8 Wochen in den deutschen Top 20 notiert, mit der Höchstplatzierung auf der 12. Die Technoversion hat damit das E-Gitarren-Original zumindest in der Platzierung ganz knapp geschlagen.
Fans von Scooter können sich außerdem freuen über das in dieser Woche erschienene Album "Jumping All Over The World - Whatever You Want" - so etwas wie eine Best of-Zusammenstellung. Interessant an dieser Doppel-CD sind vor allem die sieben Hands on-Versionen von Scooter-Hits, die von solchen Leuten wie der Bloodhound Gang, Jan Delay, Sido oder Andreas Dorau angefertigt wurden.
Auf der 15 kann sich die fünfte Auskopplung aus dem Linkin Park-Album "Minutes To Midnight" behaupten. "Leave Out All The Rest" nimmt den Sound von "Shadow Of The Day" und "What I've Done" auf und beschert der Band ihren neunten Top 20-Hit. Der letzte "We Made It" in Kollaboration mit Busta Rhymes ist noch gar nicht so alt und ist just in dieser Woche nach zweimaliger Platzierung in der unteren Hälfte und insgesamt 13 Wochen Chartpräsenz aus der Liste entfernt worden. Auch "Leave Out All The Rest" wird von einem aufwändig produzierten Video begleitet, dieses Mal im technisch coolen Science Fiction-Stil mit recht deutlichen Zitaten aus dem Danny Boyle-Streifen von 2007 "Sunshine".
Die 16 geht neu an September. "Cry For You" ist der erste Titel der schwedischen Sängerin, der sich in Deutschland platzieren kann. In ihrem Heimatland war der Titel bereits vor zwei Jahren bis auf die 2 geklettert. Insgesamt sieben Top 10-Titel hatte September innerhalb der vergangenen 7 Jahre zu Hause. Und so war es 2006 an der Zeit, auch europaweit präsent zu sein. Mit "Satellites" konnte sie ihn Spanien eine Nr.1 verbuchen, in Deutschland reichte es nicht zu einer Platzierung. Mit dem Album "Dancing In Orbit", welches sozusagen die größten Hits auf einer Scheibe versammelt, ging es 2008 erneut in die Offensive. Diesmal mit flächendeckendem Erfolg. Bereits im April stieg "Cry For You" in England bis auf die 5. In Deutschland brauchte der Dancetrack etwas länger und steigt jetzt ein. Es könnte gut sein, dass September damit noch ein Nischen-Star bleibt. Größere Aufmerksamkeit dürfte sie erhalten, wenn "Breathe" vom neuen Schiller-Album veröffentlicht wird. Hier liefert September nämlich die Vocals.
Am unteren Ende der besten 20 taucht wie erwartet Maria Mena mit "All This Time (Pick-Me-Up Song)" auf. Platz 17 in dieser Woche und mit Sicherheit geht es weiter aufwärts, vielleicht sogar das erstemal für sie bis in die Top 10.
Auch The Rasmus kehren nach einer schwachen zweiten Woche außerhalb der Top 20 wieder zurück. Mit Platz 19 erreichen sie nicht wieder das Niveau ihres Charteintritts. Für ein paar Wochen mehr in dieser Region dürfte es vermutlich aber reichen.
In den 30ern platzieren sich zwei weitere deutsche Titel. Auf der 35 steigt ein Titel ein, der es im Sommer durch den WDR4 zu einiger Beliebtheit brachte. Die Rede ist vom sogenannten "Jungfrauenchor", einem Medley aus bekannten Stimmungsklassikern. "Erfunden" wurde das Schunkellied von den Laatbleujers aus den Niederlanden. Bislang blieb es in seinem Heimatland aber ohne nennenswerten Erfolg. In Kombination mit Mallorca-Schlagerbarden Olaf Henning, der es in der letzten Karnevalssaison mit dem "Cowboy und Indianer"-Lassotanz bis in die deutschen Top 5 brachte, schafft nun auch der Jungfrauenchor seinen Einzug in die Verkaufscharts. Für Olaf Henning ist dies der zweite Hit in der oberen Hälfte der deutschen Charts. Die Variante von Christian und den sauberen Jung's, neu unter Vertrag bei EMI und betitelt "Das Jungfrauhenchor" (auf dem unabhängigen Label AZ-Records bereits seit April erhältlich), stieg bereits in der letzten Woche auf der 99 ein und schafft es als bester Aufsteiger jetzt auf die 64 und es steht zu vermuten, dass wir bis zum nächsten Frühjahr von beiden Versionen begleitet werden.
Auf der 38 gibt es ein Wiedersehen mit Annett Louisan. "Drück die 1" stammt von ihrem vierten Album "Teilzeithippie". Für sie ist es der sechste Titel, der sich in den deutschen Charts platzieren kann. Einen wirklichen Erfolg konnte sie bislang lediglich mit ihrem Debüt "Das Spiel" verzeichnen, welches im Jahr 2004 bis auf die 5 kletterte.
Der letzte Neueinsteiger unter den ersten 50 geht an eine Band, die in Großbritannien zu den Superstars gehören und mit beinahe jeder Single mindestens die Top 3 erreichten. Insgesamt 8 x holten sie seit 1995 die Nr.1 und mit ihrem neuen Titel sind sie bereits auf der 3 angekommen. In Deutschland blieben sie dagegen bislang eher Album-Act. Und auch mit "The Shock Of The Lightning" ändert sich daran nichts. Oasis sind immerhin zum 16. mal mit einem Track platziert, diese Woche auf der 48.
Weitere Neueinsteiger sind Fettes Brot und "Ich lass dich nicht los" auf der 55, Christian Lais mit "Sie vergaß zu verzeih'n" auf der 67, The Disco Boys mit ihrem neuen Track "Shadows" auf der 71, der schwedische Sänger Vincent und "This Is For You" auf der 74 und Travis mit "Song To Self" auf der 88.
Labels:
Annett Louisan,
Bushido,
Linkin Park,
Maria Mena,
Max Martin,
Oasis,
Olaf Henning,
Pink,
Scooter,
September,
Status Quo
Subscribe to:
Posts (Atom)