As mentioned before TV show "Wetten dass…?" was broadcasted at 23rd of May live from Mallorca. A few days before media control told that 1,3 billiard people were watching his show over the past 15 years. Meaning a performance at "wetten dass…?" will bring a demand for sure. We watch this effect once a month and so happens right now.
Both number one and number two were presented in the recent airing. Well – K'NAAN and Mehrzad Marashi & Mark Medlock probably would have found their way to the top even without that support. What about the other stars? Amy Macdonald got an massive impact after performing her last single Please Tell Me That It's Over. First time charted at the beginning of March the track peaked at number 6 at this time. Since than it felt slowly but checkless down to number 56. This week the track jumps back into the top 50 landing at number 32 – the highest position since beginning of May.
The younger audience of course has its own shows. On 21st of May music TV VIVA awarded the best artists and acts of 2010 with th Comet. The opening act of the show was a medley of Frauenarzt & Manny Marc also know as Die Atzen. They had three impressive hits over the past 12 months starting almost exactly a year ago with Das geht ab [Wir feiern die ganze Nach] followed at the start of 2010 with the massive selling Disco Pogo and finally released in April Atzin. Die Atzen were nominated three times for the award. They won the competition in the category "Best Party Song" with Das geht ab. Simultaneously the track finds its way back to the top 50 this week. In its 53rd consecutive week it stands proper at number 38. 53 consecutive weeks – that means it is the 6th longest consecutive chart residence ever. – Lady Gaga adds a 66th week to her Poker Face this week ranking at number 3 in the all time chart.
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Außerdem ganz neu seit 5. März: Amy Macdonald, Timbaland +
Mit einem neuen Album, sozusagen in die Runde zwei, startet gerade Amy Macdonald. Ihr Überfliegerhit This Is The Life ist irgendwie immer noch in aller Ohren, erst zum Jahreswechsel wieder kurz in den Charts notiert gewesen. Danach gab es im letzten Jahr zwei weitere Auskopplungen, die aber nicht wirklich anschließen konnten. Nun scheint genug Zeit vergangen zu sein, denn die Vorabsingle Don't Tell Me That It's Over startet in der ersten Verkaufswoche recht ordentlich auf Platz 6. Für mich klingt der neue Titel ungewohnt rockig … schön, dass das dann trotzdem ankommt und Amy Macdonald ihren zweiten Top 10-Hit in Deutschland beschert und sie im gesamten deutschsprachigen Raum mit mehr Erfolg beehrt als in ihrer Heimat.
Single Nr.2 aus dem Album Shock Value II legt Timbaland vor. Für If We Ever Meet Again hat er sich dann das It-Girl aus dem Jahr 2008 engagiert: Katy Perry. Und beim ersten Hören war ich wirklich nicht sehr überzeugt, aber dann hab ich den Digital Dog Club Remix ein paarmal gehört – und BANG hat's gemacht. Jetzt kann ich sogar mit dem Original richtig gut und freu mich bärisch, dass es nach Veröffentlichung auf CD bis Platz 9 reicht. Yeah yeah yeah! Er ist damit der erste Künstler, der es 2010 schafft zwei Titel in den Top 10 zu platzieren, denn zum Jahreswechsel stand ja noch sein Morning After Dark (zusammen mit SoShy und Nelly Furtado) richtig gut in der Liste. Und noch etwas dürfen wir feiern: Es ist die insgesamt 50. Top 10-Woche … also rechnet man nur die Titel, bei denen er offiziell als Artist mitgenannt wird. Da ist er aktuell Lady Gaga ziemlich auf den Versen, die gerade vor zwei Wochen diese Marke hinter sich gelassen hat.
Für Katy Perry ist If We Ever Meet Again erst der dritte Titel, der sich in den Top 10 platzieren kann. Allerdings ist dies ein wichtiger, denn seit ihren beiden Nr.1-Hits I Kissed A Girl und Hot N Cold wollte es ja nicht mehr so richtig klappen mit dem ganz großen Erfolg. Hiermit hat sie bewiesen: da kommt noch einiges und die Lobeshymnen von 2008 wurden nicht umsonst gesungen.
Single Nr.2 aus dem Album Shock Value II legt Timbaland vor. Für If We Ever Meet Again hat er sich dann das It-Girl aus dem Jahr 2008 engagiert: Katy Perry. Und beim ersten Hören war ich wirklich nicht sehr überzeugt, aber dann hab ich den Digital Dog Club Remix ein paarmal gehört – und BANG hat's gemacht. Jetzt kann ich sogar mit dem Original richtig gut und freu mich bärisch, dass es nach Veröffentlichung auf CD bis Platz 9 reicht. Yeah yeah yeah! Er ist damit der erste Künstler, der es 2010 schafft zwei Titel in den Top 10 zu platzieren, denn zum Jahreswechsel stand ja noch sein Morning After Dark (zusammen mit SoShy und Nelly Furtado) richtig gut in der Liste. Und noch etwas dürfen wir feiern: Es ist die insgesamt 50. Top 10-Woche … also rechnet man nur die Titel, bei denen er offiziell als Artist mitgenannt wird. Da ist er aktuell Lady Gaga ziemlich auf den Versen, die gerade vor zwei Wochen diese Marke hinter sich gelassen hat.
Für Katy Perry ist If We Ever Meet Again erst der dritte Titel, der sich in den Top 10 platzieren kann. Allerdings ist dies ein wichtiger, denn seit ihren beiden Nr.1-Hits I Kissed A Girl und Hot N Cold wollte es ja nicht mehr so richtig klappen mit dem ganz großen Erfolg. Hiermit hat sie bewiesen: da kommt noch einiges und die Lobeshymnen von 2008 wurden nicht umsonst gesungen.
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Party-Discofox-Trash mit Jürgen Drews, Axel Fischer und Anna-Maria Zimmermann
Eine Woche mit nur sieben Neueisteigern ... das ist schon recht beschaulich. Der höchste von Queensberry mit einem Cover des Hits der Shakespeare’s Sisters aus dem Jahr 1992 Hello (Turn Your Radio On). Und es ist irgendwie auch tragisch festzustellen, dass dies dann auch schon ungefähr der interessanteste CD-Neustart der Woche war. Natürlich schauen wir uns trotzdem auch die anderen nochmal an.
Für meine Begriffe ungewöhnlich erfolgreich startet Jürgen Drews in seinen nächsten Karriereabschnitt. Der Schlagerbarde hat sich mit Ich bau dir ein Schloss nun auch endgültig dem Discofox zugewandt. Bereits im Juli erschien der Titel als Download-Single und brachte es auf Mallorca zu einiger Bekanntheit, was ihm auch eine Verewigung auf diversen CD-Kompilations einbrachte. Rechtzeitig zum Start der fünften Jahreszeit ist also auch eine Single-Version erhältlich. Das Ganze klingt irgendwie auch nach dem Sound der 70er, in welchen Jürgen Drews seine großen Erfolge feiern konnte. Bisher landete er zweimal in den Top 10: 1976 mit dem Nr.1-Hit Ein Bett im Kornfeld und ein Jahr drauf mit Barfuß durch den Sommer (damals Platz 6). Ich bau dir ein Schloss kann mehr als dreißig Jahre danach an diese Erfolge anknüpfen und landet auf Platz 10. Wie gesagt: eher überraschend. Zuletzt war Jürgen Drews im jahr 2005 mit Der arme Idiot / Flying Through bis auf Platz 75 gelangt.
In die selbe Kategorie wie Jürgen Drews gehört auch axel fischer. Allerdings finde ich, man muss schon wirklich Fan von Disco-Techno-Fox-Schlager sein, um das zu mögen. Da wo Jürgen Drews eigentlich das macht, was er schon immer macht, und das ja in den 70ern auch absolut seine Berechtigung hatte, da dockt Axel Fischer an, und ich versteh gar nicht recht, warum eigentlich. Was hat ein doch noch junger Mensch eigentlich mit diesem eher angestaubten Genre am Hut? Auch Du trägst keine Liebe in dir gibt mir darauf keine Antwort. Auf der CD-Single findet sich neben dem neuen Titel auch ein Rosen-Mix des Vorgängers Amsterdam. Die CD steigt ein auf Platz 60, für Axel Fischer relativ mager. Der Hit aus dem letzten Jahr Amsterdam in Zusammenarbeit mit Cora beweist dagegen auch ein Jahr nach Veröffentlichung noch ordentlich Kraft und steigt von der 98 auf die 80 – höchste Platzierung seit Mai diesen Jahres.
Die Sparte „Wir haben Spaß bis zum Koma“ ist glücklicherweise nicht die einzige, mit der momentan Umsatz gemacht wird. Etwas durchdachter und trotzdem nicht ohne Party geht es auch. culcha candela beispielsweise legen mit Monsta ihre zweite Single-Auskopplung aus dem diesjährigen Album Schöne neue Welt vor. Diese kann noch recht gut punkten und landet direkt auf Platz 18, der insgesamt vierte Top 20-Hit für die Berliner Band. An den ganz großen Erfolg, den sie 2007 mit Hamma und Ey DJ einfuhren können sie allerdings momentan nicht anschließen. Eventuell braucht es dafür doch noch ein klein wenig mehr an Neuerfindung. – Der Titelsong des Albums Schöne neue Welt rutscht derweil von der 42 auf die 44.
Zu einer zweiten Karriere startet derzeit das Projekt Glashaus um Moses Pelham. Bislang gab es von ihnen neun platzierte Singles mit Cassandra Stehen als Sängerin. Am besten schnitten dabei Wenn das Liebe ist 2001 mit Platz 5 und Haltet die Welt an 2005 mit Platz 11 ab. Nun heißt die neue Stimme Peppa und ihr Debüt Das Hier schafft in der Woche der Veröffentlichung den Sprung auf Platz 43. Das ist zwar momentan wesentlich unspektakulärer als die großen Erfolge des Projektes, aber für einen Neustart gar nicht soo schlecht.
Während die letzte Single der Kings_Of_Leon Use Somebody so langsam ins Off schliddert, diese Woche runter von der 78 auf die 86 in der insgesamt 23. notierten Woche, während dies also passiert, steht die neue Auskopplung in den CD-Regalen. Notion ist die dritte Single aus dem Album Only By The Night. Natürlich ist von einer dritten Auskopplung auch nicht mehr die Power zu erwarten wie vom Signet-Titel, insofern ist Platz 69 wohl völlig in Ordnung und wahrscheinlich auch ein schöner Abschluss für diese Runde.
Ungewöhnlich, aber offensichtlich doch möglich ist, dass der Tourstart einer Band zu massiven Steigerungen im Verkauf führt. In diesem Fall waren es a-ha, die mit ihrem Auftaktkonzert in Köln am 27. Oktober vor 10.000 begeisterten Zuschauer_Innen überzeugen konnten. Die aktuelle Single Shadowside klettert in Folge von der 36 auf die 22, das Album Foot Of The Mountain geht nochmal rauf auf die 14 und die gleichnamige Single schafft sogar einen Wiedereinstieg auf Platz 38. Es ist die insgesamt 19. Chartwoche für den Titel, der Anfang Juni fulminant auf Platz 3einstieg und die zweitbeste Platztierung einer a-ha-Single überhaupt darstellt. – In der Zwischenzeit wurde auch bestätigt, dass es Ende November eine weitere Auskopplung aus dem Album geben soll: Nothing Is Keeping You Here wird dann die 30. Single der Norweger sein.
Und wenn wir schon bei den Wiedereinsteigern sind: Wie immer spielt hier TV eine große Rolle. Zweitwichtigster Fernsehevent der Woche 23. bis 29. Oktober nach den Popstars war offensichtlich „Die neue Hitparade“ auf RTL II am Sonntag, den 25.10. Mallorca-König Jürgen Drews schafft es ja mit Hilfe seines Auftritts nach 30 Jahren wieder in die Top 10 (siehe oben) und DSDS-Sternchen Anna-Maria Zimmermann darf mit ihrem Mallorca-Hit 1000 Träume weit (Torneró) ebenfalls auftreten … prompt wird der Titel auch wieder ordentlich verkauft und kehrt nach zweimonatiger Pause wieder zurück in die Liste der 100 bestverkauften Titel. Ende Juli war sie auf Platz 71 erstmals notiert gewesen, schaffte es innerhalb von fünf Wochen bis Platz 68 und verschwand dann. Wie gesagt: nun ist sie wieder da und ihr Titel steht auf Platz 84.
Auch noch einmal in der Liste steht Amy macdonald mit ihrem Hit This Is The Life. Vor knapp einem Monat verließ er die Liste und ist nun in der 52. Woche auf Platz 98 notiert.
Letzter Rückkehrer sind Timbaland presents OneRepublic mit dem Ex-Nr.1-Hit Apologize. Der Titel wird seit April erstmalig wieder notiert, und zwar auf Platz 100. Grund für die gesteigerte Nachfrage ist die anstehende neue Single von OneRepublic Secrets. Laut iTunes-Charts dürfen wir diese in der kommenden Woche ziemlich weit oben erwarten und natürlich greifen da einige Downloader auch noch mal zum alten Erfolgstitel. Warum Secrets allerdings nicht schon jetzt platziert ist, weiß ich nicht. Vermutlich wird der Titel von media control noch als unveröffentlicht geführt und darf deshalb auch nicht in der Liste erscheinen … dämliche Vorgehensweise.
Für meine Begriffe ungewöhnlich erfolgreich startet Jürgen Drews in seinen nächsten Karriereabschnitt. Der Schlagerbarde hat sich mit Ich bau dir ein Schloss nun auch endgültig dem Discofox zugewandt. Bereits im Juli erschien der Titel als Download-Single und brachte es auf Mallorca zu einiger Bekanntheit, was ihm auch eine Verewigung auf diversen CD-Kompilations einbrachte. Rechtzeitig zum Start der fünften Jahreszeit ist also auch eine Single-Version erhältlich. Das Ganze klingt irgendwie auch nach dem Sound der 70er, in welchen Jürgen Drews seine großen Erfolge feiern konnte. Bisher landete er zweimal in den Top 10: 1976 mit dem Nr.1-Hit Ein Bett im Kornfeld und ein Jahr drauf mit Barfuß durch den Sommer (damals Platz 6). Ich bau dir ein Schloss kann mehr als dreißig Jahre danach an diese Erfolge anknüpfen und landet auf Platz 10. Wie gesagt: eher überraschend. Zuletzt war Jürgen Drews im jahr 2005 mit Der arme Idiot / Flying Through bis auf Platz 75 gelangt.
In die selbe Kategorie wie Jürgen Drews gehört auch axel fischer. Allerdings finde ich, man muss schon wirklich Fan von Disco-Techno-Fox-Schlager sein, um das zu mögen. Da wo Jürgen Drews eigentlich das macht, was er schon immer macht, und das ja in den 70ern auch absolut seine Berechtigung hatte, da dockt Axel Fischer an, und ich versteh gar nicht recht, warum eigentlich. Was hat ein doch noch junger Mensch eigentlich mit diesem eher angestaubten Genre am Hut? Auch Du trägst keine Liebe in dir gibt mir darauf keine Antwort. Auf der CD-Single findet sich neben dem neuen Titel auch ein Rosen-Mix des Vorgängers Amsterdam. Die CD steigt ein auf Platz 60, für Axel Fischer relativ mager. Der Hit aus dem letzten Jahr Amsterdam in Zusammenarbeit mit Cora beweist dagegen auch ein Jahr nach Veröffentlichung noch ordentlich Kraft und steigt von der 98 auf die 80 – höchste Platzierung seit Mai diesen Jahres.
Die Sparte „Wir haben Spaß bis zum Koma“ ist glücklicherweise nicht die einzige, mit der momentan Umsatz gemacht wird. Etwas durchdachter und trotzdem nicht ohne Party geht es auch. culcha candela beispielsweise legen mit Monsta ihre zweite Single-Auskopplung aus dem diesjährigen Album Schöne neue Welt vor. Diese kann noch recht gut punkten und landet direkt auf Platz 18, der insgesamt vierte Top 20-Hit für die Berliner Band. An den ganz großen Erfolg, den sie 2007 mit Hamma und Ey DJ einfuhren können sie allerdings momentan nicht anschließen. Eventuell braucht es dafür doch noch ein klein wenig mehr an Neuerfindung. – Der Titelsong des Albums Schöne neue Welt rutscht derweil von der 42 auf die 44.
Zu einer zweiten Karriere startet derzeit das Projekt Glashaus um Moses Pelham. Bislang gab es von ihnen neun platzierte Singles mit Cassandra Stehen als Sängerin. Am besten schnitten dabei Wenn das Liebe ist 2001 mit Platz 5 und Haltet die Welt an 2005 mit Platz 11 ab. Nun heißt die neue Stimme Peppa und ihr Debüt Das Hier schafft in der Woche der Veröffentlichung den Sprung auf Platz 43. Das ist zwar momentan wesentlich unspektakulärer als die großen Erfolge des Projektes, aber für einen Neustart gar nicht soo schlecht.
Während die letzte Single der Kings_Of_Leon Use Somebody so langsam ins Off schliddert, diese Woche runter von der 78 auf die 86 in der insgesamt 23. notierten Woche, während dies also passiert, steht die neue Auskopplung in den CD-Regalen. Notion ist die dritte Single aus dem Album Only By The Night. Natürlich ist von einer dritten Auskopplung auch nicht mehr die Power zu erwarten wie vom Signet-Titel, insofern ist Platz 69 wohl völlig in Ordnung und wahrscheinlich auch ein schöner Abschluss für diese Runde.
Ungewöhnlich, aber offensichtlich doch möglich ist, dass der Tourstart einer Band zu massiven Steigerungen im Verkauf führt. In diesem Fall waren es a-ha, die mit ihrem Auftaktkonzert in Köln am 27. Oktober vor 10.000 begeisterten Zuschauer_Innen überzeugen konnten. Die aktuelle Single Shadowside klettert in Folge von der 36 auf die 22, das Album Foot Of The Mountain geht nochmal rauf auf die 14 und die gleichnamige Single schafft sogar einen Wiedereinstieg auf Platz 38. Es ist die insgesamt 19. Chartwoche für den Titel, der Anfang Juni fulminant auf Platz 3einstieg und die zweitbeste Platztierung einer a-ha-Single überhaupt darstellt. – In der Zwischenzeit wurde auch bestätigt, dass es Ende November eine weitere Auskopplung aus dem Album geben soll: Nothing Is Keeping You Here wird dann die 30. Single der Norweger sein.
Und wenn wir schon bei den Wiedereinsteigern sind: Wie immer spielt hier TV eine große Rolle. Zweitwichtigster Fernsehevent der Woche 23. bis 29. Oktober nach den Popstars war offensichtlich „Die neue Hitparade“ auf RTL II am Sonntag, den 25.10. Mallorca-König Jürgen Drews schafft es ja mit Hilfe seines Auftritts nach 30 Jahren wieder in die Top 10 (siehe oben) und DSDS-Sternchen Anna-Maria Zimmermann darf mit ihrem Mallorca-Hit 1000 Träume weit (Torneró) ebenfalls auftreten … prompt wird der Titel auch wieder ordentlich verkauft und kehrt nach zweimonatiger Pause wieder zurück in die Liste der 100 bestverkauften Titel. Ende Juli war sie auf Platz 71 erstmals notiert gewesen, schaffte es innerhalb von fünf Wochen bis Platz 68 und verschwand dann. Wie gesagt: nun ist sie wieder da und ihr Titel steht auf Platz 84.
Auch noch einmal in der Liste steht Amy macdonald mit ihrem Hit This Is The Life. Vor knapp einem Monat verließ er die Liste und ist nun in der 52. Woche auf Platz 98 notiert.
Letzter Rückkehrer sind Timbaland presents OneRepublic mit dem Ex-Nr.1-Hit Apologize. Der Titel wird seit April erstmalig wieder notiert, und zwar auf Platz 100. Grund für die gesteigerte Nachfrage ist die anstehende neue Single von OneRepublic Secrets. Laut iTunes-Charts dürfen wir diese in der kommenden Woche ziemlich weit oben erwarten und natürlich greifen da einige Downloader auch noch mal zum alten Erfolgstitel. Warum Secrets allerdings nicht schon jetzt platziert ist, weiß ich nicht. Vermutlich wird der Titel von media control noch als unveröffentlicht geführt und darf deshalb auch nicht in der Liste erscheinen … dämliche Vorgehensweise.
Charts vom 19. Dezember 2008
Eine dritte Woche steht Katy Perry mit „Hot N Cold“ an der Spitze der deutschen Charts. Und damit stellte die Amerikanerin im Jahr 2008 insgesamt 8 Wochen lang die meistverkaufte Single in Deutschland. „I Kissed A Girl“, der Vorgänger, der im September für 5 Wochen ganz oben stand und in der Jahresauswertung von media control den Platz 5 belegt, läuft ebenfalls noch ganz gut: Platz 25. Mit 8 Wochen zieht Katy Perry gleichauf mit Schnuffel und Kid Rock, die in diesem Jahr ebenfalls 8 Wochen als Nr.1 notiert waren. Timbaland presents OneRepublic schafften das mit der bestverkauften Single 2008 „Apologize“ vor genau einem Jahr zwar auch, aber ihr Höhenflug begann schon am 23. November 2007 und so gehen für 2008 lediglich 3 Wochen in die Wertung ein.
Tja, und nun bleibt noch eine Woche in diesem Jahr übrig. Wären dies hier die britischen Charts, dann könnten wir davon ausgehen, dass der Spitzentitel zu Weihnachten ein neuer ist, denn dort plant die Industrie seit Jahren ungemein mit den Verkäufen in dieser einen Woche. Seit Jahren ist die Nr.1 auch reserviert für den jeweiligen Sieger der X-Factor-Talenteshow, das Äquivalent zu Deutschland sucht den Superstar. In diesem Jahr wird diese Ehre mit 99%iger Sicherheit Alexandra Burke und ihrer Version von „Hallelujah“ gehören. Wir hier sind aber in Deutschland und hier geht alles etwas gemächlicher zu. Bis auf wenige Ausnahmen gab es zu Weihnachten eher eine Stabilisierung von bereits etablierten Hits. Zwar steht auf der Liste der Neuerscheinungen in dieser Woche unter anderem auch Leona Lewis mit „Run“, welches gerade die britischen Charts anführt, aber ob das hier genauso ein Erfolg wird? Es bleibt spannend zu Weihnachten.
Auf dem Plan haben muss man auf jeden Fall auch den höchsten Neuzugang dieser Woche auf Platz 3. Dort verdrängt sich nämlich P!nk selbst. Letzte Woche war sie noch mit ihrer Ex-Nr.1 „So What“ notiert, in dieser Woche steht auf dem Bronzeplatz neu die Nachfolgesingle „Sober“. Auch diese ist wieder enorm kraftvoll, fast schon ein Rocksong, braucht aber doch ein paar Durchgänge bis sie im Ohr ist. Anders als bei „So What“ geht es in „Sober“ etwas mehrdeutiger zu. P!nk beschreibt sehr schön die Verunsicherung zwischen dem Hochgefühl und der Ernüchterung, und natürlich dem, was beides manchmal verbindet. Mit allen Ängsten und Sicherheiten.
Erstaunlich ist der Blick auf die Credits. Da taucht als Produzent und Co-Autor kein Geringerer als Nate „Danja“ Hills auf, der fleißig im Schatten von Timbaland groß geworden ist und sehr großen Anteil am Comeback von Britney Spears hatte (auch auf ihrem aktuellen Album „Circus“ vertreten). Mit „Sober“ versucht er sich erstmals erfolgreich im eher poprock-orientierten Genre. Das letzte Mal befand er sich als Beteiligter bei Madonna & Justins „4 Minutes“ noch im klassischen Popkontext ganz oben in den Hitlisten.
P!nk gelingt mit dem Sprung von „Sober“ auf die 3 der Hattrick, drei Titel hintereinander unter den ersten 3 platzieren zu können. Vor „So What“ war sie im Jahr 2007 mit „Dear Mr. President“ ebenfalls bis zur 3 vorgestoßen. Insgesamt ist es P!nks sechster Titel, der es auf einen Medaillenplatz schafft.
Weitere Bewegung gibt es unter den ersten 5 mit Amy Macdonalds Rückkehr. Von 8 auf die 4 geht "This Is The Life" in der 20.(!) Top 10-Woche. Sicher dürfte für die neuerliche Nachfrage ihre Präsenz in allen möglichen Jahresend-Chart-Shows sein, so wie am 5. Dezember auf RTL, wo sie einen überzeugenden Live-Auftritt hatte. "This Is The Life" wird in der media control-Jahresauswertung im übrigen auf der Position 5 gelistet.
Auf die 5 in der Wochenauswertung geht mit einer leichten Verbesserung um einen Platz Schäfer Heinrich samt seiner Single „Das Schäferlied“. Es ist anzunehmen, dass diese nach dem Ende der aktuellen „Bauer sucht Frau“-Staffel und dem Abebben des Medienrummels die Festtage kaum überleben wird und Schäfer Heinrich rasch die Charts wieder verlässt.
Auf Platz 8 startet mit „Wie weit ist vorbei“ von Rosenstolz ein weiterer Nr.1-Nachfolger seine Chartkarriere. Sehr gefühlvoll, sehr balladig. Die Single ist in drei Varianten erhältlich: als 2-Track-Basis-CD, als Premium Edition mit gleichem Tracklisting aber inklusive Magnet und als Digipack-Variante mit verschiedenen Mixen und weiterem Songmaterial. Es ist die insgesamt neunte Single, mit der sich Rosenstolz unter den ersten 10 platzieren kann und bereits der 12. Top 20-Hit in Folge. „Gib mir Sonne“ platziert sich derweil auf 31.
Mit dem Neuzugang auf der 17 schlagen wir nochmal den Bogen zu Platz 1. Da hatte ich schon erwähnt: in Großbritannien ist die Weihnachts-Nr.1 der Charts fast reserviert für den/die GewinnerIn der jeweiligen X-Factor-Staffel. In Deutschland endet zum Jahresende jeweils das Pro7-Format Popstars. Mittlerweile ist ja nun auch die endgültige Besetzung bekannt, und sogar das Album ist bereits draußen: in drei verschiedenen Varianten mit direkter Einbeziehung in die Casting-Entscheidung. So schnell kann media control also auch sein. Für das Normalvolk geht alles etwas langsamer und wir dürfen in den aktuellen Single-Charts (die erst am 19. Dez. 12:00 Uhr veröffentlicht werden durften) die damals noch 8 Finalistinnen mit ihrem Red-Nose-Charity-Stück "I Believe In X-Mas" begrüßen. Punktgenau am Abend vor der Veröffentlichung, nämlich am 4.12. traten die 8 Damen bei Stefan Raab auf. Bezeichnend, dass die Single mal gleich nur Popstars benannt wurde, um die einzelnen Kandidatinnen geht es nicht so sehr. Und auch der Titel ist eher Durchschnittsware für den schnellen Verkauf. Es handelt sich dabei um ein Remake eines Titels der Tweenies, welcher immerhin in Großbritannien 2002 in den Top 10 platziert war. Mit "I Believe In X-Mas" sind wir auch schon mitten drin in der Weihnachtstitelparade ... aber keine Angst. Ich bleibe an dieser Stelle lieber noch ein bisschen bei Popstars. Denn Vocal-Coach Kate Hall nutzte ihre Telepräsenz gleich für ihre neue Single mit. Nach ihrer Trennung von Ben macht sie wieder solo weiter und schafft mit "Die letzte Träne" den Einstieg auf Position 41, ihre beste Solo-Performance überhaupt. Und auch zusammen mit Ben war sie lediglich einmal besser platziert, nämlich mit "Bedingungslos" im Spätsommer 2007.
Mit zwei Titeln sind Ich + Ich neu bzw. wieder notiert in den deutschen Charts. Erstaunlich dabei ist, dass der ältere Titel, nämlich "So soll es bleiben" es wesentlich höher schafft (Platz 38) als der neue "Wenn ich tot bin" (Platz 51). Wahrscheinlich auch das ein Effekt der oben bereits erwähnten Jahresend-Chartshows. Platz für die Präsentation von neuem Material ist da meist nicht. "Wenn ich tot bin" ist bereits die fünfte Auskopplung aus dem Erfolgsalbum "Vom selben Stern" und Ich + Ich sind 2008 der Act, der die meisten notierten Wochen vorweisen kann, dicht gefolgt von Amy Winehouse. "Vom selben Stern" geht übrigens auch wieder etwas hoch: in der 53. notierten Woche von 87 auf die 74.
Auf Platz 42 startet das aktuelle „Supertalent“ Michael Hirte mit dem weihnachtlichen „Ave Maria“ von J.S. Bach, dem Titel mit dem er das Publikum im Finale am 30. November überzeugte. Das Album „Der Mann mit der Mundharmonika“ stürmte in dieser Woche sofort an die Spitze der deutschen Album-Charts. Profitieren von der Besinnlichkeits-Welle kann auch der Talente-Vorreiter aus Großbritannien Paul Potts, der in eben jener Liste nochmal auf die 5 klettert. Und noch etwas hat Michael Hirte mit Paul Potts gemein. „Ave Maria“ ist nach „Nessun Dorma“ der zweite reine Klassik-Titel, der sich 2008 in den Single-Charts platzieren kann. Und wie Paul Potts so startet auch Michael Hirte durch rein digitale Online-Downloads in der Liste. Paul Potts ging vor ziemlich genau 5 Monaten direkt auf Platz 12. Michael Hirte wird wohl (zumindest in der Single-Auswertung) etwas weniger präsent bleiben, „Ave Maria“ nach der Weihnachtszeit in größeren Mengen zu verkaufen dürfte schwierig sein.
Vielleicht am Rande noch folgende Information: 1973 schaffte es „Der Junge mit der Mundharmonika“ als Single bereits für vier Wochen an die Spitze der deutschen Charts. Der Interpret damals war Bernd Clüver, der mit diesem Titel seine circa zweijährige Karriere als deutscher Superstar (immerhin zwei Nr.1-Hits) startete. Schauen wir, was der reale Mann mit der Mundharmonika, Michael Hirte, in zwei Jahren macht.
An dieser Stelle lässt sich dann doch ein kurzer Blick auf die wichtigsten weihnachtlichen Aufsteiger werfen. Und das sind mit ihrer Ankunft in der oberen Charthälfte Band Aid 20 mit "Do They Know It's Christmas?" (von 52 auf 40) und Mariah Carey mit "All I Want For Christmas Is You" (von 57 auf 44). Und auch Chris Rea rutscht in dieser Woche mit "Driving Home For Christmas" noch ein Stück hoch: von der 56 auf die Position 50. „Happy Xmas (War Is Over)“ von John & Yoko with The Plastic Ono Band and The Harlem Community Choir schafft sogar einen kleinen Rekord. Zum ersten Mal überhaupt ist dieser Titel zwei Wochen hintereinander notiert. In dieser Woche steigt er von der 98 auf die 75 und schafft damit das zweitbeste Ergebnis seit seiner Veröffentlichung im Jahr 1973. Damals stand er am 2. Februar in Deutschland für eine Woche auf Position 45.
Der letzte Neuzugang in die oberen 50 kommt in Form von Duffys drittem Charthit "Rain On Your Parade" auf die 48. Und für mich ist das DER Neuzugang der Woche. Ich bin wahrhaftig immer noch nicht von dem 60s-Soul-Revival-Pop überzeugt, auch wenn ich einzelne Stücke für sehr sehr gelungen halte. Zu "Rain On Your Parade" kann ich nur sagen: magisch. Arrangement und Video holen die Sängerin direkt ins Heute, schlagen dabei einen Bogen über James Bond und Madonnas "Vogue"-Ära Großartig! Der Titel ist nur auf der Deluxe-Variante des "Rockferry"-Albums zu haben. Oder eben als Single. Nach zwei Top 20-Hits in diesem Jahr ist Platz 48 nicht der Renner, schade.
Manuel Reuter und Yann Peifer hatten 2008 ein ganz gutes Jahr. Immerhin ein Top 10-Hit mit ihrem Zugpferd Cascada Anfang des Jahres („What Hurts The Most“) und ein alles in allem ansehnliches Chartdebüt mit dem neuen Projekt R.I.O. im Sommer. „Shine On“ schaffte es in Deutschland bis auf die 25, in der Schweiz ging es sogar in die Top 20. Ganze 18 Wochen bis Ende Oktober war „Shine On“ notiert. Und nun gibt es den Nachfolger „When The Sun Comes Down“ – wieder ein tropisch orientiertes Dance-Stückchen, welches in dieser Woche auf der 63 einsteigt, nur wenige Positionen unter dem Start des Vorgängers. Es könnte also einiges an Potenzial vorhanden sein, die nächsten Wochen nach oben zu wandern. Zumal Dance-Produktionen ohnehin vor allem im Download-Bereich punkten, in dem nochmal andere Gesetze gelten. In den Official Dance Charts steht „When The Sun Comes Down“ jedenfalls gut auf Position 2 hinter dem Dauerbrenner 2008 „Infinity 2008“ vom Guru Josh Project (in den Verkaufscharts auf der 14).
Auf der 67 versucht Gabriella Cilmi mit „Sanctuary“ einen Nachfolger zu ihrem Überhit „Sweet About Me“ (in der 22. Woche von 32 auf 32) ins Rennen zu schicken. Natürlich hat sie dabei ein wenig das Problem wie alle KünstlerInnen, die mit einem enorm populären Titel Berühmtheit erlangten: irgendwie werden sie nur mit dem einen Hit identifiziert und alles andere Material hat keine rechte Chance. Es sieht so aus, als ob „Sanctuary“ tatsächlich im Schatten des Vorgängers verebbt.
Auch MIA. legen mit „Mausen“ noch schnell in diesem Jahr einen Nachfolger zu ihrem Hit „mein Freund“ nach. Der Einstieg auf Position 70 als zweite Auskopplung aus dem „Willkommen im Club“-Album entspricht etwa den Ergebnissen der Vorgänger-Alben. Die Premium-Variante der Single-CD hält laut Fee + Oz ganz schöne Remixe u.a. von Altmeister Ian Pooley parat.
Fernseh-Jahresendauswertungen, Ende der 3monatigen Sperre beim Rutschen unter die Position 50 oder einfach nur noch ein Weihnachtshit ... es gibt einige Gründe für das kurze Wiederauftauchen von folgenden Titeln am Ende der Charts:
Stefanie Heinzmann chartet in der 26. Woche mit ihrem Durchbruch „My Man Is A Mean Man“ auf der 81. Auf der 86 stehen Madcon genau nach der 3-Monatsfrist mit „Beggin“ wieder in der Liste, ebenfalls in der 26. Woche. „The Best Side Of Life“ von Sarah Connor geht die dritte Saison in Folge als Weihnachtsklassiker durch und schafft den Wiedereinstieg auf der 96. Die bestverkaufte Solo-Künstlerin 2008, Amy Winehouse, steht mit „Back To Black“ wieder auf der 97. Und auch OneRepublic tauchen noch einmal mit „Stop And Stare“ auf, und zwar auf der Position 100.
Tja, und nun bleibt noch eine Woche in diesem Jahr übrig. Wären dies hier die britischen Charts, dann könnten wir davon ausgehen, dass der Spitzentitel zu Weihnachten ein neuer ist, denn dort plant die Industrie seit Jahren ungemein mit den Verkäufen in dieser einen Woche. Seit Jahren ist die Nr.1 auch reserviert für den jeweiligen Sieger der X-Factor-Talenteshow, das Äquivalent zu Deutschland sucht den Superstar. In diesem Jahr wird diese Ehre mit 99%iger Sicherheit Alexandra Burke und ihrer Version von „Hallelujah“ gehören. Wir hier sind aber in Deutschland und hier geht alles etwas gemächlicher zu. Bis auf wenige Ausnahmen gab es zu Weihnachten eher eine Stabilisierung von bereits etablierten Hits. Zwar steht auf der Liste der Neuerscheinungen in dieser Woche unter anderem auch Leona Lewis mit „Run“, welches gerade die britischen Charts anführt, aber ob das hier genauso ein Erfolg wird? Es bleibt spannend zu Weihnachten.
Auf dem Plan haben muss man auf jeden Fall auch den höchsten Neuzugang dieser Woche auf Platz 3. Dort verdrängt sich nämlich P!nk selbst. Letzte Woche war sie noch mit ihrer Ex-Nr.1 „So What“ notiert, in dieser Woche steht auf dem Bronzeplatz neu die Nachfolgesingle „Sober“. Auch diese ist wieder enorm kraftvoll, fast schon ein Rocksong, braucht aber doch ein paar Durchgänge bis sie im Ohr ist. Anders als bei „So What“ geht es in „Sober“ etwas mehrdeutiger zu. P!nk beschreibt sehr schön die Verunsicherung zwischen dem Hochgefühl und der Ernüchterung, und natürlich dem, was beides manchmal verbindet. Mit allen Ängsten und Sicherheiten.
Erstaunlich ist der Blick auf die Credits. Da taucht als Produzent und Co-Autor kein Geringerer als Nate „Danja“ Hills auf, der fleißig im Schatten von Timbaland groß geworden ist und sehr großen Anteil am Comeback von Britney Spears hatte (auch auf ihrem aktuellen Album „Circus“ vertreten). Mit „Sober“ versucht er sich erstmals erfolgreich im eher poprock-orientierten Genre. Das letzte Mal befand er sich als Beteiligter bei Madonna & Justins „4 Minutes“ noch im klassischen Popkontext ganz oben in den Hitlisten.
P!nk gelingt mit dem Sprung von „Sober“ auf die 3 der Hattrick, drei Titel hintereinander unter den ersten 3 platzieren zu können. Vor „So What“ war sie im Jahr 2007 mit „Dear Mr. President“ ebenfalls bis zur 3 vorgestoßen. Insgesamt ist es P!nks sechster Titel, der es auf einen Medaillenplatz schafft.
Weitere Bewegung gibt es unter den ersten 5 mit Amy Macdonalds Rückkehr. Von 8 auf die 4 geht "This Is The Life" in der 20.(!) Top 10-Woche. Sicher dürfte für die neuerliche Nachfrage ihre Präsenz in allen möglichen Jahresend-Chart-Shows sein, so wie am 5. Dezember auf RTL, wo sie einen überzeugenden Live-Auftritt hatte. "This Is The Life" wird in der media control-Jahresauswertung im übrigen auf der Position 5 gelistet.
Auf die 5 in der Wochenauswertung geht mit einer leichten Verbesserung um einen Platz Schäfer Heinrich samt seiner Single „Das Schäferlied“. Es ist anzunehmen, dass diese nach dem Ende der aktuellen „Bauer sucht Frau“-Staffel und dem Abebben des Medienrummels die Festtage kaum überleben wird und Schäfer Heinrich rasch die Charts wieder verlässt.
Auf Platz 8 startet mit „Wie weit ist vorbei“ von Rosenstolz ein weiterer Nr.1-Nachfolger seine Chartkarriere. Sehr gefühlvoll, sehr balladig. Die Single ist in drei Varianten erhältlich: als 2-Track-Basis-CD, als Premium Edition mit gleichem Tracklisting aber inklusive Magnet und als Digipack-Variante mit verschiedenen Mixen und weiterem Songmaterial. Es ist die insgesamt neunte Single, mit der sich Rosenstolz unter den ersten 10 platzieren kann und bereits der 12. Top 20-Hit in Folge. „Gib mir Sonne“ platziert sich derweil auf 31.
Mit dem Neuzugang auf der 17 schlagen wir nochmal den Bogen zu Platz 1. Da hatte ich schon erwähnt: in Großbritannien ist die Weihnachts-Nr.1 der Charts fast reserviert für den/die GewinnerIn der jeweiligen X-Factor-Staffel. In Deutschland endet zum Jahresende jeweils das Pro7-Format Popstars. Mittlerweile ist ja nun auch die endgültige Besetzung bekannt, und sogar das Album ist bereits draußen: in drei verschiedenen Varianten mit direkter Einbeziehung in die Casting-Entscheidung. So schnell kann media control also auch sein. Für das Normalvolk geht alles etwas langsamer und wir dürfen in den aktuellen Single-Charts (die erst am 19. Dez. 12:00 Uhr veröffentlicht werden durften) die damals noch 8 Finalistinnen mit ihrem Red-Nose-Charity-Stück "I Believe In X-Mas" begrüßen. Punktgenau am Abend vor der Veröffentlichung, nämlich am 4.12. traten die 8 Damen bei Stefan Raab auf. Bezeichnend, dass die Single mal gleich nur Popstars benannt wurde, um die einzelnen Kandidatinnen geht es nicht so sehr. Und auch der Titel ist eher Durchschnittsware für den schnellen Verkauf. Es handelt sich dabei um ein Remake eines Titels der Tweenies, welcher immerhin in Großbritannien 2002 in den Top 10 platziert war. Mit "I Believe In X-Mas" sind wir auch schon mitten drin in der Weihnachtstitelparade ... aber keine Angst. Ich bleibe an dieser Stelle lieber noch ein bisschen bei Popstars. Denn Vocal-Coach Kate Hall nutzte ihre Telepräsenz gleich für ihre neue Single mit. Nach ihrer Trennung von Ben macht sie wieder solo weiter und schafft mit "Die letzte Träne" den Einstieg auf Position 41, ihre beste Solo-Performance überhaupt. Und auch zusammen mit Ben war sie lediglich einmal besser platziert, nämlich mit "Bedingungslos" im Spätsommer 2007.
Mit zwei Titeln sind Ich + Ich neu bzw. wieder notiert in den deutschen Charts. Erstaunlich dabei ist, dass der ältere Titel, nämlich "So soll es bleiben" es wesentlich höher schafft (Platz 38) als der neue "Wenn ich tot bin" (Platz 51). Wahrscheinlich auch das ein Effekt der oben bereits erwähnten Jahresend-Chartshows. Platz für die Präsentation von neuem Material ist da meist nicht. "Wenn ich tot bin" ist bereits die fünfte Auskopplung aus dem Erfolgsalbum "Vom selben Stern" und Ich + Ich sind 2008 der Act, der die meisten notierten Wochen vorweisen kann, dicht gefolgt von Amy Winehouse. "Vom selben Stern" geht übrigens auch wieder etwas hoch: in der 53. notierten Woche von 87 auf die 74.
Auf Platz 42 startet das aktuelle „Supertalent“ Michael Hirte mit dem weihnachtlichen „Ave Maria“ von J.S. Bach, dem Titel mit dem er das Publikum im Finale am 30. November überzeugte. Das Album „Der Mann mit der Mundharmonika“ stürmte in dieser Woche sofort an die Spitze der deutschen Album-Charts. Profitieren von der Besinnlichkeits-Welle kann auch der Talente-Vorreiter aus Großbritannien Paul Potts, der in eben jener Liste nochmal auf die 5 klettert. Und noch etwas hat Michael Hirte mit Paul Potts gemein. „Ave Maria“ ist nach „Nessun Dorma“ der zweite reine Klassik-Titel, der sich 2008 in den Single-Charts platzieren kann. Und wie Paul Potts so startet auch Michael Hirte durch rein digitale Online-Downloads in der Liste. Paul Potts ging vor ziemlich genau 5 Monaten direkt auf Platz 12. Michael Hirte wird wohl (zumindest in der Single-Auswertung) etwas weniger präsent bleiben, „Ave Maria“ nach der Weihnachtszeit in größeren Mengen zu verkaufen dürfte schwierig sein.
Vielleicht am Rande noch folgende Information: 1973 schaffte es „Der Junge mit der Mundharmonika“ als Single bereits für vier Wochen an die Spitze der deutschen Charts. Der Interpret damals war Bernd Clüver, der mit diesem Titel seine circa zweijährige Karriere als deutscher Superstar (immerhin zwei Nr.1-Hits) startete. Schauen wir, was der reale Mann mit der Mundharmonika, Michael Hirte, in zwei Jahren macht.
An dieser Stelle lässt sich dann doch ein kurzer Blick auf die wichtigsten weihnachtlichen Aufsteiger werfen. Und das sind mit ihrer Ankunft in der oberen Charthälfte Band Aid 20 mit "Do They Know It's Christmas?" (von 52 auf 40) und Mariah Carey mit "All I Want For Christmas Is You" (von 57 auf 44). Und auch Chris Rea rutscht in dieser Woche mit "Driving Home For Christmas" noch ein Stück hoch: von der 56 auf die Position 50. „Happy Xmas (War Is Over)“ von John & Yoko with The Plastic Ono Band and The Harlem Community Choir schafft sogar einen kleinen Rekord. Zum ersten Mal überhaupt ist dieser Titel zwei Wochen hintereinander notiert. In dieser Woche steigt er von der 98 auf die 75 und schafft damit das zweitbeste Ergebnis seit seiner Veröffentlichung im Jahr 1973. Damals stand er am 2. Februar in Deutschland für eine Woche auf Position 45.
Der letzte Neuzugang in die oberen 50 kommt in Form von Duffys drittem Charthit "Rain On Your Parade" auf die 48. Und für mich ist das DER Neuzugang der Woche. Ich bin wahrhaftig immer noch nicht von dem 60s-Soul-Revival-Pop überzeugt, auch wenn ich einzelne Stücke für sehr sehr gelungen halte. Zu "Rain On Your Parade" kann ich nur sagen: magisch. Arrangement und Video holen die Sängerin direkt ins Heute, schlagen dabei einen Bogen über James Bond und Madonnas "Vogue"-Ära Großartig! Der Titel ist nur auf der Deluxe-Variante des "Rockferry"-Albums zu haben. Oder eben als Single. Nach zwei Top 20-Hits in diesem Jahr ist Platz 48 nicht der Renner, schade.
Manuel Reuter und Yann Peifer hatten 2008 ein ganz gutes Jahr. Immerhin ein Top 10-Hit mit ihrem Zugpferd Cascada Anfang des Jahres („What Hurts The Most“) und ein alles in allem ansehnliches Chartdebüt mit dem neuen Projekt R.I.O. im Sommer. „Shine On“ schaffte es in Deutschland bis auf die 25, in der Schweiz ging es sogar in die Top 20. Ganze 18 Wochen bis Ende Oktober war „Shine On“ notiert. Und nun gibt es den Nachfolger „When The Sun Comes Down“ – wieder ein tropisch orientiertes Dance-Stückchen, welches in dieser Woche auf der 63 einsteigt, nur wenige Positionen unter dem Start des Vorgängers. Es könnte also einiges an Potenzial vorhanden sein, die nächsten Wochen nach oben zu wandern. Zumal Dance-Produktionen ohnehin vor allem im Download-Bereich punkten, in dem nochmal andere Gesetze gelten. In den Official Dance Charts steht „When The Sun Comes Down“ jedenfalls gut auf Position 2 hinter dem Dauerbrenner 2008 „Infinity 2008“ vom Guru Josh Project (in den Verkaufscharts auf der 14).
Auf der 67 versucht Gabriella Cilmi mit „Sanctuary“ einen Nachfolger zu ihrem Überhit „Sweet About Me“ (in der 22. Woche von 32 auf 32) ins Rennen zu schicken. Natürlich hat sie dabei ein wenig das Problem wie alle KünstlerInnen, die mit einem enorm populären Titel Berühmtheit erlangten: irgendwie werden sie nur mit dem einen Hit identifiziert und alles andere Material hat keine rechte Chance. Es sieht so aus, als ob „Sanctuary“ tatsächlich im Schatten des Vorgängers verebbt.
Auch MIA. legen mit „Mausen“ noch schnell in diesem Jahr einen Nachfolger zu ihrem Hit „mein Freund“ nach. Der Einstieg auf Position 70 als zweite Auskopplung aus dem „Willkommen im Club“-Album entspricht etwa den Ergebnissen der Vorgänger-Alben. Die Premium-Variante der Single-CD hält laut Fee + Oz ganz schöne Remixe u.a. von Altmeister Ian Pooley parat.
Fernseh-Jahresendauswertungen, Ende der 3monatigen Sperre beim Rutschen unter die Position 50 oder einfach nur noch ein Weihnachtshit ... es gibt einige Gründe für das kurze Wiederauftauchen von folgenden Titeln am Ende der Charts:
Stefanie Heinzmann chartet in der 26. Woche mit ihrem Durchbruch „My Man Is A Mean Man“ auf der 81. Auf der 86 stehen Madcon genau nach der 3-Monatsfrist mit „Beggin“ wieder in der Liste, ebenfalls in der 26. Woche. „The Best Side Of Life“ von Sarah Connor geht die dritte Saison in Folge als Weihnachtsklassiker durch und schafft den Wiedereinstieg auf der 96. Die bestverkaufte Solo-Künstlerin 2008, Amy Winehouse, steht mit „Back To Black“ wieder auf der 97. Und auch OneRepublic tauchen noch einmal mit „Stop And Stare“ auf, und zwar auf der Position 100.
Charts vom 24. Oktober 2008
Eine sehr deutsch dominierte Woche haben wir vorliegen. Die beiden höchsten Neueinsteiger kommen aus Deutschland, dazu zwei weitere tiefer unten. Und die wichtigsten Aufsteiger sind ebenfalls deutsche Produktionen.
Aber zunächst mal der Blick auf die Spitze, wo sich nach wie vor Internationales tummelt. Eine dritte Woche hält sich P!nk mit „So What“ auf der 1. Dahinter kehrt Amy Macdonald mit „This Is The Life“ noch einmal auf den Silberrang zurück. Nach zwei Wochen Rast auf der 3 schafft sie es nun also, Katy Perry und „I Kissed A Girl“ hinter sich zu lassen und in ihrer insgesamt 13. Chartwoche zum zweitenmal ihre Höchstposition einzunehmen. Insgesamt befindet sich der Song 12 Wochen in den Top 10, davon 7 unter den ersten 5. Mit „Mr Rock & Roll“ ist Amy Macdonald ein zweites mal in den Charts vertreten. in dieser Woche fällt sie leicht von 45 auf 54 und damit raus aus der oberen Hälfte. Da sich dieser Titel bereits 30 Wochen lang in der Liste aufhält, wird er wahrscheinlich schon bald nicht mehr notiert werden.
Auf Platz 4 machen aber schon Polarkreis 18 aus Dresden mächtig Druck. In der zweiten Woche steigt ihr Chartdebüt „Allein Allein“ von der 8 unter die ersten 5 und ich wage hier mal zu behaupten, dass sie in einer Woche mindestens einen Medaillenrang belegen. So wie sich der Song derzeit allerorten behauptet, könnten wir hier sogar mit der nächsten Nr.1 konfrontiert sein.
Das Guru Josh Project geht mit „Infinity 2008“ nach einer Woche Pause noch mal zurück auf die 5. In der 17. Woche ist der Titel dabei, davon war er 6 x in den Top 10 und in dieser Woche bereits das dritte mal auf der 5. Und damit wäre die Spitzengruppe komplett.
Der höchste Neuzugang in den Single-Charts kommt von Reamonn. Nach zwei Jahren Pause kehren sie auf Rang 8 in die deutsche Liste zurück. Zu ihrem 16. Chart-Titel "Through The Eyes Of A Child" kann ich gar nicht so viel sagen. Der Titel scheint mir recht durchschnittlich und massenkompatibel, mit einer ebenfalls nicht wahnsinnig neuen Botschaft. Wahrscheinlich ist aber genau dies auch dafür verantwortlich, dass die deutsche Band erst jetzt ihren zweiten Top 10-Hit feiern darf. Nach ihrem äußerst erfolgreichen Debüt „Supergirl“ im Jahr 2000 waren sie 14 Singles lang deutlich weniger erfolgreich. Am höchsten – nämlich bis auf die 11 – kam in dieser Zeit „Tonight“ vor zwei Jahren. Bandleader Rea Garvey stand zwischendurch allerdings schon mehrere Wochen auf der 1. An der Seite von Nelly Furtado lieferte er zum Jahreswechsel 2006/2007 mit „All Good Things (Come To An End)“ insgesamt 8 x den meistverkauften Titel. Sein letzter Aufenthalt in den Charts war Anfang diesen Jahres in Zusammenarbeit mit Paul van Dyk, dem er für „Let Go“ seine Stimme lieh. Für Rea garvey ist „Through The Eyes Of A Child“ der 20. Titel als offiziell aufgeführter Artist.
Rein in die Top 20 klettert in der zweiten Woche Sido mit „Herz“. Sein Mitwirken in der popstars-Jury kann also tatsächlich auch das Interesse an seiner Musik erhöhen. „Herz“ ist mit der Verbesserung von der 22 auf die 20 der sechste Top 20 Titel des Rappers.
Auf der 23 steigen Deichkind mit „Arbeit nervt“ ein. Ein schöner Elektro-HipHop-Mix mit einer Portion Pop-Appeal. Für mich DER Neuzugang dieser Woche. Für Deichkind ist es der nächste Anlauf zum zweiten Top 20-Titel. Bislang haben sie es nur mit ihrem Debüt „Bon Voyage“ im jahr 2000 bis auf die Position 11 geschafft. „Limit“ stoppte zwei Jahre später nochmal knapp drunter auf der 21. Momentan darf aber noch alles als offen angesehen werden, denn auch die aufgeführten Tracks legten nach ihrem Ersteintritt jeweils mindestens 10 Plätze nach oben zurück.
Zuletzt waren Deichkind gerade letzte Woche notiert mit ihrem Dauerbrenner „Remmi Demmi (Yippie Yippie Yeah)“ standen sie in Woche 18 auf der 96 (Höchstplatzierung 68 im Mai 2006).
Der dritte Neuzugang findet sich kurz drunter auf der 25. Anastacia meldet sich mit "I Can Feel You" nach zweieinhalb Jahren zurück. So richtig überzeugend ist dieses Comeback allerdings noch nicht. War sie doch zuletzt im Duett mit Eros Ramazotti und „I Belong To You (Il Ritmo Della Passione)“ bis an die Spitze vorgestoßen.
Auch nach längerer Pause wieder dabei sind Boyzone. Die irische Boygroup kehrt mit „Love You Anyway“ nach 7 Jahren zurück. Ob dieses Comeback nun als Reunion zu feiern ist oder nicht, scheint streitbar. James Masterton, Chartkommentator der britischen Top 75, meint, Boyzone hätte sich nie aufgelöst. Wie auch immer, in Großbritannien schaffen es die Jungs schon bis auf die 5, in Deutschland reicht es für einen Einstieg auf der 30.
Die 38 ist ein Rückkehrer in die obere Charthälfte. „36 Grad“ von Rhythms del Mundo und 2raumwohnung war Anfang September auf der 28 eingestiegen und danach langsam nach unten getrudelt bis auf die 76. In der letzten Woche ging es dann wieder aufwärts bis zur 70, und in dieser Woche gabs dann den Satz um 32 Plätze nach oben. Auch ohne den neuen Aufschwung ist „36 Grad“ der weitaus erfolgreichste Titel des Berliner Duos. Inklusive Remixe war der Titel seit Juli 2007 bereits 23 Wochen platziert mit Höchstposition 22. Nun kommen noch einmal 8 Wochen in der neuen Variante á la Buena Vista Social Club dazu.
Die 42 gehört Snow Patrol, die mit ihrer neuen Single „Take Back The City“ einmal mehr versuchen, dem Überflieger „Chasing Cars“ einen würdigen Nachfolger hinterher zu schicken. Denn obwohl es nach diesem bereits fünf weitere Titel als Singles gab, darunter auch das sehr überzeugende „Shut Your Eyes“, ist es immer noch „Chasing Cars“, was sich seit November 2006 immer wieder in den Charts hält, das letzte mal in der 49. Woche Anfang Oktober auf Position 90. „Take Back The City“ ist insgesamt der fünfte Titel der Band, der sich in Deutschland platzieren kann.
Auf der 48 schaffen nun auch die Kings Of Leon mit „Sex On Fire“ ihren Einstand in der oberen Charthälfte. Bereits am 26. September enterte der ehemalige Nr.1-Hit aus Großbritannien als reiner Download-Titel die deutschen Charts. Seit der letzten Woche konnten dann auch die Zahlen aus dem CD-Verkauf in die Auswertung einbezogen werden, allerdings ohne den wirklich großen Schub nach vorn, es ging lediglich von der 57 auf die 53. Aber der Titel erfreut sich wachsender Beliebtheit und es ist durchaus möglich, dass auch dieser Titel noch einiges nach oben klettern wird.
Weitere Neuzugänge in der unteren Hälfte sind Marquess mit „Lucia“ auf der 60, Lil Wayne feat. T-Pain mit „Got Money“ auf der 67, die Kaiser Chiefs mit „Never Miss A Beat“ auf der 76, Schlagersänger Nic mit „Es stegt in deinen Augen“ auf der 80 sowie Picco mit „Yeke Yeke“ auf der 100.
Aber zunächst mal der Blick auf die Spitze, wo sich nach wie vor Internationales tummelt. Eine dritte Woche hält sich P!nk mit „So What“ auf der 1. Dahinter kehrt Amy Macdonald mit „This Is The Life“ noch einmal auf den Silberrang zurück. Nach zwei Wochen Rast auf der 3 schafft sie es nun also, Katy Perry und „I Kissed A Girl“ hinter sich zu lassen und in ihrer insgesamt 13. Chartwoche zum zweitenmal ihre Höchstposition einzunehmen. Insgesamt befindet sich der Song 12 Wochen in den Top 10, davon 7 unter den ersten 5. Mit „Mr Rock & Roll“ ist Amy Macdonald ein zweites mal in den Charts vertreten. in dieser Woche fällt sie leicht von 45 auf 54 und damit raus aus der oberen Hälfte. Da sich dieser Titel bereits 30 Wochen lang in der Liste aufhält, wird er wahrscheinlich schon bald nicht mehr notiert werden.
Auf Platz 4 machen aber schon Polarkreis 18 aus Dresden mächtig Druck. In der zweiten Woche steigt ihr Chartdebüt „Allein Allein“ von der 8 unter die ersten 5 und ich wage hier mal zu behaupten, dass sie in einer Woche mindestens einen Medaillenrang belegen. So wie sich der Song derzeit allerorten behauptet, könnten wir hier sogar mit der nächsten Nr.1 konfrontiert sein.
Das Guru Josh Project geht mit „Infinity 2008“ nach einer Woche Pause noch mal zurück auf die 5. In der 17. Woche ist der Titel dabei, davon war er 6 x in den Top 10 und in dieser Woche bereits das dritte mal auf der 5. Und damit wäre die Spitzengruppe komplett.
Der höchste Neuzugang in den Single-Charts kommt von Reamonn. Nach zwei Jahren Pause kehren sie auf Rang 8 in die deutsche Liste zurück. Zu ihrem 16. Chart-Titel "Through The Eyes Of A Child" kann ich gar nicht so viel sagen. Der Titel scheint mir recht durchschnittlich und massenkompatibel, mit einer ebenfalls nicht wahnsinnig neuen Botschaft. Wahrscheinlich ist aber genau dies auch dafür verantwortlich, dass die deutsche Band erst jetzt ihren zweiten Top 10-Hit feiern darf. Nach ihrem äußerst erfolgreichen Debüt „Supergirl“ im Jahr 2000 waren sie 14 Singles lang deutlich weniger erfolgreich. Am höchsten – nämlich bis auf die 11 – kam in dieser Zeit „Tonight“ vor zwei Jahren. Bandleader Rea Garvey stand zwischendurch allerdings schon mehrere Wochen auf der 1. An der Seite von Nelly Furtado lieferte er zum Jahreswechsel 2006/2007 mit „All Good Things (Come To An End)“ insgesamt 8 x den meistverkauften Titel. Sein letzter Aufenthalt in den Charts war Anfang diesen Jahres in Zusammenarbeit mit Paul van Dyk, dem er für „Let Go“ seine Stimme lieh. Für Rea garvey ist „Through The Eyes Of A Child“ der 20. Titel als offiziell aufgeführter Artist.
Rein in die Top 20 klettert in der zweiten Woche Sido mit „Herz“. Sein Mitwirken in der popstars-Jury kann also tatsächlich auch das Interesse an seiner Musik erhöhen. „Herz“ ist mit der Verbesserung von der 22 auf die 20 der sechste Top 20 Titel des Rappers.
Auf der 23 steigen Deichkind mit „Arbeit nervt“ ein. Ein schöner Elektro-HipHop-Mix mit einer Portion Pop-Appeal. Für mich DER Neuzugang dieser Woche. Für Deichkind ist es der nächste Anlauf zum zweiten Top 20-Titel. Bislang haben sie es nur mit ihrem Debüt „Bon Voyage“ im jahr 2000 bis auf die Position 11 geschafft. „Limit“ stoppte zwei Jahre später nochmal knapp drunter auf der 21. Momentan darf aber noch alles als offen angesehen werden, denn auch die aufgeführten Tracks legten nach ihrem Ersteintritt jeweils mindestens 10 Plätze nach oben zurück.
Zuletzt waren Deichkind gerade letzte Woche notiert mit ihrem Dauerbrenner „Remmi Demmi (Yippie Yippie Yeah)“ standen sie in Woche 18 auf der 96 (Höchstplatzierung 68 im Mai 2006).
Der dritte Neuzugang findet sich kurz drunter auf der 25. Anastacia meldet sich mit "I Can Feel You" nach zweieinhalb Jahren zurück. So richtig überzeugend ist dieses Comeback allerdings noch nicht. War sie doch zuletzt im Duett mit Eros Ramazotti und „I Belong To You (Il Ritmo Della Passione)“ bis an die Spitze vorgestoßen.
Auch nach längerer Pause wieder dabei sind Boyzone. Die irische Boygroup kehrt mit „Love You Anyway“ nach 7 Jahren zurück. Ob dieses Comeback nun als Reunion zu feiern ist oder nicht, scheint streitbar. James Masterton, Chartkommentator der britischen Top 75, meint, Boyzone hätte sich nie aufgelöst. Wie auch immer, in Großbritannien schaffen es die Jungs schon bis auf die 5, in Deutschland reicht es für einen Einstieg auf der 30.
Die 38 ist ein Rückkehrer in die obere Charthälfte. „36 Grad“ von Rhythms del Mundo und 2raumwohnung war Anfang September auf der 28 eingestiegen und danach langsam nach unten getrudelt bis auf die 76. In der letzten Woche ging es dann wieder aufwärts bis zur 70, und in dieser Woche gabs dann den Satz um 32 Plätze nach oben. Auch ohne den neuen Aufschwung ist „36 Grad“ der weitaus erfolgreichste Titel des Berliner Duos. Inklusive Remixe war der Titel seit Juli 2007 bereits 23 Wochen platziert mit Höchstposition 22. Nun kommen noch einmal 8 Wochen in der neuen Variante á la Buena Vista Social Club dazu.
Die 42 gehört Snow Patrol, die mit ihrer neuen Single „Take Back The City“ einmal mehr versuchen, dem Überflieger „Chasing Cars“ einen würdigen Nachfolger hinterher zu schicken. Denn obwohl es nach diesem bereits fünf weitere Titel als Singles gab, darunter auch das sehr überzeugende „Shut Your Eyes“, ist es immer noch „Chasing Cars“, was sich seit November 2006 immer wieder in den Charts hält, das letzte mal in der 49. Woche Anfang Oktober auf Position 90. „Take Back The City“ ist insgesamt der fünfte Titel der Band, der sich in Deutschland platzieren kann.
Auf der 48 schaffen nun auch die Kings Of Leon mit „Sex On Fire“ ihren Einstand in der oberen Charthälfte. Bereits am 26. September enterte der ehemalige Nr.1-Hit aus Großbritannien als reiner Download-Titel die deutschen Charts. Seit der letzten Woche konnten dann auch die Zahlen aus dem CD-Verkauf in die Auswertung einbezogen werden, allerdings ohne den wirklich großen Schub nach vorn, es ging lediglich von der 57 auf die 53. Aber der Titel erfreut sich wachsender Beliebtheit und es ist durchaus möglich, dass auch dieser Titel noch einiges nach oben klettern wird.
Weitere Neuzugänge in der unteren Hälfte sind Marquess mit „Lucia“ auf der 60, Lil Wayne feat. T-Pain mit „Got Money“ auf der 67, die Kaiser Chiefs mit „Never Miss A Beat“ auf der 76, Schlagersänger Nic mit „Es stegt in deinen Augen“ auf der 80 sowie Picco mit „Yeke Yeke“ auf der 100.
Charts vom 3. Oktober 2008
Keine Neuheiten in den Top 10, aber doch einige bemerkenswerte Bewegungen.
Zunächst: Katy Perry sitzt mit "I Kissed A Girl" eine fünfte Woche fest an der Spitze. Es ist der vierte Titel in diesem Jahr, der mindestens 5 Wochen ganz oben steht, aber der erste, der dafür 6 Wochen brauchte. Dass ein Nr.1-Hit mal kurz Platz macht für einen anderen Shooter und dann zurückkehrt, ist in Deutschland nicht so selten. Im Juli 2007 erlebten Mark Medlock & Dieter Bohlen dieses Schicksal mit den Monrose. Und Ende 2006 räumten Silbermond für die Comeback-Single von Take That für eine Woche den Thron.
Nochmal einen Platz nach oben und damit in die Vizeposition schiebt sich Amy Macdonald mit "This Is The Life". Am Montag, 30. Sept., gabs dann auch Gold für die Single. 122.000 mal aus dem Netz geladen und 40.000 mal als CD verkauft, so der aktuelle Stand. Wahrscheinlich bleibt uns der Song noch eine Weile in der Spitzengruppe erhalten. Dass er die 1 am Ende noch erobert, wage ich an dieser Stelle zu bezweifeln.
Auf jeden Fall ist diese Woche für Amy Macdonald insgesamt sehr positiv verlaufen. Ihr erster Hit "Mr Rock & Roll" macht nochmal zwei Plätze gut und sitzt bequem auf der 34, und ihr Album "This Is The Life" steht in den Albumcharts nach einer kurzen Verschnaufpause wieder auf dem bisherigen HIgh Platz 3.
Auf der 5 entert ein wahrer Spätzünder die Top 5. The Guru Josh Project klettert mit "infinity 2008" in der 14. Woche nochmal ganze vier Plätze nach oben und befindet sich damit nach 18,5 Jahren wieder am oberen Ende der deutschen Charts. Das Original mit dem nachgestellten "1990's: Time For The Guru" war damals allerdings wesentlich schneller. Bereits in der vierten Woche gings unter die ersten 5 und die Höchstplatzierung auf der 2 war in der achten Woche erreicht. Insgesamt war der Titel 26 Wochen notiert. Zumindest dies wird die Neufassung wohl mit Sicherheit toppen.
Der höchste Top 20-Zugang kommt von der 21 und ist eine alte Bekannte. Duffy hat nun mit "Warwick Avenue" einen ganz passablen Nachfolger zu ihrer Nr.1 vom April diesen Jahres. "Mercy" rutscht in dieser Woche übrigens leicht von der 27 auf die 31. "Warwick Avenue" hielt sich eine ganze Weile im Schatten des Megasellers auf. 6 Wochen war es am unteren Ende der Top 20 notiert, davon 3 x auf der 18, bevor sie letzte Woche kurz hinausschlidderte. Was nun genau diesen neuerlichen Schub ausgelöst hat, ist für mich nicht so einfach erklärbar. Die Nominierung für MTV Europe Music Awards in 3 Kategorien erfolgte erst am vergangenen Montag, also außerhalb des Auswertungszeitraums.
Der höchste Neuzugang diese Woche findet sich auf der 13. Jimi Blue kündigt mit "Key To The City" sein zweites Album an. Er selber bezeichnet seinen Stil eine Mischung aus HipHop, Pop und Dance. Mit dem vorliegenden Track ist ihm genau das besser gelungen als je zuvor. Ich gebe zu, dass ich mit den Stücken von seinem Debüt-Album "Mission Blue" recht wenig anfangen konnte. "Key To The City" hat für mich dagegen genau das richtige Flair eines unbeschwerten Popsongs. Deutsche Produktionen werden ja häufiger etwas schräg angesehen, wenn sie zu sehr mit Eingängigkeit dealen, in Amerika oder auch England passiert das dagegen andauernd. Und diese Produktionen dürfen dann auch hier Erfolg haben ...
Bisher waren die Titel von Jimi Blue immer auf ihrer Höchstposition eingestiegen. Es wäre schade, wenn es dieser nicht noch ein, zwei oder drei Plätze höher schaffen würde. Bislang ist es Jimi Blues dritter Top 20-Hit und das allererstemal, dass er den höchsten Neuzugang in Deutschland stellt.
Auf der 16 wird es gewollt kindisch. Mit "Häschenparty" kehrt Jamba-Kuschelhase Schnuffel ein drittes Mal in die deutschen Charts zurück. Da es nach dem 8-Wochen-Nr.1-Hit "Kuschel Song" mit "Ich hab' dich lieb" nicht mal mehr ganz bis in die Top 20 gereicht hat (übrigens just in dieser Woche nach 11 Wochen nicht mehr in den Charts), wollte man im Hause Jamba offensichtlich ganz sicher gehen und stellte dem Schnuffel-Hasen einen Schlagersänger zur Seite. Mit dem selbsternannten Discofox-König Michael Wendler wird das Kinderliedchen nochmal ordentlich aufgepeppt mit fettem Mallorca-Beat und entsprechend schlüpfrig-einfältigem Text. Michael Wendler profitiert von dem Deal ebenfalls gehörig, denn mit "Häschenparty" kann er seinen ersten Top 20-Hit verbuchen. Bisher stoppte er jeweils kurz davor. Mit "Sie liebt den DJ" gings vor einem Jahr bis zur 27, und mit "Nina" erreichte er im Frühjahr die 24. Auch er hat in dieser Woche mit seinem letzten Lied "Echolot" die deutschen Charts gerade verlassen. Mit der "Häschenparty" kündigt sich schon recht früh die kommende Karnevals-Saison an. Es ist anzunehmen, dass uns Hase und Micha für die nächste Zeit begleiten. Und Jamba hat schon mal das kommende Schnuffel-Weihnachtsalbum angekündigt.
Ganz knapp an ihrem zweiten Top 20-Hit vorbei schrammt die Norwegerin Maria Mena. "All This Time (Pick-Me-Up Song)" schafft es in der Debut-Woche auf die 21. Das ist natürlich nicht unbedingt ein Grund für Traurigkeit. Bei "Just Hold Me", ihrem bislang größtem Hit hat es auch erstmal 5 Wochen gedauert, bis es in die Top 20 und schließlich in der 10. Woche auf Höchstposition 14 gelangte. Und ich gehe davon aus, dass das neue, verträumte Liedchen mit Lalala-Passagen noch eine ganze Menge von Freunden finden wird. Momentan ist die Vorabauskopplung zum Album "Cause and Effect" Maria Menas zweitbestplatzierter Titel in den deutschen Charts.
Etwas weiter unten fällt ein Titel auf, der sich diese Woche gegen Trend um 12 Plätze nach oben schiebt. "Trauriges Mädchen", die EP des Berliners Sven van Thom erreicht mit Platz 28 einen neuen Bestwert. Bekannt ist der Titel vor allem durch seinen Einsatz innerhalb eines Trailers von Pro7.
Das Fernsehen ist auch für die nächsten Neuzugänge verantwortlich. Am 19. September flimmerte auf dem Disney-Chanel "Camp Rock" als Deutschland-Premiere über die Bildschirme. Teenies und Freunde wurden durch massive Plakataktionen schon einige Zeit vorher in Aufregung versetzt. Auf der 35 und 36 sind nun die konkreten Ergebnisse zu bestaunen. Da landen auf der höheren Position die Jonas Brothers mit "Burnin' Up", ein Track, der nicht in "Camp Rock" vorkommt, aber zielsicher zum Filmstart veröffentlicht wurde und nach "S.O.S." im Juli diesen Jahres das zweite Gastspiel der Jonas Brothers in den deutschen Charts ist. Und auf der 36 stehen neu Demi Lovato und Joe Jonas (zweiter von den Jonas Brothers), in "Camp Rock" das Traumpaar Mitchie und Shane. "This Is Me" stammt aus dem Original Soundtrack zum Film und ist nur als Online-Single erhältlich. Dort wird es aber als Solo-Track von Demi Lovato geführt.
Es ist anzunehmen, dass beide Tracks sich nicht weiter noch oben bewegen und wohl in Kürze aus den Charts wieder verschwinden.
Der letzte wirkliche Neuzugang in den Top 50 geht an Alicia Keys. Mit "Superwoman" ist der 12. Titel der Amerikanerin in den Charts und der dritte aus ihrem Album "As I Am", welches uns vor allem den Überflieger "No One" Ende 2007 beschert hat. Das gefühlvolle "Superwoman" zeigt uns Alicia Keys genau so, wie wir sie uns vorstellen und deshalb hat der Titel eine Menge Potenzial und könnte sich noch eine ganze Weile in unseren Ohren tummeln. Spannend wirds allerdings schon in Kürze, denn der Titelsong zum neuen James-Bond-Film "A Quentum Of Solace" ist ein Duett zwischen Jack White von den White Stripes und Alicia Keys. Da klingt sie doch schon sehr anders und spannend und die Meinungen gehen ziemlich weit auseinander. Bereits jetzt ist "Another Way To Die" als Download zu haben, in Großbritannien gings auch schon in die Top 30, ab sofort (3. Oktober) gibt es auch die CD-Version zu kaufen.
Ursprünglich war als Interpretin für den neuen Bond-Song Amy Winehouse vorgesehen, aber diese lieferte den Titel nicht ab und kann somit lediglich mit bekanntem Material präsent sein. Das gelingt ihr allerdings ganz gut. "Valerie" in Zusammenarbeit mit Mark Ronson geht in dieser Woche von der 39 auf die 47, nunmehr die 40. Woche in Folge in den Charts präsent.
In der unteren Hälfte der Charts wirkt sich besonders die Veröffentlichung der CD "Wettsingen in Schwetzingen" als Unplugged-Session der Söhne Mannheims und Xavier Naidoos aus. Während die aktuelle reguläre Single "Das hat die Welt noch nicht gesehn" leicht von der 6 auf die 8 rutscht, steigen auf 72, 76, 78, 82 und 92 alle möglichen älteren Hits wieder ein. Interessant ist, dass diese Titel in einigen Listen als Neuzugänge, in anderen als Wiedereinsteiger oder auch bunt gemischt durcheinander geführt werden. Online sind die Titel sowohl in der Studio- wie auch in der Unplugged Live-Version verfügbar. Bei i-Tunes sind die neuen Varianten allerdings die wesentlich häufiger abgerufenen. In der Zählung allerdings werden die verschiedenen Versionen zusammen gezählt. Charttechnisch keine ganz einfache Variante, denn es gab auch Zeiten, in denen wurden Original- und Live-Versionen streng als verschiedene Titel gelistet, was im Endeffekt für die Statistik ein Mehr an platzierten Titel pro KünstlerIn bedeutete. Aber natürlich sind das vor allem Mikro-Details für Ultra-Chart-Fans. Die Mehrheit wird wahrscheinlich nur interessieren, dass "Ich kenne nichts" bzw. "Geh davon aus" offensichtlich die beliebtesten Titel des Wettsingens sind, welches sich in den Albumcharts von nichts auf die Position 1 katapultierte.
Zunächst: Katy Perry sitzt mit "I Kissed A Girl" eine fünfte Woche fest an der Spitze. Es ist der vierte Titel in diesem Jahr, der mindestens 5 Wochen ganz oben steht, aber der erste, der dafür 6 Wochen brauchte. Dass ein Nr.1-Hit mal kurz Platz macht für einen anderen Shooter und dann zurückkehrt, ist in Deutschland nicht so selten. Im Juli 2007 erlebten Mark Medlock & Dieter Bohlen dieses Schicksal mit den Monrose. Und Ende 2006 räumten Silbermond für die Comeback-Single von Take That für eine Woche den Thron.
Nochmal einen Platz nach oben und damit in die Vizeposition schiebt sich Amy Macdonald mit "This Is The Life". Am Montag, 30. Sept., gabs dann auch Gold für die Single. 122.000 mal aus dem Netz geladen und 40.000 mal als CD verkauft, so der aktuelle Stand. Wahrscheinlich bleibt uns der Song noch eine Weile in der Spitzengruppe erhalten. Dass er die 1 am Ende noch erobert, wage ich an dieser Stelle zu bezweifeln.
Auf jeden Fall ist diese Woche für Amy Macdonald insgesamt sehr positiv verlaufen. Ihr erster Hit "Mr Rock & Roll" macht nochmal zwei Plätze gut und sitzt bequem auf der 34, und ihr Album "This Is The Life" steht in den Albumcharts nach einer kurzen Verschnaufpause wieder auf dem bisherigen HIgh Platz 3.
Auf der 5 entert ein wahrer Spätzünder die Top 5. The Guru Josh Project klettert mit "infinity 2008" in der 14. Woche nochmal ganze vier Plätze nach oben und befindet sich damit nach 18,5 Jahren wieder am oberen Ende der deutschen Charts. Das Original mit dem nachgestellten "1990's: Time For The Guru" war damals allerdings wesentlich schneller. Bereits in der vierten Woche gings unter die ersten 5 und die Höchstplatzierung auf der 2 war in der achten Woche erreicht. Insgesamt war der Titel 26 Wochen notiert. Zumindest dies wird die Neufassung wohl mit Sicherheit toppen.
Der höchste Top 20-Zugang kommt von der 21 und ist eine alte Bekannte. Duffy hat nun mit "Warwick Avenue" einen ganz passablen Nachfolger zu ihrer Nr.1 vom April diesen Jahres. "Mercy" rutscht in dieser Woche übrigens leicht von der 27 auf die 31. "Warwick Avenue" hielt sich eine ganze Weile im Schatten des Megasellers auf. 6 Wochen war es am unteren Ende der Top 20 notiert, davon 3 x auf der 18, bevor sie letzte Woche kurz hinausschlidderte. Was nun genau diesen neuerlichen Schub ausgelöst hat, ist für mich nicht so einfach erklärbar. Die Nominierung für MTV Europe Music Awards in 3 Kategorien erfolgte erst am vergangenen Montag, also außerhalb des Auswertungszeitraums.
Der höchste Neuzugang diese Woche findet sich auf der 13. Jimi Blue kündigt mit "Key To The City" sein zweites Album an. Er selber bezeichnet seinen Stil eine Mischung aus HipHop, Pop und Dance. Mit dem vorliegenden Track ist ihm genau das besser gelungen als je zuvor. Ich gebe zu, dass ich mit den Stücken von seinem Debüt-Album "Mission Blue" recht wenig anfangen konnte. "Key To The City" hat für mich dagegen genau das richtige Flair eines unbeschwerten Popsongs. Deutsche Produktionen werden ja häufiger etwas schräg angesehen, wenn sie zu sehr mit Eingängigkeit dealen, in Amerika oder auch England passiert das dagegen andauernd. Und diese Produktionen dürfen dann auch hier Erfolg haben ...
Bisher waren die Titel von Jimi Blue immer auf ihrer Höchstposition eingestiegen. Es wäre schade, wenn es dieser nicht noch ein, zwei oder drei Plätze höher schaffen würde. Bislang ist es Jimi Blues dritter Top 20-Hit und das allererstemal, dass er den höchsten Neuzugang in Deutschland stellt.
Auf der 16 wird es gewollt kindisch. Mit "Häschenparty" kehrt Jamba-Kuschelhase Schnuffel ein drittes Mal in die deutschen Charts zurück. Da es nach dem 8-Wochen-Nr.1-Hit "Kuschel Song" mit "Ich hab' dich lieb" nicht mal mehr ganz bis in die Top 20 gereicht hat (übrigens just in dieser Woche nach 11 Wochen nicht mehr in den Charts), wollte man im Hause Jamba offensichtlich ganz sicher gehen und stellte dem Schnuffel-Hasen einen Schlagersänger zur Seite. Mit dem selbsternannten Discofox-König Michael Wendler wird das Kinderliedchen nochmal ordentlich aufgepeppt mit fettem Mallorca-Beat und entsprechend schlüpfrig-einfältigem Text. Michael Wendler profitiert von dem Deal ebenfalls gehörig, denn mit "Häschenparty" kann er seinen ersten Top 20-Hit verbuchen. Bisher stoppte er jeweils kurz davor. Mit "Sie liebt den DJ" gings vor einem Jahr bis zur 27, und mit "Nina" erreichte er im Frühjahr die 24. Auch er hat in dieser Woche mit seinem letzten Lied "Echolot" die deutschen Charts gerade verlassen. Mit der "Häschenparty" kündigt sich schon recht früh die kommende Karnevals-Saison an. Es ist anzunehmen, dass uns Hase und Micha für die nächste Zeit begleiten. Und Jamba hat schon mal das kommende Schnuffel-Weihnachtsalbum angekündigt.
Ganz knapp an ihrem zweiten Top 20-Hit vorbei schrammt die Norwegerin Maria Mena. "All This Time (Pick-Me-Up Song)" schafft es in der Debut-Woche auf die 21. Das ist natürlich nicht unbedingt ein Grund für Traurigkeit. Bei "Just Hold Me", ihrem bislang größtem Hit hat es auch erstmal 5 Wochen gedauert, bis es in die Top 20 und schließlich in der 10. Woche auf Höchstposition 14 gelangte. Und ich gehe davon aus, dass das neue, verträumte Liedchen mit Lalala-Passagen noch eine ganze Menge von Freunden finden wird. Momentan ist die Vorabauskopplung zum Album "Cause and Effect" Maria Menas zweitbestplatzierter Titel in den deutschen Charts.
Etwas weiter unten fällt ein Titel auf, der sich diese Woche gegen Trend um 12 Plätze nach oben schiebt. "Trauriges Mädchen", die EP des Berliners Sven van Thom erreicht mit Platz 28 einen neuen Bestwert. Bekannt ist der Titel vor allem durch seinen Einsatz innerhalb eines Trailers von Pro7.
Das Fernsehen ist auch für die nächsten Neuzugänge verantwortlich. Am 19. September flimmerte auf dem Disney-Chanel "Camp Rock" als Deutschland-Premiere über die Bildschirme. Teenies und Freunde wurden durch massive Plakataktionen schon einige Zeit vorher in Aufregung versetzt. Auf der 35 und 36 sind nun die konkreten Ergebnisse zu bestaunen. Da landen auf der höheren Position die Jonas Brothers mit "Burnin' Up", ein Track, der nicht in "Camp Rock" vorkommt, aber zielsicher zum Filmstart veröffentlicht wurde und nach "S.O.S." im Juli diesen Jahres das zweite Gastspiel der Jonas Brothers in den deutschen Charts ist. Und auf der 36 stehen neu Demi Lovato und Joe Jonas (zweiter von den Jonas Brothers), in "Camp Rock" das Traumpaar Mitchie und Shane. "This Is Me" stammt aus dem Original Soundtrack zum Film und ist nur als Online-Single erhältlich. Dort wird es aber als Solo-Track von Demi Lovato geführt.
Es ist anzunehmen, dass beide Tracks sich nicht weiter noch oben bewegen und wohl in Kürze aus den Charts wieder verschwinden.
Der letzte wirkliche Neuzugang in den Top 50 geht an Alicia Keys. Mit "Superwoman" ist der 12. Titel der Amerikanerin in den Charts und der dritte aus ihrem Album "As I Am", welches uns vor allem den Überflieger "No One" Ende 2007 beschert hat. Das gefühlvolle "Superwoman" zeigt uns Alicia Keys genau so, wie wir sie uns vorstellen und deshalb hat der Titel eine Menge Potenzial und könnte sich noch eine ganze Weile in unseren Ohren tummeln. Spannend wirds allerdings schon in Kürze, denn der Titelsong zum neuen James-Bond-Film "A Quentum Of Solace" ist ein Duett zwischen Jack White von den White Stripes und Alicia Keys. Da klingt sie doch schon sehr anders und spannend und die Meinungen gehen ziemlich weit auseinander. Bereits jetzt ist "Another Way To Die" als Download zu haben, in Großbritannien gings auch schon in die Top 30, ab sofort (3. Oktober) gibt es auch die CD-Version zu kaufen.
Ursprünglich war als Interpretin für den neuen Bond-Song Amy Winehouse vorgesehen, aber diese lieferte den Titel nicht ab und kann somit lediglich mit bekanntem Material präsent sein. Das gelingt ihr allerdings ganz gut. "Valerie" in Zusammenarbeit mit Mark Ronson geht in dieser Woche von der 39 auf die 47, nunmehr die 40. Woche in Folge in den Charts präsent.
In der unteren Hälfte der Charts wirkt sich besonders die Veröffentlichung der CD "Wettsingen in Schwetzingen" als Unplugged-Session der Söhne Mannheims und Xavier Naidoos aus. Während die aktuelle reguläre Single "Das hat die Welt noch nicht gesehn" leicht von der 6 auf die 8 rutscht, steigen auf 72, 76, 78, 82 und 92 alle möglichen älteren Hits wieder ein. Interessant ist, dass diese Titel in einigen Listen als Neuzugänge, in anderen als Wiedereinsteiger oder auch bunt gemischt durcheinander geführt werden. Online sind die Titel sowohl in der Studio- wie auch in der Unplugged Live-Version verfügbar. Bei i-Tunes sind die neuen Varianten allerdings die wesentlich häufiger abgerufenen. In der Zählung allerdings werden die verschiedenen Versionen zusammen gezählt. Charttechnisch keine ganz einfache Variante, denn es gab auch Zeiten, in denen wurden Original- und Live-Versionen streng als verschiedene Titel gelistet, was im Endeffekt für die Statistik ein Mehr an platzierten Titel pro KünstlerIn bedeutete. Aber natürlich sind das vor allem Mikro-Details für Ultra-Chart-Fans. Die Mehrheit wird wahrscheinlich nur interessieren, dass "Ich kenne nichts" bzw. "Geh davon aus" offensichtlich die beliebtesten Titel des Wettsingens sind, welches sich in den Albumcharts von nichts auf die Position 1 katapultierte.
Charts vom 26. September 2008
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Nichts Neues auf den beiden Spitzenplätzen. Katy Perry hält sich mit "I Kissed A Girl" weiter auf der 1 vor Rosenstolz und "Gib mir Sonne". Die Veröffentlichung des Albums "One Of The Boys" tut also der Beliebtheit des einzelnen Tracks keinen Abbruch. Katy Perry landet auf Platz 7 als Debüt in den Album-Charts. Und das in einer Woche in der fünf Neuzugänge in die Top 10 schiessen ... alle Achtung!
Katy Perry ist insgesamt die vierte Woche Spitzenreiterin in Deutschland. Die letzte Künstlerin aus Übersee, der Gleiches gelang war Rihanna im Juni/Juli vergangenen Jahres, als "Umbrella" 5 Wochen an der Spitze der deutschen Charts stand. Da sie für diesen Track mit JAY-Z kollaboriert hat, ist der Vergleich vielleicht nicht ganz fair. Deshalb sei Nelly Furtado an dieser Stelle angeführt, die Anfang 2007 mit "All Good Things (Come To An End)" sechs Wochen an der Spitze stand. Zumindest in den offiziellen Credits ist diese Single aus Solo-Stück zu werten, freilich wurde mit Rea Garvey auch hier ein männlicher Part hinzugefügt. Die letzte US-amerikanische Solo-Künstlerin, die sich so lange auf der Spitzenposition halten konnte, war Madonna mit "Hung Up", das sich zum Jahreswechsel 2005/2006 ganze 9 Wochen als bestverkaufter Track behaupten konnte. (Und bitte, jetzt nicht argumentieren: Madonna lebt doch in England ...)
In die Spitzengruppe schiebt sich in dieser Woche von der 4 Amy Macdonald einen Platz nach oben. "This Is The Life" erreicht damit in der neunten Woche die vorläufig beste Platzierung. Die Vorgängersingle "Mr Rock & Roll" brauchte übrigens acht Wochen für ihren Peak auf Platz 21 und steigt in dieser Woche - die insgesamt 27. - von der 42 auf Platz 36. Auch hier lohnt ein Blick in die Albumcharts, denn dieses holte nach 27 Wochen vor 7 Tagen ebenfalls erstmals den dritten Rang. Zu "This Is The Life" selber muss ich wohl nichts mehr sagen. Mir scheint, der Track läuft derzeit überall hoch und runter, eine Art gute Laune-Song, den irgendwie jeder mitsummen kann, ohne dass sofort jeder weiß, wer's ist ... Derzeit ist Amy Maydonald fleißig in den USA am touren, zu uns nach Deutschland kommt sie am 20. und 22. Oktober. Köln und Berlin sind die Orte.
Einen Platz tiefer, auf der 4 klettert allmählich Seeed-Frontmann Peter Fox nach oben. Damit ist er auf einem persönlichen Höchststand, denn mit seiner Band hatte er es bisher nur 2 x auf Platz 5 geschafft. "Alles Neu" hat übrigens ein derartiges Suchtpotenzial, könnte gut sein, dass Platz 4 noch längst nicht das Ende ist.
Kommen wir zu den Neueinsteigern. Da melden sich auf der 14 nach mehr als zweijähriger Chartabstinenz The Rasmus zurück. "Livin' In A World Without You" beginnt erstmal sehr poppig, bevor der eigentliche Gitarrenpart einsetzt. Und auch da bleibt es im Gegensatz zu ihren früheren Stücken eher etwas zahm. Als Produzent fungierte Desmond Child, der schon so verschiedene Acts wie Alice Cooper und Ricky Martin betreut hat. Bei The Rasmus scheint er nun beide Pole erfolgreich vereint zu haben. In ihrer Heimat Finnland landeten The Rasmus mit dem Vorboten zu ihrem siebten Album "Black Roses" ihren fünften Nr.1-Hit. Ab 26. September gibt es das komplette Werk dann auch in Deutschland im Handel.
Auf Rang 17 startet Miley Cyrus mit der Debüt-Single "7 Things" ihre eigene Chartkarriere. Der momentan bestverdienende Teenager hat bereits als Serienstar Hannah Montana ordentlich Karriere gemacht und gastierte unter dem fiktiven Namen bereits im Mai/Juni für ein paar Wochen in den Singles-Charts. Jetzt will sich die junge Dame von ihrem etwas zu glatt produzierten Disney-Image befreien und legt mit dem programmatisch benannten Album "Breakout" tatsächlich erstaunlich authentisch klingenden Gitarrenpop hin. Fans der Serie dürfen aber beruhigt sein. Miley Cyrus bestätigte, dass sie auch weiter die Rolle Hannah Montana spielen würde. Und dem geplanten Film (Start ist vorgesehen für März 2009) stehe nichts im Wege. Ob es künftig in den Charts Battles in der Art: Serienfigur und reale Künstlerin geben wird ... ? Ich bin gespannt. Momentan steht es 1:0 für die reale Musikerin.
Einen Platz drunter schiebt sich in der dritten Chartwoche Kardinal Offishall mit "Dangerous" in die Top 20. Die Zusammenarbeit mit Akon ist der erste Top 20-Hit des Kanadiers, sein Album gibts zum kostenlosen Hören auf iMeem.
Trackpartner Akon ist mit "Dangerous" bereits zum sechsten Mal in diesem Bereich platziert. Allerdings liegt sein letzter Aufenthalt auch schon gut eineinhalb Jahre zurück, als er Eminem ("Smack That"), Snoop Dogg ("I Wanna Love You") und Gwen Stefani ("The Sweet Escape") sozusagen hintereinander Weg das obere Fünftel der Charts durchstreifte.
Der nächste Neieinsteiger findet sich auf der 32. Und hier wird es eurotrashig. Erinnert sich noch jemand an Arsenium? Na dann vielleicht an O-Zone? Die brachten uns 2004 den Sommerhit "Dragostea din tei". Ich schätze jeder erinnert sich noch an "Numa Numa Yei", welches 14 Wochen die Spitzenposition innehatte. Danach folgte nach dem selben Prinzip noch ein Top 10-Titel namens "Despre Tine" und dann gab die moldawische Boygroup ihre Trennung bekannt. Einer des Trios, nämlich Arsenie Todiras nutzte die Gelegenheit sofort aus und startete zur Solokarriere. Mit "Love me ..., Love Me ...", welches fleißig das russische Kalinka zitierte schaffte er es denn auch in die deutschen Charts bis immerhin auf Platz 33. Sein Duett mit Natalia Gordienko mit dem Titel "Loca" war dagegen hierzulande ein Desaster und fiel auch beim Eurovision Song-Contest durch. Danach wurde es ruhig. - Bis im Juli diesen Jahres plötzlich Bandpartner Dan Balan als Crazy Loop die Top 20 eroberte. Offensichtlich ist das "Numa Numa Yei"-Prinzip noch lange nicht tot und so entschloss sich Sony BMG auch Arsenium wieder zu reaktivieren. MIt dem fast originalen Aufguss von "Dragostea Din Tei" geht es also in die Vermarktung. Der Titel "Rumadai" verheißt schon nichts Gutes, das Video ist absolut grottenmäßig, naja und der Song ... siehe oben. Kann ich sofort mitsingen, tus aber nicht. Nehmts mir nicht übel, ich bin wirklich leicht zu begeistern für Euro-Trash und Ost-Pop, aber die Nummer ist mir echt zu billig. Das taugt meiner Meinung nach nicht mal für ne ordentliche Sommerparty in Chisinau.
Der Neueinsteiger zwei Plätze tiefer richtet sich vermutlich an ein ganz ähnliches Publikum, allerdings mit wesentlich mehr musikalischen (und pädagogischen?) Ambitionen. Donikkl verspricht auf seiner Homepage frechen Family Reggae Pop Rock. Und genau das ist "So a schöner Tag" auch. In Erinnerung an spaßige Live-Auftritte im Sommer ist die CD ein ganz schönes Souvenir. Ich hoffe nur, dass sich hier nicht der Schnappi-Effekt breit macht und Andreas Donauer samt Gefolgschaft einen ungewollten Hipness-Faktor einbringt. Aber wahrscheinlich ist dazu das ganze Projekt zu ambitioniert.
Auf der 38 gibt es dann endlich wieder was Ernstzunehmendes. Rapper Curse aus Minden macht sich Gedanken zur "Freiheit". Die Single ist der Vorbote zum gleichnamigen Album, welches ab sofort auch im Handel erhältlich ist. Für Curse ist es nach gut 3 Jahren ein Comeback in den Top 50, das letzte mal war er mit Samir und "Struggle" im April 2006 am unteren Ende der Charts anzutreffen. Die bei Curse zitierte Aufnahme von Westernhagens "Freiheit" schaffte es in einer Live-Version übrigens vor 17 Jahren bis auf den Platz 24. Insgesamt war diese Version 23 Wochen in den Charts.
Ein Klassiker entert auf der 45 zum nunmehr drittenmal die Top 50. "Nothiing Else Matters" ist der kommerziell erfolgreichste Titel Metallicas. Bei seiner Erstveröffentlichung 1992 kletterte er bis auf Platz 9. Anfang 2000 gab es ein Comeback des Titels als Live-Version mit Michael Kamen und dem San Francisco Symphony Orchestra. Diese Version erreichte für drei Wochen die Position 2. Seit nunmehr fünf Wochen ist "Nothing Else Matters" wieder in den Charts und kletterte bisher 99 - 57 - 56 - 51 - 45. Dieser neuerliche Erfolg ist mit Sicherheit der angekündigten Veröffentlichung ihres neunten Studioalbums "Death Magnetic" zu Lasten zu schreiben. In dieser Woche nun erschien das Werk und enterte sofort die 1 in den Album-Charts. Wie Media control mitteilt übrigens der beste Start eines Albums in diesem Jahr.
"Nothing Else Matters" steht mit dieser Woche in der insgesamt 34. Woche in den Charts. Zählt man die Live-Version dazu sind es bereits 54 Wochen. Auf der 98 findet sich nebenbei bemerkt in dieser Woche wieder dabei "Whiskey In The Jar" aus dem Jahr 99.
Wo wir schon bei den unteren Plätzen sind: Auf der 97 steigt in dieser Woche die aktuelle Nr.1 aus Großbritannien ein, nämlich Kings Of Leon mit "Sex On Fire". Das Album der Amerikaner "Only By The Night" ist seit 19. September zu haben. Die Single ist als Veröffentlichung in Deutschland bislang nicht vorgesehen. Der Einstieg geht also auf reine Online-Downloads zurück.
Nichts Neues auf den beiden Spitzenplätzen. Katy Perry hält sich mit "I Kissed A Girl" weiter auf der 1 vor Rosenstolz und "Gib mir Sonne". Die Veröffentlichung des Albums "One Of The Boys" tut also der Beliebtheit des einzelnen Tracks keinen Abbruch. Katy Perry landet auf Platz 7 als Debüt in den Album-Charts. Und das in einer Woche in der fünf Neuzugänge in die Top 10 schiessen ... alle Achtung!
Katy Perry ist insgesamt die vierte Woche Spitzenreiterin in Deutschland. Die letzte Künstlerin aus Übersee, der Gleiches gelang war Rihanna im Juni/Juli vergangenen Jahres, als "Umbrella" 5 Wochen an der Spitze der deutschen Charts stand. Da sie für diesen Track mit JAY-Z kollaboriert hat, ist der Vergleich vielleicht nicht ganz fair. Deshalb sei Nelly Furtado an dieser Stelle angeführt, die Anfang 2007 mit "All Good Things (Come To An End)" sechs Wochen an der Spitze stand. Zumindest in den offiziellen Credits ist diese Single aus Solo-Stück zu werten, freilich wurde mit Rea Garvey auch hier ein männlicher Part hinzugefügt. Die letzte US-amerikanische Solo-Künstlerin, die sich so lange auf der Spitzenposition halten konnte, war Madonna mit "Hung Up", das sich zum Jahreswechsel 2005/2006 ganze 9 Wochen als bestverkaufter Track behaupten konnte. (Und bitte, jetzt nicht argumentieren: Madonna lebt doch in England ...)
In die Spitzengruppe schiebt sich in dieser Woche von der 4 Amy Macdonald einen Platz nach oben. "This Is The Life" erreicht damit in der neunten Woche die vorläufig beste Platzierung. Die Vorgängersingle "Mr Rock & Roll" brauchte übrigens acht Wochen für ihren Peak auf Platz 21 und steigt in dieser Woche - die insgesamt 27. - von der 42 auf Platz 36. Auch hier lohnt ein Blick in die Albumcharts, denn dieses holte nach 27 Wochen vor 7 Tagen ebenfalls erstmals den dritten Rang. Zu "This Is The Life" selber muss ich wohl nichts mehr sagen. Mir scheint, der Track läuft derzeit überall hoch und runter, eine Art gute Laune-Song, den irgendwie jeder mitsummen kann, ohne dass sofort jeder weiß, wer's ist ... Derzeit ist Amy Maydonald fleißig in den USA am touren, zu uns nach Deutschland kommt sie am 20. und 22. Oktober. Köln und Berlin sind die Orte.
Einen Platz tiefer, auf der 4 klettert allmählich Seeed-Frontmann Peter Fox nach oben. Damit ist er auf einem persönlichen Höchststand, denn mit seiner Band hatte er es bisher nur 2 x auf Platz 5 geschafft. "Alles Neu" hat übrigens ein derartiges Suchtpotenzial, könnte gut sein, dass Platz 4 noch längst nicht das Ende ist.
Kommen wir zu den Neueinsteigern. Da melden sich auf der 14 nach mehr als zweijähriger Chartabstinenz The Rasmus zurück. "Livin' In A World Without You" beginnt erstmal sehr poppig, bevor der eigentliche Gitarrenpart einsetzt. Und auch da bleibt es im Gegensatz zu ihren früheren Stücken eher etwas zahm. Als Produzent fungierte Desmond Child, der schon so verschiedene Acts wie Alice Cooper und Ricky Martin betreut hat. Bei The Rasmus scheint er nun beide Pole erfolgreich vereint zu haben. In ihrer Heimat Finnland landeten The Rasmus mit dem Vorboten zu ihrem siebten Album "Black Roses" ihren fünften Nr.1-Hit. Ab 26. September gibt es das komplette Werk dann auch in Deutschland im Handel.
Auf Rang 17 startet Miley Cyrus mit der Debüt-Single "7 Things" ihre eigene Chartkarriere. Der momentan bestverdienende Teenager hat bereits als Serienstar Hannah Montana ordentlich Karriere gemacht und gastierte unter dem fiktiven Namen bereits im Mai/Juni für ein paar Wochen in den Singles-Charts. Jetzt will sich die junge Dame von ihrem etwas zu glatt produzierten Disney-Image befreien und legt mit dem programmatisch benannten Album "Breakout" tatsächlich erstaunlich authentisch klingenden Gitarrenpop hin. Fans der Serie dürfen aber beruhigt sein. Miley Cyrus bestätigte, dass sie auch weiter die Rolle Hannah Montana spielen würde. Und dem geplanten Film (Start ist vorgesehen für März 2009) stehe nichts im Wege. Ob es künftig in den Charts Battles in der Art: Serienfigur und reale Künstlerin geben wird ... ? Ich bin gespannt. Momentan steht es 1:0 für die reale Musikerin.
Einen Platz drunter schiebt sich in der dritten Chartwoche Kardinal Offishall mit "Dangerous" in die Top 20. Die Zusammenarbeit mit Akon ist der erste Top 20-Hit des Kanadiers, sein Album gibts zum kostenlosen Hören auf iMeem.
Trackpartner Akon ist mit "Dangerous" bereits zum sechsten Mal in diesem Bereich platziert. Allerdings liegt sein letzter Aufenthalt auch schon gut eineinhalb Jahre zurück, als er Eminem ("Smack That"), Snoop Dogg ("I Wanna Love You") und Gwen Stefani ("The Sweet Escape") sozusagen hintereinander Weg das obere Fünftel der Charts durchstreifte.
Der nächste Neieinsteiger findet sich auf der 32. Und hier wird es eurotrashig. Erinnert sich noch jemand an Arsenium? Na dann vielleicht an O-Zone? Die brachten uns 2004 den Sommerhit "Dragostea din tei". Ich schätze jeder erinnert sich noch an "Numa Numa Yei", welches 14 Wochen die Spitzenposition innehatte. Danach folgte nach dem selben Prinzip noch ein Top 10-Titel namens "Despre Tine" und dann gab die moldawische Boygroup ihre Trennung bekannt. Einer des Trios, nämlich Arsenie Todiras nutzte die Gelegenheit sofort aus und startete zur Solokarriere. Mit "Love me ..., Love Me ...", welches fleißig das russische Kalinka zitierte schaffte er es denn auch in die deutschen Charts bis immerhin auf Platz 33. Sein Duett mit Natalia Gordienko mit dem Titel "Loca" war dagegen hierzulande ein Desaster und fiel auch beim Eurovision Song-Contest durch. Danach wurde es ruhig. - Bis im Juli diesen Jahres plötzlich Bandpartner Dan Balan als Crazy Loop die Top 20 eroberte. Offensichtlich ist das "Numa Numa Yei"-Prinzip noch lange nicht tot und so entschloss sich Sony BMG auch Arsenium wieder zu reaktivieren. MIt dem fast originalen Aufguss von "Dragostea Din Tei" geht es also in die Vermarktung. Der Titel "Rumadai" verheißt schon nichts Gutes, das Video ist absolut grottenmäßig, naja und der Song ... siehe oben. Kann ich sofort mitsingen, tus aber nicht. Nehmts mir nicht übel, ich bin wirklich leicht zu begeistern für Euro-Trash und Ost-Pop, aber die Nummer ist mir echt zu billig. Das taugt meiner Meinung nach nicht mal für ne ordentliche Sommerparty in Chisinau.
Der Neueinsteiger zwei Plätze tiefer richtet sich vermutlich an ein ganz ähnliches Publikum, allerdings mit wesentlich mehr musikalischen (und pädagogischen?) Ambitionen. Donikkl verspricht auf seiner Homepage frechen Family Reggae Pop Rock. Und genau das ist "So a schöner Tag" auch. In Erinnerung an spaßige Live-Auftritte im Sommer ist die CD ein ganz schönes Souvenir. Ich hoffe nur, dass sich hier nicht der Schnappi-Effekt breit macht und Andreas Donauer samt Gefolgschaft einen ungewollten Hipness-Faktor einbringt. Aber wahrscheinlich ist dazu das ganze Projekt zu ambitioniert.
Auf der 38 gibt es dann endlich wieder was Ernstzunehmendes. Rapper Curse aus Minden macht sich Gedanken zur "Freiheit". Die Single ist der Vorbote zum gleichnamigen Album, welches ab sofort auch im Handel erhältlich ist. Für Curse ist es nach gut 3 Jahren ein Comeback in den Top 50, das letzte mal war er mit Samir und "Struggle" im April 2006 am unteren Ende der Charts anzutreffen. Die bei Curse zitierte Aufnahme von Westernhagens "Freiheit" schaffte es in einer Live-Version übrigens vor 17 Jahren bis auf den Platz 24. Insgesamt war diese Version 23 Wochen in den Charts.
Ein Klassiker entert auf der 45 zum nunmehr drittenmal die Top 50. "Nothiing Else Matters" ist der kommerziell erfolgreichste Titel Metallicas. Bei seiner Erstveröffentlichung 1992 kletterte er bis auf Platz 9. Anfang 2000 gab es ein Comeback des Titels als Live-Version mit Michael Kamen und dem San Francisco Symphony Orchestra. Diese Version erreichte für drei Wochen die Position 2. Seit nunmehr fünf Wochen ist "Nothing Else Matters" wieder in den Charts und kletterte bisher 99 - 57 - 56 - 51 - 45. Dieser neuerliche Erfolg ist mit Sicherheit der angekündigten Veröffentlichung ihres neunten Studioalbums "Death Magnetic" zu Lasten zu schreiben. In dieser Woche nun erschien das Werk und enterte sofort die 1 in den Album-Charts. Wie Media control mitteilt übrigens der beste Start eines Albums in diesem Jahr.
"Nothing Else Matters" steht mit dieser Woche in der insgesamt 34. Woche in den Charts. Zählt man die Live-Version dazu sind es bereits 54 Wochen. Auf der 98 findet sich nebenbei bemerkt in dieser Woche wieder dabei "Whiskey In The Jar" aus dem Jahr 99.
Wo wir schon bei den unteren Plätzen sind: Auf der 97 steigt in dieser Woche die aktuelle Nr.1 aus Großbritannien ein, nämlich Kings Of Leon mit "Sex On Fire". Das Album der Amerikaner "Only By The Night" ist seit 19. September zu haben. Die Single ist als Veröffentlichung in Deutschland bislang nicht vorgesehen. Der Einstieg geht also auf reine Online-Downloads zurück.
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