Mittlerweile schreiben wir den 16. Januar, das Jahr 2009 ist also gut im Gange, nur in den Charts sieht es noch eher lahm aus. Die dritte Woche in Folge, dass der höchste Neuzugang nur ein Wiedereinsteiger ist. Und mittlerweile die vierte Woche in Folge, dass die Top 10 nahezu statisch sind. An der Spitze also keine Veränderung. Katy Perry steht mit Hot N Cold die siebte Woche auf der Nr.1. Auch Polarkreis 18 und Amy Macdonald bewegen sich nicht von den Positionen 2 und 3.
Curse mit Silbermond macht noch einmal eine Wende und geht von der 11 auf die 7. So stehen sie mit Bis zum Schluss das zweite mal auf Höchstposition. Insgesamt stehen ihnen jetzt 8 Chartwochen zu Buche. Silbermond haben derweil ihre neue Single für den 20. Februar angekündigt. Das ist noch eine Weile hin. Bei Curse war derzeit noch gar nichts zu finden an Aussagen über anstehende Releases.
Der Gewinner in den Top 10 ist in dieser Woche DJ Ötzi. Mit einem Satz von der 29 auf die 10 bringt er sich in der 11. Woche wieder zurück ans obere Ende der Charts. Offensichtlich läuft Noch in 100.000 Jahren auf den Aprés-Ski-Partys ganz gut ... und die Karnevalsaison steht auch vor der Tür. Fast schon traditionell gehört der Januar zu großen Teilen doch den Stimmungsknallern und Discofox-Titeln. So auch 2009. Und dass DJ Ötzi die Liste der Party-Hits anführt ist ebenfalls nicht außergewöhnlich. Unter statistischer Betrachtung ist es jetzt spannend wie hoch ihn sein diesjähriger Titel noch bringen wird. Sein letztjähriger Beitrag I will leb’n brachte es im Februar immerhin auf Position 7, während davor das Duett mit Nik P. Ein Stern (der deinen Namen trägt) zwischen März und Mai 2007 11 Wochen lang an der Spitze der deutschen Charts stand und damit zum kommerziell erfolgreichsten Titel des Jahres 2007 avancierte. Auch in dieser Woche platziert sich der Dauerbrenner unter den volkstümelnden Stimmungsschlager wieder recht beständig auf der 47 (von 46) in der mittlerweile 78. Woche, laut chartsurfer.de der Titel mit dem viertlängsten Chartaufenthalt und nur drei Wochen vom Spitzenreiter Wolfgang Petry entfernt.
So wie es DJ Ötzi noch einmal zu neuen Höhen treibt, so kann sich Markus Becker über einen weiteren Wiedereinstieg freuen. Vor einer Woche schaffte es Das rote Pferd auf der 69 wieder in die Liste und diese Woche geht es nochmal 10 Plätze nach oben auf die 59. Auf der 34 platziert sich – sozusagen als höchster Einsteiger – dieses Mal außerdem Hörst du die Regenwürmer husten wieder in der Auswertung. Im August letzten Jahres stand der Titel bereits für fünf Wochen in der Liste und erreichte die Höchsposition 23. Jetzt wurde eine Après-Ski-Version veröffentlicht und mit dem Einstieg jetzt nach 4 Monaten scheint Markus Becker also einen zweiten Klassiker der Szene für sich verbuchen zu können. Es ist anzunehmen, dass die Regenwürmer in den kommenden Wochen noch um einiges klettern – die Karnevalsaison hat ja noch nicht einmal begonnen.
Die Originalversion von Hörst du die Regenwürmer husten stammt übrigens von Bernd Stelter und erreichte vor knapp einem Jahr die 34, also genau die Position, auf welcher die neue Version jetzt wieder einsteigt.
Der höchste reguläre Neueinsteiger geht ebenfalls an einen Party-Barden. Tim Toupet war im vergangenen Jahr mit zwei Titeln in den Charts präsent, darunter auch der Top 10-Erfolg Ich bin ein Döner. Bereits seit dem 21. November gibt es Tim Toupets neuesten Streich, eine Version von Donikkls So a schöner Tag (Fliegerlied), welches es im Oktober letzten Jahres bis zur 24 brachte und auch in einer Version der Jungen Zillertaler für ein paar Wochen in den Charts notiert waren. Nun also startet die etwas hochdeutschere Variante von Tim Toupet als dritte Version ihre Chartkarriere. Platz 38 ist dabei etwas weniger als das Original bei seiner Erstnotierung vorweisen konnte. Für Tim Toupet ist es derzeit die zweitbeste Platzierung nach dem Döner-Hit.
Die Jungen Zillertaler sind in dieser Woche im übrigen auch wieder mit dabei. Auf der 88 können sie ihre fünfte Chartwoche verbringen.
Zu den Aufsteigern in der oberen Hälfte der Liste, die nicht in die Kategorie Après-Ski und Stimmungsmacher fallen, gehört LaFee. Die Single Ring frei geht in der 7. Woche noch einmal von 49 auf die 32, zeitgleich zur Veröffentlichung des gleichnamigen Albums, welches diese Woche den höchsten Neuzugang in der Albumliste auf der 6 schafft. Damit ist ihr viertes Album bereits das dritte in den Top 10 der Longplay-Auswertung. Bei den Singles sieht es nicht ganz so spektakulär aus: Ring frei ist der achte Titel, der sich in den Charts platzierten kann und der dritte nach ihrem Top 3-Hit Heul doch von 2007. Seitdem scheiterte sie immer knapp an der Grenze zur Top 20. So auch Ring frei, welches Anfang Dezember auf der 22 die Charts enterte. Trotzdem schon eine große Bilanz, wenn man bedenkt, dass LaFee jetzt gerade mal 18 Jahre alt ist.
Der höchste Wiedereinstieg ohne neue Versionen per CD oder in anderweitiger Form geht mit Platz 46 an September. Cry For You ist nach zwei Wochen Pause wieder in den Charts. Momentan in der 13. Woche notiert, wird dieser Aufenthalt vermutlich ein kurzes Intermezzo bleiben, denn sollte September wieder in die untere Hälfte der Charts rutschen – und das ist sehr bald zu erwarten – dann hätte sie lediglich zwei weitere Wochen, bevor ihr Titel, der clever um die Hookline von Bronski beats Smalltown Boy gebaut wurde, wieder der Bereinigungsregelung zum Opfer fällt.
Neu auf der 60, und überhaupt erstmals in den Charts sind fünf junge Opernsänger aus Deutschland, Österreich und Israel, die unter dem Namen Adoro auftreten, und bereits in den Album-Charts seit Anfang Dezember ordentliche Erfolge feiern konnten. Das Album Adoro steht derzeit auf der Vize-Position der Liste und nun schafft es ihre Version des Rosenstolz-Titels Liebe ist alles als reiner Download-Titel in die Single-Auswertung. Ausschlaggebend für diesen Erfolg dürfte ihr Auftritt in der Silvesternacht vor dem Brandenburger Tor in Berlin gewesen sein. Dort interpretierten sie nämlich um Punkt 0:00 Uhr vor 1 Million Zuschauern ihren derzeitigen Hit. Die Originalversion erreichte übrigens im Jahr 2004 die Position 6.
Ein überraschender Wiedereinstieg steht mit Planet Funk und Chase The Sun auf der 61. Der Titel, der 2001 erschien und damals vor allem als Premiere League Dart Theme Popularität erlangte war damals auch zwei Wochen in Deutschland notiert. Zum Jahreswechsel flimmerten auf den privaten Sportkanälen neben der Vierschanzentournee auch die 16. Weltmeisterschaften der Profi-Dart-Spieler über die Bildschirme. Offensichtlich hinterließ der 8 Jahre alte Titel der Italiener so viel Eindruck, dass er eine Rückkehr in die Liste per Downloads schafft. In der insgesamt 3. Woche ist Platz 61 gleichzeitig die beste Platzierung für Chase The Sun überhaupt.
Völlig neu und sofort mit Veröffentlichung in den Charts: das schafft die niederländische Hermes House Band mit ihrer 13. Single Please Don’t Go (Don’t You). Das Cover des Hits von K.C. & The Sunshine Band aus dem Jahr 1979 geht in der Version 2009 direkt auf die 65. Das ist die schlechteste Platzierung einer Hermes-Single seit 2003. Damals konnte Suzanna lediglich für eine Woche die 80 besetzen.
Das Original von Please Don’t Go stand in den USA für eine Woche auf der Nr.1, in Deutschland ging es bis auf Platz 20. Die Cover-Versionen von Double You und K.W.S. waren dagegen wesentlich erfolgreicher und erreichten 1992 Platz 3 bzw. 7 in Deutschland. Auch auf dem aktuellen Album von Basshunter gibt es eine Version von Please Don’t Go. In Schweden wurde diese bereits als Single ausgekoppelt. Warten wir ab, ob es auch in Deutschland als Solo-Titel zu haben sein wird.
Das Dance-Projekt Baracuda ist nach ihrem Hit I Will Love Again im Spätsommer mit neuer Single am Start. Aber Where Is The Love schneidet mit Platz 69 recht ernüchternd ab. Nur einmal stand Baracuda mit einem Titel schlechter in der Liste: 2005 mit Ass Up.
Der Jahresbeginn scheint für Dance-Projekte äußerst interessant zu sein, denn auch der Neuzugang auf der 79 kommt aus diesem Bereich. Novaspace ist nach zweieinhalb Jahren Pause mit neuer Sängerin zurück. Diese heißt Jenny Marsala und ist bislang noch nirgends in Erscheinung getreten. Die erste Produktion mit ihr ist, wie fast alle anderen Titel vorher wieder eine Cover. Diesesmal hat Produzent Felix Gauder eine deutsche Pop-Produktion aus dem Jahr 1988 ausgesucht. Dancing Into Danger war der einzige Hit des Duos Inker & Hamilton, geschrieben von Hubert Kah und produziert von Michael Cretu. Im März 1988 stand der Titel für zwei Wochen auf der Position 19. Novaspace hievt nun den Titel ins neue Jahrtausend, und auch wenn man kein Freund von Dance-Produktionen ist, hier muss man dann doch eingestehen, dass die aktuelle Variante zeitgemäßer klingt. Die Gunst der Käufer erlangt der Titel dennoch nicht. Novaspace – Next Generation liefert mit Platz 79 das deutlich schlechteste Ergebnis ihrer Chartkarriere ab.
Ein weiteres Cover, allerdings in einer Karneval-Mallorca-Discofox-Version kommt mit Mickie Krause und Jede Stelle meines Körpers ist sexy auf die 91. Das Original ist wohl leicht zu identifizieren: Astrid Kuby & Michael Rosaro landeten mit dem Körperzellen Rock im November für drei Wochen in der Liste. Höchste Position 76. – Es könnte gut möglich sein, dass wir diese Version ebenfalls bald wieder hier begrüßen dürfen.
Im Mai letzten Jahres gab es eine kleine Sensation. Led Zeppelins größter Hit Stairway To Heaven war zum allerersten mal in den deutschen Charts notiert. Für eine Woche auf der 71 – und dann war der Titel auch schon wieder draußen. Nun, in einer Zeit der Niedrigverkäufe und zurückhaltenden Veröffentlichungen seitens der Industrie schafft es Stairway To Heaven für eine zweite Woche in die Liste. Platz 89 kann notiert werden. Nächste Woche höchstwahrscheinlich schon wieder nicht mehr dabei.
Neu auf der 95 durch reine Download-Verkäufe sind Höhner.. Die Kölner Karnevals-Spezialisten liefern mit NaJuCo Colonia ein volkstümelndes Stimmungs-Medley. Die reguläre erscheint (bzw. erschien) am 9. Januar und dürfte also in der nächsten Woche zu den großen Aufsteigern zählen. Es ist der mittlerweile 11. Titel, der sich in den deutschen Charts platzieren kann und der dritte nach ihrem Nr.1-Hit Wenn nicht jetzt, wann dann? aus dem Jahr 2007. Die Höhner. sind mit der nahenden fünften Jahreszeit wieder gut im Geschäft. Wenn nicht jetzt, wann dann? geht auf der 96 wieder rein, gezählte 50. Woche. Und auch Viva Colonia setzt in dieser Woche zu seinem alljählichen Chartrun an, und zwar auf Position 99. Mittlerweile in der 44 Woche, höchste Platzierung auf der 20 in der Saison 2007.
Nach dreimonatiger Sperrfrist sind Madonna & Justin mit ihrem Ex-Nr.1-Hit 4 Minutes wieder auf der 71 in den Charts. Es ist die 27. Woche, die für den Titel gezählt wird, acht weitere folgen jetzt mit ziemlicher Sicherheit.
Gleiches gilt eigentlich auch für Sido, der mit Carmen wieder auf der 84 steht. Woche 12 ist der aktuelle Stand.
Von der Ruhe – um nicht zu sagen Flaute – im Musikgeschäft profitiert auch Jason Mraz, dessen Nachfolgesingle zu seinem Hit I’m Yours mit dem Titel Make It Mine nun doch noch, gut einen Monat nach Veröffentlichung, den Sprung in die Top 100 schafft, und zwar genau auf Platz 100. Damit ist Jason Mraz rein statistisch kein One Hit-Wonder mehr.
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Charts vom 28. November 2008
Holla - jetzt geht es aber tüchtig los in den deutschen Charts. Und sogar ganz oben tut sich eine Menge. Die Nr. 1 ist zwar immer noch die gleiche wie letzte Woche, aber schon auf Rang 2 wird munter nachgelegt. Aber erstmal: Polarkreis 18 sind mit "Allein Allein" nun in der fünften Woche an der Spitze und langsam wird es spannend, denn noch haben sie alle Chancen 8 Wochen voll zu machen und damit zu den Nr.1-Hits 2008 zu gehören, die am längsten ihre Position verteidigen konnten. Aber da gibt es auf Platz 2 sehr sehr starke Konkurrenz, denn hier steigt Katy Perry mit ihrer neuen Single "Hot N Cold" ein. Und das als reiner Download-Titel, denn in echt ist die Single erst seit dem 21. zu haben. Noch nie war ein nur digital-verkaufter Titel besser platziert und noch nie hat ein solcher Titel mit so einem Satz die Charts geentert. Natürlich ist die Only-Download-Zählung auch noch nicht soo alt: Seit 13. juli 2007 haben Titel die Möglichkeit auch als rein digitale Veröffentlichung in der Liste zu erscheinen. Erschwerend kommt hinzu, dass in Deutschland nicht die Anzahl ausschalggebend für die Platzierung ist, sondern der erzielte Umsatz. Das bedeutet, dass eine verkaufte Single-CD von Polarkreis 18 gleich viel Wert ist wie 5 bis 7 verkaufte Downloads von Katy Perry. Damit dürfte klar sein, dass "Hot N Cold" derzeitig der meistgekaufte Titel in Deutschland ist. Die beste Platzierung als rein digitale Single kam bislang von Paul Potts und seiner Puccini-Interpretation "Nessun Dorma" (ist noch gar nicht soo alt und treibt sich derzeit noch auf der 54, von 51 kommend rum ... dürfte aber schon nächste Woche nicht mehr dabei sein, es sei denn die Weihnachtsstimmung greift derart um sich ...)
Zurück zum Star der Woche: Eigentlich ist der Nachfolger zum Nr. 1-Hit "I Kissed A Girl" (fällt von 13 auf 19) viel weniger hypnotisch, aber er hat derzeit ein derartig starkes Airplay (aktuell die 4 in den eher langsamen und betulichen Airplay-Charts), dass offensichtlich alle gerade extrem gierig nach dem Titel sind. Und wir dürfen gespannt sein, ob sie nicht schon nächste Woche ihren zweiten Spitzentitel in Deutschland verbuchen kann. Sollte sie dies schaffen, ist sie eine der wenigen Acts, die es mit ihren jeweils ersten beiden Singles an die Spitze schafften. Letztes Beispiel für solch einen Einstand lieferte Mark Medlock im Jahr 2007. Mit dieser Woche gesellt sich Katy Perry an die Seite von Leona Lewis, die in diesem Jahr mit ihrem Debüt "Bleeding Love" ebenfalls die 1 enterte und mit "Better In Time" auf Rang 2 im Juli nachlegte.
Die Katy Perry-Sensation überschattet das, was ich in der letzten Woche schon angekündigt hatte. Britney Spears schickt mit "Womanizer" die Vorab-Single zu ihrem 6. Studio-Album "Circus" ins Rennen. In den USA brach sie mit der Single bereits alle möglichen Rekorde und fuhr ihre zweite Nr.1 ein. Hier in Deutschland reicht es in der ersten Woche für Platz 4, was immerhin das beste Ergebnis seit 2004 und ihrem Titel "My Prerogative" ist. Es ist ihr 16. Top 10-Hit und der 12. Titel, der es unter die ersten 5 schafft. Obwohl "Womanizer" von vielen als die beste Britney überhaupt betitelt wird, würde ich an dieser Stelle aber bezweifeln, dass sie damit ihre dritte Nr.1 in Deutschland holt. Aber warten wir es ab, wie wir sehen gibt es ja doch noch genügend Überraschungen im Chartgeschehen.
Die beste deutsche Produktion schafft es in dieser Woche auf die 7. Für mich eine sehr eigenwillige Kombination, die Rapper Curse da mit Silbermond eingegangen ist. Nachdem der Titelsong seines Albums "Freiheit" featuring Westernhagen Ende September nicht so sehr die Masse begeistern konnte, gelingt ihm durch Stefanie Kloß als Duettpartnerin das erste Mal der Sprung unter die ersten 10. Ich würde an dieser Stelle mal behaupten, dass dieses Ergebnis vor allem auf das Konto der charismatischen Stimme der Sängerin geht, denn Silbermond sind mit ihrer ehemaligen Nr.1 "Das Beste" auch nach zwei Jahren noch immer wieder am unteren Ende der Verkaufsliste zu finden. Letzte Woche zum Beispiel grad wieder notiert auf der Position 100. "Bis zum Schluss" erinnert mich irgenwie an bekannte Titel, obwohl es gut rhythmuslastig daherkommt und dadurch den gewohnten Silbermond-Sound schön bricht.
Der nächste Einsteiger hinterlässt die Frage: saugeil und mutig oder wahnwitzig übermütig. Wahrscheinlich ist das jedoch eine eher sehr deutsche oder europäische Frage, denn wenn der US-Rapper T.I. um die Hookline des Eurotrash-Hits "Dragostea din tei" von O-Zone einen abgebrühten Südstaaten-Rap mit Guestvocals von Rihanna bastelt, dann muss das in Übersee einfach cool aussehen und zur Nr.1 führen. Hier in Deutschland wurden wir ja erst diesen Sommer wieder mit den Überbleibseln des größten moldawischen Hits aller Zeiten beglückt. Crazy Frog und Arsenium hießen die Projekte, welche mehr oder minder geschickt das alte Rezept nochmal aufkochten. Nun also gibt es den Original-Gesang noch einmal in einem kleinen Ausschnitt zu hören bevor Rihanna übernimmt und eine wesentlich coolere Variante darbietet. Für T.I. ist "Live Your Life" der erste Aufenthalt in den deutschen Top 20 als Mainact. Mit seinem Rap-Part für Justin Timberlake's "My Love" stand er 2006 bereits auf Position 4. Rihanna ist mit ihrem Part momentan die zweite Künstlerin, die aktuell zwei Titel unter den oberen 20 platzieren kann. "Disturbia" rutscht in dieser Woche aus der Top 10 auf die 13.
Die momentan erfolgreichste Schülerband Deutschlands Aloha From Hell aus Aschaffenburg legen mit ihrer Rockballade "Walk Away" nach und können auf Anhieb den Erfolg ihres Debüts "Don't Gimme That" aus dem Sommer übertreffen. Platz 26 für Single Nr.2 und ein paar Konzerttermine gibt es im Dezember auch noch.
Zu Platz 34 gibt es wieder eine ganze Menge zu erzählen. Zunächst mal steht dort neu in der Liste Bushido feat. Karel Gott. Ja, richtig gelesen, der Rapper hinter dem Label ersguterjunge lässt derzeit nichts unversucht, ordentlich in die Schlagzeilen zu kommen und 'n Haufen Kohle abzuschöpfen so lange das drin ist. Biographie als Bestseller, Verfilmung derselben, Veröffentlichungen in Massen – dieses ist bereits die siebte Single, die sich in 2008 platzieren konnte – und dann eben auch mal gern ein Duett mit dem tschechischen Schlagerstar Karel Gott, den so richtig harte Jungs und Mädels ausm Ghetto vielleicht gar nicht mehr kennen. Zur Erinnerung: Karel Gott, die goldene Stimme aus Prag, begann seine Karriere in den 60ern, seine größten Erfolge feierte er zwischen 1970 und 86. Da gab es noch vor Zeiten der wöchentlichen Charts den Titel "Was damals war", der sich in der damaligen Hitparade bis zum Platz 8 vorarbeiten konnte. Unvergessen in den Gedächtnissen von Fans des deutschsprachigen Liedguts sind "Die Biene Maja" (Titelsong der Zeichentrickserie 1975) "Babicka" (1979 Platz 20) und "Fang das Licht" mit seiner Tochter Darinka (1986 Platz 15). Sein letzter Chartaufenthalt stammt aus dem Jahr 1997, als er mit einer deutschen Version von "Time To Say Good-Bye (Con Te Partiro)" bis auf Rang 86 kam. Nach mehr als 11-jähriger Pause feiert Karel Gott nun dank Bushido sein Chart-Comeback und hievt sich gleich richtig in die Jetzt-Zeit, denn "Für immer jung" landet auf Platz 34 durch reine Online-Verkäufe. Die reguläre Single steht erst seit heute in den Läden, wird also in zwei Wochen ganz sicher einen Sprung nach oben hinlegen. Und so wie sich das anlässt könnte es für Karel Gott die höchste Chartplatzierung überhaupt werden. Bushido hätte da ein wenig mehr zu tun, denn sein bislang bestplatzierter Titel stammt aus dem Jahr 2007 und hieß "Alles verloren". Platz 4 gilt es zu knacken und das könnte durchaus gelingen, denn die zweite "Sensation" der neuen Bushido-Single ist der Titel selber. "Für immer jung" zitiert nämlich ordentlich und wiedererkennbar den 80er jahre-Hit von Alphaville "Forever Young". Im Original 1984 bis Platz 4 geklettert, wurde der Titel bereits unzählige Male gecovert, am erfolgreichsten vom deutschen Technodance-Projekt Interactive, welches Anfang 1995 in Deutschland bis auf die 7 kam und sogar in Großbritannien den Sprung unter die Top 40 schaffte. 2002 gabs dann nochmal ein Remake, auch das mit ordentlichen Verkaufszahlen und nun sind also wieder ein paar Jahre ins Land gegangen, Weihnachten steht vor der Tür, Balladen-Schmonzetten stehen gut im Kurs und Bushido macht sich Gedanken übers Älterwerden. Natürlich sind da keine neuen Erkenntnisse zu erwarten, halt die bekannten Allgemeinplätze. Aber wer will schon immer nur zum Nachdenken animiert werden? 6 Mio Abrufe bei MySpace, 2 Mio bei Youtube, Einstieg in die Charts vor Verkaufsbeginn, Clinch mit VIVA und MTV ... da erübrigt sich jeder Kommentar.
So wie wir in nächster Zeit wahrscheinlich wieder ein Auge und Ohr auf Bushido + Gott haben werden, so können wir bereits in dieser Woche vermelden, dass die Jungs von Guns n' Roses wie erwartet ordentlich an Tempo zulegen. Von der 90 in der letzten Woche (als ihre Single lediglich eine halbe Woche im Geschäft war) auf die 38 springt "Chinese Democracy". Auf der Homepage der Band wird auch ein MySpace-Streaming-Rekord vermeldet. Im Schnitt sollen 25 HörerInnen pro Sekunde den Titel abgerufen haben. Da steht zu vermuten, dass auch eine ganze Menge an Leuten bei den bekannten Download-Shops eingekauft haben, denn in echt gibt es nach wie vor lediglich die Trendsingle mit nur einem Titel. Insgesamt ist diese Woche überhaupt deutlich zu merken, dass der Online-Markt an Bedeutung gewinnt.
Statistisch gesehen müssen Axl Rose und Freunde allerdings noch ein wenig mehr drauf legen. "Chinese Democracy" ist mit Platz 38 bislang noch der schlechtplatzierteste Titel der Band in den deutschen Charts. Lediglich "Patience" machte im September 1989 auf eben dieser Position halt, war aber insgesamt 13 Wochen lang notiert.
Mash-Ups sind nach wie vor sehr beliebt wie uns der Neuzugang auf der 51 zeigt. Da kommt das Debut des Dance-Projekts SASH! aus dem Jahr 1997 "Encore Une Fois" (damals Platz 16) neu in die Verkaufsliste, diesmal allerdings angefüllt mit der Gesangsspur von "Raindrops", einem Track des englischen Projektes Stunt und erschienen 2005 auf Data Records. Folgerichtig heißt die Neuveröffentlichung "Raindrops (Encore Une Fois)". In Großbritannien hats für das Stück bis in die Top 10 gelangt, ich finde, dass der Originaltrack von SASH! durch den Gesang eher an Kraft verliert und austauschbarer wirkt. Immerhin noch eine schöne Erinnerung an ein Projekt, dass seit mehr als 5 Jahren in der Versenkung verschwunden war und eigentlich schon begraben.
Estelle steigt mit ihrem dritten Titel "Come Over" auf der 62 ein. An ihrer Seite hat sie für diesmal Sean Paul, in 2008 das zweite mal in der Liste vertreten. Entspannter Raggae.
Eine absolut beeindruckende Stimme gibt es auf der 64 zu hören. Sie gehört dem Grafen, wie sich der letzte Verbliebene der Band Unheilig nennt. "An Deiner Seite" ist das Chartdebut des 1999 zusammen mit Jose Alvarez-Brill (aktuell Peter Heppner produzierend) gegründeten Projektes. Düster und stark.
Im Jahr 2008 war Jimi Blue ziemlich präsent. Mit einer fünften Single namens "Best Damn Life" gehts ins Weihnachtsgeschäft. Start auf der 67, während "Key To The City" von der 70 auf die 84 fällt.
Nach ihren bisher größten kommerziellen Erfolgen, den zwei Top 10-Singles aus dem "Viva La Vida"-Album charten Coldplay auf der 77 mit Titel Nr.3. Allerdings auch dies in der Digitalvariante. "Lost!" ist zwar auf genanntem Album enthalten und am 21.11. erschien auch die EP "Prospekts March" auf der "Lost!" noch drauf ist. Aber den Titel solo gibt es derzeit nur als Download-Variante.
Die 79 sieht die hessische Mädchenband Fräulein Wunder mit ihrer zweiten Single "Mein Herz ist Gift für dich". Ohne VIVA-Serie geht's etwas langsamer voran.
Auf der 81 erscheint Blutengel mal wieder. "Dancing In The Light" gibt es in zwei Varianten: als Forsaken- und als Solitary-Edition.
Rania ist die dritte Teilnehmerin der letzten DSDS-Staffel, die ihr Chartdebüt 2008 gibt. "Crying Undercover" steigt ein auf der 86.
Jens O.(phälders) und Jens Kindervater aka Michael Mind sind seit einigen Jahren auch unter dem Pseudonym The Real Booty Babes in der Clubszene unterwegs. Erfolge feiern sie vor allem mit Schranz-Versionen bekannter Hits. In diesem Jahr waren sie bereits mit einer Variante von "Apologize" notiert. Auf der 98 stehen sie in dieser Woche neu mit "I Kissed A Girl" - auch das als reiner Download-Titel.
TV-Show-Effekte wie gewohnt: Popstars-Kandidatinnen Diyana, Jill und Katharina singen in der Folge am 13.11. "Listen" und das Original von Beyoncé steigt auf der 63 wieder ein. Wird aber auch schnell wieder draußen sein.
Ähnlich ergehts wohl auch Westlife mit "You raise Me Up", die auf der 71 wieder auftauchen, nachdem Asawari Jacob am 15.11. seinen Auftritt mit dem Titel bei RTL "Supertalent"-Show hatte.
Auf der 99 entern Evanescence mit einem ihrer größten Hits "My Immortal" nochmal die Charts. Da weiß ich aber jetzt keine Erklärung, wodurch das verursacht wurde.
Für einen Neueinsteiger hab ich hier am Ende noch extra fünf Zeilen frei gehalten.
Es ist die letzte Woche im November oder auch der 1. Advent und auf der 73 erscheint, wie immer an diesem Datum, der Weihnachts-Pop-Hit schlechthin: "Last Christmas" von Wham! Bei seinem letzten Auftritt zum Jahreswechsel 07/08 hat der Titel mit Platz 4 seine beste Position überhaupt erreicht. Ein kleiner Rekord: in der 72. Woche und 23 Jahre nach dem Ersteintritt. Ob's in diesem Jahr nochmal höher geht? Position 73 als Start in die Saison ist im Vergleich nicht wahnsinnig überzeugend. Eventuell hat jetzt auch schon jedeR seine/ihre Version auf PC, Silberling oder sonst einer Form in der Sammlung.
Zurück zum Star der Woche: Eigentlich ist der Nachfolger zum Nr. 1-Hit "I Kissed A Girl" (fällt von 13 auf 19) viel weniger hypnotisch, aber er hat derzeit ein derartig starkes Airplay (aktuell die 4 in den eher langsamen und betulichen Airplay-Charts), dass offensichtlich alle gerade extrem gierig nach dem Titel sind. Und wir dürfen gespannt sein, ob sie nicht schon nächste Woche ihren zweiten Spitzentitel in Deutschland verbuchen kann. Sollte sie dies schaffen, ist sie eine der wenigen Acts, die es mit ihren jeweils ersten beiden Singles an die Spitze schafften. Letztes Beispiel für solch einen Einstand lieferte Mark Medlock im Jahr 2007. Mit dieser Woche gesellt sich Katy Perry an die Seite von Leona Lewis, die in diesem Jahr mit ihrem Debüt "Bleeding Love" ebenfalls die 1 enterte und mit "Better In Time" auf Rang 2 im Juli nachlegte.
Die Katy Perry-Sensation überschattet das, was ich in der letzten Woche schon angekündigt hatte. Britney Spears schickt mit "Womanizer" die Vorab-Single zu ihrem 6. Studio-Album "Circus" ins Rennen. In den USA brach sie mit der Single bereits alle möglichen Rekorde und fuhr ihre zweite Nr.1 ein. Hier in Deutschland reicht es in der ersten Woche für Platz 4, was immerhin das beste Ergebnis seit 2004 und ihrem Titel "My Prerogative" ist. Es ist ihr 16. Top 10-Hit und der 12. Titel, der es unter die ersten 5 schafft. Obwohl "Womanizer" von vielen als die beste Britney überhaupt betitelt wird, würde ich an dieser Stelle aber bezweifeln, dass sie damit ihre dritte Nr.1 in Deutschland holt. Aber warten wir es ab, wie wir sehen gibt es ja doch noch genügend Überraschungen im Chartgeschehen.
Die beste deutsche Produktion schafft es in dieser Woche auf die 7. Für mich eine sehr eigenwillige Kombination, die Rapper Curse da mit Silbermond eingegangen ist. Nachdem der Titelsong seines Albums "Freiheit" featuring Westernhagen Ende September nicht so sehr die Masse begeistern konnte, gelingt ihm durch Stefanie Kloß als Duettpartnerin das erste Mal der Sprung unter die ersten 10. Ich würde an dieser Stelle mal behaupten, dass dieses Ergebnis vor allem auf das Konto der charismatischen Stimme der Sängerin geht, denn Silbermond sind mit ihrer ehemaligen Nr.1 "Das Beste" auch nach zwei Jahren noch immer wieder am unteren Ende der Verkaufsliste zu finden. Letzte Woche zum Beispiel grad wieder notiert auf der Position 100. "Bis zum Schluss" erinnert mich irgenwie an bekannte Titel, obwohl es gut rhythmuslastig daherkommt und dadurch den gewohnten Silbermond-Sound schön bricht.
Der nächste Einsteiger hinterlässt die Frage: saugeil und mutig oder wahnwitzig übermütig. Wahrscheinlich ist das jedoch eine eher sehr deutsche oder europäische Frage, denn wenn der US-Rapper T.I. um die Hookline des Eurotrash-Hits "Dragostea din tei" von O-Zone einen abgebrühten Südstaaten-Rap mit Guestvocals von Rihanna bastelt, dann muss das in Übersee einfach cool aussehen und zur Nr.1 führen. Hier in Deutschland wurden wir ja erst diesen Sommer wieder mit den Überbleibseln des größten moldawischen Hits aller Zeiten beglückt. Crazy Frog und Arsenium hießen die Projekte, welche mehr oder minder geschickt das alte Rezept nochmal aufkochten. Nun also gibt es den Original-Gesang noch einmal in einem kleinen Ausschnitt zu hören bevor Rihanna übernimmt und eine wesentlich coolere Variante darbietet. Für T.I. ist "Live Your Life" der erste Aufenthalt in den deutschen Top 20 als Mainact. Mit seinem Rap-Part für Justin Timberlake's "My Love" stand er 2006 bereits auf Position 4. Rihanna ist mit ihrem Part momentan die zweite Künstlerin, die aktuell zwei Titel unter den oberen 20 platzieren kann. "Disturbia" rutscht in dieser Woche aus der Top 10 auf die 13.
Die momentan erfolgreichste Schülerband Deutschlands Aloha From Hell aus Aschaffenburg legen mit ihrer Rockballade "Walk Away" nach und können auf Anhieb den Erfolg ihres Debüts "Don't Gimme That" aus dem Sommer übertreffen. Platz 26 für Single Nr.2 und ein paar Konzerttermine gibt es im Dezember auch noch.
Zu Platz 34 gibt es wieder eine ganze Menge zu erzählen. Zunächst mal steht dort neu in der Liste Bushido feat. Karel Gott. Ja, richtig gelesen, der Rapper hinter dem Label ersguterjunge lässt derzeit nichts unversucht, ordentlich in die Schlagzeilen zu kommen und 'n Haufen Kohle abzuschöpfen so lange das drin ist. Biographie als Bestseller, Verfilmung derselben, Veröffentlichungen in Massen – dieses ist bereits die siebte Single, die sich in 2008 platzieren konnte – und dann eben auch mal gern ein Duett mit dem tschechischen Schlagerstar Karel Gott, den so richtig harte Jungs und Mädels ausm Ghetto vielleicht gar nicht mehr kennen. Zur Erinnerung: Karel Gott, die goldene Stimme aus Prag, begann seine Karriere in den 60ern, seine größten Erfolge feierte er zwischen 1970 und 86. Da gab es noch vor Zeiten der wöchentlichen Charts den Titel "Was damals war", der sich in der damaligen Hitparade bis zum Platz 8 vorarbeiten konnte. Unvergessen in den Gedächtnissen von Fans des deutschsprachigen Liedguts sind "Die Biene Maja" (Titelsong der Zeichentrickserie 1975) "Babicka" (1979 Platz 20) und "Fang das Licht" mit seiner Tochter Darinka (1986 Platz 15). Sein letzter Chartaufenthalt stammt aus dem Jahr 1997, als er mit einer deutschen Version von "Time To Say Good-Bye (Con Te Partiro)" bis auf Rang 86 kam. Nach mehr als 11-jähriger Pause feiert Karel Gott nun dank Bushido sein Chart-Comeback und hievt sich gleich richtig in die Jetzt-Zeit, denn "Für immer jung" landet auf Platz 34 durch reine Online-Verkäufe. Die reguläre Single steht erst seit heute in den Läden, wird also in zwei Wochen ganz sicher einen Sprung nach oben hinlegen. Und so wie sich das anlässt könnte es für Karel Gott die höchste Chartplatzierung überhaupt werden. Bushido hätte da ein wenig mehr zu tun, denn sein bislang bestplatzierter Titel stammt aus dem Jahr 2007 und hieß "Alles verloren". Platz 4 gilt es zu knacken und das könnte durchaus gelingen, denn die zweite "Sensation" der neuen Bushido-Single ist der Titel selber. "Für immer jung" zitiert nämlich ordentlich und wiedererkennbar den 80er jahre-Hit von Alphaville "Forever Young". Im Original 1984 bis Platz 4 geklettert, wurde der Titel bereits unzählige Male gecovert, am erfolgreichsten vom deutschen Technodance-Projekt Interactive, welches Anfang 1995 in Deutschland bis auf die 7 kam und sogar in Großbritannien den Sprung unter die Top 40 schaffte. 2002 gabs dann nochmal ein Remake, auch das mit ordentlichen Verkaufszahlen und nun sind also wieder ein paar Jahre ins Land gegangen, Weihnachten steht vor der Tür, Balladen-Schmonzetten stehen gut im Kurs und Bushido macht sich Gedanken übers Älterwerden. Natürlich sind da keine neuen Erkenntnisse zu erwarten, halt die bekannten Allgemeinplätze. Aber wer will schon immer nur zum Nachdenken animiert werden? 6 Mio Abrufe bei MySpace, 2 Mio bei Youtube, Einstieg in die Charts vor Verkaufsbeginn, Clinch mit VIVA und MTV ... da erübrigt sich jeder Kommentar.
So wie wir in nächster Zeit wahrscheinlich wieder ein Auge und Ohr auf Bushido + Gott haben werden, so können wir bereits in dieser Woche vermelden, dass die Jungs von Guns n' Roses wie erwartet ordentlich an Tempo zulegen. Von der 90 in der letzten Woche (als ihre Single lediglich eine halbe Woche im Geschäft war) auf die 38 springt "Chinese Democracy". Auf der Homepage der Band wird auch ein MySpace-Streaming-Rekord vermeldet. Im Schnitt sollen 25 HörerInnen pro Sekunde den Titel abgerufen haben. Da steht zu vermuten, dass auch eine ganze Menge an Leuten bei den bekannten Download-Shops eingekauft haben, denn in echt gibt es nach wie vor lediglich die Trendsingle mit nur einem Titel. Insgesamt ist diese Woche überhaupt deutlich zu merken, dass der Online-Markt an Bedeutung gewinnt.
Statistisch gesehen müssen Axl Rose und Freunde allerdings noch ein wenig mehr drauf legen. "Chinese Democracy" ist mit Platz 38 bislang noch der schlechtplatzierteste Titel der Band in den deutschen Charts. Lediglich "Patience" machte im September 1989 auf eben dieser Position halt, war aber insgesamt 13 Wochen lang notiert.
Mash-Ups sind nach wie vor sehr beliebt wie uns der Neuzugang auf der 51 zeigt. Da kommt das Debut des Dance-Projekts SASH! aus dem Jahr 1997 "Encore Une Fois" (damals Platz 16) neu in die Verkaufsliste, diesmal allerdings angefüllt mit der Gesangsspur von "Raindrops", einem Track des englischen Projektes Stunt und erschienen 2005 auf Data Records. Folgerichtig heißt die Neuveröffentlichung "Raindrops (Encore Une Fois)". In Großbritannien hats für das Stück bis in die Top 10 gelangt, ich finde, dass der Originaltrack von SASH! durch den Gesang eher an Kraft verliert und austauschbarer wirkt. Immerhin noch eine schöne Erinnerung an ein Projekt, dass seit mehr als 5 Jahren in der Versenkung verschwunden war und eigentlich schon begraben.
Estelle steigt mit ihrem dritten Titel "Come Over" auf der 62 ein. An ihrer Seite hat sie für diesmal Sean Paul, in 2008 das zweite mal in der Liste vertreten. Entspannter Raggae.
Eine absolut beeindruckende Stimme gibt es auf der 64 zu hören. Sie gehört dem Grafen, wie sich der letzte Verbliebene der Band Unheilig nennt. "An Deiner Seite" ist das Chartdebut des 1999 zusammen mit Jose Alvarez-Brill (aktuell Peter Heppner produzierend) gegründeten Projektes. Düster und stark.
Im Jahr 2008 war Jimi Blue ziemlich präsent. Mit einer fünften Single namens "Best Damn Life" gehts ins Weihnachtsgeschäft. Start auf der 67, während "Key To The City" von der 70 auf die 84 fällt.
Nach ihren bisher größten kommerziellen Erfolgen, den zwei Top 10-Singles aus dem "Viva La Vida"-Album charten Coldplay auf der 77 mit Titel Nr.3. Allerdings auch dies in der Digitalvariante. "Lost!" ist zwar auf genanntem Album enthalten und am 21.11. erschien auch die EP "Prospekts March" auf der "Lost!" noch drauf ist. Aber den Titel solo gibt es derzeit nur als Download-Variante.
Die 79 sieht die hessische Mädchenband Fräulein Wunder mit ihrer zweiten Single "Mein Herz ist Gift für dich". Ohne VIVA-Serie geht's etwas langsamer voran.
Auf der 81 erscheint Blutengel mal wieder. "Dancing In The Light" gibt es in zwei Varianten: als Forsaken- und als Solitary-Edition.
Rania ist die dritte Teilnehmerin der letzten DSDS-Staffel, die ihr Chartdebüt 2008 gibt. "Crying Undercover" steigt ein auf der 86.
Jens O.(phälders) und Jens Kindervater aka Michael Mind sind seit einigen Jahren auch unter dem Pseudonym The Real Booty Babes in der Clubszene unterwegs. Erfolge feiern sie vor allem mit Schranz-Versionen bekannter Hits. In diesem Jahr waren sie bereits mit einer Variante von "Apologize" notiert. Auf der 98 stehen sie in dieser Woche neu mit "I Kissed A Girl" - auch das als reiner Download-Titel.
TV-Show-Effekte wie gewohnt: Popstars-Kandidatinnen Diyana, Jill und Katharina singen in der Folge am 13.11. "Listen" und das Original von Beyoncé steigt auf der 63 wieder ein. Wird aber auch schnell wieder draußen sein.
Ähnlich ergehts wohl auch Westlife mit "You raise Me Up", die auf der 71 wieder auftauchen, nachdem Asawari Jacob am 15.11. seinen Auftritt mit dem Titel bei RTL "Supertalent"-Show hatte.
Auf der 99 entern Evanescence mit einem ihrer größten Hits "My Immortal" nochmal die Charts. Da weiß ich aber jetzt keine Erklärung, wodurch das verursacht wurde.
Für einen Neueinsteiger hab ich hier am Ende noch extra fünf Zeilen frei gehalten.
Es ist die letzte Woche im November oder auch der 1. Advent und auf der 73 erscheint, wie immer an diesem Datum, der Weihnachts-Pop-Hit schlechthin: "Last Christmas" von Wham! Bei seinem letzten Auftritt zum Jahreswechsel 07/08 hat der Titel mit Platz 4 seine beste Position überhaupt erreicht. Ein kleiner Rekord: in der 72. Woche und 23 Jahre nach dem Ersteintritt. Ob's in diesem Jahr nochmal höher geht? Position 73 als Start in die Saison ist im Vergleich nicht wahnsinnig überzeugend. Eventuell hat jetzt auch schon jedeR seine/ihre Version auf PC, Silberling oder sonst einer Form in der Sammlung.
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Charts vom 26. September 2008
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Nichts Neues auf den beiden Spitzenplätzen. Katy Perry hält sich mit "I Kissed A Girl" weiter auf der 1 vor Rosenstolz und "Gib mir Sonne". Die Veröffentlichung des Albums "One Of The Boys" tut also der Beliebtheit des einzelnen Tracks keinen Abbruch. Katy Perry landet auf Platz 7 als Debüt in den Album-Charts. Und das in einer Woche in der fünf Neuzugänge in die Top 10 schiessen ... alle Achtung!
Katy Perry ist insgesamt die vierte Woche Spitzenreiterin in Deutschland. Die letzte Künstlerin aus Übersee, der Gleiches gelang war Rihanna im Juni/Juli vergangenen Jahres, als "Umbrella" 5 Wochen an der Spitze der deutschen Charts stand. Da sie für diesen Track mit JAY-Z kollaboriert hat, ist der Vergleich vielleicht nicht ganz fair. Deshalb sei Nelly Furtado an dieser Stelle angeführt, die Anfang 2007 mit "All Good Things (Come To An End)" sechs Wochen an der Spitze stand. Zumindest in den offiziellen Credits ist diese Single aus Solo-Stück zu werten, freilich wurde mit Rea Garvey auch hier ein männlicher Part hinzugefügt. Die letzte US-amerikanische Solo-Künstlerin, die sich so lange auf der Spitzenposition halten konnte, war Madonna mit "Hung Up", das sich zum Jahreswechsel 2005/2006 ganze 9 Wochen als bestverkaufter Track behaupten konnte. (Und bitte, jetzt nicht argumentieren: Madonna lebt doch in England ...)
In die Spitzengruppe schiebt sich in dieser Woche von der 4 Amy Macdonald einen Platz nach oben. "This Is The Life" erreicht damit in der neunten Woche die vorläufig beste Platzierung. Die Vorgängersingle "Mr Rock & Roll" brauchte übrigens acht Wochen für ihren Peak auf Platz 21 und steigt in dieser Woche - die insgesamt 27. - von der 42 auf Platz 36. Auch hier lohnt ein Blick in die Albumcharts, denn dieses holte nach 27 Wochen vor 7 Tagen ebenfalls erstmals den dritten Rang. Zu "This Is The Life" selber muss ich wohl nichts mehr sagen. Mir scheint, der Track läuft derzeit überall hoch und runter, eine Art gute Laune-Song, den irgendwie jeder mitsummen kann, ohne dass sofort jeder weiß, wer's ist ... Derzeit ist Amy Maydonald fleißig in den USA am touren, zu uns nach Deutschland kommt sie am 20. und 22. Oktober. Köln und Berlin sind die Orte.
Einen Platz tiefer, auf der 4 klettert allmählich Seeed-Frontmann Peter Fox nach oben. Damit ist er auf einem persönlichen Höchststand, denn mit seiner Band hatte er es bisher nur 2 x auf Platz 5 geschafft. "Alles Neu" hat übrigens ein derartiges Suchtpotenzial, könnte gut sein, dass Platz 4 noch längst nicht das Ende ist.
Kommen wir zu den Neueinsteigern. Da melden sich auf der 14 nach mehr als zweijähriger Chartabstinenz The Rasmus zurück. "Livin' In A World Without You" beginnt erstmal sehr poppig, bevor der eigentliche Gitarrenpart einsetzt. Und auch da bleibt es im Gegensatz zu ihren früheren Stücken eher etwas zahm. Als Produzent fungierte Desmond Child, der schon so verschiedene Acts wie Alice Cooper und Ricky Martin betreut hat. Bei The Rasmus scheint er nun beide Pole erfolgreich vereint zu haben. In ihrer Heimat Finnland landeten The Rasmus mit dem Vorboten zu ihrem siebten Album "Black Roses" ihren fünften Nr.1-Hit. Ab 26. September gibt es das komplette Werk dann auch in Deutschland im Handel.
Auf Rang 17 startet Miley Cyrus mit der Debüt-Single "7 Things" ihre eigene Chartkarriere. Der momentan bestverdienende Teenager hat bereits als Serienstar Hannah Montana ordentlich Karriere gemacht und gastierte unter dem fiktiven Namen bereits im Mai/Juni für ein paar Wochen in den Singles-Charts. Jetzt will sich die junge Dame von ihrem etwas zu glatt produzierten Disney-Image befreien und legt mit dem programmatisch benannten Album "Breakout" tatsächlich erstaunlich authentisch klingenden Gitarrenpop hin. Fans der Serie dürfen aber beruhigt sein. Miley Cyrus bestätigte, dass sie auch weiter die Rolle Hannah Montana spielen würde. Und dem geplanten Film (Start ist vorgesehen für März 2009) stehe nichts im Wege. Ob es künftig in den Charts Battles in der Art: Serienfigur und reale Künstlerin geben wird ... ? Ich bin gespannt. Momentan steht es 1:0 für die reale Musikerin.
Einen Platz drunter schiebt sich in der dritten Chartwoche Kardinal Offishall mit "Dangerous" in die Top 20. Die Zusammenarbeit mit Akon ist der erste Top 20-Hit des Kanadiers, sein Album gibts zum kostenlosen Hören auf iMeem.
Trackpartner Akon ist mit "Dangerous" bereits zum sechsten Mal in diesem Bereich platziert. Allerdings liegt sein letzter Aufenthalt auch schon gut eineinhalb Jahre zurück, als er Eminem ("Smack That"), Snoop Dogg ("I Wanna Love You") und Gwen Stefani ("The Sweet Escape") sozusagen hintereinander Weg das obere Fünftel der Charts durchstreifte.
Der nächste Neieinsteiger findet sich auf der 32. Und hier wird es eurotrashig. Erinnert sich noch jemand an Arsenium? Na dann vielleicht an O-Zone? Die brachten uns 2004 den Sommerhit "Dragostea din tei". Ich schätze jeder erinnert sich noch an "Numa Numa Yei", welches 14 Wochen die Spitzenposition innehatte. Danach folgte nach dem selben Prinzip noch ein Top 10-Titel namens "Despre Tine" und dann gab die moldawische Boygroup ihre Trennung bekannt. Einer des Trios, nämlich Arsenie Todiras nutzte die Gelegenheit sofort aus und startete zur Solokarriere. Mit "Love me ..., Love Me ...", welches fleißig das russische Kalinka zitierte schaffte er es denn auch in die deutschen Charts bis immerhin auf Platz 33. Sein Duett mit Natalia Gordienko mit dem Titel "Loca" war dagegen hierzulande ein Desaster und fiel auch beim Eurovision Song-Contest durch. Danach wurde es ruhig. - Bis im Juli diesen Jahres plötzlich Bandpartner Dan Balan als Crazy Loop die Top 20 eroberte. Offensichtlich ist das "Numa Numa Yei"-Prinzip noch lange nicht tot und so entschloss sich Sony BMG auch Arsenium wieder zu reaktivieren. MIt dem fast originalen Aufguss von "Dragostea Din Tei" geht es also in die Vermarktung. Der Titel "Rumadai" verheißt schon nichts Gutes, das Video ist absolut grottenmäßig, naja und der Song ... siehe oben. Kann ich sofort mitsingen, tus aber nicht. Nehmts mir nicht übel, ich bin wirklich leicht zu begeistern für Euro-Trash und Ost-Pop, aber die Nummer ist mir echt zu billig. Das taugt meiner Meinung nach nicht mal für ne ordentliche Sommerparty in Chisinau.
Der Neueinsteiger zwei Plätze tiefer richtet sich vermutlich an ein ganz ähnliches Publikum, allerdings mit wesentlich mehr musikalischen (und pädagogischen?) Ambitionen. Donikkl verspricht auf seiner Homepage frechen Family Reggae Pop Rock. Und genau das ist "So a schöner Tag" auch. In Erinnerung an spaßige Live-Auftritte im Sommer ist die CD ein ganz schönes Souvenir. Ich hoffe nur, dass sich hier nicht der Schnappi-Effekt breit macht und Andreas Donauer samt Gefolgschaft einen ungewollten Hipness-Faktor einbringt. Aber wahrscheinlich ist dazu das ganze Projekt zu ambitioniert.
Auf der 38 gibt es dann endlich wieder was Ernstzunehmendes. Rapper Curse aus Minden macht sich Gedanken zur "Freiheit". Die Single ist der Vorbote zum gleichnamigen Album, welches ab sofort auch im Handel erhältlich ist. Für Curse ist es nach gut 3 Jahren ein Comeback in den Top 50, das letzte mal war er mit Samir und "Struggle" im April 2006 am unteren Ende der Charts anzutreffen. Die bei Curse zitierte Aufnahme von Westernhagens "Freiheit" schaffte es in einer Live-Version übrigens vor 17 Jahren bis auf den Platz 24. Insgesamt war diese Version 23 Wochen in den Charts.
Ein Klassiker entert auf der 45 zum nunmehr drittenmal die Top 50. "Nothiing Else Matters" ist der kommerziell erfolgreichste Titel Metallicas. Bei seiner Erstveröffentlichung 1992 kletterte er bis auf Platz 9. Anfang 2000 gab es ein Comeback des Titels als Live-Version mit Michael Kamen und dem San Francisco Symphony Orchestra. Diese Version erreichte für drei Wochen die Position 2. Seit nunmehr fünf Wochen ist "Nothing Else Matters" wieder in den Charts und kletterte bisher 99 - 57 - 56 - 51 - 45. Dieser neuerliche Erfolg ist mit Sicherheit der angekündigten Veröffentlichung ihres neunten Studioalbums "Death Magnetic" zu Lasten zu schreiben. In dieser Woche nun erschien das Werk und enterte sofort die 1 in den Album-Charts. Wie Media control mitteilt übrigens der beste Start eines Albums in diesem Jahr.
"Nothing Else Matters" steht mit dieser Woche in der insgesamt 34. Woche in den Charts. Zählt man die Live-Version dazu sind es bereits 54 Wochen. Auf der 98 findet sich nebenbei bemerkt in dieser Woche wieder dabei "Whiskey In The Jar" aus dem Jahr 99.
Wo wir schon bei den unteren Plätzen sind: Auf der 97 steigt in dieser Woche die aktuelle Nr.1 aus Großbritannien ein, nämlich Kings Of Leon mit "Sex On Fire". Das Album der Amerikaner "Only By The Night" ist seit 19. September zu haben. Die Single ist als Veröffentlichung in Deutschland bislang nicht vorgesehen. Der Einstieg geht also auf reine Online-Downloads zurück.
Nichts Neues auf den beiden Spitzenplätzen. Katy Perry hält sich mit "I Kissed A Girl" weiter auf der 1 vor Rosenstolz und "Gib mir Sonne". Die Veröffentlichung des Albums "One Of The Boys" tut also der Beliebtheit des einzelnen Tracks keinen Abbruch. Katy Perry landet auf Platz 7 als Debüt in den Album-Charts. Und das in einer Woche in der fünf Neuzugänge in die Top 10 schiessen ... alle Achtung!
Katy Perry ist insgesamt die vierte Woche Spitzenreiterin in Deutschland. Die letzte Künstlerin aus Übersee, der Gleiches gelang war Rihanna im Juni/Juli vergangenen Jahres, als "Umbrella" 5 Wochen an der Spitze der deutschen Charts stand. Da sie für diesen Track mit JAY-Z kollaboriert hat, ist der Vergleich vielleicht nicht ganz fair. Deshalb sei Nelly Furtado an dieser Stelle angeführt, die Anfang 2007 mit "All Good Things (Come To An End)" sechs Wochen an der Spitze stand. Zumindest in den offiziellen Credits ist diese Single aus Solo-Stück zu werten, freilich wurde mit Rea Garvey auch hier ein männlicher Part hinzugefügt. Die letzte US-amerikanische Solo-Künstlerin, die sich so lange auf der Spitzenposition halten konnte, war Madonna mit "Hung Up", das sich zum Jahreswechsel 2005/2006 ganze 9 Wochen als bestverkaufter Track behaupten konnte. (Und bitte, jetzt nicht argumentieren: Madonna lebt doch in England ...)
In die Spitzengruppe schiebt sich in dieser Woche von der 4 Amy Macdonald einen Platz nach oben. "This Is The Life" erreicht damit in der neunten Woche die vorläufig beste Platzierung. Die Vorgängersingle "Mr Rock & Roll" brauchte übrigens acht Wochen für ihren Peak auf Platz 21 und steigt in dieser Woche - die insgesamt 27. - von der 42 auf Platz 36. Auch hier lohnt ein Blick in die Albumcharts, denn dieses holte nach 27 Wochen vor 7 Tagen ebenfalls erstmals den dritten Rang. Zu "This Is The Life" selber muss ich wohl nichts mehr sagen. Mir scheint, der Track läuft derzeit überall hoch und runter, eine Art gute Laune-Song, den irgendwie jeder mitsummen kann, ohne dass sofort jeder weiß, wer's ist ... Derzeit ist Amy Maydonald fleißig in den USA am touren, zu uns nach Deutschland kommt sie am 20. und 22. Oktober. Köln und Berlin sind die Orte.
Einen Platz tiefer, auf der 4 klettert allmählich Seeed-Frontmann Peter Fox nach oben. Damit ist er auf einem persönlichen Höchststand, denn mit seiner Band hatte er es bisher nur 2 x auf Platz 5 geschafft. "Alles Neu" hat übrigens ein derartiges Suchtpotenzial, könnte gut sein, dass Platz 4 noch längst nicht das Ende ist.
Kommen wir zu den Neueinsteigern. Da melden sich auf der 14 nach mehr als zweijähriger Chartabstinenz The Rasmus zurück. "Livin' In A World Without You" beginnt erstmal sehr poppig, bevor der eigentliche Gitarrenpart einsetzt. Und auch da bleibt es im Gegensatz zu ihren früheren Stücken eher etwas zahm. Als Produzent fungierte Desmond Child, der schon so verschiedene Acts wie Alice Cooper und Ricky Martin betreut hat. Bei The Rasmus scheint er nun beide Pole erfolgreich vereint zu haben. In ihrer Heimat Finnland landeten The Rasmus mit dem Vorboten zu ihrem siebten Album "Black Roses" ihren fünften Nr.1-Hit. Ab 26. September gibt es das komplette Werk dann auch in Deutschland im Handel.
Auf Rang 17 startet Miley Cyrus mit der Debüt-Single "7 Things" ihre eigene Chartkarriere. Der momentan bestverdienende Teenager hat bereits als Serienstar Hannah Montana ordentlich Karriere gemacht und gastierte unter dem fiktiven Namen bereits im Mai/Juni für ein paar Wochen in den Singles-Charts. Jetzt will sich die junge Dame von ihrem etwas zu glatt produzierten Disney-Image befreien und legt mit dem programmatisch benannten Album "Breakout" tatsächlich erstaunlich authentisch klingenden Gitarrenpop hin. Fans der Serie dürfen aber beruhigt sein. Miley Cyrus bestätigte, dass sie auch weiter die Rolle Hannah Montana spielen würde. Und dem geplanten Film (Start ist vorgesehen für März 2009) stehe nichts im Wege. Ob es künftig in den Charts Battles in der Art: Serienfigur und reale Künstlerin geben wird ... ? Ich bin gespannt. Momentan steht es 1:0 für die reale Musikerin.
Einen Platz drunter schiebt sich in der dritten Chartwoche Kardinal Offishall mit "Dangerous" in die Top 20. Die Zusammenarbeit mit Akon ist der erste Top 20-Hit des Kanadiers, sein Album gibts zum kostenlosen Hören auf iMeem.
Trackpartner Akon ist mit "Dangerous" bereits zum sechsten Mal in diesem Bereich platziert. Allerdings liegt sein letzter Aufenthalt auch schon gut eineinhalb Jahre zurück, als er Eminem ("Smack That"), Snoop Dogg ("I Wanna Love You") und Gwen Stefani ("The Sweet Escape") sozusagen hintereinander Weg das obere Fünftel der Charts durchstreifte.
Der nächste Neieinsteiger findet sich auf der 32. Und hier wird es eurotrashig. Erinnert sich noch jemand an Arsenium? Na dann vielleicht an O-Zone? Die brachten uns 2004 den Sommerhit "Dragostea din tei". Ich schätze jeder erinnert sich noch an "Numa Numa Yei", welches 14 Wochen die Spitzenposition innehatte. Danach folgte nach dem selben Prinzip noch ein Top 10-Titel namens "Despre Tine" und dann gab die moldawische Boygroup ihre Trennung bekannt. Einer des Trios, nämlich Arsenie Todiras nutzte die Gelegenheit sofort aus und startete zur Solokarriere. Mit "Love me ..., Love Me ...", welches fleißig das russische Kalinka zitierte schaffte er es denn auch in die deutschen Charts bis immerhin auf Platz 33. Sein Duett mit Natalia Gordienko mit dem Titel "Loca" war dagegen hierzulande ein Desaster und fiel auch beim Eurovision Song-Contest durch. Danach wurde es ruhig. - Bis im Juli diesen Jahres plötzlich Bandpartner Dan Balan als Crazy Loop die Top 20 eroberte. Offensichtlich ist das "Numa Numa Yei"-Prinzip noch lange nicht tot und so entschloss sich Sony BMG auch Arsenium wieder zu reaktivieren. MIt dem fast originalen Aufguss von "Dragostea Din Tei" geht es also in die Vermarktung. Der Titel "Rumadai" verheißt schon nichts Gutes, das Video ist absolut grottenmäßig, naja und der Song ... siehe oben. Kann ich sofort mitsingen, tus aber nicht. Nehmts mir nicht übel, ich bin wirklich leicht zu begeistern für Euro-Trash und Ost-Pop, aber die Nummer ist mir echt zu billig. Das taugt meiner Meinung nach nicht mal für ne ordentliche Sommerparty in Chisinau.
Der Neueinsteiger zwei Plätze tiefer richtet sich vermutlich an ein ganz ähnliches Publikum, allerdings mit wesentlich mehr musikalischen (und pädagogischen?) Ambitionen. Donikkl verspricht auf seiner Homepage frechen Family Reggae Pop Rock. Und genau das ist "So a schöner Tag" auch. In Erinnerung an spaßige Live-Auftritte im Sommer ist die CD ein ganz schönes Souvenir. Ich hoffe nur, dass sich hier nicht der Schnappi-Effekt breit macht und Andreas Donauer samt Gefolgschaft einen ungewollten Hipness-Faktor einbringt. Aber wahrscheinlich ist dazu das ganze Projekt zu ambitioniert.
Auf der 38 gibt es dann endlich wieder was Ernstzunehmendes. Rapper Curse aus Minden macht sich Gedanken zur "Freiheit". Die Single ist der Vorbote zum gleichnamigen Album, welches ab sofort auch im Handel erhältlich ist. Für Curse ist es nach gut 3 Jahren ein Comeback in den Top 50, das letzte mal war er mit Samir und "Struggle" im April 2006 am unteren Ende der Charts anzutreffen. Die bei Curse zitierte Aufnahme von Westernhagens "Freiheit" schaffte es in einer Live-Version übrigens vor 17 Jahren bis auf den Platz 24. Insgesamt war diese Version 23 Wochen in den Charts.
Ein Klassiker entert auf der 45 zum nunmehr drittenmal die Top 50. "Nothiing Else Matters" ist der kommerziell erfolgreichste Titel Metallicas. Bei seiner Erstveröffentlichung 1992 kletterte er bis auf Platz 9. Anfang 2000 gab es ein Comeback des Titels als Live-Version mit Michael Kamen und dem San Francisco Symphony Orchestra. Diese Version erreichte für drei Wochen die Position 2. Seit nunmehr fünf Wochen ist "Nothing Else Matters" wieder in den Charts und kletterte bisher 99 - 57 - 56 - 51 - 45. Dieser neuerliche Erfolg ist mit Sicherheit der angekündigten Veröffentlichung ihres neunten Studioalbums "Death Magnetic" zu Lasten zu schreiben. In dieser Woche nun erschien das Werk und enterte sofort die 1 in den Album-Charts. Wie Media control mitteilt übrigens der beste Start eines Albums in diesem Jahr.
"Nothing Else Matters" steht mit dieser Woche in der insgesamt 34. Woche in den Charts. Zählt man die Live-Version dazu sind es bereits 54 Wochen. Auf der 98 findet sich nebenbei bemerkt in dieser Woche wieder dabei "Whiskey In The Jar" aus dem Jahr 99.
Wo wir schon bei den unteren Plätzen sind: Auf der 97 steigt in dieser Woche die aktuelle Nr.1 aus Großbritannien ein, nämlich Kings Of Leon mit "Sex On Fire". Das Album der Amerikaner "Only By The Night" ist seit 19. September zu haben. Die Single ist als Veröffentlichung in Deutschland bislang nicht vorgesehen. Der Einstieg geht also auf reine Online-Downloads zurück.
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