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Christmas-Charts: Michael is the King

Nothing really new within the German list published at 24th December 2010. A very static top with frozen top 5.
Highest signifcant climber lands at no.7. Rising from 18 the single Hold My Hand gives King of Pop Michael Jackson post mortem a 20th top 10 hit. It is the second time after his dead end of June last year that a track enters a position that high. In July it was Thriller the title-track of his 1982 album. Now for the first time since 2001 a completely new track is listed in the top 10. Last single doing so was You Rock my World leading single of Invincible. That makes Michael Jackson a star with top hits in four decades – unfortunately his releases within the 70ies did impact only the U.S. and UK not so in Germany. Don’T Stop ’Til You Get Enough only made no. 13 in 1979.

Hold My Hand is the leading single of his recent album Michael which this weeks enters the album charts straight at top position. So Michael is the King of Pop to most of Germans.

In statistics Michael Jackson's status looks like this: 20 top hits (no.10 or higher) – that's as much as The Bee Gees (19) and ABBA (21) had in Germany – good companion I guess. A more recent act to compare is German Scooter which has to date 23 top 10 hits under its belt.

Duetting partner Akon achieves with rising single Hold My Hand his 5th top 10 hit. It is the follow up to last year's Sexy Bitch which appeared a month ago in the list for the last time. In between Akon had a smaller hit alongside with Pitbull and a almost unrecognized solo try with commercial track Oh Africa. Seems that he has a lot homework to do for getting his announced album Akonic a real success. For now he did a good job.



Most sold German track still comes from UNHEILIG. Winter just climbs a place back to no.6.
And as the list is valid officially from 24th of December on one might expect several Christmas songs within it. Well – there are some but not as high as all the last years. Best sold track at this very moment is Wham! with Last Christmas sliding down a place to no.29. I guess the next issue will look quite different as it covers the week right before the festive days.

09. Oktober 2009: Am Ende doch noch Nr.1 – David Guetta

Wow – wir haben eine neue Nr.1. Schon wieder. Und was für eine! Nach insgesamt drei Wochen an zweiter Position und in der nunmehr neunten notierten Woche in den Charts drängeln sich David Guetta feat. Akon schließlich doch noch an die Spitze. Die beiden profitieren davon, dass den Freunden der Pornographie RAMMS+EIN schon nach einer Woche die Puste ausgeht und sie sich auf die Position 5 verabschieden. (Größter Absturz von der Pole-Position in diesem Jahr.) So heißt also die neue Nr.1 nach Pussy nun Sexy Bitch. Auf den ersten Blick hat sich nicht wirklich viel geändert, inhaltlich meine ich. Aber bei David Guetta & Akon geht es doch noch wesentlich mehr um das Vorvorvorspiel. Da wird fleißig sinniert, wie man diese unglaublich tolle Frau am besten überhaupt erstmal anspricht, wenn einem sozusagen die Worte fehlen. Vielleicht „Sexy Bitch“? – Nun, wie auch immer sich Mann entscheidet …ich hätte nicht gedacht, dass es dieser Dance-Track bis ganz an die Spitze schafft. Aber ich finde diese Platzierung sehr sehr verdient. Das, was David Guetta und Akon abgeliefert haben steht ohne Zweifel für den momentanen Status Quo in Sachen Clubsound.

Für den französischen DJ David Guetta ist Sexy Bitch die erste Nr.1 in Deutschland. Etwas, das ihm in seiner Heimat bislang verwehrt blieb. Knapp 3 Jahre hat er seit seinem ersten Auftauchen in den Charts gebraucht, um sich ganz oben etablieren zu können. Dafür tut er dies in diesem Jahr äußerst erfolgreich. Er ist derzeit der einzige Franzose der nennenswerte Erfolge in Deutschland feiern kann. Zwei Hits mit Überfliegercharakter: When Love Takes Over mit einer Platztierung auf der 2 und jetzt Sexy Bitch. In diesem Jahr gab es (bis jetzt) aus Frankreich lediglich den Space Cowboy, der an der Seite von Cinema Bizarre bis zur 32 kam. Und dann waren da noch Bob Sinclar mit dem Lala Song (Platz 55) und Discobitch, die es auch nur bis zur 61 brachten. Bob Sinclar war übrigens auch der letzte französische Künstler, der es in Deutschland bis an die Spitze schaffte. 2006 zur Fußball-WM war sein Love Generation der meistverkaufte Titel des Jahres in Deutschland und stand insgesamt fünf Wochen auf Position 1 der media control-Charts.

Für Akon ist die Position 1 dagegen nicht neu. Von Mai bis Juli2005 konnte sich sein Lonely für 8 Wochen als beliebtester Song durchsetzen. Champagner gibt es jetzt trotzdem.

Auch auf Platz Nr.2 ist ein Titel, der sich wacker nach oben schiebt. Lady Gaga kann mit Paprazzi noch einmal ordentlich Gas geben und von der 4 zwei Plätze nach oben steigen. Und so wie sich das anlässt, wird der Titel wohl auch noch ein Dauerbrenner, denn derzeit ist er ja wieder mal aus allen Würstchenbuden und Kaufhäusern zu hören.

Platz 3 geht wie in der letzten Woche an Marit Larsen mit If A Song Could Get Me You. Da gibt es nichts Neues zu sagen.

Der umsatzstärkste CD-Start in dieser Woche geht auf das Konto von Proleten-Protz Mark Medlock (und Dieter Bohlen. Und was soll ich sagen? Baby Blue klingt wie Summamacita Love … irgendwie. Es ist die Vorab-Veröffentlichung zur gerade erscheinenden Re-Edition seines letzten Albums Club Tropicana. Auch so etwas, das kein Mensch wirklich braucht. Das Video zu Baby Blue ist einfallslos dämlich: Mark Medlock auf einer Yacht in der Bucht von Rio de Janeiro. Blablabla … da will also der/die Durchschnittsdeutsche hin. Dementsprechend säuselt dann ja auch die Ansage des Flugkapitäns durch den Song. Hier geht’s also um Urlaubsmusik, mit der man sich Mallorca schon mal als Südamerika schön träumen kann. Hmm … mich wundert’s nur, dass das immer wieder funktioniert.

Baby Blue ist der sechste Top 5-Hit in Folge für den ehemaligen Superstar. Mit dieser Bilanz ist Mark Medlock auch der einzige wirklich dauerhaft erfolgreiche Gewinner der Casting-Show. Vielleicht auch, weil er der einzige ist, der sich nicht zu dämlich ist, die immer gleichen Titel aus der Feder des Herrn Bohlen zu singen. Funktioniert irgendwie doch, wenn man dem „Master“ vertraut. – Platz 4 für Baby Blue ist (kritisch angeschaut) nicht arg berauschend. Für den Sommer-Sunnyboy ist das zusammen mit Unbelievable die schlechteste Platzierung unter seinen Singles. Und ob da für Baby Bluenoch was kommt … ich wär’ mir da nicht allzu sicher, die Urlaubszeit ist ja auch schon vorüber.

Und noch einen mehr oder weniger erfolgreichen CD-Start gab es in der Woche ab dem 25. September. Die britische Band Livingston legt nach einiger Zeit Existenz nun endlich ihr Debüt-Album auf einem Major-Label vor: Sign Language . Zum Vorgeschmack gibt es Broken als Single. Der gefühlvolle Rocksong schafft es auf Anhieb zu Platz 25 in den deutschen Charts.

25. September 2009: GaGa Nr.4

Erfolgreichster Singlestart am 11. September und damit höchste Neueinsteigerin in dieser Woche wird Lady GaGa mit Paparazzi. Ihre Single landet auf Platz 3 und so hat sie einen vierten Top 10 in Folge. Damit nicht genug, diese vier Titel waren alle in diesem Jahr unter den ersten 10 notiert. Just Dance startete zwar bereits vor etwas mehr als einem Jahr, im ersten Anlauf ging es dann aber lediglich bis Platz 15. Erst als die Kollaboration mit Colby O’Donnis in Großbritannien bis zur 1 emporstieg, ging es auch in Deutschland noch mal rein in die Liste und hoch bis Platz 10. Das war dann im März der Fall, als Poker Face bei uns schon seinen Siegeszug angetreten hatte. Tja und im Juli folgte dann Lovegame, was allerdings mit Platz 7 ein bisschen unter dem blieb, was einige erwartet haben. Beide Titel sind immer noch gut vertreten, befinden sich aber mittlerweile doch recht deutlich auf dem Rückzug. Poker Face rutscht von der 25 auf die 31 (mittlerweile in der 30. Woche notiert) und Lovegame fällt von der 39 auf die 48. Jetzt aber ist neu Paparazzi da und führt Lady Gaga zurück in die Spitzengruppe. Im Gegensatz zu den Vorgängern ist Paparazzi doch eher sparsam instrumentiert, was ganz schön ist. Die ewigen Bombastproduktionen nerven dann irgendwann doch. Aber natürlich bleibt Lady Gaga sich selbst treu. Elektro-affine Klänge plus ihrem Gesangspart, der mich in manchen Momenten tatsächlich an Gwen Stefani erinnert.

Mit der vierten Top 10-Auskopplung aus ihrem Album The Fame etabliert sich Lady GaGa jetzt mehr oder weniger endgültig als Superstar of the Moment. Sie ist nicht nur der einzige Act bisher in diesem Jahr, welche vier Hits so weit oben platzieren kann, insgesamt hat sie mit ihren Titeln 2009 bereits 29 Wochen in den oberen 10 gesammelt und ist damit fast uneinholbar die erfolgreichste Interpretin. Rein rechnerisch wäre es zwar noch möglich, dass die hinter ihr folgendenBlack Eyed Peas oder auch Cassandra Steen (jeweils 18 Top 10-Wochen in 2009) noch aufholen können, aber dazu müssten diese sofort mit einem Top 10-Hit aufwarten, der bis zum Jahresende in den oberen 10 verbleibt. Und für Paparazzi müsste es außerdem ab sofort vorbei sein. Lady GaGa kann also jetzt schon als die kommerziell erfolgreichste Künstlerin des Jahres 2009 gefeiert werden. Bester männlicher Solo-Act im Sinne von Top 10-Platzierungen wird übrigens David Guetta mit derzeit 17 Wochen.

Anfügen will ich hier, dass Lady Gaga gerade bei den MTV Video Music Awards mit drei Titeln abgeräumt hat. Sie wurde „Best New Artist“ mit Poker Face und erhielt den Titel „Best Special-Effect“ sowie „Best Art-Direction“ für eben Paparazzi. Lohnt sich also durchaus mal, das Video anzusehen … allerdings kann ich das nicht wirklich einschätzen, ob und was da so umwerfend ist.

Lady Gaga auf der 3, das heißt … Marit Larsen steht eine fünfte Woche an der Spitze der deutschen Charts. If A Song Could Get Me You ist nun also genauso erfolgreich wie ihre Landeskolleg_Innen von Aqua (6 Wochen in 1997) und a-ha (5 Wochen 1985). Das bedeutet auch, wenn einmal ein Hit aus Norwegen sich etabliert, dann ist es wirklich einer, der mindestens einen kompletten Monat on Top ist. Aber irgendwie ist es auch bedauerlich, dass laut Statistik der nächste norwegische Nr.1-Hit erst 2021 ansteht …

Auf die Vizeposition kehren David Guetta feat. Akon zurück. Sexy Bitch kann sich also in dieser Woche gegen Shakiras She Wolf durchsetzen, das von der 2 auf die 4 taumelt. Ist Sexy Bitch nun tatsächlich so was wie ein dauerhafterer Hit? Ungewöhnlich wäre es, da David Guetta als DJ und Produzent im Club- bzw. Dancebereicheher eine eingegrenztere Zielgruppe ansprechen dürfte. Und Sexy Bitch ist nicht unbedingt das, was man radiokompatibel nennt. Da war Vorgänger When Love Takes Over wesentlich geschmeidiger... Schöner Erfolg also für David Guetta und Akon.

Der erfolgreichste Newcomer der Woche ist der Brite Charlie Winston . Und er hat eine recht ungewöhnliche Geschichte, wie er zu Ruhm gelangte. Nach ein paar Jahren als Musiker in allen möglichen Gebieten, unter anderem auch für Theater und Film, kam Charlie Winston zum französischen Label Atmosphériques, bei dem er sein Album Hobo produzierte. Dieses verkaufte sich mehr oder weniger erfolgreich. Richtig bekannt wurde er allerdings erst, als sein Titel Like A hobo im Vorspann der französischen Talk-Show „Le Grand Journal” lief. Daraufhin entwickelte sich eine derartige Nachfrage, dass der Titel in Frankreich bis auf die 1 stieg, in der Schweiz und in Belgien ging es ähnlich zu. Solche Geschichten kennen wir auch hierzulande. Denken wir zum Beispiel an Emilìana Torrini. Häufig bleiben diese Phänomene aber auf die Verbreitungsgebiete der auslösenden Medien beschränkt. Nicht so bei Charlie Winston. Dieser wird nach dem erfolg im französischsprachigen Raum, nun auch in Deutschland vermarktet. Und Like A Hobo, ein schönes Country-Lied mit leicht melancholischem Unterton, schafft es in der Woche nach Veröffentlichung auf Platz12. Bleibt jetzt eigentlich nur noch der Sprung zurück in sein Heimatland. – Das Album Hobo folgt übrigens genau jetzt in Deutschland.

Wenn ein Act einen Sommerhit gelandet hat, dann ist es immer recht spannend zu sehen, ob da denn noch mehr kommt. Die meisten verbrennen schnell, weil ihnen kein eingängiges Thema mehr einfällt, oder sie krebsen noch eine Weile mit derselben Formel herum und verschwinden nach spätestens zwei Jahren endgültig von der Bildfläche. Einer der Sommerhits 2009 war zweifellos I Know You Want Me (Calle Ocho) von dem kubano-amerikanischen Rapper Pitbull. In Chartplatzierungen ausgedrückt stand er auf Platz 8 der deutschen Liste, bisher 14 Wochen lang platziert. Das ist gar nicht so viel, in anderen Ländern Europas steht da wesentlich mehr in der Statistik. Egal. - Mit dem 11. September legt er Hit Nummer 2 aus seinem aktuellen Album Rebelution nach: Hotel Room Service. Natürlich ist dieser Titel wieder mehr als explizit und, ja, dieser Lateinamerikaner mag es wie viele aus dem Genre enorm sexualisiert. Das Ganze tut er sowohl verbal als auch in einem Soundmix, der genau auf diese Ebene funktioniert. Arschkick-Anmach-Mukke – das wäre vielleicht die Schublade, in die das Teil gehört. Clever gesamplet ist die Hookline aus dem Klassiker der Nightcrawlers Push The Feeling On, die dem Ganzen dann wirklich richtigen Wiedererkennungswert verleiht. Und wenn der Original Radio Mix eventuell doch etwas fad ist, das was an kunterbunten Elektro-Acid-Remixen im Netz existiert ist einfach der helle Wahnsinn. Sorry, ich find den Track schlichtweg geil und genauso einschlagend wie Calle 8. Platz 22 in Deutschland in dieser Woche. Ihr dürft mich dafür auch blöd finden.

Als erfolgreichsten deutschen Singlestart gibt es einen Klassiker. Einer der erfolgreichsten deutschsprachigen Sänger ist nämlich zurück: Udo Jürgens gehört(e) seit Beginn der 60er Jahre zu denproduktivsten und angesehensten Künstlern in seinem Genre. Bis 1991 war der Österreicher nahezu ununterbrochen präsent. Den Höhepunkt seiner Karriere feierte er in den 70er Jahren. 1975 belegte er zum Beispiel für insgesamt acht Wochen mit Griechischer Wein den Spitzenplatz der deutschen Singlehitparade. Aber natürlich ist es zu kurz gegriffen, ihn auf diesen einen Titel zu reduzieren. Um alle seine internationalen Erfolge aufzuzählen, wäre ein langer langer Absatz nötig. Einen Einblick gibt es zum Beispiel bie wikipedia.

Wie bei den wirklichen Stars häufiger der Fall, so hat auch Udo Jürgens zahlreiche Hits, die niemals in der Single-Auswertung notiert ware, aber dennoch zum Allgemeingut gezählt werden können. Eines davon ist beispielsweise Ich war noch niemals in New York, welches 1982 auf dem Album Silberstreifen erschien. Das Album selber war mäßig erfolgreich, Ich war noch niemals in New York avancierte dagegen zum Radiohit, auch befördert durch das Erscheinen als B-Seite zur Single Das wünsch ich dir (die sich aber auch niemals in den Charts platzieren konnte). 2007 dann wurde der Titel erstmals offiziell „gewürdigt“, als er den Titel zum Udo-Jürgens-Musical abgab. Und in diesem Jahr waren es die Sportfreunde Stiller, die den Klassiker für ihr sehr erfolgreiches MTV Unplugged in New York-Album coverten. Für diese Version konnten sie sogar den Meister himself überzeugen und so erschien nun als zweite offizielle Auskopplung aus dem Unplugged-Album Ich war noch niemals in New York in der Version Sportfreunde Stiller mit Udo Jürgens. Als ich das erste Mal diese Kombination bemerkte, habe ich ein wenig die Nase gerümpft. Dann aber, nachdem ich den Titel gehört hatte, änderte sich meine Meinung sofort. Es ist erstaunlich, was der Titel, der ja irgendwie doch in der Schublade „Schlager“ steckt, für eine Ausstrahlungskraft hat. Und in der neuen Version ist die Angestaubtheit und Biederkeit völlig verschwunden. Plötzlich ist da eben doch wieder die Sehnsucht nach Leben spürbar, dieser Wille und die Kraft, sein Leben eben selbst gestalten zu können. Natürlich immer auch mit Verlusten und Ängsten. Ich kann plötzlich erstmals die Sportfreunde Stiller als ernstzunehmende Band wahrnehmen und Udo Jürgens steht plötzlich ebenfalls wieder als wichtiger Künstler da, ohne Staub und Massenverdummungsmitgrölpathos. Ein paar CD-Käufer sind da vielleicht meiner Meinung, die CD steigt in dieser Woche ein auf Platz 27. Für Udo Jürgens ein Chart-Comeback nach 17 Jahre Pause.

18. September 09: Shakira vs. Madonna

Das war’s also, das große Duell zum Septemberanfang. Und gewonnen hat ... Tusch und Fanfare … Shakira. Mit She Wolf hängt sie ziemlich deutlich Konkurrentin Madonna ab. Da können wir jetzt philosophieren: hängt es am deutlicheren Video? Verkauft sich Shakira als Sexobjekt besser? Ich mein, der Text ist ja recht eindeutig. Shakiras Inszenierung auch. Da hilft es auch nicht, wenn die Künstlerin selber vor allem davon spricht, dass sie sich mit diesem Song wesentlich emanzipierter fühlt. Frauen als wilde Tiere, die man(n) nur mit Vorsicht rauslassen sollte … Hmmm, ich finde, das ist nicht wahnsinnig feministisch. Aber gut, das will Shakira ja sicher auch gar nicht sein. Madonna ist da schon von anderem Kaliber. … Gründe für das vorliegende Ergebnis gibt es sicher genug. Vielleicht ist es auch der Titel selber. Ich hatte zuerst die Begegnung mit dem Moto Blanco Mix, der arg daneben ging weil er nur auf 70er Jahre Mittelmaß-Gedudel macht. Erst später hab ich die Radioversion gehört und festgestellt, dass die zurückgenommene Instrumentierung gar nicht so schlecht ist. Da funktioniert dann sogar die Gitarre, die ein bisschen an richtige 70er-Jahre-Rockbands erinnert. Und gegen einen Streicher-Wisch hab ich auch nichts. Wirklich toll ist allerdings vor allem die spanische Variante unter dem Titel Loba. Und vielleicht noch ein wenig Gossip: She Wolf ist in den USA die Werbetrailermusik für die neue Staffel von Desperate Housewives … dann sollte es also auch in Amerika noch ordentlich zur Sache gehen.

Mit She Wolf kündigt Shakira ihr kommendes Album an, welches den gleichen Namen trägt. Es soll am 9. Oktober erscheinen und bis dahin werde wir die Single wohl noch einige male hören. Epic records – Shakiras Label in Amerika – verkündete allerdings bereits, dass Did It Again die nächste Single sein wird. Zunächst ist aber She Wolf in den Läden und landet in der ersten Woche auf Rang 2. Das ist natürlich der höchste Neuzugang und beschert Shakira nach zwei Jahren Chartabstinenz ein ziemlich fulminantes Comeback. Es ist Shakiras zehnte Single in den Charts und mit sieben davon unter den ersten 10 und fünf entweder auf der 1 oder 2 ist sie wohl derzeit eine der erfolgreichsten Künstlerinnen. She Wolf ist der Nachfolger zu ihrem dritten Nr.1-Hit Beautiful Liar, den sie in Kooperation mit Beyoncé lancierte. Mit Platz 2 verfehlt sie das Doppel, aber das könnte sich in der kommenden Woche auch noch ändern.

Shakira auf Platz 2, das bedeutet: Woche vier an der Spitze für Marit Larsen und ihr Märchenprinzessinenelfenlied If A Song Could Get Me You. Aber wie lang wird die Norwegerin dem Druck noch standhalten? Laut aktueller iTunes-Charts – die ja immer deutlich aktueller sind und schonmal die kommenden Trends skizzieren – bleibt sie allerdings weiter vorne in der Gunst der Käufer_Innen. Vor ihr kann sich momentan nur Paparazzi von Lady GaGa platzieren. Shakira dagegen liegt mit Platz 6 doch deutlich abgeschlagen im Verfolgerfeld. Marit Larsen wird also zumindest mit der südamerikanischen Konkurrenz ganz gut fertig. Nordische Coolness und Verträumtheit gewinnt gegen lateinamerikanische Sexyness – das finde ich nicht mal unsympathisch.

Schnell noch einen Blick auf die Performanz von Marit Larsen in anderen Charts in Europa bzw. im deutschsprachigen Raum, denn nur dort vermarktet ihre Firma sie momentan. Hier hält sie sich ganz gut. In Österreich steht sie weiterhin auf Position 1 (in der dritten Woche), die Schweiz meldet Platz 2. Und in der gesamteuropäischen Auswertung meldet MTV aktuell einen Platzgewinn von 16 auf 13. Na geht doch.

Und um die oberen 3 voll zu machen hier noch schnell der Satz: David Guetta feat. Akon rutschen mit Sexy Bitch einen Rang nach unten. In den Euro-Charts veröffentlicht bei MTV steht Sexy Bitch neu ganz oben. Zu erleben ist der DJ in den nächsten Tagen auf Ibiza und Malta. Für alle, die den Sommer noch nicht zu Ende gehen lassen wollen.

So, und nun endlich wird es Zeit zum in der Überschrift beschriebenen Duell zurückzukehren. Madonna ist also auch zurück. Allerdings anders als Shakira war Madonna gar nicht richtig weg. Anfang des Jahres noch war ihre letzte Single Miles Away in den Charts präsent. Und trotzdem war die Aufregung irgendwie groß als Ende Juli Celebration angekündigt wurde und in den vorzeitigen Digitalverkauf ging. Ziemlich fix stieg sie in so ziemlich allen Ländern auf Platz 1 der iTunes-Charts, eigentlich war der August bereits der Monat von Celebration. Warum das in gar keiner Weise in den offiziellen Charts zu bemerken war ist mir ein Rätsel. Ich könnte jetzt an der Korrektheit der Ermittlung zweifeln. Oder aber iTunes gehört nicht zu den in die Chartermittlung eingehenden Online-Portalen (was ich aber nicht glauben kann). Könnte auch sein, dass iTunes zwar einen ziemlich guten Ruf hat, aber in Wirklichkeit doch eher mäßigen Umsatz bringt. Wenn ein Titel bei amazon als Online-Track zur Verfügung steht, dann hat das meist sofort Auswirkungen auf die Liste. Hier wird offensichtlich viel mehr abgesetzt. So weit mal ein Erklärungsversuch, warum Celebration erst mit so viel Verspätung in der Liste auftaucht.

Celebration ist nicht nur der Titel der Single, sondern auch der Titel des dritten Best of-Albums von Madonna,welches am 18. September erscheint (also jetzt). Für diesen zusätzlichen Song, der als einziger neuer auf der Compilationenthalten ist, arbeitet Madonna wieder mit Paul Oakenfold zusammen. Dieser hatte bereits das Album Ray Of Light produziert. Und so kommt es, dass Celebration tatsächlich einen gehörigen 90er Jahre-Club-Appeal hat, mit 303-Geschrammel und trancelastigen Breaks. Obwohl das alles schon längst Geschichte ist, funktioniert es aber verdammt gut auch im Jahr 2009. Ist das vielleicht der erste funktionierende Song des 90er –Revivals? Entsprechend des Sounds gehts im Song auch um nichts anderes als um eine Einladung zur Party. Auch das sehr 90er.

Mit Celebration landet Madonna ihren 59. Hit in den deutschen Charts. media control meldete am Dienstag, dass sie bisher insgesamt 830 Wochen in der Liste notiert war und damit die erfolgreichste Künstlerin überhaupt ist. Celebration steigt direkt ein auf Platz 5 und ist damit der 19. Hit unter den ersten 5. Und noch eine Statistik: mit Celebration steht Madonna genau jetzt eine 164. Woche unter den ersten 10. Zum Vergleich: Michael jackson hat es nur auf 116 Top 10-Wochen gebracht.

Von den ganz großen Stars, die wir hier abgehandelt haben, geht es nun zu den upcoming Newcomern. Der erfolgreichste ist in dieser Woche Justin Bieber. Der Junge ist gerade mal 15 Jahre alt und die Legende besagt, dass er über youTube seine Karriere begann, wo ihn sein künftiger Manager aufpickte. Dieser brachte ihn dann mit Usher in Kontakt und schon startete die Karriere so richtig professionell. Bei The Dome 51, welches Anfang September über die Bildschirme flimmerte, trat Justin Bieber ebenfalls auf und nun steigt seine Debüt-Single One Time in die Charts. Platz 14 für den … nun ja … nicht wirklich originellen R’n’B-Song. Teenie-Pop für Teenies – da bin ich ohnehin nicht der Richtige, um das weiter zu bewerten.

Der größte Aufsteiger innerhalb der Charts sind Kid Cudi featuring Kanye West & Common Scratches By A-Trak mit Make Her Say. Gefeiert habe ich den Titel schon in der letzten Woche. Er gehört für mich zu dem Irrsinnigsten, was es derzeit auf dem Markt gibt. Ob der Titel ”Highest Climber” jetzt wirklich bedeutet, dass die Masse Gefallen an dem Stück findet, weiß ich nicht. Der ”tolle” Sprung” besteht nämlich lediglich aus einer Verbesserung von der 99 auf die 85. Hmmm … trotzdem geiler Track.

11.September 2009: David Guetta encore!

Und noch einmal kann ich schreiben: David Guetta ist der Mann der Woche. Am 4. September hatte das Video zu Sexy Chick Premiere, und schon in der Woche davor avanciert der Titel mit Akon als Sänger den höchsten Aufsteiger der Woche, es geht von der 9 auf die Position 2, wo er sich selber entthront. When Love Takes Over, der Überflieger mit Kelly Rowland rutscht von der 2 auf die 4. In Großbritannien schafften es beide Singles ja bis auf Platz 1, hier muss er (zumindest vorerst) mit der Vizeposition vorlieb nehmen. Mit nunmehr 14 Top 10 Wochen zieht er gleich mit Emilíana Torrini (Jungle Drum fällt von 5 auf 7) und gehört damit zu dem erfolgreichen Dutzend KünstlerInnen, die das im Jahr 2009 bisher vollbracht haben. Aber im Grunde ist sowieso ist alles Zucker für den DJ aus Frankreich. Und auch Akon hat mit Sexy Bitch ordentlich Grund zu feiern, denn er kehrt nach mehr als 4 Jahren wieder zurück ganz an die Spitze. Sexy Bitch ist nunmehr sein bestplatzierter Titel nach seinem Nr.1-Hit Lonely, welcher zwischen Mai und Juli 2005 ganze acht Wochen der bestverkaufte Titel war. Auf seiner Webpage kündigt David Guetta gerade seine nächste Single an mit dem Titel GRRRR. Es könnte für ihn also auch noch ein heißer Herbst folgen.

David Guetta auf der 2 , das heißt die alte Nr.1 ist die neue Nr.1: Marit Larsen beherrscht weiterhin den Verkauf. In einer dritten Woche steht If A Song Could Get Me You ganz oben auf der Liste. Ihr gleichnamiges Album muss in dieser Woche in den Album-Charts einen Platz abgeben und landet auf der Position 7. Gerade war auch ihr erster Auftritt im deutschsprachigen Raum, nämlich bei westwind 09 in Salzburg. Und passend dazu erklimmt sie auch in unserem Nachbarland nach einer Woche Pause erneut die Spitze. Es sieht also nach wie vor gut aus für Marit Larsen – nur ich habe langsam das Gefühl, dass ich eine Überdosis bekommen. Dafür kann ich aber Is It Love von ihr immer mehr leiden … vielleicht mal ein Anspieltipp …

Die Spitzengruppe wird komplettiert durch Gossip, die mit Heavy Cross nochmal einen Platz zulegen können und in ihrer zwölften Chartwoche nun erstmals unter den ersten drei stehen, nämlich auf der 3. Und für diesen Erfolg dürfte wohl auch der Auftritt bei Stefan Raab verantwortlich gemacht werden können. Es tut sich also etwas am oberen Ende der Charts, und ich vermute, dass sich dieser Trend auch nächste Woche fortsetzen wird.

Ganz ganz oben spielen sie im Single-Bereich zwar keine Rolle, aber unter den ersten 20 sind sie nach wie vor regelmäßig zu finden, die Söhne Mannheims. Ihre zweite Auskopplung aus dem Album Iz On heißt Ich wollt nur deine Stimme hörn, ein zärtlich stilles Lied, fast mit ein paar Folk-Anklängen (mich erinnert’s so ein bisschen an Irland), der Text eine richtig romantische Liebeserklärung in dem mich dieses eine mal nur das Wort ”auferstehen” stört. Aber insgesamt ein eingängiges Lied, fast unangestrengt, das gefällt mir besonders. Und zum Start landet die Single als höchster Neueinstieg auf Platz 14 und damit sogar noch einen Platz besser als der Vorgänger Iz On.

Bevor zu den anderen neuen Cds der Woche kommen, ist es mir eine Ehre, an dieser Stelle noch einmal La Roux zu feiern. Wie schon erwähnt, in den wirklich coolen Geschäften und Cafés gehört Bulletproof momentan zum MUSTBE. Und offensichltich sind auch Deutschlands MusikkäuferInnen von dem Duo überzeugt, Bulletproof klettert in der dritten Chartwoche in die Top 20, von der 24 geht es auf die 19. Toll!

In der vergangenen Woche habe ich über eine Flut von neuen deutschen Produktionen schreiben können. Und auch in dieser Woche geht es den Veröffentlichungen aus Deutschland im Schnitt wesentlich besser als den internationalen Veröffentlichungen. Die Söhne Mannheims liefern den erfolgreichsten CD-Start der Woche 28. August bis 3. September, und gleich dahinter folgt Bushido produziert Sonny Black & Frank White. Dieses Duo ist kein unbekanntes in Deutschland, 2002 traten sie auf die Bildfläche mit dem Album Carlo, Cokxxx, Nutten, welches auf wikipedia als ”eines der einflussreichsten Alben des deutschsprachigen Gangster-Rap” bezeichnet wird. Die Zusammenarbeit zwischen Bushido und Fler (denn niemand anderes ist Frank White) sollte mit einem Teil 2 im Jahr 2004/05 fortgesetzt werden, aber dann kam es zum Streit zwischen den beiden Rappern und statt Frank White war dann Saad zu hören. All das ist mittlerweile Geschichte. Bushido und Fler haben sich ausgesprochen und ihre neue Freundschaft offiziell besiegelt, indem sie sich in ihren myspace-Auftritten gegenseitig als Freunde auf Platz 2gelistet haben. Tja, und nun gibt es auch das musikalische Freundschaftszeugnis: Carlo, Cokxxx, Nutten 2 – dieses mal tatsächlich unter dem Label Sonny Black & Frank White. Soweit also zum Rap-Gossip. Musikalisch gibt es als Appetitmacher auf das Album seit 28. August die Single Eine Chance / Zu Gangsta. Das ist dann also Gangster-Rap aus Deutschland, harte Männer die ihr Schicksal beschreiben, aber eigentlich ist alles was da so passiert von außen erzwungen oder das System ist schuld. Immerhin gibt es auch ein oder zwei fast zärtliche Zeilen, wenn sich beide Rapper dann mehr oder weniger direkt eingestehen, dass sie sich ja irgendwo doch lieben. Aber hallo, dürfen jetzt auch Machos (sogar aus arabischen Kontexten) weiche Seiten haben? Da passiert ja direkt was in der Szene. Musikalisch spiegelt sich das nicht unbedingt wieder, da passiert nicht allzu viel überraschendes. Das Comeback der beiden Rapper kann in Deutschland ganz gut punkten. media control meldet in der Woche der Veröffentlichung Platz 26. Für beide ist es der jeweils dritte platzierte Titel im Jahr 2009. Bushido kann nicht wirklich an das anschließen, was Ende letzten Jahres mit Für immer jung als Vorgabe da steht (die Digital-Single Kennst du die Stars mit Oliver Pocher tu ich an dieser Stelle mal als irregulär ab). Fler dagegen hat mit diesem Titel für dieses Jahr erstmal eine Bestplatzierung eingefahren.

Musik aus Deutschland, das heißt dann recht oft auch Schlager/Gassenhauer/Mallorca-Hit. Es vergeht kaum eine Woche, in der nicht irgendeine Produktion aus dieser (sehr weiten) Schublade, die Charts entert. In dieser Woche meldete sich beispielsweise ein Urgestein aus den 80ern zurück. Christian Franke hatte 1981/82 drei veritable Hits. Mit Ich wünsch dir die Hölle auf Erden erreichte er damals sogar die Top 10 und kam bis auf Platz 7. Dann war es mehr oder weniger still um ihn, bzw. gelang ihm kein Anschluss im kommerziellen Sinne. Produktionstätigkeiten und Anfang der 2000er ein versuchtes Comeback … so weit die Story. In diesem Jahr nun legt er mit Geh nicht fort (Guardian Angel) erneut einen Versuch vor. Und diesmal funktioniert die Rückkehr in die Liste. Warum, das frage ich mich an dieser Stelle ganz ernsthaft. Der Titel klingt unglaublich Oldschool und unzeitgemäß, das hätte porblemlos so auch 1983 erscheinen können und wäre da schon nicht besonders innovativ gewesen. Auf der CD gibt es natürlich auch zwei Dance-Versionen, die per Beat immerhin verraten, dass es sich um ein Produkt der Jetztzeit handelt. Offensichtlich gibt es aber doch eine zumindest kleine Käuferschicht, welche genau diesen Sound (ihrer Jugend?) sucht. Knapp 30 Jahre gab es einfach nicht, muss auch eine schlimme Zeit gewesen sein … ich für meine Teile wünsche mich nicht in die Anfangs-80er zurück. Nun … Christian Franke also ist wieder da, nach mehr als 26 Jahren Chartabstinenz auf Platz 90. Im Jahr 209 war allerdings schon ein Künstler länger nicht mehr notiert: Chris Andrews nämlich war fast 40 Jahre nicht in der Liste präsent bevor er sich in diesem Jahr in Kooperation mit Tobee und Pretty Belinda – Schlauchboot wieder in Szene setzen konnte.

Natürlich gibt es auch ein paar internationale Musikproduktionen in dieser Woche abzufeiern. Am erfolgreichsten schneidet dabei Material aus den USA ab, und von da ein kleines All-Star-Project. Keri Hilson legt als zweite Auskopplung aus ihrem Album In A Perfect World … die Kollaboration mit Kanye West & Ne-Yo Knock You Down vor. Produziert wurde der Titel von Danja und er ist richtig gut, jedenfalls wesentlich charismatischer als der Vorgänger Return The Favor mit Mentor Timbaland. In den USA und Großbritannien wurde Knock You Down dementsprechend mit Platz 3 bzw. 5 auch der erfolgreichste Track von Keri Hilson (in welchem sie als Lead-Artist auftritt). In Deutschland sieht es dagegen ein wenig anders aus. Zwar – wie schon angeführt – ist es die erfolgreichste nicht-deutsche Produktion der Woche, aber Platz 30 zum Start liegt doch eindeutig hinter dem Ergebnis von Return The Favor (Platz 21).

Kanye West kann sich in dieser Woche gleich doppelt freuen. Denn nicht nur durch den Erfolg von Keri hilson steht er wieder einmal in den Charts – nein – auch bei dem neuen Track von Kid Cudi gehört er zum Line-Up. Neben ihm durften auch Common und A-Trak jeweils einen Part zu Make Her Say beitragen. Da gibt es jetzt also eine ganze Menge zu erzählen. Vielleicht zuerst mal zum Track selber: der ist nämlich frech, witzig, geil, einfallsreich ... und im Afrojack-Remix sogar hypnotisch. In diesem Fall kann man nur sagen: viele Köche machen ein Supergericht. Und dass das Ganze dann beginnt mit einem Lady GaGa-Zitat ist nochmal mehr großartig. Aus Poker Face wird Poke Her Face wird Make Her Say … Ach, und die ganzen anderen Zitate und Anspielungen kann man gar nicht aufzählen … hört’s euch an, genießt es, seid glücklich. Kid Cudi legt mit diesem Track also einen ordentlichen Nachfolger zu Day ’N’ Nite hin, dass im Remix von Crookers im Frühsommer ja ordentlich einschlug und noch jetzt überall zu hören ist. Make Her Say könnte auch so etwas wie ein Appetitmacher auf das kommende Album Man On The Moon: The End Of Day sein, dass ab dem 15. September zu haben sein wird. Aber … Make Her Say ist doch wirklich lediglich als Digitaltrack erhältlich. Schande! Und da kommt jetzt auch das große Dilemma. Denn, egal wie geil der track ist, er schafft es im Moment nur auf Platz 99. Oh oh, das würde ich mal ordentlich unterbewertet nennen. Und so kommt es also, dass Rapper Common mit seiner zweiten Chartperformance sogar noch schlechter abschneidet als beim ersten Mal (2007 stand er nämlich an der Seite von Joss Stone für eine Woche auf der 96). Und der kanadische DJ A-Trak hat jetzt sogar sein Debüt auf der vorletzten Position. Ich sags nochmal: What a shame!

Kommerziell erfolgreichste nicht-deutsche Europäerin ist in dieser Woche Stefanie Heinzmann. Die Schweizerin gehörte im vergangenen Jahr zu den erfolgreichsten Newcomern und war 2008 so gut wie dauerpräsent. Für den 11. September ist ihr zweites (eigentlich schon ihr drittes) Album angekündigt: Roots To Grow. Und daraus gibt es jetzt die Single No one (Can Ever Change My Mind. Aber, das was sich da im CD-Player dreht ist leider leider gar nicht wirklich neu. Stefanie klingt immer noch nach Stefanie Heinzmann, was an sich auch schön ist. Auch der Song selber ist nicht schlecht, nur eben … alles schon zur Genüge gehört . Im letzten Jahr. Schade, dass sich Stefanie Heinzmann nicht traut, doch den einen oder anderen Schritt zu gehen. Ihre letzte Single, die Cover-Version des Metallica-Titels The Unforgiven hatte da eigentlich mehr versprochen. Hmmm – Stefanie Heinzmann also wieder da. Platz 38 in der Woche der Erstveröffentlichung, ich würd sagen, das sind harte Fans, die alles kaufen, egal wie zeitgemäß das ist.

Wachsender Nachfrage sieht sich auch der Münchner Bürgermeista gegenüber. In der letzten Woche war seine Single Locker Macha auf der 64 eingestiegen. Natürlich wurden dadurch diverse Medien auf den Titel aufmerksam und übernahmen ihn in ihre Playlists. Auf Bayern 3 zum Beispiel stieg der Titel direkt auf Platz 4 der ”Schlager der Woche” ein. Die anderen bundesdeutschen Radios zögern da noch ein wenig, aber ich schätze, das wird sich rasch ändern, denn Locka Macha geht wirklich ins Ohr. In dieser Woche steigt der Titel in den media control-Charts von der 64 auf die 39.

Tja und was gab es sonst noch so an aktuellen Ereign issen? Zum Beispiel startet(e) ab 12. September die dritte Staffel der Disney-Serie Hannah Montana auf Super RTL. Rechtzeitig zum Start der Free-TV-Premiere gibt es auch eine CD-Single von eben Hannah Montana. Ganz selbstbewusst ist diese Supergirl betitelt und drin steckt ein ordentlicher Tennie-Rock-Song. Vielleicht ein bisschen zu sehr amerikanisch, aber dafür kommt es ja auch von Disney. Für die Kunstfigur ist dies die zweite Single in den Charts und mit Platz 42 das beste Ergebnis jemals. Miley Cyrus, welche hinter der Figur steckt, hat bereits fünf weitere Titel auf ihrem Konto stehen und war vor ziemlich genau einem Jahr mit 7 Things sogar schon unter den ersten 20 platziert.

Zu den Ereignissen mit den größten Auswirkungen auf den Musikkonsum gehört die Veröffentlichung der neuen KONTOR. Top of the Clubs-Compilation. Es ist die vierte für 2009 und wiedereinmal hat das Label alles das versammelt, was so momentan auf den Dancefloors läuft. Der Paketpreis für die Gesamtzusammenstellung mit 40 Titeln beträgt bei amazon knapp 10 EUR. Aber eine Menge Leute haben offensichtlcih keine Lust auf das komplette Paket und picken sich lediglich ihre Lieblingseinzeltracks heraus. Und das sieht dann so aus, dass sich eine Reihe von Dance-Tracks in dieser Woche in die Liste mischen.

Deutsche Produktionen spielen dabei eine entscheidende Rolle. Seit einiger Zeit treibt zum Beispiel mal wieder Michael Mind sein Unwesen auf den Dancefloors des Landes. Seine Version von Gotta Let You Go hat es bereits bis in die Top 10 der DJ-Playlist geschafft und ist nun auch auf CD erhältlich (auf der KONTOR-Compilation ist es der Eröffnungstitel). Das Original stammt von dem Projekt Dominica, die damit ihren einzigen Hit einfahren konnten. Ursprünglich erschien der Titel 1994 auf Outland records. Mehr oder weniger wurde der Titel ein Hit im damaligen House-Underground und schaffte es auf zahlreiche Kompilationen. Im Jahr 2000 wurde dann das Ganze nochmal aufgelegt, ein bisschen aufpoliert und dann ging es auch in die deutschen Charts, immerhin bis zum Platz 81. Nun hat also Herr Kindervater alias Michael Mind den Track nochmal neu arrangiert und einen 2009er Clubtrack draus gemacht. Nicht wahnsinnig aufregend, im Club funktionierts allerdings offensichtlich ganz gut. Platz 58 in der ersten Woche nach Veröffentlichung, immerhin die höchste Platzierung jemals für diesen Titel und Michael Mind pirscht sich zum dritten Mal in diesem Jahr an die Position 50 heran.

Einen zweiten Titel für 2009 lanciert der Schweizer DJ David May. Nachdem er im Frühjahr mit Superstar schon mal auf sich aufmerksam machen konnte, meldet er sich nun zurück mit I’ll Be Watching You. Dabei handelt es sich mehr oder weniger um eine Coverversion von Every Breath You Take mit welchem The Police 1983 ihren einzigen Top 10-Hit in Deutschland einfahren konnten. Damals landete der Titel auf Platz 8. Zum Klassiker wurde der Titel allerdings erst durch Puff Daddy feat. Faith Evans & 112, die das Gitarrenintro für ihren Hit I’ll Be Missing You benutzten und damit 1997 einen weltweiten Nr.1-Hit feiern konnten. Die Version 2009 heißt bei David May nun ganz ähnlich, nämlich I’ll Be Watching You und für den Gesangspart verpflichtete er den Sänger Kelvin Scott. Über den habe ich aber leider gar nichts herausfinden können. Die Produktion selber … nun ja, auch dies ist ein wieder recht durchschnittlicher Mix, alles dabei was 2009 gang und gäbe ist, es schrammelt schön vor sich hin, der wirklich einmalige Kick bleibt aber aus. Der Titel ist nur bei Kontor und nur in digitaler Version erhältlich und krabbelt in den verschiedenen DJ-Listen zwischen den Plätzen 25 und 50 herum. Für den 18. September sind weitere Remixe angekündigt, da könnte es dann nochmal in der Nachfrage einen Schub geben. Derweil steht David May in der media control-Liste auf der Position 63, nicht soo schlecht für einen reinen Download-Titel.

Ebenfalls einen zweiten Hit als Solo-Produzent (nach Erfolgen mit Master Blaster oder auch den Vinylshakerz) landet momentan der Dortmunder DJ und Produzent Rico Bernasconi. Anfang des Sommers war er mal ganz kurz mit Love Deep Inside präsent. So ganz richtig wollte es zumindest in den Verkäufen aber nicht nach vorn gehen. Eine Woche auf der Position 90 war schon alles. Seit 21. August gibt es nun bei seinem Label Starshit rec. Cruel summer, ein Remix des Hits von Ace Of Base aus dem Jahr 1998. Das Original ist allerdings noch ein wenig älter. Es stammt nämlich aus dem Jahr 1983 und wurde von einer der ersten Girlgroups, nämlich von Bananarama gesungen. Diese Version schaffte auch die bislang erfolgreichste Platzierung des Titels, es ging nämlich bis zum Platz 24. Die neue Version arbeitet nur vorsichtig mit dem aktuellen Schrammelsound, das ist ganz schön. Platz 69 nach dem Start als Download-Titel in den media control-Charts und für Ace Of Base nach mehr als 6 Jahren der erste offizielle Hit wieder in den Charts.

Ein Mini-Sommerhit war 2009 auch Rockstroh mit Licht. Und die Euphorie geht weiter. Immer noch hört man hier und dort den Titel (dessen Text ich immer noch für reichlich beknackt halte). Tja, und also geht’s dann als Teil der KONTOR-Compilation auch mal wieder rein in die deutsche Liste, denn die neun Wochen sind noch nicht voll. Aktuell auf Platz 86 – seit Ende Juni war Rockstroh nicht mehr so hoch platziert und wir können davon ausgehen, dass in dieser Woche vor allem der Michael Mind-Remix seine Käufer gefunden hat.

Wenn wir über Dancefloor reden, dann gehört einer im Moment unbedingt dazu: der niederländische DJ Fedde le Grand. Im vergangenen Jahr lieferte er in Zusammenarbeit mit Ida Corr DEN Clubtrack schlechthin: Let Me Think About It. Ein Dauerbrenner, der auch in diesem Jahr noch gerne mal in den aktuellen Listen auftaucht. Fedde le Grand besticht in seinen Produktionen, dass sie auf gängige Sounds auch gern mal verzichten. Trotzdem sind sie jeweils absolut zeitgemäß und treffen die Stimmung des Augenblicks meist sehr genau. Für viele scheint das allerdings zu anspruchsvoll. Nach Let Me Think About It schaffte es bisher kein Titel so richtig, sich bei den Massen durchzusetzen. Im Sommer 2008 war es The Creeps, welches nicht weiter als bis Platz 82 kam, im Juni diesen Jahres stand das großartige Scared Of Me zwei Wochen lang in der Liste, ebenfalls nicht höher notiert als Platz 80. Der neue Track heißt Let Me Be Real, und wieder ist es eine Zusammenarbeit mit dem Sänger Mitch Crown. Wie es sich für einen ordentlichen Clubtrack gehört, gibt es verschiedene Mixe, bestechend ist zum Beispiel der von Piticu’, der einen hypnotischen Beep mit zurückgenommenem Schrammelsound kombiniert , ein paar Filtervocals einsetzt und auch nicht mit 80ies Apeal spart. Tolle Mischung! Laut Homepage des Künstlers gibt es Let Me Be Real seit 31. August auf Tonträger, in den einschlägigen Versandhäusern habe ich allerdings keine Cds oder auch Vinyls gefunden. Gehe ich also davon aus, dass es sich um eine Digitalveröffentlichung handelt. Plus Platz auf der KONTOR-Compilation geht es mit den Online-Umsätzen auf Platz 89 in die Auswertung. Ich wünschte mir noch eine ganze Menge Positionen mehr. Vielleicht generiert ja die für den 14. September angekündigte Veröffentlichung des Albums OUTPUT noch ein wenig mehr Interesse für den Einzeltrack.

Genug Clubsound, genug KONTOR-Effekt: Aus der VIVA-Rotation kennen wir die schwedische Band Lovestoned. Sie haben sich einen Titel der österreichischen Band Rising Girl aus dem Jahr 2005 genommen und in einen Pop-Raggea-Sommersong verwandelt. Und so geht Rising Girl denn nun auch in den Verkauf und in die Charts, auf Platz 54. Debüt für die Band … und ich sag mal: das war’s dann auch.

Zweite Singleauskopplung von Metro Station. Der Titel heisst Seventeen Forever und es schließt ziemlich genau da an, wo Vorgänger Shake It aufgehört hat. Allerdings ist es nicht ganz so eingängig. Und so startet die Single dann auch nur auf Platz 61.

Und dann ist es mal Zeit für die Rubrik ”Moderne Klassiker”. Und in dieser Woche war es die zweite Folge der neuen Popstars-Staffel, die uns den Klassiker der Woche bescherte. Da darf nämlich Colbie Caillat die Wackelkandidaten coachen, selbstverständlich mit Songs, die sie selber bekannt gemacht hat. Die Wahl bestand zwischen ihrem aktuellen Hit Fallin’ For You, der dann auch sofort nachgefragt ist und von der 20 auf die 16 steigt – neuer Bestwert – , oder die Kandidat_Innen versuchen sich an dem Top 10-Hit Bubbly aus dem Jahr 2007. Und dieser steigt dann in dieser Woche auch wieder ein in die media control-Liste und landet auf der 72.

Erfolgreichster Dauerbrenner in jeder Hinsicht ist und bleibt Peter Fox. Nach wie vor treibt sich sein Haus am See als erfolgreichster Titel in den Charts herum. Es geht in dieser Woche noch einmal einen Platz von der 34 auf die 33 nach oben, mittlerweile in der 46. Woche hintereinander notiert. Und nach dreimonatiger Zwangspause entert nun auch wieder seine letzte Single Schwarz zu Blau die Liste. Im Februar, nach dem Sieg bei Stefan Raabs Bundesvision Song Contest, war der Titel bis auf Platz 3 gestiegen, die höchste Platzierung, die Peter Fox überhaupt erreichen konnte. Nun ist Schwarz zu Blau wieder drin auf Platz 75, und es ist immer noch ein mitreißender Titel. (Auch unbedingt mal ausprobieren den Dem Bwoy Deh Riddim Remix!

Auch zurückkehrend aus der Zwangspause Amy Macdonald. Ihr Hit This Is The Life befand sich vor genau einem Jahr noch auf langsam steigendem Kurs und belegte Platz 6 in der Hitliste. Ganze 46 Wochen war der Titel notiert, ehe er am 12. Juni zum vorerst letzten mal auftauchte. Und nun kehrt er zurück und steht auf Platz 77. Nach langer Pause diesen modernen Gassenhauer mal wieder zu hören ist sogar ganz schön.

Moderne Klassiker, Evergreens … dazu gehört im Moment auch der fast komplette Back-Katalog von Michael Jackson. Ja, auch zweieinhalb Monate nach seinem Tod, ist die Trauer um den King of Pop noch groß und seine Hits gehören in jedes wohlsortierte Radioprogramm und offensichtlich auch noch auf eine Menge von iPods und mp3-Playern. In der vergangenen Woche waren es immerhin noch acht Titel, die sich unter den umsatzstärksten 100 Titeln behaupten konnten, zwar alle in der unteren Hälfte der Liste, aber immerhin. Diese acht Titel sind nun mit dieser Woche nicht mehr notiert, da sie neun Wochen lang platziert waren und die letzten beiden Wochen eben unterhalb der Position 50 standen. Und die chartregeln besagen, dass diese Titel für die kommenden drei Monate aus der Wertung genommen werden. Damit gibt es etwas Luft und … ja, andere Michael Jackson-Songs, die schon vorher die Auflistung verlassen hatten, kehren wieder zurück in die Charts. Als bester Titel schneidet dabei in dieser Woche Will You Be There aus dem Jahr 1993 ab. Zur Rekapitulierung: dieser Titel war die achte Singleauskopplung aus dem Album Dangerous und schaffte trotzdem noch eine beachtliche Platzierung auf der 12. Er war unter anderem im Soundtrack zu Free Willy zu hören. Nun kehrt Will You Be There also noch einmal zurück und steht in der 30. notierten Woche auf Platz 93.

Der zweite Titel, der von Michael Jackson zurückkehren kann, ist Black Or White. Auch dieser stammt aus dem Dangerous-Album, genauer gesagt war es sogar die Single, welche vorab ausgekoppelt wurde und Michael Jackson direkt in die 90er Jahre beförderte. In Deutschland erreichte der Titel 1991 die Position 2. In dieser Woche wird er noch einmal notiert auf der 95 und schon in der nächsten Woche wird er nicht mehr dabei sein, denn in diesem Sommer ist es die neunte Woche, die der Titel gezählt wird. Insgesamt kann Black Or White auf 33 Chartwochen verweisen.

Charts vom 5. Dezember 2008

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Katy Perry hat das umgesetzt, was sie letzte Woche schon versprochen hatte. Ohne Probleme stößt sie die alten Spitzenreiter Polarkreis 18 vom Thron und stellt mit "Hot N Cold" die erfolgreichste Single in dieser Woche. Mit ihrer zweiten Nr.1 in Folge legt sie auch das erfolgreichste Debüt 2008 hin. Wie schon letzte Woche bemerkt, der letzte Künstler, welcher mit den beiden ersten Singles die Chartspitze erreichen konnte war Superstar Mark Medlock im Jahr 2007. Mit nunmehr 6 Wochen auf der Pole Position näher sich Katy Perry auch dem besten Ergebnis 2008, dass durch Kid Rock und Jamba-Häschen Schnuffel momentan bei 8 Wochen steht. Sollte sich Katy Perry also die Vorweihnachtszeit als Spitzenreiter behaupten - und erstmal sieht es so aus - dann schafft sie sozusagen im Endspurt noch sich in die ewige Bestenliste einzuschreiben.
Für Dr. Luke (Lukasz Gottwald) und Max Martin, dem Produzententeam hinter "Hot N Cold" ist es ebenfalls die zweite Nr. 1 in diesem Jahr, d.h. Max Martin war außerdem an P!nks Chartstürmer "So What" (nach wie vor Platz 3 in den deutschen Charts) maßgeblich beteiligt und ist mit 3 Nr.1 Hits innerhalb eines Vierteljahres der momentan erfolgreichste Produzent.

Weitere Bewegung gibt es in den Top 10 vor allem durch zwei Aufsteiger. Auf Platz 4 und damit nach einer kurzen Rast auf der 11 hinein in die oberen 5 gehen The Killers mit "Human". Verantwortlich dafür dürfte der Release der Komplett-Single-CD sein, der neben den bekannten Titeln "Human" und "A Crippling Blow" auch einen Remix von Armin van Buuren enthält - das ist dann was für den Dancefloor.
Als Tipp: es gibt auch in diesem Jahr ein großartiges Weihnachtslied von den Killers, welches nur als Online-Titel zu haben ist (REDWIRE.com). Betitelt "Joseph, Better You Than Me" und mit tatkräftiger Unterstützung von Elton John und Pet Shop Boy Neil Tennant. Oder ihr holt euch nochmal das echt schwarze "Don't Shoot Me Santa" vom letzten Jahr. Wär doch schön, wenn der alljährliche Weihnachtsreigen (siehe weiter unten) durch ein paar Neuheiten aufgelockert würde.

Ebenfalls nochmal etwas nach oben geht Herbert Grönemeyer mit "Glück". In der letzten Woche war er nach seinem Einstieg auf Platz 4 auf die 10 gerutscht. Nun gehts wieder Richtung Spitze mit Zwischenstop auf Platz 7. Das wars dann auch an Spannendem im Top 10-Bereich. Der höchste Neuzugang in dieser Woche verpasst mit Platz 11 nämlich ganz knapp die oberen 10. Madonna setzt damit einen Trend fort, der durch die vorhergehenden Alben schon ziemlich manifestiert wurde: Die ersten beiden Auskopplungen schießen in die Top 10, die erste von beiden gern auch auf die 1, und danach geht es eher abwärts. Allerdings ist Platz 11 ziemlich gut, in Großbritannien fällt "Miles Away" beispielsweise ziemlich durch und kann gerade mal Platz 39 für sich verbuchen. Hinter Titel Nummer 3 aus dem "Hard Candy"-Album verbergen sich wieder Timbaland, Danja und diesmal auch Justin Timberlake als Produzententeam. Letzter ist auch als Background zu hören. Alles in allem kommt der neue Hit im Vergleich zu den vorhergehenden fast minimal daher: Gitarre, Claps und Madonnas Stimme und ein ganz klein wenig Computer. zum Ende gibt es dann noch eine kleine, sehr überzeugende Verlängerung, wie sie Mr. Timbaland gerne mitgibt. Und wie immer sind auf der Single auch dancefloororientiertere Remixe.

Der neue Star des Trash-Fernsehens ist Schäfer Heinrich. Bei der RTL-Doku-Soap "Bauer sucht Frau" sorgt er mit für Traumquoten. Was die Masse nun zu dieser sonderbaren Kuppelschau treibt, ist nicht schlüssig nachzuvollziehen. Wahrscheinlich ist es schon eher die Freude an Peinlichkeiten anderer. So bescherte uns die Serie bereits so schöne Wortschöpfungen wie "Arbinente" und nun gibt es auch den Hit zur Serie. Schäfer Heinrich singt "Das Schäferlied", welches angeblich von seinem Vater überliefert ist. Damit schafft er auf Anhieb Position 14 in den deutschen Charts. Mit seiner Auserwählten Anja scheint es dagegen grad nicht so gut zu laufen ...

Die Pussycat Dolls schicken mit "I Hate This Part" eine Uptempo-Ballade als zweite Auskopplung aus ihrem "Doll Domination"-Album ins Rennen. Mit Platz 20 bleiben sie aber doch einiges unter früheren Erfolgen. Ihr Debut-Album "PCD" bescherte ihnen drei Top 10-Titel und selbst die anderen drei Auskopplungen konnten sich noch sehr gut zwischen Platz 11 und 27 als Höchstposition behaupten. "When I Grow Up", der Teaser zum neuen Album stieg im September immerhin noch auf Rang 7. Und nun ein leichtes kommerzielles Schwächeln (übrigens generell in Europa). Sollte der Stern der Dolls langsam am Sinken sein?

Nach ihrem Ausflug ins Englische im Sommer kehrt LaFee mit "Ring frei" wieder in deutschsprachiges Gebiet zurück. Allerdings nur per Text, denn aktuelles Styling und Video sind sehr asiatisch inspiriert. Die Musik, fast schon als eigenes Genre beschreibbar, klingt irgendwie auch sehr bekannt. Und richtig: hört man sich mal die Grand Prix-Beiträge aus Georgien oder Bulgarien der letzten Jahre an, dann findet man dort genau den gleichen Kuschel-Gothic-Pop-Sound. Eventuell noch etwas überzeugender, weil die Texte weitestgehend unverständlich bleiben. Das könnte also durchaus ein neuer Markt für die Sängerin sein. In Deutschland startet sie auf Platz 22 mit der Vorab-Single "Ring frei" zum gleichnamigen Album (ab 2. Januar) trotz beigelegtem Poster bzw. Kalender relativ mager ins Rennen.

Weihnachten ist die Zeit in der nahezu alle Plattenfirmen und KünstlerInnen versuchen von dem großen Geschenkegeschäft etwas abzubekommen. In diese Kategorie gehört wohl auch die zweite Single des Supersar-Zweitem Fady Maalouf. "Amazed" kommt ganz zart und verträumt daher. Das Liebeslied tut keinem weh und passt mit seinem hart an der Kitschgrenze vorbeischrammenden, orchestralen Arrangement sehr gut unter nahezu jeden Weihnachtsbaum. Und weil das Lied eben wirklich so absolut durchschnittlich ist, reicht es nach Platz 2 mit "Blessed" im Sommer jetzt nur noch für Platz 26.

Die britischen Superstars schlechthin sind wohl Take That. Ihr Comeback vor 2 Jahren nach 10jähriger Pause, brachte ihnen nicht nur zwei Nr.1-Hits auf der Insel, sondern löste gleich eine ganze Reihe von Reunions auf dem Boygroup-Sektor aus. Letztes Beispiel dieser Welle waren in diesem Herbst die New Kids On The Block. Mit ihrem neuen Album "The Circus" und der Vorabveröffentlichung "Greatest Day" gehen sie nun in Runde 2 nach dem Comeback. Und die Single steigt in Großbritannien in dieser Woche sofort an der Spitzenposition ein. Die Presse feiert die vier Jungs damit als endgültig und definitiv im 21. Jahrhundert angekommen. Eben echte Superstars.
In Deutschland sieht es ein bisschen anders aus. "Greatest Day" findet durchaus Käufer. An den Erfolg von "Patience", mit dem sie sich 2006 zurück ins Bewusstsein der Käufer und direkt auf die Nr.1 brachten, können sie allerdings mit Platz 27 nicht anschließen. "The Circus" steht ab nächster Woche in der Album-Liste. Ich denke, da sind höhere Platzierungen zu erwarten.

Zum Jahresende hin zeigt sich Akon sehr präsent. Vor zwei Wochen enterte er an der Seite von Shaggy mit "What's Love" die Liste (in dieser Woche von 78 auf die 86), obwohl Kardinal Offishall mit "Dangerous" (+ Lead-Vocals by Akon) sich noch ganz gut hält (diese Woche vermutlich letztmalig notiert auf der 62). "Right Now (Na Na Na)" ist die erste Single aus Akons drittem Album "Freedom" und der erste Titel seit mehr als zwei Jahren, mit dem sich Akon als Lead-Artist platzieren kann. Der gut eingängige und durchaus tanzbare Titel steigt ein auf der 44 und ist leider Akons bislang schlechtestes Ergebnis als Solo-Künstler.

Seit Sommer läuft in der TV-Werbung der neue Spot der Supermarkt-Kette Lidl. Wie immer auch die Idee des Filmchen sein mag, irgendwie blieb die Kampagne hängen- Jetzt wurde auch der dazugehörende Song "The Little Things" als Single veröffentlicht und chartet auf Rang 48. Ironisch ist, dass sich die Band Kendric eigentlich schon in Auflösung befand bevor sie hiermit ihren ersten Charteintrag verbuchen können. Kendric liefern nicht den einzigen platzierten Werbesong in dieser Woche. Auf der 98 steigt Neffa mit dem Ramazotti-Werbelied "Cambierà" wieder ein.

An der einen und anderen Stelle war schon deutlich zu spüren, dass es weihnachtlich wird. Auch hier in den Charts. Und in der letzten Woche tauchte auch das populärste aller Weihnachtslieder "Last Christmas" von Wham! wieder in der Liste auf. In dieser Woche, welche die Verkäufe bis zum Freitag vor dem 1. Advent berücksichtigt, steigt der Titel von der 73 auf die 42 und es ist anzunehmen, dass es da noch einiges höher geht. Mit nunmehr 75 notierten Wochen steht "Last Christmas" derzeit auf Rang 4 der Dauerbrenner-Auflistung. Die Spitze bildet nach wie vor Wolfgang Petry mit seiner "Längsten Single der Welt", die 81 Wochen lang platziert war.
So, nun aber mal zur Gesellschaft, in welcher sich "Last Christmas" in dieser Woche befindet. Da steigen nämlich eine Menge von weißbepuderten und lichterbekränzten Titeln wieder ein:
Auf der 71 startet Melanie Thornton mit "Wonderful Dream (Holidays Are Coming)" zum achten mal ihre saisonale Runde und steht insgesamt zum 58. mal in den Charts.
Chris Rea geht mit "Driving Home For Christmas" auf der 74 ins Rennen. Obwohl schon 1988 erschienen, dauerte es bis zum Jahr 2002, dass sich der Titel platzieren konnte. Damals gings bis Platz 73. Vor einem Jahr dann kam der etwas unerwartete Wiedereinstieg, der den Titel sogar bis auf die 31 trug, und jetzt geht es also so früh und so hoch wie nie zuvor ins Rennen. Ich tippe mal auf baldige Höchstplatzierung innerhalb der Top 20. Insgesamt erst in der 7. Woche platziert.
Auch Mariah Carey ist mit "All I Want For Christmas Is You" zwar ziemlich bekannt, war aber bislang noch gar nicht so oft vertreten. Platz 84 in dieser Woche ist erst die 7. gewertete Woche. Höchstplatzierung bisher: Platz 18 Anfang 2008.
Schlusslicht der Weihnachtssongs in dieser Woche bilden Band Aid 20 mit "Do They Know It's Christmas?", im Jahr 2004 mit Höchstposition 7 gestartet. Jetzt in der insgesamt 8. Woche auf der 89 notiert.

Was gibts sonst noch so Neues in der unteren Hälfte?
Die 64 holt sich Fragma mit ihrer Digital-Single "Memory". Nachdem sie Anfang des Jahres mit einem Remix von "Toca's Miracle" wieder zurück ins Gedächtnis der Massen gelangten, kann sich auch neues Originalmaterial wieder in den Charts platzieren. "Memory" gibt es seit Anfang Oktober auf Vinyl bei Tiger Rec. In den Offiziellen Dance-Charts stieg der Titel bereits bis auf die 5. Seit dem 23. November gibt es nun die Digital-Single mit Remixen von u.a. Klaas (Gerling) (momentan auf Platz 10 mit "Infinity 2008" vom Guru Josh Project) und Rob Mayth aka Dave Darell.
Auf der 67 schickt Jamba Gesellschaft für Eddy Bär (Platz 32) ins Rennen. Diesmal ist es Wolki, der kleine Engel, der verspricht "Ich beschütz dich!".
Peter Maffay, Nena und Rolf Zuckowski ziehen mit ihrer Charity-Single "Dein Herz für Kinder" auf der 69 ein. Für Rolf Zuckowski ist es übrigens die erste Single, auf der er als Künstler genannt wird und mit der er sich in den deutschen Charts platzieren kann. Das ganze Charity-Album ist seit 5.12. in den Läden.
Rock-Newcomer des Jahres Jennifer Rostock setzen zum zweiten mal eine Single in den Charts ab. "Himalaya" geht rein auf der 85 und ist der Vorbote zur Deluxe-Edition ihres Debüt-Albums.
Re-Entry auf 96 Rihanna feat. JAY-Z mit "Umbrella", mittlerweile Woche 39 und seit Ende Juli nicht gelistet gewesen.

Höchster Aufsteiger in der unteren Hälfte ist Leona Lewis mit "Bleeding Love", welches in der 31. Woche von 100 auf die 78 geht. Ich nehme an, das hängt mit den beginnenden Jahresrückschauen zusammen, wo dieser Titel ja auf keinen Fall fehlen darf.

Charts vom 21. November 2008

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Hab ich nicht letzte Woche gejammert, es sei so still in den deutschen Charts, Bewegung müsse her?? Et voilá – diese Woche gehts mal richtig rund und die Liste wird ordentlich durcheinander gerüttelt. Nur die beiden Plätze ganz oben sitzen stabil im Sattel. Noch!
Für Polarkreis 18 ist es die vierte Woche mit "Allein Allein" an der Spitze vor P!nk und ihrem ehemaligen Nr.1-Hit "So What". Bisher waren die Jungs aus Dresden ja nur mit einer Single-Version auf dem Markt. Auf der gabs neben dem Original auch ein Rework von Nephew, weshalb in einigen Listen auch gleich Polarkreis 18 vs. Nephew als INterpreten aufgeführt wurden. Seit dieser Woche nun gibt es die Nachfolgeversion, die bereits vor gut einem Monat in streng limitierter Auflage als Digi-Pack erschienen war. Darauf zu finden ist unter anderem der Titel "Operation Sun", der nur auf Maxi zu haben sein wird, sowie zwei extra Remixe von Bodi Bill bzw. ZPYZ. Ich denke, diese Nachfolgeversion hilft Polarkreis 18 noch eine Weile, dem Druck von den unteren Plätzen zu trotzen. Ob sich die neue Variante der Maxi tatsächlich lohnt, dürft ihr aber ganz allein entscheiden.

Nun aber zur Sache: Höchster Neuzugang und wie in Großbritannien auch hier Siegerin im aktuellen Divenbattle ist Beyoncé mit ihrer neuen Ballade "If I Were A Boy", die geradewegs auf Platz 3 einsteigt. Das letzte mal, dass ein Titel mit dieser Thematik in den deutschen Charts war, ist noch gar nicht so lange her. Im September stellten sich Fräulein Wunder den Rollentausch vor und brachten es mit "Wenn ich ein Junge wär" bis auf die 16. Was vor gut zwei Monaten noch ordentlich zur Sache ging und richtig Spaß machte, das hat Frau Knowles nun wie schon erwähnt in eine R&B-Ballade gepackt. Das Video dazu verwirrt erstmal: wer war jetzt wer? Und wer ist nun eigentlich der/die Gute und Verständige? Dementsprechend die Diskussionen dazu. Mir ist das alles ja ein wenig zu betulich und zu viel Klischee, aber es gibt genügend Leute, die "If I Were A Boy" als mindestens großartig bis unübertreffbar beschreiben. Nun gut. Fakt ist, dass diese Vorab-Single zum kommenden Doppel-Album tatsächlich der Chart-Nachfolger zu ihrem Nr.1-Hit "Beautiful Liar" in Kollaboration mit Shakira aus dem Mai 2007 ist. Seitdem haben alle regulären Singles und Gastauftritte bei anderen Artists die Gunst der Käufermasse nicht erringen können und erschienen nicht in der Hitliste. Und noch ein statistischer Fakt nimmt sich seltsam aus vor dem Hintergrund, dass Beyoncé auch hierzulande gern als Superstar gehandelt wird: "If I Were A Boy" ist der Platzierung nach der zweitgrößte Erfolg hinter oben genanntem Nr.1-Hit. Der einzige Titel, der es von ihr bislang ebenfalls in die Top 5 brachte, war im Jahr 2003 "Baby Boy", interpretiert zusammen mit Sean Paul. (Mit Destiny's Child kann sie ebenfalls lediglich auf einen Nr.3-Hit verweisen.) Hmmm - da hat die Diva irgendwie doch noch nicht den richtigen Draht zum deutschen (Massen-)Publikum gefunden. Zum Vergleich: Sarah Connor hat bereits 5 Nr.1-Hits auf ihrem Konto und die Top 10-Titel zähl ich gleich mal gar nicht. Aber zu der kommen wir dann später noch...

Getragen geht es weiter auf der 4 und mir scheint, dass offensichtlich die Zeit der Besinnlichkeit über uns hereinbricht und der sich abzeichnende Wandel der Charts schon arg viel mit dem Fest der Feste zu tun hat. Wie auch immer: inhaltlich ist Herbert Grönemeyers "Glück" ein gefühlvolles Liebeslied, das in jede Jahreszeit passt. Sein erstes Best of-Album folgt mit dem heutigen Tag.
Wenn wir die Chartgeschichte Herbert Grönemeyers seit 2000 betrachten, dann fällt auf, dass jeder seiner Titel, der über die 10 hinaus kam wenigstens eine Woche auf der 1 gestanden hat. Das ist mal ne Herausforderung für "Glück". Allerdings waren die Spitzenreiter jeweils in ihrer ersten Woche ganz oben gelandet. So gesehen, kein gutes Omen. Aber was solls - ich bin nicht hier um alles schlecht zu reden. Und auch eine Position 4 ist ein super Ergebnis nach gut einem Jahr Chartabstinenz. Und ich bin mir sicher, dass "Glück" uns eine ganze Weile begleiten wird, das ist bei Grönemeyer-Hits bisher auch nicht immer der Fall gewesen.

Bewegung in den Top 10 gibt es nicht nur durch die beiden genannten Neuzugänge. Toll ist, dass sich zwei Titel ordentlich nach oben schieben konnten, die mir - wie schon oft hier geschrieben - besonders am Herzen liegen. Auf die 8 gehen, von der 16 kommend, Jack White & Alicia Keys mit dem Bond-Titelsong "Another Way To Die". Der dazugehörende Film "A Quantom Of Solace" ist seit zwei Wochen unangefochten der meistbesuchte und knackt gerade (nach nur 2 Wochenenden) die 3-Millionen-Marke. Damit scheint er sich gerade auf der Zielgeraden zum meistgesehenen Leinwandopus 2008 zu befinden. Kein Wunder also, dass sich auch die Musik dazu größter Beliebtheit erfreut.

Der zweite Aufsteiger in die Top 10 kommt von der 25 und ist das neue Werk der Killers. Gerade habe ich bei James Masterton gelesen, dass "Human" das Beste ist, was die Killers jemals vorgelegt hätten. Nun, so weit würde ich mich nicht aus dem Fenster lehnen, aber ein großartiges Stück Pop ist es allemal, eingängig und mitreißend wie es besser nicht sein könnte. Produziert wurde das Ganze von keinem Geringeren als Stuart Price, der ja unter anderem auch schon Madonnas "Confessions On A Dancefloor" bearbeitet hat. Und deshalb klingen die Killers aktuell so wie sie klingen und Vergleiche von Duran Duran über New Order bis hin zu den Pet Shop Boys sind allerorten zu hören. Ich frag mich nur, warum sich alle Welt immer noch immer auf die 80er bezieht ... sind die tatsächlich so retro? Mein Lieblingsvergleich ist ja da eher: überwältigend wie Polarkreis 18, umwerfend wie The White Stripes - und damit wär ja wohl auch gesagt, was ich mir für die Single in den kommenden Wochen wünsche.

Der nächste Neueinsteiger stammt wieder aus der Rubrik: Diva. Und hier haben wir es mal tatsächlich mit einem Superstar aus Übersee zu tun. Christina Aguilera kann seit 1999 auf mittlerweile zehn Top 10-Hits verweisen, 8 davon waren unter den ersten 5 platziert. Klar, dass alle von ihrer neuen Single "Keeps getting better" nur Superlativergebnisse erwarten. Seit Wochen läuft der Titel überall hoch und runter. Ungewohnt rockige Töne schlägt sie in ihrer Vorab-Single zum Best of-Album gleichen Namens an. Aber, die Single schafft es bei ihrem Start nur bis zur 14. Und hier muss es wirklich NUR heißen, denn für Frau Aguilera ist das ein eher mageres Ergebnis. Kann sein, dass alle auf die Kompilation warten und dann alle HIts gesammelt erwerben. Aber das scheint mir eine armselige Erklärung. Wahrscheinlicher ist, dass die Masse von Christina Aguilera eher sexy provokantes erwartet, denn auch in Großbritannen verpasste sie die Top 10. Blöd ist es ja schon irgendwie, dass für sie offensichtlich gilt: Only Sex Sells. - Wobei: Platz 14 - hey Leute, ist das nix? Insgesamt ihr 16. Titel, der unter den ersten 20 landet. Kann man so gelten lassen, oder?

Zurück zu einer deutschen Band: Stanfour haben's ja irgendwie raus, sich gut zu verkaufen. Laut Bandlegende haben sie das in Amerika gelernt. Anfang des Jahres waren sie mit "For All Lovers" dank des Einsatzes als Titelmelodie bei "Nur die Liebe zählt" 17 Wochen in den Charts und kamen bis auf die 24. Im September besuchte dann ganz kurz "Desperate" die Liste, blieb aber ohne mediale UNterstützung in der unteren Hälfte stecken. Und jetzt sind sie wieder da und präsenter denn je. "In Your Arms" wurde am 6. November ausgiebig bei Popstars - Just 4 Girls vorgestellt. Da sah man nämlich, wie die Mädels sich als Duettpartnerinnen bewarben. Das Rennen gemacht hat am Ende Jill und einen Tag später stand dann auch die Single. Track 1 ist die altbekannte Variante und Track 2 die Version mit Jill. Klar, dass sie so hiermit ihren ersten Top 20-Hit verbuchen können. Platz 15 in der ersten Woche. Aber auch ohne das Popstars-Drumrum ist der Titel selber schlichtweg groß. Mal wieder eine Ballade (siehe oben) für die dunkle Jahreszeit, aber mit feinen Ausflügen in kraftvolle Rocksounds. Im Video wird dann noch eine gutgemeinte Botschaft hinter das Ganze gesteckt, aber das war eigentlich gar nicht nötig.

Und jetzt kommen wir zu der Dame, die ich weiter oben als Superstar angeführt habe. Oder besser: die erfolgreichste deutsche Sängerin - zumindest gemessen an ihren Charterfolgen. Sarah Connor hat mit 16 veröffentlichten Singles 12 x die Top 10 erreicht. Lediglich ein Titel - ihre zweite Single "French Kissing" verpasste knapp die Top 20. Vergleichbar erfolgreich seit 2000 waren da lediglich die No Angels (4 x Nr.1 / 12 x Top 10 ). Der letzte Besuch "Under My Skin" brachte Sarah Connor im August bis auf die 4. Und dann kam die offizielle Trennung von ihrem Mann. Deutschlands Traumpaar kaputt. Eigentlich sind solche Dinge ja eher egal, aber Frau Connor-Terenzi hatte ja sehr direkt alle an ihrem Privatleben teilhaben lassen. Kein Wunder also, dass auch die kommende Scheidung von medialem Interesse begleitet wird. Eventuell gibt es ja dann bald die Serie dazu: Happy divorced!
Klar ist es blöd, den Medienrummel so 1:1 mit Musikverkäufen in Verbindung zu bringen. Im Fall von "I'll Kiss It Away", der zweiten Auskopplung aus dem "Sexy As Hell"-Album liegts aber irgendwie nahe. Denn dieser Titel ist der erste seit 2001, der die Top 20 verpasst. Zum Trost lässt sich vielleicht sagen, dass Platz 21 wirklich sehr sehr knapp vorbei ist. Trotzdem ist der Titel damit der am schlechtesten verkaufte von Frau Connor. Klar sind noch nicht alle Messen gesungen, aber ehrlich: es sieht nicht so gut aus für sie derzeit. Allerdings erwarte ich ja schon sehr bald eine Rückkehr ihres "Christmas In My Heart" ...

Für den nächsten Neuzugang müssen wir mal ein wenig rekapitulieren: 2005 hatten wir den Crazy Frog, der dank Klingelton bis fast ganz nach oben in den Charts kam. Vor 9 Monaten lancierte die mit Klingeltönen reich gewordene Firma Jamba den Hasen Schnuffel, der ganze 8 Wochen die Chartspitze bekuschelte. Und weil das Häschen vor allem die Zielgruppe Frauen meinte, gab es ganz schnell hinterhergeschossen auch einen Muffel, der allerdings nicht wirklich ankam. Männer kaufen wahrscheinlich keine Klingeltonmusik. Das Häschen gibt es immer noch, sogar relativ erfolgreich, zusammen mit Michael Wendler feiert es auf der 68 "Häschenparty", gerade erschien das Album "Winterwunderland" und für den 12.12. ist eine Weihnachtssingle angekündigt ... all das reicht Jamba aber noch längst nicht. Der Hase bekommt Gesellschaft von Eddy Bär. Und der macht dann einer jungen Frau im Swimmingpool (warum eigentlich gerade dort?) ein aus allerlei Zitatensalat zusammengestelltes Geständnis: "Verliebt". Klar ist das irgendwie niedlich und süß. Aber eben auch völlig künstlich und berechenbar. Und weils ja kein richtiger Mensch ist, gibts auch ne Menge Vocoder auf der Stimme. Sofort gabs Diskussionen: Ist das nicht im Original von Chris Brown? Also ich hab nix dazu gefunden ... Und wer immer hinter dem Liedchen steckt, ich persönlich hoffe ja, dass sich ganz schnell wieder ausgebärt hat und Platz 24 das höchste war, was dieses Kuschelding je erreicht.

Ganz knapp die obere Charthälfte verpassen Shaggy feat. Akon mit Platz 52. "What's Love" ist für beide Künstler bereits die vierte Single in 2008. Shaggy war zuletzt mit seinem EM-Song "Feel The Rush" auf der 1, Akon hatte es im Herbst mit Kardinal Offishall bis zur 18 gebracht. Für beide ist die Platzierung also nicht so wahnsinnig umwerfend, aber das ist ja der Titel auch nicht.

Die Jungs von Fall Out Boy hatten noch nicht so richtig den Durchbruch. Irgendwie stoppten alle ihre Singles immer kurz vor der Hälfte der Charts. Auch das Michael-Jackson-Cover "Beat it" brachte es im Juli nicht wesentlich höher. Dafür zeigen sie sich aber ungemein beständig. Single Nr.4 mit dem Titel "I Don't Care" springt auf die 62 in der ersten Woche. Der Titel ist ein ordentliches Stück Poprock, kann man eigentlich nichts gegen sagen. Auf der Single ist außerdem ein feiner Mix von Cobra Starship und das Video kommt mit ordentlicher Star-Unterstützung u.a. von Gilby Clarke (Guns'n'roses siehe unten) daher.

Um eines sind wir in dieser Woche leider nicht drum herum gekommen. Der Auswertungszeitraum für die vorliegenden Charts umfasste nämlich die Woche von 7.-13. November. Und richtig: genau da drin liegt auch der 11.11. Weshalb wir auch eine ganze Reihe vnn Blödel- und Discofox-Titeln beobachten können wie sie steigen. Olaf Henning landet z.B. mit dem "Jungfrauenchor" auf der 66, De Boore singen "So ein Tag so schön wie heute" auf Platz 74 und auf der 76 steigt ein Astrid Kuby und Michael Mosaro mit dem "Körperzellen Rock". Die Titelzeile lautet: "Jede Zelle meines Körpers ist glücklich", dazu sieht man Rentner einen tark verzögerten Ententanz vollführen. Gemeint ist das Ganze vielleicht irgendwie anders ... zumindest schmeißt einem google bei der Suchabfrage nach Frau Kuby solche seltsamen Dinge wie biplogische Krebsabwehr in die Ergebnisliste. Naja - in der lustigen Karnevals-Popkultur geht irgendwie alles durch und wird dazu noch gekauft. Michael Rosaro ist übrigens auch nicht so ganz unbekannt. Allerdings verbirgt Herr Scheickl sich hinter einem Pseudonym. Er wird wissen warum.

Party gibt's auch auf der 88. Allerdings ein bisschen anders. DJ Cyrus is back! Zumindest charttechnisch, denn in der Liste der meistverkauften 100 war er zwischen 1999 und 2003 vor allem als ein Teil von Beam vs. Cyrus aktiv. Insgesamt 6 Titel konnten sie platzieren, der erfolgreichste im Jahr 2003 mit dem MC Hammer-Cover "You Can't Touch This", welches es bis auf Platz 22 schaffte. Danach gründete Cyrus sein eigenes Label Cyrus Trax auf dem er auch fleißig veröffentlichte. Allerdings ist das in Deutschland mit den Independent Labels immer ein wenig schwierig. Für "Wir brauchen Bass!" - einem frechen Sample aus dem Bo-Klassiker "Türlich türlich" - suchte Cyrus Unterstützung bei Zooland Records, die solche Projekte wie Cascada und DJ Manian im Vertrieb haben. Und schwups. bereits in der ersten Woche als digitaler Track geht der Track in die Charts. In den offiziellen Dance-Charts steigt der Titel diese Woche auf die 22. Ich denke, da kommt noch was.

Und genauso wird es wohl bei Guns N' Roses noch ordentlich nach oben gehen. "Chinese Democracy", seit 14 Jahren Pausen das erste Lebenszeichen der Rocker, ist seit 11.11. als trendsingle zu haben. Der vollständige Release der Single steht mit dem 22. November an. Mit der Vorab-Version gehts direkt auf die 90. Zum Titel selber kann ich nur sagen: klingt wie Guns n' Roses. Fee und Oz meinen, das Ganze sei auch ein wenig antiquiert. Schöner könnt ichs auch nicht sagen.

Nochmal Rock gibt es neu auf der 95. Da sind 3 Doors Down mit "Let Me Be Myself" gelistet. Das ist 'n ganzes Stück glatter produziert als Guns n' Roses.

So, dann wie immer noch einen Blic auf die Rückkehrer. Wiedereinsteiger sind zu finden auf der 72 Alicia Keys mit "Superwoman". Da weiß ich gar nicht so recht, warum das jetzt wieder rein hüpft, oder besser: Ich weiß gar nicht warum das so schnell draußen war. Auf der 75 die The Ting Tings mit "That's Not My Name" - immer noch ein toller Song und immer noch der einzige der Ting Tings. warum eigentlich? "Shut Up And Let Me Go" oder "Great DJ" sind auch super. Auf der 81 gibt sich wieder mal Rihanna mit "Don't Stop The Music" die Ehre - mittlerweile auch schon in Chartwoche 39. Und schließlich belegt die 100 mal wieder Silbermond mit "Das Beste".

Ich kann nur sagen: ich freu mich auf nächste Woche, denn eine Diva fehlt noch mit ihrem neuen Werk. Die hatte in der gerade zu Ende gehenden Woche Singlestart. Und ich tippe hier mal tollkühn: mindestens Top 5.

Charts vom 26. September 2008

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Nichts Neues auf den beiden Spitzenplätzen. Katy Perry hält sich mit "I Kissed A Girl" weiter auf der 1 vor Rosenstolz und "Gib mir Sonne". Die Veröffentlichung des Albums "One Of The Boys" tut also der Beliebtheit des einzelnen Tracks keinen Abbruch. Katy Perry landet auf Platz 7 als Debüt in den Album-Charts. Und das in einer Woche in der fünf Neuzugänge in die Top 10 schiessen ... alle Achtung!
Katy Perry ist insgesamt die vierte Woche Spitzenreiterin in Deutschland. Die letzte Künstlerin aus Übersee, der Gleiches gelang war Rihanna im Juni/Juli vergangenen Jahres, als "Umbrella" 5 Wochen an der Spitze der deutschen Charts stand. Da sie für diesen Track mit JAY-Z kollaboriert hat, ist der Vergleich vielleicht nicht ganz fair. Deshalb sei Nelly Furtado an dieser Stelle angeführt, die Anfang 2007 mit "All Good Things (Come To An End)" sechs Wochen an der Spitze stand. Zumindest in den offiziellen Credits ist diese Single aus Solo-Stück zu werten, freilich wurde mit Rea Garvey auch hier ein männlicher Part hinzugefügt. Die letzte US-amerikanische Solo-Künstlerin, die sich so lange auf der Spitzenposition halten konnte, war Madonna mit "Hung Up", das sich zum Jahreswechsel 2005/2006 ganze 9 Wochen als bestverkaufter Track behaupten konnte. (Und bitte, jetzt nicht argumentieren: Madonna lebt doch in England ...)

In die Spitzengruppe schiebt sich in dieser Woche von der 4 Amy Macdonald einen Platz nach oben. "This Is The Life" erreicht damit in der neunten Woche die vorläufig beste Platzierung. Die Vorgängersingle "Mr Rock & Roll" brauchte übrigens acht Wochen für ihren Peak auf Platz 21 und steigt in dieser Woche - die insgesamt 27. - von der 42 auf Platz 36. Auch hier lohnt ein Blick in die Albumcharts, denn dieses holte nach 27 Wochen vor 7 Tagen ebenfalls erstmals den dritten Rang. Zu "This Is The Life" selber muss ich wohl nichts mehr sagen. Mir scheint, der Track läuft derzeit überall hoch und runter, eine Art gute Laune-Song, den irgendwie jeder mitsummen kann, ohne dass sofort jeder weiß, wer's ist ... Derzeit ist Amy Maydonald fleißig in den USA am touren, zu uns nach Deutschland kommt sie am 20. und 22. Oktober. Köln und Berlin sind die Orte.

Einen Platz tiefer, auf der 4 klettert allmählich Seeed-Frontmann Peter Fox nach oben. Damit ist er auf einem persönlichen Höchststand, denn mit seiner Band hatte er es bisher nur 2 x auf Platz 5 geschafft. "Alles Neu" hat übrigens ein derartiges Suchtpotenzial, könnte gut sein, dass Platz 4 noch längst nicht das Ende ist.

Kommen wir zu den Neueinsteigern. Da melden sich auf der 14 nach mehr als zweijähriger Chartabstinenz The Rasmus zurück. "Livin' In A World Without You" beginnt erstmal sehr poppig, bevor der eigentliche Gitarrenpart einsetzt. Und auch da bleibt es im Gegensatz zu ihren früheren Stücken eher etwas zahm. Als Produzent fungierte Desmond Child, der schon so verschiedene Acts wie Alice Cooper und Ricky Martin betreut hat. Bei The Rasmus scheint er nun beide Pole erfolgreich vereint zu haben. In ihrer Heimat Finnland landeten The Rasmus mit dem Vorboten zu ihrem siebten Album "Black Roses" ihren fünften Nr.1-Hit. Ab 26. September gibt es das komplette Werk dann auch in Deutschland im Handel.

Auf Rang 17 startet Miley Cyrus mit der Debüt-Single "7 Things" ihre eigene Chartkarriere. Der momentan bestverdienende Teenager hat bereits als Serienstar Hannah Montana ordentlich Karriere gemacht und gastierte unter dem fiktiven Namen bereits im Mai/Juni für ein paar Wochen in den Singles-Charts. Jetzt will sich die junge Dame von ihrem etwas zu glatt produzierten Disney-Image befreien und legt mit dem programmatisch benannten Album "Breakout" tatsächlich erstaunlich authentisch klingenden Gitarrenpop hin. Fans der Serie dürfen aber beruhigt sein. Miley Cyrus bestätigte, dass sie auch weiter die Rolle Hannah Montana spielen würde. Und dem geplanten Film (Start ist vorgesehen für März 2009) stehe nichts im Wege. Ob es künftig in den Charts Battles in der Art: Serienfigur und reale Künstlerin geben wird ... ? Ich bin gespannt. Momentan steht es 1:0 für die reale Musikerin.

Einen Platz drunter schiebt sich in der dritten Chartwoche Kardinal Offishall mit "Dangerous" in die Top 20. Die Zusammenarbeit mit Akon ist der erste Top 20-Hit des Kanadiers, sein Album gibts zum kostenlosen Hören auf iMeem.
Trackpartner Akon ist mit "Dangerous" bereits zum sechsten Mal in diesem Bereich platziert. Allerdings liegt sein letzter Aufenthalt auch schon gut eineinhalb Jahre zurück, als er Eminem ("Smack That"), Snoop Dogg ("I Wanna Love You") und Gwen Stefani ("The Sweet Escape") sozusagen hintereinander Weg das obere Fünftel der Charts durchstreifte.

Der nächste Neieinsteiger findet sich auf der 32. Und hier wird es eurotrashig. Erinnert sich noch jemand an Arsenium? Na dann vielleicht an O-Zone? Die brachten uns 2004 den Sommerhit "Dragostea din tei". Ich schätze jeder erinnert sich noch an "Numa Numa Yei", welches 14 Wochen die Spitzenposition innehatte. Danach folgte nach dem selben Prinzip noch ein Top 10-Titel namens "Despre Tine" und dann gab die moldawische Boygroup ihre Trennung bekannt. Einer des Trios, nämlich Arsenie Todiras nutzte die Gelegenheit sofort aus und startete zur Solokarriere. Mit "Love me ..., Love Me ...", welches fleißig das russische Kalinka zitierte schaffte er es denn auch in die deutschen Charts bis immerhin auf Platz 33. Sein Duett mit Natalia Gordienko mit dem Titel "Loca" war dagegen hierzulande ein Desaster und fiel auch beim Eurovision Song-Contest durch. Danach wurde es ruhig. - Bis im Juli diesen Jahres plötzlich Bandpartner Dan Balan als Crazy Loop die Top 20 eroberte. Offensichtlich ist das "Numa Numa Yei"-Prinzip noch lange nicht tot und so entschloss sich Sony BMG auch Arsenium wieder zu reaktivieren. MIt dem fast originalen Aufguss von "Dragostea Din Tei" geht es also in die Vermarktung. Der Titel "Rumadai" verheißt schon nichts Gutes, das Video ist absolut grottenmäßig, naja und der Song ... siehe oben. Kann ich sofort mitsingen, tus aber nicht. Nehmts mir nicht übel, ich bin wirklich leicht zu begeistern für Euro-Trash und Ost-Pop, aber die Nummer ist mir echt zu billig. Das taugt meiner Meinung nach nicht mal für ne ordentliche Sommerparty in Chisinau.

Der Neueinsteiger zwei Plätze tiefer richtet sich vermutlich an ein ganz ähnliches Publikum, allerdings mit wesentlich mehr musikalischen (und pädagogischen?) Ambitionen. Donikkl verspricht auf seiner Homepage frechen Family Reggae Pop Rock. Und genau das ist "So a schöner Tag" auch. In Erinnerung an spaßige Live-Auftritte im Sommer ist die CD ein ganz schönes Souvenir. Ich hoffe nur, dass sich hier nicht der Schnappi-Effekt breit macht und Andreas Donauer samt Gefolgschaft einen ungewollten Hipness-Faktor einbringt. Aber wahrscheinlich ist dazu das ganze Projekt zu ambitioniert.

Auf der 38 gibt es dann endlich wieder was Ernstzunehmendes. Rapper Curse aus Minden macht sich Gedanken zur "Freiheit". Die Single ist der Vorbote zum gleichnamigen Album, welches ab sofort auch im Handel erhältlich ist. Für Curse ist es nach gut 3 Jahren ein Comeback in den Top 50, das letzte mal war er mit Samir und "Struggle" im April 2006 am unteren Ende der Charts anzutreffen. Die bei Curse zitierte Aufnahme von Westernhagens "Freiheit" schaffte es in einer Live-Version übrigens vor 17 Jahren bis auf den Platz 24. Insgesamt war diese Version 23 Wochen in den Charts.

Ein Klassiker entert auf der 45 zum nunmehr drittenmal die Top 50. "Nothiing Else Matters" ist der kommerziell erfolgreichste Titel Metallicas. Bei seiner Erstveröffentlichung 1992 kletterte er bis auf Platz 9. Anfang 2000 gab es ein Comeback des Titels als Live-Version mit Michael Kamen und dem San Francisco Symphony Orchestra. Diese Version erreichte für drei Wochen die Position 2. Seit nunmehr fünf Wochen ist "Nothing Else Matters" wieder in den Charts und kletterte bisher 99 - 57 - 56 - 51 - 45. Dieser neuerliche Erfolg ist mit Sicherheit der angekündigten Veröffentlichung ihres neunten Studioalbums "Death Magnetic" zu Lasten zu schreiben. In dieser Woche nun erschien das Werk und enterte sofort die 1 in den Album-Charts. Wie Media control mitteilt übrigens der beste Start eines Albums in diesem Jahr.
"Nothing Else Matters" steht mit dieser Woche in der insgesamt 34. Woche in den Charts. Zählt man die Live-Version dazu sind es bereits 54 Wochen. Auf der 98 findet sich nebenbei bemerkt in dieser Woche wieder dabei "Whiskey In The Jar" aus dem Jahr 99.

Wo wir schon bei den unteren Plätzen sind: Auf der 97 steigt in dieser Woche die aktuelle Nr.1 aus Großbritannien ein, nämlich Kings Of Leon mit "Sex On Fire". Das Album der Amerikaner "Only By The Night" ist seit 19. September zu haben. Die Single ist als Veröffentlichung in Deutschland bislang nicht vorgesehen. Der Einstieg geht also auf reine Online-Downloads zurück.