Die Charts vom 9. Januar 2009 – Auswertungszeitraum 26.12.2008 bis 01.01.2009. Muss ich dazu mehr sagen? Ungefähr die ruhigste Woche nicht nur des Jahres, wahrscheinlich sogar des Jahrzehnts oder .... ? Wenn jemand genauere Vergleichsstudien vorliegen hat, dann meldet euch!
Vorneweg: es gibt keinen wirklichen Neuzugang. Dafür eine Unmenge an Wiedereinsteigern. Die meisten davon aus der Sparte: Gassenhauer. Aber dazu später. Beginnen wir einfach wieder ganz oben an der Spitze.
Katy Perry nach wie vor mit Hot N Cold auf der 1 und damit die sechste Woche in Folge. Das ist das beste Ergebnis seit August letzten Jahres, als Kid Rock mit All Summer Long acht Wochen an der Spitze aushielt. Dass sich die Spitzenreiter des Jahreswechsels etwas länger ganz oben behaupten können ist allerdings nicht so ungewöhnlich. Ein Blick auf die letzten Jahre sagt alles: vor genau einem Jahr hieß der umsatzstärkste Titel Apologize von Timbaland presents OneRepublic. 2006/07 war es Nelly Furtado mit All Good Things (Come To An End), welches über 6 Wochen die Spitze bildete, und 2005/06 kam niemand an Madonna mit Hung Up vorbei.
Unglaublich stark bleibt auch Polarkreis 18 mit Allein allein. Nach fünf Wochen an der Spitze sitzen sie mittlerweile unverändert in der sechsten Woche auf der Position 2. Das sind alles zusammen schon 11 Wochen unter den ersten 3.
In ihrer 24. Chartwoche kehrt Amy Macdonald mit This Is The Life unter die großen 3 zurück. Auch das mittlerweile das 9. mal auf einem Medaillenplatz und die 23. Woche in den Top 10.
Die Aufsteiger dieser Woche und so auch die unendlich vielen Wiedereinsteiger profitieren von offensichtlich von zwei Faktoren. Zum einen ist wahrscheinlich noch immer der iPod-Geschenk-Effekt zu spüren. Das heißt, mp3-Player, die unter dem Weihnachtsbaum lagen wollen gefüllt sein und logischerweise geschieht das zunächst mal mit den bekannten Hits der letzten Wochen und Monate. Und dann ist da nicht zu vernachlässigen der Silvesterparty-Faktor, der vor allem für die Menge an Schunkelhits verantwortlich sein dürfte. Von beiden Faktoren am meisten profitiert das Guru Josh Project um Paul Walden, welches mit Infinity 2008 in der 28. Chartwoche nochmal einen Sprung von der 19 auf die 8 macht. Damit ist die aktuelle Version bereits zwei Wochen länger in den Charts notiert als das Original von 1990, welches auch schon auf 26 Wochen kam. Neue Remixe des Stückes sind am 12. Dezember erschienen ... zumindest digital. Infinity 2008 wird uns also noch ein klein wenig begleiten.
Auch nochmal einen Platz hoch und damit zurück auf Bestposition Platz 10 kehrt Peter Fox mit Haus am See. Mit Schwarz zu blau wird Peter Fox am 13. Februar Berlin beim Bundesvision Song Contest in Potsdam vertreten. Es ist anzunehmen, dass die CD ebenfalls um dieses Datum herum erscheinen wird. Derweil müssen wir mit dem vorhandenen Material vorlieb nehmen und das geschieht auch: Alles neu klettert ebenfalls nochmal 11 Positionen auf die 35.
Den Aufwind richtig nutzen konnten The Last Goodnight. In der 13. Woche steigt Pictures Of You auf einen neuen Bestwert, nämlich auf Position 28. Unterstützung hatte die US-amerikanische Band durch die Nutzung als Hintergrundmusik für die Ankündigungen zur Vierschanzentournee. Damit wiederholt sich ein wenig ihr Schicksal, welches sie auch in Amerika hatten. Denn auch dort war es der Spot eines Sportsenders, der maßgeblich am Erfolg des Titels beteiligt war und die Band bekannt machte. Und da diese noch ein klein wenig über Silvester hinaus zu verfolgen war, könnte es auch für The Last Goodnight nochmal ordentliche Download- und Verkaufszahlen geben. Allerdings wird in der kommenden Woche der Druck etwas größer sein, denn die ersten Veröffentlichungen des neuen Jahres standen mit dem 2. Januar auf dem Plan.
Der einzige neue Titel, der deutlich vom Sog nach oben profitieren kann ist Dirty Dancing von den New Kids On The Block. Sie steigen von er 44 auf die 33 und erreichen damit die höchste Platzierung seit 1990, als sich Tonight in den Top 20 aufhielt. Auch hier gabs Unterstützung: und zwar vom aktuellen Till Schweiger-Film 1 1/2 Ritter – Auf der Suche nach der hinreißenden Herzelinde, in dem sie einen Auftritt haben. Der Film war nach Madagascar der Weihnachtskinohit.
Gerade sind die Jungs auf dem Abflug nach Europa, wo sie vor allem in England eine Reihe Auftritte absolvieren. In Deutschland machen sie lediglich einmal Station, und zwar am 31. Januar in Frankfurt.
Als beste Wiedereinsteigerin kann sich Duffy mit Mercy etablieren. Sie kehrt in der 31. Chartwoche zurück auf Position 39. Auch ihre aktuelle Single Rain On Your Parade kann Boden gt machen und erreicht in dieser Woche mit Platz 42 ihre bislang beste Platzierung. Bereits vor Weihnachten wurde gemeldet, dass Duffy das neue Gesicht von Coca Cola Light sein wird. Passt ja ganz gut zu ihrem leicht biederen Image.
Auch Die Ärzte können mit ihrem Dauerbrenner Lasse redn nochmal ordentlich punkten und landen auf der 40. Mit seiner mittlerweile 21. Woche in den Charts ist dieser Titel seit Ein Schwein namens Männer der Hit mit dem längsten Atem. Allerdings sitzt ihm Junge mit 18 Wochen (zuletzt notiert am 12. Dezember) ordentlich auf den Fersen.
Ein seltsamer Wiedereinsteiger sind The Killers mit Mr Brightside auf der 73. Das letzte mal war der Titel Anfang September für eine Woche auf der 60 gelandet, und hatte damit gleichmal seine Höchstposition erreicht. „Schuld“ damals war die Veröffentlichung des Films Keinohrhasen auf DVD. Jetzt ist der Titel plötzlich wieder da und eine wirkliche Erklärung gibt es nicht. Die Ankündigung, dass Keinohrhasen am 14. Januar auf Premiere ausgestrahlt wird, kann es ja wohl nicht sein.
Absolut unterschätzt habe ich in der letzten Woche offensichtlich die Attraktivität von ABBA. Ihr Neujahrsliedchen Happy New Year schafft es zum Jahreswechsel doch tatsächlich bis auf Platz 77 und erreicht damit 9 Jahre nach der Veröffentlichung als Single die beste Platzierung. ABBA ist also auch 25 Jahre nach ihrer Trennung noch fähig, Schlagzeilen zu machen.
Die 79 steht in unmittelbarer Verbindung zu den Albumcharts. Dort schiebt sich in der vierten Woche Westernhagen mit dem Album Wunschkonzert von der 24 auf die 8. Das Besondere an diesem Album ist, dass Westernhagen die Fans hat entscheiden lassen, welche Titel auf dieses Best of sollen. Freiheit gehörte dazu und ist nach etlichen Einzeldownloads nun als offensichtlich beliebtester Song in die Single-Charts eingezogen. Von media control wird der Titel als Neueinstieg geführt. Das ist nicht ganz korrekt. Schaut man auf die Cd oder in die i-Tunes-Listen so sieht man, dass dort die originale Live-Version von 1990 gekauft wurde. Insofern ist Freiheit ein regulärer Wiedereinsteiger. Das Original schaffte es 1990 bis auf die 24 und war der bis dahin größte Hit Westernhagens. Die aktuelle Popularität hat der Titel wahrscheinlich auch Rapper Cirse zu verdanken, dessen aktuelles Album auch Herrn Westernhagen featured.
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2. Januar 2009
Das Jahr 2009 startet gleich mit gehörigen Rekorden. Es gibt zwar keine großen Veränderungen an der Spitze der deutschen Single-Charts, aber Katy Perry hält es eine lockere fünfte Woche mit “Hot N Cold“ ganz oben aus. Und damit haben sich ihre ersten beiden Singles jeweils über einen Monat als umsatzstärkste Titel behaupten können. Um etwas Vergleichbares in den deutschen Charts zu finden, müssen wir ein ganzes Stück in die Vergangenheit gehen. 1977 schaffte das spanische Duo Baccara einen noch erfolgreicheren Karrierestart. Im Juli und August platzierte sich „Yes Sir, I Can Boogie“ 8 Wochen lang auf der 1, und im September folgte für 7 Wochen „Sorry I’m A Lady“. Danach gab es von den Damen zwar noch ein paar mehr oder weniger erfolgreiche Singles, aber wirklich erinnern kann sich daran heute kaum noch jemand.
Seit dem Jahr 2000 gab es bisher nur zwei Acts, denen eine annähernd erfolgreiche Platzierung an der Spitze gelang. The Black Eyed Peas hielten sich mit ihrer zweiten in Deutschland notierten Single und ihrem internationalen Durchbruch “Where Is The Love“ im Jahr 2003 vier Wochen auf der 1 und legten mit “Shut Up“ einen Nachfolger hin, der sogar für 5 Wochen die Spitze blieb. Drei Jahre zuvor war es Big-Brother-Semistar Zlatko, der mit “Ich vermiss dich“ und “Großer Bruder“ jeweils vier Wochen lang der meistverkaufte Titel in Deutschland war. Beim zweiten Hit hatte er allerdings mit „Kollege“ Jürgen Unterstützung zur Seite.
Die weiteren Plätze bringen Bekanntes: Polarkreis 18 stehen mit “Allein Allein“ nach wie vor auf der 2 und P!nk verbringt mit “Sober“ nun auch schon ihre dritte Woche auf Position 3. Beyoncé klettert mit “If I Were A Boy“ noch mal 4 Plätze auf die 6 und auch Bushido feat. Karel Gott schafft es mit “Für immer jung“ wieder zurück unter die großen 10 und steht diese Woche auf Platz 8.
Die Gewinner der Woche sind mit einem TV-Ereignis assoziiert, welches kurz vor Weihnachten die Mediengemeinde faszinierte. Die Popstars lieferten am 18.12. ihr Finale auf Pro7, nicht ohne Kritik an der nervtötenden Verkommerzialisierung. Im Grunde war es eine Dauerwerbesendung, aber was solls: kaum weg vom Bildschirm, gingen die Fans in die CD-Läden und Online-Shops, um sich ihre Lieblinge per Musik zuzulegen. Der Weihnachtssong der Popstars “I Believe In Xmas“ (und gleichzeitig auch Charity-Single) klettert nochmal von der 21 auf die 14 und erreicht eine neue Bestplatzierung. Allerdings darf man bei all den Erfolgsmeldungen nicht übersehen, dass Popstars-Produkt Queensberry mit ihrem vor Weihnachten lancierten Album die Nr.1 der Albumcharts klar verpassen. Nach dem Room 2012-Desaster im vergangenen Jahr geht es also auch mit der reinen Girlgroup nicht wirklich nach vorn, obwohl sich weibliche Bands angeblich besser vermarkten lassen. Es scheint, dass sich hier ein Konzept allmählich totläuft und eventuell sieht das Format Popstars 2009 ganz anders aus.
Vom Popstars-Finale profitiert auch Maria Mena. In der diesjährigen Saison war ihr Titel “Just Hold Me“ sie von einigen Kandidatinnen zum Castung vorgetragen worden, woraufhin auch Platzierungen in der Verkaufsliste folgten. Zum Finale war sie dann persönlich eingeladen und sang ein Medley aus ihren beiden größten Hits, eben “Just Hold Me“ und “All This Time (Pick-Me-Up Song)“. Und prompt gehen beide Titel im Verkauf nach oben. “All This Time (Pick-Me-Up Song)“ schafft es in der 14. Woche von der 42 auf die 15 und verbessert seine Bestplatzierung um einen Rang. “Just Hold Me“ legt auf der 42 einen Wiedereinstieg in der insgesamt 43. Woche hin und ist damit sogar der beste Einstieg der Woche.
Auch Popstar-Juror Sido hatte seinen Auftritt beim Finale. An der Seite seiner Freundin Doreen – 2004 Finalistin bei der Show und Bandmember von Nu Pagadi – performte er aus seinem Album „Ich & meine Maske“ den Titel “Nein!“. Tja, und prompt steigt auch dieser Titel dank verstärkter Einzeldownloads ein. Platz 61 ist das Ergebnis – wie immer etwas verzerrt, da media control mit den Charts die Umsätze misst, nicht die gekaufte Anzahl der Tracks.
Ein kurzer Absatz soll in dieser Woche auch den Weihnachtssongs gehören. Schließlich sind sie in der vorliegenden Liste unter Garantie letztmalig für diese Saison notiert. Der Auswertungszeitraum für diese Charts war der 19.-25. Dezember, also die Hochzeit für Christmas- und Snow-Titel. Auffällig ist, dass in diesem Jahr die Platzierungen weit unter denen des Vorjahres zurück bleiben. Zum Jahresbeginn 2008 hatte Wham! mit “Last Christmas“ zum Beispiel die Sensation geschafft, die Originalplatzierung bei seinem Erscheinen durch einen Sprung auf Platz 4 zu übertrumpfen. In diesem Jahr reicht es gerade noch für Rang 16. Auch Melanie Thornton schafft mit “Wonderful Dream (Holidays Are Coming)“ noch den Sprung in die Top 20 (von 24 auf 17), vor einem Jahr war es noch die 14.
Es scheint so, als würde James Masterton recht behalten mit seiner Prophezeiung, die alljährlichen Höhenflüge der Saisonhits seien vorüber. Eine Begründung dafür gibt er in seinem Kommentar gleich dazu: die Verkäufe von Singles/Tracks sind in Großbritannien so hoch wie seit Ende des Jahrtausends nicht mehr. Warum soll das in Deutschland anders sein?
Was in der oberen Charthälfte allmählich vorbei zu sein scheint, gilt nicht unbedingt für die untere. Bing Crosby schafft etwa mit “White Christmas“ den Sprung von der 68 auf die 53 und bringt damit den Weihnachtsklassiker von 1942 auf die höchste jemals erreichte Position.
Und auch Sarah Connor kann ihr “Christmas In My Heart“ noch mal neu auf der 88 platzieren. Auf der 86 steht sie derweil schon mit “The Best Side Of Life“. Sie ist damit die einzige Künstlerin, die es mit zwei Weihnachtstiteln in die Liste schafft.
Ganz unten auf der 100 schafft Dean Martin mit “Rudolph The Red Nosed Reindeer“ den Charteinstand. Für Rudolph ist es der erste Aufenthalt in den deutschen Charts überhaupt. Dean Martin hat nach “Let It Snow! Let It Snow!“ im letzten Jahr mittlerweile seinen 4. Charthit in Deutschland. Wenn er so weiter macht und in jedem Jahr einen anderen Klassiker platzieren kann, dann gehört er wohl bald zu den Künstlern mit den meisten Kurzzeit-Hits.
Weihnachten übt neben den gerade abgehandelten Songs aber auch noch einen anderen spürbaren Einfluss auf die Charts aus. Den iPod-Loading-Effekt. Zu erkennen an dem Aufwind, den einige ältere Titel in dieser Woche noch einmal erhalten. Katy Perry kann beispielsweise mit “I Kissed A Girl“ nochmal fünf Plätze auf die 22 klettern. Oder auch “Viva La Vida“ von Coldplay geht von der 44 auf die 39. Einen Wiedereinstieg auf der 89 verbucht dagegen Stefanie Heinzmann mit “My Man Is A Mean Man“, Silbermond sind auf der 91 mit “Das Beste“ zum 59. mal platziert, Amy Winehouse steht mit “Back To Black“ wieder auf der 94, The White Stripes stehen mit “7 Nation Army“ auf der 97 und The Ting Tings kehren mit “That’s Not My Name“ auch nochmal zurück auf die 99.
Zu erklären ist das damit, dass unter dem Weihnachtsbaum offensichtlich auch zahlreiche iPods und mp3-Player lagen, die sofort gefüllt werden müssen. Und natürlich ist da der erste Griff zu den Hits des Jahres und ähnlichen Klassikern.
Neue Titel gibt es nicht allzu viele in dieser Woche. Der Freitag vor Weihnachten scheint den meisten Firmen zu heikel, um neues Material zu etablieren. Und wahrscheinlich wird sich dieser Trand auch in der kommenden Woche fortsetzen, denn eine Erstveröffentlichung am 29.12. – das kann ich mir nur schlecht vorstellen.
Die erfolgreichste neue Nummer der Woche war vor sieben Tagen schon als Download-Titel platziert. Nun schaffen die New Kids On The Block mit der regulären CD-Veröffentlichung den Sprung in die obere Hälfte. “Dirty Dancing“ geht von der 92 auf die 44 und übertrumpft damit den Vorgänger “Summertime“ um ganze 11 Plätze. Die New Kids On The Block gelten zwar international als DAS Boygroup-Vorbild, in Deutschland hielt sich ihr Erfolg jedoch in Grenzen. So gesehen ist die Platzierung der neuen Single gar kein schlechtes Comeback.
Der höchste echte Neueinsteiger kommt auf der 59 mit Miley Cyrus und ihrer Single „See You Again“. Der Titel war bereits Ende 2007 in Amerika erschienen. Nach dem Erfolg des Albums „Breakout“ wurde nun also “See You Again“ auch in Deutschland als 2-Track-Single veröffentlicht. Und immerhin geht es damit für den derzeit bestverdienenden Teen-Star ein zweites mal in die deutschen Single-Charts.
Ebenfalls neu dabei ist Basshunter. Mit Platz 70 für “I Miss You“ gibt er sein bislang schlechtestes Chartdebüt.
Die 74 geht neu an Howard Carpendale. “Yes We Can“ ist die dritte Single nach dem Comeback des Schlagerstars aus Südafrika und mit der Platzierung in 2009 auch das dritte Jahre in Folge, in dem sich der Chart-Veteran mindestens einmal platzieren kann. Platz 74 überholt den Vorgänger vom vergangenen März um 3 Plätze.
Ganz am Ende steigt nach 5 Jahren der Abstinenz ABBA wieder mal ein. Nach dem Erfolg des Films “Mamma Mia“ war es verwunderlich, dass nicht schon etliche Ohrwürmer die unteren Chartplätze besetzt haben. Aber es brauchte doch erst den Jahreswechsel, um einen Klassiker der Popgruppe aus Schweden wieder zurück ins Gedächtnis zu bringen. “Happy New Year“ war ursprünglich nicht als Singletrack geplant. Irgendjemand hatte 1999 dann aber doch beschlossen, den Titel solo zu veröffentlichen. und so konnte er sich dann auch ganze drei Wochen lang platzieren mit Höchstnotierung 78. In dieser Woche kehrt der Track zurück auf der 96. Und ich kann mich dem nur anschließen: ein schönes 2009!
Seit dem Jahr 2000 gab es bisher nur zwei Acts, denen eine annähernd erfolgreiche Platzierung an der Spitze gelang. The Black Eyed Peas hielten sich mit ihrer zweiten in Deutschland notierten Single und ihrem internationalen Durchbruch “Where Is The Love“ im Jahr 2003 vier Wochen auf der 1 und legten mit “Shut Up“ einen Nachfolger hin, der sogar für 5 Wochen die Spitze blieb. Drei Jahre zuvor war es Big-Brother-Semistar Zlatko, der mit “Ich vermiss dich“ und “Großer Bruder“ jeweils vier Wochen lang der meistverkaufte Titel in Deutschland war. Beim zweiten Hit hatte er allerdings mit „Kollege“ Jürgen Unterstützung zur Seite.
Die weiteren Plätze bringen Bekanntes: Polarkreis 18 stehen mit “Allein Allein“ nach wie vor auf der 2 und P!nk verbringt mit “Sober“ nun auch schon ihre dritte Woche auf Position 3. Beyoncé klettert mit “If I Were A Boy“ noch mal 4 Plätze auf die 6 und auch Bushido feat. Karel Gott schafft es mit “Für immer jung“ wieder zurück unter die großen 10 und steht diese Woche auf Platz 8.
Die Gewinner der Woche sind mit einem TV-Ereignis assoziiert, welches kurz vor Weihnachten die Mediengemeinde faszinierte. Die Popstars lieferten am 18.12. ihr Finale auf Pro7, nicht ohne Kritik an der nervtötenden Verkommerzialisierung. Im Grunde war es eine Dauerwerbesendung, aber was solls: kaum weg vom Bildschirm, gingen die Fans in die CD-Läden und Online-Shops, um sich ihre Lieblinge per Musik zuzulegen. Der Weihnachtssong der Popstars “I Believe In Xmas“ (und gleichzeitig auch Charity-Single) klettert nochmal von der 21 auf die 14 und erreicht eine neue Bestplatzierung. Allerdings darf man bei all den Erfolgsmeldungen nicht übersehen, dass Popstars-Produkt Queensberry mit ihrem vor Weihnachten lancierten Album die Nr.1 der Albumcharts klar verpassen. Nach dem Room 2012-Desaster im vergangenen Jahr geht es also auch mit der reinen Girlgroup nicht wirklich nach vorn, obwohl sich weibliche Bands angeblich besser vermarkten lassen. Es scheint, dass sich hier ein Konzept allmählich totläuft und eventuell sieht das Format Popstars 2009 ganz anders aus.
Vom Popstars-Finale profitiert auch Maria Mena. In der diesjährigen Saison war ihr Titel “Just Hold Me“ sie von einigen Kandidatinnen zum Castung vorgetragen worden, woraufhin auch Platzierungen in der Verkaufsliste folgten. Zum Finale war sie dann persönlich eingeladen und sang ein Medley aus ihren beiden größten Hits, eben “Just Hold Me“ und “All This Time (Pick-Me-Up Song)“. Und prompt gehen beide Titel im Verkauf nach oben. “All This Time (Pick-Me-Up Song)“ schafft es in der 14. Woche von der 42 auf die 15 und verbessert seine Bestplatzierung um einen Rang. “Just Hold Me“ legt auf der 42 einen Wiedereinstieg in der insgesamt 43. Woche hin und ist damit sogar der beste Einstieg der Woche.
Auch Popstar-Juror Sido hatte seinen Auftritt beim Finale. An der Seite seiner Freundin Doreen – 2004 Finalistin bei der Show und Bandmember von Nu Pagadi – performte er aus seinem Album „Ich & meine Maske“ den Titel “Nein!“. Tja, und prompt steigt auch dieser Titel dank verstärkter Einzeldownloads ein. Platz 61 ist das Ergebnis – wie immer etwas verzerrt, da media control mit den Charts die Umsätze misst, nicht die gekaufte Anzahl der Tracks.
Ein kurzer Absatz soll in dieser Woche auch den Weihnachtssongs gehören. Schließlich sind sie in der vorliegenden Liste unter Garantie letztmalig für diese Saison notiert. Der Auswertungszeitraum für diese Charts war der 19.-25. Dezember, also die Hochzeit für Christmas- und Snow-Titel. Auffällig ist, dass in diesem Jahr die Platzierungen weit unter denen des Vorjahres zurück bleiben. Zum Jahresbeginn 2008 hatte Wham! mit “Last Christmas“ zum Beispiel die Sensation geschafft, die Originalplatzierung bei seinem Erscheinen durch einen Sprung auf Platz 4 zu übertrumpfen. In diesem Jahr reicht es gerade noch für Rang 16. Auch Melanie Thornton schafft mit “Wonderful Dream (Holidays Are Coming)“ noch den Sprung in die Top 20 (von 24 auf 17), vor einem Jahr war es noch die 14.
Es scheint so, als würde James Masterton recht behalten mit seiner Prophezeiung, die alljährlichen Höhenflüge der Saisonhits seien vorüber. Eine Begründung dafür gibt er in seinem Kommentar gleich dazu: die Verkäufe von Singles/Tracks sind in Großbritannien so hoch wie seit Ende des Jahrtausends nicht mehr. Warum soll das in Deutschland anders sein?
Was in der oberen Charthälfte allmählich vorbei zu sein scheint, gilt nicht unbedingt für die untere. Bing Crosby schafft etwa mit “White Christmas“ den Sprung von der 68 auf die 53 und bringt damit den Weihnachtsklassiker von 1942 auf die höchste jemals erreichte Position.
Und auch Sarah Connor kann ihr “Christmas In My Heart“ noch mal neu auf der 88 platzieren. Auf der 86 steht sie derweil schon mit “The Best Side Of Life“. Sie ist damit die einzige Künstlerin, die es mit zwei Weihnachtstiteln in die Liste schafft.
Ganz unten auf der 100 schafft Dean Martin mit “Rudolph The Red Nosed Reindeer“ den Charteinstand. Für Rudolph ist es der erste Aufenthalt in den deutschen Charts überhaupt. Dean Martin hat nach “Let It Snow! Let It Snow!“ im letzten Jahr mittlerweile seinen 4. Charthit in Deutschland. Wenn er so weiter macht und in jedem Jahr einen anderen Klassiker platzieren kann, dann gehört er wohl bald zu den Künstlern mit den meisten Kurzzeit-Hits.
Weihnachten übt neben den gerade abgehandelten Songs aber auch noch einen anderen spürbaren Einfluss auf die Charts aus. Den iPod-Loading-Effekt. Zu erkennen an dem Aufwind, den einige ältere Titel in dieser Woche noch einmal erhalten. Katy Perry kann beispielsweise mit “I Kissed A Girl“ nochmal fünf Plätze auf die 22 klettern. Oder auch “Viva La Vida“ von Coldplay geht von der 44 auf die 39. Einen Wiedereinstieg auf der 89 verbucht dagegen Stefanie Heinzmann mit “My Man Is A Mean Man“, Silbermond sind auf der 91 mit “Das Beste“ zum 59. mal platziert, Amy Winehouse steht mit “Back To Black“ wieder auf der 94, The White Stripes stehen mit “7 Nation Army“ auf der 97 und The Ting Tings kehren mit “That’s Not My Name“ auch nochmal zurück auf die 99.
Zu erklären ist das damit, dass unter dem Weihnachtsbaum offensichtlich auch zahlreiche iPods und mp3-Player lagen, die sofort gefüllt werden müssen. Und natürlich ist da der erste Griff zu den Hits des Jahres und ähnlichen Klassikern.
Neue Titel gibt es nicht allzu viele in dieser Woche. Der Freitag vor Weihnachten scheint den meisten Firmen zu heikel, um neues Material zu etablieren. Und wahrscheinlich wird sich dieser Trand auch in der kommenden Woche fortsetzen, denn eine Erstveröffentlichung am 29.12. – das kann ich mir nur schlecht vorstellen.
Die erfolgreichste neue Nummer der Woche war vor sieben Tagen schon als Download-Titel platziert. Nun schaffen die New Kids On The Block mit der regulären CD-Veröffentlichung den Sprung in die obere Hälfte. “Dirty Dancing“ geht von der 92 auf die 44 und übertrumpft damit den Vorgänger “Summertime“ um ganze 11 Plätze. Die New Kids On The Block gelten zwar international als DAS Boygroup-Vorbild, in Deutschland hielt sich ihr Erfolg jedoch in Grenzen. So gesehen ist die Platzierung der neuen Single gar kein schlechtes Comeback.
Der höchste echte Neueinsteiger kommt auf der 59 mit Miley Cyrus und ihrer Single „See You Again“. Der Titel war bereits Ende 2007 in Amerika erschienen. Nach dem Erfolg des Albums „Breakout“ wurde nun also “See You Again“ auch in Deutschland als 2-Track-Single veröffentlicht. Und immerhin geht es damit für den derzeit bestverdienenden Teen-Star ein zweites mal in die deutschen Single-Charts.
Ebenfalls neu dabei ist Basshunter. Mit Platz 70 für “I Miss You“ gibt er sein bislang schlechtestes Chartdebüt.
Die 74 geht neu an Howard Carpendale. “Yes We Can“ ist die dritte Single nach dem Comeback des Schlagerstars aus Südafrika und mit der Platzierung in 2009 auch das dritte Jahre in Folge, in dem sich der Chart-Veteran mindestens einmal platzieren kann. Platz 74 überholt den Vorgänger vom vergangenen März um 3 Plätze.
Ganz am Ende steigt nach 5 Jahren der Abstinenz ABBA wieder mal ein. Nach dem Erfolg des Films “Mamma Mia“ war es verwunderlich, dass nicht schon etliche Ohrwürmer die unteren Chartplätze besetzt haben. Aber es brauchte doch erst den Jahreswechsel, um einen Klassiker der Popgruppe aus Schweden wieder zurück ins Gedächtnis zu bringen. “Happy New Year“ war ursprünglich nicht als Singletrack geplant. Irgendjemand hatte 1999 dann aber doch beschlossen, den Titel solo zu veröffentlichen. und so konnte er sich dann auch ganze drei Wochen lang platzieren mit Höchstnotierung 78. In dieser Woche kehrt der Track zurück auf der 96. Und ich kann mich dem nur anschließen: ein schönes 2009!
Charts vom 26. Dezmeber 2008
Das sind sie also, die Weihnachtscharts 2008 und alles ist ruhig. Keine fette Überraschung unterm Tannenbaum, sondern weiterhin Katy Perry mit "Hot N Cold", die das Fest alles andere als beschaulich verstreichen lässt. Vier Wochen steht Katy Perry mit "Hot N Cold" nun an der Spitze und erhöht ihre Gesamtbilanz 2008 auf nunmehr 9 Wochen an der Spitze. Das ist das beste Ergebnis des Jahres vor Schnuffel und Kid Rock, die es jeweils auf 8 Wochen ganz oben bringen.
Für Max Martin, der bei "Hot N Cold" als Co-Autor und als Musiker auftaucht, erhöht die aktuelle Platzierung das Ergebnis 2008 auf 12 Wochen an der Spitze. Das ist das beste Ergebnis des Jahres überhaupt.
Platz 2 und 3 stehen ebenfalls fest auf den Positionen der Vorwoche: Polarkreis 18 halten mit "Allein Allein" den Silberplatz und P!nk bleibt mit ihrer neuen Single "Sober" auf dem bronzenen.
Bewegung unter den oberen 10 gibt es mit der Rückkehr der Killers und „Human“ auf ihren bisherigen Bestwert, Platz 4, nachdem sie für eine Woche außerhalb der besten 5 Pause einlegten. Auf die 6 steigt von der 15 noch einmal Herbert Grönemeyer mit „Glück“. Auch Curse mit Silbermond steigen mit „Bis zum Schluss“ noch einmal drei Plätze auf Position 8.
Einen Aufsteiger wieder hinein in die Top 20 gibt es mit den Pussycat Dolls und „I Hate This Part“, welches von der 22 ganze 10 Plätze bis auf die 12 klettert. Offensichtlich hat sich nun auch das deutsche Publikum ordentlich an den Titel gewöhnt und verhelfen den Dolls nach einem etwas verhaltenen Start doch noch zu ordentlichen Platzierungen.
Der höchste Neuzugang ist alles andere als weihnachtlich. Metallica gehen mit "All Nightmare Long" direkt in die oberen 20, und zwar auf Position 15. „All Nightmare Long“ wird unter anderem von musicline.de als DER Metallica-Titel schlechthin betitelt, sozusagen ein Querschnitt durch all ihre Entwicklungsphasen mit prägnanten Hörproben ihres unverwechselbaren Sounds in wenigen Minuten. Ob dieses Qualitätsmerkmal für die hohe Platzierung verantwortlich ist? Immerhin ist es die höchste Platzierung seit Juli 2003 als „St. Anger“ in der Liste notiert war. Oder vielleicht war es auch profanerweise der Marketing-Trick „All Nightmare Long“ in einer sogenannten Collector’s Edition in die Läden zu bringen. Drei CDs auf denen neben dem Titeltrack jeweils zwei Live-Versionen vom September 2008 bzw. umfangreiches Video-Material enthalten ist. Gezählt wird der Verkauf aller drei Versionen zusammen und es ist gut vorstellbar, dass der eine oder andere Fan sich diese kleine Sammlung noch unter den Weihnachtsbaum legen wollte. Wie auch immer: „All Nightmare Long“ ist seit Februar 2004 endlich neues Material der Band in den Charts. Zur Veröffentlichung von „Death Magnetic“ standen im September lediglich „Nothing Else Matters“ (Platz 45) und „Whiskey In The Jar“ (Platz 98) für ein paar Wochen in der Single-Liste. Für Produzent Rick Rubin ist „All Nightmare Long“ ein schöner Einstand mit Metallica. Er war zuletzt mit Linkin Park erfolgreich. Seine Produktion „Leave Out All The Rest“ steht derzeit auf der 56 und mit „What I’ve Done“ schaffte es das Gespann im Frühsommer 2007 bis auf Platz 4.
Platz 18 erobert sich Leona Lewis mit ihrer vierten Single „Run“. Ursprünglich war dieser Titel nur für die Deluxe-Edition ihres Erfolgsalbums „Spirit“ vorgesehen. In Großbritannien reichte dann die Veröffentlichung als digitale Single, um Leona Lewis einen vorweihnachtlichen Nr.1-Hit zu bescheren. Hier in Deutschland erscheint der Track sogar richtig auf CD, aber die Euphorie um die X-Factor-Gewinnerin von 2006 scheint ihren Zenit bereits überschritten zu haben. Zumindest mit den Chartplatzierungen geht es beständig bergab. Nach ihrer Nr.1 „Bleeding Love“ konnte „Better In Time“ im Juni noch die 2 belegen. „Forgive Me“ startete dann im November nur noch auf der 15 (nach 7 Wochen jetzt von 54 auf 57 fallend) und „Run“ beginnt nun noch einmal ein paar Plätze tiefer. Alles in allem ist es aber der vierte Top 20 Hit in Folge innerhalb eines Jahres. Keine schlechte Leistung.
Ebenfalls mit dem vierten Hit im Jahr 2008, allerdings nicht ganz so erfolgreich, steht auch Jamba-Hase Schnuffel mit „Schnuffels Weihnachtslied“ auf der 23 neu in den Charts. Auch hier hat sich der Kuschelfaktor schon ordentlich abgenutzt. Nach dem „Kuschel Song“ schaffte es nur noch das Duett mit Michael Wendler kurz in die Top 20. Das Weihnachtsliedchen könnte es für ganz kurz noch zu etwas Ruhm bringen, denn erst in der kommenden Woche werden die Verkäufe der Weihnachtswoche berücksichtigt. Und da haben ja die saisonalen Hits nochmal richtig Konjunktur bevor sie innerhalb von wenigen Tagen wieder für elf Monate verschwinden.
Einen bemerkenswerter Absturz gibt es in dieser Woche zu bemerken: Von der Position 8, wo es letzte Woche neu startete, geht es nun auf die 30 mit Rosenstolz und „Wie weit ist vorbei“. Dass Rosenstolz-Titel meist auf ihrer Top-Position einsteigen und dann stetig abwärtstrudeln, ist nichts Neues. Ein derartiger Sturz allerdings ist schon eher ungewöhnlich. Im Freien Fall überholt "Wie weit ist vorbei" beinahe den Vorgänger „Gib mir Sonne“, welcher sich noch ganz gut auf der 33 hält.
In der unteren Charthälfte starten ein paar Neuzugänge, die in den nächsten beiden Wochen durchaus Chancen haben, sich noch etwas zu verbessern. Auf der 58 neu Jennifer Hudson mit „Spotlight“. Es ist der bislang größte Erfolg der American Idol-Teilnehmerin von 2004 und ihr Charteinstand in Deutschland. Ganz unbekannt dürfte sie aber auch hierzulande nicht sein, hat sie doch schon einige Filmrollen und Gastauftritte als Duettpartnerin vorzuweisen.
Nach dem Sommerhit „All Summer Long“, welcher in dieser Woche von der 34 auf die 35 gleitet, versucht es auchKid Rock nun mit einer Nachfolgesingle. „Roll On“ steigt ein auf der 59 und leidet natürlich an dem Schattendasein, dass es gegen den Überflieger zu führen hat. Radiostationen setzen lieber auf Altbekanntes und so wage ich zu bezweifeln, dass „Roll On“ es tatsächlich noch zu wesentlich mehr bringen wird.
Neu auf der 70 die dritte Single von MGMT „Kids“. Es ist ihre beste Chartplatzierung bisher und das liegt wahrscheinlich auch daran, dass „Kids“ Teil des Soundtracks zum Computerspiel Fifa 09 ist.
Auf der 71 steigt Doro mit „Herzblut“ ein. Nachdem sie im November mit „Celebrate – The Night Of The Warlock“ bereits bis auf die 75 gekommen war, schafft sie es mit Single Nr.2 im Jahr 2008 sogar noch etwas höher und damit auf ihre bisher zweitbeste Singlechart-Platzierung. Für den 30. Januar ist das Album „Fear No Evil“ angekündigt.
Wiedereinsteiger gibt es natürlich auch: Erfolgreichster ist Nina Kristin mit „Must Be Love“ / „Success“, welches nach einem kurzen Gastspiel vor 14 Tagen nun doch noch ordentlich durchstartet und im zweiten Anlauf Platz 76 erobert.
Auf der 80 gehen The Script mit ihrem mittlerweile dritten Werk in die Liste: „Breakeven“. Die 85 geht an Michael Mind und „Baker Street“, nach altbewährtem Rezept im bekannten Stil. Für den Titel ist es die dritte Version, welche die Charts erreichen kann. Sowohl Gerry Rafferty im Jahr 1978 als auch Undercover im Jahr 1992 schafften es jeweils bis auf Platz 3. Für Michael Mind sehen die Chancen auf einen solchen Erfolg momentan (noch) nicht gut aus: ein Release als reguläre CD scheint bislang nicht geplant zu sein.
Eine Weihnachtshymne entert die 88 mit Slade und „Merry Xmas Everybody“. Der Titel ist das erste Mal seit 1974, als es bei Veröffentlichung ganze 12 Wochen in den Charts war und bis zur 4 kam, wieder in der Liste notiert. Slade selber tauchten das letzte Mal am 1. Oktober 1993 auf. Damals war „Far Far Away“ für einen Werbespot von C&A verwendet worden und deshalb noch einmal ordentlich verkauft worden (Platz 19).
Die New Kids On The Block stehen mit „Dirty Dancing“ neu auf der 92, die zweite Single ihres Comebacks und eine Platzierung durch reine Downloads. Da könnte es also gut möglich sein, dass es ihnen mit dem Release als echte CD gelingt, den Vorgänger „Summertime“, der im September auf der 55 stoppte, zu übertrumpfen. Warten wir auf die ersten Charts des neuen Jahres.
Auf der 93 steht einer, den ich irgendwie gar nicht mehr auf dem Plan hatte. Aber: Totgesagte leben länger. Offensichtlich. Heinz Rudolf Kunze steht mit „Längere Tage“ erstmals seit März 2003 wieder in den Singlecharts. Platz 93 geht zurück auf reine Online-Verkäufe. Das neue Album „Protest“, aus dem der Titel stammt, steht für Ende Januar 2009 zur Veröffentlichung.
Wieder drin sind auf der 97 The Disco Boys feat. Manfred Mann’s Earth Band mit dem Partyknaller „For You“. Mittlerweile in der 45. Woche notiert und wahrscheinlich auf den kommenden Silvester- und Neujahrsparty überall zu hören.
Und auf der 100 schnuppert noch einmal kurz rein Anastacia mit “I Can Feel You“. 6 Wochen und eine Höchstplatzierung auf der 25 Ende Oktober stehen für sie bereits in den Büchern.
An dieser Stelle: einen schönen Jahreswechsel und bis nächste Woche!
Für Max Martin, der bei "Hot N Cold" als Co-Autor und als Musiker auftaucht, erhöht die aktuelle Platzierung das Ergebnis 2008 auf 12 Wochen an der Spitze. Das ist das beste Ergebnis des Jahres überhaupt.
Platz 2 und 3 stehen ebenfalls fest auf den Positionen der Vorwoche: Polarkreis 18 halten mit "Allein Allein" den Silberplatz und P!nk bleibt mit ihrer neuen Single "Sober" auf dem bronzenen.
Bewegung unter den oberen 10 gibt es mit der Rückkehr der Killers und „Human“ auf ihren bisherigen Bestwert, Platz 4, nachdem sie für eine Woche außerhalb der besten 5 Pause einlegten. Auf die 6 steigt von der 15 noch einmal Herbert Grönemeyer mit „Glück“. Auch Curse mit Silbermond steigen mit „Bis zum Schluss“ noch einmal drei Plätze auf Position 8.
Einen Aufsteiger wieder hinein in die Top 20 gibt es mit den Pussycat Dolls und „I Hate This Part“, welches von der 22 ganze 10 Plätze bis auf die 12 klettert. Offensichtlich hat sich nun auch das deutsche Publikum ordentlich an den Titel gewöhnt und verhelfen den Dolls nach einem etwas verhaltenen Start doch noch zu ordentlichen Platzierungen.
Der höchste Neuzugang ist alles andere als weihnachtlich. Metallica gehen mit "All Nightmare Long" direkt in die oberen 20, und zwar auf Position 15. „All Nightmare Long“ wird unter anderem von musicline.de als DER Metallica-Titel schlechthin betitelt, sozusagen ein Querschnitt durch all ihre Entwicklungsphasen mit prägnanten Hörproben ihres unverwechselbaren Sounds in wenigen Minuten. Ob dieses Qualitätsmerkmal für die hohe Platzierung verantwortlich ist? Immerhin ist es die höchste Platzierung seit Juli 2003 als „St. Anger“ in der Liste notiert war. Oder vielleicht war es auch profanerweise der Marketing-Trick „All Nightmare Long“ in einer sogenannten Collector’s Edition in die Läden zu bringen. Drei CDs auf denen neben dem Titeltrack jeweils zwei Live-Versionen vom September 2008 bzw. umfangreiches Video-Material enthalten ist. Gezählt wird der Verkauf aller drei Versionen zusammen und es ist gut vorstellbar, dass der eine oder andere Fan sich diese kleine Sammlung noch unter den Weihnachtsbaum legen wollte. Wie auch immer: „All Nightmare Long“ ist seit Februar 2004 endlich neues Material der Band in den Charts. Zur Veröffentlichung von „Death Magnetic“ standen im September lediglich „Nothing Else Matters“ (Platz 45) und „Whiskey In The Jar“ (Platz 98) für ein paar Wochen in der Single-Liste. Für Produzent Rick Rubin ist „All Nightmare Long“ ein schöner Einstand mit Metallica. Er war zuletzt mit Linkin Park erfolgreich. Seine Produktion „Leave Out All The Rest“ steht derzeit auf der 56 und mit „What I’ve Done“ schaffte es das Gespann im Frühsommer 2007 bis auf Platz 4.
Platz 18 erobert sich Leona Lewis mit ihrer vierten Single „Run“. Ursprünglich war dieser Titel nur für die Deluxe-Edition ihres Erfolgsalbums „Spirit“ vorgesehen. In Großbritannien reichte dann die Veröffentlichung als digitale Single, um Leona Lewis einen vorweihnachtlichen Nr.1-Hit zu bescheren. Hier in Deutschland erscheint der Track sogar richtig auf CD, aber die Euphorie um die X-Factor-Gewinnerin von 2006 scheint ihren Zenit bereits überschritten zu haben. Zumindest mit den Chartplatzierungen geht es beständig bergab. Nach ihrer Nr.1 „Bleeding Love“ konnte „Better In Time“ im Juni noch die 2 belegen. „Forgive Me“ startete dann im November nur noch auf der 15 (nach 7 Wochen jetzt von 54 auf 57 fallend) und „Run“ beginnt nun noch einmal ein paar Plätze tiefer. Alles in allem ist es aber der vierte Top 20 Hit in Folge innerhalb eines Jahres. Keine schlechte Leistung.
Ebenfalls mit dem vierten Hit im Jahr 2008, allerdings nicht ganz so erfolgreich, steht auch Jamba-Hase Schnuffel mit „Schnuffels Weihnachtslied“ auf der 23 neu in den Charts. Auch hier hat sich der Kuschelfaktor schon ordentlich abgenutzt. Nach dem „Kuschel Song“ schaffte es nur noch das Duett mit Michael Wendler kurz in die Top 20. Das Weihnachtsliedchen könnte es für ganz kurz noch zu etwas Ruhm bringen, denn erst in der kommenden Woche werden die Verkäufe der Weihnachtswoche berücksichtigt. Und da haben ja die saisonalen Hits nochmal richtig Konjunktur bevor sie innerhalb von wenigen Tagen wieder für elf Monate verschwinden.
Einen bemerkenswerter Absturz gibt es in dieser Woche zu bemerken: Von der Position 8, wo es letzte Woche neu startete, geht es nun auf die 30 mit Rosenstolz und „Wie weit ist vorbei“. Dass Rosenstolz-Titel meist auf ihrer Top-Position einsteigen und dann stetig abwärtstrudeln, ist nichts Neues. Ein derartiger Sturz allerdings ist schon eher ungewöhnlich. Im Freien Fall überholt "Wie weit ist vorbei" beinahe den Vorgänger „Gib mir Sonne“, welcher sich noch ganz gut auf der 33 hält.
In der unteren Charthälfte starten ein paar Neuzugänge, die in den nächsten beiden Wochen durchaus Chancen haben, sich noch etwas zu verbessern. Auf der 58 neu Jennifer Hudson mit „Spotlight“. Es ist der bislang größte Erfolg der American Idol-Teilnehmerin von 2004 und ihr Charteinstand in Deutschland. Ganz unbekannt dürfte sie aber auch hierzulande nicht sein, hat sie doch schon einige Filmrollen und Gastauftritte als Duettpartnerin vorzuweisen.
Nach dem Sommerhit „All Summer Long“, welcher in dieser Woche von der 34 auf die 35 gleitet, versucht es auchKid Rock nun mit einer Nachfolgesingle. „Roll On“ steigt ein auf der 59 und leidet natürlich an dem Schattendasein, dass es gegen den Überflieger zu führen hat. Radiostationen setzen lieber auf Altbekanntes und so wage ich zu bezweifeln, dass „Roll On“ es tatsächlich noch zu wesentlich mehr bringen wird.
Neu auf der 70 die dritte Single von MGMT „Kids“. Es ist ihre beste Chartplatzierung bisher und das liegt wahrscheinlich auch daran, dass „Kids“ Teil des Soundtracks zum Computerspiel Fifa 09 ist.
Auf der 71 steigt Doro mit „Herzblut“ ein. Nachdem sie im November mit „Celebrate – The Night Of The Warlock“ bereits bis auf die 75 gekommen war, schafft sie es mit Single Nr.2 im Jahr 2008 sogar noch etwas höher und damit auf ihre bisher zweitbeste Singlechart-Platzierung. Für den 30. Januar ist das Album „Fear No Evil“ angekündigt.
Wiedereinsteiger gibt es natürlich auch: Erfolgreichster ist Nina Kristin mit „Must Be Love“ / „Success“, welches nach einem kurzen Gastspiel vor 14 Tagen nun doch noch ordentlich durchstartet und im zweiten Anlauf Platz 76 erobert.
Auf der 80 gehen The Script mit ihrem mittlerweile dritten Werk in die Liste: „Breakeven“. Die 85 geht an Michael Mind und „Baker Street“, nach altbewährtem Rezept im bekannten Stil. Für den Titel ist es die dritte Version, welche die Charts erreichen kann. Sowohl Gerry Rafferty im Jahr 1978 als auch Undercover im Jahr 1992 schafften es jeweils bis auf Platz 3. Für Michael Mind sehen die Chancen auf einen solchen Erfolg momentan (noch) nicht gut aus: ein Release als reguläre CD scheint bislang nicht geplant zu sein.
Eine Weihnachtshymne entert die 88 mit Slade und „Merry Xmas Everybody“. Der Titel ist das erste Mal seit 1974, als es bei Veröffentlichung ganze 12 Wochen in den Charts war und bis zur 4 kam, wieder in der Liste notiert. Slade selber tauchten das letzte Mal am 1. Oktober 1993 auf. Damals war „Far Far Away“ für einen Werbespot von C&A verwendet worden und deshalb noch einmal ordentlich verkauft worden (Platz 19).
Die New Kids On The Block stehen mit „Dirty Dancing“ neu auf der 92, die zweite Single ihres Comebacks und eine Platzierung durch reine Downloads. Da könnte es also gut möglich sein, dass es ihnen mit dem Release als echte CD gelingt, den Vorgänger „Summertime“, der im September auf der 55 stoppte, zu übertrumpfen. Warten wir auf die ersten Charts des neuen Jahres.
Auf der 93 steht einer, den ich irgendwie gar nicht mehr auf dem Plan hatte. Aber: Totgesagte leben länger. Offensichtlich. Heinz Rudolf Kunze steht mit „Längere Tage“ erstmals seit März 2003 wieder in den Singlecharts. Platz 93 geht zurück auf reine Online-Verkäufe. Das neue Album „Protest“, aus dem der Titel stammt, steht für Ende Januar 2009 zur Veröffentlichung.
Wieder drin sind auf der 97 The Disco Boys feat. Manfred Mann’s Earth Band mit dem Partyknaller „For You“. Mittlerweile in der 45. Woche notiert und wahrscheinlich auf den kommenden Silvester- und Neujahrsparty überall zu hören.
Und auf der 100 schnuppert noch einmal kurz rein Anastacia mit “I Can Feel You“. 6 Wochen und eine Höchstplatzierung auf der 25 Ende Oktober stehen für sie bereits in den Büchern.
An dieser Stelle: einen schönen Jahreswechsel und bis nächste Woche!
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