05. März '10: Nr.1-Geschichten

Los geht's also wie gehabt mit dem, was media control aktuell als umsatzstärksten Titel nennt. Nach wie vor Ke$ha, White-Trash-Idol aus den USA, mit ihrem Überflieger-Hit TiK ToK. Es ist die sechste Woche, dass sich die Dame durchsetzen kann … aber laut iTunes-Charts gibt es da in Kürze ordentlich Konkurrenz. Zum einen steht dort nach wie vor der Belgier Stromae mit Alors On Danse an der Spitze, bei media control in dieser Woche ja nun auch endlich auf der 3 notiert – von 6 kommend … Dancefloorstuff hat es nach wie vor schwer auf dem CD-Markt und ist mit der Umsatzregelung von media control klar im Nachteil. – Und dann steht bei iTunes auch Cheryl Cole mit Fight For This Love sehr gut da. Für das Ex-Girls Aloud wäre es der erste Charthit in Deutschland … Warten wir ab, was da kommt.

Derweil genießen wir also noch einmal Ke$ha und da lohnt ein Blick in solche Portale wie Mashuptown. Ke$ha gehört dort zum derzeit beliebtesten, was durch die Remix-Hölle geschickt wird. Mein Favorit: die Version Ke$ha vs. Queen … also wem das nicht gefällt …

Statistik-Details:

Mit sechs Wochen auf Position 1 gehört sie zu einem illustren Kreis von Pop-Damen, die es in den letzten 18 Monaten an der Spitze der deutschen Charts gern etwas länger aushielten. Zuletzt war es im Juli und August Emilíana Torrini mit Jungle Drum (ach ja, auch Germany's Next Top Modell ist wieder TV-präsent), davor war es Lady Gaga die 13 Wochen mit Poker Face den Markt komplett in Schach hielt (in dieser Woche ein komplettes Jahr in den Charts und noch immer notiert auf Platz 51 - von 48 leicht fallend) und zum Jahreswechsel 2008/09 beherrschte Katy Perry mit Hot N Cold für 8 Wochen alles. Der letzte Mann, der für mehr als fünf Wochen die Spitze der Charts besetzte war im Juli/August 2008 Kid Rock mit All Summer Long. Heißt das jetzt, dass Musik von Männern nicht mehr so flächendeckend ankommt? Ist das der viel beschworene Wandel? Oder haben sich die Männer einfach nur als Produzenten hinter Frauen versteckt?

Ob es nun diese Thesen irgendwie untermauert oder nicht: auch Platz 2 geht an eine amerikanische Interpretin – Keri Hilson kann mit I Like nochmal einen Platz gut machen.

Und das war sie, die aktuelle deutsche Spitze.

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